Gabapentin ratiopharm 600 mg Filmtabletten

Abbildung Gabapentin ratiopharm 600 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Gabapentin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Teva B.V.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 23.08.2004
ATC Code N03AX12
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antiepileptika

Zulassungsinhaber

Teva B.V.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Gabapentin ratiopharm 600 mg gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die zur Behandlung von Epilepsie und peripheren neuropathischen Schmerzen eingesetzt werden.

Epilepsie: Mit Gabapentin ratiopharm 600 mg werden verschiedene Formen der Epilepsie behandelt (Anfälle, die anfänglich auf bestimmte Bereiche des Gehirns beschränkt sind, unabhängig davon, ob sich der Anfall auf andere Bereiche ausweitet oder nicht).

Ihr Arzt wird Ihnen Gabapentin ratiopharm 600 mg zur Unterst√ľtzung Ihrer Epilepsie-Behandlung verschreiben, wenn die derzeitige Behandlung Ihrer Erkrankung unzureichend ist. Sofern nicht anders verordnet, m√ľssen Sie Gabapentin ratiopharm 600 mg zus√§tzlich zu Ihrer derzeitigen Behandlung einnehmen.

Gabapentin ratiopharm 600 mg kann auch zur alleinigen Behandlung von Erwachsenen und Jugendlichen √ľber 12 Jahren eingenommen werden.

Peripherer neuropathischer Schmerz: Mit Gabapentin ratiopharm 600 mg werden lang anhaltende Schmerzen behandelt, die durch Schädigungen der Nerven verursacht werden. Periphere

(in erster Linie in Armen und / oder Beinen auftretende) neuropathische Schmerzen k√∂nnen durch eine Reihe verschiedener Erkrankungen verursacht werden, wie z. B. Diabetes oder G√ľrtelrose. Der empfundene Schmerz kann dabei als hei√ü, brennend, pochend, einschie√üend, stechend, scharf, krampfartig, muskelkaterartig, kribbelnd, mit Taubheitsgef√ľhl verbunden oder nadelstichartig beschrieben werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Gabapentin ratiopharm 600 mg darf nicht eingenommen werden,

- wenn Sie allergisch gegen Gabapentin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Gabapentin ratiopharm 600 mg Filmtabletten einnehmen,

  • wenn Sie unter Nierenproblemen leiden. Ihr Arzt kann ein anderes Dosierungsschema verordnen.
  • wenn Sie in H√§modialyse-Behandlung sind (zur Entfernung von Abbauprodukten bei Funktionsst√∂rungen der Nieren). Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Muskelschmerzen und/oder Schw√§che bei Ihnen auftreten.
  • wenn Sie Beschwerden, wie z. B. andauernde Bauchschmerzen, √úbelkeit und Erbrechen
    entwickeln, setzen Sie sich bitte sofort mit einem Arzt in Verbindung, da es sich hierbei um Anzeichen einer akuten Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis) handeln kann.
  • wenn Sie unter einer Erkrankung des Nervensystems oder der Atemwege leiden oder wenn Sie √§lter als 65 Jahre sind, sollte Ihnen Ihr Arzt m√∂glicherweise ein anderes Dosierungsschema verschreiben.

Bei manchen Patienten, die Gabapentin ratiopharm 600 mg Filmtabletten einnehmen, kann es zu häufigeren Anfällen kommen oder es können auch neue Anfallsarten auftreten. Informieren Sie in diesen Fällen Ihren Arzt.

Wenn Sie unter neuropathischen Schmerzen leiden und älter als 65 Jahre alt sind, kann es häufiger zu Beschwerden wie Schläfrigkeit, Schwellungen an Armen und Beinen und Kraftlosigkeit kommen.

Es wurden F√§lle von Missbrauch und Abh√§ngigkeit im Rahmen der Erfahrungen nach Markteinf√ľhrung f√ľr Gabapentin berichtet. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen in der Vergangenheit Missbrauch oder Abh√§ngigkeit vorlagen.

Eine geringe Anzahl von Patienten, die mit Antiepileptika, wie Gabapentin ratiopharm 600 mg, behandelt werden, hatten Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen. Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt diese Gedanken haben, kontaktieren Sie unverz√ľglich einen Arzt.

Wichtige Informationen zu möglicherweise schwerwiegenden Reaktionen

Bei einer geringen Anzahl von Patienten, die Gabapentin ratiopharm 600 mg anwenden, k√∂nnen allergische Reaktionen oder potenziell schwerwiegende Hautreaktionen auftreten, die unbehandelt zu noch schwerwiegenderen Problemen f√ľhren k√∂nnen. Sie m√ľssen diese Anzeichen kennen, um auf sie zu achten, so lange Sie Gabapentin ratiopharm 600 mg anwenden.

Lesen Sie bitte die Beschreibung dieser Anzeichen in Abschnitt 4 dieser Packungsbeilage unter

"Setzen Sie sich sofort mit einem Arzt in Verbindung, wenn Sie bei sich nach Einnahme dieses Arzneimittels eine der nachfolgenden Beschwerden feststellen, da diese auch schwerwiegend sein können".

Muskelschw√§che, Muskelempfindlichkeit oder Muskelschmerzen k√∂nnen - vor allem dann, wenn Sie sich gleichzeitig unwohl f√ľhlen oder erh√∂hte Temperatur haben - durch einen abnormalen Muskelabbau bedingt sein, der lebensbedrohlich sein und zu Nierenproblemen f√ľhren kann. Es kann auch zu einer Verf√§rbung des Urins kommen und zu einer Ver√§nderung bei den Bluttestwerten (erh√∂hte Blutwerte f√ľr Kreatinphosphokinase). Falls Sie eines dieser Zeichen oder Symptome bei sich feststellen, wenden Sie sich bitte sofort an einen Arzt.

Einnahme von Gabapentin ratiopharm 600 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben ober beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Informieren Sie Ihren Arzt (oder Apotheker) insbesondere, wenn Sie andere Arzneimittel gegen Kr√§mpfe, Schlafst√∂rungen, Depression, Angstzust√§nde oder andere neurologische oder psychiatrische Probleme einnehmen/anwenden oder k√ľrzlich eingenommen /angewendet haben.

Wenn Sie Arzneimittel anwenden, die Morphin enthalten, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, da Morphin die Wirkung von Gabapentin ratiopharm 600 mg verstärken kann.

Dar√ľber hinaus kann die Kombination von Gabapentin ratiopharm 600 mg mit Opioiden zu Beschwerden wie Schl√§frigkeit und/oder Verminderung der Atmung f√ľhren.

Wechselwirkungen zwischen Gabapentin ratiopharm 600 mg und anderen Arzneimitteln gegen Epilepsie (Antiepileptika) oder

Tabletten zur Empf√§ngnisverh√ľtung (‚ÄěPille‚Äú) sind nicht zu erwarten.

Gabapentin ratiopharm 600 mg kann manche Laboruntersuchungen beeinflussen; falls Ihr Urin untersucht werden muss, teilen Sie Ihrem Arzt oder Krankenhaus mit, dass Sie Gabapentin ratiopharm 600 mg einnehmen.

Wenn Gabapentin ratiopharm 600 mg gleichzeitig mit Aluminium- oder Magnesium-haltigen Arzneimitteln zur Reduzierung der Magens√§ure (Antazida) genommen wird, kann die Aufnahme von Gabapentin ratiopharm 600 mg aus dem Magen verringert sein. Daher wird empfohlen, dass Gabapentin ratiopharm 600 mg fr√ľhestens zwei Stunden nach der Einnahme eines Antazidums eingenommen wird.

Einnahme von Gabapentin ratiopharm 600 mg zusammen mit Nahrungsmitteln

Gabapentin ratiopharm 600 mg kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Gabapentin ratiopharm 600 mg darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei denn, Ihr Arzt hat es ausdr√ľcklich angeordnet. Frauen im geb√§rf√§higen Alter m√ľssen eine sichere Verh√ľtungsmethode anwenden.

Es wurden keine speziellen Studien zur Anwendung von Gabapentin bei schwangeren Frauen durchgef√ľhrt, aber bei anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Epilepsie wurde ein erh√∂htes Auftreten von Fehlbildungen beobachtet, insbesondere dann, wenn mehr als ein Antiepileptikum gleichzeitig eingenommen wurde. Daher sollen Sie nach M√∂glichkeit versuchen, w√§hrend einer Schwangerschaft nur ein Antiepileptikum einzunehmen, jedoch nur nach Anweisung Ihres Arztes.

Beenden Sie die Therapie mit Gabapentin ratiopharm 600 mg keinesfalls plötzlich, da dies zu

Krampfanf√§llen als Folge der Wirkstoffabnahme im K√∂rper f√ľhren k√∂nnte, mit m√∂glicherweise ernsthaften Folgen f√ľr Sie und Ihr Kind.

Suchen Sie umgehend Ihren Arzt auf, wenn Sie während der Behandlung mit Gabapentin ratiopharm 600 mg schwanger werden, glauben schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.

Stillzeit

Gabapentin, der Wirkstoff von Gabapentin ratiopharm 600 mg, geht in die Muttermilch √ľber. Da die Auswirkungen auf den S√§ugling nicht bekannt sind, sollen Sie Ihr Kind nicht stillen, w√§hrend Sie mit Gabapentin ratiopharm 600 mg behandelt werden.

Fortpflanzungsfähigkeit

Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf Auswirkungen in Bezug auf die Fortpflanzungsfähigkeit.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Gabapentin ratiopharm 600 mg kann Schwindel, Benommenheit und M√ľdigkeit hervorrufen. Sie sollten nicht Auto fahren, komplizierte Maschinen bedienen oder andere m√∂glicherweise gef√§hrliche T√§tigkeiten aus√ľben, bis Sie wissen, ob dieses Arzneimittel Ihre F√§higkeit zu solchen Handlungen beeinflusst.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt entscheidet, welche Dosierung f√ľr Sie die richtige ist.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von

Gabapentin ratiopharm 600 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie √ľber 65 Jahre alt sind, kann es sein, dass Ihr Arzt Ihnen ein anderes Dosierungsschema verschreibt.

Wenn Sie Probleme mit den Nieren haben, kann es sein, dass Ihr Arzt Ihnen einen anderen Einnahmerhythmus und / oder eine andere Dosierung verordnet.

Art der Anwendung Zum Einnehmen.

Schlucken Sie die Filmtabletten immer unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z.B. einem Glas Wasser).

Nehmen Sie Gabapentin ratiopharm 600 mg so lange ein, bis Ihr Arzt die Therapie beendet.

Die empfohlene Dosis bei peripheren neuropathischen Schmerzen

Erwachsene:

Nehmen Sie die verordnete Anzahl Filmtabletten nach Anweisung Ihres Arztes ein. Im

Normalfall wird Ihr Arzt die Dosis allmählich erhöhen. Die Anfangsdosis wird in der Regel zwischen 300 mg und 900 mg pro Tag liegen. Danach kann die Menge schrittweise bis zu einer Höchstdosis von 3600 mg pro Tag erhöht werden, und Ihr Arzt wird Ihnen die Einnahme in 3 Einzeldosen verordnen, d. h. einmal morgens, einmal nachmittags und einmal abends.

Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre):

Gabapentin ratiopharm 600 mg Filmtabletten werden f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nicht empfohlen.

Die empfohlene Dosis bei Epilepsie

Erwachsene und Jugendliche (12 bis 18 Jahre):

Nehmen Sie die verordnete Anzahl Filmtabletten nach Anweisung Ihres Arztes ein. Im Normalfall wird Ihr Arzt die Dosis allmählich erhöhen. Die Anfangsdosis wird in der Regel zwischen 300 mg und 900 mg pro Tag liegen. Danach kann die Menge schrittweise bis zu einer Höchstdosis von 3600 mg pro Tag erhöht werden, und Ihr Arzt wird Ihnen die Einnahme in 3 Einzeldosen verordnen, d. h. einmal morgens, einmal nachmittags und einmal abends.

Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren:

Ihr Arzt legt die Dosis f√ľr Ihr Kind fest, indem er sie nach dem K√∂rpergewicht Ihres Kindes berechnet. Die Behandlung beginnt mit einer niedrigen Anfangsdosis, die √ľber ungef√§hr 3 Tage langsam gesteigert wird. Die √ľbliche Tagesdosis zur Behandlung von Epilepsie betr√§gt 25-35 mg/kg. Sie wird meist in 3 Einzeldosen t√§glich aufgeteilt, mit einer Einnahme der Filmtablette(n) √ľblicherweise einmal morgens, einmal nachmittags und einmal abends.

Kinder unter 6 Jahren:

Die Behandlung von Kindern unter 6 Jahren mit Gabapentin ratiopharm 600 mg wird nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Gabapentin ratiopharm 600 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder suchen Sie die Notfallambulanz im n√§chst gelegenen Krankenhaus auf, wenn Sie zu viele Filmtabletten eingenommen haben oder wenn ein Kind Filmtabletten geschluckt hat. Da Gabapentin ratiopharm 600 mg Filmtabletten benommen machen, ist es empfehlenswert, dass Sie sich von jemand anderem zum Arzt oder Krankenhaus fahren lassen oder dass Sie einen Krankentransport rufen. Nehmen Sie dabei √ľbrige Filmtabletten, das Beh√§ltnis und die Packungsbeilage mit, so dass das Krankenhaus leicht erkennen kann, welches Arzneimittel Sie eingenommen haben.

Zeichen einer √úberdosierung sind Schwindel, Doppeltsehen, undeutliche Sprache, Verlust des Bewusstseins, Benommenheit und leichter Durchfall.

Wenn Sie die Einnahme von Gabapentin ratiopharm 600 mg vergessen haben

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, holen sie diese nach, sobald Sie es bemerken; es sei denn,

es ist bereits Zeit f√ľr die n√§chste Dosis. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Gabapentin ratiopharm 600 mg abbrechen

Beenden Sie die Einnahme von Gabapentin ratiopharm 600 mg nicht, bevor Ihr Arzt es Ihnen sagt. Wenn Ihre Behandlung beendet wird, muss dies allm√§hlich √ľber mindestens eine Woche

erfolgen. Wenn Sie die Behandlung abrupt oder ohne Anweisung Ihres Arztes abbrechen, erh√∂ht sich das Risiko f√ľr einen Anfall.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Setzen Sie sich sofort mit einem Arzt in Verbindung, wenn Sie bei sich nach Einnahme dieses Arzneimittels eine der nachfolgenden Beschwerden feststellen, da diese auch schwerwiegend sein können:

Schwerwiegende Hautreaktionen, die umgehend √§rztlich begutachtet werden m√ľssen, Schwellungen der Lippen und des Gesichts, Hautausschlag und -r√∂tung und/oder Haarausfall (hierbei kann es sich um Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion handeln).

Schwere, möglicherweise lebensbedrohliche allergische Reaktion einschließlich Schwierigkeiten beim Atmen, Schwellung der Lippen, des Rachens und der Zunge sowie niedriger Blutdruck (Hypotonie), die eine medizinische Notfallversorgung erfordert (Anaphylaxie).

Andauernde Bauchschmerzen, √úbelkeit und Erbrechen, da es sich hierbei um Anzeichen einer akuten Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis) handeln kann.

Atemprobleme; wenn diese schwerwiegend sind, benötigen Sie möglicherweise eine Notfall- und intensivmedizinische Versorgung, um normal weiteratmen zu können.

Gabapentin ratiopharm 600 mg kann eine schwerwiegende oder lebensbedrohliche allergische Reaktion hervorrufen, die Ihre Haut oder andere Körperteile betrifft, z.B. Ihre Leber oder die Blutzellen. Wenn diese Reaktion bei Ihnen auftritt, kann sie mit oder ohne Hautausschlag einhergehen. In der Folge können Sie in ein Krankenhaus eingewiesen werden oder die Behandlung mit Gabapentin ratiopharm 600 mg muss abgebrochen werden. Informieren Sie umgehend einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden Beschwerden haben:

  • Hautausschlag
  • Nesselfieber
  • Fieber
  • Anhaltend geschwollene Dr√ľsen
  • Anschwellen von Lippen und Zunge
  • Gelbf√§rbung Ihrer Haut oder des wei√üen Anteils der Augen
  • Ungew√∂hnliche Bluterg√ľsse oder Blutungen
  • Ausgepr√§gte Mattigkeit oder Schw√§chegef√ľhl
  • Unerwartete Muskelschmerzen
  • H√§ufige Infektionen

Diese Beschwerden k√∂nnen die ersten Anzeichen f√ľr eine schwerwiegende Reaktion sein. Ein Arzt sollte Sie dann untersuchen und entscheiden, ob Sie Gabapentin ratiopharm 600 mg weiterhin einnehmen

sollen.

Weitere Nebenwirkungen sind:

Sehr häufige Nebenwirkungen (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Virusinfektionen
  • Benommenheit, Schwindelgef√ľhl, fehlende Koordination
  • M√ľdigkeit, Fieber

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Lungenentz√ľndung, Infektionen der Atemwege, Harnwegsinfektionen, sonstige Infektionen, Mittelohrentz√ľndungen
  • niedrige Anzahl wei√üer Blutzellen
  • Magersucht, verminderter oder gesteigerter Appetit
  • Feindseligkeit gegen√ľber anderen Personen, Verwirrtheit und Stimmungsschwankungen, Depressionen, Angst, Nervosit√§t, Denkst√∂rungen, Schlafst√∂rungen
  • Kr√§mpfe, Bewegungsst√∂rungen (√ľberm√§√üige Bewegungsaktivit√§t), Sprachst√∂rungen, Ged√§chtnisverlust, Zittern, Kopfschmerzen, Missempfindungen der Haut, wie Kribbeln oder Ameisenlaufen, sowie vermindertes Empfindungsverm√∂gen, Koordinationsst√∂rungen, ungew√∂hnliche Augenbewegungen, gesteigerte, verminderte oder fehlende Reflexe
  • verschwommenes Sehen, Doppeltsehen
  • Schwindel
  • hoher Blutdruck, Gef√§√üerweiterungen
  • Atembeschwerden, Bronchitis, Halsentz√ľndung, Husten, Schnupfen
  • Erbrechen, √úbelkeit, Probleme mit den Z√§hnen, Zahnfleischentz√ľndung, Durchfall, Bauchschmerzen, Verdauungsst√∂rungen, Verstopfung, trockener Mund oder Hals, Bl√§hungen
  • Anschwellen des Gesichts, Einblutungen in die Haut, Bluterg√ľsse, Hautausschlag, Juckreiz, Akne
  • Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, R√ľckenschmerzen, Muskelzucken
  • Erektionsst√∂rungen
  • Schwellungen an Armen und Beinen, Schwierigkeiten beim Gehen, Schw√§che, Schmerzen, Unwohlsein, grippe√§hnliche Symptome, Schwellungen im Gesicht
  • Abnahme der wei√üen Blutzellen, Gewichtszunahme
  • unfallbedingte Verletzungen, Knochenbr√ľche, Hautabsch√ľrfungen

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • allergische Reaktionen, wie Nesselsucht
  • Erh√∂hung des Blutzuckerspiegels (zumeist bei Diabetikern beobachtet)
  • chronische Unruhe und unbeabsichtigte und nicht zweckgerichtete Bewegungen (Agitiertheit)
  • Bewegungsarmut (Hypokinesie)
  • geistige Beeintr√§chtigungen
  • Herzrasen
  • Schluckbeschwerden
  • Schwellungen, die Gesicht, Rumpf und Gliedma√üen betreffen k√∂nnen
  • Blutwerte mit krankhaften Ergebnissen, die auf eine St√∂rung der Leberfunktion hinweisen
  • Sturz

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Verminderung des Blutzuckerspiegels (zumeist bei Diabetikern beobachtet)
  • Verlust des Bewusstseins
  • Schwierigkeiten beim Atmen, oberfl√§chliches Atmen (Atemdepression)

Nicht bekannte Nebenwirkungen, deren H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht abgesch√§tzt werden kann

  • verminderte Anzahl an Blutpl√§ttchen (Zellen zur Blutgerinnung)
  • eine Gruppe gemeinsam auftretender Nebenwirkungen, die geschwollene Lymphknoten (isolierte, gering erhabene Schwellungen unter der Haut), Fieber, Ausschlag und Entz√ľndung der Leber einschlie√üen kann; allergische Reaktionen
  • niedrige Natriumwerte im Blut
  • Halluzinationen
  • Ausbleiben des Orgasmus
  • Selbstmordgedanken
  • Bewegungsst√∂rungen, wie Zusammenzucken, ruckartige Bewegungen, Steifigkeit, grobschl√§giges Zittern der H√§nde; lebensbedrohlicher Krampfanfall (Status epilepticus) bei pl√∂tzlichem Absetzen
  • Ohrger√§usche
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse
  • Leberentz√ľndung, Gelbf√§rbung von Haut und Augen
  • schwere Hautreaktionen, die eine sofortige medizinische Behandlung erfordern, Schwellungen an Lippen und Gesicht, Hautausschlag und R√∂tung, Haarausfall
  • schwere, m√∂glicherweise lebensbedrohliche allergische Reaktion, einschlie√ülich Schwierigkeiten beim Atmen, Schwellung der Lippen, des Rachens und der Zunge sowie niedriger Blutdruck (Hypotonie), die eine medizinische Notfallversorgung erfordert (Anaphylaxie)
  • Muskelzuckungen, Zerfall von Muskelgewebe (Rhabdomyolyse)
  • Inkontinenz, akutes Nierenversagen
  • Vermehrung von Brustdr√ľsengewebe, Vergr√∂√üerung der m√§nnlichen Brustdr√ľse
  • sexuelle Probleme einschlie√ülich Unf√§higkeit, einen sexuellen H√∂hepunkt zu erreichen, verz√∂gerte Ejakulation
  • Absetzerscheinungen bei pl√∂tzlichem Abbruch der Gabapentin-Einnahme (Angst, Schlafst√∂rungen, √úbelkeit, Schmerzen, Schwitzen), Brustschmerzen
  • Ver√§nderungen bei Bluttestwerten (erh√∂hte Werte f√ľr Kreatinphosphokinase)

Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionseinschränkung, die Dialyse (Blutwäsche) erhalten, wurden Muskelerkrankungen mit Erhöhung bestimmter Laborwerte (Kreatinin-Kinase) beobachtet.

In klinischen Studien an Kindern wurden zus√§tzlich h√§ufig aggressives Verhalten und √ľberm√§√üige Bewegungsaktivit√§t berichtet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN

√ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Gabapentin ratiopharm 600 mg enthält

  • Der Wirkstoff ist Gabapentin. Jede Filmtablette enth√§lt 600 mg Gabapentin.
  • Die sonstigen Bestandteile von Gabapentin ratiopharm 600 mg sind:

Kern: Copovidon, Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon Typ A, Talk, Magnesiumstearat; Film√ľberzug: Polyvinylalkohol, Titandioxid (E 171), Polyethylenglycol, Talk.

Wie Gabapentin ratiopharm 600 mg aussieht und Inhalt der Packung

Gabapentin ratiopharm 600 mg sind wei√üe oder fast wei√üe, ovale Filmtabletten mit abgeschr√§gten Kanten, eine Seite graviert mit ‚Äě7173‚Äú und die andere Seite graviert mit ‚Äě93‚Äú.

Gabapentin ratiopharm 600 mg ist in Blisterpackungen mit 30 und 100 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer TEVA B.V.

Swensweg 5 2031 GA Haarlem Niederlande

Tel.-Nr.: +43/1/97007-0 Fax-Nr.: +43/1/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

TEVA Gy√≥gyszergy√°r Zrt. Pallagi √ļt 13, Debrecen 4042

Ungarn

Z.Nr.: 1-25506

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juli 2022.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Gabapentin ratiopharm 600 mg Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Gabapentin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Teva B.V.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 23.08.2004
ATC Code N03AX12
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden