Lanalget retard 150 mg - Filmtabletten

Abbildung Lanalget retard 150 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Tramadol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.03.2001
ATC Code N02AX02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

G.L. Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Tramadolhydrochlorid ‚Äď der Wirkstoff in Lanalget retard ‚Äď ist ein Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide, das am zentralen Nervensystem wirkt. Seine Schmerzlinderung erreicht es durch seine Wirkung an bestimmten Nervenzellen des R√ľckenmarks und des Gehirns.

Lanalget retard wird angewendet zur Behandlung mäßig starker bis starker Schmerzen.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lanalget retard darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Tramadolhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie vor Kurzem Alkohol, Schlafmittel, Schmerzmittel oder andere Psychopharmaka eingenommen haben (Arzneimittel mit Wirkungen auf Stimmung, Gem√ľtsverfassung und Gef√ľhlsleben).
  • wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer (bestimmte Arzneimittel, die gegen Depressionen angewendet werden) einnehmen oder innerhalb der letzten 14 Tage vor der Behandlung mit Lanalget retard eingenommen haben (siehe ‚ÄěEinnahme von Lanalget retard zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).
  • wenn Sie an Epilepsie leiden und Ihre Anf√§lle durch Behandlung nicht ausreichend kontrolliert werden k√∂nnen.
  • als Ersatzmittel beim Drogenentzug.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Lanalget retard einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lanalget retard ist erforderlich,

wenn Sie denken von anderen Schmerzmitteln (Opioiden) abhängig zu sein bzw. in der Vergangenheit bereits empfindlich auf Opioide reagiert haben.

  • wenn Sie an einer Bewusstseinsst√∂rung leiden (wenn Sie sich einer Ohnmacht nahe f√ľhlen).
  • wenn Sie sich im Schockzustand befinden (kalter Schwei√ü kann ein Anzeichen daf√ľr sein).
  • wenn Sie an Zust√§nden mit erh√∂htem Hirndruck leiden (eventuell nach einer Kopfverletzung oder Erkrankung des Gehirns).
  • wenn Sie Schwierigkeiten beim Atmen haben.
  • wenn Sie zu Epilepsie oder zu Krampfanf√§llen neigen, da sich das Risiko von Anf√§llen erh√∂hen kann.
  • wenn Sie ein Leber- oder Nierenleiden haben.
  • wenn Sie an einer Depression leiden und Antidepressiva einnehmen, da einige von ihnen zu Wechselwirkungen mit Tramadol f√ľhren k√∂nnen (siehe ‚ÄěEinnahme von Lanalget retard zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Lanalget retard kann schlafbezogene Atemst√∂rungen, wie Schlafapnoe (Atempausen w√§hrend des Schlafes) und schlafbezogene Hypox√§mie (niedriger Sauerstoffgehalt im Blut), verursachen. Die Beschwerden k√∂nnen Atempausen w√§hrend des Schlafes, n√§chtliches Erwachen aufgrund von Kurzatmigkeit, Schwierigkeiten, den Schlaf aufrechtzuerhalten, oder √ľberm√§√üige Schl√§frigkeit w√§hrend des Tages beinhalten. Wenn Sie oder eine andere Person diese Beschwerden beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Eine Dosisreduktion kann von Ihrem Arzt in Betracht gezogen werden.

Epileptische Krampfanf√§lle wurden bei Patienten beobachtet, die Tramadol in der empfohlenen Dosierung eingenommen haben. Das Risiko k√∂nnte zunehmen, wenn die empfohlene Tagesh√∂chstdosis (400 mg) √ľberschritten wird.

Bitte beachten Sie, dass Lanalget retard zu einer seelischen und k√∂rperlichen Abh√§ngigkeit f√ľhren kann. Bei l√§ngerem Gebrauch von Lanalget retard kann die Wirkung nachlassen, sodass h√∂here Mengen des Arzneimittels eingenommen werden m√ľssen (Toleranz- Entwicklung). Wenn Sie zu Missbrauch von Arzneimitteln neigen oder an einer Abh√§ngigkeit von Arzneimitteln leiden, wird Ihr Arzt daher eine Behandlung mit Lanalget retard nur f√ľr kurze Dauer und unter strengster √§rztlicher Kontrolle durchf√ľhren.

Extreme M√ľdigkeit, Appetitlosigkeit, starke Bauchschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen oder niedriger Blutdruck k√∂nnen auf eine Nebenniereninsuffizienz (niedriger Cortisolspiegel) hinweisen. Wenn Sie diese Beschwerden haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, der entscheidet, ob Sie ein Hormonpr√§parat einnehmen m√ľssen.

Wenn Sie die Therapie mit Tramadol beenden, besonders nach längerfristiger Anwendung, wird Ihnen Ihr Arzt eine stufenweise Verringerung der Dosis empfehlen, um Entzugs- erscheinungen zu vermeiden.

Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn eines dieser Probleme w√§hrend der Behandlung mit Lanalget retard auftritt, oder wenn diese Angaben fr√ľher einmal bei Ihnen zutrafen.

Tramadol wird in der Leber √ľber ein Enzym umgewandelt. Manche Personen weisen eine Modifikation dieses Enzyms auf, was unterschiedliche Auswirkungen haben kann. Manche Personen erreichen dadurch m√∂glicherweise keine ausreichende Schmerzlinderung, bei anderen wiederum besteht eine h√∂here Wahrscheinlichkeit f√ľr das Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen. Wenn Sie bei sich eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht mehr einnehmen und m√ľssen sich unverz√ľglich in √§rztliche Behandlung begeben: langsame oder flache Atmung, Verwirrtheit, Schl√§frigkeit, kleine Pupillen, √úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Appetitmangel.

Es besteht ein geringes Risiko, dass Sie ein sogenanntes Serotoninsyndrom entwickeln, das nach der Anwendung von Tramadol in Kombination mit bestimmten Antidepressiva oder Tramadol allein auftreten kann. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie irgendwelche Anzeichen dieses schwerwiegenden Syndroms bei sich bemerken (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Kinder und Jugendliche

Lanalget retard ist nicht geeignet f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren.

Anwendung bei Kindern mit Atemproblemen
Tramadol wird bei Kindern mit Atemproblemen nicht empfohlen, da sich die Beschwerden einer Tramadol-Toxizität bei diesen Kindern verschlimmern können.

Einnahme von Lanalget retard zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Tramadol soll nicht zusammen mit MAO-Hemmern (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) eingenommen werden.

Die schmerzlindernde Wirkung von Tramadol kann vermindert und die Wirkungsdauer verk√ľrzt werden, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die einen der folgenden Wirkstoffe enthalten:

Die gleichzeitige Anwendung von Lanalget retard mit Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Substanzen erh√∂ht das Risiko f√ľr Benommenheit, Schwierigkeiten beim Atmen (Atemdepression) sowie Koma und kann lebensbedrohlich sein. Daher darf die gleichzeitige Anwendung nur dann erwogen werden, wenn keine anderen Behandlungsm√∂glichkeiten vorhanden sind.

Wenn Ihnen Ihr Arzt jedoch Lanalget retard gemeinsam mit einem Beruhigungsmittel verschreibt, muss die Dosis und die Dauer der gemeinsamen Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle Beruhigungsmittel, die Sie einnehmen, und befolgen Sie die Dosisempfehlung Ihres Arztes genau. Es k√∂nnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte zu informieren, auf die oben genannten Anzeichen und Beschwerden zu achten. Kontaktieren Sie Ihren Arzt beim Auftreten solcher Beschwerden.

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, ob und gegebenenfalls in welcher Dosierung Sie Lanalget retard einnehmen d√ľrfen.

Das Risiko f√ľr Nebenwirkung steigt, wenn Sie

  • Lanalget retard und gleichzeitig Beruhigungsmittel, Schlafmittel, andere Schmerzmittel wie z.B. Morphium oder Codein (auch als Hustenmittel) und Alkohol einnehmen. Sie k√∂nnen sich benommen oder einer Ohnmacht nahe f√ľhlen. Falls dies passiert, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
  • Arzneimittel einnehmen, die Kr√§mpfe (Anf√§lle) ausl√∂sen k√∂nnen, wie zum Beispiel bestimmte Antidepressiva oder Antipsychotika (Arzneimittel, die das Bewusstsein beeinflussen). Das Risiko einen Anfall zu haben, kann bei gleichzeitiger Einnahme von Lanalget retard erh√∂ht sein. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Lanalget retard f√ľr Sie geeignet ist.
  • bestimmte Antidepressiva (Arzneimittel gegen Depressionen) einnehmen. Lanalget retard kann mit diesen Arzneimitteln zu Wechselwirkungen f√ľhren und Sie k√∂nnen ein sogenanntes Serotoninsyndrom entwickeln (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).
  • gleichzeitig mit Lanalget retard Cumarin-Antikoagulantien (Arzneimittel f√ľr die Blutverd√ľnnung) einnehmen, z.B. Warfarin. Die Wirkung dieser Arzneimittel auf die Blutgerinnung kann beeinflusst werden, und es kann zu Blutungen kommen.

Einnahme von Lanalget retard zusammen mit Nahrungsmitteln und Alkohol

Lanalget retard kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Trinken Sie während der Behandlung mit Lanalget retard keinen Alkohol, da die Nebenwirkungen dieses Arzneimittels dadurch verstärkt werden können.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
√úber die Unbedenklichkeit von Tramadolhydrochlorid in der Schwangerschaft liegen nur wenige Informationen vor. Daher sollen Sie Lanalget retard w√§hrend der Schwangerschaft nicht einnehmen. Anhaltender Gebrauch w√§hrend der Schwangerschaft kann zu Entzugs- erscheinungen beim Neugeborenen f√ľhren (unter Umst√§nden kann es beim Neugeborenen zu einer Ver√§nderung der Atemfrequenz kommen).

Ihr Arzt wird Ihnen während der Schwangerschaft daher nur bei zwingender Notwendigkeit Lanalget retard verschreiben.

Stillzeit
Tramadol geht in die Muttermilch √ľber. Aus diesem Grund sollten Sie Lanalget retard w√§hrend der Stillzeit nicht mehr als einmal einnehmen; wenn Sie Lanalget retard hingegen mehr als einmal einnehmen, sollten Sie das Stillen unterbrechen.

Zeugungs-/Gebärfähigkeit
Basierend auf menschlicher Erfahrung beeinflusst Tramadol nicht die weibliche oder männliche Fruchtbarkeit.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Lanalget retard kann zu Benommenheit, Schwindel und verschwommenem Sehen f√ľhren und damit Ihr Reaktionsverm√∂gen beeinflussen. Wenn Sie das Gef√ľhl haben, dass Ihr Reaktionsverm√∂gen beeintr√§chtigt ist, fahren Sie nicht Auto oder ein anderes Fahrzeug, verwenden Sie keine elektrischen Werkzeuge oder bedienen Sie keine Maschinen.

Lanalget retard enthält Tartrazin

Lanalget retard 150 mg-Filmtabletten enthalten den Farbstoff Tartrazin, der allergische Reaktionen hervorrufen kann.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosis soll auf die Intensität Ihrer Schmerzen und auf Ihr individuelles Schmerzempfinden abgestimmt werden. Im Allgemeinen soll die kleinstmögliche Dosis, mit der Schmerzfreiheit erreicht wird, eingenommen werden. Nehmen Sie nicht mehr als 400 mg Tramadol- hydrochlorid täglich ein, es sei denn, Ihr Arzt hat dies verordnet.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

1 Filmtablette Lanalget retard 100 mg zweimal täglich (entsprechend 200 mg Tramadol- hydrochlorid/Tag), vorzugsweise morgens und abends.

Falls erforderlich, kann Ihr Arzt Ihnen eine andere, besser geeignete Dosisstärke dieses Arzneimittels verschreiben.

Falls erforderlich, kann die Dosierung auf 150 mg oder 200 mg zweimal täglich (entsprechend 300 mg bis 400 mg Tramadolhydrochlorid pro Tag) erhöht werden.

Kinder unter 12 Jahren

Lanalget retard ist nicht geeignet f√ľr Kinder unter 12 Jahren.

√Ąltere Patienten

Bei √§lteren Patienten (√ľber 75 Jahre) kann die Ausscheidung von Tramadol verz√∂gert sein. Wenn das auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt Ihnen m√∂glicherweise eine Verl√§ngerung der Abst√§nde zwischen den Einnahmen empfehlen.

Patienten mit stark eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion/Dialyse

Wenn Sie an einer schweren Leber- oder Niereninsuffizienz leiden, wird die Einnahme von Lanalget retard nicht empfohlen. Wenn in Ihrem Fall eine leichte oder mäßige Insuffizienz besteht, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise empfehlen, die Abstände zwischen den Einnahmen zu verlängern.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Schlucken Sie Lanalget retard unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit, vorzugsweise am Morgen und Abend. Sie k√∂nnen die Tabletten auf n√ľchternen Magen oder mit einer Mahlzeit einnehmen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Sie sollen Lanalget retard auf keinen Fall l√§nger als unbedingt notwendig einnehmen. Wenn eine l√§nger dauernde Schmerzbehandlung erforderlich erscheint, wird Ihr Arzt in kurzen Abst√§nden √ľberpr√ľfen (unter Umst√§nden durch Einlegen von Einnahmepausen), ob Sie Lanalget retard weiter einnehmen sollen und in welcher Dosis.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Lanalget retard zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Lanalget retard eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie versehentlich eine zusätzliche Dosis von Lanalget retard einnehmen, hat dies im Regelfall keine negativen Auswirkungen. Die weitere Einnahme von Tramadolhydrochlorid Lanalget retard erfolgt wie verschrieben.

Nach Einnahme sehr gro√üer Mengen Lanalget retard-Tabletten kann es zu engen Pupillen, Erbrechen, Blutdruckabfall, beschleunigter Herzschlag, Kreislaufkollaps, Bewusstseinsst√∂rungen bis hin zum Koma (tiefe Bewusstlosigkeit), epileptischen Krampfanf√§llen und Verminderung der Atmung bis hin zum Atemstillstand kommen. Rufen Sie bei Auftreten dieser Zeichen unverz√ľglich einen Arzt zur Hilfe.

Wenn Sie die Einnahme von Lanalget retard vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme der Tabletten vergessen haben, können Ihre Schmerzen erneut auftreten. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie diese ein, sobald Sie das bemerken. Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt schon beinahe erreicht ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Lanalget retard abbrechen

Wenn Sie die Behandlung mit Lanalget retard unterbrechen oder vorzeitig beenden, f√ľhrt dies zu einem erneuten Auftreten der Schmerzen. M√∂chten Sie die Behandlung wegen unangenehmer Begleiterscheinungen abbrechen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Sie sollten dieses Arzneimittel nur dann abrupt absetzen, wenn Ihr Arzt Sie dazu anweist. Wenn Sie Ihr Arzneimittel absetzen m√∂chten, besprechen Sie dies zuerst mit Ihrem Arzt; dies gilt insbesondere, wenn Sie es seit einer l√§ngeren Zeit einnehmen. Ihr Arzt wird Sie beraten, wann und wie Sie das Arzneimittel absetzen sollten; dies kann unter Umst√§nden durch eine allm√§hliche Verringerung der Dosis erfolgen, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass unn√∂tige Nebenwirkungen (Entzugsbeschwerden) auftreten. Patienten, die Lanalget retard √ľber l√§ngere Zeit angewendet haben, k√∂nnen sich unwohl f√ľhlen, wenn die Behandlung abrupt beendet wird. Sie k√∂nnten sich unruhig, √§ngstlich, nerv√∂s oder zittrig f√ľhlen. Sie k√∂nnten hyperaktiv sein, Schlafst√∂rungen oder Magen-Darm-Beschwerden haben. Sehr wenige Personen k√∂nnten Panikanf√§lle, Wahrnehmungsst√∂rungen (Halluzinationen), Fehlempfindungen wie Kribbeln, Prickeln und Taubheitsgef√ľhle und Ohrger√§usche (Tinnitus) bekommen. Weitere ungew√∂hnliche Beschwerden das Zentralnervensystem betreffend, wie z.B. Verwirrtheit, Wahnvorstellungen, ver√§nderte Wahrnehmung der eigenen Person und der Realit√§t und Verfolgungswahn, wurden sehr selten beobachtet. Wenn eine dieser Beschwerden nach Abbruch der Behandlung bei Ihnen auftritt, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Suchen Sie unverz√ľglich einen Arzt auf, wenn Sie Beschwerden einer allergischen Reaktion wie Schwellungen von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schwierigkeiten beim Schlucken oder Hautausschlag mit gleichzeitigen Atembeschwerden bemerken.

Die häufigsten Nebenwirkungen, die während der Behandlung mit Lanalget retard auftreten, sind Übelkeit und Schwindel, die häufiger als bei 1 von 10 Personen auftreten.

Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Beeinflussung der Herzt√§tigkeit (Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag). Diese unerw√ľnschten Wirkungen k√∂nnen insbesondere bei aufrechter K√∂rperhaltung und k√∂rperlicher Belastung auftreten.
  • Brechreiz, Magenbeschwerden (z.B. Magendruck, V√∂llegef√ľhl), Durchfall
  • Hautreaktionen (z.B. Juckreiz, Ausschlag)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Allergische Reaktionen (z.B. Schwierigkeiten beim Atmen, pfeifendes Atemger√§usch, Schwellungen der Haut) und Schock (pl√∂tzliches Kreislaufversagen) sind in sehr seltenen F√§llen aufgetreten.
  • Verlangsamter Herzschlag
  • Blutdruckanstieg
  • Fehlempfindungen (wie z.B. Jucken, Kribbeln, Taubheitsgef√ľhl), Zittern, epileptische Krampfanf√§lle, Muskelzuckungen, Koordinationsst√∂rungen, vor√ľbergehender Bewusst- seinsverlust (Ohnmacht), Sprachst√∂rungen
  • Epileptische Krampfanf√§lle traten √ľberwiegend nach Anwendung hoher Tramadol- Dosierungen auf oder wenn Tramadol gleichzeitig mit Arzneimitteln, welche Krampfanf√§lle ausl√∂sen, eingenommen wird.
  • Appetitver√§nderungen
  • Wahrnehmungsst√∂rungen (Halluzinationen), Verwirrtheit, Schlafst√∂rungen, Delirium, Angstzust√§nde und Albtr√§ume
  • Psychische Beschwerden k√∂nnen nach einer Behandlung mit Lanalget retard auftreten, wobei ihre Intensit√§t und ihr Wesen individuell unterschiedlich in Erscheinung treten (je nach Pers√∂nlichkeit des Patienten und Dauer der Anwendung). Hierbei kann es sich um Stimmungsver√§nderungen (meist gehobene, gelegentlich auch gereizte Stimmung), Ver√§nderungen der Aktivit√§t (meist D√§mpfung, gelegentlich Steigerung) und Verminderung der kognitiven und sensorischen Leistungsf√§higkeit (Ver√§nderung der Sinneswahrnehmung und des Erkennens, was zu Fehlern im Entscheidungsverhalten f√ľhren kann) handeln.
  • Eine Abh√§ngigkeit kann sich einstellen.
  • Verschwommenes Sehen, starke Pupillenerweiterung (Miosis), Engstellung der Pupillen (Mydriasis)
  • Verminderung der Atmung, Atemnot (Dyspnoe)
  • √úber eine Verschlimmerung von Asthma wurde berichtet, wobei jedoch ein Zusammenhang mit dem Wirkstoff Tramadolhydrochlorid nicht hergestellt werden konnte. Werden die empfohlenen Dosierungen √ľberschritten oder wenn gleichzeitig andere Arzneimittel angewendet werden, die d√§mpfend auf das Gehirn wirken, kann eine Verminderung der Atmung auftreten.
  • Verminderte Muskelkraft
  • Erschwertes oder schmerzhaftes Wasserlassen bzw. weniger Urin als normal (Dysurie)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Erhöhung der Leberenzymwerte

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Absinken des Blutzuckerspiegels
  • Schluckauf

Serotoninsyndrom, das in Form von Ver√§nderungen des Gem√ľtszustandes (z.B. Unruhe, Halluzinationen, Koma) und anderen Auswirkungen, wie Fieber, beschleunigtem Herzschlag, instabilem Blutdruck, unwillk√ľrlichem Zucken, Muskelsteifheit, Koordinationsst√∂rungen und/oder Magen-Darm-Beschwerden (z.B. √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall), in Erscheinung treten kann (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěWas sollten Sie vor der Einnahme von Lanalget retard beachten?‚Äú)

Bei einem abrupten Absetzen des Arzneimittels k√∂nnen Entzugsreaktionen auftreten (siehe ‚ÄěWenn Sie die Einnahme von Lanalget retard abbrechen‚Äú).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton bzw. auf dem Kunststoffbeh√§lter nach ‚Äěverw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Lanalget retard enthält

  • Der Wirkstoff ist Tramadolhydrochlorid. Jede Filmtablette enth√§lt 150 mg Tramadolhydrochlorid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Tablettenkern: Hypromellose 15000, mikrokristalline Cellulose, Povidon (K = 22,5 - 27,0), hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat.
    Tablettenfilm: Macrogol 6000, Hypromellose 5, Farbstoff Tartrazin, Lack (E 102), Titandioxid (E 171), Talkum, Polyacrylatdispersion 30%.

Wie Lanalget retard aussieht und Inhalt der Packung

Lanalget retard 150 mg-Filmtabletten sind schwach gelbe, längliche Tabletten mit Bruchkerbe. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Lanalget retard 150 mg-Filmtabletten sind in durchsichtigen bläulichen oder undurchsichtigen weißen PVC-Blisterpackungen mit Aluminiumfolie zu 10, 20, 30, 40, 50, 60, 100 Tabletten und zu 100 x 1 Tablette sowie in Kunststoffbehältern zu 500 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G.L. Pharma GmbH, Schlossplatz 1, 8502 Lannach

Z.Nr.: 1-24030

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

√Ėsterreich: Lanalget retard 150 mg-Filmtabletten D√§nemark: Tradolan retard depottabletter 150 mg Finnland: Tradolan retard 150 mg

Deutschland: Tramadol STADA 150 mg Retardtabletten Island: Tramól-L 150 mg

Schweden: Tradolan retard depottabletter 150 mg

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juli 2021.

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Lanalget retard 150 mg - Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Tramadol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.03.2001
ATC Code N02AX02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Opioide

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden