Adamon long retard 300 mg - Filmtabletten

Adamon long retard 300 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e)Tramadol
ZulassungslandAT
ZulassungsinhaberMylan Österreich GmbH
Suchtgift1
Zulassungsdatum21.12.1999
ATC CodeN02AX02
AbgabestatusAbgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
VerschreibungsstatusArzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische GruppeOpioide

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Adamon long retard - Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Tramadol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • wenn Sie zuviel Alkohol getrunken oder mehr als die empfohlene Dosis Schlaftabletten, Schmerzmittel oder Psychopharmaka (zur Behandlung von psychiatrischen Störungen oder Gemütskrankheiten) eingenommen haben;
  • wenn Sie sogenannte Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer, wie zum Beispiel Tranylcypromin, Phenelzin, Isocarboxazid, Moclobemid und Linezolid) einnehmen oder in den vergangenen zwei Wochen eingenommen haben;
  • zur Behandlung von Entzugssymptomen, die auftreten können, wenn Sie die Einnahme anderer starker Schmerzmittel abbrechen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie diese Tabletten einnehmen, wenn Sie:

  • alkohol- oder drogenabhängig sind oder jemals waren;
  • an Epilepsie, epileptischen Anfällen, Anfällen und Krampfgeschehen leiden oder gelitten haben.
  • wegen einer Verletzung am Kopf oder einem erhöhten Schädeldruck (zum Beispiel aufgrund einer Gehirnerkrankung) unter sehr starken Kopfschmerzen oder Erbrechen leiden. Die Tabletten könnten Ihre Beschwerden verschlimmern bzw. das Ausmaß einer Kopfverletzung verschleiern;
  • schwere Leber- oder Nierenprobleme haben;
  • unter Schockzuständen/Kreislaufversagen leiden (dabei fühlen Sie sich plötzlich sehr schwindlig bzw. einer Ohnmacht nahe; weitere Symptome sind Frieren, kalter Schweiß und Blässe);
  • unter einem Zustand leiden, bei dem Sie langsamer und schwächer als erwartet atmen (Atemdepression).

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Adamon long retard kann schlafbezogene Atmungsstörungen, wie zum Beispiel Schlafapnoe (Aussetzen der Atmung im Schlaf) und schlafbezogene Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt im Blut), verursachen. Die Symptome können Aussetzen der Atmung im Schlaf, nächtliches Aufwachen aufgrund von Atemnot, Schlafstörungen oder übermäßige Schläfrigkeit während des Tages beinhalten. Wenn Sie oder eine andere Person diese Symptome beobachten, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Eine Dosisreduktion kann von Ihrem Arzt in Betracht gezogen werden.

Tramadol wird in der Leber durch ein Enzym umgewandelt. Bei manchen Menschen ist dieses Enzym als Variation vorhanden und dies kann Menschen in unterschiedlicher Weise beeinflussen. Manche Menschen haben eine verminderte Schmerzlinderung, während bei anderen die Wahrscheinlichkeit für schwere Nebenwirkungen erhöht ist. Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, müssen Sie die Einnahme abbrechen und unverzüglich ärztlichen Rat einholen: langsame oder flache Atmung, Verwirrtheit, Schläfrigkeit, kleine Pupillen, ein Gefühl von oder Unwohlsein, Verstopfung, Appetitlosigkeit.

Extreme Müdigkeit, Appetitlosigkeit, starke Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder niedriger Blutdruck. Dies kann darauf hinweisen, dass Sie an einer Nebenniereninsuffizienz leiden (niedrige Cortisolspiegel). Wenn Sie diese Symptome haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, der entscheidet, ob Sie eine Hormonergänzung einnehmen müssen.

Kinder und Jugendliche

Gebrauch bei Kindern mit Atemproblemen

Tramadol wird bei Kindern mit Atemproblemen nicht empfohlen, da die Symptome einer Tramadol-Toxizität bei diesen Kindern schlimmer sein können.

Einnahme von Adamon long retard - Filmtabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Wenn Sie diese Tabletten mit anderen Arzneimitteln einnehmen, kann sich die Wirkung dieser Tabletten bzw. die des anderen Arzneimittels verändern.

Die gleichzeitige Einnahme von Adamon long retard - Filmtabletten und Beruhigungsmitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Einnahme nur in Betracht gezogen werden, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht möglich sind.

Wenn Ihnen Ihr Arzt jedoch Adamon long retard - Filmtabletten zusammen mit Beruhigungsmitteln verschreibt, sollte die Dosis und Dauer der gleichzeitigen Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt über alle Beruhigungsmittel, die Sie einnehmen, und befolgen Sie die Dosisempfehlung Ihres Arztes genau. Es kann hilfreich sein, Freunde oder Verwandte zu informieren, damit diese sich der oben genannten Anzeichen und Symptome bewusst werden. Wenden Sie sich bei solchen Symptomen an Ihren Arzt.

Diese Tabletten dürfen nicht zusammen mit einem Monoaminooxidase-Hemmer angewendet werden und auch nicht, wenn Sie ein solches Arzneimittel in den vergangenen zwei Wochen angewendet haben (siehe Abschnitt 2 “ Adamon long retard - Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden”).

Das Risiko für Nebenwirkungen steigt,

wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Krämpfe (Anfälle) auslösen können, wie zum Beispiel bestimmte Antidepressiva oder Antipsychotika. Das Risiko, einen Anfall zu erleiden, kann bei gleichzeitiger

Einnahme von Adamon long retard - Filmtabletten erhöht sein. Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob Adamon long retard - Filmtabletten für Sie geeignet sind.

  • wenn Sie bestimmte Antidepressiva einnehmen. Wenn Sie Adamon long retard - Filmtabletten zusammen mit diesen Arzneimitteln einnehmen, können Sie Symptome wie unwillkürliche, rhythmische Muskelkontraktionen, einschließlich der Muskeln, die die Bewegung der Augen kontrollieren, Unruhe, übermäßiges Schwitzen, Zittern, übertriebene Reflexe, Erhöhung der Muskelspannung, Körpertemperatur über 38 °C spüren.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Arzneimittel zur Schlafunterstützung (zum Beispiel Tranquilizer, Hypnotika oder Beruhigungsmittel);
  • Carbamazepin zur Behandlung von epileptischen Anfällen, Anfällen oder Krampfgeschehen und von bestimmten Schmerzzuständen;
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen;
  • Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Störungen oder Gemütskrankheiten;
  • Ritonavir zur Behandlung einer HIV-Infektion;
  • Digoxin zur Behandlung einer Herzschwäche bzw. eines unregelmäßigen Herzschlags;
  • andere starke Schmerzmittel (wie zum Beispiel Buprenorphin, Nalbuphin und Pentazocin);
  • bestimmte Morphin-ähnliche Arzneimittel, die zum Beispiel zur Prophylaxe bzw. Behandlung von Husten oder zur Behandlung von Entzugssymptomen eingesetzt werden;
  • als Barbiturate bezeichnete Arzneimittel, die entweder gegen Anfälle oder zur Schlafunterstützung gegeben werden;
  • Arzneimittel, die als Benzodiazepine bezeichnet und zur Behandlung von Angstzuständen oder zur Schlafunterstützung eingesetzt werden;
  • bestimmte Arzneimittel zur Gerinnungshemmung oder Blutverdünnung (sogenannte Cumarin-Antikoagulanzien, zum Beispiel Phenprocoumon oder Warfarin);
  • Ondansetron gegen Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen.

Einnahme von Adamon long retard - Filmtabletten zusammen mit Alkohol

Fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, falls Sie beabsichtigen, Alkohol zu trinken, solange Sie mit diesen Tabletten behandelt werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fertilität

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie dürfen diese Tabletten in der Schwangerschaft nicht einnehmen. Abhängig von der Dosis und Dauer der Behandlung mit Tramadol können beim Neugeborenen langsame und flachere Atmung (eine Atemdepression) oder Entzugssymptome auftreten.

Stillzeit

Tramadol wird in die Muttermilch ausgeschieden. Deswegen dürfen Adamon long retard -Filmtabletten nicht mehr als einmal während der Stillzeit genommen werden. Alternativ sollte mit dem Stillen aufgehört werden, wenn Adamon long retard - Filmtabletten mehr als einmal eingenommen werden.

Babys von Müttern, die in der Schwangerschaft Adamon long retard -Filmtabletten eingenommen haben, können an Entzugssymptomen wie extremes Schreien, Reizbarkeit und Unruhe, Schütteln (Tremor), Schwierigkeiten beim Füttern und Schwitzen leiden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Diese Tabletten können zu verschiedenen Nebenwirkungen führen (zum Beispiel zu Benommenheit, Sehstörungen und Schwindelanfällen), die Ihre Fähigkeit, ein Fahrzeug zu lenken bzw. Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen könnten (in Abschnitt 4 sind sämtliche Nebenwirkungen aufgeführt). In der Regel machen sich

solche Nebenwirkungen besonders zu Beginn der Behandlung bzw. bei einem Wechsel zu einer höheren Dosis bemerkbar. Falls bei Ihnen diese Nebenwirkungen auftreten, sollten Sie kein Fahrzeug lenken und keine Maschinen bedienen.

Adamon long retard - Filmtabletten enthalten Lactose.

Diese Tabletten enthalten Lactose. Wenn Ihnen Ihr Arzt gesagt hat, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden, dann nehmen Sie dieses Arzneimittel bitte erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein.

Wie wird es angewendet?

Was sind Adamon long retard - Filmtabletten und wie werden sie angewendet?

Ihr Arzt hat Ihnen diese Tabletten zur Linderung von mäßigen bis starken Schmerzen über einen Zeitraum von 24 Stunden verschrieben. Sie enthalten den Wirkstoff Tramadol, der ein starkes Analgetikum (Schmerzmittel) ist und zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die Opioide genannt werden. Diese Tabletten sind nur zur Verwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahren geeignet.

Wie sind Adamon long retard - Filmtabletten einzunehmen?

Nehmen Sie diese Tabletten immer genau nach der Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Auf dem Etikett des Arzneimittels steht, wie viele Tabletten Sie nehmen sollen und wie oft diese einzunehmen sind.

Die Dosis soll auf die Intensität Ihrer Schmerzen und auf Ihr individuelles Schmerzempfinden abgestimmt werden. Im Allgemeinen soll die kleinstmögliche Dosis, mit der Schmerzfreiheit erreicht wird, eingenommen werden.

Erwachsene und Jugendliche älter als 12 Jahre

Die übliche Anfangsdosis beträgt einmal täglich eine Tablette zu 150 mg. Ihr Arzt wird Ihnen jedoch die zur Behandlung Ihrer Schmerzen erforderliche Dosis verschreiben. Nehmen Sie nicht mehr als die von Ihrem Arzt empfohlene Dosis ein. Falls Sie trotz Einnahme dieser Tabletten immer noch Schmerzen verspüren, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt. Normalerweise sollten Sie nicht mehr als 400 mg pro Tag einnehmen.

Die Tabletten sind unzerkleinert mit ausreichend Wasser einzunehmen. Sie dürfen diese nicht zerdrücken, auflösen oder zerkauen.

Adamon long retard - Filmtabletten wirken nur dann ordnungsgemäß über 24 Stunden, wenn sie im Ganzen geschluckt werden. Wird eine Tablette zerbrochen, zerdrückt, aufgelöst oder zerkaut, kann die gesamte 24-Stunden-Dosis sehr schnell von Ihrem Körper aufgenommen werden. Das kann gefährlich sein und zu ernsthaften Problemen wie zu einer Überdosierung, die tödlich enden kann, führen.

Die Tabletten sollen jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen werden; das heißt, wenn Sie zum Beispiel Ihre Tablette morgens um 8 Uhr nehmen, sollen Sie die nächste Tablette am nächsten Morgen um 8 Uhr einnehmen.

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten (über 75 Jahre) kann die Ausscheidung von Tramadol verzögert sein. Wenn das auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise empfehlen, das Dosisintervall zu verlängern.

Schwere Leber- oder Nierenkrankheit (Insuffizienz)/Dialyse-Patienten

Patienten mit schwerer Leber- oder Niereninsuffizienz sollen Adamon long retard - Filmtabletten nicht einnehmen. Wenn in Ihrem Fall eine leichte oder mäßige Insuffizienz besteht, wird Ihr Arzt Ihnen möglicherweise empfehlen, das Dosisintervall zu verlängern.

Kinder unter 12 Jahren

Kinder unter 12 Jahren dürfen diese Tabletten nicht einnehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Adamon long retard - Filmtabletten eingenommen haben, als Sie sollten

Kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus. Personen, die eine Überdosis genommen haben, können sich sehr schläfrig, übel oder schwindlig fühlen; Sie können epileptische Anfälle, Krämpfe oder Anfälle haben. Sie können auch unter Atemproblemen leiden, die zu Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tode führen können, sodass Sie eine Notfallbehandlung im Krankenhaus benötigen. Wenn Sie

medizinische Hilfe aufsuchen, denken Sie bitte daran, diese Packungsbeilage sowie eventuell verbliebene Tabletten mitzunehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Adamon long retard - Filmtabletten vergessen haben

Wenn Sie innerhalb von 10 Stunden bemerken, dass Sie vergessen haben, Ihre Tablette zu nehmen, nehmen Sie diese unverzüglich ein. Nehmen Sie die nächste Tablette zur üblichen Zeit. Wenn Sie mehr als 10 Stunden später bemerken, dass Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, fragen Sie Ihren Arzt. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von Adamon long retard - Filmtabletten abbrechen

Brechen Sie die Einnahme der Tabletten nicht ohne Anweisung des Arztes plötzlich ab. Wenn Sie die Tabletten nicht mehr einnehmen möchten, besprechen Sie das bitte zuerst mit Ihrem Arzt, besonders, wenn Sie sie über einen längeren Zeitraum eingenommen haben. Er wird Ihnen sagen, wie man dabei richtig vorgeht. Üblicherweise wird die Dosis schrittweise verringert, damit die Wahrscheinlich für ein Auftreten unnötiger Nebenwirkungen (Entzugssymptome) reduziert wird. Falls Sie die Einnahme dieser Tabletten plötzlich abbrechen, kann es zu Entzugserscheinungen wie z.B. Ruhelosigkeit, Angst, Nervosität, Schlafstörungen, ungewöhnliche Überaktivität, Schüttelfrost oder Magen-Darm-Störungen (z.B. Magenverstimmung) kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Alle Arzneimittel können allergische Reaktionen hervorrufen, obwohl schwere allergische Reaktionen selten vorkommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt umgehend, falls bei Ihnen plötzlich ein pfeifendes Atemgeräusch, Schwierigkeiten beim Atmen, eine Schwellung der Augenlider, des Gesichts oder der Lippen, Ausschlag oder Juckreiz (besonders, wenn der ganze Körper betroffen ist) auftreten.

Die schwerste Nebenwirkung ist ein Zustand, bei dem Sie langsamer oder schwächer als erwartet atmen (Atemdepression).

Wie bei allen starken Schmerzmitteln besteht das Risiko, dass Sie von diesen Tabletten abhängig werden können.

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Übelkeit (normalerweise klingt diese nach einigen Tagen ab. Sollte dieses Problem jedoch weiterbestehen, kann Ihnen der Arzt ein Medikament gegen Übelkeit verschreiben.)
  • Schwindel

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Schläfrigkeit (dies ist sehr wahrscheinlich bei Behandlungsbeginn und bei Erhöhung der Dosis; sollte nach einigen Tagen wieder abklingen)
  • Trockener Mund
  • Schwitzen
  • Erbrechen (Übelkeit)

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl
  • Verschwommenes Sehen
  • Halluzinationen
  • Albträume
  • Änderung des Gemütszustandes, unangenehme bzw. unbehagliche Stimmungen oder ein extremes Glücksgefühl
  • Veränderungen im Aktivitätsgrad
  • Verwirrtheit
  • Probleme beim Erkennen, Veränderungen im Denken, beim Gedächtnis und im Verhalten
  • Krämpfe oder Krampfanfälle
  • Hoher Blutdruck
  • Atemnot, Schwierigkeiten beim Atmen oder keuchende bzw. pfeifende Atmung
  • Verschlechterung eines bestehenden Asthmas
  • Appetitsverlust
  • Durchfall
  • Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Muskelschwäche
  • Erröten der Haut
  • Langsamer Herzschlag

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

  • Entzugssymptome, wenn Sie aufhören, diese Tabletten zu nehmen, wie z.B.: Ruhelosigkeit, Ängstlichkeit, Nervosität, Überaktivität, Zittern (Tremor), Schlafprobleme, Magenverstimmung
  • Eine Verschlechterung bei Leberfunktionstests (sichtbar bei Bluttests)

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

  • Atemprobleme beim Schlafen (Schlafapnoe-Syndrom).
  • Abnahme des Blutzuckerspiegels
  • Ein Gefühl von ungewöhnlicher Schwäche
  • Schluckauf
  • Entzugssymptome bei Babys von Müttern, die während der Schwangerschaft Tramadol eingenommen haben (siehe Abschnitt 2: Schwangerschaft, Stillzeit und Fertilität)

Es ist möglich, dass Sie Reste der Tabletten im Stuhl bemerken. Das hat keinen Einfluss auf die Wirkungsweise der Tabletten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen die Tabletten nach dem auf der Blisterverpackung und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Lagern Sie die Tabletten nicht über 30 oC.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen

Was Adamon long retard - Filmtabletten enthalten

  • Der Wirkstoff ist Tramadolhydrochlorid. Jede Tablette enthält 150 mg oder 300 mg Tramadolhydrochlorid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    • Pflanzenöl, hydriert
    • Talkum
    • Magnesiumstearat
    • Lactose-Monohydrat
    • Macrogol
    • Hypromellose (E464)
    • Titandioxid (E171)

Wie Adamon long retard - Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung

Es handelt sich um weiße, ovale Filmtabletten, auf die ein „T“ und danach die Stärke „150“ oder „300“ aufgedruckt ist. Die 150 mg - Tabletten sind ca. 13 mm lang, die 300 mg - Tabletten sind ca. 17 mm lang.

Jeder Karton enthält 2, 7, 10, 14, 15, 20, 28, 30, 50, 56, 60 oder 100* Tabletten.

(*die gedruckte Gebrauchsinformation wird sich nur auf die vermarkteten Packungsgrößen beziehen.)

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Mylan Österreich GmbH, 1110 Wien

Hersteller

VEMEDIA Manufacturing B.V., Diemen, Niederlande

Meda Pharma GmbH & Co. KG, 61352 Bad Homburg, Deutschland

Mundipharma DC B.V., Leusden, 3832RC, Niederlande

Z.Nr.: 150 mg - Filmtabletten: 1-23430
300 mg - Filmtabletten: 1-23432

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland TRAVEX® ONE- Retardtabletten
Portugal TRAVEX® Long
Spanien Zytram®
Vereinigtes Königreich (NI) Zamadol® 24hr

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Mai 2021.

Zuletzt aktualisiert am 26.07.2023

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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