Trialix®

Trialix®
Wirkstoff(e)Ramipril, Piretanid
ZulassungslandCH
ZulassungsinhaberSanofi-Aventis (Suisse) SA
ATC CodeC09BA05
VerschreibungsstatusArzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische GruppeACE-Hemmer, Kombinationen

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Trialix ist ein Kombinationspräparat, das auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin zur Behandlung des zu hohen Blutdrucks (Hypertonie) eingesetzt wird. Ramipril, der eine Wirkstoff, bzw. Ramiprilat, sein aktiver Metabolit, hemmt körpereigene Substanzen (das Angiotensin-Konversionsenzym bzw. die Kininase II), die an der Entstehung des Bluthochdrucks beteiligt sind (ACE-Hemmer). Ramipril ist ein langwirksamer ACE-Hemmer. Piretanid ist ein wasserausschwemmendes Mittel (Diuretikum).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Zur Behandlung Ihres zu hohen Blutdrucks kann Ihr Arzt bzw. Ihrer Ärztin weitere Massnahmen wie Gewichtsabnahme, Kochsalzreduktion und sportliche Aktivitäten empfehlen.

Wann ist bei der Einnahme von Trialix Vorsicht geboten?

Die Behandlung mit Trialix erfordert regelmässige ärztliche Kontrolle.

Patienten mit erhöhtem Risiko für eine starke BlutdruckabnahmeZu Beginn bzw. auch während der weiteren Behandlung müssen folgende Patientengruppen besonders sorgfältig überwacht werden, da es eher zu einer unerwünschten starken Abnahme des Blutdrucks kommen kann und nachfolgend möglicherweise zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion:

  • Patienten mit schwerem, insbesondere bedrohlich verlaufendem Bluthochdruck;
  • Patienten, die einen Flüssigkeits- oder Salzmangel aufweisen oder entwickeln könnten (z.B. infolge unzureichender Flüssigkeits- oder Salzzufuhr oder infolge Durchfalls, Erbrechens oder bei zu starkem Schwitzen, wenn Salz und Flüssigkeit nicht ausreichend ersetzt werden);
  • Patienten, die mit entwässernden Mitteln (Diuretika) behandelt werden;
  • Patienten mit – insbesondere schwerer – Herzschwäche;
  • Patienten mit Nierenarterienverengung;
  • Patienten mit Ein- oder Ausflussbehinderung der linken Herzkammer;
  • ältere Patienten.

Eine besonders sorgfältige Überwachung ist auch erforderlich bei Patienten, die durch einen unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet wären (z.B. bei Patienten mit relevanten Verengungen der Herzkranz- oder der hirnversorgenden Gefässe).

Um das Ausmass einer akuten Blutdrucksenkung erfassen und nötigenfalls Gegenmassnahmen treffen zu können, muss im Allgemeinen nach der ersten Dosis und jeder ersten erhöhten Dosis von Trialix der Blutdruck solange kontrolliert werden, bis keine weitere bedeutsame akute Blutdrucksenkung mehr zu erwarten ist.

Bei schwerer begleitender Herzmuskelschwäche und bedrohlich verlaufendem Bluthochdruck sollte der Therapiebeginn sowie jede Dosisanpassung stationär erfolgen.

Es wird empfohlen, bestimmte Blutlaborwerte regelmässig überprüfen zu lassen.

NierenfunktionBesonders in den Anfangswochen der Behandlung sollte die Nierenfunktion überwacht werden. Bei Patienten mit einer Herzmuskelschwäche, einer vorbestehenden Nierenfunktionsstörung, Erkrankung der Nierengefässe sowie bei nierentransplantierten Patienten ist eine besonders sorgfältige Überwachung erforderlich.

LaboruntersuchungenUm mögliche Blutbildveränderungen erkennen zu können, werden Kontrollen des Blutbildes empfohlen, häufiger in der Anfangsphase der Therapie, bei Patienten mit gestörter Nierenfunktion, bei Patienten mit gleichzeitig bestehenden Bindegewebserkrankungen sowie bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die Veränderungen des Blutbildes verursachen können.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Trialix und bestimmten Arznei- oder Nahrungsmitteln müssen folgende Wechselwirkungen in Betracht gezogen werden:

Werden gleichzeitig Blutdruckmedikamente oder andere Arzneimittel mit möglichen blutdrucksenkenden Wirkungen (wie Aliskiren) eingesetzt, muss mit einer verstärkten Blutdrucksenkung gerechnet werden (siehe «Wie verwenden Sie Trialix?» und «Welche Nebenwirkungen kann Trialix haben?»).

Vermehrte Kochsalzzufuhr mit der Nahrung kann die blutdrucksenkende Wirkung von Trialix vermindern.

Die gleichzeitige Einnahme von Kalium, Kaliumsalzen, kaliumsparenden wasserausschwemmenden Mitteln (Diuretika) (wie Spironolacton) oder von Arzneimitteln, die den Kaliumspiegel erhöhen können, kann zu einer bisweilen schwerwiegenden Erhöhung des Serumkaliums führen. Diese Kombinationsbehandlung wird nicht empfohlen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, falls Sie statt Kochsalz Diätsalze, die Kalium enthalten, verwenden.

Anderseits kann bei Patienten, die gleichzeitig sog. Glukokortikoide oder auf längere Zeit Abführmittel oder grössere Mengen Lakritze einnehmen, der Kaliumverlust erhöht werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Trialix und bestimmten Arzneimitteln gegen Schmerzen und Entzündungen (z.B. Acetylsalicylsäure (Aspirin) und Indometacin) ist mit einer Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung zu rechnen. Die Entwicklung eines akuten Nierenversagens ist möglich. Die Wirkung und Toxizität von Salicylaten kann verstärkt werden (verstärkte Nebenwirkungen der Acetylsalicylsäure).

Gefässverengende Mittel können die blutdrucksenkende Wirkung von Trialix beeinträchtigen.

Ein bestimmtes Gichtmittel (Probenecid) kann die blutdrucksenkende Wirkung abschwächen.

Andererseits schwächt Piretanid, ein Bestandteil von Trialix, die Wirkung bestimmter Präparate, z.B. Mittel gegen die Zuckerkrankheit ab. ACE-Hemmer wie Ramipril können die blutzuckersenkende Wirkung von Arzneimitteln gegen die Zuckerkrankheit verstärken. Besonders zu Beginn einer Kombinationsbehandlung muss auf Anzeichen einer Unterzuckerung im Blut geachtet werden.

Vorsicht ist geboten bei der Kombination mit gewissen Antibiotika (z.B. Aminoglykoside), welche das Risiko von Hör- und Nierenstörungen mit sich bringt.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, können Blutbildveränderungen auftreten.

Ramipril – der eine Bestandteil von Trialix – kann die Wirkung von Alkohol verstärken.

In seltenen Fällen sind bei Patienten unter ACE-Hemmer-Therapie lebensbedrohliche, allergische Reaktionen während der Desensibilisierung gegenüber Insektengift aufgetreten. Teilen Sie dem behandelnden Arzt bzw. Ärztin vor der Desensibilisierung mit, dass Sie Trialix einnehmen. Diese Reaktionen können vermieden werden, wenn die Behandlung mit dem ACE-Hemmer vor der Desensibilisierung vorübergehend unterbrochen wird.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer und Vildagliptin behandelt wurden, sowie bei Patienten, die gleichzeitig mit einem ACE-Hemmer und einem mTOR-Hemmer

(z.B. das für die Behandlung von Nierenkrebs zugelassene Arzneimittel Temsirolimus) behandelt wurden, kam es zu einem verstärkten Auftreten von Angioödemen.

Falls Sie operiert werden müssen, sollten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, dass Sie Trialix einnehmen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen und die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden, vor allem Medikamente mit der Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (zur Behandlung von Herzinsuffizienz), Sartane oder Medikamente, welche Aliskiren, einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder einen NEP-Hemmer (z.B. Racecadotril zur Behandlung von Diarrhoe) enthalten.

Darf Trialix während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Trialix darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Vor Beginn der Behandlung mit Trialix ist daher eine Schwangerschaft auszuschliessen.

Frauen im gebärfähigen Alter sollen während der Behandlung mit Trialix eine zuverlässige Schwangerschaftsverhütung einhalten. Falls Sie während der Behandlung mit Trialix schwanger werden, müssen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Während der Stillzeit darf Trialix nicht eingenommen werden. Wenn es keine andere Behandlungsmöglichkeit gibt, ist das Stillen zu unterbrechen.

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung richtet sich nach erwünschtem Blutdruck und Verträglichkeit im Einzelfall. Die Dauer der Behandlung mit Trialix bestimmt im Einzelfall der Arzt bzw. die Ärztin.

Die übliche Anfangsdosierung beträgt ½ Tablette täglich.

Wenn nötig kann die Dosis im Abstand von jeweils 2 bis 3 Wochen gesteigert werden. Mit einer Tablette Trialix täglich wird der Blutdruck in den meisten Fällen ausreichend gesenkt.

Maximale Tagesdosis: 2 Tabletten.

Bei Patienten, die mit einem wasserausschwemmenden Mittel behandelt werden, ist zu erwägen, dieses wenigstens 2-3 Tage oder (falls von der Wirkdauer des Diuretikums her erforderlich) länger vor Beginn der Behandlung mit Trialix abzusetzen oder zumindest in der Dosis zu verringern. Über Möglichkeit und Dauer einer solchen Behandlungspause oder Dosisverringerung entscheidet im Einzelfall der Arzt bzw. die Ärztin.

Ist ein Absetzen nicht möglich, so wird empfohlen, zunächst nicht mit Trialix zu beginnen, sondern mit der niedrigstmöglichen Dosis Ramipril (1,25 mg täglich) allein und diese mit dem Diuretikum frei zu kombinieren, um anschliessend auf eine Anfangsdosis von nicht mehr als ½ Tablette Trialix umzustellen.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und älteren Patienten ist die Dosiseinstellung besonders sorgfältig vorzunehmen (Dosiseinstellung mit den Einzelkomponenten). Die Erhaltungsdosis beträgt ½ Tablette Trialix, die Maximaldosis 1 Tablette Trialix täglich.

Falls der Blutdruck auf das Kombinationspräparat unzureichend anspricht, darf die Dosierung von Trialix nicht erhöht werden, sondern die erforderliche Erhaltungsdosis wird durch Verabreichung der beiden Wirkstoffe in separater Form bestimmt.

Die Anwendung von Trialix bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird aufgrund fehlender Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Trialix Tabletten sind unzerkaut und mit ausreichend Flüssigkeit (etwa einem ½ Glas Wasser) einzunehmen. Die Einnahme kann vor, während oder nach einer Mahlzeit erfolgen.

Grundsätzlich wird empfohlen, die verordnete Tagesdosis morgens auf einmal einzunehmen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Trialix nicht eingenommen werden?

Trialix darf nicht gegeben werden:

  • bei Überempfindlichkeit gegen Ramipril, einen anderen ACE-Hemmer, Piretanid, Sulfonamide oder Stärke;
  • falls früher bei der Einnahme eines Blutdruckmittels Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge oder Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftraten (Gefahr der Auslösung eines lebensbedrohlichen sogenannten Angiödems). Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie an einem genetisch bedingten C1-Inaktivator-Mangel leiden;
  • bei starker Verengung der Nierenarterien (beidseitig oder bei Einzelniere) und bestimmter Herzklappen sowie bei anderen Ein- und Ausflussbehinderungen der linken Herzkammer (Gefahr eines lebensbedrohlichen Blutdruckabfalles und Nierenversagens);
  • bei klinisch relevanten Elektrolytstörungen (z.B. bei Kalium- und Natriummangel im Blut), die sich durch die Behandlung mit Trialix verschlechtern können, und bei Flüssigkeitsmangel (Gefahr eines lebensbedrohlichen Blutdruckabfalles und Nierenversagens);
  • bei schweren Störungen der Leberfunktion (Gefahr von Störungen des Flüssigkeits- und Salzhaushaltes);
  • bei Dialyse mit sogenannten High-Flux-Membranen und anderen bestimmten Blutreinigungsverfahren (LDL-Apheresen).
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit Medikamenten, die Aliskiren enthalten, vor allem wenn Sie an Diabetes oder mittelschwerer oder schwerer Niereninsuffizienz leiden;
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Sartanen), wenn Sie an einer diabetischer Nephropathie leiden;
  • wenn Sie gleichzeitig Medikamente mit der Wirkstoffkombination Sacubitril/Valsartan (zur Behandlung von Herzinsuffizienz) einnehmen, da ein erhöhtes Risiko für ein Angioödem (Schwellung an Gesicht, Augen, Lippen oder Zunge, Atembeschwerden) besteht;
  • wenn Sie gleichzeitig einen NEP-Hemmer, z.B. Racecadotril (zur Behandlung von Diarrhoe) einnehmen und Sie in der Vergangenheit unter der Einnahme von ACE-Hemmern an einem Angioödem (Schwellung an Gesicht, Augen, Lippen oder Zunge, Atembeschwerden) gelitten haben;
  • im Falle einer Schwangerschaft.

Zum Einsatz von Trialix bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen sowie bei Dialysepatienten allgemein liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.

Welche Nebenwirkungen kann Trialix haben?

Häufig (betrifft 1 bis 10 Anwender von 100)

Erhöhter Kaliumspiegel im Blut (gekennzeichnet durch Zittern oder Kribbeln in den Gliedmassen, Herzrhythmusstörungen), Kopfschmerzen, leichter Schwindel, Blutdruckabfall, Hypotonie, Ohnmacht, trockener, nicht produktiver Reizhusten, Bronchitis, Sinusitis, Atembeschwerden, entzündliche Reaktionen des Magen-Darm-Trakt, Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Hautausschläge (Flecken und rote Papeln), Thorax-Schmerzen, Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen.

Bereits als Folge der Senkung des erhöhten Blutdrucks auf das optimale Niveau können, insbesondere zu Beginn der Behandlung, Symptome wie Leeregefühl im Kopf, u.U. zusammen mit Konzentrationsstörungen, sowie eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens, Müdigkeit, Schwäche und Schwindel auftreten.

Ein unerwünscht starker Blutdruckabfall lässt sich insbesondere nach der ersten Gabe von Trialix sowie nach der ersten Gabe einer höheren Trialix-Dosis beobachten und kann unter anderem folgende Nebenwirkungen hervorrufen: beschleunigter Puls, Herzklopfen, orthostatische Kreislaufstörungen (mit z.B. einem Gefühl der Schwäche oder einer bevorstehenden Ohnmacht beim Aufstehen aus dem Liegen), periphere Ödeme (Wasseransammlung im Gewebe), Übelkeit, Schwitzen, Hörstörungen (z.B. Ohrensausen), Sehstörungen, Kopfschmerzen, Benommenheit und Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen, Schlaflosigkeit, Angstgefühl, depressive Verstimmung, Zittern und Nervosität, Angina pectoris, Herzrhythmusstörungen und kurzzeitiger Bewusstseinsverlust.

Ein zu starker Blutdruckabfall kann folgende Massnahmen erfordern: Hinlegen mit hochgelagerten Beinen, Flüssigkeitszufuhr bzw. Volumenersatz (Infusion) oder sogar weitere therapeutische Massnahmen.

Ein abrupter Blutdruckabfall löst unter Umständen einen Schockzustand aus, der das Leben des Patienten gefährden kann. In der Folge kann sich das Blut verdicken und eine eventuelle Thromboseneigung verstärken.

Insbesondere im Falle einer Erkrankung der Herzkranzgefässe oder einer Verengung der Hirnarterien, durch welche sich der Blutfluss vermindert, kann es zu einer möglicherweise lebensbedrohlichen Minderdurchblutung des Herzens bzw. des Gehirns kommen, vor allem wenn der Blutdruck zu stark abfällt. Derartige Durchblutungsstörungen können einen Anfall von Angina pectoris oder sogar einen Herzinfarkt bzw. vorübergehende Störungen der Hirnfunktion oder sogar einen Schlaganfall hervorrufen.

Nachdem sich der Blutdruck wieder normalisiert hat, kann die Behandlung mit Trialix im Allgemeinen fortgesetzt werden.

Bei Anzeichen von Hypotonie müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Bei Atembeschwerden ist sofort ein Arzt oder eine Ärztin zu benachrichtigen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Anwender von 1'000)Eosinophilie (erhöhte Eosinophile – eine Art von weissen Blutkörperchen – im Blut), depressive Stimmung, Angst, Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen einschliesslich Schläfrigkeit, Schwindel, Störung des Tastsinns, Störungen des Geschmacks oder Geschmacksverlust, Abnahme oder Verlust des Appetits, Sehstörungen, Herzstörungen, periphere Ödeme (Ansammlung von Wasser in den Gliedmassen), intensive rasch vorübergehende Rotfärbung des Gesichts, Hals und Rumpfs, Bronchospasmus mit Verschlimmerung von Asthma, verstopfte Nase, Bauchspeicheldrüsenentzündung (es wurde von aussergewöhnlichen tödlichen Fälle mit ACE-Hemmern berichtet), Anstieg der Bauchspeicheldrüse-Enzyme, Darm-Angiödem, Oberbauchbeschwerden einschliesslich Magenentzündung, Verstopfung, Mundtrockenheit, Erhöhung der Leberenzyme und/oder der Bilirubin-Konzentration, Angiödem (sehr selten Obstruktion der Atemwege infolge eines Angiödems mit möglichem fatalen Ausgang), Juckreiz, übermässiges Schwitzen, Gelenkschmerzen, Nierenfunktionsstörungen einschliesslich Nierenversagen, vorübergehende erektile Impotenz, verminderte Libido, Fieber.

Tritt Juckreiz mit Nesselsucht auf, ist sofort ein Arzt bzw. eine Ärztin zu benachrichtigen. Tritt im Bereich des Gesichtes (z.B. Augenlider, Lippen), der Zunge, des Stimmapparates oder des Kehlkopfs eine Schwellung auf, die zu Schluck- oder Atembeschwerden führt, besteht die Möglichkeit, dass sich dahinter ein sog. Angioödem verbirgt. In diesem Fall muss der Patient unverzüglich den Arzt bzw. die Ärztin informieren und darf die nächste geplante Trialix-Dosis nicht einnehmen. Auch jede weitere Therapie mit einem ähnlichen Medikament wie Trialix (ACE-Hemmer) kommt bei dieser Nebenwirkung nicht mehr in Frage.

Vor allem zu Beginn der Behandlung kann es infolge der wasserausschwemmenden Wirkung des Piretanids in Trialix, aber auch infolge einer verbesserten Herzleistung vorübergehend zu einer verstärkten Urinausscheidung kommen, die möglicherweise Dehydration zur Folge hat, wenn nicht ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird.

Bei einer Therapie mit Trialix kann sich die Nierenfunktion verschlechtern, manchmal bis hin zum lebensbedrohlichen akuten Nierenversagen. Dazu kommt es vor allem bei einer Erkrankung der Nieren-Blutgefässe, nach einer Nierentransplantation und bei sehr niedrigem Blutdruck, insbesondere bei Patienten mit Herzschwäche.

Eine Störung der Nierenfunktion äussert sich durch die folgenden allgemeinen Symptome: Verwirrtheit, Muskelkrämpfe und Tetanie, aber auch Muskelschwäche, Magen-Darm-Störungen und übermässiger Durst, Verschluss der Harnwege, Schwierigkeiten beim Wasserlassen und Blasenüberdehnung.

Selten (betrifft 1 bis 10 Anwender von 10'000)Verwirrtheit, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Bindehautentzündung, Schwerhörigkeit, Tinnitus, Verschlimmerung von Durchblutungsstörungen, Entzündung der Blutgefässwände, Entzündung der Zunge, Leberfunktionsstörungen, Erkrankungen der Haut und der Nägel, (schuppige Haut, Nagelablösung, Nesselsucht), mangelnde Leistungsfähigkeit/Muskelkraft (Asthenie).

Folgende Veränderungen des Blutbildes können auftreten: Abnahme der Zahl der roten Blutkörperchen, des Hämoglobinspiegels, der Zahl der Blutplättchen und der weissen Blutzellen. Mit solchen, in manchen Fällen lebensbedrohlichen Störungen des Blutbildes ist eher zu rechnen bei Patienten mit gestörter Nierenfunktion, bei Nierentransplantation, bei Patienten mit gleichzeitig bestehender Bindegewebserkrankung oder bei Patienten, die gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die Veränderungen des Blutbildes verursachen können. Bei Anzeichen für eine Abnahme der weissen Blutkörperchen (z.B. Fieber, Lymphknotenschwellungen oder Mandelentzündung) oder für Blutungen (z.B. winzige bläulich rote Pünktchen auf Haut oder Schleimhäuten, äusserliche Hautblutungen, Blutergüsse oder schwer stillbares Zahnfleischbluten) müssen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Anwender von 10'000)Aufmerksamkeitsstörungen, Schlaganfall (transitorisch oder nicht), brennendes Gefühl, Geruchssinnveränderungen, Auslösung oder Verstärkung eines Raynaud-Syndroms (Durchblutungsstörungen der Finger oder Zehen, die blass werden), Leberfunktionsstörung (Hepatitis), Ulzerationen im Mund, Lichtüberempfindlichkeit der Haut, Haarausfall, schwere Haut- und Schleimhautreaktionen, die eine Hospitalisierung erfordern (Stevens-Johnson-Syndrom), (potenziell schwere) Überempfindlichkeitsreaktionen auf Insektengifte, Verschlimmerung einer Schuppenflechte, Erythem, Brustwachstum beim Mann.

Folgende Nebenwirkungen wurden in Einzelfällen beobachtet:Missempfindungen, Geschmacksstörungen (z.B. metallischer Geschmack auf der Zunge), sowie Gichtanfälle aufgrund des erhöhten Harnsäurespiegels im Blut, Verlust des Hörvermögens (teils reversibel), Anomalie in der Produktion von Blut- und Immunzellen im Knochenmark, bullöse Haut- und Schleimhauterkrankung autoimmunen Ursprungs (Pemphigus), akutes Leberversagen.

Dieses Syndrom ist durch eine Freisetzung von übermässigem ADH charakterisiert, was zu einer Verringerung des Natriumspiegels im Blut und in der Folge zu Erbrechen und Verwirrtheit führt.

Bei Zuckerkrankheit kann die Einnahme von Trialix die Stoffwechsellage verschlechtern bzw. einen latenten Diabetes zutage fördern.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

LagerungshinweisTrialix Tabletten sind in der Originalpackung, vor Licht geschützt, bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Weitere HinweiseWeitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Weitere Informationen

Was ist in Trialix enthalten?

1 Tablette Trialix (teilbar, mit Bruchrille) enthält:

WirkstoffeRamipril (5 mg) und Piretanid (6 mg).

HilfsstoffeModifizierte Stärke, mikrokristalline Zellulose, Hydroxypropylmethylcellulose (E464), Magnesiumstearat (E572).

Zulassungsnummer

52941 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Trialix? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 20 und 100 Tabletten (teilbar, mit Bruchrille).

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (schweiz) ag, 1214 Vernier/GE

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Zuletzt aktualisiert am 19.08.2022

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Zulassungsinhaber
Sanofi-Aventis (Suisse) SA
Sandoz Pharmaceuticals AG
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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