Wirkstoff(e) Acetylsalicylsäure (ASS) Coffein Paracetamol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Berlin-Chemie AG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 18.01.1999
ATC Code N02BE51
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus nicht verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

Zulassungsinhaber

Berlin-Chemie AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

TITRALGAN gegen Schmerzen ist eine Kombination aus Acetylsalicylsäure und Paracetamol, zwei Wirkstoffen aus der Gruppe der Schmerzhemmer und Fiebersenker (Analgetikum/Antipyretikum), und Coffein.

F√ľr Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren (ab 43 kg) bei akuten leichten bis m√§√üig starken Schmerzen.

Bitte beachten Sie die Angaben f√ľr Kinder und Jugendliche (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěWas sollten Sie vor der Einnahme von TITRALGAN gegen Schmerzen beachten?‚Äú).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

TITRALGAN gegen Schmerzen darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicyls√§ure, Paracetamol, Coffein, Weizen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie in der Vergangenheit gegen√ľber Salicylaten oder anderen nichtsteroidalen Entz√ľndungshemmern (bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Fieber oder Entz√ľndungen) mit Asthmaanf√§llen oder in anderer Weise allergisch reagiert haben (z. B. Verengung der Atemwege, Entz√ľndung der Nasenschleimhaut, Nesselfieber, Schwellungen des Gesichts, der Augenlider oder im Mundbereich/Rachen)
  • wenn bei Ihnen fr√ľher im Zusammenhang mit einer Anwendung von nichtsteroidalen Entz√ľndungshemmern (NSAR) Magen-Darm-Blutungen oder ein -Durchbruch (Perforation) aufgetreten sind
  • wenn Sie an Magen-/Zw√∂lffingerdarm-Geschw√ľren (peptischen Ulzera) oder -Blutungen leiden
  • wenn Sie in der Vergangenheit wiederholt an Magen-/Zw√∂lffingerdarm-Geschw√ľren (peptischen Ulzera) oder -Blutungen gelitten haben (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Geschw√ľre oder Blutungen)
  • bei krankhaft erh√∂hter Blutungsneigung (h√§morrhagische Diathese)
  • wenn Sie an einer schweren Beeintr√§chtigung der Leber- oder Nierenfunktion leiden
  • bei schwerer Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz)
  • wenn Sie gleichzeitig 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche einnehmen
  • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft
  • von Kindern unter 12 Jahren bzw. Anwendern unter 43 kg

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Nebenwirkungen k√∂nnen reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis √ľber den k√ľrzesten, f√ľr die Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird.

Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig angewendet werden, keine Acetylsalicylsäure, kein Paracetamol bzw. Coffein enthalten.

Eine gleichzeitige Anwendung von TITRALGAN gegen Schmerzen mit anderen nichtsteroidalen Entz√ľndungshemmern (NSAR), einschlie√ülich so genannter COX-2- Hemmer (Cyclooxygenase-2-Hemmer), sollte vermieden werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie TITRALGAN gegen Schmerzen einnehmen

  • wenn Sie allergisch gegen andere Entz√ľndungshemmer/Antirheumatika (bestimmte Arzneimittel gegen Rheuma oder Entz√ľndungen) oder andere allergieausl√∂sende Stoffe sind
  • wenn Sie an Allergien (z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselfieber) oder Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) oder chronischen Atemwegserkrankungen leiden
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln
  • wenn Sie unter Bluthochdruck und/oder Herzleistungsschw√§che (Herzinsuffizienz) leiden. Sprechen Sie vor Behandlungsbeginn mit Ihrem Arzt oder Apotheker dar√ľber.
  • vor Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. dem Ziehen eines Zahnes): Es kann zu verst√§rkter Blutungsneigung kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt vorher, wenn Sie TITRALGAN gegen Schmerzen eingenommen haben.
  • wenn Sie in der Vergangenheit bereits einmal an einem Magen-/Zw√∂lffingerdarm- Geschw√ľr (peptische Ulzeration) oder einer -Blutung gelitten haben
  • wenn Sie an einer leichten bis m√§√üigen Beeintr√§chtigung der Leberfunktion (z. B. durch Leberentz√ľndung, Gilbert-Meulengracht-Syndrom) leiden
  • bei leichten bis m√§√üig schweren Nierenfunktionsst√∂rungen (z. B. durch vorgesch√§digte Niere)
  • wenn Sie chronisch alkoholkrank sind
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die die Leberfunktion beeintr√§chtigen
  • bei erblich bedingtem Mangel des Enzyms Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase, der zu schwerer Blutarmut f√ľhren kann, auch Favismus genannt
  • bei h√§molytischer An√§mie (Blutarmut aufgrund eines Zerfalls der roten Blutk√∂rperchen)
  • bei einem Mangel des am Leberstoffwechsel beteiligten Eiwei√ües Glutathion (z. B. bei Mangelern√§hrung, Alkoholmissbrauch)
  • bei einem Mangel von Fl√ľssigkeit im K√∂rper (Dehydratation), z. B. durch geringe Trinkmenge, Durchfall oder Erbrechen, hohen Au√üentemperaturen oder exzessiver k√∂rperlicher Belastung mit starkem Schwitzen
  • bei chronischer Unterern√§hrung
  • bei einem K√∂rpergewicht unter 50 kg
  • in h√∂herem Lebensalter
  • wenn Sie zu geringerer Harns√§ureausscheidung neigen: Durch die Einnahme von TITRALGAN gegen Schmerzen kann unter Umst√§nden ein Gichtanfall ausgel√∂st werden.
  • bei Herzrhythmusst√∂rungen, wie Sinus-Tachykardien/Extrasystolen (Gefahr der Verst√§rkung)
  • bei Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Gefahr der Coffein-Nebenwirkungen)
  • bei krankhaften Angstzust√§nden (Gefahr der Verst√§rkung)

Ihr Arzt wird dann entscheiden, ob Sie TITRALGAN gegen Schmerzen gegebenenfalls nur mit besonderer Vorsicht, in verringerter Dosierung (z. B. max. 2 Tabletten aufgrund des Coffeinanteils) bzw. unter √§rztlicher Kontrolle einnehmen d√ľrfen.

Unerw√ľnschte Wirkungen auf den Magen-Darm-Trakt

√úber Blutungen des Magen-Darm-Traktes, Geschw√ľre und Durchbr√ľche (Perforationen), auch mit t√∂dlichem Ausgang, wurde w√§hrend der Behandlung mit allen nichtsteroidalen Entz√ľndungshemmern (NSAR) berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf.

Das Risiko hierf√ľr ist mit steigender NSAR-Dosis bei Patienten mit Geschw√ľren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch (siehe Abschnitt 2. unter ‚ÄěTITRALGAN gegen Schmerzen darf nicht eingenommen werden‚Äú), und bei √§lteren Patienten erh√∂ht. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verf√ľgbaren Dosis beginnen. Hier sollte eine Kombinationstherapie mit Magenschleimhaut- sch√ľtzenden Arzneimitteln (z. B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden. Dies empfiehlt sich auch f√ľr Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die das Risiko einer Erkrankung des Magen-Darm-Traktes erh√∂hen (siehe Abschnitt 2. unter ‚ÄěEinnahme von TITRALGAN gegen Schmerzen zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Wenn Sie, insbesondere im höheren Alter, eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-Darm-Blutungen), insbesondere am Anfang der Therapie, melden.

Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko f√ľr Geschw√ľre oder Blutungen erh√∂hen k√∂nnen, wie z. B. orale Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente, wie Warfarin, selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer, wie Acetylsalicyls√§ure (siehe Abschnitt 2. unter ‚ÄěEinnahme von TITRALGAN gegen Schmerzen zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Wenn es bei Ihnen w√§hrend der Behandlung mit TITRALGAN gegen Schmerzen zu Magen- Darm-Blutungen oder -Geschw√ľren kommt, ist die Behandlung sofort abzubrechen und Kontakt mit einem Arzt aufzunehmen.

Nichtsteroidale Entz√ľndungshemmer (NSAR) sollten bei Patienten mit einer Magen-Darm- Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Unerw√ľnschte Wirkungen am Herz-Kreislauf-System

Arzneimittel wie TITRALGAN gegen Schmerzen sind m√∂glicherweise mit einem geringf√ľgig erh√∂hten Risiko f√ľr Herzanf√§lle (‚ÄěHerzinfarkt‚Äú) oder Schlaganf√§lle verbunden. Diese Risiken erh√∂hen sich bei h√∂heren Dosen und l√§nger dauernder Behandlung. √úberschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer (maximal 3 Tage)!

Wenn Sie Herzprobleme oder einen vorangegangenen Schlaganfall haben oder denken, dass Sie ein Risiko f√ľr diese Erkrankungen aufweisen k√∂nnten (z. B. wenn Sie hohen Blutdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinwerte haben oder Raucher sind), sollten Sie vor Beginn der Einnahme mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen.

Unerw√ľnschte Hautreaktionen

Unter der Therapie mit nichtsteroidalen Entz√ľndungshemmern (NSAR) wurde sehr selten √ľber schwerwiegende Hautreaktionen mit R√∂tung und Blasenbildung, einige mit t√∂dlichem Ausgang, berichtet (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom; siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Das h√∂chste Risiko f√ľr derartige Reaktionen scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen, da diese Reaktionen in der Mehrzahl der F√§lle im ersten Behandlungsmonat auftraten. Beim ersten Anzeichen von Hautausschl√§gen, Schleimhautdefekten oder sonstigen Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion ist TITRALGAN gegen Schmerzen abzusetzen und umgehend ein Arzt zu konsultieren.

Sonstige Hinweise

Nehmen Sie TITRALGAN gegen Schmerzen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage oder in höheren Dosen ein.

Ein √úberschreiten der empfohlenen Dosis, das bedeutet auch die einmalige Einnahme der Tagesgesamtdosis, kann zu schweren Lebersch√§den f√ľhren. In einem solchen Fall sollte unverz√ľglich medizinische Hilfe aufgesucht werden.

Bei l√§ngerem Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erh√∂hte Dosen des Arzneimittels behandelt werden d√ľrfen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie trotz der Einnahme von TITRALGAN gegen Schmerzen h√§ufig unter Kopfschmerzen leiden!

Bei abruptem Absetzen nach l√§ngerem hoch dosiertem, nicht bestimmungsgem√§√üem Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen sowie M√ľdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosit√§t und vegetative Symptome auftreten. Diese Absetzsymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiederanwendung von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Anwendung nicht ohne √§rztlichen Rat erfolgen.

Durch die fiebersenkende Wirkung kann eine Besserung der Erkrankung vorgetäuscht werden. Gegebenenfalls ist ärztlicher Rat einzuholen.

Die gewohnheitsm√§√üige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, kann zur dauerhaften Nierensch√§digung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) f√ľhren.

Die häufigere Anwendung sollte ebenfalls vermieden werden bei Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Rheumatherapie, chronisch zu niedrigem Blutdruck, schweren Verletzungen.

TITRALGAN gegen Schmerzen gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen können. Diese Wirkung ist nach Absetzen des Arzneimittels reversibel (umkehrbar).

Kinder und Jugendliche

TITRALGAN gegen Schmerzen darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren (unter 43 kg) angewendet werden.

TITRALGAN gegen Schmerzen soll bei Kindern und Jugendlichen √ľber 12 Jahren mit fieberhaften Erkrankungen nur auf √§rztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Ma√ünahmen nicht wirken. Sollte es bei diesen Erkrankungen zu lang anhaltendem Erbrechen kommen, so kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit, sein, die unbedingt sofortiger √§rztlicher Behandlung bedarf.

√Ąltere Menschen

Bei √§lteren Patienten treten h√§ufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von nichtsteroidalen Entz√ľndungshemmern (NSAR) auf, insbesondere Blutungen und Durchbr√ľche im Magen- und Darmbereich, die unter Umst√§nden lebensbedrohlich sein k√∂nnen. Daher ist bei √§lteren Patienten eine besonders sorgf√§ltige √§rztliche √úberwachung erforderlich.

Einnahme von TITRALGAN gegen Schmerzen zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure verstärkt die Wirkung folgender Arzneimittel bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko

  • Methotrexat (zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen): Bei einer Dosierung von 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche d√ľrfen Sie TITRALGAN gegen Schmerzen nicht einnehmen (siehe auch Abschnitt 2. unter ‚ÄěTITRALGAN gegen Schmerzen darf nicht eingenommen werden‚Äú)
  • blutgerinnungshemmende Arzneimittel, z. B. Cumarin, Warfarin, Heparin
  • Acetylsalicyls√§ure kann das Blutungsrisiko erh√∂hen, wenn es vor einer Blutgerinnsel- aufl√∂senden Behandlung eingenommen wurde. Daher m√ľssen Sie, wenn bei Ihnen eine solche Behandlung durchgef√ľhrt werden soll, auf Zeichen √§u√üerer oder innerer Blutungen (z. B. blaue Flecken) aufmerksam achten.
  • Arzneimittel, die das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutpl√§ttchen (Thrombozytenaggregation) bzw. eine Blutstockung (H√§mostase) hemmen, wie Acetylsalicyls√§ure, Ticlopidin oder Clopidogrel, und selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer (Arzneimittel zur Behandlung depressiver Verstimmungen): Diese k√∂nnen das Risiko f√ľr Blutungen und Bildung von Geschw√ľren im Magen-Darm- Trakt erh√∂hen.
  • Glukokortikoide (Arzneimittel, die Kortison oder Kortison-√§hnliche Substanzen enthalten) oder andere nichtsteroidale Entz√ľndungshemmer erh√∂hen das Risiko f√ľr Magen-Darm- Geschw√ľre und -Blutungen.
  • Arzneimittel, die m√∂glicherweise die Nieren sch√§digen (z. B. Tacrolimus, Tenofovir)
  • Digoxin (zur St√§rkung der Herzkraft)
  • Lithium (zur Behandlung geistig-seelischer St√∂rungen)
  • Antidiabetika (blutzuckersenkende Arzneimittel): Der Blutzuckerspiegel kann sinken.
  • Valproins√§ure (zur Behandlung von Krampfanf√§llen)

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure vermindert die Wirkung folgender Arzneimittel

  • Diuretika (zur vermehrten Harnausscheidung)
  • ACE-Hemmer (bestimmte blutdrucksenkende Arzneimittel)
  • Harns√§ureausscheidende Gichtmittel (z. B. Probenecid, Benzbromaron)

Durch den Wirkstoff Paracetamol sind Wechselwirkungen möglich mit

  • bestimmten Schlafmitteln (wie Phenobarbital), bestimmten Arzneimitteln gegen Epilepsie (wie Phenytoin, Carbamazepin), bestimmten Arzneimitteln gegen Tuberkulose (Rifampicin) bzw. Arzneimitteln, die m√∂glicherweise die Leber sch√§digen: Unter Umst√§nden kann es bei gleichzeitiger Anwendung mit TITRALGAN gegen Schmerzen zu Lebersch√§den kommen.
  • bestimmten Arzneimitteln bei HIV-Infektionen (Zidovudin): Die Neigung zur Verminderung wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutropenie) wird verst√§rkt. TITRALGAN gegen Schmerzen soll daher nur nach √§rztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovudin eingenommen werden.
  • Flucloxacillin: Es besteht das Risiko einer Blut- und Fl√ľssigkeitsanomalie (metabolische Azidose mit vergr√∂√üerter Anionenl√ľcke), die bei einem Anstieg der Plasmas√§ure auftritt, wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit Paracetamol verwendet wird, insbesondere bei bestimmten Risikopatientengruppen, z. B. Patienten mit schwerer Nierenfunktionsst√∂rung, Sepsis oder Unterern√§hrung, vor allem wenn die maximalen Tagesdosen von Paracetamol verwendet werden. Die metabolische Azidose mit vergr√∂√üerter Anionenl√ľcke ist eine schwere Erkrankung, die dringend behandelt werden muss.
    Nach gleichzeitiger Anwendung von Paracetamol und Flucloxacillin wird Ihr Arzt Ihre Werte genau √ľberwachen.
  • gerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulanzien, wie Warfarin): Die wiederholte Anwendung von Paracetamol √ľber einen Zeitraum von l√§nger als einer Woche verst√§rkt die Wirkung von Antikoagulanzien, insbesondere Warfarin. Daher sollte die langfristige Anwendung von Paracetamol bei Patienten, die mit Antikoagulanzien behandelt werden, nur unter medizinischer Aufsicht erfolgen. Die gelegentliche Anwendung von Paracetamol hat keinen signifikanten Einfluss auf die Blutungstendenz.
  • bestimmten Arzneimitteln gegen Gicht (wie Probenecid): Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid sollte die Dosis von TITRALGAN gegen Schmerzen verringert werden, da der Abbau des Wirkstoffs Paracetamol verlangsamt sein kann.
  • bestimmten Arzneimitteln gegen √úbelkeit (Metoclopramid und Domperidon): Diese k√∂nnen eine Beschleunigung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Paracetamol bewirken.
  • Arzneimitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung f√ľhren: Diese k√∂nnen die Aufnahme und den Wirkungseintritt von Paracetamol verz√∂gern.
  • bestimmten Arzneimitteln zur Senkung erh√∂hter Blutfettwerte (Colestyramin): Diese k√∂nnen die Aufnahme und damit die Wirksamkeit von Paracetamol verringern.
  • Auswirkungen auf Laboruntersuchungen: Die Harns√§urebestimmung sowie die Blutzuckerbestimmung k√∂nnen beeinflusst werden.

Wechselwirkungen mit Coffein

  • Coffein erh√∂ht die herzschlagbeschleunigenden Wirkungen von z. B. Sympathomimetika, Thyroxin (Schilddr√ľsenhormon).
  • Coffein erh√∂ht das Abh√§ngigkeitspotenzial von Substanzen vom Typ des Ephedrin.
  • Coffein kann die schmerzstillende Wirkung von Paracetamol und einigen nichtsteroidalen Antiphlogistika (bestimmte Schmerzmittel) steigern.
  • Die Ausscheidung von Theophyllin (Mittel gegen Bronchialasthma) wird durch Coffein herabgesetzt.
  • Bei Substanzen mit breitem Wirkungsspektrum k√∂nnen die Wechselwirkungen im Einzelnen unterschiedlich und nicht voraussehbar sein (z. B. Schlafmittel, wie Benzodiazepine).
  • Coffein vermindert die d√§mpfende Wirkung zahlreicher Substanzen wie z. B. Barbiturate (Beruhigungsmittel), Antihistaminika (Antiallergika).
  • Orale Kontrazeptiva (‚ÄěPille‚Äú), Cimetidin (Mittel zur Hemmung der Magens√§ureproduktion) und Disulfiram (Mittel zur Alkoholentw√∂hnung) vermindern den Coffein-Abbau in der Leber.
  • Gyrasehemmstoffe vom Chinoloncarbons√§ure-Typ (bestimmte Antibiotika) k√∂nnen die Ausscheidung von Coffein und seinem Abbauprodukt Paraxanthin verz√∂gern.
  • Barbiturate (Beruhigungsmittel) und Rauchen beschleunigen den Coffein-Abbau in der Leber.

Einnahme von TITRALGAN gegen Schmerzen zusammen mit Alkohol

W√§hrend der Behandlung mit TITRALGAN gegen Schmerzen sollten Sie keinen Alkohol trinken, da Alkoholkonsum unter anderem das Risiko f√ľr Lebersch√§den, Magen-Darm- Geschw√ľre und -Blutungen sowie f√ľr Nebenwirkungen im zentralen Nervensystem (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú) erh√∂ht.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

TITRALGAN gegen Schmerzen soll w√§hrend der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da die Schwangerschaft und/oder die Entwicklung des ungeborenen Kindes beeintr√§chtigt werden kann. Sie sollten daher TITRALGAN gegen Schmerzen im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt und nach strenger Abw√§gung des Nutzen-Risiko-Verh√§ltnisses einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft d√ľrfen Sie TITRALGAN gegen Schmerzen wegen eines erh√∂hten Risikos von Komplikationen f√ľr Mutter und Kind nicht einnehmen.

Stillzeit

Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch √ľber. Da nachteilige Folgen durch Paracetamol und Acetylsalicyls√§ure f√ľr den S√§ugling bisher nicht bekannt geworden sind, ist bei gelegentlicher Anwendung der empfohlenen Dosis eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich. Das Befinden und Verhalten des S√§uglings kann durch mit der Muttermilch aufgenommenes Coffein beeintr√§chtigt werden. Bei l√§ngerer Anwendung bzw. Einnahme h√∂herer Dosen sollten Sie abstillen.

Fortpflanzungsfähigkeit

TITRALGAN gegen Schmerzen gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die die Fruchtbarkeit von Frauen beeinträchtigen können. Diese Wirkung ist nach Absetzen des Arzneimittels reversibel (umkehrbar).

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

TITRALGAN gegen Schmerzen hat keinen oder einen zu vernachl√§ssigenden Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Trotzdem ist nach Einnahme eines Schmerzmittels immer Vorsicht geboten.

TITRALGAN gegen Schmerzen enthält Weizenstärke

Dieses Arzneimittel enthält nur sehr geringe Mengen Gluten (aus Weizenstärke). Es gilt als glutenfrei und wenn Sie an Zöliakie leiden ist es sehr unwahrscheinlich, dass es Probleme verursacht.

Eine Tablette enthält nicht mehr als 4,8 Mikrogramm Gluten.

Wenn Sie eine Weizenallergie haben (nicht gleichzusetzen mit Z√∂liakie) d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Zahnarzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Dieses Arzneimittel sollte in der niedrigsten schmerzkontrollierenden Dosis √ľber den k√ľrzestm√∂glichen Zeitraum angewendet werden.

Die Dosierung richtet sich nach den Angaben in der nachfolgenden Tabelle.

Die Einzel- sowie maximale Tagesdosis darf nicht √ľberschritten werden. Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach den Beschwerden und der maximalen Tagesgesamtdosis. Der zeitliche Abstand zwischen zwei Anwendungen muss mindestens 6 Stunden betragen.

Nehmen Sie TITRALGAN gegen Schmerzen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage ein.

Körpergewicht/ Alter Einzeldosis Maximale Tagesdosis (24 Stunden)
ab 43 kg. Jugendliche ab 12 1 - 2 Tabletten (entsprechend 250 - 500 mg bis zu 6 Tabletten (entsprechend 1500 mg

Jahren und

Acetylsalicyls√§ure, 200 ‚Äď 400 mg

Acetylsalicylsäure, 1200 mg

Erwachsene

Paracetamol und 50 ‚Äď 100 mg

Paracetamol und 300 mg

 

Coffein)

Coffein)

Leber- oder Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit leichten bis m√§√üig schweren Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rungen bzw. Gilbert-Meulengracht-Syndrom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verl√§ngert werden (Patienten mit schwerer Leber- oder Nierenfunktionsst√∂rung siehe Abschnitt 2. unter ‚ÄěTITRALGAN gegen Schmerzen darf nicht eingenommen werden‚Äú).

√Ąltere Patienten

Diese Patienten sollten wegen des erh√∂hten Risikos f√ľr Nebenwirkungen mit der niedrigsten Dosierung beginnen und √§rztlich √ľberwacht werden (siehe Abschnitt 2. unter ‚ÄěWas sollten Sie vor der Einnahme von TITRALGAN gegen Schmerzen beachten?‚Äú und Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Kinder und Jugendliche

TITRALGAN gegen Schmerzen darf bei Kindern unter 12 Jahren bzw. unter 43 kg nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 2. unter ‚ÄěTITRALGAN gegen Schmerzen darf nicht eingenommen werden‚Äú).

Bei fieberhaften Erkrankungen beachten Sie bitte unbedingt den Hinweis in Abschnitt 2. ‚ÄěWas sollten Sie vor der Einnahme von TITRALGAN gegen Schmerzen beachten?‚Äú.

Art der Anwendung

Nehmen Sie TITRALGAN gegen Schmerzen unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) ein. Nicht auf n√ľchternen Magen einnehmen.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im Ganzen zu schlucken.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Zahnarzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von TITRALGAN gegen Schmerzen zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von TITRALGAN gegen Schmerzen eingenommen haben, als Sie sollten

Schwindel und Ohrklingen können, insbesondere bei Kindern und älteren Patienten, Zeichen einer ernsthaften Vergiftung durch Acetylsalicylsäure sein.

Bei einer √úberdosierung von Paracetamol treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden Beschwerden auf, die √úbelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bl√§sse und Bauchschmerzen umfassen. Es kann dar√ľber hinaus zu schweren Lebersch√§den kommen.

Vergiftungssymptome durch Coffein (zentralnervöse Symptome, Herz-Kreislauf-Reaktionen bis hin zu einer Schädigung des Herzmuskels) können zusätzlich auftreten bei Einnahme großer Mengen in kurzer Zeit.

Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit TITRALGAN gegen Schmerzen benachrichtigen Sie bitte sofort einen Arzt. Dieser kann entsprechend der Schwere einer √úberdosierung/Vergiftung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

Wenn Sie die Einnahme von TITRALGAN gegen Schmerzen vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten m√ľssen.

Die am h√§ufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen- /Zw√∂lffingerdarm-Geschw√ľre (peptische Ulzera), -Perforationen (Durchbr√ľche) oder - Blutungen, manchmal t√∂dlich, k√∂nnen auftreten, insbesondere bei √§lteren Patienten (siehe Abschnitt 2. unter ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú). √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bl√§hungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, Mundschleimhautentz√ľndung mit Geschw√ľrbildung (ulzerative Stomatitis), Verschlimmerung der Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn (siehe Abschnitt 2. unter ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú) sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger h√§ufig wurde eine Magenschleimhautentz√ľndung beobachtet.

Diese Nebenwirkungen traten besonders bei √§lteren Patienten auf (siehe Abschnitt 2. unter ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Sollten st√§rkere Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl oder eine Schwarzf√§rbung des Stuhls auftreten, m√ľssen Sie TITRALGAN gegen Schmerzen absetzen und sofort den Arzt benachrichtigen.

Informieren Sie auch bei anderen Blutungen Ihren Arzt, wie z. B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Hautblutungen (mit einer m√∂glichen Verl√§ngerung der Blutungszeit). Diese Wirkung kann √ľber 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.

Bei den ersten Anzeichen von Haut- oder anderen √úberempfindlichkeitsreaktionen, insbesondere bei einer allergischen Schockreaktion, m√ľssen Sie TITRALGAN gegen Schmerzen absetzen und sofort Kontakt mit einem Arzt aufnehmen.

√Ėdeme, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit einer Behandlung mit nichtsteroidalen Entz√ľndungshemmern (NSAR) berichtet. Arzneimittel wie TITRALGAN gegen Schmerzen sind m√∂glicherweise mit einem geringf√ľgig erh√∂hten Risiko f√ľr Herzanf√§lle (‚ÄěHerzinfarkt‚Äú) oder Schlaganf√§lle verbunden.

Kopfschmerzen, Schwindel, geistige Verwirrung, gest√∂rtes H√∂rverm√∂gen und Ohrensausen (Tinnitus) k√∂nnen, insbesondere bei Kindern oder √§lteren Patienten, Anzeichen einer √úberdosierung sein (siehe Abschnitt 3. unter ‚ÄěWenn Sie eine gr√∂√üere Menge von TITRALGAN gegen Schmerzen eingenommen haben, als Sie sollten‚Äú).

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Magen-Darm-Beschwerden, wie Sodbrennen, √úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchf√§lle; geringf√ľgige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Bereich (Mikroblutungen)

Gelegentliche Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen, wie Hautreaktionen

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):

  • Magen-Darmblutungen, die sehr selten zu einer Eisenmangelan√§mie f√ľhren k√∂nnen; Magen-Darmgeschw√ľre, unter Umst√§nden mit Blutung und Durchbruch
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen, wie schwere Hautreaktionen bis hin zu rundlichem Hautausschlag (Erythema exsudativum multiforme), eventuell mit Blutdruckabfall, Anf√§lle von Atemnot, allergischer Schock, Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Angio√∂dem), vor allem bei Asthmatikern
  • Erh√∂hungen der Leberwerte (z. B. Serumtransaminasen)
  • Selten bis sehr selten sind auch schwerwiegende Blutungen wie z. B. Hirnblutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln berichtet worden, die in Einzelf√§llen lebensbedrohlich sein k√∂nnen.

Sehr seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen):

  • Blutbildver√§nderungen, wie verringerte Anzahl von Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Agranulozytose).
  • F√§lle von schweren Hautreaktionen wie Hautausschlag mit R√∂tung und/oder Blasenbildung (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, akutes generalisiertes pustul√∂ses Exanthem)
  • F√§lle von Blut- und Fl√ľssigkeitsanomalien (metabolische Azidose mit vergr√∂√üerter Anionenl√ľcke), die bei einem Anstieg der Plasmas√§ure auftreten, wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit Paracetamol verwendet wird, in der Regel bei Vorliegen von Risikofaktoren (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěEinnahme von TITRALGAN gegen Schmerzen zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).
  • asthmaartige Verengung der Atemwege bei empfindlichen Personen
  • Nierenfunktionsst√∂rungen
  • Senkung der Blutzuckerwerte (Hypoglyk√§mie)
  • Acetylsalicyls√§ure vermindert in niedriger Dosierung die Harns√§ureausscheidung. Bei hierf√ľr gef√§hrdeten Patienten kann dies unter Umst√§nden einen Gichtanfall ausl√∂sen.
  • Sehr selten ist im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter entz√ľndungshemmender Arzneimittel (nichtsteroidaler Antiphlogistika; zu diesen geh√∂rt auch TITRALGAN gegen Schmerzen) eine Verschlechterung infektionsbedingter Entz√ľndungen (z. B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden. Wenn w√§hrend der Anwendung von TITRALGAN gegen Schmerzen Zeichen einer Infektion (z. B. R√∂tung, Schwellung, √úberw√§rmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverz√ľglich der Arzt zu Rate gezogen werden.

Nebenwirkungen mit nicht bekannter H√§ufigkeit (auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • Schlaflosigkeit, innere Unruhe
  • Herzrasen (Tachykardie)

Andere mögliche Nebenwirkungen

Weizenstärke kann Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf. Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdr√ľckpackung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú bzw. ‚Äěverw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was TITRALGAN gegen Schmerzen enthält

Die Wirkstoffe sind Acetylsalicylsäure (Ph. Eur.), Paracetamol und Coffein.

1 Tablette enthält 250 mg Acetylsalicylsäure (Ph. Eur.), 200 mg Paracetamol und 50 mg Coffein.

Die sonstigen Bestandteile sind: Weizenstärke, Talkum, Maisstärke, Stearinsäure

Wie TITRALGAN gegen Schmerzen aussieht und Inhalt der Packung

TITRALGAN gegen Schmerzen sind wei√üe bis nahezu wei√üe, biplane Tabletten mit Facettenrand, einseitiger Bruchkerbe und einseitiger Pr√§gung ‚ÄěTITRALGAN‚Äú in Durchdr√ľckpackungen (kindergesicherte Verpackung).

TITRALGAN gegen Schmerzen sind in Packungen mit 10 Tabletten (N1), 20 Tabletten (N2) oder 200 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

BERLIN-CHEMIE AG

Glienicker Weg 125, 12489 Berlin, Deutschland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im April 2021.

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Zuletzt aktualisiert: 11.01.2023

Quelle: TITRALGAN gegen Schmerzen - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Acetylsalicylsäure (ASS) Coffein Paracetamol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Berlin-Chemie AG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 18.01.1999
ATC Code N02BE51
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus nicht verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

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