Torasemid Sandoz 200 mg Tabletten

Abbildung Torasemid Sandoz 200 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Torasemid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C03CA04
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

Zulassungsinhaber

Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Torasemid - 1 A Pharma 200 mg Tabletten Torasemid 1 A Pharma GmbH
Torsieben 20 mg Tabletten Torasemid Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Unat RR (2,5mg) Torasemid MEDA Pharma GmbH & Co. KG
Torasemid-ratiopharm 5 mg Tabletten Torasemid Ratiopharm GmbH
Torem 200 Infusionslösung Torasemid Berlin-Chemie AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

bei chronischer Nierenfunktionseinschr√§nkung im Vordialyse- oder Dialysestadium, insbesondere bei Anzeichen von Fl√ľssigkeitsretention.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Torasemid Sandoz 200 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Torasemid, Sulfonylharnstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile von Torasemid Sandoz 200 mg sind
- bei schweren Leberfunktionsst√∂rungen mit Bewusstseinstr√ľbung (hepatisches Koma oder Pr√§koma)
- bei Nierenfunktionseinschränkung mit fehlender Harnproduktion (Anurie)
- bei krankhaft erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie)
- bei Blutvolumenmangel (Hypovolämie)
- in der Stillzeit (siehe Abschnitt 2.2 "Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Torasemid Sandoz 200 mg ist erforderlich").
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Torasemid Sandoz 200 mg ist erforderlich
- bei Leberfunktionsstörungen
- bei Störungen des Harnabflusses (Miktionsstörungen) (z. B. aufgrund einer Harnwegsverengung)
- bei Mangel an Natrium oder Kalium im Blut (Hyponatriämie oder Hypokaliämie)
- bei Herzrhythmusstörungen, z. B. verlängerte Erregungsleitungszeit vom Sinusknoten zum Herzvorhof (sinoatrialer Block), verlängerte Erregungsleitungszeit vom Herzvorhof auf die Herzkammern atrioventrikulärer Block 2. oder 3. Grades)
- bei krankhaften Veränderungen des Säure-Basen-Haushalts
- bei Nierenfunktionsstörungen aufgrund nierenschädigender Substanzen (siehe Abschnitt 2.3 "Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln").
Ein Mangel an Kalium und Natrium im Blut (Hypokaliämie, Hyponatriämie) und ein Blutvolumenmangel (Hypovolämie) sollen vor Behandlungsbeginn korrigiert werden.
Das Risiko eines Mangels an Kalium im Blut sollte ber√ľcksichtigt werden, insbesondere bei gleichzeitig mit Digitalis (Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen) behandelten Patienten.
Eine sorgfältige Überwachung wird empfohlen, wenn eine Neigung zu erhöhten Harnsäurespiegeln (Hyperurikämie) oder Gicht besteht.
Bei Zuckerkrankheit (latentem oder manifestem Diabetes mellitus) sollte der Blutzuckerspiegel √ľberwacht werden.
Die blutdrucksenkende Wirkung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist nicht vollständig belegt.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Torasemid Sandoz 200 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Torasemid Sandoz 200 mg als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.
a) Kinder
Es liegen keine klinischen Erfahrungen √ľber die Behandlung von Kindern unter 12 Jahren vor.
b) Schwangerschaft
Es liegen keine Erfahrungswerte bei Menschen hinsichtlich der Wirkung von Torasemid auf den Embryo und Fetus vor.
In Tierversuchen wurde festgestellt, dass Torasemid beim Fetus Elektrolytstörungen verursacht. Es besteht das Risiko einer Thrombozytopenie (verminderte Zahl der Blutplättchen) beim Neugeborenen.
Solange keine weiteren Erfahrungen verf√ľgbar sind, sollte Torasemid Sandoz 200 mg w√§hrend der Schwangerschaft nur nach sorgf√§ltiger Nutzen-Risiko-Abw√§gung und in der kleinsten noch wirksamen Dosis gegeben werden.
c) Stillzeit
Über die Ausscheidung von Torasemid in die Muttermilch liegen keine Informationen vor. Torasemid Sandoz 200 mg darf daher während der Stillzeit nicht angewendet werden.
d) Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann aufgrund von Blutdruckschwankungen auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen soweit verändern, dass z. B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt insbesondere, wenn Schwindel oder ähnliche Symptome auftreten.

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Wie wird es angewendet?

WIE IST Torasemid Sandoz 200 mg EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Torasemid Sandoz 200 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Wenn Sie eine größere Menge Torasemid Sandoz 200 mg eingenommen haben, als Sie sollten,
kann es zu einer starken Harnausscheidung mit der Gefahr von Fl√ľssigkeits- und Elektrolytverlusten kommen, die zu Schl√§frigkeit und Verwirrung, Blutdruckabfall sowie zu einem Kreislaufkollaps f√ľhren k√∂nnen. Magen-Darm-St√∂rungen k√∂nnen auftreten. Informieren Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt, der die erforderlichen Ma√ünahmen einleiten wird.
Wenn Sie die Einnahme von Torasemid Sandoz 200 mg vergessen haben,
nehmen Sie beim nächsten Mal nicht zusätzlich mehr Tabletten ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.
Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Torasemid Sandoz 200 mg abgebrochen wird
Bei Unterbrechung oder vorzeitiger Beendigung der Behandlung ist eine Verschlechterung des Beschwerdebildes zu erwarten. Sie sollten deshalb auf keinen Fall ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt die verordnete Tagesdosis ver√§ndern oder die Behandlung unterbrechen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
ACE-Hemmer (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzleistungsschwäche)
Die Wirkungen von ACE-Hemmern können verstärkt werden.
Aminoglykoside und Cephalosporine (Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen), Cisplatin (Arzneimittel zur Krebsbehandlung)
Durch eine hochdosierte Behandlung mit Torasemid können die gehör- und nierenschädigenden Wirkungen von Aminoglykosiden (z. B. Gentamicin und Tobramycin), Cisplatin und Cephalosporinen verstärkt werden.
Antidiabetika (Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit)
Die Wirkung von Antidiabetika kann vermindert werden.
Antihypertonika (Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks)
Die Wirkung von Antihypertonika kann verstärkt werden.
Digitalisglykoside (Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen)
Ein Mangel an Kalium im Blut kann die Wirkungen von Digitalis verstärken (Vergiftungsrisiko).
Glukokortikoide ("Kortison"-haltige Arzneimittel)
Die durch Kaliumverluste bedingten Wirkungen können verstärkt werden.
Colestyramin (Arzneimittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte)
W√§hrend einer gleichzeitigen Behandlung mit Colestyramin werden die Wirkungen und die Bioverf√ľgbarkeit von Torasemid beeintr√§chtigt.
Curare (muskelerschlaffendes Arzneimittel)
Die Wirkungen von Curare können verstärkt werden.
Laxanzien (Abf√ľhrmittel)
Die durch Kaliumverluste bedingten Wirkungen können verstärkt werden.
Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)
Es kann zu einem Anstieg der Lithium-Konzentration im Blut kommen.
Mineralokortikoide (Hormone der Nebennierenrinde mit Einfluss auf den Mineralstoffwechsel)
Die durch Kaliumverluste bedingten Wirkungen können verstärkt werden.
NSAIDs (bestimmte entz√ľndungshemmende Arzneimittel)
Es wurde nachgewiesen, dass entz√ľndungshemmende Arzneimittel vom NSAID-Typ (Indometacin, Propions√§ure-Derivate) dem harntreibenden Effekt von Furosemid und Bumetanid (Arzneimittel aus der Gruppe der Schleifendiuretika, zu denen auch Torasemid geh√∂rt) entgegenwirken. Sie k√∂nnen der blutdrucksenkenden Wirkung von Thiaziden (Arzneimittelgruppe mit harntreibender Wirkung) ebenfalls entgegenwirken. Diese Wechselwirkung tritt bei Sulindac (entz√ľndungshemmendes und schmerzstillendes Arzneimittel) wahrscheinlich nicht auf und ist m√∂glicherweise nicht von Bedeutung f√ľr selektive COX¬†2-Hemmer (bestimmte entz√ľndungshemmende Arzneimittel).
Probenencid (Arzneimittel, das die Harnsäureausscheidung steigert)
Probenecid kann die Wirkung von Torasemid abschwächen.
Salicylate (Arzneimittel zur Fiebersenkung, Schmerzlinderung, Entz√ľndungshemmung)
Wenn Sie hohe Dosen Salicylat einnehmen, kann Torasemid durch eine Hemmung der Salicylat-Ausscheidung eine Salicylat-Vergiftung verursachen.
Sotalol (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen, sogenannter "Betablocker")
Durch einen Mangel an Kalium im Blut wird vermutlich das Risiko einer durch Sotalol verursachten Herzrhythmusstörung (kurzzeitige Ohnmacht, Verlängerung des QT-Intervalls) erhöht.
Theophyllin (Arzneimittel zur Behandlung von Asthma)
Die Wirkungen von Theophyllin können verstärkt werden.
Tetrazykline (Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen)
Das Risiko eines durch Tetrazykline verursachten Harnstoffanstiegs wird durch eine gleichzeitige Behandlung mit Tetrazyklinen und Diuretika erh√∂ht. Dies gilt wahrscheinlich nicht f√ľr Doxycyclin.
Katecholamine (gefäßverengende Arzneimittel )
Die gefäßverengende Wirkung kann vermindert werden.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M√ĖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Torasemid Sandoz 200 mg Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als
gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als
selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als

sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
1 von 100 Behandelten
1 von 1000 Behandelten
1 von 10000 Behandelten
sehr selten: weniger als 1 von 10000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Beh√§ltnis und der √§u√üeren Umh√ľllung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.
Stand der Information
Mai 2008

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Weitere Informationen

von
Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Raiffeisenstraße 11
83607 Holzkirchen
E-Mail: info@sandoz.de
hergestellt von
Salutas Pharma GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben

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Wirkstoff(e) Torasemid
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C03CA04
Pharmakologische Gruppe High-Ceiling-Diuretika

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