Autor: 1 A Pharma GmbH


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

zur Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) bei Patienten mit Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz).

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Torasemid - 1 A Pharma 10 mg darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Torasemid, Sulfonylharnstoffen oder einem der sonstigen Bestandteile von Torasemid - 1 A Pharma 10 mg sind
- bei Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion (Anurie)
- bei schweren Leberfunktionsstörungen mit Bewusstseinstrübung (hepatisches Koma und Präkoma)
- bei krankhaft erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie).
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Torasemid - 1 A Pharma 10 mg ist erforderlich
- bei Störungen des Harnabflusses (Miktionsstörungen) (z. B. aufgrund einer krankhaften Vergrößerung der Prostata [benigne Prostatahyperplasie])
- bei Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), z. B. verlängerte Erregungsleitungszeit vom Sinusknoten zum Herzvorhof (SA-Block), verlängerte Erregungsleitungszeit vom Herzvorhof auf die Herzkammern (AV-Block 2. oder
Schwangerschaft
Bezüglich der Wirkung von Torasemid auf den Embryo und Fötus liegen keine klinischen Erfahrungen beim Menschen vor. Solange keine weiteren Erfahrungen verfügbar sind, sollten Sie Torasemid - 1 A Pharma 10 mg während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und in der kleinsten noch wirksamen Dosis einnehmen.
Stillzeit
Über die Ausscheidung von Torasemid in die Muttermilch liegen keine Informationen vor. Die Anwendung von Torasemid - 1 A Pharma 10 mg wird daher während der Stillzeit nicht empfohlen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktions-vermögen soweit verändern, dass z. B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßen-verkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt insbesondere, wenn Schwindel oder ähnliche Symptome auftreten, bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung, Wechsel des Arzneimittels oder im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Warnhinweise über bestimmte Bestandteile von Torasemid - 1 A Pharma
10 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Torasemid - 1 A Pharma 10 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Torasemid - 1 A Pharma 10 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Torasemid - 1 A Pharma 10 mg als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen.

Wie wird es angewendet?

Wie sind Torasemid - 1 A Pharma 10 mg Tabletten einzunehmen?
Nehmen Sie Torasemid - 1 A Pharma 10 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen
Nehmen Sie die Tabletten morgens unzerkaut mit einer kleinen Menge Flüssigkeit ein.
Torasemid - 1 A Pharma 10 mg wird in der Regel als Langzeitbehandlung oder bis zum Rückgang der Ödeme angewendet.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Erwachsene
Einmal täglich ½ Tablette Torasemid - 1 A Pharma 10 mg (entsprechend 5 mg Torase-mid). Dies ist in der Regel die Erhaltungsdosis. Falls erforderlich kann die Dosis schritt-weise auf einmal täglich 2 Tabletten Torasemid - 1 A Pharma 10 mg (entsprechend
20 mg Torasemid) gesteigert werden.
Torasemid - 1 A Pharma 5 mg Tabletten sind ebenfalls verfügbar.
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten liegen keine Informationen über eine Dosisanpassung vor. Die Erfahrungen sind jedoch nicht ausreichend, um allgemeine Empfehlungen geben zu können.
Kinder (< 12 Jahre)
Bei Kindern liegen keine Erfahrungen mit Torasemid vor (siehe Abschnitt "Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Torasemid - 1 A Pharma 10 mg ist erforderlich").
Leber- und Niereninsuffizienz
Bei Patienten mit Leber- und Niereninsuffizienz sind begrenzte Informationen über eine Dosisanpassung verfügbar. Bei Patienten mit Leberinsuffizienz sollte die Behandlung mit Vorsicht erfolgen, da die Plasmakonzentrationen erhöht sein können.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Torasemid - 1 A Pharma 10 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Torasemid - 1 A Pharma 10 mg eingenommen haben, als Sie sollten
kann es zu einer starken Harnausscheidung mit der Gefahr von Flüssigkeits- und Elek-rolytverlusten kommen, die zu Schläfrigkeit und Verwirrung, Blutdruckabfall sowie zu einem Kreislaufkollaps führen können. Magen-Darm-Störungen können auftreten. Informieren Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt, der die erforderlichen Maßnahmen einleiten wird.
Wenn Sie die Einnahme von Torasemid - 1 A Phar-ma 10 mg vergessen haben
ist dies so bald wie möglich nachzuholen und am darauffolgenden Tag die von Ihrem Arzt verordnete Menge wie gewohnt weiterzunehmen. Nehmen Sie nie eine doppelte Dosis, um eine vergessene Dosis auszugleichen.
Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Torasemid - 1 A Pharma 10 mg abgebrochen wird
Die Behandlung ist in der Regel eine Dauertherapie. Sie sollten daher auf keinen Fall die Einnahme von Torasemid - 1 A Pharma 10 mg ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt unterbrechen oder vorzeitig beenden.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Torasemid - 1 A Pharma 10 mg beeinflusst werden:
Wenn Sie gleichzeitig mit Herzglykosiden (Arzneimittel zur Behandlung von Herzer-krankungen) behandelt werden, kann aufgrund eines Kalium- und/oder Magnesium-mangels die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber diesen Arzneimitteln erhöht sein.
Die kaliumausscheidende Wirkung von Mineralo- und Glucocorticoiden (Hormone der Nebennierenrinde, "Cortison") sowie Abführmitteln (Laxantien) kann verstärkt werden.
Die Wirkung von blutdrucksenkenden Arzneimitteln, insbesondere von ACE-Hemmern, kann bei gleichzeitiger Anwendung verstärkt werden. Eine Sequenz- oder Kombinati-onsbehandlung oder der Beginn einer neuen Zusatzmedikation mit ACE-Hemmern kann einen übermäßigen Blutdruckabfall zur Folge haben. Bitte sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt.
Torasemid kann die Empfindlichkeit der Arterien gegenüber blutdrucksteigernden Arzneimitteln, z. B. Adrenalin, Noradrenalin, vermindern.
Torasemid kann die Wirkung von Arzneimitteln zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Antidiabetika) vermindern.
Torasemid kann, insbesondere bei hochdosierter Therapie, die gehör- und nierenschä-digenden Wirkungen von Aminoglykosid-Antibiotika, die toxischen Wirkungen von Cis-platin-Präparaten (Arzneimittel zur Krebsbehandlung) sowie die nierenschädigenden Wirkungen von Cephalosporinen (Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen) verstärken.
Die Wirkung von curareartigen muskelerschlaffenden Arzneimitteln und von Theophyllin kann verstärkt werden.
Bestimmte entzündungshemmende Medikamente (nicht-steroidale Antiphlogistika),
z. B. Indometacin, können die harntreibende und blutdrucksenkende Wirkung von Torasemid vermindern.
Probenecid (Arzneimittel, das die Harnsäureausscheidung steigert) kann die Wirkung von Torasemid abschwächen.
Die Lithium-Konzentrationen im Blut sowie die herz- und nierenschädigenden Wirkungen von Lithium können erhöht werden.
Wenn Sie hohe Dosen von Salicylaten erhalten, erhöht Torasemid durch Hemmung der Salicylat-Ausscheidung über die Nieren das Risiko einer Salicylat-Toxizität.
Es liegen keine Studien über die gleichzeitige Anwendung von Torasemid und Cholesty-ramin (Arzneimittel zur Sen-kung erhöhter Blutfette) beim Menschen vor, in einer Tier-studie führte die gleichzeitige Anwendung von Cholestyramin jedoch zu einer vermin-derten Aufnahme von Torasemid ins Blut.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Torasemid - 1 A Pharma 10 mg Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
Sehr häufig mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
In Abhängigkeit von der Dosierung und Behandlungsdauer kann es zu Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts kommen, insbesondere bei deutlich reduzierter Salzaufnahme.
Eine Verminderung von Kalium im Blut (Hypokaliämie) kann auftreten (insbesondere während einer kaliumarmen Diät oder bei Erbrechen, Durchfall oder übermäßigem Gebrauch von Abführmitteln bzw. im Fall von eingeschränkter Leberfunktion).
Bei einer ausgeprägten Harnausscheidung können, insbesondere bei Behandlungsbeginn und bei älteren Patienten, Anzeichen eines Elektrolyt- und Volumenmangels, wie
z. B. Kopfschmerzen, Schwindel, Blutdruckabfall (Hypo-tonie), Schwäche, Benommen-heit, Verwirrtheitszustände, Appetitmangel und Krämpfe, auftreten. Eine Dosisanpas-sung kann erforderlich sein.
Es kann zu einer Erhöhung der Werte von Harnsäure, Glucose und Lipiden im Blut kommen.
Eine Störung im Säure-Basen-Haushalt (metabolische Alkalose) kann sich verschlechtern.
Herz- und Gefäßerkrankungen
In Einzelfällen können aufgrund einer Bluteindickung thromboembolische Komplikatio-nen sowie Durchblutungsstörungen und Minderdurchblutung des Herzmuskels und des Gehirns auftreten, was z. B. zu Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), Angina pectoris, akutem Herzmuskelinfarkt oder plötzlichem Bewusstseinsverlust (Synkope) führen kann.
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
Magen-Darm-Beschwerden, z. B. Appetitmangel (Inappetenz), Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall (Diarrhö), Verstopfung (Obstipation), können bei den Patienten auftreten.
In Einzelfällen wurde über eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) berichtet.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Bei Patienten mit Harnabflussbehinderungen kann eine Harnverhaltung ausgelöst werden.
Erhöhungen von Harnstoff und Kreatinin im Blut können vorkommen.
Funktionsstörungen der Leber und der Gallenblase
Erhöhungen bestimmter Leberenzyme, z. B. gamma-GT.
Erkrankungen des Blut- und des Lymphsystems
Einzelne Fälle einer Abnahme der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen wurden berichtet.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
In Einzelfällen können allergische Reaktionen auftreten, z. B. Juckreiz (Pruritus), Hautausschlag und Lichtempfindlichkeit.
Sehr selten kann es zu schweren Hautreaktionen kommen.
Erkrankungen des Nervensystems
Sehstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus) und Hörverlust kamen in Einzelfällen vor.
Missempfindungen in den Extremitäten (Parästhesien) wurden selten berichtet.
Allgemeine Erkrankungen
Mundtrockenheit (Xerostomie)
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Nicht über 25 C lagern.
Stand der Information
Juli 2008
Bitte bewahren Sie das Arzneimittel unzugänglich für Kinder auf!
1 A Pharma GmbH wünscht gute Besserung!

Weitere Informationen

Zusammensetzung
Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Torasemid.
1 Tablette enthält 10 mg Torasemid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid
Darreichungsform und Inhalt
Torasemid - 1 A Pharma 10 mg ist in Packungen mit 30 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Tabletten erhältlich.
A Pharma GmbH hergestellt von
Keltenring 1 + 3 SALUTAS Pharma GmbH
82041 Oberhaching Otto-von-Guericke-Allee 1
Telefon: 08138825-0 39179 Barleben

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