Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST TORACARD 5 MG TABLETTEN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
1.1 Toracard 5 mg Tabletten ist ein Arzneimittel, das die Wasser- und Salzausscheidung über die Niere fördert (Schleifendiuretikum, Sulfonamid).
Toracard 5 mg Tabletten wird angewendet bei
Wasseransammlungen in Geweben (Ödeme) aufgrund von Funktionsstörungen des Herzens (kongestive Herzinsuffizienz).
Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Toracard 5 mg Tabletten darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Torasemid, Sulfonylharnstoffen oder einem der sonstigen Bestandteile von Toracard 5 mg Tabletten sind
- wenn bei Ihnen ein Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion (Anurie) vorliegt
- wenn Sie an schweren Leberfunktionsstörungen mit Bewusstseinstrübung (Leberkoma oder Präkoma) leiden
- wenn bei Ihnen ein krankhaft erniedrigter Blutdruck (Hypotonie) vorliegt
- wenn Sie stillen.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Toracard 5 mg Tabletten ist erforderlich
- wenn bei Ihnen ein Mangel an Kalium (Hypokaliämie), Natrium (Hyponatriämie) oder ein Blutvolumenmangel (Hypovolämie) festgestellt wurde. Diese Störungen sind vor Beginn einer Behandlung mit Toracard 5 mg Tabletten abzustellen.
- falls Sie an Störungen des Harnabflusses (Miktionsstörungen, z.B. aufgrund einer krankhaft vergrößerten Prostata) leiden
- wenn bei Ihnen höhergradige Störungen der Erregungsbildung bzw. Leitungsstörungen des Herzens (Herzrhythmusstörungen, z.B. SA-Block, AV-Block 2. und 3. Grades) festgestellt wurden.
Bei einer Langzeitbehandlung mit Toracard 5 mg Tabletten ist eine regelmäßige Kontrolle des Elektrolytgleichgewichtes (insbesondere wenn Sie gleichzeitig Digitalis-Glycoside, Glucokortikoide, Mineralokortikoide oder Abführmittel einnehmen) sowie von Glucose, Harnstoff, Kreatinin und Lipiden im Blut zu empfehlen.
Eine besonders sorgfältige Überwachung sollte erfolgen, wenn Sie zu erhöhtem Harnsäuregehalt im Blut (Hyperurikämie) und Gicht neigen. Bei Vorliegen einer latenten oder manifesten Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) sollte Ihr Kohlehydratstoffwechsel überwacht werden.
Aufgrund unzureichender Erfahrungen mit der Torasemid-Behandlung ist unter folgenden Bedingungen Vorsicht geboten:
- wenn bei Ihnen krankhafte Veränderungen des Säure-Basen-Gleichgewichtes festgestellt wurden,
- wenn Sie gleichzeitig mit Lithium, Aminoglycosiden oder Cephalosporinen (bestimmte Antibiotika) behandelt werden,
- wenn Sie aufgrund nierenschädigender Substanzen unter Nierenfunktionsstörungen leiden.
a) Kinder
Bei Kindern unter 12 Jahren ist bei der Anwendung von Toracard 5 mg Tabletten Vorsicht geboten, da nur unzureichende Erfahrungen vorliegen.
b) Ältere Menschen
Zur Dosisanpassung bei älteren Menschen gibt es keine Informationen. ür allgemeine Empfehlungen sind die Erfahrungen nicht ausreichend.
c) Schwangerschaft
Bis weitere Erfahrungen vorliegen soll Toracard 5 mg Tabletten während der Schwangerschaft nur bei zwingender Notwendigkeit und sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch Ihren behandelnden Arzt, eingenommen werden. Es ist dann die kleinstmögliche Dosis anzuwenden.
d) Stillzeit
Toracard 5 mg Tabletten darf nicht während der Stillzeit eingenommen werden, da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff Torasemid in die Muttermilch übergeht.
e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Während der Behandlung mit Toracard 5 mg Tabletten können Schwindelgefühl oder entsprechende Symptome als Ausdruck einer Veränderung des Blutdruckes auftreten. Sie sollten dann das ühren von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen unterlassen. Das gilt besonders zu Beginn einer Behandlung, bei Erhöhung der Dosis, Präparatewechsel oder im Zusammenwirken mit Alkohol.
f) Wichtige Warnhinweise über bestimmte Bestandteile von Toracard 5 mg Tabletten:
Toracard 5 mg Tabletten enthält Lactose. Sie sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen wenn Sie an den seltenen erblichen Erkrankungen der Galactoseunverträglichkeit, des Lapp-Lactasemangels oder einer Glucose-Galactose-Aufnahmehemmung leiden.

Wie wird es angewendet?

Wenn Sie die Einnahme von Toracard 5 mg Tabletten vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Toracard 5 mg Tabletten abgebrochen wird
Bitte unterbrechen Sie die Einnahme nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt, da die Symptome Ihrer Erkrankung wieder auftreten können.
PC4 4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Toracard 5 mg Tabletten Nebenwirkungen haben.
PM 4.1 Nebenwirkungen
Stoffwechsel und Ernährungsstörungen:
In Abhängigkeit von der Dosierung und der Behandlungsdauer kann es zu Störungen des Wasser- und Elektrolytgleichgewichts kommen. Das gilt besonders bei stark begrenzter Salzaufnahme.
Es kann zur Verminderung von Kalium im Blut (Hypokaliämie) kommen (besonderes bei kaliumarmer Diät, bei Erbrechen, Durchfall oder übermäßiger Anwendung von Abführmitteln oder in Fällen von Leberversagen).
Symptome und Anzeichen einer Elektrolyt- und Volumenverarmung (Flüssigkeitsverarmung), wie Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Hypotonie, Schwäche, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszustände, Appetitverlust und Krämpfe können bei einer ausgeprägten Harnausscheidung (Diurese) auftreten. Das gilt besonders zu Beginn der Behandlung und für ältere Patienten. Dosisanpassungen können notwendig sein.
Es kann zu einer Erhöhung von Serumharnsäure, Glucose und Lipiden kommen.
Eine metabolische Alkalose (Verstärkung der Alkalisierung des Blutes) kann sich verschlimmern.
Herzerkrankungen/ Gefäßerkrankungen:
In Einzelfällen kann es infolge einer Eindickung des Blutes (Hämokonzentration) zu thromboembolischen Komplikationen und zu kardialen und zentralnervösen Kreislaufstörungen kommen (einschließlich Herz- und Hirnischämie), was z.B. zu Herzrhythmusstörungen, Enge in der Brust (Angina pectoris), akutem Herzinfarkt oder Bewusstlosigkeit führen kann.
Magen-Darm-Störungen:
Bei den Patienten kann es zu gastrointestinalen Symptomen kommen, z.B. Appetitsverlust, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung.
In Einzelfällen ist über eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) berichtet worden.
Nieren und Harnwegstörungen:
Bei Patienten mit Harnabflussbehinderungen kann es zu Harnstauungen kommen.
Serumharnstoff und Kreatinin können erhöht werden.
Störungen der Leber und Gallenblase:
Es kann zu einer Erhöhung bestimmter Leberenzyme, beispielweise Gamma-GT, kommen.
Störungen des Blut- und Lymphsystems:
Es ist über Einzelfälle der Abnahme der Anzahl von roten und weißen Blutzellen sowie der Blutplättchen berichtet worden.
Störungen der Haut und des Unterhautgewebes:
In vereinzelten Fällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen, beispielweise Juckreiz (Pruritus), Hautausschlag und Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität). Sehr selten kann es zu schweren Hautreaktionen kommen.
Störungen des Nervensystems:
Vereinzelt wurde über Sehstörungen berichtet.
In Einzelfällen kam es zu Ohrgeräuschen (Tinnitus) und Hörverlust.
Selten ist über Missempfindungen (Parästhesie) in den Extremitäten berichtet worden.
Allgemeine Störungen:
Mundtrockenheit.
4.2 Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.
PC5 5. WIE IST TORACARD 5 MG TABLETTEN AUFZUBEWAHREN?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
PZ Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
P2 Nicht über 30 °C lagern.
P6 Stand der Information:
....

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Herzglykosiden (Mittel zur Behandlung von Herzerkrankungen) kann ein Kalium- und/oder Magnesiummangel die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber solchen Arzneimitteln erhöhen. Die kaliumausschwemmende (kalidiuretische) Wirkung von Mineralo- und Glukocorticoiden und Abführmitteln kann gesteigert werden.
Die Wirkung gleichzeitig eingenommener blutdrucksenkender Arzneimittel, insbesondere ACE-Hemmer, kann verstärkt werden. Die Folge- oder Kombinationsbehandlungen bzw. die Aufnahme einer neuen Kombinationsbehandlung mit einem ACE-Hemmer kann zu übermäßigem Blutdruckabfall (schwere Hypotonie) führen. Dieser Effekt kann durch Verringerung der Anfangsdosis des ACE-Hemmers und/oder durch Verringerung bzw. vorübergehendes Absetzen der Toracard-Dosis, 2 oder 3 Tage vor Beginn der ACE-Hemmer-Behandlung, minimiert werden.
Toracard 5 mg Tabletten kann die gefäßverengende Wirkung von Katecholaminen, wie beispielweise Adrenalin und Noradrenalin, verringern.
Toracard 5 mg Tabletten kann die Wirkung von blutzuckersenkenden Mitteln (Antidiabetika) verringern.
Besonders in hohen Dosen kann Torasemid die nierentoxischen und die für das Gehörorgan toxischen (ototoxischen) Wirkungen von Aminoglycosid-Antibiotika, die Toxizität von Cisplatinzubereitungen (bestimmte Arzneimittel für die Krebstherapie) und die nierentoxischen Wirkungen von Cephalosporinen (bestimmte Klasse von Antibiotika) verstärken.
Die Wirkung von curarehaltigen Muskelrelaxantien (Arzneimittel zur Muskelerschlaffung) und von Theophyllin (Arzneistoff zur Asthmabehandlung) kann verstärkt werden.
Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (z.B. Indomethacin) können die harntreibende (diuretische) und blutdrucksenkende Wirkung von Torasemid reduzieren, möglicherweise durch eine Hemmung der Prostaglandinsynthese.
Probenecid (Arzneimittel zur Behandlung der Gicht) kann die Wirkung von Torasemid durch die Hemmung der tubulären Ausscheidung (Ausscheidung über die Niere) verringern.
Die Lithium-Serum-Konzentration sowie die herz- und nerventoxischen Wirkungen von Lithium (Arzneistoff gegen Depressionen) können erhöht werden.
Torasemid hemmt die renale Ausscheidung (Ausscheidung über die Niere) von Salicylaten und erhöht das Risiko einer Salicylattoxizität bei Patienten, die hohe Salicylatdosen erhalten.
Die gleichzeitige Anwendung von Torasemid und Cholestyramin (Arzneimittel gegen Fettstoffwechselstörungen) beim Menschen ist nicht untersucht worden, in einer Tierstudie mit gleichzeitiger Gabe von Cholestyramin wurde jedoch die Aufnahme (Resorption) von oral angewendetem Torasemid verringert.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Toracard 5 mg Tabletten Nebenwirkungen haben.
Nebenwirkungen
Stoffwechsel und Ernährungsstörungen:
In Abhängigkeit von der Dosierung und der Behandlungsdauer kann es zu Störungen des Wasser- und Elektrolytgleichgewichts kommen. Das gilt besonders bei stark begrenzter Salzaufnahme.
Es kann zur Verminderung von Kalium im Blut (Hypokaliämie) kommen (besonderes bei kaliumarmer Diät, bei Erbrechen, Durchfall oder übermäßiger Anwendung von Abführmitteln oder in ällen von Leberversagen).
Symptome und Anzeichen einer Elektrolyt- und Volumenverarmung (Flüssigkeitsverarmung), wie Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Hypotonie, Schwäche, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszustände, Appetitverlust und Krämpfe können bei einer ausgeprägten Harnausscheidung (Diurese) auftreten. Das gilt besonders zu Beginn der Behandlung und für ältere Patienten. Dosisanpassungen können notwendig sein.
Es kann zu einer Erhöhung von Serumharnsäure, Glucose und Lipiden kommen.
Eine metabolische Alkalose (Verstärkung der Alkalisierung des Blutes) kann sich verschlimmern.
Herzerkrankungen/ Gefäßerkrankungen:
In Einzelfällen kann es infolge einer Eindickung des Blutes (Hämokonzentration) zu thromboembolischen Komplikationen und zu kardialen und zentralnervösen Kreislaufstörungen kommen (einschließlich Herz- und Hirnischämie), was z.B. zu Herzrhythmusstörungen, Enge in der Brust (Angina pectoris), akutem Herzinfarkt oder Bewusstlosigkeit führen kann.
Magen-Darm-Störungen:
Bei den Patienten kann es zu gastrointestinalen Symptomen kommen, z.B. Appetitsverlust, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung.
In Einzelfällen ist über eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) berichtet worden.
Nieren und Harnwegstörungen:
Bei Patienten mit Harnabflussbehinderungen kann es zu Harnstauungen kommen.
Serumharnstoff und Kreatinin können erhöht werden.
Störungen der Leber und Gallenblase:
Es kann zu einer Erhöhung bestimmter Leberenzyme, beispielweise Gamma-GT, kommen.
Störungen des Blut- und Lymphsystems:
Es ist über Einzelfälle der Abnahme der Anzahl von roten und weißen Blutzellen sowie der Blutplättchen berichtet worden.
Störungen der Haut und des Unterhautgewebes:
In vereinzelten ällen kann es zu allergischen Reaktionen kommen, beispielweise Juckreiz (Pruritus), Hautausschlag und Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität). Sehr selten kann es zu schweren Hautreaktionen kommen.
Störungen des Nervensystems:
Vereinzelt wurde über Sehstörungen berichtet.
In Einzelfällen kam es zu Ohrgeräuschen (Tinnitus) und Hörverlust.
Selten ist über Missempfindungen (Parästhesie) in den Extremitäten berichtet worden.
Allgemeine Störungen:
Mundtrockenheit.
4.2 Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis und der äußeren Umhüllung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Nicht über 30 °C lagern.
Stand der Information:
....

Weitere Informationen

AWD Pharma GmbH & Co. KG
Leipziger Straße
01097 Dresden

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK