Diproderm - dermatologische Lösung

Abbildung Diproderm - dermatologische Lösung
Wirkstoff(e) Betamethason
Zulassungsland Österreich
Hersteller Organon Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.09.1975
ATC Code D07AC01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide, rein

Zulassungsinhaber

Organon Austria GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Betamethason, der Wirkstoff von Diproderm-dermatologischer Lösung, ist ein kortisonĂ€hnlicher Arzneistoff (Kortikoid), der auf die Haut aufgebracht die Beschwerden bei allergischen und entzĂŒndlichen Hauterkrankungen wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen lindert und die EntzĂŒndungserscheinungen hemmt.

Diproderm-dermatologische Lösung ist geeignet zur Behandlung von entzĂŒndlichen und juckenden Hauterkrankungen, bei denen stark wirksame Ă€ußerlich (topisch) anzuwendende Glukokortikoide angezeigt sind, wie z.B. Psoriasis capitis (Schuppenflechte).

Diproderm-dermatologische Lösung ist vor allem zur Anwendung auf behaarten Stellen des Körpers geeignet.

Diproderm-dermatologische Lösung gehört in die Klasse der stark wirkenden KortisonprÀparate.

Die Grundlage ist eine fettfreie wĂ€ssrig-alkoholische Lösung, die sich leicht verteilen lĂ€sst. Sie hat einen angenehm kĂŒhlenden Effekt und hinterlĂ€sst weder Geruch noch einen sichtbaren RĂŒckstand, was vor allem bei der Anwendung auf der Kopfhaut von Bedeutung ist.

Die Wirksamkeit von Diproderm-dermatologischer Lösung beruht auf ihren entzĂŒndungshemmenden, juckreizstillenden und gefĂ€ĂŸverengenden Eigenschaften.

Anzeige

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Diproderm-dermatologische Lösung darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Betamethason oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie Hauttuberkulose, durch Syphilis verursachte Hauterscheinungen sowie Viruserkrankungen (z.B. Herpes oder Feuchtblattern) im Behandlungsbereich haben.
  • wenn Sie unter perioraler Dermatitis (EntzĂŒndung rund um den Mund) leiden.
  • wenn Sie Rosazea (Rötung und Schuppung im Bereich der Gesichtshaut) haben.
  • wĂ€hrend des ersten Drittels der Schwangerschaft.
  • wenn Sie Reaktionen nach Impfungen haben.
  • wenn Sie durch Bakterien oder Pilze verursachte Hautinfektionen haben und diese Infektionen nicht gleichzeitig mit entsprechenden Maßnahmen behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Diproderm-dermatologische Lösung anwenden.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Diproderm-dermatologischer Lösung ist erforderlich beim Auftreten von Nebenwirkungen, insbesondere Überempfindlichkeitsreaktionen wie HautausschlĂ€ge oder einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes. Sie sollten unverzĂŒglich Ihren Arzt informieren.

Bei bakteriell infizierten Hauterkrankungen oder bei Pilzbefall sollten Sie Diproderm-dermatologische Lösung nur unter Aufsicht Ihres Arztes anwenden, der die entsprechenden Maßnahmen zur BekĂ€mpfung solcher Infektionen ergreifen wird.

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
  • Verwenden Sie Diproderm-dermatologische Lösung nur fĂŒr die Hauterkrankung, fĂŒr die sie verschrieben wurde, in der Dosierung und fĂŒr die Dauer, die Ihr Arzt verordnet hat.
  • Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen unverzĂŒglich Ihrem Arzt.
  • Bei Anwendung im Gesicht achten Sie darauf, dass das PrĂ€parat nicht in die Augen gelangt.
  • Bei lĂ€ngerdauernder bzw. großflĂ€chiger Anwendung, besonders unter undurchlĂ€ssigen VerbĂ€nden und auf SchleimhĂ€uten, ist eine Aufnahme des Wirkstoffes in den Körper nicht ausgeschlossen. In diesen FĂ€llen sind Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln wie nach innerlicher Anwendung von Kortikoiden zu beachten.
  • Bei SĂ€uglingen und Kleinkindern möglichst nur kurzfristig und kleinflĂ€chig anwenden, besonders im Bereich der durch Windeln bedeckten Hautpartien.
  • Die Gefahr örtlicher Hautinfektionen kann unter der Ă€ußerlichen Anwendung von Kortikoiden erhöht sein.
  • Falls Diproderm-dermatologische Lösung zufĂ€llig verschluckt werden sollte, benachrichtigen Sie unverzĂŒglich einen Arzt.
  • Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Anwendung von Diproderm-dermatologischer Lösung zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind, informieren Sie darĂŒber Ihren Arzt. Er wird entscheiden, ob Sie Diproderm-dermatologische Lösung anwenden können. GrundsĂ€tzlich sollten Sie in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft keine kortisonhĂ€ltigen Arzneimittel anwenden. Sie sollten auch eine großflĂ€chige oder langdauernde Anwendung, sowie eine Anwendung großer Mengen ab dem

4. Schwangerschaftsmonat vermeiden. Luftdicht abschließende VerbĂ€nde sollten vermieden werden.

Da es nicht bekannt ist, ob Kortikoide mit der Muttermilch ausgeschieden werden, sollten Sie wÀhrend der Anwendung von Diproderm-dermatologischer Lösung abstillen. Ein Kontakt des SÀuglings mit den behandelten Hautpartien ist zu vermeiden.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Diproderm dermatologische Lösung hat keinen Einfluss auf die VerkehrstĂŒchtigkeit und die FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Teilen Sie ihm auch mit, ob Sie noch andere Medikamente gegen Ihre Erkrankung anwenden.

Tragen Sie einige Tropfen Diproderm-dermatologische Lösung dĂŒnn auf die betroffenen Stellen auf und massieren Sie diese leicht ein. Im Allgemeinen ist eine ein- bis zweimalige Anwendung pro Tag ausreichend (morgens und/oder abends). Die HĂ€ufigkeit der Anwendung kann im Verlauf der Besserung des Krankheitsbildes reduziert werden.

Eine lĂ€ngerfristige (lĂ€nger als 3 Wochen) oder großflĂ€chige (mehr als 20 % der KörperoberflĂ€che) Anwendung von Diproderm-dermatologischer Lösung sollte vermieden werden. Dies gilt auch fĂŒr eine lĂ€nger als 1 Woche dauernde Behandlung von mehr als 10 % der KörperoberflĂ€che.

Bei klinischer Besserung ist hÀufig die Anwendung eines schwÀcheren Glukokortikoids zu empfehlen.

HĂ€ufig ist eine sogenannte Tandem-Therapie sinnvoll, d.h. pro Tag einmal die Anwendung von Diproderm-dermatologischer Lösung und nach 12 Stunden Anwendung eines geeigneten wirkstofffreien Arzneimittels zur Ă€ußeren Anwendung.

Ebenso kann eine Intervalltherapie geeignet sein, mit ca. wöchentlich wechselnder Anwendung von Diproderm-dermatologischer Lösung und einem wirkstofffreien Arzneimittel zur Ă€ußeren Anwendung.

Bei chronischen Erkrankungen sollten Sie die Behandlung auch nach dem völligen Abklingen der Beschwerden noch eine gewisse Zeit fortsetzen, um einem neuerlichen Auftreten der Beschwerden vorzubeugen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Wenden Sie Diproderm-dermatologische Lösung bei Kindern unter 12 Jahren nicht ohne medizinische Überwachung an. Tragen Sie dieses Arzneimittel sparsam auf einer kleinen FlĂ€che ein- oder zweimal tĂ€glich auf und wenden Sie es höchstens eine Woche lang an.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Über folgende Nebenwirkungen wurde berichtet:

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

SekundĂ€re Infektionen, Brennen, Jucken, Hautreizungen, Hauttrockenheit, HaarbalgentzĂŒndung (Follikulitis), verstĂ€rkter Haarwuchs, Akne Ă€hnliche Erscheinungen, PigmentverĂ€nderungen (Hypopigmentierung), EntzĂŒndungen rund um den Mund bei Anwendung im Gesicht (periorale Dermatitis), allergische Kontaktdermatitis, Aufquellen oder DĂŒnnerwerden der Haut, Besenreiser (Teleangiektasien), streifenförmige Hautrötung (Striae) und BlĂ€schenbildung (Miliaria).

Bei langdauernder (mehr als 4 Wochen) und/oder großflĂ€chiger (ca. 10 % der KörperoberflĂ€che oder mehr) Anwendung, besonders unter undurchlĂ€ssigen VerbĂ€nden, kann es zu verschiedenen HautschĂ€digungen wie Aufquellen oder DĂŒnnerwerden der Haut, Besenreisern, streifenförmiger Hautrötung, Akne Ă€hnlichen Erscheinungen, verstĂ€rktem Haarwuchs und PigmentverĂ€nderungen kommen.

VorĂŒbergehende leichte Reizungen erfordern ĂŒblicherweise keine Unterbrechung der Behandlung. Bei Auftreten von starken Reizungen, Überempfindlichkeitsreaktionen oder Infektionen sollten Sie die Behandlung unterbrechen und Ihren Arzt aufsuchen.

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

Verschwommenes Sehen.

ZusÀtzliche Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Kinder entwickeln wegen des grĂ¶ĂŸeren HautoberflĂ€che/Körpergewicht-VerhĂ€ltnisses sowohl eine stĂ€rkere Empfindlichkeit auf Kortikoide aufgrund verstĂ€rkter Resorption (Aufnahme in den Körper), als auch eine stĂ€rkere Empfindlichkeit auf eine Verminderung der körpereigenen Kortisolproduktion als Erwachsene. Deswegen sollte die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren nur unter Ă€rztlicher Überwachung erfolgen!

Über HPA-Achsen-Suppression (fĂŒhrt zu niedrigen Kortisolspiegeln im Blut), Cushing-Syndrom (Überproduktion von Kortisol), vermindertes LĂ€ngenwachstum, verzögerte Gewichtszunahme und intrakranielle Hypertonie ist bei Kindern nach topischer (Ă€ußerlicher) Applikation von Glukokortikoiden berichtet worden. Eine intrakranielle Hypertonie zeigt sich durch eine vorwölbende Fontanelle, Kopfschmerzen und beidseitiger Stauungspapille.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien,

ÖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207 http://www.basg.gv.at/ anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht ĂŒber 25°C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Haltbarkeit nach dem Öffnen: 3 Monate.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: VerĂ€nderung des Aussehens, VerĂ€nderung der Konsistenz.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Diproderm-dermatologische Lösung enthÀlt

Der Wirkstoff ist: Betamethason (als Dipropionat) 0,5 mg/g.

Die sonstigen Bestandteile sind: Carbomer 974, Natriumhydroxid (zur pH-Wert Einstellung), Isopropylalkohol und gereinigtes Wasser.

Wie Diproderm-dermatologische Lösung aussieht und Inhalt der Packung

Diproderm-dermatologische Lösung ist eine klare wÀssrig-alkoholische, schwach viskose Lösung und wird in Polyethylen-FlÀschchen zu 15 ml und 30 ml angeboten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Organon Austria GmbH, Wien

E-Mail: medizin-austria@organon.com

Hersteller:

Cenexi HSC, Herouville-Saint-Clair, Frankreich

Schering-Plough Labo NV, Heist-op-den-Berg, Belgien

Z. Nr.: 15.753

Falls Sie weitere Informationen ĂŒber das Arzneimittel wĂŒnschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im August 2021.

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Diproderm - dermatologische Lösung - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Betamethason
Zulassungsland Österreich
Hersteller Organon Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.09.1975
ATC Code D07AC01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide, rein

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-QualitĂ€tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen ĂŒber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten fĂŒr hĂ€ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden