Betnesol - Brausetabletten

Abbildung Betnesol - Brausetabletten
Wirkstoff(e) Betamethason
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller ALFASIGMA S.P.A.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 20.05.1965
ATC Code H02AB01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Corticosteroide zur systemischen Anwendung, rein

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

ALFASIGMA S.P.A.

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Betnovate - Creme Betamethason GlaxoSmithKline Pharma GmbH
Betnesol N - Augen-, Ohren- und Nasentropfen Betamethason ALFASIGMA S.P.A.
Diproderm - dermatologische Lösung Betamethason Organon Austria GmbH
Diprogenta - Salbe Betamethason Gentamicin Organon Austria GmbH
Diproderm - Creme Betamethason Organon Austria GmbH

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Betnesol - Brausetabletten enthalten den Wirkstoff Betamethason. Sie werden angewandt bei:

  • entz√ľndlichen Prozessen
  • allergischen Reaktionen

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bevor Sie das Arzneimittel einnehmen sprechen Sie mit einem Arzt oder Apotheker. Betnesol - Brausetabletten d√ľrfen nicht eingenommen werden, wenn sie allergisch auf Betamethason reagieren.

Bevor Sie Betnesol - Brausetabletten zu sich nehmen sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung ist von den zu behandelnden Beschwerden abhängig. Dazu finden Sie hier genauere Informationen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Häufige Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Weiter unten finden Sie eine Liste der selteneren Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Der Inhalt muss vor Licht gesch√ľtzt werden und darf nicht √ľber 25¬į C gelagert werden. Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Betamethason, der Wirkstoff von Betnesol-Brausetabletten, geh√∂rt zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Corticoide (Cortisonabk√∂mmlinge) genannt werden. Corticoide werden aufgrund ihrer entz√ľndungshemmenden Wirkung bei vielen entz√ľndlichen und allergischen Prozessen verwendet. Cortisone sind k√∂rpereigene Substanzen, die in der Nebennierenrinde erzeugt werden und ein wichtiger Bestandteil verschiedener Abl√§ufe in unserem K√∂rper sind. Dazu geh√∂rt auch die Regulation von Entz√ľndungsvorg√§ngen.

Betnesol Brausetabletten sind zur Kurzzeittherapie bei Erkrankungen angezeigt, die auf eine systemische (den ganzen Körper betreffend) Corticoidtherapie ansprechen. Falls erforderlich, kann diese Behandlung zusätzlich zur Basistherapie erfolgen.

Betnesol-Brausetabletten sind angezeigt bei:

  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises wie z. B. akutes rheumatisches Fieber (vor allem bei rheumatischen Entz√ľndungen des Herzens), chronischer Polyarthritis (chronische Entz√ľndung von 5 oder mehreren Gelenken),
  • Schweren Formen von allergische Erkrankungen wie Pollinosis (Heuschnupfen) und Rhinitis allergica (allergisch bedingte Entz√ľndung der Nasenschleimhaut), akute Urtikaria (Nesselsucht)
  • Erkrankungen der Haut und Schleimh√§ute, wie Blasensucht (Pemphigus vulgaris), Ekzem am ganzen K√∂rper, Arzneimittelexanthem (Hautentz√ľndung nach Einnahme eines Medikaments), Erythrodermie (Hautr√∂tung am ganzen K√∂rper) chronisch discoider und subakut kutaner Lupus erythematodes (seltene Formen einer sytemischen Autoimmunerkrankung mit verschiedenen Arten von Hauterkrankungen),
  • Nierenkrankheiten: Nierenentz√ľndungen ohne Harnvergiftung (Ur√§mie).
  • Gef√§√ükrankheiten: Panarthritis nodosa (eine schwere Entz√ľndung, die alle Arterien des K√∂rpers betreffen kann), Arteriitis temporalis (Entz√ľndung der Schl√§fenarterie).
  • Augenkrankheiten: Entz√ľndungen und durch St√∂rungen des Immunsystems hervorgerufene gleichzeitige Erkrankungen aller Augenabschnitte wie therapieresistente Keratitis (Hornhautentz√ľndung), (Epi-)Skleritis (Oberfl√§chliche) Entz√ľndung der Lederhaut, Iritis und Iridozyklitis (Regenbogenhaut- und Ziliark√∂rperentz√ľndung) mit Gefahr der Komplikation, Chorioretinitis (Netzhautentz√ľndung) und Neuritis nervi optici (Entz√ľndung des Sehnervs)
  • Blut- und maligne (b√∂sartige) Systemerkrankungen: verschiedenen Formen von An√§mie (Blutarmut) und akute Leuk√§mieformen und Lymphome (b√∂sartigen Erkrankungen der wei√üen Blutk√∂rperchen und Lymphknoten) in Kombinaton mit Zytostatiktherapie/Strahlentherapie. Idiopathische thrombozytopenische Purpura oder Morbus Werlhof (Autoimmunerkrankungen die zu einem Mangel an Blutpl√§ttchen f√ľhren).
  • Erkrankungen der Atmungsorgane: Schweres Bronchialasthma, Sarkoidose oder Morbus Boeck (eine entz√ľndliche Ver√§nderung der Lungen und der Lymphknoten), chronisch- spastischer Bronchitis und chronische Emphysembronchitis (spezielle Formen der Bronchitis) und Hamman-Rich-Syndrom oder diffuse progressive interstitielle Lungenfibrose (eine Erkrankung des Lungengewebes).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Betnesol darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Betamethason-Dinatriumphosphat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Außer zur kurz dauernden Notfalltherapie darf Betnesol nicht angewendet werden

  • bei inneren Pilzerkrankungen die den gesamten K√∂rper betreffen
  • bei Magen- und/oder Darmgeschw√ľren
  • bei h√∂hergradigem Knochenschwund (Osteoporose)
  • bei schweren Muskelerkrankungen (ausgenommen Myasthenia gravis)
  • bei Viruserkrankungen, z. B. Windpocken, Augenherpes, G√ľrtelrose
  • bei Kinderl√§hmung (Poliomyelitis)
  • bei Lymphknotenvergr√∂√üerungen (Lymphomen) nach Tuberkulose-Schutzimpfung (BCG)
  • ca. 8 Wochen vor und bis 2 Wochen nach einer Schutzimpfung bzw. 1 Jahr nach einer Tuberkulose-Schutzimpfung (BCG)
  • bei gr√ľnem Star (Eng- und Weitwinkelglaukom)
  • bei Tuberkulose
  • bei Infektionen mit Am√∂ben
  • bei psychischen Erkrankungen nur in Notf√§llen
  • bei Herpeskeratitis (eine virusbedingte Hornhautentz√ľndung)
  • bei Kindern unter 6 Jahren

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden, oder bestimmte Impfungen erhalten haben:

  • bei infekti√∂ser Leberentz√ľndung (HBsAg-positiver chronisch-aktiver Hepatitis)
  • bei Lymphknotenverh√§rtung nach einer Tuberkulose-Impfung
  • bei akuten und chronischen bakteriellen Infektionen
  • bei Tuberkulose in der Krankengeschichte, Anwendung nur unter gleichzeitiger Einnahme von Mitteln gegen Tuberkulose
  • bei schwer einstellbarem Bluthochdruck (Hypertonie)
  • bei schwerer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • bei Verletzungen und Geschw√ľren der Hornhaut
  • bei Epilepsie
  • bei Gefahr von Gef√§√üverschl√ľssen
  • bei Herzschw√§che (Herzinsuffizienz)
  • bei Nierenschw√§che (Niereninsuffizienz)

In den oben genannten Fällen wird Ihr Arzt Betnesol nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden. Falls notwendig wird er auch eine Behandlung dieser Erkrankungen veranlassen.

Um das Risiko einer Sch√§digung der Darmwand oder eines Darmdurchbruchs zu vermeiden, m√ľssen Sie Ihren Arzt auch √ľber Darmerkrankungen bzw. Darmoperationen informieren, und zwar:

  • bei schwerer Dickdarmentz√ľndung (Colitis ulcerosa) mit drohendem Durchbruch, mit Abszessen oder eitrigen Entz√ľndungen.
  • bei entz√ľndeten Darmwandausst√ľlpungen (Divertikulitis).
  • nach bestimmten Darmoperationen (Enteroanastomosen) unmittelbar nach der Operation.

Vor Beginn einer Betnesol-Therapie ist eine genaue Untersuchung durchzuf√ľhren; insbesondere Magen-Darm-Geschw√ľre m√ľssen ausgeschlossen werden.

Zur Vorbeugung von Geschw√ľren im Verdauungstrakt, ist bei entsprechend veranlagten Patienten die Gabe von S√§urehemmern sowie eine sorgf√§ltige Beobachtung (einschlie√ülich R√∂ntgenkontrolle/Gastroskopie) angezeigt.

Die Zeichen einer Bauchfellreizung nach Durchbruch eines Magen-Darm-Geschw√ľres k√∂nnen bei Patienten, die hohe Dosen von Glucocortikoiden erhalten, fehlen.

Betnesol kann den Kohlenhydratstoffwechsel beeinflussen und dadurch eine zeitweilige Zuckerkrankheit hervorrufen oder eine bestehende Zuckerkrankheit verschlechtern. Ihr Arzt wird daher bei Bedarf eine Diabetesbehandlung anpassen oder einleiten.

Wenn Sie unter Bluthochdruck leiden, wird Sie Ihr Arzt sorgf√§ltig √ľberwachen, da die Gefahr einer Verschlechterung besteht.

Bei bestehender Muskelerkrankung (Myasthenia gravis) kann es zu Beginn zu einer Symptomverschlechterung kommen, weshalb die Einstellung auf Betnesol im Krankenhaus erfolgen sollte. Insbesondere, wenn die Störungen im Bereich von Gesicht und Rachen besonders schwer sind und die Atmung beeinträchtigt ist, sollte die Behandlung mit Betnesol einschleichend begonnen werden.

Eine Anwendung von Betnesol bei schweren Infekten darf nur in Kombination mit einer antiinfektiösen Therapie erfolgen.

Betnesol kann die Anzeichen einer Infektion verdecken und so die Feststellung einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion erschweren.

Eine langdauernde Anwendung auch geringer Mengen von Betnesol f√ľhrt zu einem erh√∂hten Infektionsrisiko, auch durch solche Krankheitserreger, die ansonsten selten Infektionen verursachen.

Impfungen mit Impfstoffen, die abgetötete Krankheitserreger enthalten, sind grundsätzlich möglich. Es ist jedoch zu beachten, dass der Impferfolg bei höheren Dosierungen von Betnesol beeinträchtigt werden kann.

Achten Sie insbesondere bei l√§nger dauernder Behandlung mit vergleichsweise hohen Dosen von Betnesol auf eine ausreichende Kaliumzufuhr (z.B. Gem√ľse, Bananen) und eine begrenzte Kochsalzzufuhr. Lassen Sie den Kaliumspiegel im Blut vom Arzt √ľberwachen. Dies gilt besonders, wenn Sie gleichzeitig Medikamente einnehmen, von denen bekannt ist, dass sie zu einer sogenannten QT Verl√§ngerung (eine bestimmte Ver√§nderung im EKG) f√ľhren k√∂nnen.

Viruserkrankungen (Windpocken, Masern, G√ľrtelrose) k√∂nnen bei Patienten, die mit Betnesol behandelt werden, besonders schwer verlaufen. Besonders gef√§hrdet sind abwehrgeschw√§chte (immunsupprimierte) Kinder sowie Personen, die bisher noch keine Masern oder Windpocken hatten. Wenn diese Personen w√§hrend einer Behandlung mit Betnesol Kontakt zu masern- oder windpockenerkrankten Personen haben, sollten sie sich umgehend an ihren Arzt wenden, der gegebenenfalls eine vorbeugende Behandlung einleitet.

Bei Kindern sollte Betnesol wegen des Risikos einer Wachstumshemmung nur bei Vorliegen zwingender medizinischer Gr√ľnde angewendet und das L√§ngenwachstum regelm√§√üig kontrolliert werden.

Wenn Sie Betnesol √ľber lange Zeit erhalten, kann Ihr Arzt regelm√§√üige augen√§rztliche Kontrollen (alle 3 Monate) sowie R√∂ntgenkontrollen der Wirbels√§ule anordnen.

Kommt es w√§hrend der Behandlung mit Betnesol zu besonderen k√∂rperlichen Belastungen, wie fieberhaften Erkrankungen, Unf√§llen, Geburt oder Operationen, ist sofort der Arzt zu verst√§ndigen oder ein Notarzt √ľber die laufende Behandlung zu unterrichten. Es kann eine vor√ľbergehende Steigerung der t√§glichen Dosis von Betnesol notwendig werden.

Bei einer Langzeitbehandlung mit Betnesol sollte Ihnen Ihr Arzt deswegen einen Corticoid-Ausweis ausstellen, den Sie immer bei sich tragen sollten.

Abhängig von Dauer und Dosierung der Behandlung muss mit einem negativen Einfluss auf den Calciumstoffwechsel gerechnet werden, so dass eine Osteoporose-Vorbeugung zu empfehlen ist. Die Vorbeugung besteht in ausreichender Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr sowie körperlicher Aktivität. Bei bereits bestehender Osteoporose sollte zusätzlich eine medikamentöse Behandlung erwogen werden.

Bei Patienten mit Schilddr√ľsenunterfunktion oder Leberzirrhose k√∂nnen vergleichsweise niedrige Dosierungen ausreichen und eine allgemeine Dosisverminderung kann notwendig sein.

Betnesol ist grunds√§tzlich zur kurzfristigen Anwendung vorgesehen. Bei Anwendung √ľber einen l√§ngeren Zeitraum sind auch Warnhinweise zu beachten, wie sie f√ľr Glucocorticoid-haltige Arzneimittel zur Langzeitanwendung beschrieben sind.

Bei einer l√§nger dauernden Therapie mit Betnesol sind unabh√§ngig von den krankheitsbedingten Untersuchungskontrollen, abh√§ngig von der Dosierung und der individuellen Ausgangslage des Patienten, in angemessenen Abst√§nden √úberwachungsma√ünahmen bez√ľglich m√∂glicher Nebenwirkungen vorzunehmen.

Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Am Ende einer längeren Betnesol-Behandlung wird Ihr Arzt die Dosierung langsam verringern. Damit werden Entzugserscheinungen, das Wiederaufflammen der behandelten Erkrankung und eine mögliche Funktionsschwäche der Nebennierenrinde (besonders unter Stress, wie Infektionen, Unfälle, vermehrte körperliche Belastung, Fieber) vermieden.

Dar√ľber hinaus kann eine zu rasche Senkung der Dosis zu Muskel- und Gelenkschmerzen f√ľhren.

Falls Sie Ihren Arzt wechseln (z.B. bei Operationen, auf Reisen, bei Impfungen), m√ľssen Sie ihn √ľber Ihre Behandlung mit Betnesol informieren.

Die Anwendung des Arzneimittels Betnesol kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Anwendung von Betnesol zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Herzglykoside (Medikamente bei Herzschwäche) Verstärkung der Glykosidwirkung durch Kalium-Mangel
Arzneimittel die zur QT Verl√§ngerung (EKG Ver√§nderung) f√ľhren k√∂nnen Kaliumspiegel im Blut ist ggf. zu korrigieren und klinischer Zustand zu √ľberwachen.
Antidiabetika (Mittel gegen Zuckerkrankheit) Die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin und oralen Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes kann vermindert werden.
Cumarin-Derivate (Mittel zur Blutverd√ľnnung) Blutverd√ľnnende Wirkung wird abgeschw√§cht
Antikoagulantien (Mittel zur Blutverd√ľnnung) Verst√§rkte oder verminderte blutgerinnungshemmende Wirkung m√∂glich
Barbiturate, Hydantoine (Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie), Rifampicin (Arzneimittel gegen Tuberkulose), Wirkung von Betnesol wird vermindert
NSAIDs (Nicht-steroidale, anti-inflammatorische Arzneimittel, z. B. viele Schmerzmittel und Antirheumatika) Das Auftreten von Magengeschw√ľren und die Blutungsgefahr im Magen-Darm-Trakt wird durch gleichzeitige Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika und Antirheumatika (NSAIDs) erh√∂ht.
√Ėstrogene (Sexualhormone, z.B. Bestandteil der ‚ÄěPille‚Äú) Wirkung von Betnesol wird verst√§rkt
Impfstoffe Lebendimpfstoffe k√∂nnen wegen der immunhemmenden Wirkung von Betnesol erh√∂ht toxisch sein. Es k√∂nnen verstreute virale Infektionen auftreten. Alle Impfstoffe k√∂nnen durch die gleichzeitige Anwendung von Betnesol (8 Wochen vor bis 2 Wochen nach der aktiven Immunisierung) in ihrer Wirkung vermindert sein. Die Bildung sch√ľtzender Antik√∂rper kann auch vollkommen ausbleiben.
Aluminiumsalze ‚Äď komplexbildende S√§uren (z.B. Aspirin) Bei gleichzeitiger Einnahme mit komplexbildenden S√§uren wie Zitronens√§ure in Getr√§nken oder Arzneimitteln (zur Azidosebehandlung oder Harnalkalisierung) oder Ascorbins√§ure √ľber mehrere Wochen kann die Aluminiumkonzentration im Plasma ansteigen.
Bupropion (Raucherentwöhnungsmittel und Antidepressivum) Erhöhtes Risiko von Krampfanfällen
Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) Die Wirkungen von Chinidin können verstärkt werden
Nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien (bestimmte Arzneimittel zur Muskelerschlaffung) Die Muskelrelaxion kann länger anhalten.
Atropin, andere Anticholinergika (Arzneimittel die auf bestimmte Teile des Nervensystems wirken) Zusätzliche Augeninnendrucksteigerungen sind möglich.
Praziquantel (Wurmmittel) Ein Abfall der Praziquantel-Konzentration im Blut ist möglich.
Chloroquin, Hydrochloroquin, Mefloquin (Malariamittel) Erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von Muskel- und Herzkrankheiten
Somatropin (Wachstumshormon) Die Wirkung von Somatropin kann vermindert werden.
Protirelin (Arzneimittel zur Schilddr√ľsendiagnostik) Es kann zu falschen Ergebnissen bei der Diagnose von Schilddr√ľsenst√∂rungen kommen.
Ciclosporin (Medikament zur Unterdr√ľckung des Immunsystems) Der Blutspiegel von Ciclosporin kann erh√∂ht sein. Die Gefahr zerebraler Krampfanf√§lle ist erh√∂ht.
ACE-Hemmer (Bestimmte Blutdrucksenker) Erhöhtes Risiko des Auftretens von Blutbildveränderungen.
Ephedrin (Arzneimittel z.B. gegen Husten und Schnupfen) Die Wirksamkeit von Betnesol kann vermindert werden.
Diuretika (harntreibende Mittel) Verstärkter Kaliumverlust - erhöhte Gefahr eines Kaliummangels.
Azol-Antimykotika wie Ketoconazol oder Itraconazol (Mittel gegen Pilzerkrankungen) Verstärkte Wirkung von Betnesol
Kupfer (‚ÄěSpirale‚Äú) Verminderte empf√§ngnisverh√ľtende Wirkung der ‚ÄěSpirale‚Äú
Lithiumsalze Möglicherweise verminderte Wirksamkeit von Lithium
Einfluss auf Untersuchungsmethoden Hautreaktionen auf Allergietests (Prick-Test) k√∂nnen unterdr√ľckt werden.
Einige Arzneimittel, einschlie√ülich einiger Arzneimittel gegen HIV: Ritonavir, Cobicistat Sie k√∂nnen die Wirkung von Betnesol verst√§rken und Ihr Arzt wird Sie m√∂glicherweise sorgf√§ltig √ľberwachen, wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen.


Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

W√§hrend der Schwangerschaft, besonders in den ersten drei Monaten, wird Ihr Arzt eine Behandlung nur nach sorgf√§ltiger Nutzen/Risiko-Abw√§gung durchf√ľhren. Daher m√ľssen Frauen den Arzt von einer bestehenden oder neu eingetretenen Schwangerschaft, oder der M√∂glichkeit einer Schwangerschaft, verst√§ndigen.

Stillzeit:

Glukokortikoide gehen in die Muttermilch √ľber. Ist eine Behandlung erforderlich, soll daher abgestillt werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen:

Betnesol hat keinen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit oder die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

Betnesol enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Brausetablette, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arztes ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die empfohlene Dosis beträgt:

Dosierung

Anwendung bei Erwachsenen und Jugendlichen

Die Tagesdosis wird √ľblicherweise am Morgen und auf einmal verabreicht.

Kurzzeitbehandlung

Akute Asthmaanf√§lle, Heuschnupfen oder andere allergische Reaktionen der Atemwege, generalisiertes Ekzem, Nesselsucht (Urtikaria), Arzneimittelexanthem und verschiedene entz√ľndliche Hauterkrankungen:

2 Tage morgens 6 Tabletten, anschließend

2 Tage morgens 1 Tablette, anschließend

2 Tage morgens ¬Ĺ Tablette

Rheumatoide Arthritis:

T√§glich morgens 1 ‚Äď 4 Tabletten (0,5 mg bis 2 mg) √ľber 1 bis 2 Wochen lang, dann ein allm√§hliches Absetzen des Pr√§parates, und zwar zuerst um eine Tablette pro Tag, sp√§ter um eine halbe Tablette pro Tag, wobei jede Dosis eine Woche lang beibehalten wird. Es l√§sst sich so die minimale, gerade noch wirksame Dosis ermitteln.

Andere Erkrankungen:

Betnesol Brausetabletten sind besonders f√ľr Nephrose-Patienten (eine chronische Erkrankung der Niere) geeignet, da sie fast keinen kochsalz- und wasserretenierenden Effekt aufweisen. Bei dieser Erkrankung betr√§gt die √ľbliche Dosierung 1 bis 8 Tabletten (0,5 mg bis 4 mg) t√§glich morgens 1 bis 3 Wochen lang, eventuell auch l√§nger.

Anwendung bei Kindern ab 6 Jahren

Bei Kindern sind im Allgemeinen geringere Dosen als die oben angegebenen ausreichend, doch sollte die Dosierung mehr auf die Schwere der Krankheit als auf Alter, Körpergewicht oder Körpergröße abgestellt werden. Nach ausreichendem Ansprechen soll Betnesol unter Dosisreduktion in kleinen Schritten möglichst schnell abgesetzt werden. Eine Langzeitbehandlung wird nicht empfohlen. Exakte Dosierungen wurden in klinischen Studien nicht etabliert. Aus der klinischen Erfahrung ergeben sich folgende Richtlinien zur Kurzzeitbehandlung:

Empfohlene Anfangsdosis:

7 bis 12 Jahre: bis zu 8 Tabletten pro Tag (= 4 mg).

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen wurden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Hormonelle Erkrankungen

Nicht bekannt: Cushing-Syndrom (Vollmondgesicht, Stiernacken, Gewichtszunahme, Bluthochdruck, blaurote Streifen auf der Haut und punktförmige Hautblutungen).

Verminderung der Funktion bzw. Verk√ľmmern der Nebennierenrinde.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Verminderte Kohlehydrattoleranz, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Osteoporose (Knochenschwund), Wassereinlagerung im Gewebe (√Ėdeme), vermehrte Kaliumausscheidung, verst√§rkter Eiwei√üabbau.

Erkrankungen des Nervensystems

Nicht bekannt: Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Pseudotumor cerebri (Symptome eines Hirntumors wie Steigerung des Hirndrucks ohne Vorliegen einer Geschwulst insbesondere bei Kindern), Manifestation einer latenten Epilepsie und Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei manifester Epilepsie, gesteigerte Erregbarkeit und Unruhe.

Psychiatrische Erkrankungen

Nicht bekannt: Psychische Störung, Psychose, Persönlichkeitsveränderung, Verwirrung.

Augenerkrankungen

Nicht bekannt: Grauer Star (Katarakt), Gr√ľner Star (Glaukom), Hervortreten des Augapfels (Exophthalmie), verschwommenes Sehen.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Nicht bekannt: Oberbauchbeschwerden, Magen- und Zw√∂lffingerdarmgeschw√ľre (Gefahr eines Durchbruchs), Speiser√∂hrenentz√ľndung mit Geschw√ľren, Blutungen, Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung, bei vorbestehendem Dickdarmgeschw√ľr (Colitis ulcerosa) Gefahr eines Durchbruchs.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse

Nicht bekannt: Störungen der Sexualhormonsekretion (Menstruationsstörungen, Impotenz)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Nicht bekannt: Streifenf√∂rmige Hautr√∂tungen (Striae rubrae), Gewebsschwund, Teleangiektasien (vergr√∂√üerte Hautgef√§√üe), punktf√∂rmige (Petechien) und fl√§chige (Ekchymosen) Blutungen in der Haut und den Schleimh√§uten, verst√§rkter Haarwuchs, akne√§hnliche Erscheinungen (Steroidakne), verz√∂gerte Wundheilung, rosazea-artige (periorale) Hautentz√ľndung, √Ąnderung der Hautpigmentierung, √úberempfindlichkeiten (z.B. Arzneimittelexanthem).

Gefäßerkrankungen

Nicht bekannt: Bluthochdruck (Hypertonie), Gef√§√üverschluss durch ein Blutgerinnsel (Thrombose), Blutgef√§√üentz√ľndung.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Nicht bekannt: Erhöhte Infektionsanfälligkeit, Maskierung von Infektionen, Verschlechterung bestehender Infektionen (Pilzinfektionen, virale Infektionen, bakterielle Infektionen, Protozoeninfektion, Kandidose, Tuberkulose, etc.).

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt: Erniedrigte Immunantwort; allergische Reaktionen, √úberempfindlichkeitsreaktionen bis zum Schock.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Nicht bekannt: Veränderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen

Herzerkrankungen

Nicht bekannt: Herzmuskelriss (Myokardruptur) nach k√ľrzlichem Infarkt

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Nicht bekannt: Muskelschwund und ‚Äďschw√§che, Muskelerkrankungen, Wachstumshemmung bei Kindern, Osteoporose, Absterben von Knochengewebe im Bereich der langen R√∂hrenknochen (Oberarm, Oberschenkel), Sehnenriss.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25¬į C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Beh√§ltnis nach ‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú bzw. ‚ÄěEXP:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Betnesol enthält

  • Der Wirkstoff ist: Betamethason-Dinatriumphosphat
  • 1 Brausetablette enth√§lt 0,5 mg Betamethason (als Dinatriumphosphat)

Die sonstigen Bestandteile sind:

Saccharin-Natrium

Natriumbicarbonat

Natriumcitrat

Povidon

Erythrosin (E 127)

Natriumbenzoat (E 211)

Wie Betnesol aussieht und Inhalt der Packung

Betnesol-Brausetabletten sind runde, beidseitig abgeflachte rosa Tabletten mit schr√§gen Kanten, mit Bruchkerbe auf einer Seite und der Pr√§gung ‚ÄěBETNESOL‚Äú auf der anderen Seite.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Sie sind in Blisterpackungen mit 10 und 30 St√ľck erh√§ltlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer Alfasigma S.p.A.

Via Ragazzi del ¬ī99 n. 5 40133 Bologna

Italien

Hersteller Alfasigma S.p.A.

Via Pontina, km 30,400 00071 Pomezia (Rom) Italien

Z. Nr.: 12.867

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2021.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Betnesol - Brausetabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Betamethason
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller ALFASIGMA S.P.A.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 20.05.1965
ATC Code H02AB01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden