Felicium 20 mg Tabletten

Felicium 20 mg Tabletten
Wirkstoff(e)Fluoxetin
ZulassungslandAT
ZulassungsinhaberSTADA Arzneimittel GmbH
Zulassungsdatum10.10.2003
ATC CodeN06AB03
AbgabestatusAbgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
VerschreibungsstatusArzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische GruppeAntidepressiva

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Felicium gehört zur Gruppe der Antidepressiva genannt selektive Serotonin-Wiederaufnahme- Hemmer (SSRI).

Felicium wird angewendet

  • bei Erwachsenen zur Behandlung von
    • depressiven Erkrankungen (Episoden einer Major Depression)
    • Zwangsstörung (wiederholt auftretende zwanghafte Gedanken und unkontrol- lierbare Handlungen)
    • Bulimia nervosa (eine Essstörung). Felicium wird nur als Ergänzung zu einer Psychotherapie zur Reduktion von Essattacken und selbst herbeigeführtem Erb- rechen angewendet.
  • bei Jugendlichen und Kindern ab 8 Jahren zur Behandlung von

mittelgradigen bis schweren Episoden einer Major Depression, wenn die De- pression nach 4 bis 6 Sitzungen nicht auf eine Psychotherapie anspricht. Der behandelnde Arzt wird einem Kind oder jungen Menschen mit einer mittelgra- digen bis schweren Episode einer Major Depression eine Arzneimitteltherapie mit einem Antidepressivum jedoch nur in Verbindung mit einer gleichzeitigen Psychotherapie verordnen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

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Felicium darf NICHT eingenommen werden

Sie dürfen Felicium nicht einnehmen

  • wenn Sie allergisch gegen Fluoxetin oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Be- standteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die als irreversible, nicht selektive Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer bezeichnet werden (z.B. zur Behandlung von depressiven Erkrankungen) einschließlich Iproniazid oder innerhalb der letzten 2 Wochen eingenommen haben. Ihr Arzt wird Ihnen erklären, wie Sie nach dem Absetzen der MAO-Hemmer mit der Einnah- me von Felicium beginnen sollen. Umgekehrt müssen Sie auch mindestens fünf Wochen lang warten, wenn Sie nach Beendigung der Behandlung mit Felicium eine Behandlung mit einem MAO-Hemmer aufnehmen möchten. Bitte sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.
  • wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Metoprolol einnehmen, welche bei Herzinsuffi- zienz angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, speziell wenn Sie unter einer der folgenden Krank- heiten oder Beschwerden leiden oder früher einmal gelitten haben:

  • Hautausschlag oder andere allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen): Wenn eine allergische Reaktion während der Behandlung auftritt wie beispielsweise Juck- reiz oder eine Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen (manchmal mit Atem- oder Schluckbeschwerden verbunden), muss die Behandlung mit Felicium eventuell beendet werden. Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder an die nächstgelegene Notaufnahme eines Krankenhauses.
  • Wenn Sie unter einer Epilepsie leiden oder in der Vergangenheit Krampfanfälle hatten: Wenn ein Krampfanfall auftritt oder die Häufigkeit von Krampfanfällen zunimmt, müssen Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt wenden. Eventuell muss die Behandlung abgebrochen werden.
  • Elektrokrampfbehandlung (EKT): Elektrokrampftherapie wird zur Behandlung der De- pression eingesetzt. Wenn Sie während der Behandlung mit Fluoxetin eine Elektrokrampf- behandlung erhalten, können die Krämpfe länger als üblicherweise andauern. Sie müssen daher Ihrem Arzt mitteilen, dass Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
  • Wenn Sie in der Vergangenheit eine Manie hatten: Wenn Sie in eine manische Phase kommen, wenden Sie sich bitte unverzüglich an Ihren Arzt. Felicium muss dann eventuell abgesetzt werden.
  • Leberfunktionsstörung oder Nierenfunktionsstörung: Wenn Ihre Leberfunktion einge- schränkt ist, wird Ihr Arzt Ihnen eventuell eine niedrigere Dosis von Felicium verordnen.
  • Laufende Behandlung mit Tamoxifen (Arzneimittel zur Behandlung von Brustkrebs): siehe Abschnitt „Einnahme von Felicium zusammen mit anderen Arzneimitteln“.
  • Herzerkrankung: Wenn Sie unter einer Herzerkrankung leiden, dürfen Sie Felicium nur mit besonderer Vorsicht einnehmen und werden eventuell eine reduzierte Dosis erhalten.
  • Gewichtsverlust: Während der Behandlung mit Felicium nehmen Sie unter Umständen an Gewicht ab.
  • Diabetes: Die Behandlung mit Felicium kann dazu führen, dass der Blutzuckerspiegel zu stark abfällt. Nach Beendigung der Behandlung kann ein erhöhter Blutzuckerspiegel auf- treten. Es kann sein, dass Ihr Arzt die Dosis des Medikaments, das Sie zur Blutzuckerein- stellung erhalten, anpasst.
  • Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression oder Angststörung:
  • Wenn Sie depressiv sind und/oder unter Angststörungen leiden, können Sie manchmal Ge- danken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Selbstmord zu begehen. Solche Gedan- ken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle

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diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.

Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,

  • wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen.
  • wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein er- höhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antide- pressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Le- ben zu nehmen.

Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem engen Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind oder unter Angststörungen leiden. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbei- lage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn Sie den Eindruck haben, dass sich Ih- re Depression oder Angststörung verschlimmert oder wenn Sie sich Sorgen über Verhaltensän- derungen bei sich selbst machen.

  • Akathisie (Unfähigkeit zum Stillsitzen) oder psychomotorische Unruhe (quälende Ruhe- losigkeit mit ständigem Bewegungsdrang): Möglicherweise entwickeln Sie eine unange- nehme oder als quälend erlebte Ruhelosigkeit und Notwendigkeit sich zu bewegen, oft zu- sammen mit einer Unfähigkeit still zu sitzen oder still zu stehen. Dies tritt am ehesten wäh- rend der ersten Behandlungswochen auf. Wenn Sie derartige Beschwerden bemerken, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
  • Wenn Sie eine Blutungsstörung haben oder hatten oder wenn Sie schwanger sind (siehe Abschnitt „Schwangerschaft“, oder wenn Sie unter der Behandlung Blutergüsse oder un- gewöhnliche Blutungen (z.B. Scheidenblutungen, Bluterbrechen oder blutige Stühle) entwickeln.
  • Wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel anwenden, die die Blutgerinnung beeinflus- sen (siehe Abschnitt „Einnahme von Felicium zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
  • Erhöhter Augeninnendruck (Glaukom): Ihre Pupillen können sich erweitern (Mydriasis). Dann ist Vorsicht geboten und Sie sollten mit Ihrem Arzt sprechen.
  • Wenn Fieber, Muskelsteifheit, Zittern oder psychische Veränderungen wie z.B. Verwirrt- heit, Reizbarkeit und extreme Erregtheit auftreten, leiden Sie möglicherweise an einem so genannten Serotoninsyndrom oder malignen neuroleptischen Syndrom. Dieses Syn- drom tritt selten auf, kann aber möglicherweise zu lebensbedrohlichen Zuständen führen. Wenden Sie sich daher bitte unverzüglich an Ihren Arzt. Es kann sein, dass die Behandlung mit Felicium beendet werden muss.
  • Behandlung mit bestimmten Monoaminooxidase-Hemmern (MAOIs), z.B. zur Be- handlung von Depression: Es gab Fälle schwerwiegender oder sogar tödlicher Reaktionen bei Patienten, die gleichzeitig SSRIs, wie Fluoxetin und irreversible, nicht-selektive Mono- aminooxidase-Hemmer (MAOIs) eingenommen haben. Die Symptome dieser möglichen Wechselwirkung entsprachen denen eines Serotonin-Syndroms. Daher darf Felicium nicht in Kombination mit einem irreversiblen, nicht-selektiven Monoaminooxidase-Hemmer eingenommen werden. Sie dürfen eine Behandlung mit Felicium frühestens 2 Wochen nach Beenden einer Behandlung mit einem irreversiblen, nicht-selektiven Monoaminooxi- dase-Hemmer beginnen. Umgekehrt müssen Sie 5 Wochen nach Absetzen von Felicium abwarten bis Sie eine Behandlung mit einem irreversiblen, nicht-selektiven Monoami- nooxidase-Hemmer beginnen dürfen (siehe Abschnitt: Einnahme von Felicium zusammen mit anderen Arzneimitteln).

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Arzneimittel wie Felicium (sogenannte SSRI) können Symptome einer sexuellen Funktionsstörung verursachen (siehe Abschnitt 4). In bestimmten Fällen blieben diese Symptome nach Beendigung der Behandlung bestehen.

Kinder und Jugendliche

Felicium darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Ausnahme von Patienten im Alter von 8 bis 18 Jahren mit mittelgradigen bis schweren Episoden einer Major Depression ange- wendet werden.

Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arznei- mitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Felicium verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist um mittelgradige bis schwere Epi- soden einer Major Depression bei Kindern und Jugendlichen von 8 bis 18 Jahren zu behandeln. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Felicium verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Felicium einnimmt, eines der oben aufgeführten Sympto- me auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Felicium in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

Einnahme von Felicium zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich an- dere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden. Sie soll- ten Ihren Arzt auch informieren, wenn Sie pflanzliche Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem an- gewendet haben.

Beachten Sie bitte, dass Fluoxetin auch nach Beendigung der Tabletteneinnahme noch lange Zeit im Körper verbleibt. Deshalb können bis zu 5 Wochen nach Beenden einer Fluoxetin-Behandlung noch Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln auftreten.

Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Fluoxetin beeinflussen oder selbst durch Fluoxetin beeinflusst werden:

  • Einige Monoaminoxidase-Hemmer (irreversible, nicht-selektive (MAO)-Hemmer, siehe auch Abschnitt „Felicium darf NICHT eingenommen werden“) wie Iproniazid. Es gab Fälle schwerwiegender oder sogar tödlicher Reaktionen bei Patienten, die gleichzeitig SSRIs, wie Fluoxetin und irreversible, nicht-selektive Monoaminooxidase-Hemmern (MAOIs) eingenom- men haben. Bei diesen Fällen kam es zu Erscheinungen wie bei einem Serotonin-Syndrom. Symptome bei dieser Wechselwirkung sind z.B.:
    • Fieber
    • Muskelsteifheit
    • Muskelzuckungen (Myoklonus)
    • schnelle Schwankungen der Vitalparameter (plötzliche Schwankungen von Puls, Atemfrequenz oder Blutdruck)
    • psychische Veränderungen, wie z.B. Verwirrtheit, Reizbarkeit und extreme Erregt- heit fortschreitend bis zum Delirium (Denkstörungen, unzusammenhängendes Sprechen und Bewusstseinstrübung) und Bewusstseinsverlust (Koma) (siehe Ab-

schnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

Deshalb:

Sie dürfen eine Behandlung mit Felicium frühestens 2 Wochen nach Beenden einer Behandlung mit einem irreversiblen, nicht-selektiven Monoaminooxidase-Hemmer

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(wie Iproniazid) beginnen. Umgekehrt müssen Sie 5 Wochen nach Absetzen von Fluoxetin abwarten bis Sie eine Behandlung mit einem irreversiblen, nicht- selektiven Monoaminooxidase-Hemmer beginnen dürfen. Wenn Ihnen Felicium längere Zeit und/oder in hoher Dosierung verordnet wurde, muss Ihr Arzt eine län- gere Wartezeit in Betracht ziehen. Ändern Sie Ihre Medikation nicht ohne vorheri- ge Rücksprache mit Ihrem Arzt.

  • Metoprolol (Arzneimittel zur Behandlung von Herzinsuffizienz): Das Risiko für Neben- wirkungen von Metoprolol kann erhöht sein.
  • Lithium (zur Behandlung einer als „bipolare Störung“ bezeichneten psychiatrischen Er- krankung), Tramadol (ein Schmerzmittel), Triptane wie z.B. Almotriptan oder Naratrip- tan (zur Behandlung der Migräne), Tryptophan (z.B. in schlaffördernden Arzneimitteln), Selegilin (zur Behandlung der Parkinson’schen Erkrankung), Linezolid, Methylthionini- umchlorid (Methylenblau), Johanniskraut (Hypericum perforatum), ein pflanzliches Arzneimittel, das in verschiedenen pflanzlichen Zubereitungen und einigen Arzneimitteln enthalten ist: Bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel mit Felicium besteht ein erhöhtes Risiko eines Serotonin-Syndroms. Wenn Felicium in Kombination mit diesen Arzneimitteln angewendet wird, wird Ihr Arzt häufigere Kontrolluntersuchungen durchfüh- ren. Außerdem wird Ihr Arzt bei einigen Arzneimitteln die Dosis senken müssen (z.B. bei MAO-A-Hemmern, einschließlich Linezolid und Methylthioniniumchlorid [Methylen- blau]), und häufigere Kontrolluntersuchungen durchführen, wenn Sie diese zusammen mit Felicium einnehmen.
  • Phenytoin (zur Behandlung von Epilepsie): Da Felicium die Blutspiegel dieses Arzneimit- tels beeinflussen kann, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Phenytoin möglicherweise vor- sichtiger einleiten und Kontrolluntersuchungen durchführen, wenn Phenytoin zusammen mit Felicium angewendet wird.
  • Flecainid und Propafenon (Arzneimittel bei Herzrhythmusstörungen), Nebivolol (Arz- neimittel zur Blutdrucksenkung und bei Herzerkrankungen), Atomoxetin (zur Behandlung von ADHS), Carbamazepin (bei Epilepsie), trizyklische Antidepressiva (zur Behand- lung von Depressionen) und Risperidon (Arzneimittel bei seelischen Erkrankungen): Da Felicium die Blutspiegel dieser Arzneimittel verändern kann, wird Ihr Arzt Ihnen diese Arzneimittel möglicherweise in niedrigerer Dosierung verordnen, wenn Sie mit Felicium behandelt werden.
  • Tamoxifen (zur Behandlung von Brustkrebs), weil Fluoxetin die Blutspiegel dieses Arzneimittels verändern kann und eine Verminderung der Wirkung von Tamoxifen nicht ausgeschlossen werden kann. Ihr Arzt wird die Behandlung mit einem anderen Antidepressivum in Erwägung ziehen.
  • Mequitazin (Zur Behandlung von Allergien und Entzündung der Nasenschleimhaut [Rhi- nitis]): Das Risiko für Nebenwirkungen von Mequitazin kann durch Fluoxetin erhöht sein.
  • Arzneimittel, die eine Wirkung auf den Herzrhythmus haben können, z.B. Antiarrhyth- mika der Klasse IA und III, Antipsychotika (z.B. Phenothiazinderivate, Pimozid, Hal- operidol), trizyklische Antidepressiva, bestimmte antimikrobielle Mittel (z.B. Sparflo- xacin, Moxifloxacin, Erythromycin IV, Pentamidin), Anti-Malaria-Medikamente, insbe- sondere Halofantrin, spezielle Antihistaminika (Astemizol, Mizolastin).
  • orale Antikoagulanzien (zur Hemmung der Blutgerinnung, wie z.B. Warfarin)
  • Arzneimittel, die die Funktion der Blutplättchen (Thrombozyten) beeinflussen und ein er- höhtes Blutungsrisiko verursachen können, wie z.B.
    • Phenothiazine und atypische Neuroleptika (z.B. Clozapin) zur Behandlung psy- chiatrischer Erkrankungen
    • Acetylsalicylsäure (bei Schmerzen)
    • so genannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen.
  • Cyproheptadin (Arzneimittel zur Behandlung von allergischen Reaktionen)

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  • Arzneimittel, die den Natriumspiegel im Körper senken (z.B. Diuretika [„Wassertablet- ten“], Desmopressin, Carbamazepin und Oxcarbazepin)
  • Arzneimittel, die die Krampfschwelle herabsenken, wie trizyklische Antidepressiva, andere SSRI, Phenothiazin, Butyrophenone, Mefloquin, Chloroquin, Bupropion, Tramadol.

Einnahme von Felicium zusammen mit Alkohol

Sie sollten während der Behandlung mit Felicium keinen Alkohol trinken.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsich- tigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Bei Babies, deren Mütter in den ersten Monaten der Schwangerschaft Fluoxetin einnahmen, wurde ein erhöhtes Risiko für Geburtsschäden, vorrangig des Herzens, festgestellt. In der allgemeinen Bevölkerung kommt eines von 100 Babies mit einem Herzschaden zur Welt. Dieses Risiko erhöht sich auf 2 von 100 Babies bei Müttern, die Fluoxetin einnahmen. Sie und Ihr Arzt könnten ent- scheiden, Felicium kontinuierlich abzusetzen, während Sie schwanger sind. Abhängig von den Umständen kann Ihr Arzt jedoch auch vorschlagen, dass Sie Felicium weiterhin einnehmen sollen.

Die Anwendung während der Schwangerschaft sollte nur mit hoher Vorsicht erfolgen, besonders während der späten Schwangerschaft oder kurz vor der Geburt, da die folgenden Nebenwirkungen bei Neugeborenen berichtet wurden: Reizbarkeit, Zittern, Muskelschwäche, anhaltendes Schreien, Schwierigkeiten beim Saugen und Schlafen.

Stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt wissen, dass Sie Felicium einnehmen. Wenn Arzneimittel wie Felicium in den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten eingenommen werden, kann das Risiko für einen dauerhaften Lungenbluthochdruck erhöht sein. Ihr Baby atmet schneller und die Hautfarbe wird bläulich. Diese Symptome beginnen üblicherweise binnen der ersten 24 Stunden nachdem das Baby geboren wurde. Wenn dies auf Ihr Baby zutrifft, kontaktieren Sie um- gehend Ihren Arzt, die Hebamme oder das Krankenhaus.

Wenn Sie Felicium gegen Ende Ihrer Schwangerschaft einnehmen, kann das Risiko für schwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt erhöht sein, insbesondere wenn Sie in der Vorgeschichte Blutungsstörungen aufweisen. Ihr Arzt oder Ihre Hebamme sollte darüber informiert werden, dass Sie Felicium einnehmen, damit sie Sie entsprechend beraten können.

Stillzeit

Fluoxetin geht in die Muttermilch über und kann beim gestillten Säugling Nebenwirkungen hervor- rufen. Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, während der Behandlung mit Felicium abzu- stillen. Wenn Sie jedoch weiter stillen, muss Ihnen die niedrigste wirksame Dosis von Felicium verordnet werden, um die Gefahr von Nebenwirkungen zu vermindern.

Zeugungs- und Gebärfähigkeit

Es wurde in Tierstudien gezeigt, dass Fluoxetin die Qualität der Spermien reduziert. Theoretisch könnte dies einen Einfluss auf die Zeugungs- und Gebärfähigkeit haben, aber ein Einfluss auf die menschliche Zeugungs- und Gebärfähigkeit wurde bisher nicht beobachtet.

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Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beein- trächtigen.

Sie dürfen so lange nicht Autofahren oder gefährliche Maschinen bedienen, bis Sie ausreichend si- cher sind, dass Ihre Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt ist. Felicium kann, wie jedes Arzneimit- tel mit Wirkung auf die Psyche, das Urteilsvermögen und die Fertigkeiten beeinflussen, die für der- artige Tätigkeiten erforderlich sind.

Felicium enthält Lactose.

Bitte nehmen Sie Felicium daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene und ältere Pati- enten:

Behandlung von Episoden einer Major Depression

Die empfohlene Dosis beträgt 20 mg Fluoxetin täglich.

Ihr Arzt wird die Dosis möglicherweise innerhalb von etwa 3 bis 4 Wochen nach Behandlungsbe- ginn erhöhen, wenn Sie nicht auf die Behandlung ansprechen. Wenn es erforderlich ist, kann die Dosis schrittweise bis auf maximal 60 mg pro Tag erhöht werden. Die Dosis sollte vorsichtig er- höht werden, damit Sie die niedrigste wirksame Dosis erhalten.

Es kann sein, dass es Ihnen nicht gleich besser geht, wenn Sie mit der Einnahme dieses Arzneimit- tels gegen die Depression beginnen. Das ist normal, da es sein kann, dass es erst nach einigen Wo- chen zu einer Besserung der depressiven Beschwerden kommt.

Patienten mit einer Depression sollten mindestens 6 Monate lang behandelt werden.

Behandlung von Zwangsstörung

  • Die empfohlene Dosis beträgt 20 mg Fluoxetin täglich.

Ihr Arzt wird die Dosis möglicherweise nach etwa 2 Wochen erhöhen, wenn Sie nicht auf die Be- handlung ansprechen. Wenn es erforderlich ist, kann die Dosis schrittweise bis auf maximal 60 mg Fluoxetin pro Tag erhöht werden.

Wenn es innerhalb von 10 Wochen zu keiner Besserung kommt, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Fluoxetin überdenken.

Wenn Sie gut auf die Behandlung angesprochen haben, kann Ihr Arzt die Behandlung über die Dauer von 10 Wochen hinaus fortsetzen. Dabei wird er die Dosis individuell anpassen, damit Sie die niedrigste wirksame Dosis erhalten. Ihr Arzt wird die Notwendigkeit einer weiteren Behand- lung in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Behandlung der Bulimia nervosa

Für Erwachsene und ältere Patienten wird eine Dosis von 60 mg Fluoxetin täglich empfohlen.

Für alle Anwendungsgebiete

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Die empfohlene Dosis kann vom Arzt erhöht oder reduziert werden. Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung mit einer Dosis von mehr als 80 mg Fluoxetin täglich wurden bisher nicht ausrei- chend untersucht. Hohe Dosierungen werden daher vom Arzt nur verordnet, wenn der Nutzen ge- genüber den möglichen Risiken überwiegt.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis für Jugendliche und Kinder ab 8 Jahren:

Behandlung von mittelgradigen bis schweren Episoden einer Major Depression

Die Behandlung muss unter der Aufsicht eines Facharztes begonnen und von diesem überwacht werden.

Die Anfangsdosis beträgt 10 mg Fluoxetin pro Tag. Für Kinder mit einem geringen Körpergewicht verordnet der Arzt möglicherweise eine niedrigere Dosis.

Der behandelnde Arzt wird die Dosis sorgfältig und individuell anpassen, damit das Kind bzw. der Jugendliche jeweils die niedrigste wirksame Dosis erhält. Nach 1 bis 2 Wochen kann Ihr Arzt die Dosis auf 20 mg Fluoxetin täglich erhöhen.

Der Arzt überprüft nach 6 Monaten die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung mit Felicium. Er wird die Behandlung mit Fluoxetin überdenken, wenn es dem Kind bzw. Jugendlichen auch 9 Wo- chen nach Behandlungsbeginn noch nicht besser geht.

Ältere Menschen

Jede Dosiserhöhung ist mit Vorsicht vorzunehmen und die tägliche Dosis sollte 40 mg nicht über- schreiten. Die maximal empfohlene Dosis liegt bei 60 mg Fluoxetin pro Tag.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder Patienten, die zusätzliche andere Arzneimittel einnehmen, bei denen es zu Wechselwirkungen mit Felicium kommen kann (darüber kann Ihnen Ihr Arzt Auskunft geben):

Ihr Arzt verordnet Ihnen möglicherweise die Einnahme einer niedrigeren Dosis oder die Einnahme in größeren Abständen.

Art der Anwendung

Felicium kann zum Essen oder zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden.

Sie können die Tabletten entweder als Ganzes mit Wasser (z.B. 1 Glas Wasser) schlucken oder in Wasser zerfallen lassen. Die so entstandene Suspension sollte sofort und vollständig getrunken werden.

Wenn Sie mehr als 1 Tablette pro Tag nehmen müssen, können Sie Ihre Dosis entweder 1-mal täg- lich einnehmen oder auf mehrere Einzelgaben aufteilen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Felicium eingenommen haben, als Sie sollten

Zu den möglichen Beschwerden einer Überdosierung gehören Übelkeit, Erbrechen, Krampfanfälle, Herzbeschwerden (von unregelmäßigem Herzschlag, der keinerlei Beschwerden verursacht, bis hin zum Herzstillstand), Störungen der Lungenfunktion mit Atembeschwerden und Veränderungen des Bewusstseins (z.B. Erregungszustände oder Bewusstseinstrübung/Koma).

Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses. Nehmen Sie die Felicium-Packung möglichst mit.

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Wenn Sie die Einnahme von Felicium vergessen haben

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie die Einnahme einmal vergessen haben. Nehmen Sie ein- fach die übliche Dosis am folgenden Tag zur gewohnten Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie Ihr Arzneimittel jeden Tag zur gleichen Zeit einnehmen, fällt es Ihnen wahrscheinlich leichter, die regelmäßige Einnahme nicht zu vergessen.

Wenn Sie die Einnahme von Felicium abbrechen

Beenden Sie die Einnahme von Felicium nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt. Bei Beendigung einer Behandlung mit Felicium sollte die Dosis schrittweise über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder sogar Monaten reduziert werden, um das Risiko von Absetzreaktionen zu verringern (siehe Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich?).

Absetzreaktionen

Wenn Sie die Einnahme von Felicium abbrechen, kann es zu bestimmten Beschwerden (Absetzre- aktionen) kommen. Diese Absetzreaktionen treten bei einer Beendigung der Behandlung häufig auf, besonders wenn die Behandlung plötzlich abgebrochen wird.

Absetzsymptome schließen ein: Schwindel, Empfindungsstörungen (einschließlich Parästhesien)‚ Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensive Träume), Schwäche, Erregtheit oder Angst, Übelkeit und/oder Erbrechen, Zittern und Kopfschmerzen.

Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer, bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend sein. Sie treten normalerweise innerhalb der ersten Tage nach Absetzen der Behandlung auf. Im Allgemeinen bilden sich diese Symptome von selbst zurück und bessern sich innerhalb von 2 Wochen. Bei einigen Personen können sie länger anhalten (2 bis 3 Monate oder länger). Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt, wenn diese Beschwerden schwerwiegend sind oder Sie stark beeinträchtigen. Der Arzt empfiehlt Ihnen dann eventuell, die zuletzt eingenommene Dosis erneut einzunehmen, um diese dann nach Anweisung des Arztes in kleineren Schritten zu reduzie- ren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Häufigkeit und Schweregrad der Nebenwirkungen können manchmal im Verlauf der Behandlung abnehmen. Das Auftreten von Nebenwirkungen bedeutet also nicht unbedingt, dass Sie die Be- handlung abbrechen müssen.

Wie bei anderen Arzneimitteln dieser Arzneimittelgruppe wurden auch unter der Behandlung mit Felicium die folgenden Nebenwirkungen beobachtet:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

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  • Durchfall, Übelkeit
  • geistige und körperliche Müdigkeit (Fatigue)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Angst, Nervosität
  • Angespanntheit
  • Ruhelosigkeit
  • Schlafstörungen, z.B. abnormale Träume
  • Müdigkeit (Somnolenz)
  • schlechte Konzentrationsfähigkeit, Benommenheit, Lethargie
  • Geschmacksveränderung (Dysgeusie)
  • Zittern (Tremor)
  • Verschwommensehen
  • Herzklopfen (Palpitationen)
  • plötzliche Gesichtsrötung (Flush)
  • Gähnen
  • Erbrechen, Verdauungsstörung (Dyspepsie)
  • trockener Mund
  • Hautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz
  • übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrosis)
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie)
  • häufiges Wasserlassen
  • unerklärbare vaginale Blutungen
  • sexuelle Probleme, einschließlich eine Erektion für sexuelle Aktivität aufrecht zu halten (erek- tile Dysfunktion), vorzeitige oder verzögerte Ejakulation (Ejakulationsstörung), verminderte Libido
  • Gefühl von Zittrigkeit oder Schüttelfrost

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Gefühl neben sich zu stehen (Depersonalisation)
  • sonderbare Gedanken
  • Abnormal gehobene Stimmungslage (Euphorie)
  • Orgasmusprobleme
  • Zähneknirschen
  • Gedanken an Selbstverletzung und Selbstmord, suizidales Verhalten
  • Ruhelosigkeit mit dem Drang sich zu bewegen (motorische Hyperaktivität)
  • Muskelzuckungen (Myoklonus), unwillkürliche Bewegungen (Dyskinesie) oder Gleichge- wichts- und Koordinationsstörungen
  • erweiterte Pupillen (Mydriasis)
  • Gedächtnisstörungen
  • Ohrenklingeln (Tinnitus)
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Atemnot (Dyspnoe)
  • Nasenbluten
  • Schluckbeschwerden
  • Blutungen im Magen-Darm-Bereich (gastrointestinale Blutungen)
  • Haarausfall
  • erhöhte Blutungsneigung
  • kalter Schweiß
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Dysurie)

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  • sexuelle Probleme (sexuelle Dysfunktion)
  • allgemeines Unwohlsein (Malaise), abnormales Gefühl, Kältegefühl, Hitzegefühl

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Verringerung der Zahl der Blutplättchen, was das Risiko von Blutungen oder Blutergüssen er- höht (Thrombozytopenie)
  • niedrige Anzahl bestimmter weißer Blutzellen (Neutropenie)
  • Verringerung der Zahl der weißen Blutzellen (Leukopenie)
  • allergische (anaphylaktoide) Reaktionen
  • Hautausschlag mit oder ohne Juckreiz gemeinsam mit einigen der folgenden Anzeichen oder Symptomen: Fieber, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und/oder grippeähnliche Symptome (Serum-Krankheit)
  • niedriger Natriumspiegel (Hyponatriämie), einschließlich Natriumspiegel unter 110 mmol/l; Dies war in einigen Fällen möglicherweise auf das so genannte Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) zurückzuführen und kann insbesondere bei älteren Patienten und bei gleichzeitiger Einnahme von harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) auftreten. In der Regel normalisiert sich die Natriummenge, wenn die Behandlung mit Fluoxetin beendet wird
  • extrem gesteigerte Stimmungslage, Energie und unübliche Gedanken (Manie), anhaltende freudige oder gereizte Stimmung (Hypomanie)
  • Sehen oder Empfinden von Dingen, die nicht vorhanden sind (Halluzinationen)
  • Erregtheit (Agitation)
  • Panikattacken
  • Verwirrtheit
  • Stottern
  • Aggression
  • Krämpfe
  • Unvermögen still zu sitzen (Akathisie, siehe Abschnitt: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnah- men)
  • Unkontrollierte Bewegungen von Mund, Zunge oder Gliedmaßen (buccoglossales Syndrom)
  • Serotonin-Syndrom: hervorgerufen durch extrem hohe Serotoninspiegel (eine im Körper vor- kommende Substanz), siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
  • lebensbedrohlich unregelmäßiger Herzschlag (ventrikuläre Arrhythmie, einschließlich Tor- sades de pointes), abnormale EKG Werte (QT-Verlängerung)
  • entzündete Blutgefäße (Vaskulitis)
  • Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation)
  • Halsentzündung (Pharyngitis)
  • Lungenprobleme einschließlich Lungenentzündung und –fibrose (Bildung fibrotischen Gewe- bes in der Lunge). Sie könnten vor der Entwicklung dieser Beschwerden kurzatmig sein.
  • Schmerzen in der Speiseröhre (oesophageale Schmerzen)
  • Schnelles Anschwellen von Nacken, Gesicht, Mund und/oder Zunge (Angioödem)
  • Blutungen unter der Haut (Ekchymose)
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photosensitivität)
  • Kleine rote Flecken auf der Haut (Purpura)
  • Schwere lebensbedrohliche Hauterkrankungen einschließlich Rötung, roter Haut, Blasenbil- dung auf Lippen, Augen oder Mund, Abschälen der Haut, Fieber (mögliche Anzeichen eines Erythema multiforme, das sich weiterentwickeln kann zu einem Stevens-Johnson-Syndrom oder einer toxischen epidermalen Nekrolyse).
  • Muskelschmerzen (Myalgie)
  • Unvermögen, Wasser zu lassen (Harnretention), Beschwerden beim Wasser lassen
  • Andauernde, schmerzhafte Erektion (Priapismus)

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  • Hohe Prolaktinspiegel (ein körpereigenes Hormon, Hyperprolaktinämie), starke Milchproduk- tion in der Brust (Galaktorrhö)
  • Schleimhautblutungen
  • Gelbfärbung der Haut oder des weißen Teils der Augen sind Anzeichen einer Leberschädi- gung/Hepatitis
  • Abnormale Leberwerte

Die Häufigkeit der folgenden Nebenwirkungen ist nicht bekannt (ist aufgrund der verfügba- ren Daten nicht abschätzbar):

  • Eingeschränkte Aufmerksamkeit
  • Schwere vaginale Blutungen kurz nach der Geburt (postpartale Hämorrhagie), siehe weitere Informationen unter Schwangerschaft in Abschnitt 2

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche wurde bei Patienten, die diese Art Arzneimittel einnahmen, beobachtet.

Symptome beim Absetzen

Diese Symptome entwickeln sich, wenn Sie Fluoxetin plötzlich absetzen:

  • Kribbeln (Parästhesie), Zittern, Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensiver Träume), Schwäche, Agitation, Angst
  • Schwindel, Übelkeit, Erbrechen

Siehe auch Abschnitt 3: Wenn Sie die Einnahme von Felicium abbrechen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren

In klinischen Studien mit Kindern und Jugendlichen wurden zusätzlich die folgenden Nebenwir- kungen beobachtet:

  • Suizidale Gedanken, suizidales Verhalten sowie feindseliges Verhalten
  • Manische Reaktionen, einschließlich Manien (extrem gehobene Stimmung, gesteigerte Ener- gie, ungewöhnliche Gedankenmuster) als auch so genannte Hypomanie (anhaltend gehobene Grundstimmung oder Reizbarkeit)
  • Wachstumsstörungen (verminderte Zunahme der Körpergröße oder des Körpergewichts)
  • Verzögerte Geschlechtsreifung oder Störungen der Sexualfunktion
  • Verminderter Blutspiegel der alkalischen Phosphatase.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdrückpackung ange- gebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht über 30 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen

Was Felicium enthält

Der Wirkstoff ist: Fluoxetin

1 Tablette enthält 20 mg Fluoxetin.

Die sonstigen Bestandteile sind

Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid.

Wie Felicium aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde Tabletten mit beidseitiger Bruchkerbe.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Felicium ist in Plastik-Aluminium-Blisterpackungen mit 14 und 28 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien

Z. Nr.: 1-25087

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

DE: Fluoxetin STADA 20 mg Tabletten BE/LU: Fluoxetine EG 20 mg tablets

DE: Fluoxetin 20 mg Tabletten zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen SE: Fluoxetin Stada 20 mg dispergerbar tablett

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2020.

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Zuletzt aktualisiert am 26.07.2023

Weitere Medikamente mit dem gleichen Wirkstoff

Folgende Medikamente enthalten auch den Wirksstoff Fluoxetin. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, über ein mögliches Subsitut zu Felicium 20 mg Tabletten

Medikament
Zulassungsinhaber
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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