Fentanyl Lavipharm 75 Mikrogramm/h transdermales Pflaster

Abbildung Fentanyl Lavipharm 75 Mikrogramm/h transdermales Pflaster
Wirkstoff(e) Fentanyl
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Lavipharm
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code N02AB03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

Lavipharm

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der Wirkstoff Fentanyl gehört zu einer Gruppe von stark wirkenden Schmerzmitteln, die als Opioide bezeichnet werden. Das Schmerzmittel Fentanyl wird langsam aus dem Pflaster freigesetzt und dringt durch die Haut in den Körper ein.

Fentanyl Lavipharm wird angewendet zur Behandlung von schweren und lang anhaltenden Schmerzen, die nur mit starken Schmerzmitteln ausreichend behandelt werden können.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fentanyl Lavipharm darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Fentanyl oder einen der sonstigen Bestandteile von Fentanyl Lavipharm sind.
  • wenn Sie nur kurzzeitige Schmerzen haben (z.B. nach operativen Eingriffen).
  • wenn Ihr zentrales Nervensystem stark beeintr√§chtigt ist (z.B. bei Gehirnverletzungen).

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Fentanyl Lavipharm ist erforderlich

WARNHINWEIS:

Fentanyl Lavipharm ist ein Arzneimittel, das f√ľr Kinder lebensbedrohlich sein kann. Das trifft auch auf benutzte transdermale Pflaster zu. Bedenken Sie, dass das Aussehen des Arzneimittels f√ľr ein Kind verlockend sein k√∂nnte.

Fentanyl Lavipharm kann lebensbedrohliche Nebenwirkungen bei Personen haben, die verschriebene opioidhaltige Arzneimittel nicht regelmäßig anwenden.

Bevor Sie mit der Anwendung von Fentanyl Lavipharm beginnen, m√ľssen Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden, da in diesen F√§llen das

Risiko von Nebenwirkungen höher ist und/oder Ihr Arzt Ihnen möglicherweise eine niedrigere Fentanyl-Dosis verschreiben muss:

  • Asthma, Atemschwierigkeiten oder eine Lungenerkrankung.
  • langsamer unregelm√§√üiger Herzschlag (Bradyarrhythmie).
  • niedriger Blutdruck.
  • beeintr√§chtigte Leberfunktion.
  • beeintr√§chtigte Nierenfunktion.
  • wenn Sie eine Kopfverletzung oder Gehirnerkrankung (z.B. einen Tumor), Anzeichen eines erh√∂hten intrakraniellen Drucks (z.B. Kopfschmerzen, Sehst√∂rungen), Ver√§nderungen Ihres Bewusstseins oder Bewusstseinsverlust hatten oder im Koma lagen.
  • wenn Sie an Myasthenia gravis leiden (eine Erkrankung, die M√ľdigkeit und Muskelschw√§che verursacht).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie w√§hrend der Behandlung Fieber bekommen, da die erh√∂hte K√∂rpertemperatur dazu f√ľhren kann, dass zu viel Wirkstoff durch die Haut gelangt. Aus demselben Grund sollten Sie es vermeiden, das Pflaster auf der Haut direkter Hitze, wie elektrischen W√§rmedecken, W√§rmeflaschen, Sauna, Solarium oder hei√üen B√§dern auszusetzen. Sie k√∂nnen sich in der Sonne aufhalten, m√ľssen das Pflaster jedoch an hei√üen Sommertagen mit Kleidung sch√ľtzen.

Wenn Sie Fentanyl Lavipharm √ľber l√§ngere Zeit anwenden, kann die Schmerzlinderung nachlassen (Gew√∂hnung) oder es k√∂nnen sich k√∂rperliche oder seelische Abh√§ngigkeit entwickeln. Dies wird jedoch w√§hrend der Behandlung von Schmerzen aufgrund von Krebserkrankungen selten beobachtet.

Wenn Sie schon √§lter oder in einer sehr schlechten k√∂rperlichen Verfassung (Kachexie) sind, wird Ihr Arzt Sie besonders sorgf√§ltig √ľberwachen, weil es notwendig sein kann, Ihnen eine niedrigere Dosis zu verschreiben.

Die Pflaster sollen nicht in kleinere St√ľcke zerschnitten werden, weil Qualit√§t, Wirksamkeit und Sicherheit solcher zerteilter Pflaster nicht nachgewiesen sind.

Kinder: Fentanyl Lavipharm sollte bei Kindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden, da nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung bei Kindern vorliegen. Eine Ausnahme ist m√∂glich, falls der Arzt ausdr√ľcklich Fentanyl Lavipharm verordnet hat.

Die Anwendung von Fentanyl Lavipharm kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Bei Anwendung von Fentanyl Lavipharm mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie Barbiturate (zur Behandlung von Schlafstörungen), Buprenorphin, Nalbuphin oder Pentazocin (andere starke Schmerzmittel) verwenden. Es wird nicht empfohlen, diese gleichzeitig mit Fentanyl Lavipharm anzuwenden.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel anwenden, die sich auf die Funktion des Gehirns auswirken, ist die Wahrscheinlichkeit gr√∂√üer, dass bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, insbesondere Probleme beim Atmen. Dies gilt beispielsweise f√ľr:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Angst (Tranquilizer)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Antidepressiva)
  • Arzneimittel zur Behandlung von psychologischen St√∂rungen (Neuroleptika)
  • An√§sthetika: Wenn bei Ihnen ein √§rztlicher oder zahn√§rztlicher Eingriff mit Bet√§ubung/Narkose durchgef√ľhrt werden soll, informieren Sie den Arzt oder Zahnarzt, dass Sie Fentanyl Lavipharm anwenden.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schlafst√∂rungen (Schlafmittel, Beruhigungsmittel)

  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien (√úberempfindlichkeiten) oder Reisekrankheit (Antihistaminika/Antiemetika)
  • andere starke Schmerzmittel
  • Alkohol

Sie d√ľrfen die im Folgenden aufgelisteten Arzneimittel nur unter engmaschiger √§rztlicher √úberwachung zusammen mit Fentanyl Lavipharm anwenden. Diese Arzneimittel k√∂nnen die Wirkungen und Nebenwirkungen von Fentanyl Lavipharm verst√§rken. Das gilt beispielsweise f√ľr:

  • Ritonavir (zur Behandlung von AIDS)
  • Ketoconazol und Itraconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen)
  • manche Makrolidantibiotika, z.B. Erythromycin und Clarithromycin (zur Behandlung von Infektionen)
  • Cimetidin (zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen)
  • Diltiazem (zur Behandlung von Herzerkrankungen)

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie MAO-Hemmer (z.B. Moclobemid gegen Depressionen oder Selegilin gegen Parkinson) einnehmen oder diese Arzneimittel innerhalb der letzten 14 Tage eingenommen haben. Wenn diese Arzneimittel zusammen mit Fentanyl Lavipharm angewendet werden, können ihre schädlichen Wirkungen (Toxizität) erhöht werden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei Anwendung von Fentanyl Lavipharm zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Sie sollten w√§hrend der Behandlung mit Fentanyl Lavipharm keinen Alkohol zu sich nehmen. Alkohol kann das Risiko f√ľr das Auftreten von Atemproblemen erh√∂hen. Die Anwendung von Fentanyl Lavipharm bei gleichzeitigem Konsum alkoholischer Getr√§nke verst√§rkt das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen und kann zu Atemproblemen, Blutdruckabfall, starker Sedierung und Koma f√ľhren.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Die sichere Anwendung w√§hrend der Schwangerschaft ist nicht nachgewiesen. Fentanyl Lavipharm sollte w√§hrend der Wehen oder der Geburt (einschlie√ülich eines Kaiserschnitts) nicht angewendet werden, da Fentanyl m√∂glicherweise zu Atemproblemen beim Neugeborenen f√ľhren kann. Wenn Sie w√§hrend der Behandlung mit Fentanyl Lavipharm schwanger werden, informieren Sie Ihren Arzt. Fentanyl Lavipharm sollte w√§hrend der Schwangerschaft oder der Stillzeit nicht angewendet werden, es sei denn, es ist unbedingt erforderlich. Fentanyl geht in die Muttermilch √ľber und kann m√∂glicherweise Nebenwirkungen wie Sedierung (medikament√∂se Beruhigung) und schwere Atemprobleme beim gestillten S√§ugling hervorrufen. Die Milch, die w√§hrend der Behandlung oder innerhalb von 72 Stunden nach dem Entfernen des letzten Pflasters produziert wurde, muss verworfen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

  • Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Fentanyl Lavipharm hat einen großen Einfluss auf die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu lenken oder eine Maschine zu bedienen. Besonders zu Beginn der Behandlung, bei jeder Dosisänderung sowie in Verbindung mit Alkohol oder Beruhigungsmitteln (Tranquilizern) ist

mit derartigen Beeintr√§chtigungen zu rechnen. Wenn Sie Fentanyl Lavipharm √ľber einen l√§ngeren Zeitraum in unver√§nderter Dosierung angewendet haben, liegt es im Ermessen Ihres Arztes, ob er Ihnen das Lenken von Fahrzeugen und das Bedienen gef√§hrlicher Maschinen erlaubt. W√§hrend der Anwendung von Fentanyl Lavipharm d√ľrfen Sie kein Fahrzeug lenken und keine gef√§hrlichen Maschinen bedienen, wenn es Ihnen Ihr Arzt nicht ausdr√ľcklich erlaubt hat.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Fentanyl Lavipharm immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ihr Arzt wird Ihnen die f√ľr Sie richtige St√§rke von Fentanyl Lavipharm verschreiben. Er wird seine Entscheidung abh√§ngig machen von der St√§rke der Schmerzen, Ihrem Allgemeinzustand und der Schmerzbehandlung, die Sie bisher erhalten haben. Abh√§ngig von Ihrem Ansprechen auf die Behandlung kann es sein, dass die St√§rke des Pflasters oder die Anzahl der Pflaster angepasst werden muss. Eine Wirkung wird innerhalb von 24 Stunden nach dem Aufkleben des ersten Pflasters erreicht und die Wirkungen lassen schrittweise nach dem Entfernen des Pflasters nach. Beenden Sie die Behandlung nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.

Die Wirkung des ersten Pflasters setzt langsam ein; es kann einen ganzen Tag dauern, bis die volle Wirkung erreicht ist. Ihr Arzt wird Ihnen deshalb m√∂glicherweise ein zus√§tzliches Schmerzmittel geben, um die Zeit bis zum vollen Wirkungseintritt Ihres Fentanyl-Pflasters zu √ľberbr√ľcken. Danach sollte Fentanyl Lavipharm die Schmerzen anhaltend lindern und Sie sollten diese zus√§tzlichen Schmerzmittel nicht mehr ben√∂tigen. Es kann jedoch sein, dass Sie manchmal trotzdem noch zus√§tzliche Schmerzmittel brauchen.

Wie Fentanyl Lavipharm anzuwenden ist

  • Finden Sie eine flache Stelle auf Ihrem Oberk√∂rper oder Oberarm, wo die Haut nicht behaart ist, ohne Schnittwunden, ohne Flecken oder andere Hautsch√§den. Die K√∂rperstelle darf nicht im Zusammenhang mit einer Strahlentherapie bestrahlt worden sein.
  • Ist die Haut behaart, entfernen Sie die Haare mit einer Schere (es ist jedoch ratsam, eine unbehaarte Stelle zu verwenden). Nicht rasieren, da Rasieren die Haut reizen kann. Muss die Haut gereinigt werden, verwenden Sie Wasser. Verwenden Sie keine Seifen, √Ėle, Lotionen, Alkohol oder andere Reinigungsmittel, die die Haut reizen k√∂nnen. Die Haut muss vollkommen trocken sein, bevor das Pflaster aufgeklebt wird.
  • Das Pflaster muss sofort nach dem Entnehmen aus der Verpackung aufgeklebt werden. Nach dem Entfernen der Abziehfolie wird das Pflaster mit der Handfl√§che f√ľr ca. 30 Sekunden fest auf die daf√ľr vorgesehene Stelle gepresst, so dass sichergestellt wird, dass das gesamte Pflaster Kontakt mit der Haut hat. Bitte achten Sie besonders darauf, dass das Pflaster an den R√§ndern gut klebt.
  • Ein Fentanyl-Pflaster wird √ľblicherweise 72 Stunden (3 Tage) lang getragen. Auf dem Umkarton k√∂nnen Sie das Datum und die Zeit notieren, zu dem/zu der Sie das Pflaster aufgeklebt haben. Das kann Ihnen helfen, sich zu erinnern, wann Sie das Pflaster wechseln m√ľssen.
  • Die K√∂rperstelle an der das Pflaster angewandt wird, darf keinen √§u√üeren Hitzequellen ausgesetzt werden (siehe ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Anwendung von Fentanyl Lavipharm ist erforderlich‚Äú).
  • Da das transdermale Pflaster auf der Au√üenseite durch eine wasserfeste Tr√§gerfolie gesch√ľtzt ist, kann es auch beim Baden, Duschen, Schwimmen oder bei k√∂rperlicher Bet√§tigung getragen werden.
  • Bei Kindern hat sich das Aufbringen der Pflaster im oberen R√ľckenbereich am besten bew√§hrt, da die Kinder sie dort am wenigsten entfernen k√∂nnen.

Fentanyl Lavipharm darf nicht geteilt oder zerschnitten werden.

Wie das transdermale Pflaster gewechselt wird

  • Entfernen Sie das Pflaster nach der Zeit, die Ihnen von Ihrem Arzt genannt wurde. In den meisten F√§llen sind das 72 Stunden (3 Tage), bei manchen Patienten 48 Stunden (2 Tage). Normalerweise geht das Pflaster nicht von alleine ab. Wenn Spuren des Pflasters nach dem Entfernen auf der Haut zur√ľckbleiben, k√∂nnen diese mit reichlich Wasser abgewaschen werden. Verwenden Sie keinen Alkohol oder andere L√∂sungsmittel!
  • Falten Sie das benutzte Pflaster in der Mitte so zusammen, dass die Klebefl√§chen aufeinander kleben. Legen Sie benutzte Pflaster in die Schachtel zur√ľck und entsorgen Sie sie sicher oder bringen Sie sie in die Apotheke zur√ľck.
  • Kleben Sie ein neues Pflaster, wie oben beschrieben, auf eine andere Hautstelle auf. Zuvor verwendete Hautstellen sollten f√ľr die n√§chsten 7 Tage unbenutzt bleiben.

Wenn sich das Pflaster gleich wieder ablöst oder das Pflaster kaputt ist, muss es verworfen werden und ein neues Pflaster an einer anderen Hautstelle angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Fentanyl Lavipharm angewendet haben als Sie sollten

Wenn Sie mehr Pflaster aufgeklebt haben als verschrieben, entfernen Sie die Pflaster und informieren Sie Ihren Arzt oder Ihr Krankenhaus und fragen Sie nach dem Risiko.

Das h√§ufigste Anzeichen einer √úberdosierung ist verminderte F√§higkeit zu atmen. Die Beschwerden √§u√üern sich darin, dass die Person anormal, langsam oder schwach atmet. Wenn das auftritt, entfernen Sie das Pflaster und informieren Sie umgehend einen Arzt. Halten Sie die Person durch Sprechen oder gelegentliches R√ľtteln wach, w√§hrend Sie auf den Arzt warten. Andere Anzeichen und Beschwerden einer √úberdosierung sind Benommenheit, niedrige K√∂rpertemperatur, langsamer Herzschlag, herabgesetzter Muskeltonus, starke Sedierung (medikament√∂se Beruhigung), Verlust der Bewegungskoordination, Verkleinerung der Pupillen und Kr√§mpfe.

Wenn Sie die Anwendung oder den Wechsel von Fentanyl Lavipharm vergessen haben

Sie d√ľrfen unter keinen Umst√§nden die doppelte Dosis verwenden, um die vergessene Anwendung nachzuholen. Falls von Ihrem Arzt nicht anders angeordnet, sollten Sie Ihr Pflaster alle 3 Tage (alle 72 Stunden) zur gleichen Tageszeit wechseln. Wenn Sie vergessen haben Ihr Pflaster zu wechseln, dann wechseln Sie es, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn es schon viel zu sp√§t ist, Ihr Pflaster zu wechseln, informieren Sie Ihren Arzt, da Sie m√∂glicherweise zus√§tzliche Schmerzmittel ben√∂tigen.

Wenn Sie die Anwendung von Fentanyl Lavipharm abbrechen

Falls Sie die Behandlung unterbrechen oder beenden m√∂chten, sollten Sie immer mit Ihrem Arzt √ľber die Gr√ľnde der Beendigung und √ľber Ihre weitere Behandlung sprechen.

Eine Langzeitanwendung von Fentanyl Lavipharm kann zu einer physischen Gew√∂hnung f√ľhren. Wenn Sie aufh√∂ren, die Pflaster anzuwenden, k√∂nnen Sie sich unwohl f√ľhlen.

Da das Risiko von Entzugserscheinungen größer ist wenn die Behandlung plötzlich gestoppt wird, sollten Sie niemals selbstständig die Anwendung von Fentanyl Lavipharm beenden, sondern immer zuerst Ihren Arzt konsultieren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Fentanyl Lavipharm Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10 Häufig: betrifft 1 - 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: betrifft 1 - 10 Behandelte von 1.000 Selten: betrifft 1 - 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Wenn eine der folgenden schwerwiegenden, sehr seltenen Nebenwirkungen auftritt, brechen Sie die Behandlung ab und informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf:

  • schwere Atemdepression (schwere Atemlosigkeit, rasselnde Atmung) oder
  • vollst√§ndige Blockade des Verdauungskanals (krampfartige Schmerzen, Erbrechen, Bl√§hungen).

Andere Nebenwirkungen

Sehr h√§ufig: Schl√§frigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen, √úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Schwitzen, Juckreiz. Der Juckreiz verschwindet √ľblicherweise innerhalb eines Tages nach Entfernen des Pflasters.

H√§ufig: Gef√ľhl von ungew√∂hnlicher Schl√§frigkeit oder M√ľdigkeit (d√§mpfende Wirkung auf die Gehirnfunktion), Nervosit√§t, Halluzinationen, verminderter Appetit, Mundtrockenheit, Magenschmerzen, Hautreaktionen an der Anwendungsstelle.

Gelegentlich: Ungew√∂hnliches Gl√ľcksgef√ľhl, Ged√§chtnisverlust, Schlafst√∂rungen, Halluzinationen, Ruhelosigkeit, Zittern, Empfindungsst√∂rungen, Sprachst√∂rungen, Anstieg oder Abfall des Blutdruckes und des Herzschlags, Atembeschwerden, Durchfall, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Hautausschlag, Hautr√∂tung (Erythem). Hautausschlag und Hautr√∂tung verschwinden √ľblicherweise innerhalb eines Tages nach Entfernen des Pflasters.

Selten: Verschleiertes Sehen, unregelm√§√üiger Herzschlag, Erweiterung der Blutgef√§√üe, Schluckauf, Wasseransammlungen im Gewebe, K√§ltegef√ľhl.

Sehr selten: Wahnvorstellungen, Verlust von K√∂rperkraft, St√∂rung der Sexualfunktion, Entzugserscheinungen, Verlust der Muskelkoordination, Kr√§mpfe, langsame Atmung, Atemstillstand, Blutspucken, ungew√∂hnliche Ansammlung von Blut in den Lungen, Halsentz√ľndung, Darmverschluss (Ileus), schmerzhafte Gase im Magen oder Darm, schwerwiegende allergische Reaktionen (Atemschwierigkeiten, pfeifende Atemger√§usche, Ausschlag), ungew√∂hnlich niedrige Harnproduktion, Schmerzen in der Harnblase. Generalisierte akute allergische Reaktionen mit Abfall des Blutdrucks und/oder Atemschwierigkeiten (anaphylaktische Reaktionen), Wahnvorstellungen, Erregungszust√§nde, Kraftverlust, Depression, Angst, Verwirrung, sexuelle St√∂rungen, Entzugserscheinungen, Koordinationsschwierigkeiten, Krampfanf√§lle (einschlie√ülich klonischer und Grand-Mal-Anf√§lle), vermindertes Sehverm√∂gen, eingeschr√§nkte Atmung (Atemdepression), Atemstillstand (Apnoe), schmerzhafte Bl√§hungen, Darmverschluss, Schmerzen in der Harnblase, verringerte Harnmenge (verminderte Urinsekretion).

Wenn Sie bereits seit einiger Zeit Fentanyl Lavipharm verwendet haben, kann sich die Wirkung von Fentanyl Lavipharm f√ľr Sie verringern, so dass eine Dosisanpassung n√∂tig wird (m√∂gliche Gew√∂hnung).

Au√üerdem kann sich eine k√∂rperliche Abh√§ngigkeit entwickeln und Sie versp√ľren m√∂glicherweise Entzugserscheinungen, wenn Sie die Anwendung der Pflaster pl√∂tzlich beenden. Entzugssymptome k√∂nnen √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzust√§nde und Zittern sein.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren, auch nach der Anwendung. Gro√üe Mengen des Wirkstoffs verbleiben auch nach der Anwendung im transdermalen Pflaster.

Sie d√ľrfen Fentanyl Lavipharm nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht √ľber 25¬įC lagern.

Aus Umwelt- und Sicherheitsgr√ľnden m√ľssen benutzte und unbenutzte Pflaster und Pflaster deren Haltbarkeit abgelaufen ist, sicher entsorgt oder in die Apotheke zur Entsorgung zur√ľckgebracht werden. Heben Sie die Verpackung nach Entnahme des Pflasters auf. Gebrauchte Pflaster sollten in der Mitte zusammengefaltet werden, so dass die Klebefl√§chen zusammenkleben. Legen Sie benutzte Pflaster in die Schachtel zur√ľck und entsorgen Sie sie sicher oder bringen Sie sie in die Apotheke zur√ľck.

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Weitere Informationen

Was Fentanyl Lavipharm enthält

  • Der Wirkstoff ist: Fentanyl. Jedes Fentanyl Lavipharm 75 Mikrogramm/h transdermales Pflaster setzt jede Stunde 75 Mikrogramm Fentanyl frei.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:

o Wirkstoffmatrix und Hautkleber: Silikonkleber, Dimeticon o Deck- und Abziehfolie: Poly(ethylenterephthalat)folie

o Deckschicht: Poly(ethylenterephthalat/ethylenvinylacetat-Copolymer)folie

  1. Steuermembran, die die Freisetzungsrate kontrolliert: Ethylenvinylacetat- Copolymerfolie

o Färbung: braun gefärbt, blaue Tinte

Wie Fentanyl Lavipharm aussieht und Inhalt der Packung

Fentanyl Lavipharm 75 Mikrogramm/h transdermale Pflaster sind braun gef√§rbt und rechteckig. Auf das Pflaster ist in blauer Tinte ‚ÄěFentanyl 75 ¬Ķg/h‚Äú aufgedruckt. Jedes Pflaster weist eine Klebefl√§che auf, damit es auf die Haut geklebt werden kann. Das Pflaster ist mit einer transparenten Abziehfolie und mit einer transparenten Deckfolie bedeckt, die beide vor der Applikation entfernt werden m√ľssen.

Fentanyl Lavipharm ist in Packungen mit 1, 3, 5, 10, 16 und 20 transdermalen Pflastern erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Lavipharm S.A., Agias Marinas street, 19002 Peania, Attica, Griechenland

Hersteller

Lavipharm S.A., 19002 Peania, Attica, Griechenland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien: Fentanyl Lavipharm Deutschland: Fentanyl Lavipharm Irland: Fentanyl Lavipharm Italien: Fentanyl Lavipharm Norwegen: Fentanyl Lavipharm Portugal: Fentanyl Lavipharm Schweden : Fentanyl Lavipharm Spanien: Fentanyl Lavipharm

Vereinigtes Königreich: Fentanyl Lavipharm

Z. Nr.: 1-28765

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Dezember 2010.

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Wirkstoff(e) Fentanyl
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Lavipharm
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code N02AB03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Opioide

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden