Fentanyl Janssen 0,5 mg - Ampullen

Abbildung Fentanyl Janssen 0,5 mg - Ampullen
Wirkstoff(e) Fentanyl
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Janssen-Cilag Pharma GmbH
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 07.07.1981
ATC Code N01AH01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Allgemeinanästhetika

Zulassungsinhaber

Janssen-Cilag Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Fentanyl gehört zu einer Gruppe starker Schmerzmittel, Opioide genannt.

Fentanyl-Janssen wird angewendet:

  • als schmerzlindernder Zusatz in der Narkose oder Lokalan√§sthesie
  • in Kombination mit Neuroleptika (Beruhigungsmittel) als eine Narkose - Vorbereitung, zur An√§sthesieeinleitung und als Zusatz bei der Erhaltung einer Narkose und Lokalan√§sthesie

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fentanyl-Janssen darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Fentanyl, andere Opioide oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei Patienten mit Atemdepression ohne Beatmung
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit Monoaminooxidase (MAO)-Hemmern (Arzneimittel gegen Depressionen) oder innerhalb von zwei Wochen nach Beendigung der Anwendung von MAO- Hemmern
  • bei erh√∂htem Hirndruck, Sch√§del-Hirnverletzungen
  • bei reduziertem Blutvolumen und niedrigem Blutdruck.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Fentanyl bei Ihnen angewendet wird.

  • Fentanyl intraven√∂s darf nur von √Ąrzten, die die endotracheale Intubation beherrschen, in Krankenh√§usern oder anderen Einrichtungen mit der M√∂glichkeit zur Intubation und Beatmung verwendet werden.
  • Wie bei allen starken Schmerzmitteln dieser Art ist die Begleiterscheinung der guten Schmerzausschaltung die Abnahme der Atemfrequenz. Dies kann bis in die Aufwachphase andauern oder in dieser Zeit wieder erneut auftreten. Dieser Effekt kann vor allem bei √§lteren Menschen (>65

Jahren) verl√§ngert sein. Bei Neugeborenen ist diese Wirkung schon bei kleinen Dosen zu erwarten. Ihre Atmung wird sorgf√§ltig √ľberwacht werden bis sie wieder normal ist. Ihr Arzt h√§lt spezielle Ger√§te und Arzneimittel bereit, um jeder unerw√ľnschten Abnahme Ihrer Atemfrequenz entgegenzuwirken.

  • Epileptische Patienten, Patienten mit Schilddr√ľsen-, Herz-, Lungen-, Darm-, Leber- und Nieren- Erkrankungen und Patienten mit Alkoholismus m√ľssen eine auf ihre speziellen Bed√ľrfnisse zugeschnittene Dosis erhalten und ihre Reaktion muss streng √ľberwacht werden.
  • Die kontinuierliche Einnahme oder der fr√ľhere Missbrauch dieser Art von Arzneimitteln kann dessen Wirksamkeit reduzieren und es kann notwendig sein, die Dosierung zu erh√∂hen.
  • Bei Neugeborenen ist die Entwicklung eines Entzugssyndroms nach einer Behandlung von √ľber 5 Tagen oder ab einer gewissen Gesamtdosis wahrscheinlich.
  • Schnelle Injektion von Fentanyl sollte vermieden werden.
  • Fentanyl kann niedrigen Blutdruck verursachen, insbesondere wenn bei Ihnen ein niedriges Blutvolumen vorliegt.
  • Fentanyl kann zu Gallenblasenkr√§mpfen f√ľhren.
  • Muskelsteifigkeit kann auch die Brustmuskeln betreffen und m√∂glicherweise die Atmung beeintr√§chtigen.
  • Bei Patienten mit Myasthenia gravis muss die Anwendung von Fentanyl i.v. sorgf√§ltig abgewogen werden.
  • Dieses Arzneimittel enth√§lt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml.

Anwendung von Fentanyl-Janssen zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:

  • Schmerzmittel
  • Schlaftabletten
  • Beruhigungsmittel
  • Arzneimittel f√ľr die Behandlung von Epilepsie
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (z. B. Itraconazol, Fluconazol, Voriconazol)
  • Arzneimittel, die einen der folgenden Wirkstoffe enthalten:
  • Diazepam
  • Thiopental
  • Etomidate
  • Midazolam
  • Droperidol
  • Cimetidin
  • Clonidin
  • Vecuronium
  • Atracurium
  • Baclofen
  • Etomidat
  • Stickstoffoxid (Lachgas)
  • Ritonavir

Serotonin-Syndrom

Vorsicht ist geboten, wenn Fentanyl gleichzeitig mit Arzneimitteln verabreicht wird, die das serotonerge Neurotransmitter System beeinflussen.

Die Entwicklung eines möglicherweise lebensbedrohlichen Serotonin-Syndroms kann bei gleichzeitiger Verwendung von serotonergen Arzneimitteln wie selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRIs) und Serotonin-Norepinephrin-Wiederaufnahme-Hemmern (SNRIs) und bei Arzneimitteln, die die

Verstoffwechselung von Serotonin beeinflussen (inklusive Monoaminooxidase (MAO)-Hemmer) auch innerhalb der empfohlenen Dosierung auftreten.

Das Serotonin-Syndrom kann Veränderungen der psychischen Verfassung (z.B. Erregung, Halluzinationen, Koma), autonome Instabilität (z.B. Herzrasen, labiler Blutdruck, Fieber), neuromuskuläre Abnormitäten (z.B. gesteigerte Reflexbereitschaft, fehlende Koordination, Muskelverhärtung) und/oder gastrointestinale Beschwerden (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) einschließen.

Wenn ein Serotonin-Syndrom vermutet wird, ist ein rasches Absetzen von Fentanyl in Betracht zu ziehen. Üblicherweise wird empfohlen, eine Behandlung mit MAO-Hemmern (Arzneimittel gegen Depressionen) zwei Wochen vor einem operativen Eingriff oder einer Anästhesie zu unterbrechen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Er wird entscheiden, ob Ihnen Fentanyl verabreicht werden soll oder nicht.

Von der Anwendung von Fentanyl w√§hrend der Geburt wird abgeraten, da Fentanyl die Plazenta passiert und bei Ihrem Baby die Atmung beeintr√§chtigen kann. Wenn Ihr Arzt dennoch entscheidet, dass die Anwendung notwendig ist, m√ľssen bei Bedarf sofort Beatmungsger√§te f√ľr Mutter und Kind zur Verf√ľgung stehen. Ein Opioidantagonist f√ľr das Kind muss immer verf√ľgbar sein.

Fentanyl kann in die Muttermilch gelangen. Es wird deshalb empfohlen, dass Sie f√ľr wenigstens 24 Stunden nach der Behandlung nicht stillen oder die abgepumpte Muttermilch verwenden.

Verkehrst√ľchtigkeit und √§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Fentanyl-Janssen hat gro√üen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die √§higkeit zum Bedienen von Maschinen. Patienten sollten nach Verabreichung von Fentanyl die aktive Teilnahme am Stra√üenverkehr oder das Bedienen von Maschinen erst dann wieder aufnehmen, nachdem ausreichend Zeit verstrichen ist (fr√ľhestens nach 24 Stunden).

Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Fentanyl enth√§lt Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro ml, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

Doping

Die Anwendung dieses Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

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Wie wird es angewendet?

Fentanyl wird von einem Arzt in eine Vene gespritzt. Es hilft, Sie in die Narkose zu bringen und verhindert, dass Sie während des Eingriffs Schmerzen empfinden. Fentanyl wird Ihnen nur in einer Umgebung verabreicht, in der die Atemwege kontrolliert werden können, und nur von Fachpersonal, das die Atemwege kontrollieren kann.

Die initiale Dosis soll bei älteren und geschwächten Patienten reduziert werden. Ihr Arzt wird entscheiden, welche Menge von Fentanyl Sie benötigen. Dies wird von Ihrem Alter, Körpergewicht, körperlichem

Zustand und Ihrer Begleitmedikation abhängen, außerdem von der Art des chirurgischen Eingriffs und Art der Anästhesie.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wenn Sie Atembeschwerden, Schwindel oder die Anzeichen von niedrigem Blutdruck und langsamerem Herzschlag wahrnehmen, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder suchen Sie medizinische Betreuung auf.

Die H√§ufigkeit der unten aufgef√ľhrten m√∂glichen Nebenwirkungen wird gem√§√ü folgender Vereinbarung

definiert:

 

 

Sehr häufig

(kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Häufig

(kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelegentlich

(kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

Selten

(kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Sehr selten

(kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Nicht bekannt

(H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

 

 

 

Systemorganklasse

 

Häufigkeit: Nebenwirkung

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: allergische Reaktionen (wie

 

 

anaphylaktischer Schock, anaphylaktische Reaktionen,

 

 

Nesselsucht)

Psychiatrische Erkrankungen

Gelegentlich: √ľberm√§√üiges Gl√ľcksgef√ľhl (Euphorie)

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Störung des normalen Bewegungsablaufs,

 

 

√ľberm√§√üige M√ľdigkeit (Sedierung), Schwindel

 

 

Gelegentlich: Kopfschmerzen

 

 

Sehr selten: Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit,

 

 

Muskelzuckungen

Augenerkrankungen

 

Häufig: Sehstörungen

Herzerkrankungen

 

Häufig: schneller oder langsamer Herzschlag,

 

 

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie)

 

 

Sehr selten: Herzstillstand

Gefäßerkrankungen

 

Häufig: Niedriger oder hoher Blutdruck,

 

 

Venenschmerzen

 

 

Gelegentlich: Venenentz√ľndung,

 

 

Blutdruckschwankungen

Erkrankungen der Atemwege, des

Häufig: Krämpfe der Muskeln in Ihrem Hals oder der

Brustraums und Mediastinums

Lunge, Aussetzen der Atmung f√ľr einen kurzen

 

 

Zeitraum (Apnoe)

 

 

Gelegentlich: schnellere Atmung als normal, Schluckauf

 

 

Sehr selten: Atemdepression

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit, Erbrechen

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Krampf der Gallenblase

Erkrankungen der Haut und des

Häufig: Allergischer Hautausschlag

Unterhautzellgewebes

 

Sehr selten: Juckreiz

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und

Sehr häufig: Muskelsteifigkeit (kann auch die

Knochenerkrankungen

Brustmuskeln betreffen und möglicherweise die

 

Atmung beeinträchtigen)

Allgemeine Erkrankungen und

Gelegentlich: Sch√ľttelfrost, Abfall der

Beschwerden am Verabreichungsort

Körpertemperatur unter den normalen Wert

Verletzung, Vergiftung und durch

Häufig: Verwirrtheit nach der Operation, neurologisch

Eingriffe bedingte Komplikationen

anästhetische Komplikation

 

Gelegentlich: Atemwegskomplikation durch die

 

Narkose, Unruhe nach der Operation, Komplikation bei

 

der Verabreichung

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Zwischen 15¬į und 30¬įC lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Fentanyl-Janssen enthält

  • Der Wirkstoff ist: Fentanylcitrat (jeder ml enth√§lt 50 ¬Ķg Fentanyl).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid und Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Fentanyl-Janssen aussieht und Inhalt der Packung

Fentanyl-Janssen ist eine klare, farblose, sterile, konservierungsmittelfreie, isotonische Infusions/Injektionslösung zur intravenösen, oder seltener zur intramuskulären, Anwendung mit einem pH-Wert zwischen 3,8 und 5,8.

Fentanyl-Janssen 0,1 mg ‚Äď Ampullen: 5 x 2 ml Fentanyl-Janssen 0,5 mg ‚Äď Ampullen: 5 x 10 ml, 20 x 10 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Janssen - Cilag Pharma GmbH, 1020 Wien

Hersteller:

GlaxoSmithKline Manufacturing S.p.A., 43056 Torrile (), Italien

Z. Nr.:

17.049 (Fentanyl-Janssen 0,1 mg ‚Äď Ampullen)

16.948 (Fentanyl-Janssen 0,5 mg ‚Äď Ampullen)

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juni 2017.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Dosierung:

Fentanyl soll je nach Alter, Körpergewicht, Allgemeinzustand, zugrundliegender Pathologie, Verwendung von anderen Arzneimitteln, sowie Operations- und Anästhesieart individuell dosiert werden.

Die Initialdosis soll bei √§lteren und geschw√§chten Patienten reduziert werden. Die Wirkung der Initialdosis soll bei der Errechnung der weiteren Dosen ber√ľcksichtigt werden.

Um das Auftreten von Bradykardie zu vermeiden, soll eine niedrige Dosis eines Anticholinergikums kurz vor der Einleitung der Anästhesie intravenös verabreicht werden.

Erwachsene

  • Narkose - Pr√§medikation

50-100 ¬Ķg (1-2 ml) i.m. 30-60 Minuten vor Operationsbeginn.

Gebrauch als analgetische Komponente in der Allgemeinanästhesie

Niedrige Dosierung: 2 ¬Ķg/kg (0,04 ml/kg) i.v.

Fentanyl in niedriger Dosierung ist am geeignetsten f√ľr kleine chirurgische Eingriffe.

Mittlere Dosierung: 2-20 ¬Ķg/kg (0,04 - 0,4 ml/kg) i.v.

Bei komplizierteren chirurgischen Eingriffen wird eine höhere Dosierung notwendig. Die Wirkdauer ist von der Dosierung abhängig.

Hohe Dosierung: 20-50 ¬Ķg/kg (0,4 ‚Äď 1 ml/kg) i.v.

W√§hrend gro√üer chirurgischer Eingriffe, die lange dauern und bei denen eine Stressreaktion f√ľr das Wohlbefinden des Patienten abtr√§glich w√§re, konnte mittels Dosierungen von 20-50 ¬Ķg/kg (0,4 ‚Äď 1 ml/kg) Fentanyl mit Distickstoffoxid/Sauerstoff eine Verringerung des Effekts gezeigt werden. Falls w√§hrend chirurgischer Eingriffe solche hohen Dosierungen eingesetzt werden, so ist postoperativ, aufgrund einer m√∂glichen postoperativ anhaltenden Atemdepression, Beobachtung und Beatmung angezeigt. Zus√§tzliche Gaben von 25-250 ¬Ķg (0,5-5 ml) sollen an den Bedarf des Patienten und die vorgesehene Operationsdauer angepasst werden.

  • Gebrauch als An√§sthetikum

Wenn die Unterdr√ľckung von intraoperativen Stressreaktionen besonders wichtig ist, werden Dosen von 50-100 ¬Ķg/kg (1 ‚Äď 2 ml/kg) KG zusammen mit O2 und Muskelrelaxantien angewendet. Diese Technik macht den Gebrauch von zus√§tzlichen An√§sthetika unn√∂tig. In einigen √§llen k√∂nnen Dosen bis 150 ¬Ķg/kg (3 ml/kg) KG ben√∂tigt werden um diesen an√§sthetischen Effekt zu erzeugen. Fentanyl wurde in dieser Form bei Operationen am offenen Herzen, bei bestimmten anderen gro√üen chirurgischen Eingriffen und bei Patienten, bei denen der Schutz des Myokards vor starkem Sauerstoffmangel indiziert ist, eingesetzt.

√Ąltere und geschw√§chte Patienten

Wie bei anderen Opioiden soll die Initialdosis bei älteren (>65 Jahren) und geschwächten Patienten reduziert werden. Die Wirkung der Initialdosis soll bei der Errechnung der weiteren Dosen beachtet werden.

√úbergewichtige Patienten

Bei √ľbergewichtigen Patienten besteht das Risiko einer √úberdosierung, wenn die Dosis nach dem K√∂rpergewicht berechnet wird. √úbergewichtige Patienten sollen auf Basis der gesch√§tzten fettfreien K√∂rpermasse und nicht auf Basis des K√∂rpergewichts dosiert werden.

Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz soll eine Dosisreduktion von Fentanyl-Janssen in Betracht gezogen werden. Diese Patienten sollen sorgfältig auf Anzeichen einer Fentanyl-Toxizität beobachtet werden (siehe Pharmakokinetische Eigenschaften).

Pädiatrische Patienten

Kinder im Alter von 12 bis 17 Jahren: Orientierung an der Erwachsenendosierung

Kinder im Alter von 2 bis 11 Jahren:

Das √ľbliche Dosierungsregime ist wie folgt:

 

Alter

initial

Supplementär

bei Spontanatmung

2-11 Jahre

1-3 Mikrogramm/kg

1-1,25 Mikrogramm/kg

bei assistierter

2-11 Jahre

1-3 Mikrogramm/kg

1-1,25 Mikrogramm/kg

Beatmung

 

 

 

Zur Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren liegen keine ausreichenden Erkenntnisse vor.

Zur Anwendung bei Kindern zur Analgesie w√§hrend einer Operation, Unterst√ľtzung der An√§sthesie bei Spontanatmung:

Verfahren, die eine Analgesie bei einem spontan atmenden Kind einschlie√üen sollen als Teil einer An√§sthesie oder Sedierung/Analgesie nur angewendet werden, wenn erfahrenes Personal und Voraussetzungen, die eine Intubation bei einer pl√∂tzlichen Brustwandrigidit√§t oder eine Beatmung bei einer Apnoe erm√∂glichen, zur Verf√ľgung stehen.

Dosierung bei Patienten mit Begleiterkrankungen

Bei Patienten mit einer der folgenden Erkrankungen soll die beabsichtigte Gesamtdosis sehr vorsichtig titrierend gegeben werden:

  • nicht kompensierte Hypothyreose (Schilddr√ľsenunterfunktion)
  • Lungenerkrankungen, vor allem solche mit verminderter Vitalkapazit√§t
  • Alkoholkrankheit
  • eingeschr√§nkte Leberfunktion
  • eingeschr√§nkte Nierenfunktion

Vorsicht ist außerdem geboten, wenn Fentanyl bei Patienten mit Nebenniereninsuffizienz, Prostatahypertrophie, Porphyrie und Bradyarrhythmie angewendet werden soll.

Bei allen diesen Erkrankungen, mit Ausnahme des Alkohol-Abusus, kann es notwendig sein, die Dosis zu reduzieren. Bei Alkohol-Abusus kann die benötigte Dosis entweder zu reduzieren oder zu erhöhen sein.

Bei diesen Patienten ist auch eine länger andauernde postoperative Überwachung angezeigt.

Art und Dauer der Anwendung:

Fentanyl soll nur unter Voraussetzungen, die eine Beatmung erm√∂glichen und durch Personal, das eine Beatmung durchf√ľhren kann, verabreicht werden.

Fentanyl ist sowohl als i.m und langsame i.v.-Injektion des unverd√ľnnten Arzneimittels als auch zur Verabreichung mittels Infusion (gel√∂st in NaCl- oder Glukoseinfusionen) vorgesehen. Solche Verd√ľnnungen sind mit Plastikinfusionssets kompatibel. Sie sollen innerhalb von 24 Stunden nach Zubereitung verbraucht werden.

Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Operationsverlauf.

Zur Beachtung:

Die Injektionslösung darf nicht mit anderen Produkten, ausgenommen mit NaCl- oder Glukoseinfusionen gemischt werden.

Hinweise zur Handhabung der Ampulle:

Beim √Ėffnen der Ampulle sind Handschuhe zu tragen.

  1. Die Ampulle zwischen Daumen und Zeigefinger halten, wobei das Ende der Ampulle frei bleibt.
  2. Mit der anderen Hand das Ende der Ampulle halten, indem der Zeigefinger gegen den Ampullenhals dr√ľckt und der Daumen auf den Farbpunkt parallel zum Identifizierungsfarbring.
  3. Den Daumen auf den Punkt haltend wird das Ende der Ampulle abgebrochen, wobei der andere Teil der Ampulle fest in der Hand gehalten wird.

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Wirkstoff(e) Fentanyl
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Janssen-Cilag Pharma GmbH
Suchtgift Ja
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 07.07.1981
ATC Code N01AH01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Allgemeinanästhetika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden