Fentarichtex 100 Mikrogramm/h - transdermales Matrixpflaster

Abbildung Fentarichtex 100 Mikrogramm/h - transdermales Matrixpflaster
Wirkstoff(e) Fentanyl
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Sandoz
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code N02AB03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Opioide

Zulassungsinhaber

Sandoz

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Fentanyl ist ein Vertreter aus einer Gruppe stark wirksamer Schmerzmittel, der sogenannten Opioider. Das Schmerzmittel, Fentanyl, wird langsam aus dem Pflaster freigesetzt und dringt durch die Haut in den Körper ein.

Fentarichtex wird angewendet zur Behandlung von schweren und lang anhaltenden Schmerzen, die nur mit starken Schmerzmitteln (Opioiden) ausreichend behandelt werden können.

Kinder:

Fentarichtex kann bei Kindern zwischen 2 und 16 Jahren, die bereits zuvor mit anderen opioiden Schmerzmitteln behandelt wurden, angewendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fentarichtex darf NICHT angewendet werden

  • wenn Sie allergisch gegen Fentanyl oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie nur kurzzeitige Schmerzen haben (z. B. nach einem operativen Eingriff)
  • wenn Ihr zentrales Nervensystem schwer beeintr√§chtigt ist, z. B. bei Gehirnverletzung
  • wenn Sie unter gro√üen Schwierigkeiten beim Atmen leiden
  • bei Kindern unter 2 Jahren mit Schmerzen
  • bei Kindern, die zuvor nicht mit starken Schmerzmitteln wie Morphin behandelt wurden

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Warnhinweis

Fentarichtex ist ein Arzneimittel, das f√ľr Kinder lebensbedrohlich sein kann. Das trifft auch auf benutzte Transdermalpflaster zu. Bedenken Sie bitte, dass das Arzneimittel durch sein Aussehen f√ľr Kinder verlockend wirken kann, was in manchen F√§llen t√∂dliche Folgen haben kann.

Fentarichtex kann bei Personen, die rezeptpflichtige opioidhaltige Arzneimittel nicht regelmäßig anwenden, lebensbedrohliche Nebenwirkungen haben.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Fentarichtex bei Ihnen angewendet wird, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden, da das Risiko von Nebenwirkungen erhöht ist und/oder Ihr Arzt Ihnen möglicherweise eine geringere Dosis Fentarichtex verschreiben muss:

  • Asthma, Atemprobleme oder eine Lungenerkrankung
  • niedriger Blutdruck oder vermindertes Blutvolumen
  • beeintr√§chtigte Leberfunktion
  • beeintr√§chtigte Nierenfunktion
  • wenn Sie eine Kopfverletzung, einen Gehirntumor, Anzeichen eines erh√∂hten intrakraniellen Druckes (z. B. Kopfschmerzen, Sehst√∂rungen), Bewusstseinseinschr√§nkungen hatten oder Sie im Koma lagen
  • langsamer unregelm√§√üiger Herzschlag
  • wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die zu Erm√ľdung und Schw√§che der Muskeln f√ľhrt (Myasthenia gravis)
  • chronische Verstopfung

Eine erh√∂hte K√∂rpertemperatur kann dazu f√ľhren, dass zu viel Wirkstoff durch die Haut gelangt. Deshalb

  • informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie w√§hrend der Behandlung Fieber bekommen
  • vermeiden Sie, das Pflaster auf der Haut direkter Hitze, wie Heizkissen, elektrischen W√§rmedecken, W√§rmflaschen, geheizten Wasserbetten, W√§rme- oder Br√§unungsstrahlern, intensiven Sonnenb√§dern, ausgedehnten langen B√§dern, Sauna oder hei√üen Whirlpool- B√§dern auszusetzen

Wenn Sie schon √§lter oder in einer sehr schlechten k√∂rperlichen Verfassung (Kachexie) sind, wird Ihr Arzt Sie besonders sorgf√§ltig √ľberwachen, weil es notwendig sein kann, Ihnen eine niedrigere Dosis zu verschreiben.

Fentarichtex kann Verstopfung verursachen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, wie Sie eine Verstopfung vermeiden können.

Wenn Sie Fentarichtex längere Zeit anwenden, kann sich nachlassende Schmerzlinderung (Gewöhnung), physische oder psychische Abhängigkeit entwickeln. Dies wird jedoch während einer Behandlung von Schmerzen selten beobachtet.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie Alkohol, verschreibungspflichtige Medikamente oder illegale Drogen missbraucht haben oder davon abhängig waren.

Die Pflaster sollen nicht in kleinere St√ľcke zerschnitten werden, weil Qualit√§t, Wirksamkeit und Sicherheit solcher zerteilter Pflaster nicht nachgewiesen sind.

√úbertragung des Pflasters auf andere Personen

Fentarichtex Pflaster sind ausschlie√ülich auf der Haut derjenigen Person anzuwenden, f√ľr die es vom Arzt verschrieben wurde. Es wurden F√§lle von versehentlichem Kleben eines Pflasters auf einem Familienmitglied bei engem k√∂rperlichem Kontakt oder beim Teilen eines Bettes berichtet. Ein Pflaster, welches auf anderen Personen (insbesondere Kindern) klebt, kann zu einer √úberdosis f√ľhren. Wenn ein Pflaster auf der Haut einer anderen Person klebt, entfernen Sie das Pflaster sofort und suchen Sie medizinische Hilfe auf.

Kinder

Bei Kindern unter 2 Jahren wird die Anwendung von Fentarichtex nicht empfohlen. Wenden Sie Fentarichtex nicht bei Kindern an, die nicht zuvor mit starken Schmerzmitteln wie Morphin behandelt wurden.

Die Anwendung des Arzneimittels Fentarichtex kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Anwendung von Fentarichtex zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel anwenden, die sich auf die Funktion des Gehirns auswirken, ist die Wahrscheinlichkeit gr√∂√üer, dass bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, insbesondere Probleme beim Atmen. Dies gilt beispielsweise f√ľr:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Angst (Beruhigungsmittel) und Unruhe (Tranquilizer)
  • Arzneimittel zur Behandlung von psychischen St√∂rungen (Neuroleptika, Antipsychotika)
  • An√§sthetika: Wenn bei Ihnen ein √§rztlicher oder zahn√§rztlicher Eingriff mit Bet√§ubung/Narkose durchgef√ľhrt werden soll, informieren Sie den Arzt oder Zahnarzt, dass Sie Fentarichtex anwenden.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schlafst√∂rungen (Schlafmittel, Beruhigungsmittel)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien oder Reisekrankheit (sedierende Antihistaminika/Antiemetika)
  • sonstige starke Schmerzmittel (Opioide)
  • Arzneimittel zur Muskelentspannung, z.B. zur Behandlung von R√ľckenschmerzen (Mittel zur Muskelerschlaffung)
  • Alkohol

Sie d√ľrfen die im Folgenden aufgelisteten Arzneimittel nur unter engmaschiger √§rztlicher √úberwachung zusammen mit Fentarichtex anwenden.

Diese Arzneimittel sind Hemmer des Enzyms CYP3A4 in der Leber und k√∂nnen die Wirkungen und Nebenwirkungen von Fentarichtex verst√§rken. Dies gilt beispielsweise f√ľr:

  • Ritonavir und Nelfinavir (zur Behandlung einer HIV-Infektion)
  • Ketoconazol, Itraconazol, Fluconazol und Voriconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen)
  • Verapamil, Diltiazem und Amiodaron (zur Behandlung von Herzkrankheiten)
  • bestimmte Makrolidantibiotika (zur Behandlung von Infektionen; z. B. Erythromycin, Clarithromycin, Troleandomycin)
  • Nephazadone (zur Behandlung einer Depression)

Eine gleichzeitige Anwendung bestimmter Substanzen (CYP3A4-Induktoren) kann zu einer Verminderung der Wirkung f√ľhren. Dies trifft z.B. zu auf

  • Rifampicin (Antibiotikum)
  • Carbamazepin, Phenobarbital oder Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie) Wenn die oben angef√ľhrten Substanzen wieder abgesetzt werden, wird Sie Ihr Arzt sorfg√§ltig √ľberwachen, da sich die Nebenwirkungen von Fentarichtex verst√§rken k√∂nnen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen, bekannt als

  • Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI),
  • Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI)
  • Monoaminooxidasehemmer (MAOH)

(wie z.B. Citalopram, Duloxetin, Escitalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin, Venlafaxin, Tranylcypromin) einnehmen.

Ihr Arzt muss jegliche Anwendung dieser Arzneimittel wissen, da ihre Kombination Fentarichtex das Risiko eines Serotonin-Syndroms, eines poteniell lebensbedrohenden Zustands, erhöhen kann.

Sie sollten Fentarichtex nicht anwenden, wenn Sie gerade MAO-Hemmer (zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinson-Krankheit) einnehmen oder in den letzten 14 Tagen eingenommen haben.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie bestimmte andere Schmerzmittel wie Buprenorphin, Nalbuphin oder Pentazocin (oder andere starke Schmerzmittel) anwenden. Es wird nicht empfohlen, diese zusammen mit Fentarichtex zu verwenden.

Anwendung von Fentarichtex zusammen mit Alkohol

Sie d√ľrfen w√§hrend der Behandlung mit Fentarichtex keinen Alkohol zu sich nehmen. Alkohol verst√§rkt das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen von Fentarichtex.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  • Wenden Sie Fentarichtex nicht w√§hrend der Wehen oder der Geburt (einschlie√ülich eines Kaiserschnitts) an, da Fentanyl m√∂glicherweise zu Atemproblemen beim Neugeborenen f√ľhren kann.
  • Wenn Sie w√§hrend der Behandlung mit Fentarichtex schwanger werden, informieren Sie Ihren Arzt. Sie d√ľrfen Fentarichtex nicht anwenden wenn Sie schwanger sind, es sei denn, Ihr Arzt h√§lt die Behandlung f√ľr unbedingt erforderlich. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat. Die sichere Anwendung w√§hrend der Schwangerschaft ist nicht nachgewiesen.
  • Fentanyl geht in die Muttermilch √ľber und kann beim S√§ugling M√ľdigkeit und eine Einschr√§nkung der Atemfunktion verursachen. Verwerfen Sie die Milch, die w√§hrend der Behandlung oder innerhalb von 72 Stunden nach dem Entfernen des letzten Pflasters produziert wurde.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Fentarichtex hat einen gro√üen Einfluss auf die F√§higkeit, ein Fahrzeug zu lenken oder eine Maschine zu bedienen. Besonders zu Beginn der Behandlung, bei jeder Dosis√§nderung sowie in Verbindung mit Alkohol oder Beruhigungsmitteln (Tranquilizern) ist mit derartigen Beeintr√§chtigungen zu rechnen. Wenn Sie Fentarichtex √ľber einen l√§ngeren Zeitraum in unver√§nderter Dosierung angewendet haben, liegt es im Ermessen Ihres Arztes, ob er Ihnen das Lenken von Fahrzeugen und das Bedienen gef√§hrlicher Maschinen erlaubt. W√§hrend der Anwendung von Fentarichtex d√ľrfen Sie kein Fahrzeug lenken und keine gef√§hrlichen Maschinen bedienen, wenn es Ihnen Ihr Arzt nicht ausdr√ľcklich erlaubt hat.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt entscheidet welche St√§rke von Fentarichtex am besten f√ľr Sie geeignet ist. Ihr Arzt trifft diese Entscheidung aufgrund

  • der St√§rke Ihrer Schmerzen
  • Ihres Allgemeinzustandes und
  • der Schmerzbehandlung, die Sie bislang erhalten haben.

Es kann sein, dass die St√§rke des Pflasters oder die Anzahl der Pflaster entsprechend der Wirkung angepasst werden muss. Eine wirksame Behandlung wird innerhalb von 24 Stunden nach dem Aufkleben des ersten Pflasters erreicht und die Wirkungen lassen schrittweise nach dem Entfernen des Pflasters nach. Beenden Sie die Behandlung nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.

Die Wirkung des ersten Pflasters setzt langsam ein; es kann einen ganzen Tag dauern, bis die volle Wirkung erreicht ist. Ihr Arzt wird Ihnen deshalb m√∂glicherweise ein zus√§tzliches Schmerzmittel geben, um die Zeit bis zum vollen Wirkungseintritt Ihres Fentanyl-Pflasters zu √ľberbr√ľcken. Danach sollte Fentarichtex die Schmerzen dauernd lindern und Sie sollten diese zus√§tzlichen Schmerzmittel nicht mehr ben√∂tigen. Es kann jedoch sein, dass Sie manchmal doch noch zus√§tzliche Schmerzmittel brauchen.

Wie Fentarichtex angewendet wird

  1. Finden Sie eine flache Stelle auf Ihrem Oberkörper oder Oberarm, wo die Haut nicht behaart ist, ohne Schnittwunden, ohne Flecken oder andere Hautschäden. Die Körperstelle darf nicht im Zusammenhang mit einer Strahlentherapie bestrahlt worden sein.

Um Kleinkinder am Entfernen und an der Einnahme des Pflasters zu hindern, m√ľssen Sie die Applikationsstelle vorsichtig w√§hlen. √úberpr√ľfen Sie daher sorgf√§ltig das korrekte Aufkleben des Pflasters und fixieren Sie gegebenenfalls das Pflaster nachtr√§glich. √úberpr√ľfen Sie immer wieder, ob das Pflaster auf der Haut h√§lt.

Kinder

Bei Kleinkindern sollte das Pflaster auf dem oberen Teil des R√ľckens angebracht werden, so dass das transdermale Pflaster nicht vom Kind entfernt werden kann. Das Pflaster sollte vom Klinikpersonal, Arzt oder von einer erwachsenen Begleitperson und keinesfalls vom Kind selbst aufgeklebt, entfernt und entsorgt werden.

Kinder sollten 48 lang sehr engmaschig √ľberwacht werden, nachdem

    • das erste Pflaster angewendet wurde
    • ein h√∂her dosiertes Pflaster angewendet wurde
Ist die Haut behaart, entfernen Sie die Haare mit einer Schere. Nicht rasieren, da Rasieren die Haut reizen kann. Muss die Haut gereinigt werden, verwenden Sie Wasser. Verwenden Sie keine Seife, √Ėl, Lotionen, Alkohol oder andere Reinigungsmittel, die die Haut reizen k√∂nnen. Die Haut muss vollkommen trocken sein, bevor das Pflaster aufgeklebt wird. Kleben Sie das Pflaster sofort nach dem Entnehmen aus der Verpackung auf. Nach dem Entfernen der Abziehfolie pressen Sie das Pflaster mit der Handfl√§che f√ľr ca. 30 Sekunden fest auf die daf√ľr vorgesehene Stelle, so dass sichergestellt wird, dass das gesamte Pflaster Kontakt mit der Haut hat. Bitte achten Sie besonders darauf, dass das Pflaster an den R√§ndern gut klebt.
  • Fentarichtex wird √ľblicherweise 72 Stunden (3 Tage) lang getragen.
  • Setzen Sie die K√∂rperstelle, an der das Pflaster angewendet wird, keiner √§u√üeren Hitzequelle aus (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).
  • Da Fentarichtex auf der Au√üenseite durch eine wasserfeste Tr√§gerfolie gesch√ľtzt ist, k√∂nnen Sie es auch beim Duschen tragen.
Bitte waschen Sie nach dem Aufkleben Ihre Hände mit klarem Wasser (keine reinigenden oder seifenartigen Produkte verwenden).

Wie Fentarichtex gewechselt wird

  • Entfernen Sie das Pflaster nach der Zeit, die Ihnen von Ihrem Arzt genannt wurde. In den

meisten F√§llen sind das 72 Stunden (3 Tage), bei manchen Patienten 48 Stunden (2 Tage). Normalerweise geht das Pflaster nicht von alleine ab. Wenn Spuren des Pflasters nach dem Entfernen auf der Haut zur√ľckbleiben, k√∂nnen Sie diese mit reichlich Seife und Wasser abwaschen. Sie d√ľrfen keinen Alkohol oder ein anderes L√∂sungsmittel verwenden.

  • Falten Sie das benutzte Pflaster in der Mitte so zusammen, dass die Klebefl√§chen aufeinander kleben. Legen Sie benutzte Pflaster in die Schachtel zur√ľck und entsorgen Sie die Pflaster sicher oder bringen Sie die Pflaster, wenn m√∂glich, in die Apotheke zur√ľck.
  • Kleben Sie ein neues Pflaster, wie oben beschrieben, auf eine andere Hautstelle auf. Zuvor verwendete Hautstellen sollten f√ľr die n√§chsten 7 Tage unbenutzt bleiben.

Wenn das Pflaster auf einer anderen Person klebt (siehe auch Abschnitt 2 oben)

  • Das Pflaster darf nur bei jenen Patienten auf die Haut geklebt werden, f√ľr die es verschrieben wurde.
  • Beachten Sie, dass sich das Pflaster nicht l√∂st und auf Ihrem Partner oder Kind kleben bleibt, insbesondere bei gemeinsamer Nutzung eines Bettes oder engem K√∂rperkontakt.
  • Wenn das Pflaster versehentlich an einer anderen Person klebt, entfernen Sie es sofort und holen Sie √§rztlichen Rat ein.

Wenn Sie eine größere Menge von Fentarichtex angewendet haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Pflaster aufgeklebt haben als verschrieben, entfernen Sie die Pflaster und informieren Sie Ihren Arzt oder Ihr Krankenhaus und fragen Sie nach deren Meinung √ľber die Gefahr.

Das wichtigste Anzeichen einer √úberdosierung ist eine Beeintr√§chtigung der Atmung. Die Anzeichen sind, dass die Person unnormal langsam oder schwach atmet. Wenn das auftritt, entfernen Sie das Pflaster und informieren Sie umgehend einen Arzt. Halten Sie die Person durch Sprechen oder gelegentliches R√ľtteln wach, w√§hrend Sie auf den Arzt warten.

Wenn Sie die Anwendung von Fentarichtex vergessen haben

Sie d√ľrfen unter keinen Umst√§nden die doppelte Dosis verwenden.

Falls von Ihrem Arzt nicht anders angeordnet, sollten Sie Ihr Pflaster alle drei Tage (alle 72 Stunden) zur gleichen Tageszeit wechseln. Wenn Sie vergessen haben Ihr Pflaster zu wechseln, dann wechseln Sie es, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn es schon viel zu spät ist, Ihr Pflaster zu wechseln, informieren Sie Ihren Arzt, da Sie möglicherweise zusätzliche Schmerzmittel benötigen.

Wenn Sie die Anwendung von Fentarichtex beenden

Falls Sie die Behandlung unterbrechen oder beenden m√∂chten, sollten Sie immer mit Ihrem Arzt √ľber die Gr√ľnde der Beendigung und √ľber Ihre weitere Behandlung sprechen.

Eine Langzeitanwendung von Fentarichtex kann zu einer physischen Gew√∂hnung f√ľhren. Wenn Sie aufh√∂ren die Pflaster anzuwenden, k√∂nnen Sie sich unwohl f√ľhlen.

Da das Risiko von Entzugserscheinungen größer ist wenn die Behandlung plötzlich gestoppt wird, sollten Sie niemals selbstständig die Anwendung von Fentarichtex beenden, sondern immer zuerst Ihren Arzt konsultieren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Wenn eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen auftritt, brechen Sie Wenn eine der folgenden schwerwiegenden, sehr seltenen Nebenwirkungen auftritt, brechen Sie die Behandlung ab und informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf:

  • schwere Atemlosigkeit, rasselnde Atmung (schwere Atemdepression)
  • krampfartige Schmerzen, Erbrechen, Bl√§hungen (v√∂llige Blockade des Verdauungskanals)

Nebenwirkungen

Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • F√ľhlen des Herzschlags, schneller Herzschlag
  • Muskelkr√§mpfe
  • Zittern, Prickeln auf der Haut
  • Atemlosigkeit
  • Durchfall
  • Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit
  • Bauchschmerzen, Verdauungsst√∂rungen
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • vermehrtes Schwitzen, K√§ltegef√ľhl
  • juckende Haut, Hautausschlag oder Hautr√∂tung
  • hoher Blutdruck
  • allgemeines Unwohlsein und M√ľdigkeit, Schw√§chegef√ľhl
  • Schwellungen an H√§nden, Kn√∂cheln oder F√ľ√üen
  • allergische Reaktion
  • Nervosit√§t, Unruhe, Depression
  • Schlaflosigkeit
  • Verwirrung, Dinge sehen, f√ľhlen oder h√∂ren, die nicht vorhanden sind (Halluzinationen)
  • Gef√ľhl von M√ľdigkeit oder Schwindelgef√ľhl

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • langsamer Herzschlag
  • bl√§uliche Verf√§rbung der Haut
  • herabgesetzte Empfindungsst√∂rungen, vor allem der Haut
  • Muskelzuckungen
  • Bewusstseinseinschr√§nkungen oder Bewusstlosigkeit
  • verschwommenes Sehen
  • Kr√§mpfe
  • Ged√§chtnisverlust
  • schwere Atembeschwerden
  • kompletter Darmverschluss
  • St√∂rungen der Sexualfunktion
  • Ekzeme und/oder andere Hauterkrankungen einschlie√ülich entz√ľndlicher Hautreaktionen an der Anwendungsstelle des Pflasters
  • niedriger Blutdruck
  • Grippe-√§hnliche Symptome
  • Fieber, Schwankungen der K√∂rpertemperatur
  • Entzugserscheinungen (wie √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzust√§nde und Sch√ľttelfrost)
  • krankhafte Unruhe, Orientierungslosigkeit, Aufregung oder ungew√∂hnliche Sorglosigkeit

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • sehr kleine Pupillen
  • unvollst√§ndiger Darmverschluss
  • vor√ľbergehender Atemstillstand, eingeschr√§nkte Atmung
  • unregelm√§√üiger Herzschlag

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • anormal langsame Atmung
  • schwere und fallweise t√∂dliche allergische Reaktionen, die den ganzen K√∂rper betreffen

Wenn Sie Fentarichtex f√ľr einen l√§ngeren Zeitraum angewendet haben, kann es passieren, dass Fentarichtex nicht mehr so stark bei Ihnen wirkt, wodurch eine Dosisanpassung notwendig sein kann (es kann sich eine Toleranz entwickeln). Es kann sich auch eine physische und psychologische Abh√§ngigkeit entwickeln und Sie k√∂nnten m√∂glicherweise Entzugserscheinungen versp√ľren, wenn Sie die Anwendung der Pflaster pl√∂tzlich beenden. Zu den Entzugssymptomen z√§hlen √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzust√§nde und Sch√ľttelfrost.

Kinder und Jugendliche

Die Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen waren ähnlich wie bei Erwachsenen.

Sehr h√§ufig beobachtete Nebenwirkungen waren Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen, Krankheitsgef√ľhl, Verstopfung, Durchfall und Juckreiz.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses benutzte und unbenutzte Fentarichtex Pflaster f√ľr Kinder unzug√§nglich auf. Gro√üe Mengen des Wirkstoffs bleiben auch nach der Anwendung im transdermalen Pflaster.

Sie d√ľrfen Fentarichtex nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Handhabung des Pflasters

Gebrauchte Pflaster sind so zu falten, dass die Klebefl√§chen des Pflasters aneinander kleben. Versehentlicher Kontakt mit benutzten oder nicht benutzten Pflastern kann insbesondere bei Kindern t√∂dliche Folgen haben. Nicht benutzte Pflaster sind in die (Krankenhaus) Apotheke zur√ľckzubringen.

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Weitere Informationen

Was Fentarichtex enthält

  • Der Wirkstoff ist Fentanyl. Jedes Pflaster setzt 100 Mikrogramm Fentanyl pro Stunde frei. Jedes Pflaster mit 42 cm2 Fl√§che enth√§lt 16,8 mg Fentanyl.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:

Abziehfolie (vor dem Aufkleben auf die Haut zu entfernen): Poly(ethylenterephthalat)-Folie, silikonisiert

Selbstklebende Matrixschicht:

Acryl-Vinylacetat-Copolymer

Trägerfolie:

Poly-(ethylenterephthalat)-Folie Drucktinte

Wie Fentarichtex aussieht und Inhalt der Packung

Fentarichtex ist ein transparentes, an den Ecken abgerundetes, oblonges bedrucktes transdermales Pflaster mit einer Klebefläche und mit einer Abziehfolie bedeckt (vor der Anwendung des Pflasters zu entfernen), damit es auf die Haut geklebt werden kann.

Fentarichtex ist in Packungsgrößen mit 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 10, 14, 16 und 20transdermalen Pflastern erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer: Sandoz GmbH, 6250 Kundl, √Ėsterreich

Hersteller: Hexal AG, 83607 Holzkirchen, Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland

FentaMat Sandoz 100 Mikrogramm/h, Transdermales Pflaster

Belgien

Fentanyl Sandoz 100 ¬Ķg/h, pleisters voor transdermaal gebruik, Matrix

Tschechische Republik Fentanyl Sandoz 100 ¬Ķg/h transderm√°ln√≠ n√°plast

Dänemark

Fentanyl SANDOZ

Spanien

Fentanilo Matrix Hexalbex 100 microgramos/h parches transdérmicos EFG

Finnland

Fentanyl Sandoz

Ungarn

Bonamatrix 100 mikrogramm/óra transzdermális tapasz

Litauen

Fentanyl Sandoz 100 mikrogramai/val. Transderminis pleistras

Lettland

Fentagesic 100 mikrogrami/stundńĀ transdermńĀls plńĀksteris

Niederlande

Fentanyl Sandoz matrixpleister 100 ¬Ķg/uur, pleisters voor transdermaal gebruik

Norwegen

Fentanyl Sandoz

Polen

Fentanyl MX Sandoz

Portugal

Fentanilo Sandoz 100 ¬Ķg/h Sistemas transd√©rmicos

Rumänien

Fentanyl TTS Sandoz 100 ¬Ķg/h

Schweden

Fentanyl Sandoz

Slowenien

Fentanil Lek 100 mikrogramov/h transdermalni obliŇĺi

Slowakei

FENTASAN 100 ¬Ķg/h matrix transerm√°lna n√°plast‚Äô

Vereinigtes Königreich Mezolar Matrix 100 microgram/hour transdermal patch

Z.Nr.: 1-27935

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Mai 2015.

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Wirkstoff(e) Fentanyl
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Hersteller Sandoz
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden