Was ist es und wofür wird es verwendet?

Clarilind® ist ein Antibiotikum, das zur Gruppe der sogenannten Makrolid-Antibiotika gehört. Antibiotika hemmen das Wachstum von Bakterien (Krankheitserreger), die Infektionen hervorrufen. Clarilind® ist angezeigt bei Infektionen, die durch Clarithromycin-empfindliche Erreger verursacht werden und einer oralen Behandlung zugänglich sind:
  • akute Verschlimmerung einer chronischen Bronchitis
  • Rachenentzündung (Pharyngitis)
  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • leichte bis mittelschwere ambulant erworbene Lungenentzündung (Pneumonie)
  • leichte bis mäßig schwere Infektionen der Haut un d der Weichteile
In einer geeigneten Kombination, mit einem antibakteriell wirksamen Arzneimittel und einem geeigneten Arzneimittel zur Behandlung des Geschwür s, zur Beseitigung des Bakteriums Helicobacter pylori bei Patienten mit Geschwüren, die durch Helicobacter pylori verursacht wurden.
Ihr Arzt sollte bei der Auswahl des Behandlungsschemas die offiziellen Richtlinien zur sachgerechten Anwendung antibakteriell wirkender Substanzen berüc ksichtigen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Clarilind® darf nicht eingenommen werden,
  • wenn Sie allergisch gegen Clarithromycin, andere sogenannte Makrolid-Antibiotika, wie z. B. Erythromycin, oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen:
    • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien oder von Heuschnupfen (Antihistaminika) wie Terfenadin und Astemizol;
    • Arzneimittel zur Anregung der Darmbewegung wie Cisaprid;
    • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter seelischer Erkrankungen wie Pimozid
    • Arzneimittel zur Behandlung von Migräne bzw. bestim mten Kreislaufstörungen wie Ergotamin oder Dihydroergotamin (siehe Abschnitt „E innahme von Clarilind® zusammen mit anderen Arzneimitteln“);
    • Arzneimittel zur Beruhigung oder zur Behandlung von Schlafstörungen (orales Midazolam);
    • Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, Statine) wie Lovastatin oder Simvastatin, aufgrund des zunehmenden Risikos einer
Muskelerkrankung (Myopathie), einschließlich Muskel zerfall (Rhabdomyolyse) (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und „Einnahme von Clarilind® zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
  • Arzneimittel zur Behandlung von koronaren Herzerkrankungen wie Ticagrelor oder Ranolazin;
Bei Kombination mit Terfenadin, Astemizol, Cisaprid oder Pimozid können lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auftreten.
  • wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen können;
  • wenn Sie oder Familienangehörige unter bestimmten H erzrhythmusstörungen leiden oder gelitten haben (ventrikulärer Rhythmusstörungen, „Torsades d e pointes“,QT-Intervallverlängerung) (siehe Abschnitt „Einnahme von Clarilind® zusammen mit and eren Arzneimitteln“).
  • wenn Sie unter einem unbehandelten Kaliummangel leiden (Gefahr der QT- Intervallverlängerung);
  • wenn Sie unter einem Magnesiummangel (Hypomagnesiäm ie) leiden;
  • Clarithromycin darf nicht gemeinsam mit Colchicin (oder Herbstzeitlosen-Extrakt), einem
Arzneimittel zur Behandlung von Gicht, eingenommen werden (siehe Abschnitt „ siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und „Einnahme von Clarilind® zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
  • bei stark eingeschränkter Leberfunktion in Kombinat ion mit eingeschränkter Nierenfunktion.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Clarilind® einnehmen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Clarilind® ist erforderlich,
  • bei Verdacht auf Leberfunktionsstörungen. Brechen S ie die Anwendung von Clarithromycin sofort ab, wenn Anzeichen und Symptome einer Hepatitis wie Appetitlosigkeit (Anorexie), Gelbsucht (Ikterus), dunkler Urin, Juckreiz (Pruritus) oder Bauchschmerzen (empfindliches Abdomen) auftreten.
  • bei Nierenfunktionsstörungen. Bei Patienten mit sch werer Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten. Bei Vorliegen einer schweren Störung der N ierenfunktion (Niereninsuffizienz: Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) sollte Clarilind® nur unter genauer ärztlicher Beobachtung eingenommen werden (siehe Abschnitt 3. „Wie ist Cla rilind® einzunehmen?“).
  • bei Einnahme anderer Makrolid-Antibiotika sowie der Antibiotika Lincomycin und Clindamycin;
  • bei gleichzeitiger Einnahme des Arzneistoffs Colchicin (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht). Es liegen vereinzelte Berichte von Colchicin-Vergiftungen bei gleichzeitiger Einnahme von
Clarithromycin und Colchicin vor, insbesondere bei älteren Patienten. Einige der Colchicin- Vergiftungen traten bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen auf. Es wurde über Todesfälle bei einigen solcher Patienten berichtet. Clarithromycin und Colchicin dürfen nicht gleichzeitig eingenommen werden.
  • Bei der Anwendung von antimikrobiellen Therapien (wie z. B. Clarithromycin) zur Behandlung von H.-pylori-Infektionen kann es zur Selektion von Antibiotika-resistenten Organismen kommen;
  • Bei der gleichzeitigen Anwendung von Clarithromycin und Triazolobenzodiazepinen (Schlafmitteln) wie Triazolam und Midazolam ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt „Einnahme von Clarilind® zusammen mit anderen Arzneimitteln“) ;
  • Vorsicht ist geboten bei der gleichzeitigen Anwendung von Clarithromycin mit anderen Medikamenten zur Behandlung von Innenohrbeschwerden, besonders bei Aminoglycosiden (Antibiotika, wie Streptomycin);
  • Aufgrund des Risikos einer Verlängerung der QT-Zeit ist Vorsicht bei der Einnahme von Clarithromycin geboten, wenn Sie unter einer koronaren Herzkrankheit, schwerer Herzinsuffizienz, Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) , Herzrhythmusstörungen (Bradykardie, Herzschlag unter 50 Schläge pro Minute) leiden oder bei gleichzeitiger Einnahme mit anderen Arzneimitteln, die die QT-Zeit verlängern können (s iehe Abschnitt „Einnahme von Clarilind® zusammen mit anderen Arzneimitteln“). Sie dürfen Cl arithromycin nicht einnehmen, wenn Sie unter einer angeborenen oder dokumentierten erworbenen Verlängerung der QT-Zeit leiden oder unter anamnestisch bekannten lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Arrhythmien, siehe Abschnitt „Clarilind® darf nicht eingenommen werden“ ).
  • Bei stationär erworbener Lungenentzündung (Pneumoni e) sollte Clarithromycin in Kombination mit zusätzlichen geeigneten Antibiotika verabreicht werden;
  • wenn Sie unter Infektionen der Haut und Weichteile von leichtem bis mäßigem Schweregrad leiden, die durch die Keime „ Staphylococcus aureus“ und „ Streptococcus pyogenes“ ausgelöst wurden. Da die vorgenannten Keime gegen Makrolide resistent sein können, sollten zur
Überprüfung einer geeigneten Therapie Empfindlichke itstests durchgeführt werden.
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Clarithromycin und Arzneimitteln, die zur Induktion des Cytochrom-CYP3A4-Enzyms führen (siehe Abschnitt „Ei nnahme von Clarilind® zusammen mit anderen Arzneimitteln“);
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und oralen Antidiabetika und/oder Insulin, da das Risiko einer erheblichen Unterzuckerung besteht;
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulantien) wie Phenprocoumon oder Warfarin, da das Risiko einer schwerwiegenden Blutung besteht;
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und Lovastatin oder Simvastatin (Statine, siehe Abschnitt „Clarilind® darf nicht eingenommen werden “). Es wurde von Patienten mit Auftreten eines Muskelzerfalls (Rhabdomyolyse) berichtet, die Clarithromycin und Statine gleichzeitig einnahmen. In Fällen, in denen eine gleichzeitige G abe von Clarithromycin und Statinen nicht vermieden werden kann, wird empfohlen, die niedrigste zugelassene Dosierung des Statins einzunehmen. Die Verwendung eines anderen Statins (z. B. Fluvastatin) kann in Betracht gezogen werden.
Kinder
Clarithromycin ist aufgrund des Wirkstoffgehaltes für Kinder unter 12 Jahren mit einem Körpergewicht unter 30 Kilogramm nicht geeignet. Hi er stehen andere Darreichungsformen zur Verfügung.
Ältere Menschen
ür ältere Patienten sind keine speziellen Vorsicht smaßnahmen zu berücksichtigen, sofern keine gleichzeitige Einschränkung der Nierenfunktion vorl iegt (siehe Hinweise zur Dosierung bei Nierenfunktionsstörungen in Abschnitt 3. „Wie ist C larilind® einzunehmen“).
Einnahme von Clarilind® zusammen mit anderen Arznei mitteln
Folgende Arzneimittel dürfen Sie nicht gleichzeitig mit Clarithromycin einnehmen/anwenden:
  • Arzneimittel zur Anregung der Darmbewegung (Cisaprid)
  • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter seelischer Erkrankungen (Pimozid)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien (Astemizol, Terfenadin)
  • Es besteht das Risiko lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen (ventrikulärer Rhythmusstörungen, insbesondere „Torsades de pointe s“).
  • Arzneimittel zur Behandlung von Migräne und bestimm ten Kreislaufstörungen (Ergotamin, Dihydroergotamin)
  • Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren) wie Lovastatin oder Simvastatin
  • Arzneimittel zur Behandlung von Gicht (Colchicin oder Herbstzeitlosen-Extrakt)
  • Arzneimittel zur Beruhigung oder zur Behandlung von Schlafstörungen (orales Midazolam)
Einfluss anderer Arzneimittel auf die Wirkung des Wirkstoffs Clarithromycin
Folgende Arzneimittel können die Wirkung von Clarit hromycin beeinflussen.
Eine Anpassung der Dosierung von Clarithromycin oder eine alternative Behandlung ist zu erwägen.
Die Wirkung von Clarithromycin kann verändert werde n durch:
  • Arzneimittel, die durch das CYP3A-Enzym verstoffwechselt werden (z. B. Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Johanniskraut)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Fluconazol)
  • Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen / AIDS, sogenannte Protease-Inhibitoren (Ritonavir), einschließlich Atazanavir und Saquinav ir
  • Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, sollte die Dosierung von Clarithromycin entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes vermindert werden. Es stehen andere Clarithromycin-Darreichungsformen mit einem geringeren Wirkstoffgehalt zur Verfügung.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von sogenannten Protease-Inhibitoren sollte eine Tagesdosis von 1 g Clarithromycin nicht überschritten werden
  • andere Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen (Efavirenz, Nevirapin, Etravirin) und bestimmte Antibiotika (Rifampicin, Rifabutin und Rifapentin)
Einfluss des Wirkstoffs Clarithromycin auf die Wirkung anderer Arzneimittel
Bei der gleichzeitigen Einnahme eines der nachfolgenden Arzneimittel mit Clarithromycin sollte die Dosierung oder das Dosierungsschema dieser Arzneimittel angepasst werden. Sie sollten besonders sorgfältig überwacht und bestimmte Blutwerte sollte n bei Ihnen kontrolliert werden.
Arzneimittel, deren Wirkung durch Clarithromycin verstärkt werden kann:
  • Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhy thmika).
  • Bei der gleichzeitigen Anwendung mit den Arzneistoffen Chinidin oder Disopyramid wurde über lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen (Torsades d e pointes) berichtet.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und diesen Arzneistoffen sollten Ihr Elektrokardiogramm (QTc-Verlängerung) und die Konze ntrationen dieser Wirkstoffe in Ihrem Blut kontrolliert werden.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (Carbamazepin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Gicht (Colchicin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzschwäche (Digox in)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Potenzstörungen (Si ldenafil, Tadalafil, Vardenafil)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Asthma (Theophyllin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von erhöhtem Harndrang (Tolterodin)
  • Schlafmittel (Triazolobenzodiazepine wie z. B. Alprazolam, Midazolam, Triazolam)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Allergien oder Heuschnupfen (Terfenadin, Astemizol)
Arzneimittel, deren Wirkung durch Clarithromycin abgeschwächt werden kann:
  • Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen (Zidovudin).
    Um eine Abschwächung der Wirkung zu vermeiden, soll ten Sie zwischen der Einnahme dieser Arzneimittel und Clarithromycin einen Abstand von 4 Stunden einhalten.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis beträgt:
Erwachsene, Jugendliche ab 12 Jahren nehmen im Abstand von 12 Stunden je ½ Filmtablette Clarilind® 500 mg (entsprechend 2-mal täglich 250 m g Clarithromycin) ein.
Bei Nebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) und schwere n Verlaufsformen von Atemwegsinfektionen wird die Dosis auf 1 Filmtablette Clarilind® 500 mg alle 12 Stunden (entsprechend 2-mal täglich 500 mg Clarithromycin) erhöht.
Elimination von Helicobacter pylori bei Erwachsenen
Bei Patienten mit Geschwüren aufgrund einer H.-pylori-Infektion kann Clarithromycin während der Eradikationsbehandlung in einer Dosierung von 2-mal täglich 1 Filmtablette Clarilind® 500 mg (entsprechend 2-mal täglich 500 mg Clarithromycin) in Kombination mit 2-mal täglich 1000 mg Amoxicillin und 2-mal täglich 20 mg Omeprazol einge setzt werden.
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen und eine r Kreatinin-Clearance von weniger als 30 ml/min sollte eine Dosisreduzierung um die Hälfte der Stan darddosis vorgenommen werden.
Bei diesen Patientin beträgt somit die übliche Dosi s einmal täglich ½ Filmtablette Clarilind® 500 mg (entsprechend 250 mg Clarithromycin).
Bei Sinusitis und schweren Verlaufsformen von Atemwegsinfektionen kann eine Dosis von 1-mal täglich 1 Filmtablette Clarilind® 500 mg verabreich t werden.
Bei Patienten, die gleichzeitig mit Ritonavir behandelt werden, ist in Abhängigkeit von der Kreatinin- Clearance die Dosierung wie folgt zu reduzieren:
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreat inin-Clearance 30 bis 60 ml/min) nehmen täglich ½ Filmtablette Clarilind ® 500 mg (entsprechend 250 mg Clarithromycin) bzw. bei schweren Infektionen nicht mehr als 1 Filmtabletten Clarilind® 500 mg (entsprechend 500 mg Clarithromycin) pro Tag ein.
Bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunkt ion (Kreatinin-Clearance weniger als 30 ml/min) ist die Dosis auf 125 mg (hierfür steht ein entspre chendes Clarithromycin-haltiges Granulat mit geringerem Wirkstoffgehalt als alternative Darreichungsform zur Verfügung) bzw. bei schweren Infektionen auf ½ Filmtablette Clarilind ® (entsprechend 250 mg Clarithromycin) täglich zu reduzieren.
Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion ist keine Dosisreduktion erforderlich, jedoch sollte die tägliche Dosis 2 Filmtabletten Clarilind ® 500 mg ( entsprechend 1 g Clarithromycin) nicht überschreiten.
Art der Anwendung
Nehmen Sie Clarilind® bitte mit ausreichend Flüssig keit (z. B. einem Glas Wasser) ein. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolge n.
Dauer der Anwendung
Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen soll die Behandlung mit Clarilind® noch mindestens 2 Tage fortgesetzt werden. Bei Streptokokken-Infektionen beträgt die Behandlungsdauer 10 Tage.
Die Dauer der Anwendung sollte 14 Tage nicht übersc hreiten.
Wenn Sie eine größere Menge von Clarilind® eingenom men haben als Sie sollten
Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, verständigen Sie bitte sofort Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf. Dort kann das Ausmaß der Überdosierung festgestellt und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergriffen we rden. Bitte nehmen Sie die Packung von Clarilind ® mit, damit Ihr Arzt sich über das Arzneimittel in formieren kann.
Eine Überdosierung von Clarilind ® führt in der Regel zu Beschwerden im Magen-Darm-B ereich. Innerhalb der ersten zwei Stunden nach Einnahme ist eine Magenspülung in Betracht zu ziehen.
Eine Blutwäsche (Hämo- und Peritonealdialyse) ist n icht ausreichend. Maßnahmen, die eine weitere Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper verhindern, w erden empfohlen.
Wenn Sie die Einnahme von Clarilind® vergessen habe n
Wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, holen Sie die Einnahme so schnell wie möglich nach. Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt bereits er reicht ist, nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, sondern setzen Sie die Behandlung, wie oben in der Gebrauchsinformation („Wie ist Clarilind ® einzunehmen“ und „Art der Anwendung“) beschrieben, fort.
Bitte achten Sie unbedingt auf eine regelmäßige Ein nahme über die gesamte vorgesehene Behandlungsdauer. Sie tragen damit wesentlich zum Behandlungserfolg bei.
Wenn Sie die Einnahme von Clarilind® abbrechen
Wenn Sie die Behandlung vorzeitig beenden oder sie zeitweise unterbrechen, gefährden Sie den Behandlungserfolg.
Selbst bei einer spürbaren Besserung Ihres Befinden s ist die Behandlung mit Clarilind® unbedingt zu Ende zu führen, da nur so eine vollständige Beseiti gung der Krankheitserreger gewährleistet ist. Sprechen Sie daher in jedem Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie eigenmächtig die Behandlung mit Clarilind® unterbrechen oder vorzeitig beenden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Mögliche Nebenwirkungen
Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen bei Er wachsenen und Jugendlichen, die Clarithromycin eingenommen haben, waren: Bauchschmerzen, Durchfall, Brechreiz, Übelkeit, Beeinträchtigung des Geschmackssinns. Die Nebenwirk ungen sind normalerweise mild in der Intensität und stimmen mit dem bekannten Sicherheit sprofil dieser Antibiotikagruppe (Makrolide) überein.
Es wurden keine signifikanten Unterschiede im Auftreten der gastrointestinalen Nebenwirkungen in klinischen Studien zwischen den Patienten mit oder ohne vorausgegangene Infektionen mit Mycobakterien beobachtet.
Sehr häufig : kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
  • Phlebitis am Injektionsort1
Häufig : kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
  • Störung des Geschmacksempfindens (Dysgeusie)
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
  • Ausschlag
  • übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)
  • abnormer Leberfunktionstest
  • Schlaflosigkeit
  • Vasodilatation1
  • Schmerzen am Injektionsort1
  • Entzündung am Injektionsort 1
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
  • Abnormes Albumin-Globulin-Verhältnis 1
  • erhöhte alkalische Phosphatase im Blut 4
  • erhöhte Laktatdehydrogenase im Blut 4
  • Herzstillstand1
  • Vorhofflimmern1
  • QT-Intervallverlängerung auf dem EKG
  • Herzstolpern1 (Extrasystole1)
  • Herzklopfen (Palpitation)
  • Verminderte Konzentration der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Verminderung oder Erhöhung der Zahl von bestimmten weißen Blutkörperchen 4 (Neutropenie4, Eosinophilie4)
  • starke Vermehrung von Blutplättchen 3 (Thrombozythämie 3)
  • Bewusstseinsverlust1
  • Bewegungsstörung 1 (Dyskinesie1)
  • Benommenheit
  • Somnolenz
  • Zittern (Tremor)
  • Schwindel
  • Schwerhörigkeit
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Entzündung der Schleimhaut der Speiseröhre 1 (Ösophagitis 1)
  • gastroösophageale Refluxkrankheit 2
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Proktalgie2
  • Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
  • Entzündung der Zunge (Glossitis)
  • Blähbauch 4
  • Verstopfung
  • Mundtrockenheit
  • Aufstoßen
  • Blähungen
  • Erhöhter Kreatininspiegel im Blut 1
  • erhöhter Ureaspiegel im Blut 1
  • Blasenbildender Hautausschlag1 (bullöse Dermatitis 1)
  • Juckreiz (Pruritus)
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • fleckig-knotiger (makulopapulöser) Ausschlag 3
  • Muskelspasmen3
  • Steifigkeit des Bewegungsapparats1
  • Muskelschmerzen2 (Myalgie2)
  • Cellulitis1
  • Candidosen
  • Magen-Darm-Entzündung 2 (Gastroenteritis2 )
  • Infektion3
  • vaginale Infektion
  • Anaphylaktoide Reaktion1
  • Überempfindlichkeit
  • Cholestase4
  • Hepatitis4
  • erhöhte Alanin-Aminotransferase
  • erhöhte Aspartat-Aminotransferase
  • erhöhte Gamma-Glutamyl-Transferase 4
  • Ängstlichkeit
  • Nervosität 3
  • Appetitlosigkeit (Anorexie)
  • verringerter Appetit
  • Unwohlsein4
  • Fieber (Pyrexie)3
  • Kraftlosigkeit (Asthenie)
  • Brustschmerzen4
  • Schüttelfrost 4
  • Erschöpfung 4
  • Asthma1
  • Nasenbluten2 (Epistaxis2)
  • Lungenembolie1
Nicht bekannt : Häufigkeit auf Grundlage der verfüg baren Daten nicht abschätzbar
  • Erhöhtes International Normalized Ratio
  • verlängerte Prothrombinzeit
  • abnorme Urinfarbe
  • Torsades de pointes“
  • Herzrhythmusstörung (ventrikuläre Tachykardien, Kam merflimmern
  • Verminderung der Granulozyten (Agranulozytose)
  • Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
  • Krampfanfälle
  • Geschmacksverlust (Ageusie)
  • Geruchsstörung (Parosmie)
  • Riechverlust (Anosmie)
  • Sensibilitätsstörung (Parästhesie)
  • Hörverluste (nach Absetzen des Arzneimittels meist reversibel)
  • Akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pank reatitis)
  • Verfärbung der Zunge
  • Verfärbung der Zähne
  • Nierenversagen
  • Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis)
  • Stevens-Johnson-Syndrom
  • toxische epidermale Nekrolyse
  • Überempfindlichkeitsreaktionen mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (Hypersensitivitätssyndrom DRESS)
  • Akne
  • Muskelzerfall2
  • Rhabdomyolyse2,**
  • Muskelerkrankung (Myopathie)
  • Pseudomembranöse Kolitis
  • Hautrötung (Erysipel)
  • Anaphylaktische Reaktion
  • Schwellungen im Gesicht oder Rachen (Angioödem)
  • Leberfunktionsstörungen
  • hepatozelluläre und/oder cholestatische Hepatitis m it oder ohne Gelbsucht (Ikterus)
  • Psychotische Störung
  • Verwirrtheit, Verlust/Veränderung des Persönlichkei tsgefühls (Depersonalisation)
  • Depression
  • Orientierungslosigkeit (Desorientierung)
  • Halluzinationen
  • Alpträume
  • Manie
  • Blutungen
*Da diese Reaktionen von einer Population unbekannter Größe freiwillig berichtet wurden, ist es nicht immer möglich, die Häufigkeit zuverlässig zu schätzen ode r einen kausalen Zusammenhang zur Medikamentenexposition herzustellen. Die Patientenexposition für Clarithromycin wird auf mehr als 1 Mr d. Patientenbehandlungstage geschätzt.
**Bei einigen Berichten zur Rhabdomyolyse wurde Clarithromycin gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln, die mit Rhabdomyolyse im Zusammenhang stehen (wie Statinen, Fibraten, Colchicin oder Allopurinol), angewendet.
1unerwünschter Arzneimittelwirkungen nur beim Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung berichtet.
2unerwünschter Arzneimittelwirkungen nur bei den Ret ardtabletten berichtet.
3unerwünschter Arzneimittelwirkungen nur beim Granul at zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen berichtet.
4unerwünschter Arzneimittelwirkungen nur bei den Tab letten mit schneller Wirkstofffreisetzung berichtet.
Es gab auch Berichte über Muskelzerfall (Rhabdomyol yse) bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und Statinen, Fibraten, Colchicin oder Allopurinol.
Es liegen Berichte nach Markteinführung über Arznei mittelwechselwirkungen und Wirkungen auf das Zentralnervensystem (z. B. Schläfrigkeit und Verwir rung) bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und Triazolam vor.
Kinder und Jugendliche:
Es ist zu erwarten, dass Häufigkeit, Art und Schwer egrad der Nebenwirkungen bei Kindern denen bei Erwachsenen entsprechen.
Bei Patienten mit AIDS oder einer anderen Immunschwäche, die wegen mykobakterieller Infektion über lange Zeit mit höheren Dosen Clarithromycin be handelt wurden, war es oft schwierig, möglicherweise in Zusammenhang mit Clarithromycin s tehende Nebenwirkungen zu erkennen. Es wurden Laborwerte beurteilt und Änderungen im Bluth arnstoff-Stickstoff-Spiegel und in der Anzahl von weißen Blutkörperchen und Thrombozyten festgest ellt.
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
Folgende Nebenwirkungen können unter Umständen lebe nsbedrohlich sein. Darum müssen Sie sofort eine Ärztin/einen Arzt informieren, falls ein derar tiges Ereignis plötzlich oder unerwartet stark bei Ihnen auftritt.
  • Entzündung des Dickdarms (mild bis lebensbedrohlich )
  • Durchfälle
    Eine Antibiotikabehandlung verändert die normale Da rmflora, wodurch ein übermäßiges Wachstum von bestimmten Bakterien (Clostridium difficile) möglich ist, was zu leichtem Durchfall bis hin zu einer tödlich verlaufenden Dar mentzündung führen kann. Die Durchfälle können auch noch 2 Monate nach Ende der Behandlung auftreten.
    Ihre Ärztin/Ihr Arzt wird die Beendigung der Behand lung mit Clarilind® erwägen und, falls erforderlich, sofort eine angemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel gegen Durchfälle, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.
  • Verschlechterung einer bestehenden, schweren Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
  • Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen wie Kr eislaufschock oder Hautausschläge (z. B. Anaphylaxie, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse und DRESS)
  • Langzeitverabreichung kann, so wie bei anderen Antibiotika, zur Kolonisation von nicht empfindlichen Bakterien und Pilzen führen. Im Falle einer Superinfektion sollte eine geeignete Therapie eingeleitet werden.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbei lage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesins titut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können S ie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfüg ung gestellt werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugän glich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Bli ster und der Faltschachtel nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden . Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lager ungsbedingungen erforderlich.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen

Was Clarilind® 500 mg Filmtabletten enthalten
Der Wirkstoff ist: Clarithromycin
1 Filmtablette zum Einnehmen enthält 500 mg Clarith romycin.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Croscarmellose-Natrium, mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Cellulosepulver, Macrogol 4000, Farbstoff: Titandioxid (E 171).
Wie Clarilind® 500 mg Filmtabletten aussehen und In halt der Packung
Clarilind® 500 mg Filmtabletten sind weiße, oblong geformte Filmtabletten mit einseitiger Bruchkerbe.
Clarilind® 500 mg Filmtabletten sind in Packungen m it 10, 14 und 20 Filmtabletten erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Aristo Pharma GmbH Wallenroder Straße 8 – 10 13435 Berlin
Tel.: +49 30 71094-4200
Fax: +49 30 71094-4250
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2016.
Ihre Ärztin/Ihr Arzt, Ihre Apotheke und Aristo Phar ma GmbH wünschen Ihnen gute Besserung!

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