Wirkstoff(e) Clarithromycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Mylan Healthcare GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.10.1996
ATC Code J01FA09
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Makrolide, Lincosamide und Streptogramine

Zulassungsinhaber

Mylan Healthcare GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Klacid Pro ist ein Antibiotikum, das zur Gruppe der sogenannten Makrolid-Antibiotika gehört. Antibiotika hemmen das Wachstum von Bakterien (Krankheitserreger), die Infektionen hervorrufen.

Klacid Pro ist angezeigt bei Infektionen, die durch Clarithromycin-empfindliche Erreger verursacht werden und einer oralen Behandlung zugÀnglich sind:

Infektionen der Atemwege

wie z. B. akute und chronische Bronchitis, Bronchopneumonie, LungenentzĂŒndung (Pneumonie), sog. atypische LungenentzĂŒndung (Mykoplasmenpneumonie).

Infektionen im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich

wie z. B. MandelentzĂŒndung (Tonsillitis), RachenentzĂŒndung (Pharyngitis), NasennebenhöhlenentzĂŒndung (Sinusitis).

Infektionen der Haut

z. B. Eiterflechte (Impetigo), Wundrose (Erysipel), starke EntzĂŒndungen der Haarfollikel (schwere Follikulitis), tiefgehende EntzĂŒndung des Haarbalges (Furunkulose), Wundinfektionen.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Klacid Pro darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Clarithromycin, andere Antibiotika aus der Gruppe der Makrolide (wie z. B. Erythromycin) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen:
    • Ergotamin oder Dihydroergotamin (Arzneimittel zur Behandlung von MigrĂ€ne bzw. bestimmten Kreislaufstörungen, siehe Abschnitt „Einnahme von Klacid Filmtabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
    • Orales Midazolam (Arzneimittel zur Beruhigung oder zur Behandlung von Schlafstörungen).
    • Lomitapid.
    • andere Arzneimittel die zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen fĂŒhren können.
    • Astemizol oder Terfenadin (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien, Antihistaminika), Cisaprid oder Domperidon(Arzneimittel zur Anregungder Darmbewegung) oder Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter seelischer Erkrankungen) da bei diesen Arzneimitteln in Kombination mit Klacid lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen auftreten können.
    • Ticagrelor (Arzneimittel zur Hemmung der Thrombozytenaggregation) oder Ranolazin (Arzneimittel zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit).
    • Lovastatin oder Simvastatin (Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels, HMG- CoA-Reduktase-Inhibitoren, Statine) aufgrund des zunehmenden Risikos einer Muskelerkrankung (Myopathie), einschließlich Muskelzerfall (Rhabdomyolyse) (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und „Einnahme von Klacid Pro zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
    • Colchicin oder Herbstzeitlosen-Extrakt (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht, siehe Abschnitte „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“ und „Einnahme von Klacid Pro zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
  • wenn Sie oder Familienangehörige unter bestimmten Herzrhythmusstörungen leiden oder gelitten haben (ventrikulĂ€rer Rhythmusstörungen, „Torsades de pointes“, QT- IntervallverlĂ€ngerung) (siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
  • wenn Ihr Kalium- oder Magnesiumspiegel im Blut zu niedrig ist (HypokaliĂ€mie oder HypomagnesiĂ€mie) leiden, da die Gefahr einer QT-IntervallverlĂ€ngerung besteht.
  • bei stark eingeschrĂ€nkter Leberfunktion in Kombination mit eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Klacid Pro einnehmen.

  • bei Verdacht auf Leberfunktionsstörungen.
  • wenn Anzeichen und Symptome einer LeberentzĂŒndung (Hepatitis) wie Appetitlosigkeit (Anorexie), Gelbsucht (Ikterus), dunkler Urin, Juckreiz (Pruritus) oder Bauchschmerzen (empfindliches Abdomen) auftreten. Dann brechen Sie bitte die Einnahme von Clarithromycin sofort ab.
  • bei Nierenfunktionsstörungen.
  • bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist Vorsicht geboten. Bei Vorliegen einer schweren Störung der Nierenfunktion (Niereninsuffizienz: Kreatinin-Clearance

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ĂŒbliche Dosierung beim 5-Tage Compliance-Blister (mit 12 Filmtabletten):

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren nehmen am ersten Behandlungstag 2-mal tÀglich

2 Filmtabletten Klacid Pro (entsprechend 2-mal tÀglich 500 mg Clarithromycin) im Abstand von 12 Stunden und an den darauffolgenden vier Behandlungstagen jeweils 2-mal tÀglich 1 Filmtablette

Klacid Pro (entsprechend 2-mal tĂ€glich 250 mg Clarithromycin) im Abstand von 12 Stunden ein. (Die DurchdrĂŒckpackung mit 12 Filmtabletten ist entsprechend mit Tag 1 bis 5 gekennzeichnet, fĂŒr den ersten Einnahmetag befinden sich jeweils 2 Filmtabletten in einer Kammer.)

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ĂŒbliche Dosierung beim 7-Tage Compliance-Blister (mit 20 Filmtabletten):

Bei NebenhöhlenentzĂŒndungen (Sinusitis) und schwereren Verlaufsformen von Atemwegsinfektionen werden an den ersten drei Tagen jeweils 2-mal tĂ€glich 2 Filmtabletten Klacid Pro (entsprechend 2-mal tĂ€glich 500 mg Clarithromycin) im Abstand von 12 Stunden und an den darauffolgenden vier Behandlungstagen jeweils 2-mal tĂ€glich 1 Filmtablette Klacid Pro (entsprechend 2-mal tĂ€glich 250 mg Clarithromycin) eingenommen. (Die DurchdrĂŒckpackung mit 20 Filmtabletten ist entsprechend mit

Tag 1 bis 7 gekennzeichnet, fĂŒr die ersten drei Einnahmetage befinden sich jeweils 2 Filmtabletten in einer Kammer).

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungenund einer Kreatinin-Clearance von weniger als 30 ml/min sollte eine Dosisreduzierung auf die HĂ€lfte der Standarddosis vorgenommen werden. Bei diesen Patienten betrĂ€gt somit die ĂŒbliche Dosis einmal tĂ€glich 1 Filmtablette Klacid Pro (entsprechend

250 mg Clarithromycin). Bei Sinusitis und schwereren Verlaufsformen von Atemwegsinfektionen kann eine Dosis von 2-mal 1 Filmtablette Klacid Pro tÀglich (entsprechend 500 mg Clarithromycin) verabreicht werden.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit Ritonavir behandelt werden, ist in AbhÀngigkeit von der Kreatinin- Clearance die Dosierung wie folgt zu reduzieren:

Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance 30 bis 60 ml/min) nehmen tÀglich 1 Filmtablette Klacid Pro (entsprechend 250 mg Clarithromycin) bzw. bei schweren Infektionen nicht mehr als 2 Filmtabletten Klacid Pro (entsprechend 500 mg Clarithromycin) pro Tag ein.

Bei Patienten mit stark eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance weniger als 30 ml/min) ist die Dosis auf 125 mg (hierfĂŒr steht ein entsprechendes Clarithromycin-haltiges Granulat mit geringerem Wirkstoffgehalt als alternative Darreichungsform zur VerfĂŒgung) bzw. bei schweren Infektionen auf 1 Filmtablette Klacid Pro (entsprechend 250 mg Clarithromycin) tĂ€glich zu reduzieren.

Bei Patienten mit normaler Nierenfunktion ist keine Dosisreduktion erforderlich, jedoch sollte die tĂ€gliche Dosis 4 Filmtabletten Klacid Pro (entsprechend 1 g Clarithromycin) nicht ĂŒberschreiten.

Art der Anwendung

Nehmen Sie Klacid Pro bitte mit ausreichend FlĂŒssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) ein. Die Einnahme kann unabhĂ€ngig von den Mahlzeiten erfolgen.

Dauer der Anwendung

Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte die Behandlung mit Klacid Pro noch mindestens 2 Tage fortgesetzt werden. Bei Streptokokken-Infektionen betrĂ€gt die Behandlungsdauer 10 Tage. Die Dauer der Anwendung sollte 14 Tage nicht ĂŒberschreiten.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Klacid Pro eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, verstĂ€ndigen Sie bitte sofort Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf. Dort kann das Ausmaß der Überdosierung festgestellt und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Bitte nehmen Sie die Packung von Klacid Pro mit, damit Ihre Ärztin/Ihr Arzt sich ĂŒber das Arzneimittel informierenkann.

Eine Überdosierung von Klacid Pro fĂŒhrt in der Regel zu Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. Innerhalb der ersten zwei Stunden nach Einnahme ist eine MagenspĂŒlung in Betracht zu ziehen.

Eine BlutwĂ€sche (HĂ€mo- und Peritonealdialyse) ist nicht ausreichend. Maßnahmen, die eine weitere Aufnahme des Wirkstoffs in den Körper verhindern, werden empfohlen.

Wenn Sie die Einnahme von Klacid Pro vergessen haben

Wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, holen Sie die Einnahme so schnell wie möglich nach. Wenn der nĂ€chste Einnahmezeitpunkt bereits erreicht ist, nehmen Sie jedoch nicht die doppelte Dosis ein, sondern setzen Sie die Behandlung, wie oben in der Gebrauchsinformation („Wie ist Klacid Pro einzunehmen“ und „Art der Anwendung“) beschrieben, fort.

Bitte achten Sie unbedingt auf eine regelmĂ€ĂŸige Einnahme ĂŒber die gesamte vorgesehene Behandlungsdauer. Sie tragen damit wesentlich zum Behandlungserfolg bei.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Wenden Sie sich bitte unverzĂŒglich an Ihren Arzt, wenn eines oder mehrere der folgenden Ereignisse plötzlich oder unerwartet stark bei Ihnen auftritt oder auftreten, da diese Nebenwirkungen akut lebensbedrohlich sein können:

  • EntzĂŒndung des Dickdarms (mild bis lebensbedrohlich).
  • DurchfĂ€lle.
  • Eine Antibiotikabehandlung verĂ€ndert die normale Darmflora, wodurch ein ĂŒbermĂ€ĂŸiges Wachstum von bestimmten Bakterien (Clostridioides difficile) möglich ist. Dies kann zu leichtem Durchfall bis hin zu einer tödlich verlaufenden DarmentzĂŒndung fĂŒhren. Die DurchfĂ€lle können auch noch 2 Monate nach Ende der Behandlung auftreten.
  • Ihr Arzt wird die Beendigung der Behandlung mit Klacid Filmtabletten erwĂ€gen und, falls erforderlich, sofort eine angemessene Behandlung einleiten. Arzneimittel gegen DurchfĂ€lle, die die Darmbewegung (Peristaltik) hemmen, dĂŒrfen nicht eingenommen werden.
  • schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen wie Kreislaufschock oder HautausschlĂ€ge (z. B. Anaphylaxie)
  • schwere Hautreaktionen: ein roter, schuppiger Ausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasen (exanthematische Pustulose). Die HĂ€ufigkeit dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt (auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar).
  • Eine Langzeitverabreichung kann, wie bei anderen Antibiotika, zu einer Besiedelung mit nicht empfindlichen Bakterien und Pilzen fĂŒhren. Im Falle einer Superinfektion sollte eine geeignete Therapie eingeleitet werden.

Die am hĂ€ufigsten berichteten Nebenwirkungenbei Erwachsenen und Jugendlichen, die Clarithromycin eingenommen haben, waren: Bauchschmerzen, Durchfall, Brechreiz, Übelkeit, BeeintrĂ€chtigung des Geschmackssinns. Die Nebenwirkungen sind normalerweise mild in der IntensitĂ€t und stimmen mit dem bekannten Sicherheitsprofil der Makrolid-Antibiotika ĂŒberein.

In klinischen Studien wurden keine bedeutsamen Unterschiede im Auftreten von Magen-Darm- Nebenwirkungen zwischen den Patienten mit oder ohne vorausgegangene Infektionen mit Mykobakterien beobachtet.

Andere mögliche Nebenwirkungen von Clarithromycin

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Schlaflosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Störung des Geschmacksempfindens (Dysgeusie)
  • Durchfall, Erbrechen, Verdauungsstörung (Dyspepsie), Übelkeit, Bauchschmerzen
  • abnormer Leberfunktionstest
  • Ausschlag
  • ĂŒbermĂ€ĂŸiges Schwitzen (Hyperhidrose)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Candidosen
  • Vaginale Infektion
  • Verminderte Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Verminderung oder Erhöhung der Zahl von bestimmten weißen Blutkörperchen (Neutropenie, Eosinophilie)
  • Ängstlichkeit
  • Benommenheit, SchlĂ€frigkeit (Somnolenz)
  • Zittern (Tremor)
  • Schwindel, Schwerhörigkeit, OhrgerĂ€usche (Tinnitus)
  • QT-IntervallverlĂ€ngerung im EKG, Herzklopfen (Palpitation)
  • Appetitlosigkeit (Anorexie), verringerter Appetit, Mundtrockenheit, EntzĂŒndung der Zunge (Glossitis), EntzĂŒndung der Mundschleimhaut (Stomatitis), MagenschleimhautentzĂŒndung (Gastritis), Verstopfung, Aufstoßen, BlĂ€hungen, BlĂ€hbauch
  • Erhöhte Leberfunktionswerte (Alanin-Aminotransferase, Aspartat-Aminotransferase, Gamma- Glutamyl-Transferase)
  • Gallestau (Cholestase), LeberentzĂŒndung (Hepatitis)
  • Überempfindlichkeit, Juckreiz (Pruritus), Nesselsucht (Urtikaria)
  • Kraftlosigkeit (Asthenie)
  • Unwohlsein, Brustschmerzen, SchĂŒttelfrost, Erschöpfung
  • Erhöhte alkalische Phosphatase im Blut, erhöhte Laktatdehydrogenase im Blut

HĂ€ufigkeit nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

  • Schwerer bis vollstĂ€ndiger Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen (Agranulozytose), Mangel an BlutplĂ€ttchen (Thrombozytopenie)
  • Überempfindlichkeitsreaktionen mit erhöhter Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) und systemischen Symptomen (HypersensitivitĂ€tssyndrom DRESS)
  • HautentzĂŒndung mit Rötung (Erysipel), Akne
  • Schwere Hautreaktionen: ein roter, schuppiger Ausschlag mit Erhebungen unter der Haut und Blasen (exanthematische Pustulose), Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse
  • Schwere allergische (anaphylaktische) Reaktion, Schwellungen im Gesicht oder Rachen (Angioödem)
  • Psychotische Störung, Verwirrtheit, Verlust/VerĂ€nderung des PersönlichkeitsgefĂŒhls (Depersonalisation), Depression, Orientierungslosigkeit (Desorientierung), Halluzinationen, AlptrĂ€ume, Manie
  • KrampfanfĂ€lle
  • Geschmacksverlust (Ageusie), Geruchsstörung (Parosmie), Riechverlust (Anosmie), SensibilitĂ€tsstörung (ParĂ€sthesie)
  • Hörverluste (nach Absetzen des Arzneimittels meist rĂŒckgĂ€ngig (reversibel)
  • Herzrhythmusstörungen („Torsades de pointes“, ventrikulĂ€re Tachykardien, ventrikulĂ€re Fibrillation)
  • VerfĂ€rbung der Zunge, VerfĂ€rbung der ZĂ€hne
  • Durch Antibiotika ausgelöste DarmentzĂŒndung (Pseudomembranöse Kolitis)
  • Akute EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse (akute Pankreatitis)
  • Leberfunktionsstörungen, LeberentzĂŒndung mit oder ohne Gallestau (hepatozellulĂ€re und/oder cholestatische Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht (Ikterus)
  • Muskelerkrankung (Myopathie)
  • Nierenversagen, Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis), abnorme Urinfarbe
  • Blutungen, erhöhte INR (International Normalized Ratio), verlĂ€ngerte Prothrombinzeit

Andere mögliche Nebenwirkungen weiterer Darreichungsformen und StÀrken von Clarithromycin

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen): - Erweiterung der BlutgefĂ€ĂŸe (Vasodilatation)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Cellulitis
  • Infektionen, Fieber (Pyrexie)
  • Anaphylaktoide Reaktion
  • Nasenbluten (Epistaxis)
  • Starke Vermehrung von BlutplĂ€ttchen (ThrombozythĂ€mie)
  • Bewusstseinsverlust, Bewegungsstörung (Dyskinesie)
  • NervositĂ€t
  • Herzstillstand, Vorhofflimmern, Herzstolpern (Extrasystole)
  • EntzĂŒndung der Schleimhaut der Speiseröhre (Ösophagitis), chronisches Sodbrennen (gastroösophageale Refluxkrankheit)
  • Magen-Darm EntzĂŒndung (Gastroenteritis), Schmerzen im After (Proktalgie)
  • Blasenbildender Hautausschlag (bullöse Dermatitis), fleckig-knotiger (makulopapulöser) Ausschlag
  • Erhöhter Kreatininspiegel im Blut, erhöhter Harnstoffspiegel (Ureaspiegel) im Blut
  • Abnormes Albumin-Globulin-VerhĂ€ltnis
  • Steifigkeit des Bewegungsapparats, Muskelschmerzen (Myalgie), MuskelkrĂ€mpfe (Muskelspasmen)
  • Asthma
  • Lungenembolie

HĂ€ufigkeit nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

Muskelzerfall (Rhabdomyolyse)

Es gab auch Berichte ĂŒber Muskelzerfall (Rhabdomyolyse) bei gleichzeitiger Verabreichung von Clarithromycin und Statinen, Fibraten (cholesterinsenkende Mittel), Colchicin oder Allopurinol (Gichtmittel).

Nach MarkteinfĂŒhrung wurde ĂŒber Arzneimittelwechselwirkungen und Wirkungen auf das Zentralnervensystem (z. B. SchlĂ€frigkeit und Verwirrung) bei gleichzeitiger Einnahme von Clarithromycin und Triazolam (Schlafmittel) berichtet.

Kinder und Jugendliche:

Es ist zu erwarten, dass HĂ€ufigkeit, Art und Schweregrad der Nebenwirkungen bei Kindern denen bei Erwachsenen entsprechen.

Patienten mit AIDS oder einer anderen ImmunschwÀche

Wenn diese Patienten wegen mykobakterieller Infektion ĂŒber lange Zeit mit höheren Dosen Clarithromycin behandelt wurden, waren mögliche Clarithromycin-Nebenwirkungen oft schwer zu erkennen. Durch eine spezielle Auswertung der Laborwerte wurden erhöhte Leberfunktionswerte und Blutharnstoff-Stickstoff-Spiegel und eine erniedrigte Anzahl von weißen Blutkörperchen und Thrombozyten festgestellt.

Meldung von Nebenwirkungen:

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der DurchdrĂŒckpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

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Weitere Informationen

Was Klacid Pro enthÀlt

Der Wirkstoff ist: Clarithromycin. 1 Filmtablette enthÀlt 250 mg Clarithromycin.

Die sonstigen Bestandteile sind

Tablettenkern:

Mikrokristalline Cellulose; vorverkleisterte StÀrke; Croscarmellose-Natrium; Povidon (K=29-32); Talkum; StearinsÀure; Magnesiumstearat (Ph.Eur.); hochdisperses Siliciumdioxid; Chinolingelb, Aluminiumsalz.

FilmĂŒberzug:

Hypromellose; Propylenglycol; Titandioxid; Sorbitanoleat; Hyprolose; Chinolingelb, Aluminiumsalz;

Vanillin; SorbinsÀure (Ph.Eur.).

Wie Klacid Pro aussieht und Inhalt der Packung

Gelbe, ovale Filmtabletten.

Klacid Pro ist in DurchdrĂŒckpackungen (Blisterstreifen) eingesiegelt und in Packungen mit 12 und 20 Filmtabletten erhĂ€ltlich. Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Mylan Healthcare GmbH

LĂŒtticher Straße 5

53842 Troisdorf

Hersteller

AbbVie S.r.l.

S.R. 148 Pontina km 52 snc

I - 04011 Campoverde di Aprilia (LT)

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im MĂ€rz 2021.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Klacid Pro - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Clarithromycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Mylan Healthcare GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.10.1996
ATC Code J01FA09
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Makrolide, Lincosamide und Streptogramine

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden