Metamizol HEXAL 500 mg/ml Tropfen

Abbildung Metamizol HEXAL 500 mg/ml Tropfen
Wirkstoff(e) Metamizol-Natrium
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 04.09.2002
ATC Code N02BB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Hexal Aktiengesellschaft

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metamizol HEXAL enthält den Wirkstoff Metamizol-Natrium-Monohydrat und ist ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel aus der Gruppe der Pyrazolone.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Falls einer der hier aufgelisteten Punkte auf Sie zutrifft, d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf. F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metamizol HEXAL enthält den Wirkstoff Metamizol-Natrium-Monohydrat und ist ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel aus der Gruppe der Pyrazolone.

Metamizol HEXAL wird angewendet gegen:

  • akute starke Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen
  • krampfartige Leibschmerzen (Koliken)
  • Schmerzen bei Krebsleiden
  • sonstige akute oder chronische starke Schmerzen, soweit eine andere Behandlung nicht infrage kommt
  • hohes Fieber, das auf andere Ma√ünahmen nicht anspricht

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metamizol HEXAL darf nicht eingenommen werden, wenn Sie:

  • allergisch gegen Metamizol oder andere Pyrazolone (z. B. Phenazon, Propyphenazon) bzw. Pyrazolidine (z. B. Phenylbutazon, Oxyphenbutazon) sind. Dies schlie√üt auch Patienten ein, die z. B. mit einer starken Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Agranulozytose) nach Anwendung dieser Wirkstoffe reagiert haben.
  • allergisch gegen einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • eine Unvertr√§glichkeit gegen√ľber Schmerzmitteln haben (Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angio√∂demtyp) Dies gilt f√ľr Patienten, die mit krampfartiger Verengung der unteren Atemwege oder anderen √úberempfindlichkeitsreaktionen, wie Nesselsucht mit Juckreiz und Quaddeln, Schnupfen, Schwellungen (Urtikaria, Rhinitis, Angio√∂dem), auf Schmerzmittel wie Salicylate, Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Naproxen reagieren.
  • St√∂rungen der Knochenmarkfunktion haben, z. B. nach Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln gegen Krebserkrankungen
  • Erkrankungen der Blutbildung haben
  • eine Erbkrankheit mit Gefahr der Aufl√∂sung der roten Blutk√∂rperchen (angeborener Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel) haben
  • eine Erbkrankheit mit Bildungsst√∂rung des roten Blutfarbstoffs (akute intermittierende hepatische Porphyrie) haben
  • in den letzten drei Monaten einer Schwangerschaft sind

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metamizol HEXAL einnehmen.

Metamizol HEXAL enthält Metamizol und besitzt folgende seltene, aber lebensbedrohliche Risiken:

  • pl√∂tzliches Kreislaufversagen
  • Agranulozytose (schwere Erkrankung aufgrund starker Verminderung der Granulozyten, die zu den wei√üen Blutk√∂rperchen geh√∂ren).
    Metamizol HEXAL darf nicht weiter eingenommen werden und Sie m√ľssen umgehend einen Arzt aufsuchen, wenn es zu den folgenden Krankheitszeichen kommt, die Hinweis auf eine m√∂gliche Agranulozytose sein k√∂nnen:
  • unerwartete Verschlechterung des Allgemeinbefindens (wie Fieber, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden)
  • nicht abklingendes oder neu auftretendes Fieber
  • schmerzhafte Schleimhautver√§nderungen, besonders in Mund, Nase und Rachen oder im Genital- oder Analbereich
    Siehe Abschnitt 4.

Wenn bei Ihnen Zeichen einer verringerten Anzahl aller Blutzellen (Panzytopenie) (wie allgemeines Unwohlsein, Infektion oder anhaltendes Fieber, Bluterg√ľsse, Blutungen und Bl√§sse) oder der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) (wie verst√§rkte Blutungsneigung, punktf√∂rmige Blutungen in die Haut und Schleimh√§ute) auftreten, m√ľssen Sie Metamizol HEXAL ebenfalls sofort absetzen und umgehend einen Arzt aufsuchen (siehe Abschnitt 4).


Ihr Arzt wird möglicherweise Ihr Blutbild regelmäßig kontrollieren und bei bestimmten Veränderungen die Behandlung abbrechen.
Wenn Sie auf Metamizol HEXAL mit allergieähnlichen Reaktionen reagieren, sind Sie besonders gefährdet, in gleicher Weise auf andere Schmerzmittel zu reagieren.


Zeigen Sie auf Metamizol HEXAL allergische oder andere √ľber Ihr Abwehrsystem vermittelte Reaktionen (z. B. Agranulozytose), sind Sie besonders gef√§hrdet, in gleicher Weise auf andere Pyrazolone und Pyrazolidine (chemisch verwandte Stoffe) wie die Schmerzmittel Phenazon, Propyphenazon, Phenylbutazon, Oxyphenbutazon zu reagieren.


Zeigen Sie allergische oder andere √ľber Ihr Abwehrsystem vermittelte Reaktionen auf andere Pyrazolone, Pyrazolidine oder andere Schmerzmittel, besteht bei Ihnen auch ein hohes Risiko, entsprechend auf Metamizol HEXAL zu reagieren.

Schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen
Bei Vorliegen einer der folgenden Umstände ist die Gefahr des Auftretens möglicherweise schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen auf

Metamizol HEXAL deutlich erhöht:

  • Unvertr√§glichkeit von Schmerz- und Rheumamitteln, die sich z. B. durch Nesselsucht mit Juckreiz und Quaddeln oder Schwellungen √§u√üert

In diesem Fall d√ľrfen Sie Metamizol HEXAL nicht einnehmen. F√ľr mehr Informationen siehe ‚ÄěMetamizol HEXAL darf nicht eingenommen werden‚Äú.

  • Atemnotanf√§lle, z. B. bei Asthma, insbesondere wenn Sie gleichzeitig unter Nasenpolypen oder Entz√ľndungen der Nase und Nebenh√∂hlen leiden
  • l√§nger anhaltende Nesselsucht
  • √úberempfindlichkeit gegen Farbstoffe (z. B. Tartrazin) bzw. Konservierungsmittel (z. B. Benzoate)
  • Alkoholunvertr√§glichkeit

Schon bei geringen Mengen Alkohol treten Niesen, Augentr√§nen und starke Gesichtsr√∂tung auf. Dies kann ein Hinweis auf eine bisher nicht erkannte Unvertr√§glichkeit gegen√ľber Schmerzmitteln sein (siehe ‚ÄěMetamizol HEXAL darf nicht eingenommen werden‚Äú)
Bei Patienten mit erh√∂htem Risiko f√ľr √úberempfindlichkeitsreaktionen darf Metamizol HEXAL nur nach sorgf√§ltiger Nutzen-Risiko-Abw√§gung eingesetzt werden (siehe auch ‚ÄěMetamizol HEXAL darf nicht eingenommen werden‚Äú). Wird Metamizol HEXAL in solchen F√§llen gegeben, ist der Patient engmaschig √§rztlich zu √ľberwachen und Notfallbereitschaft sicherzustellen.


Ein anaphylaktischer Schock kann insbesondere bei empfindlichen Patienten auftreten (siehe Abschnitt 4). Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Asthma oder Veranlagung zu √úberempfindlichkeitsreaktionen.

Schwere Hautreaktionen
Bei der Anwendung von Metamizol wurden lebensbedrohliche Hautreaktionen
(Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) berichtet. Bei Auftreten von Hautausschlag, oft mit Blasen oder Schleimhautsch√§den verbunden, m√ľssen Sie die Behandlung mit Metamizol HEXAL sofort abbrechen. Sie d√ľrfen die Behandlung zu keiner Zeit wieder aufnehmen (siehe Abschnitt 4).

Blutdruckabfall
Metamizol HEXAL kann einen Blutdruckabfall auslösen (siehe Abschnitt 4). Diese Gefahr ist erhöht, wenn Sie:

  • niedrigen Blutdruck, deutlichen Fl√ľssigkeitsmangel, Kreislaufschw√§che oder beginnendes Kreislaufversagen (z. B. bei Herzinfarkt oder schweren Verletzungen) haben
  • hohes Fieber haben
    Eine sorgfältige Abwägung der Anwendung, enge Überwachung sowie gegebenenfalls vorbeugende Maßnahmen (z. B. Kreislaufstabilisierung) sind erforderlich, um das Risiko eines Blutdruckabfalls zu verringern.
    Metamizol HEXAL darf nur unter sorgf√§ltig √ľberwachter Kreislauffunktion angewendet werden, wenn eine Blutdrucksenkung auf jeden Fall vermieden werden muss, wie bei:
  • schwerer Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe
  • den Blutstrom behindernden Verengungen der hirnversorgenden Gef√§√üe

Verringerte Nieren- oder Leberfunktion
Bei verringerter Nieren- oder Leberfunktion sollten Metamizol HEXAL nur nach strenger
Nutzen-Risiko-Abw√§gung und mit entsprechenden Vorsichtsma√ünahmen angewendet werden (siehe Abschnitt 3., ‚ÄěPatienten mit eingeschr√§nkter Nieren- oder Leberfunktion‚Äú).

Einfluss auf Untersuchungsmethoden
Informieren Sie vor der Durchf√ľhrung von Laboruntersuchungen Ihren Arzt √ľber die Anwendung von Metamizol HEXAL. Metamizol kann die Ergebnisse einiger Methoden beeinflussen, wie Bestimmung der Blutwerte von Kreatinin, Fetten, HDL-Cholesterol oder Harns√§ure.
Einnahme von Metamizol HEXAL zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.


Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere bei folgenden Arzneimitteln, die Metamizol HEXAL beeinflussen oder durch Metamizol HEXAL beeinflusst werden können:

  • Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des k√∂rpereigenen Abwehrsystems
    Bei gleichzeitiger Anwendung wird der Arzt Ihren Ciclosporin-Blutspiegel √ľberwachen.
  • Methotrexat, ein Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen oder rheumatischen Erkrankungen
    Die gleichzeitige Anwendung kann eine mögliche Schädigung der Blutbildung durch Methotrexat verstärken, insbesondere bei älteren Menschen. Deshalb sollte diese Kombination vermieden werden.
  • Acetylsalicyls√§ure, bei Einnahme in niedriger Dosierung zum Herzschutz
    Die gleichzeitige Anwendung kann die Wirkung von Acetylsalicylsäure auf die Blutplättchen verringern.
  • Bupropion, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und zur Raucherentw√∂hnung. Bei gleichzeitiger Anwendung k√∂nnen die Blutspiegel von Bupropion herabgesetzt werden.
  • Chlorpromazin, ein Arzneimittel zur Behandlung von geistig-seelischen Erkrankungen
    Bei gleichzeitiger Anwendung kann eine starke Erniedrigung der Körpertemperatur auftreten.
    Bei einer Anwendung von Pyrazolonen, der Arzneimittelgruppe, zu der Metamizol HEXAL gehört, kann es zur Wechselwirkung mit bestimmten Arzneimitteln kommen:
  • blutgerinnungshemmende Arzneimittel, die eingenommen werden
  • Captopril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und bestimmten Herzerkrankungen
  • Lithium, ein Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen
  • harntreibende Arzneimittel wie Triamteren
  • blutdrucksenkende Arzneimittel

Inwieweit auch Metamizol HEXAL zu diesen Wechselwirkungen f√ľhrt, ist nicht bekannt.

Einnahme von Metamizol HEXAL zusammen mit Alkohol
Während der Anwendung von Metamizol HEXAL sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.


Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Vorliegende Daten zur Anwendung von Metamizol w√§hrend der ersten drei Monate der Schwangerschaft sind begrenzt, weisen jedoch nicht auf sch√§dliche Wirkungen auf den Embryo hin. In Einzelf√§llen, wenn keine anderen Behandlungsoptionen bestehen, k√∂nnen Einzeldosen Metamizol w√§hrend des ersten und zweiten Trimenons nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker und nachdem eine strenge Nutzen-Risiko-Abw√§gung einer Anwendung von Metamizol vorgenommen wurde vertretbar sein. Jedoch wird generell die Anwendung von Metamizol w√§hrend des ersten und zweiten Trimenons nicht empfohlen.

W√§hrend der letzten drei Monate der Schwangerschaft d√ľrfen Sie Metamizol HEXAL nicht anwenden, da ein erh√∂htes Risiko f√ľr Komplikationen bei Mutter und Kind besteht (Blutungen, fr√ľhzeitiger Verschluss eines wichtigen Blutgef√§√ües, des sogenannten Ductus Botalli, beim ungeborenen Kind, das sich nat√ľrlicherweise erst nach der Geburt verschlie√üt).

Stillzeit
Die Abbauprodukte von Metamizol gehen in betr√§chtlicher Menge in die Muttermilch √ľber und ein Risiko f√ľr das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Insbesondere eine wiederholte Anwendung von Metamizol w√§hrend der Stillzeit muss deshalb vermieden werden. Im Falle einer Einzelanwendung von Metamizol wird M√ľttern geraten, die Muttermilch f√ľr 48 Stunden nach der Anwendung zu sammeln und zu verwerfen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen
Im empfohlenen Dosisbereich ist keine Beeinträchtigung des Konzentrations- und Reaktionsvermögens bekannt.
Zumindest bei h√∂heren Dosierungen sollten Sie vorsichtshalber eine Beeintr√§chtigung in Betracht ziehen und auf das Bedienen von Maschinen, F√ľhren von Fahrzeugen und sonstige gefahrvolle T√§tigkeiten verzichten. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Alkohol zu sich genommen haben.

Metamizol HEXAL enthält Natriumverbindungen.
Dieses Arzneimittel enth√§lt 34,52 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro 1 ml L√∂sung (20 Tropfen). Dies entspricht etwa 1,7 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung. Wenn Sie eine kochsalzarme Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.


Die Dosierung richtet sich nach der Intensität der Schmerzen oder des Fiebers und der individuellen Empfindlichkeit, auf Metamizol HEXAL zu reagieren. Es sollte immer die niedrigste schmerz- und fieberkontrollierende Dosis gewählt werden. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie Sie Metamizol HEXAL anwenden sollen.


Die folgende Tabelle enthält die empfohlenen Einzeldosen und maximalen Tagesdosen in Abhängigkeit von Gewicht oder Alter:

Körpergewicht Einzeldosis Tagesmaximaldosis
kg Alter Tropfen mg Tropfen mg
< 9 < 12 Monate 1-5 25-125 4-20 100-500
9-15 1-3 Jahre 3-10 75-250 12-40 300-1000
16-23 4-6 Jahre 5-15 125-375 20-60 500-1500
24-30 7-9 Jahre 8-20 200-500 32-80 800-2000
31-45 10-12 Jahre 10-30 250-750 40-120 1000-3000
46-53 13-14 Jahre 15-35 375-875 60-140 1500-3500
> 53 ‚Č• 15 Jahre 20-40 500-1000 80-160 2000-4000

Einzeldosen können in Abhängigkeit von der Tagesmaximaldosis bis zu 4-mal täglich gegeben werden.
30 bis 60 Minuten nach der Einnahme kann eine deutliche Wirkung erwartet werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Zur Behandlung von Schmerzen k√∂nnen Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre als Einzeldosis 8‚Äď16 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat pro Kilogramm K√∂rpergewicht einnehmen (siehe vorherige Tabelle). Bei Fieber ist bei Kindern eine Dosis von 10 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat pro Kilogramm K√∂rpergewicht im Allgemeinen ausreichend:

Körpergewicht Einzeldosis
kg Alter Tropfen mg
< 9 < 12 Monate 1-3 25-75
9-15 1-3 Jahre 4-6 100-150
16-23 4-6 Jahre 6-9 150-225
24-30 7-9 Jahre 10-12 250-300
31-45 10-12 Jahre 13-18 325-450
46-53 13-14 Jahre 18-21 450-525

√Ąltere Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand/mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion
Bei älteren Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Dosis vermindert werden, da die Ausscheidung der Abbauprodukte von Metamizol verzögert sein kann.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
Da bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion die Ausscheidungsgeschwindigkeit vermindert ist, sollten mehrfache hohe Dosen vermieden werden. Bei nur kurzzeitiger Anwendung ist keine Dosisreduktion notwendig. Zur Langzeitanwendung liegt keine Erfahrung vor.

Art der Anwendung
Metamizol HEXAL ist zum Einnehmen bestimmt.
Es wird empfohlen, die Tropfen mit etwas Wasser (etwa ¬Ĺ Glas) einzunehmen.
Bitte beachten: Die Flasche hat einen kindergesicherten Verschluss.
Zum √Ėffnen den Verschluss fest nach unten dr√ľcken und gleichzeitig in der angegebenen Pfeilrichtung drehen.
Mit der √Ėffnung senkrecht nach unten halten und mit dem Finger leicht auf den Flaschenboden klopfen. Danach treten die Tropfen in gleichm√§√üigen Abst√§nden aus und k√∂nnen leicht gez√§hlt werden.


Nach Gebrauch den Verschluss, ohne ihn nach unten zu dr√ľcken, fest zudrehen. Der Verschluss ist jetzt wieder kindergesichert.
Bitte achten Sie vor dem Verschlie√üen darauf, dass das Gewinde trocken ist ‚Äď eventuell trocken wischen. Durch auskristallisierten Wirkstoff kann es sonst zu Undichtigkeit kommen und die Flasche k√∂nnte auslaufen.

Dauer der Anwendung
Sie richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung und wird von Ihrem Arzt festgelegt.
Es wird empfohlen, Schmerzmittel nicht l√§nger als 3 bis 5 Tage einzunehmen, ohne nochmals ausdr√ľcklich einen Arzt oder Zahnarzt um Rat zu fragen.


Wenn Sie eine größere Menge Metamizol HEXAL eingenommen haben, als Sie sollten
Zeichen einer √úberdosierung sind:

Informieren Sie sofort einen Arzt bei Verdacht auf eine Überdosierung, damit dieser gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen kann.
Hinweis: Nach sehr hohen Dosen kann die Ausscheidung eines harmlosen Abbauproduktes von Metamizol eine Rotfärbung des Urins verursachen.


Wenn Sie die Einnahme von Metamizol HEXAL vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Folgende Nebenwirkungen können schwerwiegende Folgen haben; nehmen Sie Metamizol HEXAL nicht weiter ein und suchen Sie möglichst umgehend einen Arzt auf


Falls eine der genannten Nebenwirkungen plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie bitte sofort einen Arzt. Bestimmte Nebenwirkungen (z. B. schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse, Agranulozytose, Panzytopenie) können unter Umständen lebensbedrohlich werden. Metamizol HEXAL darf dann auf keinen Fall ohne ärztliche Aufsicht weiter eingenommen werden. Das rechtzeitige Absetzen kann von entscheidender Bedeutung sein.
Wenn Zeichen einer Agranulozytose, Panzytopenie oder Thrombozytopenie (siehe unten und Abschnitt 2., ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú) auftreten, muss die Einnahme von Metamizol HEXAL sofort beendet und das Blutbild, einschlie√ülich Differenzialblutbild, durch Ihren Arzt kontrolliert werden. Mit dem Abbruch der Behandlung darf nicht bis zum Vorliegen der Laborergebnisse gewartet werden.


Weitere mögliche Nebenwirkungen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • violetter bis tiefroter, zum Teil blasiger Hautausschlag (fixes Arzneimittelexanthem)
  • Blutdruckabfall, der m√∂glicherweise durch die Arzneimittelwirkung direkt bedingt ist und nicht von anderen Zeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion begleitet wird
    Eine solche Reaktion f√ľhrt nur selten zu einem schweren Blutdruckabfall. Das Risiko einer Blutdrucksenkung kann erh√∂ht sein bei abnorm hohem Fieber.


Typische Zeichen eines starken Blutdruckabfalls sind Herzrasen, Blässe, Zittern, Schwindel, Übelkeit und Ohnmacht.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen) Zu den Zeichen leichterer Reaktionen geh√∂ren:
  • Augenbrennen
  • Husten, Nasenlaufen, Niesen
  • Engegef√ľhl in der Brust
  • Hautr√∂tung, besonders im Bereich des Gesichts und Kopfes
  • Nesselsucht und Schwellungen im Gesichtsbereich
  • seltener: √úbelkeit und Bauchkr√§mpfe
    Spezielle Warnsymptome sind Brennen, Jucken und Hitzegef√ľhl auf und unter der Zunge und besonders auf Handfl√§chen und Fu√üsohlen.

Solche leichteren Reaktionen k√∂nnen in schwerere Formen √ľbergehen mit:

  • starker Nesselsucht
  • schwerem Angio√∂dem (Schwellungen, auch im Kehlkopfbereich)
  • schwerer krampfartiger Verengung der unteren Atemwege
  • Herzrasen, manchmal auch zu langsamem Pulsschlag, Herzrhythmusst√∂rungen
  • Blutdruckabfall, manchmal auch mit vorausgehendem Blutdruckanstieg
  • Bewusstlosigkeit, Kreislaufversagen

Diese Reaktionen können auch noch nach mehrfacher komplikationsloser Anwendung auftreten und schwerwiegend bis lebensbedrohlich, in manchen Fällen sogar tödlich sein.


Bei Patienten mit Analgetika-Asthma-Syndrom √§u√üern sich √úberempfindlichkeitsreaktionen typischerweise in Form von Asthmaanf√§llen (siehe Abschnitt 2., ‚ÄěMetamizol HEXAL darf nicht eingenommen werden‚Äú).

  • verminderte Anzahl der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie)
  • Hautausschlag (z. B. makulopapul√∂ses Exanthem)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • starke Verminderung der Granulozyten, die zu den wei√üen Blutk√∂rperchen geh√∂ren (Agranulozytose), einschlie√ülich F√§lle mit t√∂dlichem Ausgang, oder verminderte Blutpl√§ttchenanzahl (Thrombozytopenie)


Diese Reaktionen werden vermutlich √ľber das Abwehrsystem vermittelt. Sie k√∂nnen auch auftreten, wenn Metamizol fr√ľher ohne Komplikationen vertragen wurde. Es gibt vereinzelt Hinweise, wonach das Risiko einer Agranulozytose m√∂glicherweise erh√∂ht sein kann, wenn Metamizol HEXAL l√§nger als eine Woche eingenommen werden.


Agranulozytose √§u√üert sich in hohem Fieber, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden sowie Entz√ľndung im Mund-, Nasen-, Rachen-, Genital- oder Analbereich. Bei Patienten, die Antibiotika (Arzneimittel gegen bakteriell bedingte Entz√ľndungen) erhalten, k√∂nnen diese Zeichen nur schwach ausgepr√§gt sein. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist stark erh√∂ht, w√§hrend die Lymphknoten typischerweise nur leicht oder √ľberhaupt nicht vergr√∂√üert sind.


Typische Zeichen einer verminderten Blutplättchenanzahl sind z. B. eine verstärkte Blutungsneigung und punktförmige Blutungen in die Haut und Schleimhäute.

  • Asthmaanfall
  • gro√üfl√§chige Blasenbildung der Haut und Hautabl√∂sung (Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse)
  • akute Verschlechterung der Nierenfunktion, in einigen F√§llen mit fehlender oder zu geringer Harnmenge, Ausscheidung von Bluteiwei√üen im Harn, akutes Nierenversagen; Nierenentz√ľndung (akute interstitielle Nephritis)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • pl√∂tzliches Kreislaufversagen aufgrund schwerer allergischer Reaktion (anaphylaktischer Schock)
  • Herzinfarkt im Rahmen einer allergischen Reaktion (Kounis-Syndrom)
  • Blutarmut mit gleichzeitiger St√∂rung der Knochenmarkfunktion (aplastische An√§mie), verminderte Anzahl wei√üer und roter Blutk√∂rperchen und Blutpl√§ttchen (Panzytopenie), einschlie√ülich F√§lle mit t√∂dlichem Ausgang
    Zeichen dieser Blutver√§nderungen sind allgemeines Unwohlsein, Infektion, anhaltendes Fieber, Bluterg√ľsse, Blutungen und Bl√§sse.
  • Magen-Darm-Blutungen
    Durch ein harmloses Abbauprodukt von Metamizol kann eine Rotfärbung des Urins verursacht werden.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem
Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.
Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch
Metamizol HEXAL ist nach Anbruch 6 Monate haltbar.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Metamizol HEXAL enthält
Der Wirkstoff ist Metamizol-Natrium-Monohydrat.
1 ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung (20 Tropfen) enthält 500 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat. 1 Tropfen enthält 25 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat.

Die sonstigen Bestandteile sind:
Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat, Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat (Ph.Eur.), Saccharin-Natrium 2 H2O, Halb-und-Halb-Bitteressenz, gereinigtes Wasser
Das Aroma Halb-und-Halb-Bitteressenz enth√§lt ő≤-Asaron / Safrol.

Wie Metamizol HEXAL aussieht und Inhalt der Packung
Metamizol HEXAL ist eine klare, gelbe Lösung.
Metamizol HEXAL ist in braunen Glasflaschen mit kindergesichertem Verschluss, in Umkartons mit 20 ml, 50 ml, 100 ml, 10x40 ml und 3x400 ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer
1 A Pharma GmbH
Keltenring 1 + 3
82041 Oberhaching
Telefon: (089) 6138825-0
Hersteller
Salutas Pharma GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2019.

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Zuletzt aktualisiert: 01.03.2023

Quelle: Metamizol HEXAL 500 mg/ml Tropfen - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metamizol-Natrium
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 04.09.2002
ATC Code N02BB02
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden