Metamizol AbZ 500 mg Tabletten

Abbildung Metamizol AbZ 500 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Metamizol-Natrium
Zulassungsland Deutschland
Hersteller AbZ-Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.12.2011
ATC Code N02BB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

Zulassungsinhaber

AbZ-Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Novalgin Z√§pfchen f√ľr Erwachsene Metamizol-Natrium Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Metamizol AL 500 mg/ml Tropfen zum Einnehmen, Lösung Metamizol-Natrium ALIUD PHARMA GmbH
Metamizol Polpharma Metamizol-Natrium Zaklady Farmaceutyczne Polpharma S.A. Beiname: Pharmaceutical Works POLPHARMA S.A.
Novaminsulfon 500 mg Lichtenstein Metamizol-Natrium Winthrop Arzneimittel GmbH
Metamizol TAD 500 mg/ml Injektions-/Infusionslösung Metamizol-Natrium TAD Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metamizol AbZ ist ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Arzneimittel aus der Gruppe der Pyrazolone.

Metamizol AbZ ist angezeigt f√ľr Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren zur Behandlung von

  • akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen,
  • krampfartigem Leibschmerz (Koliken),
  • Schmerzen bei Krebsleiden (Tumorschmerzen),
  • sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, soweit eine andere Behandlung nicht in Frage kommt,
  • hohem Fieber, das auf andere Ma√ünahmen nicht anspricht.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metamizol AbZ darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Metamizol-Natrium oder andere Pyrazolone (z. B. Phenazon, Propyphenazon) bzw. Pyrazolidine (z. B. Phenylbutazon, Oxyphenbutazon) sind; dies schließt

auch Patienten ein, die z. B. mit einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose) nach Anwendung dieser Substanzen reagiert haben,

  • wenn Sie allergisch gegen einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • bei bekannter Schmerzmittel-Unvertr√§glichkeit (Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika- Intoleranz vom Urtikaria-Angio√∂demtyp). Dies gilt f√ľr Patienten, die mit Bronchospasmus (krampfartiger Verengung der unteren Atemwege) oder anderen √úberempfindlichkeitserscheinungen, wie Juckreiz, Schnupfen und Schwellungen (Urtikaria, Rhinitis, Angio√∂dem), auf Schmerzmittel wie z. B. Salizylate, Paracetamol, Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Naproxen reagieren,
  • wenn bei Ihnen St√∂rungen der Knochenmarksfunktion (z. B. nach Behandlung mit Zytostatika, die bei Krebsleiden gegeben werden) oder Erkrankungen der Blutbildung (des h√§matopoetischen Systems) vorliegen,
  • wenn Sie an einem angeborenen Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel leiden (Erbkrankheit mit Gefahr der Aufl√∂sung der roten Blutk√∂rperchen),
  • wenn Sie an akuter intermittierender hepatischer Porphyrie leiden (Erbkrankheit mit Bildungsst√∂rung des roten Blutfarbstoffs),
  • wenn Sie in den letzten drei Monaten einer Schwangerschaft sind,
  • von Kindern unter 15 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metamizol AbZ einnehmen.

Metamizol AbZ enthält das Pyrazolon-Derivat Metamizol und besitzt die seltenen, aber lebensbedrohenden Risiken des Schocks (plötzliches Kreislaufversagen) und der Agranulozytose (schwere Erkrankung aufgrund einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen).

Wenn Sie auf Metamizol AbZ mit Überempfindlichkeit (anaphylaktoide Reaktionen) reagieren, sind Sie auch besonders gefährdet, in gleicher Weise auf andere Schmerzmittel zu reagieren.

Zeigen Sie auf Metamizol AbZ allergische oder andere (immunologisch vermittelte) Abwehrreaktionen (z. B. Agranulozytose), sind Sie auch besonders gefährdet, in gleicher Weise auf andere Pyrazolone und Pyrazolidine (chemisch verwandte Stoffe) zu reagieren.

Wenn bei Ihnen Zeichen einer Agranulozytose, Panzytopenie oder Thrombozytopenie auftreten, m√ľssen Sie die Anwendung von Metamizol AbZ sofort abbrechen und umgehend einen Arzt aufsuchen (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen) Wenn bei Ihnen eine der folgenden Krankheiten/Unverträglichkeiten vorliegt, ist die Gefahr möglicherweise schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen auf Metamizol AbZ deutlich erhöht:

  • Unvertr√§glichkeit von nicht-steroidalen entz√ľndungshemmenden Arzneimitteln (Schmerz- und Rheumamittel), die sich z. B. als Juckreiz und Schwellungen (Urtikaria, Angio√∂dem) √§u√üert (Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angio√∂demtyp; siehe Abschnitt 2, ‚ÄěMetamizol AbZ darf nicht eingenommen werden‚Äú).
  • Atemnotanf√§lle durch Verengung der kleinsten Luftwege (Asthma bronchiale), insbesondere wenn Sie gleichzeitig unter Entz√ľndungen der Nase und Nebenh√∂hlen (Rhinosinusitis) und Nasenpolypen leiden.
  • Chronische Nesselsucht (Urtikaria).
  • √úberempfindlichkeit gegen Farbstoffe (z. B. Tartrazin) bzw. Konservierungsstoffe (z. B. Benzoate).
  • Alkohol-Unvertr√§glichkeit. Dann reagieren Sie schon auf geringe Mengen Alkohol mit Niesen, Augentr√§nen und starker Gesichtsr√∂tung. Eine solche Alkohol-Unvertr√§glichkeit kann ein Hinweis auf eine bisher nicht erkannte Schmerzmittel-Unvertr√§glichkeit sein (siehe Abschnitt 2, ‚ÄěMetamizol AbZ darf nicht eingenommen werden‚Äú).

Vor der Anwendung von Metamizol AbZ muss der Patient entsprechend befragt werden. Bei Patienten mit erh√∂htem Risiko f√ľr √úberempfindlichkeitsreaktionen darf Metamizol AbZ nur nach sorgf√§ltiger Abw√§gung m√∂glicher Risiken gegen den erwarteten Nutzen eingesetzt werden. Wird Metamizol AbZ in solchen F√§llen gegeben, ist der Patient engmaschig √§rztlich zu √ľberwachen und Notfallbereitschaft sicherzustellen.

Ein anaphylaktischer Schock kann insbesondere bei empfindlichen Patienten auftreten (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú). Daher ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit Asthma oder einer Veranlagung zu √úberempfindlichkeitsreaktionen (Atopie).

Schwere Hautreaktionen
Bei der Anwendung von Metamizol-Natrium wurden lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens- Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) berichtet. Falls sich bei Ihnen ein Hautausschlag entwickelt, oft mit Blasen oder Schleimhautsch√§den verbunden, m√ľssen Sie die Behandlung mit Metamizol AbZ sofort abbrechen. Sie d√ľrfen die Behandlung mit Metamizol-Natrium zu keiner Zeit wieder aufnehmen (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktionen)
Metamizol AbZ kann Blutdruckabf√§lle (isolierte hypotensive Reaktionen) ausl√∂sen (siehe Abschnitt 4 ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Diese Gefahr ist erhöht:

  • wenn Sie an niedrigem Blutdruck (vorbestehender Hypotonie), deutlichem Fl√ľssigkeitsmangel, Kreislaufschw√§che oder beginnendem Kreislaufversagen (wie z. B. bei Herzinfarkt oder schweren Verletzungen) leiden,
  • wenn Sie hohes Fieber haben.

Ihr Arzt wird die Anwendung sorgf√§ltig abw√§gen und eng √ľberwachen und gegebenenfalls vorbeugende Ma√ünahmen (z. B. Kreislaufstabilisierung) vornehmen, um das Risiko von Blutdruckabf√§llen zu verringern.

Muss bei Ihnen eine Senkung des Blutdrucks auf jeden Fall vermieden werden (z. B. bei schwerer koronarer Herzkrankheit oder den Blutstrom behindernden Verengungen [Stenosen] der hirnversorgenden Gefäße), darf Metamizol AbZ nur unter sorgfältiger Überwachung der Kreislauffunktion angewendet werden.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
Wenn bei Ihnen eine eingeschr√§nkte Nieren- oder Leberfunktion vorliegt, sollte Metamizol AbZ nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abw√§gung und mit entsprechenden Vorsichtsma√ünahmen angewendet werden (siehe Abschnitt 3 ‚ÄěPatienten mit eingeschr√§nkter Nieren- oder Leberfunktion‚Äú).

√Ąltere Patienten
Bei √§lteren Patienten kann die Ausscheidung der Stoffwechselprodukte von Metamizol AbZ verz√∂gert sein (siehe Abschnitt 3. ‚Äě√Ąltere Patienten‚Äú).

Einnahme von Metamizol AbZ zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Metamizol AbZ kann eine Abnahme des Ciclosporin-Blutspiegels bewirken (Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Abwehrsystems). Bei gleichzeitiger Anwendung m√ľssen daher Ihre Ciclosporin- Blutspiegel √ľberwacht werden.

Die gleichzeitige Gabe von Metamizol-Natrium und Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen) kann eine mögliche Schädigung der Blutbildung durch Methotrexat verstärken, insbesondere bei älteren Menschen. Deshalb sollte diese Kombination vermieden werden.

Metamizol kann die Wirkung von Acetylsalicylsäure (ASS) auf die Blutplättchen verringern. Wenn Sie Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung zum Herzschutz anwenden, sollten Sie Metamizol AbZ mit Vorsicht anwenden.

Durch Metamizol können die Blutspiegel von Bupropion (zur Behandlung von Depressionen und zur Raucherentwöhnung) herabgesetzt werden. Daher ist bei gleichzeitiger Anwendung von Bupropion und Metamizol AbZ Vorsicht geboten.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metamizol AbZ und Chlorpromazin (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen) kann bei Ihnen eine starke Erniedrigung der Körpertemperatur (Hypothermie) auftreten.

F√ľr die Gruppe der Pyrazolone (zu dieser geh√∂rt auch Metamizol AbZ) ist bekannt, dass es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln kommen kann:

  • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulanzien),
  • Captopril (ein Arzneimittel gegen Bluthochdruck und bestimmte Herzerkrankungen),
  • Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen),
  • Arzneimittel zur Entw√§sserung (Diuretika, z. B. Triamteren),
  • Arzneimittel gegen Bluthochdruck (Antihypertensiva).

Inwieweit auch Metamizol AbZ zu diesen Wechselwirkungen f√ľhrt, ist nicht bekannt.

Einnahme von Metamizol AbZ zusammen mit Alkohol

Während der Anwendung von Metamizol AbZ sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Vorliegende Daten zur Anwendung von Metamizol w√§hrend der ersten drei Monate der Schwangerschaft sind begrenzt, weisen jedoch nicht auf sch√§dliche Wirkungen auf den Embryo hin. In Einzelf√§llen, wenn keine anderen Behandlungsoptionen bestehen, k√∂nnen Einzeldosen Metamizol w√§hrend des ersten und zweiten Trimenons nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker und nachdem eine strenge Nutzen-Risiko-Abw√§gung einer Anwendung von Metamizol vorgenommen wurde vertretbar sein. Jedoch wird generell die Anwendung von Metamizol w√§hrend des ersten und zweiten Trimenons nicht empfohlen.

W√§hrend der letzten drei Monate der Schwangerschaft d√ľrfen Sie Metamizol AbZ nicht anwenden, da ein erh√∂htes Risiko f√ľr Komplikationen bei Mutter und Kind besteht (Blutungen, fr√ľhzeitiger Verschluss eines wichtigen Blutgef√§√ües, des sogenannten Ductus Botalli, beim ungeborenen Kind, das sich nat√ľrlicherweise erst nach der Geburt verschlie√üt).

Stillzeit
Die Abbauprodukte von Metamizol gehen in betr√§chtlicher Menge in die Muttermilch √ľber und ein Risiko f√ľr das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Insbesondere eine wiederholte Anwendung von Metamizol w√§hrend der Stillzeit muss deshalb vermieden werden. Im Falle einer Einzelanwendung von Metamizol wird M√ľttern geraten, die Muttermilch f√ľr 48 Stunden nach der Anwendung zu sammeln und zu verwerfen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Im empfohlenen Dosisbereich ist keine Beeinträchtigung des Konzentrations- und Reaktionsvermögens bekannt. Vorsichtshalber sollten Sie aber, zumindest bei höheren Dosierungen, die Möglichkeit einer Beeinträchtigung in Betracht ziehen und auf das Bedienen von Maschinen, das

F√ľhren von Fahrzeugen und sonstige gefahrvolle T√§tigkeiten verzichten. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Alkohol zu sich genommen haben.

Metamizol AbZ enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enth√§lt 32,78 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Tablette. Dies entspricht 1,64 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung richtet sich nach der Intensität der Schmerzen oder des Fiebers und der individuellen Empfindlichkeit, auf Metamizol AbZ zu reagieren.

Es sollte immer die niedrigste schmerz- und fieberkontrollierende Dosis gewählt werden. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie Sie Metamizol AbZ anwenden sollen.

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (die √ľber 53 kg wiegen) k√∂nnen bis zu 1000 mg Metamizol pro Einzeldosis einnehmen (2 Tabletten), und dies bis zu 4-mal am Tag in Abst√§nden von 6‚Äď8 Stunden. Die Tagesmaximaldosis betr√§gt 4000 mg (entsprechend 8 Tabletten).

30 bis 60 Minuten nach der Einnahme kann eine deutliche Wirkung erwartet werden.

Metamizol AbZ sollte bei Kindern unter 15 Jahren nicht angewendet werden. Andere Darreichungsformen und St√§rken dieses Arzneimittels sind f√ľr kleinere Kinder verf√ľgbar; wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

√Ąltere Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand/mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion

Bei älteren Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Dosis vermindert werden, da die Ausscheidung der Stoffwechselprodukte von Metamizol AbZ verzögert sein kann.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

Da bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion die Ausscheidungsgeschwindigkeit vermindert ist, sollten mehrfache hohe Dosen vermieden werden. Bei nur kurzzeitiger Anwendung ist keine Dosisreduktion notwendig. Zur Langzeitanwendung liegt keine Erfahrung vor.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Es wird empfohlen, die Tabletten unzerkaut und mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) einzunehmen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung und wird von Ihrem Arzt festgelegt.

Es wird empfohlen, Schmerzmittel nicht l√§nger als 3 bis 5 Tage einzunehmen, ohne nochmals ausdr√ľcklich einen Arzt oder Zahnarzt um Rat zu fragen.

Wenn Sie eine größere Menge von Metamizol AbZ eingenommen haben, als Sie sollten

Zeichen einer √úberdosierung sind:

Verständigen Sie bitte bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt, damit dieser gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen kann.

Hinweis: Nach sehr hohen Dosen kann die Ausscheidung eines harmlosen Stoffwechselproduktes (Rubazonsäure) eine Rotfärbung des Urins verursachen.

Wenn Sie die Einnahme von Metamizol AbZ vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Folgende Nebenwirkungen können schwerwiegende Folgen haben; nehmen Sie Metamizol AbZ

nicht weiter ein und suchen Sie möglichst umgehend einen Arzt auf:

Falls eine der genannten Nebenwirkungen pl√∂tzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie bitte sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelwirkungen (z. B. schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen, schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse, Agranulozytose, Panzytopenie) unter Umst√§nden lebensbedrohlich werden k√∂nnen. In solchen F√§llen darf Metamizol AbZ auf keinen Fall ohne √§rztliche Aufsicht weiter eingenommen werden. Das rechtzeitige Absetzen kann von entscheidender Bedeutung f√ľr die Erholung sein.

Wenn Zeichen einer Agranulozytose, Panzytopenie oder Thrombozytopenie (siehe unten) auftreten, muss die Einnahme von Metamizol AbZ sofort beendet und das Blutbild (einschließlich Differenzialblutbild) durch Ihren Arzt kontrolliert werden. Mit dem Abbruch der Behandlung darf nicht gewartet werden, bis die Ergebnisse der Laboruntersuchungen vorliegen.

Metamizol AbZ darf auch nicht weiter eingenommen werden, wenn es zu den folgenden Krankheitszeichen kommt, die Hinweis auf eine mögliche Agranulozytose sein können:

  • unerwartete Verschlechterung des Allgemeinbefindens (z. B. Fieber, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden),
  • wenn das Fieber nicht abklingt oder neu auftritt,
  • wenn es zu schmerzhaften Schleimhautver√§nderungen kommt, besonders in Mund, Nase und Rachen oder im Genital- oder Analbereich.

Mögliche Nebenwirkungen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Violetter bis tiefroter, zum Teil blasiger Hautausschlag (fixes Arzneimittelexanthem).
  • Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktion), der m√∂glicherweise durch die Arzneimittel- wirkung direkt bedingt ist und nicht von anderen Zeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion

begleitet wird. Eine solche Reaktion f√ľhrt nur selten zu einem schweren Blutdruckabfall. Das Risiko einer Blutdrucksenkung kann erh√∂ht sein bei abnorm hohem Fieber (Hyperpyrexie). Typische Zeichen eines starken Blutdruckabfalls sind Herzjagen, Bl√§sse, Zittern, Schwindel, √úbelkeit und Ohnmacht.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen).
    Zu den typischen Zeichen leichterer Reaktionen gehören Symptome wie Augenbrennen,
    Husten, Nasenlaufen, Niesen, Engegef√ľhl in der Brust, Hautr√∂tung (besonders im Bereich des
    Gesichts und Kopfes), Nesselsucht und Schwellungen im Gesichtsbereich sowie ‚ąí seltener ‚ąí
    √úbelkeit und Bauchkr√§mpfe. Spezielle Warnsymptome sind Brennen, Jucken und Hitzegef√ľhl auf und unter der Zunge und ‚ąí besonders ‚ąí auf den Handfl√§chen und Fu√üsohlen.
    Solche leichteren Reaktionen k√∂nnen in schwerere Formen √ľbergehen mit starker Nesselsucht, schwerem Angio√∂dem (Schwellungen, auch im Kehlkopfbereich), schwerem Bronchospasmus (krampfartige Verengung der unteren Atemwege), Herzjagen (manchmal auch zu langsamem Pulsschlag), Herzrhythmusst√∂rungen, Blutdruckabfall (manchmal auch mit vorausgehendem Blutdruckanstieg), Bewusstlosigkeit und Kreislaufschock.
    Diese Reaktionen können auch noch nach mehrfacher komplikationsloser Anwendung erfolgen und schwerwiegend bis lebensbedrohlich, in manchen Fällen sogar tödlich sein.
    Bei Patienten mit Analgetika-Asthma-Syndrom √§u√üern sich √úberempfindlichkeitsreaktionen typischerweise in Form von Asthmaanf√§llen (siehe Abschnitt 2., ‚ÄěMetamizol AbZ darf nicht eingenommen werden‚Äú).
  • Verminderung der Anzahl der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie).
  • Hautausschlag (z. B. makulopapul√∂ses Exanthem).

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Agranulozytose), einschlie√ülich F√§lle mit t√∂dlichem Ausgang, oder Verminderung der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie). Diese Reaktionen sind vermutlich immunologisch bedingt. Sie k√∂nnen auch auftreten, wenn Metamizol bei fr√ľheren Gelegenheiten ohne Komplikationen gegeben wurde. Es gibt vereinzelt Hinweise, wonach das Risiko einer Agranulozytose m√∂glicherweise erh√∂ht sein kann, wenn Metamizol AbZ l√§nger als eine Woche eingenommen wird.
    Die Agranulozytose √§u√üert sich in hohem Fieber, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden sowie Entz√ľndung im Mund-, Nasen-, Rachen- und Genital- oder Analbereich. Bei Patienten, die Antibiotika (Arzneimittel gegen bakteriell bedingte Entz√ľndungen) erhalten, k√∂nnen diese Zeichen allerdings nur schwach ausgepr√§gt sein. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist stark erh√∂ht, w√§hrend die Lymphknoten typischerweise nur leicht oder √ľberhaupt nicht vergr√∂√üert sind.
    Typische Zeichen einer Thrombozytopenie sind z. B. eine verstärkte Blutungsneigung und Petechien (punktförmige Blutungen in die Haut und Schleimhäute).
  • Asthmaanfall (Atemnotanfall durch Verengung der kleinsten Luftwege).
  • Gro√üfl√§chige Blasenbildung der Haut und Hautabl√∂sung (Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse).
  • Akute Verschlechterung der Nierenfunktion, in einigen F√§llen mit fehlender oder zu geringer Harnmenge (Oligo- oder Anurie), Ausscheidung von Bluteiwei√üen im Harn (Proteinurie) bzw. Entwicklung zu einem akuten Nierenversagen; Nierenentz√ľndung (akute interstitielle Nephritis).

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Anaphylaktischer Schock.
  • Herzinfarkt im Rahmen einer allergischen Reaktion (Kounis-Syndrom).
  • Blutarmut mit gleichzeitiger St√∂rung der Knochenmarkfunktion (aplastische An√§mie), Verminderung der wei√üen und roten Blutk√∂rperchen und Blutpl√§ttchen (Panzytopenie), einschlie√ülich F√§lle mit t√∂dlichem Ausgang.

Anzeichen einer Panzytopenie und einer aplastischen An√§mie sind allgemeines Unwohlsein, Infektion, anhaltendes Fieber, Bluterg√ľsse, Blutungen und Bl√§sse.

Durch ein harmloses Abbauprodukt (Rubazonsäure) von Metamizol-Natrium kann eine Rotfärbung Ihres Urins verursacht werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Metamizol AbZ enthält

Der Wirkstoff ist Metamizol-Natrium 1 H2O

Jede Tablette enthält 500 mg Metamizol-Natrium 1 H2O.

  • Die sonstigen Bestandteile sind:

Mannitol (Ph.Eur.), Hyprolose, Crospovidon (Typ A), Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich].

Wie Metamizol AbZ aussieht und Inhalt der Packung

Metamizol AbZ sind weiße bis cremefarbene, runde, bikonvexe Tabletten, auf einer Seite glatt und mit einer Bruchkerbe auf der anderen Seite. Durchmesser: 12 mm, Dicke: ca. 7 mm.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette f√ľr ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Metamizol AbZ ist in Blisterpackungen (PVC/PVDC-Aluminium) mit 10, 20, 30 und 50 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

AbZ-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Teva Pharmaceutical Works Private Limited Company

Pallagi ut 13

4042 Debrecen

Ungarn

oder

TEVA PHARMA S.L.U.

C/ Anabel Segura, 11, Edificio Albatros B, 1 a planta 28108 Alcobendas, Madrid

Spanien

oder

AWD.pharma GmbH & Co. KG

Wasastr. 50

01445 Radebeul

Deutschland

oder

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR)

unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Deutschland: Metamizol AbZ 500 mg Tabletten Ungarn: Optalgin

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juli 2019.

AbZ-Pharma w√ľnscht Ihnen gute Besserung!

Versionscode: Z07

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Zuletzt aktualisiert: 03.07.2022

Quelle: Metamizol AbZ 500 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metamizol-Natrium
Zulassungsland Deutschland
Hersteller AbZ-Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.12.2011
ATC Code N02BB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden