Metamizol-ratio 500 mg Tabletten

Abbildung Metamizol-ratio 500 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Metamizol-Natrium
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Ratiopharm GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.04.2019
ATC Code N02BB02
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

Zulassungsinhaber

Ratiopharm GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Novaminsulfon-Sandoz Tropfen Metamizol-Natrium Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Metamizol Tropfen - 1A-Pharma Metamizol-Natrium 1 A Pharma GmbH
Novaminsulfon injekt 2500 mg Lichtenstein Metamizol-Natrium Winthrop Arzneimittel GmbH
Novalgin 2,5 g-Injektionslösung Metamizol-Natrium Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Novacen N 500 mg/ml Injektionslösung Pferde, Rinder, Schweine, Hunde Metamizol-Natrium CP-Pharma Handelsgesellschaft mbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metamizol-ratio enthält den Wirkstoff Metamizol-Natrium-Monohydrat. Dieser gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Pyrazolone genannt werden.

Metamizol-ratio wird angewendet bei Erwachsenen zur Behandlung von:

  • akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen,
  • krampfartigem Leibschmerz (Koliken),
  • Schmerzen bei Krebsleiden (Tumorschmerzen),
  • sonstigen akuten oder chronischen starken Schmerzen, soweit eine andere Behandlung nicht infrage kommt,
  • hohem Fieber, das auf andere Ma√ünahmen nicht anspricht.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metamizol-ratio darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Metamizol-Natrium-Monohydrat oder andere Pyrazolone (z. B. Phenazon, Propyphenazon) oder Pyrazolidine (z. B. Phenylbutazon, Oxyphenbutazon) sind; dies schlie√üt auch Patienten ein, die z. B. mit einer Agranulozytose auf die Anwendung dieser Wirkstoffe reagiert haben oder wenn Sie allergisch gegen einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn bei Ihnen eine Schmerzmittelunvertr√§glichkeit (Analgetika-Asthma-Syndrom oder Analgetika-Intoleranz vom Urtikaria-Angio√∂demtyp) bekannt ist; dies gilt f√ľr Patienten, die mit krampfartiger Verengung der unteren Atemwege (Bronchospasmus) oder anderen √úberempfindlichkeitsreaktionen auf Schmerzmittel wie z. B. Salicylate und Paracetamol oder andere nicht narkotische Analgetika wie Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Naproxen reagieren,
  • wenn Sie eine St√∂rung der Knochenmarkfunktion haben, z. B. nach Behandlung mit Zytostatika (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen),
  • wenn Sie Erkrankungen der Blutbildung haben (Erkrankungen des h√§matopoetischen Systems),
  • wenn Sie an einem angeborenen Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel leiden (Erbkrankheit mit Gefahr der Aufl√∂sung der roten Blutk√∂rperchen),
  • wenn Sie an akuter intermittierender hepatischer Porphyrie leiden (Erbkrankheit mit Bildungsst√∂rung des roten Blutfarbstoffs), da die Gefahr der Ausl√∂sung einer Porphyrie-Attacke besteht,
  • wenn Sie in den letzten drei Monaten einer Schwangerschaft sind,
  • von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Metamizol-ratio enthält Metamizol, ein Pyrazolonderivat, dessen Anwendung mit dem seltenen, aber lebensbedrohlichen Risiko eines Schocks (plötzliches Kreislaufversagen) und einer Agranulozytose (akute Erkrankung aufgrund einer starken Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen) verbunden sein kann.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metamizol-ratio einnehmen.

Schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen)

  • Wenn Sie auf Metamizol-ratio mit √úberempfindlichkeit (anaphylaktische Reaktionen) reagieren, sind Sie auch besonders gef√§hrdet, in gleicher Weise auf andere Schmerzmittel zu reagieren.
  • Zeigen Sie auf Metamizol-ratio allergische oder andere (immunologisch vermittelte) Abwehrreaktionen (z. B. Agranulozytose), sind Sie auch besonders gef√§hrdet, in gleicher Weise auf andere Pyrazolone und Pyrazolidine (chemisch verwandte Stoffe) zu reagieren.
  • Wenn bei Ihnen Anzeichen einer Agranulozytose (Verminderung wei√üer Blutk√∂rperchen), Panzytopenie (gleichzeitige Verminderung wei√üer und roter Blutk√∂rperchen sowie der Blutpl√§ttchen) oder Thrombozytopenie (Verminderung der Blutpl√§ttchen) auftreten, die sich durch hohes Fieber, Halsschmerzen sowie Entz√ľndungen im Mund-, Nasen- oder Rachenbereich, Nasen- oder Zahnfleischbluten √§u√üern, m√ľssen Sie die Anwendung von Metamizol-ratio sofort abbrechen.

Wenn bei Ihnen eine der folgenden Krankheiten/Unverträglichkeiten vorliegt, ist die Gefahr des Auftretens schwerer Überempfindlichkeitsreaktionen auf Metamizol-ratio möglicherweise deutlich erhöht:

  • Unvertr√§glichkeit von nicht-steroidalen entz√ľndungshemmenden Arzneimitteln (zur Behandlung von Schmerzen und Rheuma), die sich z. B. durch Juckreiz und Schwellungen (Urtikaria, Angio√∂dem) √§u√üert,
  • Atemnotanf√§lle durch Verengung der kleinsten Luftwege (Asthma bronchiale), insbesondere wenn Sie gleichzeitig unter Entz√ľndungen der Nase und Nebenh√∂hlen (Rhinosinusitis) und Nasenpolypen leiden,
  • chronische Nesselsucht (Urtikaria),
  • √úberempfindlichkeit gegen Farbstoffe (z. B. Tartrazin) oder Konservierungsmittel (z. B. Benzoate),
  • Alkoholunvertr√§glichkeit: Schon bei geringen Mengen Alkohol treten Niesen, Augentr√§nen und starke Gesichtsr√∂tung auf. Eine solche Alkoholunvertr√§glichkeit kann ein Hinweis auf eine bisher nicht erkannte Schmerzmittelunvertr√§glichkeit sein.

Bei Patienten mit erh√∂htem Risiko f√ľr √úberempfindlichkeitsreaktionen darf Metamizol-ratio nur nach sorgf√§ltiger Abw√§gung m√∂glicher Risiken gegen den erwarteten Nutzen angewendet werden. Wird Metamizol-ratio in solchen F√§llen angewendet, ist der Patient engmaschig √§rztlich zu √ľberwachen. Notfallausr√ľstung muss verf√ľgbar sein.

Eine anaphylaktische Reaktion kann insbesondere bei empfindlichen Patienten auftreten. Daher ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit Asthma oder einer Veranlagung zu √úberempfindlichkeitsreaktionen (Atopie).

Schwere Hautreaktionen
Bei der Anwendung von Metamizol wurden die lebensbedrohlichen Hautreaktionen Stevens-Johnson- Syndrom (SJS) und toxische epidermale Nekrolyse (TEN) berichtet. Falls sich bei Ihnen Anzeichen oder Symptome von SJS oder TEN (zunehmender Hautausschlag, oft mit Blasen oder Schleimhautsch√§den verbunden) entwickeln, m√ľssen Sie die Behandlung mit Metamizol-ratio sofort abbrechen. Sie d√ľrfen die Behandlung mit Metamizol-ratio zu keiner Zeit wiederaufnehmen.

Blutdruckabfall (hypotensive Reaktionen)
Metamizol-ratio kann einen Blutdruckabfall (hypotensive Reaktion) auslösen. Diese Gefahr ist erhöht,

  • wenn Sie an niedrigem Blutdruck (vorbestehender Hypotonie), deutlichem Fl√ľssigkeitsmangel, Kreislaufschw√§che oder beginnendem Kreislaufversagen (z. B. bei Herzinfarkt oder schweren Verletzungen) leiden,
  • wenn Sie hohes Fieber haben.

Deshalb muss die Anwendung von Metamizol-ratio sorgf√§ltig abgewogen und engmaschig √ľberwacht werden. Vorbeugende Ma√ünahmen (Kreislaufstabilisierung) k√∂nnen erforderlich sein, um das Risiko eines Blutdruckabfalls zu verringern.

Muss bei Ihnen eine Senkung des Blutdrucks auf jeden Fall vermieden werden (z. B. bei schwerer koronarer Herzkrankheit oder den Blutstrom behindernden Verengungen [relevanten Stenosen] der hirnversorgenden Gefäße), darf Metamizol-ratio nur unter sorgfältiger Überwachung Ihrer Kreislauffunktion angewendet werden.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
Da bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion die Ausscheidungsgeschwindigkeit vermindert ist, sollten mehrfache hohe Dosen vermieden werden. Bei nur kurzzeitiger Anwendung ist keine Dosisreduktion notwendig. Zur Langzeitanwendung liegen keine Erfahrungen vor.

√Ąltere Patienten und Patienten mit schlechtem Allgemeinzustand/Patienten mit beeintr√§chtigter Nierenfunktion
Bei älteren Patienten, bei Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Dosis vermindert werden, da die Ausscheidung der Abbauprodukte von Metamizol verzögert sein kann.

Kinder und Jugendliche

Metamizol-ratio ist nur zur Anwendung bei Erwachsenen bestimmt. Kinder und Jugendliche d√ľrfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Andere Arzneimittel, die Metamizol enthalten, sind f√ľr Kinder verf√ľgbar. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Einnahme von Metamizol-ratio zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Metamizol kann eine Abnahme des Ciclosporin-Blutspiegels bewirken (Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des k√∂rpereigenen Abwehrsystems). Bei gleichzeitiger Anwendung m√ľssen daher Ihre Ciclosporin-Blutspiegel √ľberwacht werden.

Die gleichzeitige Gabe von Metamizol und Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen oder von bestimmten rheumatischen Erkrankungen) kann eine mögliche Schädigung der Blutbildung durch Methotrexat verstärken, insbesondere bei älteren Menschen. Deshalb sollte diese Kombination vermieden werden.

Metamizol kann die Wirkung von Acetylsalicylsäure (ASS) auf die Blutplättchen verringern. Wenn Sie Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung zum Herzschutz anwenden, sollten Sie Metamizol-ratio mit Vorsicht anwenden.

Durch Metamizol können die Blutspiegel von Bupropion (zur Behandlung von Depressionen und zur

Raucherentwöhnung) herabgesetzt werden. Daher ist bei gleichzeitiger Anwendung von Bupropion und Metamizol-ratio Vorsicht geboten.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metamizol-ratio und Chlorpromazin (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen) kann bei Ihnen eine starke Verringerung der Körpertemperatur (Hypothermie) auftreten.

F√ľr die Wirkstoffklasse der Pyrazolone (zu diesen geh√∂rt auch Metamizol) ist bekannt, dass es zu Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln kommen kann:

  • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulanzien),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und bestimmten Herzerkrankungen (Captopril),
  • Arzneimittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen(Lithium),
  • Arzneimittel zur Steigerung der Harnproduktion (z. B. Triamteren),
  • Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (Antihypertensiva) und Diuretika (‚ÄěWassertabletten‚Äú).

Inwieweit auch Metamizol-ratio zu diesen Wechselwirkungen f√ľhren, ist nicht bekannt.

Einfluss auf Laboruntersuchungen
Informieren Sie vor der Durchf√ľhrung von Laboruntersuchungen Ihren Arzt √ľber die Anwendung von Metamizol-ratio. Metamizol kann das Ergebnis bestimmter Tests beeinflussen (z. B. Bestimmung der Blutwerte von Kreatinin, Fetten, HDL-Cholesterin oder Harns√§ure).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Da keine hinreichenden Erfahrungen vorliegen, sollten Sie Metamizol-ratio in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht einnehmen. Im zweiten Schwangerschaftsdrittel sollten Sie Metamizol- ratio nur nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker und nur nachdem dieser den Nutzen gegen das Risiko sorgf√§ltig abgewogen hat, einnehmen.

W√§hrend der letzten drei Monate der Schwangerschaft d√ľrfen Sie Metamizol-ratio nicht anwenden, da ein erh√∂htes Risiko f√ľr Komplikationen bei Mutter und Kind besteht (Blutungen, fr√ľhzeitiger Verschluss eines wichtigen Blutgef√§√ües, des sogenannten Ductus Botalli, beim ungeborenen Kind, das sich nat√ľrlicherweise erst nach der Geburt verschlie√üt).

Stillzeit

Die Abbauprodukte von Metamizol gehen in betr√§chtlicher Menge in die Muttermilch √ľber und ein Risiko f√ľr das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden. Insbesondere eine wiederholte Anwendung von Metamizol w√§hrend der Stillzeit muss deshalb vermieden werden. Im Falle einer Einzelanwendung von Metamizol wird M√ľttern geraten, die Muttermilch f√ľr 48 Stunden nach der Anwendung zu sammeln und zu verwerfen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Im empfohlenen Dosisbereich ist keine Beeintr√§chtigung des Konzentrations- und Reaktionsverm√∂gens bekannt. Vorsichtshalber sollten Sie aber, zumindest bei h√∂heren Dosierungen, die M√∂glichkeit einer Beeintr√§chtigung in Betracht ziehen und auf das Bedienen von Maschinen, das F√ľhren von Fahrzeugen und sonstige gefahrvolle T√§tigkeiten verzichten. Dies gilt insbesondere, wenn Sie Alkohol zu sich genommen haben.

Metamizol-ratio enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt 32,7 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro Tablette. Dies entspricht 1,64 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen

Natriumaufnahme mit der Nahrung.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung richtet sich nach der Intensität der Schmerzen oder des Fiebers und der individuellen Empfindlichkeit, auf Metamizol-ratio zu reagieren.

Es sollte immer die niedrigste schmerz- und fieberkontrollierende Dosis gewählt werden. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie Sie Metamizol-ratio anwenden sollen.

Erwachsene können bis zu 1000 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat pro Einzeldosis einnehmen (2 Tabletten), und dies bis zu 4-mal am Tag in Abständen von 6-8 Stunden Die Tagesmaximaldosis beträgt 4000 mg (entsprechend 8 Tabletten).

30 bis 60 Minuten nach der Einnahme kann eine deutliche Wirkung erwartet werden.

Die folgende Tabelle enthält die empfohlenen Einzeldosen und maximalen Tagesdosen:

EinzeldosisTagesmaximaldosis
TablettenmgTablettenmg
1-2500-1.00084.000

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche d√ľrfen dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Andere Arzneimittel, die Metamizol enthalten, sind f√ľr Kinder verf√ľgbar. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

√Ąltere Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand/ mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion

Bei älteren Patienten, Patienten mit reduziertem Allgemeinzustand und Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Dosis vermindert werden, da die Ausscheidung der Abbauprodukte von Metamizol verzögert sein kann.

Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion

Da bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion die Ausscheidungsgeschwindigkeit vermindert ist, sollten mehrfache hohe Dosen vermieden werden. Bei nur kurzzeitiger Anwendung ist keine Dosisreduktion notwendig. Zur Langzeitanwendung liegt keine Erfahrung vor.

Art der Anwendung
Dieses Arzneimittel ist zum Einnehmen.

Die Tabletten sollten unzerkaut und mit ausreichend Fl√ľssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) eingenommen werden.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im Ganzen zu schlucken.

Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art und Schwere Ihrer Erkrankung und wird von Ihrem Arzt festgelegt.

Es wird empfohlen, Schmerzmittel nicht l√§nger als 3 bis 5 Tage einzunehmen, ohne nochmals ausdr√ľcklich einen Arzt oder Zahnarzt um Rat zu fragen.

Wenn Sie eine größere Menge von Metamizol-ratio eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn eines der folgenden Anzeichen einer √úberdosierung auftritt:

Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung sofort einen Arzt, damit gegebenenfalls geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Nach sehr hohen Dosen kann die Ausscheidung eines harmlosen Stoffwechselproduktes (Rubazonsäure) eine Rotfärbung des Urins verursachen.

Wenn Sie die Einnahme von Metamizol-ratio vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Folgende Nebenwirkungen können schwerwiegende Folgen haben; nehmen Sie Metamizol-ratio nicht weiter ein und suchen Sie möglichst umgehend einen Arzt auf:

Falls eine der genannten Nebenwirkungen pl√∂tzlich auftritt oder sich stark ausgepr√§gt ist, informieren Sie sofort einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelwirkungen (z. B. schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen, schwere Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse, Agranulozytose, Panzytopenie) lebensbedrohlich sein k√∂nnen. In solchen F√§llen darf Metamizol-ratio auf keinen Fall ohne √§rztliche Aufsicht weiter eingenommen werden. Das rechtzeitige Absetzen kann von entscheidender Bedeutung f√ľr die Heilung sein.

Wenn Anzeichen einer Agranulozytose, Panzytopenie oder Thrombozytopenie (siehe unten) auftreten, muss die Einnahme von Metamizol-ratio sofort beendet und das Blutbild (einschließlich Differenzialblutbild) durch Ihren Arzt kontrolliert werden. Mit dem Abbruch der Behandlung darf nicht gewartet werden, bis die Ergebnisse der Laboruntersuchungen vorliegen.

Metamizol-ratio darf auch nicht weiter eingenommen werden, wenn es zu den folgenden Krankheitszeichen kommt, die Hinweis auf eine mögliche Agranulozytose sein können:

  • unerwartete Verschlechterung des Allgemeinbefindens (z. B. Fieber, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden),
  • wenn das Fieber nicht abklingt oder erneut auftritt,
  • wenn es zu schmerzhaften Schleimhautver√§nderungen kommt, insbesondere in Mund, Nase und Rachen oder im Genital- oder Analbereich.

Mögliche Nebenwirkungen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Violetter bis tiefroter, zum Teil blasiger Hautausschlag (fixes Arzneimittelexanthem).
  • Blutdruckabfall (isolierte hypotensive Reaktion), der m√∂glicherweise durch die Arzneimittelwirkung direkt bedingt ist und nicht von anderen Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion begleitet wird. Eine solche Reaktion f√ľhrt nur selten zu einem schweren Blutdruckabfall. Das Risiko eines Blutdruckabfalls kann erh√∂ht sein bei sehr hohem Fieber (Hyperpyrexie).
  • Typische Anzeichen eines starken Blutdruckabfalls sind Herzrasen, Bl√§sse, Zittern, Schwindel, √úbelkeit und Ohnmacht.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

√úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide oder anaphylaktische Reaktionen). Zu den typischen Anzeichen leichterer Reaktionen geh√∂ren Symptome wie Augenbrennen, Husten, laufende Nase, Niesen, Engegef√ľhl in der Brust, Hautr√∂tung (insbesondere im Bereich des Gesichts und Kopfes), Nesselsucht und Schwellungen im Gesicht sowie ‚Äď seltener ‚Äď √úbelkeit und Bauchkr√§mpfe. Spezielle Warnsymptome sind Brennen, Jucken und Hitzegef√ľhl auf und unter der Zunge und

‚Äď insbesondere ‚Äď auf den Handfl√§chen und Fu√üsohlen.

Leichtere Reaktionen k√∂nnen in schwerere Formen √ľbergehen mit starker Nesselsucht, schwerem Angio√∂dem (Schwellungen, auch im Kehlkopfbereich), schwerem Bronchospasmus (krampfartige Verengung der unteren Atemwege), Herzrasen (schneller Pulsschlag), Herzrhythmusst√∂rungen, Blutdruckabfall (manchmal mit vorausgehendem Blutdruckanstieg), Bewusstlosigkeit und Kreislaufschock.

Diese Reaktionen können auch noch nach vorheriger komplikationsloser Anwendung von Metamizol auftreten und schwerwiegend bis lebensbedrohlich, in manchen Fällen sogar tödlich sein.

Bei Patienten mit Analgetika-Asthma-Syndrom äußern sich Überempfindlichkeitsreaktionen typischerweise in Form von Asthmaanfällen (siehe Abschnitt 2).

  • Verminderung der Anzahl der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie).
  • Hautausschlag (z. B. makulopapul√∂ses Exanthem).

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Agranulozytose), einschlie√ülich F√§lle mit t√∂dlichem Ausgang, oder Verminderung der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie). Diese Reaktionen sind vermutlich immunologisch bedingt. Sie k√∂nnen auch auftreten, wenn Metamizol bei fr√ľheren Gelegenheiten ohne Komplikationen vertragen wurde. Es gibt vereinzelt Hinweise, wonach das Risiko einer Agranulozytose m√∂glicherweise erh√∂ht sein kann, wenn Metamizol-ratio l√§nger als eine Woche eingenommen werden.
    Die Agranulozytose √§u√üert sich in hohem Fieber, Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden sowie Entz√ľndung im Mund-, Nasen-, Rachen- und Genital- oder Analbereich. Bei Patienten, die Antibiotika (Arzneimittel gegen bakteriell bedingte Entz√ľndungen) erhalten, k√∂nnen diese Anzeichen allerdings nur schwach ausgepr√§gt sein. Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist stark erh√∂ht, w√§hrend die Lymphknoten typischerweise nur leicht oder √ľberhaupt nicht vergr√∂√üert sind.
    Typische Anzeichen einer Thrombozytopenie sind z. B. eine verstärkte Blutungsneigung und Petechien (punktförmige Blutungen in die Haut und Schleimhäute).
  • Asthmaanfall (Atemnotanfall durch Verengung der kleinsten Luftwege).
  • Gro√üfl√§chige Blasenbildung der Haut und Hautabl√∂sung (Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse).
  • Akute Verschlechterung der Nierenfunktion, in einigen F√§llen mit fehlender oder zu geringer Harnmenge (Oligo- oder Anurie), Ausscheidung von Bluteiwei√üen im Harn (Proteinurie) oder Entwicklung eines akuten Nierenversagens; Nierenentz√ľndung (akute interstitielle Nephritis).

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Anaphylaktischer Schock.
  • Herzinfarkt im Rahmen einer allergischen Reaktion (Kounis-Syndrom).
  • Blutarmut mit gleichzeitiger St√∂rung der Knochenmarkfunktion (aplastische An√§mie), Verminderung der wei√üen und roten Blutk√∂rperchen und Blutpl√§ttchen (Panzytopenie), einschlie√ülich F√§lle mit t√∂dlichem Ausgang.
    Anzeichen einer Panzytopenie und einer aplastischen An√§mie sind allgemeines Unwohlsein, Infektion, anhaltendes Fieber, Bluterg√ľsse, Blutungen und Bl√§sse.
  • Es wurden F√§lle von Magen-Darm-Blutungen berichtet.

Durch ein harmloses Abbauprodukt (Rubazonsäure) von Metamizol kann eine Rotfärbung Ihres Urins verursacht werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind bez√ľglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Metamizol-ratio enthält

  • Der Wirkstoff ist: Metamizol-Natrium-Monohydrat. Jede Tablette enth√§lt 500 mg Metamizol-Natrium-Monohydrat.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:

Vorverkleisterte Stärke (Mais), Macrogol 6000, Crospovidon (Typ A), Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich] und hochdisperses Siliciumdioxid.

Wie Metamizol-ratio aussieht und Inhalt der Packung

Metamizol-ratio sind weiße bis gebrochen weiße, runde, flache Tabletten mit Bruchkerbe auf einer Seite.

Durchmesser: ca. 12,5 mm. Dicke: ca. 4 mm.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Teilen in gleiche Dosen.

Metamizol-ratio ist in Blisterpackungen mit 6, 10, 12, 20 oder 50 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm

Hersteller

Teva Operations Poland Sp. z o.o. ul Emilii Plater 53

00-113 WARSZAWA Polen

Teva Pharma B.V.

- Geschäftsanschrift -

Swensweg 5

2031GA Haarlem

Niederlande

S.C. Sindan-Pharma S.R.L.

11 Ion Mihalache Ave., the 1st district

011171 BUCHAREST Rumänien

SOFARIMEX Ind√ļstria Quimica e Farmaceutica, S.A.

Av. das Ind√ļstrias, Alto do Colaride

2735-213 AGUALVA-CAC√ČM

Portugal

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland ‚Äď Metamizol-ratio 500 mg Tabletten

Polen ‚Äď MaxAlgina

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2019.

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Zuletzt aktualisiert: 06.07.2022

Quelle: Metamizol-ratio 500 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metamizol-Natrium
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Ratiopharm GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.04.2019
ATC Code N02BB02
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden