Natriumvalproat Desitin retard 150 mg

Abbildung Natriumvalproat Desitin retard 150 mg
Wirkstoff(e) Valproinsäure
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Desitin Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code N03AG01
Pharmakologische Gruppe Antiepileptika

Zulassungsinhaber

Desitin Arzneimittel GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Valproat Sandoz 300mg magensaftresistente Filmtabletten Valproinsäure Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Valproat Heumann chrono 300 mg Retardtabletten Valproinsäure Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Valproat-Sandoz 300 mg Retardtabletten Valproinsäure Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Valhel PR 300 mg Valproins√§ure IIP-Institut f√ľr industrielle Pharmazie Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH
valprodura 150mg Valproinsäure Mylan dura GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

1.1. Natriumvalproat Desitin retard 150 mg ist ein Mittel zur Behandlung von Anfallsleiden (Antiepileptikum)
1.3 Natriumvalproat Desitin retard 150 mg wird eingenommen zur Behandlung von
- Anfällen, die von beiden Gehirnhälften ausgehen (generalisierte Anfälle, z.B. Absencen, myoklonische und tonisch-klonische Anfälle)
Anfällen, die von einem umschriebenen Gebiet des Gehirns ausgehen (fokalen Anfällen) und sich unter Umständen auf beide Hirnhälften ausbreiten (sekundär generalisierte Anfälle)
- Natriumvalproat Desitin retard 150 mg kann bei anderen Anfallsformen, z.B. Anf√§llen mit einfacher oder gemischter (komplexer) Symptomatik sowie bei Anf√§llen, die sich von einem umschriebenen Hirngebiet auf beide Hirnh√§lften ausbreiten (sekund√§r generalisierte Anf√§lle) zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Anfallsleiden verabreicht werden, wenn diese Anfallsformen auf die √ľbliche antiepileptische Behandlung nicht ansprechen
Hinweis:
Die Umstellung von bisherigen (nicht retardierten) Valproins√§ure-haltigen Darreichungsformen auf Natriumvalproat Desitin retard 150 mg kann innerhalb von 1 ‚Äď 2 Tagen 1:1 erfolgen. Dabei ist auf ausreichende Serumspiegel von Valproins√§ure zu achten.
Bei Kleinkindern ist Natriumvalproat Desitin retard 150 mg nur in Ausnahmefällen Mittel der ersten Wahl; das Mittel sollte bei Kleinkindern nur unter besonderer Vorsicht nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und möglichst nicht zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Anfallsleiden angewendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg ist erforderlich bei
- Kleinkindern, die gleichzeitig andere Arzneimittel gegen Anfallsleiden einnehmen,
- mehrfach behinderten Kindern und Jugendlichen mit schweren Anfallsformen.
Bei Kindern und Jugendlichen sind, besonders bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Antiepileptika, gelegentlich dosisunabhängig schwerwiegende, in einzelnen Fällen tödlich verlaufende Schädigungen der Leber beobachtet worden. Die beobachteten Leberfunktionsstörungen traten vor allem innerhalb der ersten 6 Behandlungsmonate, insbesondere zwischen der 2. und 12. Behandlungswoche auf und wurden am häufigsten bei Säuglingen und Kleinkindern beobachtet, die an schweren epileptischen Anfällen litten, besonders wenn zusätzlich eine Hirnschädigung, geistige Behinderung und/oder eine angeborene Stoffwechselerkrankung vorlag. Bei dieser Patientengruppe sollte die Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg nur mit besonderer Vorsicht und ohne gleichzeitige Behandlung mit anderen Arzneimitteln gegen Anfälle erfolgen.
Deshalb sind Kinder und Jugendliche besonders in den ersten sechs Monaten √§rztlich engmaschig zu √ľberwachen.
Die gleichzeitige Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg und Acetylsalicylsäure (z.B. ASS, Aspirin) sollte besonders bei Säuglingen und Kleinkindern bei der Behandlung von Fieber oder Schmerzen unterbleiben, weil die Blutungsneigung erhöht sein kann(siehe auch unten unter ?Bei Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg mit anderen Arzneimitteln? und 4. ?Welche Nebenwirkungen sind möglich??).
PV2 b) √Ąltere Menschen
Bei √§lteren Patienten k√∂nnen die unter den Nebenwirkungen aufgef√ľhrten St√∂rungen des Magen-Darm-Traktes und zentralnerv√∂se St√∂rungen (M√ľdigkeit) bei Behandlungsbeginn verst√§rkt auftreten.
Bei Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg mit anderen Arzneimitteln der folgende Texte wurde aus dem Abschnitt Wechselwirkungen verschoben (s. Streichungsmarkierung
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung und teilweise die Nebenwirkungen von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg werden verstärkt durch:
- Felbamat (Mittel gegen Anfallsleiden), das dosisabhängig die Serumkonzentrationen von freier Valproinsäure erhöht
- Cimetidin (Mittel gegen Magengeschw√ľre)
- Erythromycin (Mittel gegen bakterielle Infektionen)
- Acetylsalicyls√§ure (z.B. Aspirin, ASS: Mittel gegen Fieber und Schmerzen), die zu erh√∂hter Blutungsneigung f√ľhren kann. Die Acetylsalicyls√§ure vermindert zus√§tzlich die Bindung der Valproins√§ure an das Bluteiweiss. Eine gleichzeitige Gabe von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg und Acetylsalicyls√§ure sollte deshalb besonders bei S√§uglingen und Kindern unterbleiben, weil die Blutungsneigung erh√∂ht sein kann (siehe auch den Abschnitt "Kinder" unter 2. "Was m√ľssen Sie vor der Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg beachten?").
Die Wirkung von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg wird abgeschwächt durch
- andere Arzneimittel gegen Anfälle wie Phenobarbital, Primidon, Phenytoin und Carbamazepin (wird auch bei bipolaren Störungen eingesetzt), durch beschleunigte Valproinsäure-Ausscheidung.
- Mefloquin (Mittel gegen Malaria), das Valproins√§ure verst√§rkt abbaut und dar√ľber hinaus eine m√∂gliche krampfausl√∂sende Wirkung hat.
- Carbapeneme (Antibiotika zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, wie Imipenem, Panipenem und Meropenem). Die gleichzeitige Anwendung von Valproinsäure und Carbapenemen sollte vermieden werden, weil dadurch die Wirksamkeit von Valproinsäure vermindert werden kann.
- Rifampicin (Mittel gegen Tuberkulose).
Die Wirkung von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg kann verstärkt oder abgeschwächt werden durch
- Fluoxetin (Mittel gegen Depressionen) durch Erhöhung der Valproinsäurekonzentration im Serum. Es sind jedoch auch Fälle beschrieben, in denen die Valproinsäurekonzentration im Serum erniedrigt wurde.
Natriumvalproat Desitin retard 150 mg verstärkt die Wirkung und teilweise die Nebenwirkungen von Arzneimitteln wie
- Primidon, Phenobarbital (durch Erh√∂hung der Serumkonzentrationen von Phenobarbital), was sich insbesondere bei Kindern in verst√§rkter M√ľdigkeit √§u√üern kann
- Phenytoin (durch Verminderung der Bindung des Phenytoins an Plasmaeiwei√ü); hierdurch kann das Risiko f√ľr das Auftreten von Nebenwirkungen, insbesondere einer Hirnsch√§digung, erh√∂ht sein (Abschnitt 4. "Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?" beachten)
- Carbamazepin und sein wirksames Stoffwechselprodukt Carbamazepin-10, 11-epoxid (pharmakologisch aktiver Metabolit)
- Felbamat; der Serumspiegel von Felbamat kann durch gleichzeitige Einnahme von Valproinsäure verdoppelt werden
- Lamotrigin (durch Hemmung des Abbaus von Lamotrigin). Es besteht der Verdacht, dass bei einer Kombination von Lamotrigin mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg das Risiko von Hautreaktionen erhöht ist
- Neuroleptika (Mittel gegen seelische Erkrankungen)
- Benzodiazepine (angst- und spannungslösende Arzneimittel) wie Diazepam (durch Erhöhung des freien Diazepams, verminderten Abbau und verminderte Ausscheidung) und Lorazepam (insbesondere durch verminderte Ausscheidung)
- Barbiturate (Beruhigungsmittel),
- MAO-Hemmer (Arzneimittel gegen Depressionen) und andere Arzneimittel gegen Depressionen
- Codein (u.a. in Hustenmitteln enthalten)
- Zidovudin (Mittel zur Behandlung von HIV-Infektionen)
- Nimodipin (Mittel zur Behandlung von altersbedingten Hirnleistungsstörungen)
- Ethosuximid (Mittel gegen Anfallsleiden)
- Gerinnungshemmern (z.B. Vitamin-K-Antagonisten), so dass die Blutungsneigung erhöht sein kann.
Bei Kindern kann der Serumspiegel von Phenytoin (anderes Arzneimittel gegen Anfälle) bei gleichzeitiger Verabreichung von Clonazepam (Benzodiazepin; angst- und spannungslösendes Arzneimittel sowie Arzneimittel gegen Anfälle) und Valproinsäure erhöht werden.
Natriumvalproat Desitin retard 150 mg kann die Wirkung anderer im zentralen Nervensystem (Gehirn) wirkender Arzneimittel, z.B. gegen Krampfanf√§lle oder seelische Erkrankungen, verst√§rken, so dass schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten k√∂nnen. Daher d√ľrfen diese Arzneimittel nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg kombiniert werden.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Valproinsäure-haltigen Arzneimitteln und Clonazepam trat bei Patienten mit Anfällen vom Absence-Typ (spezielle von beiden Gehirnhälften ausgehende Anfallsform) in der Vorgeschichte ein Absence-Status (längerdauernder Dämmerzustand) auf.
Bei einer Patientin mit schizoaffektiver Störung (seelische Störung) trat bei gleichzeitiger Behandlung von Valproinsäure, Sertralin (Antidepressivum) und Risperidon (Neuroleptikum) eine Katatonie (Zustand starren Verharrens, der durch Außenreize nicht zu beenden ist) auf.
Sonstige
- Bei Diabetikern kann eine Untersuchung auf Keton-Körper im Urin falsch ausfallen, da Valproinsäure selbst teilweise zu Keton-Körpern verstoffwechselt wird.
- Andere Arzneimittel, die den Leberstoffwechsel belasten, können das Risiko der Entstehung von Leberschäden erhöhen.
- Bei gleichzeitiger Gabe von Arzneimitteln, die den Abbau von Valproinsäure in der Leber beschleunigen, ist das Risiko der Entstehung von Leberschäden sowie eines Anstiegs des Ammoniakspiegels im Blut (Hyperammonämie) erhöht.
- Bei gleichzeitiger Gabe von Valproins√§ure und Topiramat (Mittel gegen Anfallsleiden) ist √ľber Anzeichen einer Hirnsch√§digung (Enzephalopathie) und/oder einen Anstieg des Ammoniakspiegels im Blut berichtet worden.
- Bei gleichzeitiger Gabe von Valproinsäure mit Lithium (Mittel zur Behandlung manisch-depressiver Erkrankungen) sollten die Blutspiegel beider Arzneistoffe regelmäßig gemessen werden.
- Die Wirkung von empf√§ngnisverh√ľtenden Hormonpr√§paraten ("Pille") wird durch Natriumvalproat Desitin retard 150 mg nicht vermindert.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.
Bei Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Alkoholkonsum kann die Wirkung von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg beeinflussen und die Nebenwirkungen verstärken. Meiden Sie deshalb den Genuss von Alkohol während der Behandlung. Gleichzeitige Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Wirkung von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg.
Schwangerschaft und Stillzeit
PV3 Schwangerschaft
Informationen f√ľr Frauen im geb√§rf√§higen Alter und f√ľr Frauen, die eine Schwangerschaft planen
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Eine ungewollte Schwangerschaft bei Frauen, die Natriumvalproat Desitin retard 150 mg einnehmen, ist nicht erw√ľnscht. Sie sollten w√§hrend der Einnahme eine wirksame Verh√ľtungsmethode anwenden und Ihren behandelnden Arzt zu Rate ziehen, bevor Sie eine Schwangerschaft planen.
Die Wirkung von empf√§ngnisverh√ľtenden Hormonpr√§paraten (?Pille) wird durch Natriumvalproat Desitin retard 150 mg nicht beeinflusst.
Es ist bekannt, dass Frauen, die mit Arzneimitteln gegen Anfallsleiden behandelt werden, ein leicht höheres Risiko haben, Kinder mit Fehlbildungen zu gebären, als andere Frauen. Die Wahrscheinlichkeit solcher Missbildungen ist bei gleichzeitiger Einnahme mehrerer Mittel gegen Anfallsleiden erhöht.
Kinder, die von M√ľttern geboren wurden, die Natriumvalproat Desitin retard 500 mg w√§hrend der Schwangerschaft eingenommen haben, k√∂nnen eine Entwicklungsverz√∂gerung aufweisen.
Bei Kindern, deren M√ľtter w√§hrend der Schwangerschaft Valproins√§ure-haltige Arzneimittel eingenommen haben, wurde √ľber autistische St√∂rungen berichtet.
Das Risiko der Entwicklung einer Fehlbildung der Wirbels√§ule und/oder des R√ľckenmarks beim werdenden Kind ist bei der Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg w√§hrend der Schwangerschaft erh√∂ht. Jedoch k√∂nnen Fehlbildungen des F√∂tus, die sich in der Fr√ľhschwangerschaft entwickeln, in der Geb√§rmutter mit verschiedenen Untersuchungsmethoden entdeckt werden (Ultraschall und Laborkontrollen).
Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie bei Kinderwunsch Ihre Behandlung mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg mit Ihrem Arzt besprechen.
Bereits bei der Planung einer Schwangerschaft sollten Sie Fols√§ure (5 mg/Tag) einnehmen, um das Risiko von Fehlbildungen des R√ľckenmarks zu vermindern.
Informationen f√ľr Frauen, die unter der Therapie mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg schwanger werden (siehe auch ?Information f√ľr Frauen im geb√§rf√§higen Alter und f√ľr Frauen, die eine Schwangerschaft planen.)
Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie wissen, dass Sie schwanger sind.
Sp√§testens wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind, und insbesondere w√§hrend der Schwangerschaft sollten Sie Fols√§ure (5 mg/Tag) einnehmen, um das Risiko von Fehlbildungen des R√ľckenmarks zu vermeiden.
Falls eine Behandlung mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg bei einer eingetretenen Schwangerschaft unvermeidlich ist, soll vor allem in der Fr√ľhschwangerschaft (20. bis 40. Schwangerschaftstag), die niedrigste m√∂gliche Dosis eingenommen werden. Die Einnahme der Tagesdosis soll in mehreren Gaben √ľber den Tag verteilt erfolgen, so dass hohe Spitzenkonzentrationen der Wirksubstanz (Valproins√§ure) im Blut vermieden werden und die Valproins√§ure im Blut eine m√∂glichst gleichm√§√üige Konzentration im Tagesverlauf zeigt.
Unterbrechen Sie die Behandlung mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg w√§hrend einer Schwangerschaft nicht ohne Zustimmung durch Ihren Arzt. Ein pl√∂tzlicher Abbruch der Behandlung bzw. eine unkontrollierte Verminderung der Dosis kann zu epileptischen f√ľhren, die Ihnen und/oder dem Ungeborenen Schaden zuf√ľgen k√∂nnen.
Wenn Sie w√§hrend der Schwangerschaft Valproins√§ure-haltige Arzneimittel eingenommen haben, sollen beim Neugeborenen wegen m√∂glicher St√∂rungen der Blutgerinnung die Gerinnungswerte (Blutpl√§ttchen, Fibrinogen und Gerinnungsfaktoren) untersucht und Gerinnungstest durchgef√ľhrt werden.
Bei Neugeborenen, deren M√ľtter w√§hrend der Schwangerschaft Valproins√§ure-haltige Arzneimittel einnahmen, sind Entzugserscheinungen beschrieben worden.
PV4 Stillzeit
Valproins√§ure (der Wirkstoff von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg) tritt in die Muttermilch √ľber. Die Mengen sind jedoch gering und bedeuten im Allgemeinen kein Risiko f√ľr das Kind, so dass ein Abstillen in der Regel nicht n√∂tig ist. Jedoch sollten Sie dar√ľber mit Ihrem Arzt sprechen.
PV5 Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Sie d√ľrfen sich nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen.
Zu Beginn einer Behandlung mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg und bei höherer Dosierung oder gleichzeitiger Einnahme anderer, ebenfalls am Zentralnervensystem angreifenden Arzneimitteln, können zentralnervöse Wirkungen wie z. B. Schläfrigkeit oder Verwirrtheit, das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass - unabhängig von der Auswirkung des zu behandelnden Grundleidens - die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von elektrischen Werkzeugen und Maschinen vermindert wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol
PC3 3. WIE IST Natriumvalproat Desitin retard 150 mg EINZUNEHMEN?
PMX Nehmen Sie Natriumvalproat Desitin retard 150 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Die erforderliche Anzahl wird im Einzelfall vom behandelnden Arzt genau festgelegt.
Bitte halten Sie sich an seine Anweisungen, da das Arzneimittel sonst nicht richtig wirken kann.
Die Dosierung ist individuell vom (Fach-)Arzt zu bestimmen und zu kontrollieren, wobei Anfallsfreiheit in der Epilepsie bei möglichst niedriger Dosierung, besonders in der Schwangerschaft, angestrebt werden sollte.
Ohne vorherige R√ľcksprache mit Ihrem Arzt d√ľrfen Sie keine Behandlungs- oder Dosis√§nderungen vornehmen, um den Behandlungserfolg nicht zu gef√§hrden.
Die bisherige Behandlung mit konventionellen Valproins√§ure-haltigen Arzneimitteln kann durch Natriumvalproat Desitin retard 150 mg 1:1 innerhalb von 1 ‚Äď 2 Tagen ersetzt werden. Dabei ist auf einen ausreichenden Serumspiegel von Valproins√§ure zu achten. Die Umstellung wird vom Arzt vorgenommen.
Durch Retardierung des Wirkstoffs von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg (Natriumvalproat) werden Spitzenkonzentrationen im Blut vermieden und ein gleichm√§√üigerer Wirkstoffspiegel √ľber den Tag erreicht.
Empfohlene Dosierung bei Anfallsleiden:
Es empfiehlt sich ein stufenweiser (einschleichender) Aufbau der Dosierung bis zur optimal wirksamen Dosis.
Bei alleiniger Gabe (Monotherapie) beträgt die Anfangsdosis in der Regel 5 - 10 mg Valproinsäure/kg Körpergewicht, die alle 4 - 7 Tage um etwa 5 mg Valproinsäure/kg Körpergewicht erhöht werden sollte.
Die volle Wirkung ist in einigen F√§llen erst nach 4 - 6¬†Wochen zu beobachten. Die Tagesdosen sollten deshalb nicht zu fr√ľh √ľber mittlere Werte hinaus gesteigert werden.
Die mittlere Tagesdosis beträgt während der Langzeitbehandlung im Allgemeinen:
- 30 mg Valproins√§ure/kg K√∂rpergewicht/Tag f√ľr Kinder
- 25 mg Valproins√§ure/kg K√∂rpergewicht/Tag f√ľr Jugendliche
- 20 mg Valproins√§ure/kg K√∂rpergewicht/Tag f√ľr Erwachsene und √§ltere Patienten.
Entsprechend werden folgende orientierende Tagesdosen empfohlen: s. Dosierungstabelle
Dosierungstabelle f√ľr die Behandlung von Epilepsien

LebensalterKörpergewicht (in kg)Durchschnittl. Dosis in mg/Tag1Anzahl Hartkapseln, retardiert /Tag 3)
Kinder26 ‚Äď 12 Monateca. 7,5 - 10150 - 3001 ‚Äď 2
1 ‚Äď 3 Jahreca. 10 - 15300 - 4502 - 3
3 ‚Äď 6 Jahreca. 15 - 25450 - 6003 - 4
6 - 14 Jahreca. 20 - 40600 ‚Äď 12004 ‚Äď 8
Jugendliche ab 14¬†Jahreca. 40 ‚Äď 60600 ‚Äď 15004 - 10
Erwachseneab ca. 601000 ‚Äď 25006 - 16

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Wie wird es angewendet?

Art der Anwendung
Die Natriumvalproat Desitin retard 150 mg Hartkapseln, retardiert, sollten unzerkaut zu oder unabh√§ngig von den Mahlzeiten mit reichlich Fl√ľssigkeit (ca. 1 Glas Wasser) eingenommen werden. Die Hartkapseln k√∂nnen auch durch Auseinanderziehen ge√∂ffnet werden und die enthaltenen Retard-Minitabletten in ein (m√∂glichst kohlens√§urehaltiges) Getr√§nk oder in weiche Nahrung (wie z.B. Pudding, Brei, Joghurt oder Kompott) eingestreut und anschlie√üend sofort eingenommen werden. Dieses Vorgehen empfiehlt sich bei Schluckschwierigkeiten.
Jedoch sollen die Retard-Minitabletten auf keinen Fall gekaut werden, weil sonst der Retardeffekt beeintr√§chtigt werden kann. Die Retard-Minitabletten d√ľrfen nicht mit Hilfe einer Saugflasche verabreicht werden, weil der Sauger verstopfen kann.
Unverdauliche Reste der Retard-Minitabletten können im Stuhl erscheinen. Die Wirksamkeit von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg wird dadurch nicht beeinträchtigt.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung in der Epilepsie ist individuell verschieden und wird vom behandelnden Arzt festgelegt. Die Behandlung von Anfallsleiden sind grundsätzlich Langzeitbehandlungen.
Über die Einstellung, Behandlungsdauer, Dosierung und das Absetzen von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg sollte im Einzelfall ein Facharzt (Neurologe, Psychiater, Neuropädiater) in Abhängigkeit vom individuellen Krankheitsverlauf entscheiden.
In der Epilepsie ist im Allgemeinen eine Dosisverringerung und ein Absetzen des Arzneimittels fr√ľhestens nach zwei- bis dreij√§hriger Anfallsfreiheit zu erw√§gen.
Das Absetzen muss in schrittweiser Dosisverringerung √ľber ein bis zwei Jahre erfolgen, Kinder k√∂nnen der Dosis pro kg K√∂rpergewicht entwachsen, anstelle altersgem√§√üer Dosisanpassung, wobei sich der EEG-Befund nicht verschlechtern sollte.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg zu stark oder zu schwach ist.
PW Wenn Sie eine größere Menge Natriumvalproat Desitin retard 150 mg eingenommen haben, als Sie sollten:
Die in Abschnitt 4. "Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?" genannten unerw√ľnschten Erscheinungen k√∂nnen bei einer √úberdosierung im verst√§rkten Ma√üe auftreten, z.¬†B. erh√∂hte Anfallsneigung und Verhaltensst√∂rungen bei Erwachsenen wie bei Kindern.
Bei jedem Anwendungsfehler ist sofort ein Arzt zu informieren. Wurden hohe Dosen eingenommen, sind Notfallmaßnahmen einzuleiten (Einlieferung in ein Krankenhaus).
Ein spezifisches Gegenmittel ist nicht bekannt. Die Behandlung muss sich deshalb auf allgemeine Ma√ünahmen zur Entfernung des Wirkstoffes aus dem Organismus und St√ľtzung der lebenswichtigen Funktionen beschr√§nken.
Wenn m√∂glich, sollte fr√ľhzeitig (innerhalb von 30 Minuten nach der Einnahme) durch eine medizinisch geschulte Person Erbrechen ausgel√∂st bzw. Magensp√ľlung und die Gabe von Aktivkohle vorgenommen werden. Eine intensive medizinische √úberwachung kann im Einzelfall erforderlich sein.
Wenn Sie die Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg vergessen haben
Keinesfalls d√ľrfen Sie die vergessene Dosis durch die Einnahme der doppelten Menge ausgleichen. Bitte nehmen Sie dann Ihr Arzneimittel weiter so ein, wie es in seiner Anwendung vorgeschrieben ist.
Wenn Sie die Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg abbrechen :
Sie d√ľrfen auf keinen Fall die Behandlung mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg eigenm√§chtig unterbrechen oder vorzeitig beenden. Bitte sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt, wenn Unvertr√§glichkeiten oder eine √Ąnderung in Ihrem Krankheitsbild eintreten. Sie k√∂nnen durch eigenm√§chtiges Absetzen den Behandlungserfolg gef√§hrden und erneut epileptische Anf√§lle ausl√∂sen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
PM4 4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M√ĖGLICH?
PM Wie alle Arzneimittel kann Natriumvalproat Desitin retard 150 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:
mehr als 1 von 10 Behandelten
häufig: weniger als 1 von 10, aber
mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100 aber mehr als 1 von 1000 BehandeltenSelten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten:
weniger als 1 von 10.000 Behandelten einschließlich Einzelfällen
Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar).

Zu beachten ist, dass zu Beginn der Behandlung mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg gelegentlich auch eine harmlose, meist vor√ľbergehende √úbelkeit ‚Äď manchmal auch mit Erbrechen und Appetitlosigkeit einhergehend ‚Äď auftreten kann, die sich von selbst oder bei Dosisverringerung wieder zur√ľckbildet.
Störungen der Blutgerinnung und des blutbildenden und lymphatischen Systems
H√§ufig tritt eine Verminderung der Anzahl der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie) auf, die sich oft unter Beibehalten der Medikation, aber immer nach Absetzen von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg vollst√§ndig zur√ľckbildet.
Sehr selten kann eine Beeintr√§chtigung der Knochenmarkfunktion zu weiteren St√∂rungen der Blutbestandteile (Lymphopenie, Neutropenie, Panzytopenie) oder schwerwiegender Blutarmut (An√§mie) f√ľhren.
Valproinsäure kann die Blutgerinnung (Funktion der Blutplättchen) hemmen und dadurch eine verlängerte Blutungszeit bedingen.
Gelegentlich traten Blutungen auf.
Störungen der körpereigenen Abwehr und Überempfindlichkeitsreaktionen
Selten kommt es zu Reaktionen der k√∂rpereigenen Abwehr gegen eigenes Bindegewebe (Lupus erythematodes) und Blutgef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis).
Von allergischen Reaktionen sowie vom Auftreten des Syndroms der Medikamentenreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) wurde berichtet.
Siehe auch Störungen der Haut.
Stoffwechselstörungen
Sehr häufig kann eine isoliert auftretende und mäßig ausgeprägte Erhöhung des Ammoniakserumspiegels ohne Veränderung der Leberfunktionsparameter auftreten, die keinen Abbruch der Behandlung erfordert.
Dosisabhängig werden häufig Gewichtszunahme oder -abnahme, erhöhter Appetit oder auch Appetitlosigkeit beobachtet.
Selten kann es zu einer bestimmten Nierenfunktionsst√∂rung kommen (Fanconi-Syndrom), die sich nach Absetzen des Arzneimittels wieder zur√ľckbildet.
Selten kann es zu einer Hyperinsulinämie sowie zu einem erniedrigten Blutspiegel eines Insulin-ähnlichen Stoffes kommen.
Sehr selten kann eine Hyponatriämie auftreten.
Vom Auftreten des Syndroms der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) wurde berichtet.
√úber ver√§nderte Schilddr√ľsenfunktionswerte im Blut wurde berichtet. Die klinische Bedeutung dieser Ver√§nderungen ist unklar.
Über Fälle von Osteoporose wurde berichtet.
Psychiatrische Störungen
Es wurden Sinnestäuschungen beobachtet.
Störungen des zentralen Nervensystems
Dosisabh√§ngig werden h√§ufig Benommenheit, Schl√§frigkeit, Zittern oder Gef√ľhlsst√∂rungen in Form von Kribbeln oder Taubheitsgef√ľhlen der Haut beobachtet.
Gelegentlich treten Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Gangunsicherheit, Reizbarkeit, √ľbersteigerte Aktivit√§t oder Verwirrtheit auf, besonders zu Beginn der Behandlung.
Ebenfalls gelegentlich wurden F√§lle von k√∂rperlicher Erstarrung bei wachem Bewusstsein (Stupor) bis hin zum vor√ľbergehenden Koma beobachtet, die z. T. mit einer erh√∂hten Anfallsh√§ufigkeit verbunden war und deren Erscheinungsbild sich bei einer Verringerung der Dosis oder einem Absetzen des Arzneimittels zur√ľckbildeten. Die Mehrzahl dieser F√§lle trat bei einer Kombinationstherapie (insbesondere mit Phenobarbital) oder nach einer raschen Dosiserh√∂hung auf.
Gelegentlich wurde kurz nach Anwendung von Valproins√§ure-haltigen Arzneimitteln unabh√§ngig von der Dosis eine organische Hirnerkrankung beobachtet, deren Ursache und Entstehungsmechanismus nicht gekl√§rt sind, und die sich nach Absetzen des Arzneimittels zur√ľckbilden kann. Dabei wurden in einigen F√§llen erh√∂hte Ammoniakspiegel sowie bei Kombinationstherapie mit Phenobarbital (einem anderen Arzneimittel gegen Anf√§lle) ein Anstieg des Phenobarbitalspiegels beschrieben.
Selten wurden, vor allem bei höherer Dosierung oder in Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln gegen Anfälle, auch chronische Erkrankungen des Gehirns (Enzephalopathie) mit Störungen der Gehirnfunktionen einschließlich der geistigen Leistungsfähigkeit berichtet, deren Entstehungsmechanismus nicht ausreichend geklärt ist.
Einzelf√§lle von Hirnleistungsst√∂rung, einhergehend mit einer Schrumpfung des Gehirngewebes, die sich nach Absetzen von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg zur√ľckbilden, wurden ebenfalls berichtet.
√úber das Auftreten von unerw√ľnscht starker Beruhigung und reversiblen extrapyramidalen St√∂rungen (Bewegungsst√∂rungen, die die Steuerung der Muskelt√§tigkeit durch das Gehirn beeinflussen) w√§hrend der Behandlung mit Valproins√§ure wurde berichtet.
Bei einer Langzeittherapie mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Anfälle, insbesondere Phenytoin, kann es zu Zeichen einer Hirnschädigung (Enzephalopathie) kommen, einhergehend mit vermehrtem Auftreten von Krampfanfällen, Antriebslosigkeit, Fällen von körperlicher Erstarrung bei wachem Bewusstsein (Stupor), Muskelschwäche (muskuläre Hypotonie), Bewegungsstörungen (Choreatiforme Dyskinesien) und schweren Allgemeinveränderungen im EEG.
Störungen des Gehörs
Ohrenklingen kann eintreten.
√úber einen vor√ľbergehenden oder auch bleibenden H√∂rverlust wurde berichtet, wobei ein urs√§chlicher Zusammenhang mit der Einnahme von Valproins√§ure-haltigen Arzneimitteln nicht gesichert ist.
Störungen des Magen-Darm-Traktes
Gelegentlich wurden √ľberm√§√üige Speichelbildung und Durchfall beobachtet, besonders zu Beginn der Behandlung.
Besonders zu Beginn der Therapie wurden gelegentlich leichte St√∂rungen im Magen-Darm-Bereich (√úbelkeit, Magenschmerzen) beobachtet, die sich gew√∂hnlich trotz Fortsetzung der Behandlung nach wenigen Tagen zur√ľckbildeten.
Selten ist √ľber eine Sch√§digung der Bauchspeicheldr√ľse, teilweise mit t√∂dlichem Ausgang berichtet worden.
Störungen der Leberfunktion
Häufig kommt es zu einer Erhöhung der Leberwerte im Blut.
Gelegentlich kommen dosisunabhängig schwerwiegende (bis tödlich verlaufende) Leberfunktionsstörungen vor. Bei Kindern, besonders bei zusätzlicher gleichzeitiger Einnahme mit anderen Arzneimitteln gegen Anfälle ist das Risiko der Leberschädigung deutlich erhöht (siehe ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg ist erforderlich?).
Erkrankungen der Atemwege und des Brustraums
√úber F√§lle von eosinophilem Pleuraerguss (Fl√ľssigkeitsansammlung unter dem Rippenfell) wurde berichtet.
Störungen der Haut
Dosisabh√§ngig werden h√§ufig vor√ľbergehender Haarausfall (beim Nachwachsen lockigeres Haar) sowie Ver√§nderungen der Haarfarbe (z. B. Grauwerden der Haare) beobachtet.
Die Einnahme von Valproins√§ure-haltigen Arzneimitteln f√ľhrt selten zu Reaktionen der Haut (Hautausschlag, Erythema multiforme).
Daneben wurden einzelne Ausnahmefälle von schweren Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse bzw. Lyell-Syndrom) berichtet (siehe auch Bei Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg mit anderen Arzneimitteln).
Siehe auch "Störungen der körpereigenen Abwehr und Überempfindlichkeitsreaktionen"
Gelegentlich kam es zu vermehrter Einlagerung von Gewebewasser (√Ėdeme), besonders zu Beginn der Behandlung.
Störungen im gynäkologischen und hormonalen Bereich
Unregelm√§√üige Regelblutungen oder Ausbleiben der Menstruation k√∂nnen selten auftreten; selten wurde √ľber zystisch vergr√∂√üerte Eierst√∂cke und erh√∂hte Spiegel des m√§nnlichen Sexualhormons Testosteron berichtet.
Sonstiges
Selten wurde √ľber eine Absenkung der K√∂rpertemperatur (Hypothermie) berichtet.
Weiterhin wurde bei Kindern Bettnässen beobachtet.
Sollten Sie eine oder mehrere der oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, so benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden kann.
Bei nicht-dosisabh√§ngigen Nebenwirkungen ist das Absetzen des Arzneimittels erforderlich. Besteht der Verdacht, dass eine schwere Leberfunktionsst√∂rung oder eine Sch√§digung der Bauchspeicheldr√ľse vorliegt, muss der Arzt Natriumvalproat Desitin retard 150 mg sofort absetzen. Vorbeugend sollten auch Arzneimittel mit gleichem Stoffwechselabbau, die zu √§hnlichen Nebenwirkungen f√ľhren k√∂nnen, abgesetzt werden. In Einzelf√§llen kann das klinische Bild trotzdem fortschreiten.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
PC5 5. Wie ist Natriumvalproat Desitin retard 150 mg AUFZUBEWAHREN?
Arzneimittel unzug√§nglich f√ľr Kinder aufbewahren.
PZ Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel nach ?verwendbar bis angegebenen Verfalldatum nicht mehr einnehmen.
Die Hartkapseln, retardiert, d√ľrfen erst unmittelbar vor Einnahme aus der Dose entnommen werden. Verschlie√üen Sie nach jeder Entnahme das Beh√§ltnis sorgf√§ltig.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht √ľber 30¬įC aufbewahren. Vor Feuchtigkeit sch√ľtzen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Natriumvalproat Desitin retard 150 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:
mehr als 1 von 10 Behandelten
häufig: weniger als 1 von 10, aber
mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100 aber mehr als 1 von 1000 BehandeltenSelten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten:
weniger als 1 von 10.000 Behandelten einschließlich Einzelfällen
Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar).

Zu beachten ist, dass zu Beginn der Behandlung mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg gelegentlich auch eine harmlose, meist vor√ľbergehende √úbelkeit ‚Äď manchmal auch mit Erbrechen und Appetitlosigkeit einhergehend ‚Äď auftreten kann, die sich von selbst oder bei Dosisverringerung wieder zur√ľckbildet.
Störungen der Blutgerinnung und des blutbildenden und lymphatischen Systems
H√§ufig tritt eine Verminderung der Anzahl der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie) auf, die sich oft unter Beibehalten der Medikation, aber immer nach Absetzen von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg vollst√§ndig zur√ľckbildet.
Sehr selten kann eine Beeintr√§chtigung der Knochenmarkfunktion zu weiteren St√∂rungen der Blutbestandteile (Lymphopenie, Neutropenie, Panzytopenie) oder schwerwiegender Blutarmut (An√§mie) f√ľhren.
Valproinsäure kann die Blutgerinnung (Funktion der Blutplättchen) hemmen und dadurch eine verlängerte Blutungszeit bedingen.
Gelegentlich traten Blutungen auf.
Störungen der körpereigenen Abwehr und Überempfindlichkeitsreaktionen
Selten kommt es zu Reaktionen der k√∂rpereigenen Abwehr gegen eigenes Bindegewebe (Lupus erythematodes) und Blutgef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis).
Von allergischen Reaktionen sowie vom Auftreten des Syndroms der Medikamentenreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) wurde berichtet.
Siehe auch Störungen der Haut.
Stoffwechselstörungen
Sehr häufig kann eine isoliert auftretende und mäßig ausgeprägte Erhöhung des Ammoniakserumspiegels ohne Veränderung der Leberfunktionsparameter auftreten, die keinen Abbruch der Behandlung erfordert.
Dosisabhängig werden häufig Gewichtszunahme oder -abnahme, erhöhter Appetit oder auch Appetitlosigkeit beobachtet.
Selten kann es zu einer bestimmten Nierenfunktionsst√∂rung kommen (Fanconi-Syndrom), die sich nach Absetzen des Arzneimittels wieder zur√ľckbildet.
Selten kann es zu einer Hyperinsulinämie sowie zu einem erniedrigten Blutspiegel eines Insulin-ähnlichen Stoffes kommen.
Sehr selten kann eine Hyponatriämie auftreten.
Vom Auftreten des Syndroms der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH) wurde berichtet.
√úber ver√§nderte Schilddr√ľsenfunktionswerte im Blut wurde berichtet. Die klinische Bedeutung dieser Ver√§nderungen ist unklar.
Über älle von Osteoporose wurde berichtet.
Psychiatrische Störungen
Es wurden Sinnestäuschungen beobachtet.
Störungen des zentralen Nervensystems
Dosisabh√§ngig werden h√§ufig Benommenheit, Schl√§frigkeit, Zittern oder Gef√ľhlsst√∂rungen in Form von Kribbeln oder Taubheitsgef√ľhlen der Haut beobachtet.
Gelegentlich treten Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Gangunsicherheit, Reizbarkeit, √ľbersteigerte Aktivit√§t oder Verwirrtheit auf, besonders zu Beginn der Behandlung.
Ebenfalls gelegentlich wurden √§lle von k√∂rperlicher Erstarrung bei wachem Bewusstsein (Stupor) bis hin zum vor√ľbergehenden Koma beobachtet, die z. T. mit einer erh√∂hten Anfallsh√§ufigkeit verbunden war und deren Erscheinungsbild sich bei einer Verringerung der Dosis oder einem Absetzen des Arzneimittels zur√ľckbildeten. Die Mehrzahl dieser F√§lle trat bei einer Kombinationstherapie (insbesondere mit Phenobarbital) oder nach einer raschen Dosiserh√∂hung auf.
Gelegentlich wurde kurz nach Anwendung von Valproins√§ure-haltigen Arzneimitteln unabh√§ngig von der Dosis eine organische Hirnerkrankung beobachtet, deren Ursache und Entstehungsmechanismus nicht gekl√§rt sind, und die sich nach Absetzen des Arzneimittels zur√ľckbilden kann. Dabei wurden in einigen √§llen erh√∂hte Ammoniakspiegel sowie bei Kombinationstherapie mit Phenobarbital (einem anderen Arzneimittel gegen Anf√§lle) ein Anstieg des Phenobarbitalspiegels beschrieben.
Selten wurden, vor allem bei höherer Dosierung oder in Kombinationstherapie mit anderen Arzneimitteln gegen Anfälle, auch chronische Erkrankungen des Gehirns (Enzephalopathie) mit Störungen der Gehirnfunktionen einschließlich der geistigen Leistungsfähigkeit berichtet, deren Entstehungsmechanismus nicht ausreichend geklärt ist.
Einzelf√§lle von Hirnleistungsst√∂rung, einhergehend mit einer Schrumpfung des Gehirngewebes, die sich nach Absetzen von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg zur√ľckbilden, wurden ebenfalls berichtet.
√úber das Auftreten von unerw√ľnscht starker Beruhigung und reversiblen extrapyramidalen St√∂rungen (Bewegungsst√∂rungen, die die Steuerung der Muskelt√§tigkeit durch das Gehirn beeinflussen) w√§hrend der Behandlung mit Valproins√§ure wurde berichtet.
Bei einer Langzeittherapie mit Natriumvalproat Desitin retard 150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen Anfälle, insbesondere Phenytoin, kann es zu Zeichen einer Hirnschädigung (Enzephalopathie) kommen, einhergehend mit vermehrtem Auftreten von Krampfanfällen, Antriebslosigkeit, ällen von körperlicher Erstarrung bei wachem Bewusstsein (Stupor), Muskelschwäche (muskuläre Hypotonie), Bewegungsstörungen (Choreatiforme Dyskinesien) und schweren Allgemeinveränderungen im EEG.
Störungen des Gehörs
Ohrenklingen kann eintreten.
√úber einen vor√ľbergehenden oder auch bleibenden H√∂rverlust wurde berichtet, wobei ein urs√§chlicher Zusammenhang mit der Einnahme von Valproins√§ure-haltigen Arzneimitteln nicht gesichert ist.
Störungen des Magen-Darm-Traktes
Gelegentlich wurden √ľberm√§√üige Speichelbildung und Durchfall beobachtet, besonders zu Beginn der Behandlung.
Besonders zu Beginn der Therapie wurden gelegentlich leichte St√∂rungen im Magen-Darm-Bereich (√úbelkeit, Magenschmerzen) beobachtet, die sich gew√∂hnlich trotz Fortsetzung der Behandlung nach wenigen Tagen zur√ľckbildeten.
Selten ist √ľber eine Sch√§digung der Bauchspeicheldr√ľse, teilweise mit t√∂dlichem Ausgang berichtet worden.
Störungen der Leberfunktion
Häufig kommt es zu einer Erhöhung der Leberwerte im Blut.
Gelegentlich kommen dosisunabhängig schwerwiegende (bis tödlich verlaufende) Leberfunktionsstörungen vor. Bei Kindern, besonders bei zusätzlicher gleichzeitiger Einnahme mit anderen Arzneimitteln gegen Anfälle ist das Risiko der Leberschädigung deutlich erhöht (siehe ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg ist erforderlich?).
Erkrankungen der Atemwege und des Brustraums
√úber √§lle von eosinophilem Pleuraerguss (Fl√ľssigkeitsansammlung unter dem Rippenfell) wurde berichtet.
Störungen der Haut
Dosisabh√§ngig werden h√§ufig vor√ľbergehender Haarausfall (beim Nachwachsen lockigeres Haar) sowie Ver√§nderungen der Haarfarbe (z. B. Grauwerden der Haare) beobachtet.
Die Einnahme von Valproins√§ure-haltigen Arzneimitteln f√ľhrt selten zu Reaktionen der Haut (Hautausschlag, Erythema multiforme).
Daneben wurden einzelne Ausnahmefälle von schweren Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse bzw. Lyell-Syndrom) berichtet (siehe auch Bei Einnahme von Natriumvalproat Desitin retard 150 mg mit anderen Arzneimitteln).
Siehe auch "Störungen der körpereigenen Abwehr und Überempfindlichkeitsreaktionen"
Gelegentlich kam es zu vermehrter Einlagerung von Gewebewasser (√Ėdeme), besonders zu Beginn der Behandlung.
Störungen im gynäkologischen und hormonalen Bereich
Unregelm√§√üige Regelblutungen oder Ausbleiben der Menstruation k√∂nnen selten auftreten; selten wurde √ľber zystisch vergr√∂√üerte Eierst√∂cke und erh√∂hte Spiegel des m√§nnlichen Sexualhormons Testosteron berichtet.
Sonstiges
Selten wurde √ľber eine Absenkung der K√∂rpertemperatur (Hypothermie) berichtet.
Weiterhin wurde bei Kindern Bettnässen beobachtet.
Sollten Sie eine oder mehrere der oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, so benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden kann.
Bei nicht-dosisabh√§ngigen Nebenwirkungen ist das Absetzen des Arzneimittels erforderlich. Besteht der Verdacht, dass eine schwere Leberfunktionsst√∂rung oder eine Sch√§digung der Bauchspeicheldr√ľse vorliegt, muss der Arzt Natriumvalproat Desitin retard 150 mg sofort absetzen. Vorbeugend sollten auch Arzneimittel mit gleichem Stoffwechselabbau, die zu √§hnlichen Nebenwirkungen f√ľhren k√∂nnen, abgesetzt werden. In Einzelf√§llen kann das klinische Bild trotzdem fortschreiten.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

P9 Sie d√ľrfen Natriumvalproat Desitin retard 150 mg nicht einnehmen, wenn Sie folgendes bemerken: Bei Verf√§rbung, Quellung oder Verlust an Festigkeit.

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Weitere Informationen

Was Natriumvalproat Desitin retard 150 mg enthält
Der Wirkstoff ist: Natriumvalproat.
1 Hartkapsel, retardiert, enthält 150 mg Natriumvalproat (entsprechend 130,14 mg Valproinsäure).
Die sonstigen Bestandteile sind: Calciumstearat (Ph. Eur.), Ethylcellulose, Hochdisperses Siliciumdioxid, methyliert, Ammoniummethacrylat-Copolymer (Typ B), Natriumdodecylsulfat, Polysorbat 80, √Ėls√§ure, Dibutyldecandioat, Gelatine, Indigocarmin (E 132).
Wie Natriumvalproat Desitin retard 150 mg aussieht und Inhalt der Packung
Natriumvalproat Desitin retard 150 mg ist in Packungen mit 50 (N1), 100 (N2) und 200 (N3) Hartkapseln, retardiert erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
DESITIN ARZNEIMITTEL GMBH
Weg beim Jäger 214
22335 Hamburg
Telefon: (040) 591 01-525
Telefax: (040) 591 01-377
P6
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im August 2010
Weitere Darreichungsformen
Natriumvalproat Desitin retard 300 mg (Hartkapseln, retardiert), Natriumvalproat Desitin retard 500 mg (Beutel mit Retard-Minitabletten), Natriumvalproat Desitin retard 1000 mg (Beutel mit Retard-Minitabletten), Natriumvalproat Desitin Lösung (Lösung zum Einnehmen)

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Wirkstoff(e) Valproinsäure
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Desitin Arzneimittel GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code N03AG01
Pharmakologische Gruppe Antiepileptika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden