Corozell - Infusionslösung

ATC Code
B05BB02
Corozell - Infusionslösung

Fresenius

Standardarzneimittel
Wirkstoff(e)
Kaliumchlorid, Magnesiumaspartat
Suchtgift Psychotrop
Nein Nein
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe I.V.-Lösungen

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Alle Informationen

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Fresenius

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Corozell ist eine Lösung mit Wirkung auf den Elektrolythaushalt.

Die Infusionslösung Corozell enthält als wirksame Bestandteile Kalium (als Kaliumchlorid) und Magnesium (als Magnesiumaspartat).

Sowohl Kalium als auch Magnesium spielen bei der Aufrechterhaltung der Zellstrukturen eine wichtige Rolle.

Magnesium ist an vielen Reaktionen beteiligt und hat positive Wirkungen auf das Herz.

Für eine Behandlung mit Magnesium in der Frühphase eines Herzinfarkts, bei Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschwäche sind positive Wirkungen beschrieben worden.

Kalium ist an einer Reihe von Stoffwechselprozessen beteiligt und ist wichtig zur Stabilisierung der Zellmembranen.

Aspartat sorgt für einen geregelten Elektrolyttransport und ungestörten Zellstoffwechsel.

Chlorid ist das bedeutendste Anion im Serum. Bei ausgeglichenem Elektrolytstatus ist ein täglicher Chloridbedarf von 1 – 3 mmol pro kg Körpergewicht gegeben.

Sowohl in Tierexperimenten als auch am Menschen schützt eine hohe Kalium-Aufnahme mit der Nahrung vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Die meisten harntreibenden Medikamente verursachen einen erhöhten Bedarf an Kalium und/oder Magnesium, daher sollten diese Elektrolyte unter Behandlung mit diesen Medikamenten ersetzt werden.

Corozell-Infusionslösung wird bei akutem Mangel an Kalium und/oder Magnesium sowie bei erhöhtem Bedarf bedingt durch bestimmte Erkrankungen oder Behandlungen (z.B. Zustände mit verminderter Sauerstoffsättigung des Blutes an Herz- und Skelettmuskulatur, Arteriosklerose der Herzkranzgefäße, Behandlung mit harntreibenden Medikamenten) angewandt.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Corozell-Infusionslösung darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Kaliumchlorid, Magnesiumaspartat oder einen der sonstigen Bestandteile von Corozell-Infusionslösung sind,
  • wenn Sie an erhöhten Konzentrationen von Kalium, Magnesium oder Chlor im Blut, erhöhtem Basengehalt im Blut, schwerer Blutübersäuerung, einer bestimmten Form des Wasserentzugs (hypotone Dehydratation), Austrocknung des Körpers, Blutstauung der Lungen, Erregungsleitungsunterbrechung zwischen Vorhöfen und Kammern des Herzens, rascher Ermüdung der Muskulatur durch Störung der neuromuskulären Reizübertragung (Myasthenia gravis), schweren Nierenfunktionsstörungen, Nebennierenrindenversagen, Schock, Störungen des Aminosäurenstoffwechsels, Auflösung der roten Blutkörperchen leiden sowie
  • bei den allgemeinen Gegenanzeigen der Infusionstherapie wie Überwässerungszuständen, nicht beherrschbarer Herzschwäche, Flüssigkeitsansammlung in der Lunge und Hirnschwellung.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Corozell-Infusionslösung ist erforderlich,
  • wenn Sie an verminderter Konzentration von Natrium im Blut, stark erniedrigtem Blutdruck, Erregungsleitungsstörungen zwischen Vorhöfen und Kammern des Herzens, Atemdepression nach Vergiftungen, periodischer familiärer Lähmung, Zuckerkrankheit, fortgeschrittenem Leberversagen, Veranlagung zur Ausbildung von Calcium-Magnesium-Ammonium-Phosphat- Steinen leiden oder
  • falls Sie mit bestimmten Herz-Medikamenten (Herzglykosiden) oder kaliumsparenden harntreibenden Medikamenten behandelt werden.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Corozell-Infusionslösung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Bei Anwendung von Corozell-Infusionslösung mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs- pflichtige Arzneimittel handelt.

Wechselwirkungen sind möglich mit kaliumsparenden und auch den meisten anderen harntreibenden Medikamenten, Heparin (blutgerinnungshemmendes Medikament), bestimmten Schmerzmitteln (nichtsteroidale Antirheumatika, Morphinpräparate), Kalium-hältigen Arzneimitteln, bestimmten Medikamenten gegen erhöhten Blutdruck (ACE-Hemmer, Calciumantagonisten), bestimmten Hormonen (Glucokortikoide, Mineralokortikoide, ACTH), bestimmten Herz-Medikamenten (Herzglykoside), einem Medikament zur Behandlung des grünen Stars (Carboanhydrasehemmer), Narkosemitteln, Schlafmitteln, Muskelrelaxantien (Succinylcholin, Tubocurarin, Decamethonium), in eine Vene verabreichten Calciumsalzen, Lithium (Medikament zur Behandlung bestimmter Formen der Depression), Clomethiazol (Medikament zur stationären Behandlung von Krankheitszeichen des Alkoholdelirs), bestimmten Antibiotika (Tetracycline).

Bei Anwendung von Corozell-Infusionslösung zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken sind keine Wechselwirkungen bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Corozell-Infusionslösung hat bei bestimmungsgemäßer Anwendung keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Corozell-Infusionslösung

Glycerin wird in CO2 und Glycogen übergeführt.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Corozell-Infusionslösung immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis bis zu 750 ml täglich je nach Schwere des Mangelzustandes.

Bei erhöhtem Bedarf bedingt durch bestimmte Erkrankungen oder Behandlungen werden täglich 250 bis 500 ml Corozell verabreicht.

Die tägliche Kaliumzufuhr soll 100 bis 120 mmol nicht überschreiten.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosis in Abhängigkeit vom Serum- Magnesium- bzw. -Kaliumspiegel bzw. eventuellen Überdosierungserscheinungen reduziert werden.

Corozell-Infusionslösung ist zur Infusion in eine Vene bestimmt, es kann in eine periphere Vene infundiert werden.

Die Infusionsgeschwindigkeit beträgt durchschnittlich etwa 1,2 ml pro kg Körpergewicht und Stunde. Das entspricht bei einem Patienten mit einem Körpergewicht von 70 kg ca. 1,4 ml pro Minute bzw. eine Infusionsdauer von 3 Stunden für 250 ml.

Bei der Gabe von Kalium in eine Vene ist auf eine angemessene Infusionsgeschwindigkeit (max.

20 mmol Kalium/Stunde) zu achten, da eine zu hohe Blutkonzentration die Herzleistung beeinträchtigt.

Auch die Magnesium-Zufuhr in eine Vene soll nicht zu schnell erfolgen. Eine genaue Beobachtung des Patienten, insbesondere seiner Sehnenreflexe, ist unbedingt erforderlich. Werden diese schwächer, so ist die Infusion sofort abzubrechen.

Über die Anwendung und Dosierung bei Kindern liegen keine Erfahrungen vor.

Die Dauer der Behandlung mit Corozell ist abhängig vom Bedarf des Patienten bzw. seinen Serum- Magnesium- und –Kaliumspiegeln.

Nur zur einmaligen Entnahme.

Nach Infusion im Behältnis verbliebene Restmengen sind zu verwerfen.

Halten Sie die von Ihrem Arzt angeordneten Kontrolluntersuchungen unbedingt ein!

Kontrollen des Serumionogramms, des Säuren-Basen-Haushaltes, der Wasserbilanz, der Kalium- und Magesiumausscheidung im Urin, ev. des Serum pH-Wertes sowie EKG-Kontrollen sind erforderlich. Bei höherer Dosierung ist laufende EKG - Überwachung erforderlich.

Die gleichzeitige Verabreichung von kaliumsparenden harntreibenden Medikamenten (z.B. Spironolakton, Triamteren, Amilorid) ist bei der Dosierung zu berücksichtigen.

Phosphatmangel führt zu gesteigerten Magnesiumverlusten.

Am Herzen verstärkt ein Magnesiummangel die Wirkung eines Kaliummangels und erhöht damit die Häufigkeit von Herzrhythmusstörungen, die durch bestimmte Herz-Medikamente (Digitalisglykoside) verursacht werden können.

Eine verminderte Magnesium-Konzentration im Blut ist meist mit einer verminderten Kalium- Konzentration im Blut verbunden, eine erhöhte Magnesium-Konzentration im Blut mit einer erhöhten Kalium-Konzentration im Blut.

Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Manipulationen ist auf die Gefahr einer mikrobiellen Verunreinigung zu achten.

Wenn Sie eine größere Menge von Corozell-Infusionslösung angewendet haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung können erhöhte Konzentrationen von Kalium und/oderMagnesium im Blut auftreten:

Erhöhte Konzentrationen von Magnesium im Blut äußern sich in Übelkeit, Erbrechen, Blasensperre, Verstopfung, allgemeiner Muskelschwäche, Müdigkeit, Lähmungserscheinungen, Schläfrigkeit bis zum Koma, Reflexverminderung, Atemdepression, Abfall der Herzfrequenz, Erregungsleitungsstörungen zwischen Vorhöfen und Kammern des Herzens, Beeinträchtigung der Erregungsausbreitung in den Kammern des Herzens bis zum Herzstillstand, Gefäßerweiterungen mit Blutdruckabfall und Hautrötung.

Erhöhte Konzentrationen von Kalium im Blut äußern sich in Müdigkeit, allgemeiner Schwäche, Schweregefühl in den unteren Extremitäten bis zu Sensibilitätsstörungen, Lustlosigkeit, Verwirrtheit, schließlich aufsteigende schlaffe Lähmungen mit Befall der Atemmuskulatur;

Veränderungen des Herz-Kreislauf-Systems sind Abfall der Herzfrequenz, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps, Bewusstlosigkeit, Herzstillstand.

Behandlung:

Bei erhöhter Konzentration von Magnesium im Blut:

Calciumgluconat in eine Vene, Blutwäsche, Flüssigkeitskorrektur, gegebenenfalls Beatmung. Bei erhöhter Konzentration von Kalium im Blut zusätzlich:

Insulin in Kombination mit Glucoseinfusionen oder natriumhältige Lösungen, Kationenaustauscher; bei gleichzeitiger Blutübersäuerung Natriumbicarbonat-Lösung.

Bei Patienten, die mit Digitalisglykosiden behandelt werden, ist im Rahmen der Vergiftungsbehandlung mit einer gesteigerten Digitalisempfindlichkeit zu rechnen.

Wenn Sie die Anwendung von Corozell-Infusionslösung abbrechen0

Es sind keine Entzugserscheinungen bekannt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Corozell-Infusionslösung Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Abfall der Herzfrequenz, Erregungsleitungsstörungen zwischen Vorhöfen und Kammern des Herzens, Gefäßerweiterungen und bei hoher Dosierung breiige Stühle und Durchfall sind möglich.

Bei zu hoher Dosierung kann es unter Umständen zu erhöhten Konzentrationen von Magnesium und/oder Kalium im Blut kommen.

Bei erhöhter Infusionsgeschwindigkeit können Hitzegefühl im Kopf, Venenwandreizung, Zeichen einer erhöhten Konzentration von Kalium im Blut wie Muskelschwäche, Veränderungen des Herz-Kreislauf- Systems auftreten.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Sie dürfen Corozell-Infusionslösung nicht über Raumtemperatur (bis 25°C) lagern.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen des Behältnisses:

Corozell muss nach dem Öffnen des Behältnisses sofort verwendet werden.

Haltbarkeit nach Zusatz und Mischen mit anderen Arzneimitteln nach Angaben:

Normalerweise sollte die Mischung innerhalb von 24 Stunden infundiert werden.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Sie dürfen Corozell-Infusionslösung nicht verwenden, wenn die Lösung nicht klar und farblos und das Behältnis nicht unversehrt ist.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen


Was Corozell-Infusionslösung enthält:
  • Die Wirkstoffe sind: Kaliumchlorid, Magnesiumaspartat 4 H2O.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Glycerin (wasserfrei), Wasser für Injektionszwecke.
Wie Corozell-Infusionslösung aussieht und Inhalt der Packung

Corozell-Infusionslösung ist eine klare und farblose Infusionslösung.

Eine Packung enthält 1 Flasche zu 250 ml oder 10 Flaschen zu je 250 ml.

Es werden aber möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:

Fresenius Kabi Austria GmbH Hafnerstraße 36

8055 Graz, Austria

Tel. Nr.: + 43 316 249 0 Fax Nr.: + 43 316 249 1470

info-atgr@fresenius-kabi.com

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Dezember 2010.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Nicht mit phosphathältigen Lösungen mischen.

Corozell darf nur mit Lösungen gemischt werden, deren Kompatibilität sichergestellt ist.

Sollte Corozell mit anderen infundier- oder injizierbaren Präparationen gemischt werden, so muss die Sterilität gesichert sein und es ist auf gute Durchmischung zu achten.

Die Kompatibilität ist zumindest visuell zu überprüfen (nicht sichtbare chemische bzw. therapeutische Inkompatibilitäten sind dennoch möglich).


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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Packungsbeilage des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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