Quetiapin Actavis 100 mg Filmtabletten

Abbildung Quetiapin Actavis 100 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Quetiapin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Actavis
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code N05AH04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antipsychotika

Zulassungsinhaber

Actavis

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Quetiapin Actavis enthält den Wirkstoff Quetiapin. Es gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Antipsychotika bezeichnet werden.

Quetiapin Actavis kann zur Behandlung verschiedener psychischer Erkrankungen angewendet werden, wie:

  • Bipolare Depression: Gef√ľhl tiefer Traurigkeit. Hier sind Sie m√∂glicherweise niedergeschlagen oder traurig, haben Schuldgef√ľhle, leiden an Energiemangel und Appetitverlust oder k√∂nnen nicht einschlafen.
  • Manie: Hier sind Sie m√∂glicherweise sehr aufgeregt und in Hochstimmung, aufgew√ľhlt, √ľberschw√§nglich oder hyperaktiv, haben ein vermindertes Urteilsverm√∂gen und sind dabei aggressiv oder aufbrausend.
  • Schizophrenie: Hier k√∂nnen Sie m√∂glicherweise Dinge h√∂ren oder f√ľhlen, die nicht da sind, Dinge glauben, die nicht wahr sind oder Sie k√∂nnen sich ungew√∂hnlich argw√∂hnisch, √§ngstlich, verwirrt, schuldig, angespannt oder niedergeschlagen f√ľhlen.

Auch wenn Sie sich besser f√ľhlen, kann es sein, dass Ihr Arzt Ihnen weiterhin Quetiapin Actavis verordnet.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Quetiapin Actavis darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Quetiapin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Bestimmte Arzneimittel gegen HIV-Infektionen
  • Arzneimittel vom Azol-Typ (gegen Pilzinfektionen)
  • Erythromycin oder Clarithromycin (gegen Infektionen)
  • Arzneimittel mit dem Wirkstoff Nefazodon (gegen Depressionen)

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, d√ľrfen Sie Quetiapin Actavis nicht einnehmen. Wenn Sie nicht ganz sicher sind, sprechen Sie vor der Einnahme von Quetiapin Actavis bitte mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie vor der Einnahme von Quetiapin Actavis mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Teilen Sie Ihrem Arzt mit,

  • wenn Sie oder einer Ihrer Familienangeh√∂rigen an Herzproblemen, z. B. Herzrhythmusst√∂rungen, Herzmuskelschw√§che oder Herzmuskelentz√ľndung leiden oder gelitten haben oder wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Ihren Herzschlag beeinflussen k√∂nnen.
  • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben.
  • wenn Sie bereits einen Schlaganfall erlitten haben, insbesondere wenn Sie schon √§lter sind.
  • wenn Sie Leberprobleme haben.
  • wenn bei Ihnen schon einmal Krampfanf√§lle aufgetreten sind.
  • wenn Sie Diabetes haben oder bei Ihnen das Risiko besteht, an Diabetes zu erkranken. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, wird der Arzt m√∂glicherweise Ihre Blutzuckerwerte √ľberpr√ľfen, solange Sie Quetiapin Actavis einnehmen.
  • wenn Sie wissen, dass die Anzahl Ihrer wei√üen Blutk√∂rperchen schon einmal erniedrigt war (verursacht durch Medikamente oder aus sonstigen Gr√ľnden).
  • wenn Sie √§lter sind und an Demenz (Beeintr√§chtigung der Hirnfunktion) leiden. Wenn dieses auf Sie zutrifft, darf Quetiapin Actavis nicht angewendet werden, weil die Arzneimittelgruppe, zu der Quetiapin Actavis geh√∂rt, bei √§lteren Patienten mit Demenz das Risiko f√ľr Schlaganf√§lle oder in einigen F√§llen das Sterberisko erh√∂hen kann.
  • wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal ven√∂se Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, weil Arzneimittel dieser Gruppe mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht werden.

Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt, wenn bei Ihnen nach Einnahme von Quetiapin Actavis folgende Beschwerden auftreten:

  • Fieber zusammen mit schwerer Muskelsteifigkeit, Schwitzen oder Bewusstseinseintr√ľbungen (eine Erkrankung, die als ‚Äěmalignes neuroleptisches Syndrom‚Äú bezeichnet wird). Eine unverz√ľgliche √§rztliche Behandlung ist m√∂glicherweise erforderlich.
  • Unwillk√ľrliche Bewegungen, haupts√§chlich im Gesicht, an Zunge und Kiefer, unwillk√ľrliches Grimassen ziehen, unbezwingbares Augenzwinkern und unkontrollierbare Bewegungen der Arme, Beine, Finger und Zehen. Diese k√∂nnen Anzeichen einer ‚ÄěSp√§tdyskinesie‚Äú sein.
  • Benommenheit oder das Gef√ľhl starker Schl√§frigkeit. Dies k√∂nnte vor allem bei √§lteren Patienten zu einem vermehrten Auftreten von unfallbedingten Verletzungen (St√ľrzen) f√ľhren.
  • Krampfanf√§lle
  • Lang anhaltende und schmerzhafte Erektion (Priapismus)

Solche Störungen können durch diese Art von Arzneimittel verursacht werden.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn Sie

  • Fieber, grippe√§hnliche Beschwerden, Halsschmerzen oder eine andere Infektion bekommen; m√∂glicherweise ist der Grund eine sehr niedrige Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen, die eine Beendigung Ihrer Behandlung mit Quetiapin Actavis erfordert und/oder behandelt werden muss.
  • Verstopfung begleitet von anhaltenden Bauchschmerzen oder Verstopfung, die sich trotz Behandlung nicht verbessert; ein ernsthafterer Darmverschluss kann die Folge sein.

Gedanken, sich das Leben zu nehmen und Verschlechterung Ihrer Depressionen

Wenn Sie an Depressionen leiden, denken Sie vielleicht manchmal daran, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzten. Diese Gedanken können sich zu Beginn einer Antidepressiva-Therapie

verstärken, da diese Medikamente erst nach einer gewissen Zeit wirken, normalerweise erst nach zwei Wochen, manchmal dauert dies jedoch länger. Solche Gedanken können sich auch verstärken, wenn Sie die Einnahme Ihres Medikamentes plötzlich abbrechen.

Solche Gedanken sind wahrscheinlicher, wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von Gedanken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzten, bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre, die unter Depressionen litten, gezeigt.

Wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt daran denken, sich das Leben zu nehmen oder sich selbst zu verletzen, suchen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt oder das n√§chste Krankenhaus auf. Es k√∂nnte f√ľr Sie hilfreich sein, einem Angeh√∂rigen oder einer Ihnen nahestehenden Person zu erz√§hlen, dass Sie unter einer Depression leiden. Bitten Sie diese Vertrauensperson diese Gebrauchsinformation zu lesen. Sie k√∂nnten diese Person auch ersuchen, Ihnen mitzuteilen, wenn sie meint, Ihre Depression habe sich verschlechtert oder wenn sie √ľber √Ąnderungen in Ihrem Verhalten besorgt ist.

Gewichtszunahme

Gewichtszunahmen wurden bei Patienten unter Quetiapin Actavis beobachtet. Sie bzw. der Arzt sollten daher Ihr Körpergewicht regelmäßig messen.

Kinder und Jugendliche

Quetiapin Actavis ist nicht f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren vorgesehen.

Einnahme von Quetiapin Actavis zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Quetiapin Actavis darf nicht mit den folgenden Arzneimitteln eingenommen werden:

  • Bestimmte Arzneimittel gegen HIV-Infektionen
  • Arzneimittel vom Azol-Typ (gegen Pilzinfektionen)
  • Erythromycin oder Clarithromycin (gegen Infektionen)
  • Arzneimittel mit dem Wirkstoff Nefazodon (gegen Depressionen)

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (wie Phenytoin oder Carbamazepin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck
  • Arzneimittel, die sich auf das zentrale Nervensystem auswirken (wie Barbiturate bei Schlafst√∂rungen)
  • Arzneimittel mit dem Wirkstoff Thioridazin oder Lithium (zur Behandlung psychischer Erkrankungen)
  • Arzneimittel, die einen Einfluss auf Ihren Herzschlag haben, z. B. Arzneimittel, die ein Ungleichgewicht der Blut-Elektrolyte (niedrige Kalium- oder Magnesiumspiegel) ausl√∂sen k√∂nnen, wie Diuretika (Wassertabletten) oder bestimmte Antibiotika (Arzneimittel gegen Infektionen)
  • Arzneimittel, die Verstopfungen verursachen k√∂nnen

Bevor Sie eines Ihrer Medikamente absetzen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Einnahme von Quetiapin Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Quetiapin Actavis kann zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Seien Sie vorsichtig mit Alkohol, da die gleichzeitige Einnahme von Quetiapin Actavis und Alkohol Sie schläfrig machen kann.

Trinken Sie während der Behandlung mit Quetiapin Actavis keinen Grapefruitsaft. Grapefruitsaft kann die Wirkung von Quetiapin Actavis beeinflussen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

  • Sie sollten Quetiapin Actavis w√§hrend der Schwangerschaft nicht einnehmen, sofern dies nicht ausdr√ľcklich mit Ihrem Arzt abgesprochen wurde.
  • Quetiapin Actavis sollte in der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Die folgenden Beschwerden, die Entzugserscheinungen entsprechen, können bei Neugeborenen auftreten, wenn Quetiapin während der Schwangerschaft, insbesondere während der letzten drei Monate der Schwangerschaft, eingenommen wurde: Zittern, Muskelsteifigkeit und/oder Muskelschwäche, Schläfrigkeit, Unruhe, Atemschwierigkeiten und Trinkprobleme. Sollte bei Ihrem Neugeborenen eines dieser Probleme auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Dieses Arzneimittel kann Sie schläfrig machen. Fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, solange Sie nicht wissen, welche Wirkung die Tabletten auf Sie haben.

Quetiapin Actavis enthält Lactose.

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose, eine bestimmte Zuckerart. Wenn bei Ihnen schon einmal eine Unvertr√§glichkeit gegen bestimmte Zuckerarten festgestellt wurde, nehmen Sie bitte vor der Einnahme dieses Arzneimittels R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.

Beeinflussung von Drogensuchtests im Urin

Wenn bei Ihnen eine Urinuntersuchung auf Drogen/Medikamente durchgef√ľhrt wird, bei der bestimmte Messmethoden angewendet werden, kann der Test unter Behandlung mit Quetiapin Actavis ein falsch-positives Ergebnis f√ľr Methadon oder bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (sog. trizyklische Antidepressiva oder TZA) liefern, auch wenn Sie gar kein Methadon und keine TZA einnehmen. Wenn dieser Fall eintritt, kann ein spezifischerer Drogentest eingesetzt werden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Ihr Arzt entscheidet, mit welcher Dosis Sie die Behandlung beginnen. Die Erhaltungsdosis (tägliche Dosis) hängt von der Art Ihrer Erkrankung ab, liegt aber in der Regel zwischen 150 mg und 800 mg. Die Einnahme der Tabletten erfolgt in Abhängigkeit Ihrer Erkrankung entweder einmal am Tag, vor dem Schlafengehen oder zweimal am Tag.

Art der Anwendung

  • Nehmen Sie Ihre Tabletten einmal t√§glich zur Schlafenszeit oder zweimal t√§glich ein, je nach Art Ihrer Erkrankung.
  • Schlucken Sie die Tabletten im Ganzen mit etwas Wasser.
  • Die Tabletten k√∂nnen zu oder unabh√§ngig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Trinken Sie keinen Grapefruitsaft, w√§hrend Sie Quetiapin Actavis einnehmen. Der Saft kann die Wirkung des Arzneimittels beeinflussen.
  • Auch wenn Sie sich besser f√ľhlen, brechen Sie die Behandlung nicht ab, bis Ihr Arzt es anordnet.

Leberprobleme

Wenn Sie Leberprobleme haben, wird Ihr Arzt möglicherweise Ihre Dosis anpassen.

√Ąltere Patienten

Wenn Sie älter sind, wird Ihr Arzt möglicherweise Ihre Dosis anpassen.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Quetiapin Actavis darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Quetiapin Actavis eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge als Ihre verschriebene Dosis Quetiapin Actavis einnehmen, k√∂nnen Sie schl√§frig werden, sich benommen f√ľhlen und es k√∂nnen unregelm√§√üige Herzschl√§ge auftreten. In einem solchen Fall, wenden Sie sich bitte unverz√ľglich an Ihren Arzt oder begeben Sie sich in ein Krankenhaus. Nehmen Sie die Tabletten und/oder die Verpackung mit, damit Sie dem Arzt zeigen k√∂nnen, was Sie eingenommen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Quetiapin Actavis vergessen haben

Wenn Sie eine Einnahme vergessen, nehmen Sie die vergessene Tablette ein, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn der Zeitpunkt f√ľr die n√§chste Einnahme aber bald bevorsteht, warten Sie diesen ab. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um eine vergessene Einnahme auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Quetiapin Actavis abbrechen

Auch wenn es Ihnen schon besser geht, beenden Sie die Einnahme von Quetiapin Actavis erst dann, wenn Ihr Arzt es anordnet. Wenn Sie die Einnahme von Quetiapin Actavis plötzlich abbrechen, können Beschwerden wie Schlaflosigkeit (Insomnie), Übelkeit (Brechreiz), Erbrechen, Kopfschmerzen, Durchfall, Benommenheit oder Reizbarkeit auftreten. Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen möglicherweise empfehlen, die Dosis schrittweise zu verringern, bevor Sie die Behandlung ganz beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt, brechen Sie die Einnahme von Quetiapin Actavis ab und wenden Sie sich bitte unverz√ľglich an einen Arzt oder begeben Sie sich ins n√§chstgelegene Krankenhaus. Sie ben√∂tigen m√∂glicherweise dringend √§rztliche Hilfe.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Allergische Reaktionen unter anderem mit Nesselausschlag, Schwellung der Haut und Schwellungen im Mundbereich
  • Krampfanf√§lle
  • Unkontrollierbare Bewegungen vor allem von Zunge, Mund und Kiefer, aber auch von Armen, Beinen, Fingern und Zehen, Grimassieren und Lidflattern. Dies k√∂nnen Anzeichen einer sog. ‚ÄěSp√§tdyskinesie‚Äú sein.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Das sog. ‚Äěmaligne neuroleptische Syndrom‚Äú mit Symptomen, die zusammen auftreten, wie hohe K√∂rpertemperatur (Fieber), Schwitzen, Muskelsteifigkeit, starke Schl√§frigkeit oder Schw√§chegef√ľhl, h√§ufige Blutdruckschwankungen und schneller Herzschlag
  • Gelbsucht (Gelbf√§rbung von Haut und Augen)
  • Leberentz√ľndung (Hepatitis)
  • Anhaltende und schmerzhafte Erektion (Pripapismus)
  • Bildung von Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und R√∂tungen der Beine), die m√∂glicherweise √ľber die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Atemschwierigkeiten verursachen k√∂nnen
  • Entz√ľndung der Bauchspreicheldr√ľse (Pankreatitis); die Symptome sind starke Schmerzen im Bauch und R√ľcken, √úbelkeit und Erbrechen

Sehr selten (kann weniger als 1 Behandelten von 10.000 betreffen):

  • Schwere allergische Reaktion (sog. Anaphylaxie) m√∂glicherweise mit Atemnot und Schock
  • Rasches Anschwellen von Gesicht, Lippen, Rachen und Atemwegen (Angio√∂dem)
  • Schwere Blasenbildung der Haut an Mund, Augen und Genitalien (Stevens-Johnson-Syndrom)
  • Ungew√∂hnlicher Abbau von Muskelgewebe (Rhabdomyolyse) mit Symptomen wie Muskelschmerzen, -schw√§che und -schwellung; es k√∂nnen dabei Nierenprobleme und Dunkelf√§rbung des Urins auftreten

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Schwere, pl√∂tzliche allergische Reaktion mit Beschwerden wie Fieber und Blasenbildung und Sch√§lung der Haut (toxische epidermale Nekrolyse)
  • Hautausschlag mit unregelm√§√üigen roten Flecken (Erythema multiforme)

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Sehr häufig (kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen):

  • Schwindelgef√ľhl (kann zu St√ľrzen f√ľhren), Kopfschmerzen, Mundtrockenheit
  • Schl√§frigkeit (kann im weiteren Verlauf der Einnahme von Quetiapin Actavis wieder abnehmen) (kann zu St√ľrzen f√ľhren)
  • Absetzsymptome (Symptome, die auftreten, wenn Sie aufh√∂ren Quetiapin Actavis einzunehmen) sind unter anderem Schlaflosigkeit (Insomnie), √úbelkeit, Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Schwindelgef√ľhl und Reizbarkeit. Ein schrittweises Absetzen √ľber einen Zeitraum von mindestens 1 bis 2 Wochen ist ratsam.
  • Ungew√∂hnliche Muskelbewegungen, unter anderem Schwierigkeiten beim Beginnen von Muskelbewegungen, Zittern, Rastlosigkeit oder Muskelsteifheit ohne Schmerzen
  • Ver√§nderungen bestimmter Blutfettwerte (Triglyzeride und Cholesterin)
  • Gewichtszunahme
  • Verminderung eines in den roten Blutk√∂rperchen enthaltenen Eiwei√üstoffs (H√§moglobin)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Beschleunigter Herzschlag
  • Gef√ľhl von Herzpochen, Herzrasen oder das Aussetzen von Herzschl√§gen
  • Atemnot
  • Niedriger Blutdruck beim Aufstehen, welcher zu Schwindel- oder Ohnmachtsgef√ľhl f√ľhren kann (kann zu St√ľrzen f√ľhren)
  • Verstopfung, Magenverstimmung (Verdauungsst√∂rungen)
  • Erbrechen (haupts√§chlich bei √§lteren Menschen)
  • Ungew√∂hnliche Tr√§ume und Albtr√§ume
  • Gedanken, sich das Leben zu nehmen und Verschlechterung Ihrer Depression
  • Gesteigertes Hungergef√ľhl
  • Sprach- und Sprechst√∂rungen
  • Zunahme des Hormons Prolaktin im Blut. Die Zunahme des Hormons Prolaktin, verursacht in seltenen F√§llen Folgendes:
    • Schwellung der Br√ľste bei M√§nnern und Frauen und unerwartete Milchbildung
    • Ausbleiben der Monatsblutungen oder unregelm√§√üige Perioden
  • Verschwommenes Sehen
  • Gereiztheit
  • Fieber
  • Erh√∂hte Spiegel von Leberenzymen im Blut
  • Ver√§nderungen der Schilddr√ľsenhormonwerte im Blut
  • Abnahme der Anzahl bestimmter Blutzellen
  • Erh√∂hter Blutzuckerspiegel im Blut
  • Schw√§chegef√ľhl
  • Schwellung von Armen und Beinen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Unangenehmes Gef√ľhl in den Beinen (auch bekannt als Restless-Legs-Syndrom)
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Ver√§nderung der elektrischen Aktivit√§t des Herzens im EKG festzustellen (QT-Verl√§ngerung)
  • Diabetes
  • Sexuelle Funktionsst√∂rung
  • Verminderte Zahl an roten Blutzellen (An√§mie) oder der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie)
  • Erniedrigter Natriumspiegel im Blut (Hyponatri√§mie)
  • Langsamerer Herzschlag als gew√∂hnlich; kann zu Beginn der Behandlung auftreten und mit einem niedrigen Blutdruck und Ohnmachtsanf√§llen einhergehen
  • Verstopfte Nase
  • Ohnmachtsanf√§lle (kann zu St√ľrzen f√ľhren)
  • Schwierigkeiten die Harnblase zu entleeren

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Schwellung der Brustdr√ľsen und unerwartete Milchbildung (Galaktorrh√∂)
  • Menstruationsst√∂rung
  • Eine Erkrankung (bekannt als metabolisches Syndrom) bei dem 3 oder mehr der folgenden Beschwerden zusammen auftreten: Zunahme beim Bauchfett, Abnahme des ‚Äěguten Cholesterins‚Äú (HDL-C), Zunahme bestimmter Fette im Blut, der sog. Triglyzeride, hoher Blutdruck und Anstieg des Blutzuckers
  • Schlafwandeln, Sprechen, Essen oder andere Aktivit√§ten im Schlaf
  • Erniedrigte K√∂rpertemperatur
  • Gleichzeitiges Auftreten von Fieber, grippe√§hnlichen Beschwerden, Halsschmerzen oder anderen Infektionen aufgrund einer sehr niedrigen Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen (Agranulozytose)
  • Erh√∂hte Kreatinphosphokinasewerte im Blut (eine Muskelsubstanz)

Sehr selten (kann weniger als 1 Behandelten von 10.000 betreffen):

  • Ungew√∂hnliche Ausscheidung eines Hormons, das f√ľr die Regelung des Harnvolumens verantwortlich ist und mit niedrigen Natrium-Blutspiegeln einhergeht. Als Folge k√∂nnen Symptome wie Kopfschmerzen, √úbelkeit, Verwirrtheit und Schw√§che auftreten.
  • Verschlimmerung eines bestehenden Diabetes

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Entzugserscheinungen k√∂nnen bei Neugeborenen auftreten, deren M√ľtter w√§hrend der Schwangerschaft Quetiapin eingenommen haben.

Die Arzneimittelgruppe, zu der Quetiapin Actavis geh√∂rt, kann schwerwiegende Herzrhythmusst√∂rungen verursachen, die in besonders schweren F√§llen zum Tode f√ľhren k√∂nnen.

Einige Nebenwirkungen sind nur durch Bluttests nachzuweisen. Hierzu geh√∂ren Ver√§nderungen bei bestimmten Blutfetten (Triglyzeride und Gesamtcholesterin) oder beim Blutzucker, √Ąnderungen der Schilddr√ľsenhormonmengen im Blut, erh√∂hte Leberenzymwerte, Abnahme der Anzahl bestimmter Blutk√∂rperchen, Abnahme der Anzahl roter Blutk√∂rperchen, Anstieg der Kreatinphosphokinase im Blut (eine Muskelsubstanz), Abnahme der Natriummenge im Blut und Zunahme des Hormons Prolaktin. Der Anstieg des Hormons Prolaktin f√ľhrt in seltenen F√§llen zu:

  • Schwellung der Br√ľste bei M√§nnern und Frauen und ungew√∂hnlicher Milchbildung
  • Ausbleiben der Monatsblutung oder unregelm√§√üige Perioden

Der Arzt wird möglicherweise in bestimmten Abständen Blutuntersuchungen veranlassen.

Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen können die gleichen Nebenwirkungen wie bei Erwachsenen auftreten. Die folgenden Nebenwirkungen wurden häufiger bei Kindern und Jugendlichen beobachtet als bei Erwachsenen bzw. traten bei Erwachsenen nicht auf:

Sehr häufig (betrifft mehr als 1 von 10 Behandelten)

  • Zunahme des Hormons Prolaktin im Blut. Der Anstieg des Hormons Prolaktin kann in seltenen F√§llen zu folgenden Symptomen f√ľhren:
    • Schwellung der Brustdr√ľsen bei Jungen und M√§dchen und unerwartete Bildung von Brustmilch
    • bei M√§dchen wird die Regel unregelm√§√üig oder bleibt aus.
  • Appetitsteigerung
  • Erbrechen
  • Ungew√∂hnliche Muskelbewegungen unter anderem mit Schwierigkeiten beim Beginn einer Bewegung, Zittern, Unruhegef√ľhl oder Muskelsteifigkeit ohne Schmerzen
  • Blutdruckanstieg

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Behandelten):

  • Schw√§chegef√ľhl, Ohnmachtsanf√§lle (kann zu St√ľrzen f√ľhren)
  • Verstopfte Nase
  • Reizbarkeit

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

√Ėsterreich:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Aufbewahrung erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Quetiapin Actavis enthält

  • Der Wirkstoff ist Quetiapin. Quetiapin Actavis Filmtabletten enthalten 100 mg Quetiapin (als Quetiapinfumarat).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Tablettenkern: mikrokristalline Cellulose, Povidon K29-32, Calciumhydrogenphosphat- Dihydrat, Carboxymethylst√§rke-Natrium (Typ A), Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat Tabletten√ľberzug: Hypromellose 6cP (E464), Lactose-Monohydrat, Macrogol 3350, Triacetin, Titandioxid (E171) und Eisenoxid gelb (E172).

Wie Quetiapin Actavis aussieht und Inhalt der Packung

Quetiapin Actavis 100 mg Filmtabletten sind 8,5 mm runde, bikonvexe, gelbe Tabletten mit einseitiger Pr√§gung ‚ÄěQ‚Äú .

Packungsgrößen:

Blisterpackungen:

6, 10, 20, 30, 50, 60, 90, 100 Tabletten

Tablettenbehältnisse:

100, 250 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Actavis Group PTC ehf. Reykjavikurvegur 76 ‚Äď 78 220 Hafnarfj√∂rdur

Island

Hersteller:

Actavis Ltd

B16 Bulebel Industrial Estate

Zejtun ZTN 08

Malta

Actavis hf. Reykjavikurvegur 78 220 Hafnarfjördur Island

Zulassungsnummer: 1-28557

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

√Ėsterreich:

Quetiapin Actavis 100 mg Filmtabletten

Belgien:

Quetiapin Actavis

Deutschland:

Quetiapin-Actavis 100 mg Filmtabletten

Dänemark:

Quetiapin Actavis

Griechenland:

Quetiapine / Actavis

Finnland:

Quetiapin Actavis 100mg tabletti, kalvopäällysteinen

Irland:

Quetiapine Actavis 100mg Tablets

Niederlande:

Quetiapine Actavis 100 mg

Norwegen:

Quetiapin Actavis

Polen:

Quetiapina Actavis

Vereinigtes Königreich:

Quetiapine 100mg Tablets PL 3030058

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2015.

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Wirkstoff(e) Quetiapin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Actavis
Suchtgift Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden