Metoprololsuccinat Heumann 23,75 mg Retardtabletten

Abbildung Metoprololsuccinat Heumann 23,75 mg Retardtabletten
Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 28.11.2009
ATC Code C07AB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Zulassungsinhaber

Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Metoprololsuccinat YES 95 mg Retardtabletten Metoprolol Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Metoprololsuccinat AAA 23,75 mg Retardtabletten Metoprolol AAA-Pharma GmbH
Metoprolol-CT ZERO 50 mg Retardtabletten Metoprolol CT Arzneimittel GmbH
Metoprolol-CT 100mg Tabletten Metoprolol CT Arzneimittel GmbH
Prelis 100mg Metoprolol mibe GmbH Arzneimittel

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metoprololsuccinat Heumann ist ein Arzneimittel, das die Betarezeptoren des Herzens blockiert und dadurch das Herz gegen √úbererregbarkeit sch√ľtzt.

Metoprololsuccinat Heumann wird angewendet bei
Erwachsenen:

mit einer gering bis m√§√üig ausgepr√§gten Herzleistungsschw√§che (Ejektionsfraktion ‚ȧ 40 %), die sich in ihrem Schweregrad nicht √§ndert und seit mindestens 4 Wochen andauert. Metoprololsuccinat Heumann wird zus√§tzlich zur √ľblichen Standardbehandlung mit blutgef√§√üerweiternden (ACE-Hemmern) und harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) und

gegebenenfalls Herzglykosiden eingenommen. Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen:

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metoprololsuccinat Heumann darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie allergisch gegen Metoprololsuccinat oder andere Betarezeptorenblocker, verwandte Stoffe oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,

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  • wenn bei Ihnen die Erregungsleitung von den Herzvorh√∂fen auf die Herzkammern gest√∂rt ist (AV-Block II. und III. Grades),
  • wenn Sie einen unregelm√§√üigen Herzschlag haben, der h√§ufig sehr langsam ist und manchmal sehr schnell (Sinusknotensyndrom), es sei denn, Sie haben dauerhaft einen Herzschrittmacher,
  • wenn bei Ihnen die Erregungsleitung zwischen dem Sinusknoten und dem Herzvorhof gest√∂rt ist,
  • wenn Sie an einem Schock leiden,
  • wenn Ihr Ruhepuls vor der Behandlung unter 68 Schl√§gen pro Minute liegt,
  • wenn Ihr oberer Blutdruckwert wiederholt unter 100 mmHg liegt,
  • wenn Sie an einer √úbers√§uerung des Blutes (Azidose) leiden,
  • wenn die Durchblutung Ihrer Arme oder Beine stark vermindert ist,
  • wenn Sie zu Bronchialverkrampfungen neigen,
  • wenn Sie gleichzeitig bestimmte MAO-Hemmstoffe (Arzneimittel gegen Depressionen) nehmen. Ausgenommen sind MAO-B-Hemmstoffe (Arzneimittel gegen Parkinsonsche Krankheit),
  • wenn Ihre Herzleistungsschw√§che nicht durch √§rztliche Ma√ünahmen stabilisiert wurde (instabile, dekompensierte Herzinsuffizienz) und Sie an einer Wasseransammlung in der Lunge, verminderter Durchblutung oder niedrigem Blutdruck leiden,
  • wenn Sie dauerhaft oder zeitweise mit Arzneimitteln behandelt werden, die die Betarezeptoren aktivieren sollen.

Wenn Sie Metoprololsuccinat Heumann einnehmen, d√ľrfen Ihnen bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen (Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazemtyp oder andere Antiarrhythmika) nicht in die Venen gespritzt werden. Sagen Sie Ihrem Arzt, dass Sie Metoprololsuccinat Heumann einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metoprololsuccinat Heumann einnehmen. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Metoprololsuccinat Heumann ist erforderlich,

  • wenn bei Ihnen eine gering ausgepr√§gte St√∂rung der Erregungsleitung von den Herzvorh√∂fen auf die Herzkammern vorliegt (AV-Block I. Grades), da es zu einer Verschlimmerung kommen kann, die zu einer kompletten Blockierung dieser Erregungsleitung f√ľhren kann.
  • wenn Sie zuckerkrank sind und Ihre Blutzuckerwerte stark schwanken,
  • wenn Sie fasten,
  • wenn Sie einen Tumor des Nebennierenmarks (Ph√§ochromozytom) haben, da dieser zuvor und begleitend mit bestimmten Medikamenten behandelt werden sollte,
  • wenn Ihre Leberfunktion stark eingeschr√§nkt ist (siehe Abschnitt 3.)

Ihr Arzt muss Sie in diesen F√§llen sorgf√§ltig √ľberwachen.

Ferner ist besondere Vorsicht bei der Einnahme von Metoprololsuccinat Heumann erforderlich,

  • wenn bei Ihnen selbst oder in Ihrer Familie schon einmal eine Schuppenflechte aufgetreten ist,
  • wenn Sie an Asthma leiden, da eine bronchienerweiternde Behandlung bei Ihnen entweder noch begonnen werden sollte oder, wenn Sie schon Asthmamedikamente nehmen, die Dosierung Ihrer bronchienerweiternden Medikamente angepasst werden sollte.

Wenn Ihr Herzschlag langsamer und langsamer wird, wenden Sie sich so schnell wie möglich an Ihren Arzt. Ihr Arzt wird Ihnen eine geringere Dosis von Metoprolol verschreiben oder Metoprololsuccinat Heumann nach und nach absetzen.

Bei Patienten mit akutem Herzinfarkt zeigte sich unter Metoprololtherapie ein erh√∂htes Risiko f√ľr einen schwerwiegenden Blutdruckabfall (kardiogener Schock). Da Patienten mit instabiler Kreislaufsituation

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in besonderem Maße betroffen waren, darf Metoprolol erst nach Stabilisierung des Kreislaufs des Infarktpatienten gegeben werden.

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen können bei Einnahme von Arzneimitteln wie Metoprololsuccinat Heumann schwerer verlaufen.

Sie d√ľrfen die Einnahme von Metoprololsuccinat Heumann nicht abrupt beenden (siehe Abschnitt 3.).

Es liegen noch keine Erfahrungen vor bei der Behandlung von Patienten mit Herzleistungsschwäche, die:

  • eine sehr schwere, in ihrem Ausma√ü schwankende (instabile) Herzleistungsschw√§che (NYHA- Klasse IV) haben,
  • in den letzten 4 Wochen unterschiedlich starke Herz- bzw. Brustschmerzen (Angina pectoris) hatten,
  • an Nieren- oder Leberfunktionsst√∂rungen leiden,
  • √ľber 80 oder unter 40 Jahre alt sind,
  • eine Erkrankung der Herzklappen haben, die die Funktion des Herzens beeinflusst,
  • an einer Erkrankung des Herzmuskels leiden, durch die der Herzinnenraum verengt wird,
  • am Herzen operiert wurden oder bald am Herzen operiert werden sollen, wenn Metoprololsuccinat Heumann in den n√§chsten vier Monaten eingenommen werden soll.

Kinder

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren wurden nicht untersucht. Eine Anwendung bei dieser Altersgruppe wird daher nicht empfohlen.

√Ąltere Menschen

Es gibt keine Untersuchungen √ľber die Anwendung von Metoprololsuccinat Heumann bei Patienten, die √§lter als 80 Jahre sind (siehe Abschnitt 3.).

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Metoprololsuccinat Heumann kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Einnahme von Metoprololsuccinat Heumann zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Metoprololsuccinat Heumann beeinflusst werden.

  • Blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen, Insulin: Deren blutzuckersenkende Wirkung wird durch Metoprololsuccinat Heumann verst√§rkt. Warnzeichen eines niedrigen Blutzuckerspiegels, insbesondere schnelle Herzfrequenz und Zittern, sind verschleiert oder abgemildert. Deshalb sollte Ihr Blutzuckerspiegel regelm√§√üig kontrolliert werden.
  • Blutdrucksenkende Arzneimittel (z. B. Prazosin, Calciumantagonisten vom Nifedipintyp): Deren Wirkung kann verst√§rkt werden.
  • Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen (z. B. Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp): Verst√§rkung der herzschw√§chenden Wirkung, Blutdruckabfall, langsame Herzfrequenz oder andere Herzrhythmusst√∂rungen und Herzversagen.
  • Arzneimittel f√ľr √∂rtliche Bet√§ubung (z. B. Lidocain): Deren Ausscheidung aus dem K√∂rper kann vermindert werden.

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Blutdrucksteigernde Arzneimittel, die z. B. in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen enthalten sein können, oder die Ihnen vom Arzt in Notfällen per Injektion verabreicht werden (z. B. Noradrenalin oder Adrenalin): Es kann zu einem beträchtlichen Blutdruckanstieg kommen.

Metoprololsuccinat Heumann wird wie folgt beeinflusst:

Die Konzentration von Metoprololsuccinat Heumann im Blut kann erhöht werden durch:

  • bestimmte Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen,
  • bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck, die den Wirkstoff Hydralazin enthalten,
  • bestimmte Arzneimittel gegen allergische Reaktionen, wie z. B. Heuschnupfen,
  • bestimmte Arzneimittel gegen Magen-Darm-Erkrankungen (Histamin-2-Rezeptorantagonisten),
  • bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen,
  • bestimmte Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen,
  • bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen und entz√ľndliche Erkrankungen des Bewegungsapparates (COX-2-Inhibitoren),
  • Narkosemittel. Informieren Sie vor Operationen den Narkosearzt dar√ľber, dass Sie Metoprololsuccinat Heumann einnehmen.

Wenn Sie Medikamente aus einer der vorgenannten Arzneimittelgruppen einnehmen oder sich nicht sicher sind, fragen Sie vor der Einnahme von Metoprololsuccinat Heumann bitte Ihren Arzt.

Abschwächung der Wirkung:

  • entz√ľndungshemmende Arzneimittel (so genannte Prostaglandin-Synthetase-Hemmer, z. B. Indometacin),
  • bestimmte Antibiotika (Rifampicin).

Sonstige mögliche Wechselwirkungen:

  • Arzneimittel gegen Herzleistungsschw√§che (z. B. Digitalis) und bestimmte Arzneimittel gegen hohen Blutdruck (z. B. Reserpin, Alphamethyldopa, Guanfacin, Clonidin): langsame Herzfrequenz, Verz√∂gerung der Erregungsleitung am Herzen. Wenn Sie gleichzeitig mit Clonidin und Metoprololsuccinat Heumann behandelt werden und Clonidin abrupt absetzen, kann Ihr Blutdruck pl√∂tzlich sehr stark ansteigen. Sie d√ľrfen Clonidin erst absetzen, wenn Sie einige Tage zuvor die Einnahme von Metoprololsuccinat Heumann beendet haben. Anschlie√üend k√∂nnen Sie Clonidin stufenweise absetzen (fragen Sie bitte Ihren Arzt). Sie d√ľrfen die Behandlung mit Metoprololsuccinat Heumann erst mehrere Tage nach dem Absetzen von Clonidin beginnen.
  • Andere Arzneimittel, die Betarezeptoren hemmen (auch in Augentropfen): Sagen Sie Ihrem Arzt, dass Sie Metoprololsuccinat Heumann einnehmen, er entscheidet, ob Ihre Behandlung enger √ľberwacht werden muss.
  • Bestimmte MAO-Hemmstoffe (Arzneimittel gegen Depressionen) sollten nicht zusammen mit Metoprololsuccinat Heumann eingenommen werden (siehe Abschnitt 2.), weil dann ein √ľberm√§√üiger und schneller Anstieg des Blutdrucks auftreten k√∂nnte.

Einnahme von Metoprololsuccinat Heumann zusammen mit Alkohol

Die dämpfenden Wirkungen von Metoprololsuccinat Heumann und Alkohol können sich gegenseitig verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit

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Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Nehmen Sie Metoprololsuccinat Heumann w√§hrend der Schwangerschaft nur auf ausdr√ľckliche Anweisung Ihres Arztes ein. Betarezeptorenblocker, einschlie√ülich Metoprololsuccinat, k√∂nnen zur Sch√§digung des Ungeborenen und zu fr√ľhzeitigen Wehen f√ľhren. Metoprololsuccinat kann m√∂glicherweise beim Neugeborenen Nebenwirkungen, wie z. B. eine langsame Herzfrequenz, verursachen. Informieren Sie Ihren Arzt so schnell wie m√∂glich, wenn Sie w√§hrend der Einnahme von Metoprololsuccinat Heumann schwanger werden.

Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt bevor Sie Metoprololsuccinat Heumann einnehmen, wenn Sie stillen. Metoprololsuccinat geht in die Muttermilch √ľber. Obwohl die mit der Milch aufgenommene Wirkstoffmenge wahrscheinlich keine Gefahr f√ľr das Kind darstellt, sollte Ihr Arzt die Herzfunktion des S√§uglings √ľberwachen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Metoprololsuccinat Heumann enthält Glucose und Sucrose

Bitte nehmen Sie Metoprololsuccinat Heumann erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene

Herzleistungsschw√§che Bevor Sie mit der Einnahme von Metoprololsuccinat Heumann beginnen, m√ľssen Sie mit der √ľblichen Standardbehandlung gegen Herzleistungsschw√§che mit blutgef√§√üerweiternden (ACE- Hemmern) und harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) und gegebenenfalls Herzglykosiden behandelt worden sein. Dosierung w√§hrend der ersten zwei Wochen: Eine Retardtablette (23,75 mg Metoprololsuccinat) 1-mal t√§glich. Wenn Sie an einer ausgepr√§gten Herzleistungsschw√§che leiden (NYHA-Klasse III), wird Ihnen Ihr Arzt in der ersten Behandlungswoche nur eine halbe Retardtablette Metoprololsuccinat Heumann 1-mal t√§glich verordnen.

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Anschließend:

Ihr Arzt wird alle 2 Wochen eine Verdopplung der Dosis bis zu einer Maximaldosis von 190 mg Metoprololsuccinat verordnen, wenn Sie das Arzneimittel gut vertragen. Daf√ľr stehen auch Metoprololsuccinat Heumann 47,5 mg, Metoprololsuccinat Heumann 95 mg und Metoprololsuccinat Heumann 190 mg zur Verf√ľgung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Sie m√ľssen bei jeder Dosierungserh√∂hung √§rztlich √ľberwacht werden.

Kinder und Jugendliche

  • Bluthochdruck
    Die Dosis von Metoprololsuccinat Heumann zur Behandlung von Bluthochdruck bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen richtet sich nach dem Körpergewicht Ihres Kindes bzw. des Jugendlichen. Ihr Arzt wird die richtige Dosis berechnen.
    (F√ľr detailliertere Angaben zur Dosierung bei Kindern und Jugendlichen siehe Abschnitt ‚ÄěDie folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt‚Äú am Ende dieser Gebrauchsinformation.)
    Eine Anwendung von Metoprololsuccinat Heumann zur Behandlung von Bluthochdruck bei Kindern unter 6 Jahren wird nicht empfohlen.

√Ąltere Patienten

Es gibt keine Untersuchungen √ľber die Anwendung von Metoprololsuccinat Heumann bei Patienten, die √§lter als 80 Jahre sind. Wenn Sie √§lter als 80 Jahre sind, wird Ihr Arzt bei eventuell notwendigen Dosiserh√∂hungen besonders vorsichtig sein.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bei stark verminderter Leberfunktion wird Ihr Arzt √ľber eine Dosisanpassung entscheiden. Wenn Sie an einer schon lang andauernden Herzinsuffizienz und an Leberfunktionsst√∂rungen leiden, wird Ihr Arzt bei eventuell notwendigen Dosiserh√∂hungen besonders vorsichtig sein.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Wenn Sie an einer schon lang andauernden Herzinsuffizienz und an Nierenfunktionsstörungen leiden, wird Ihr Arzt bei eventuell notwendigen Dosiserhöhungen besonders vorsichtig sein.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Retardtabletten 1-mal t√§glich unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (vorzugsweise ein Glas Wasser) ein. Sie k√∂nnen die Retardtabletten unabh√§ngig von den Mahlzeiten einnehmen; bei Bedarf k√∂nnen Sie die Retardtabletten teilen.

Die Dauer der Behandlung mit Metoprololsuccinat Heumann bestimmt Ihr Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Metoprololsuccinat Heumann zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Metoprololsuccinat Heumann eingenommen haben, als Sie sollten,

können bei Ihnen in Abhängigkeit des Ausmaßes der Überdosierung eine Verstärkung von Nebenwirkungen auftreten bzw. Symptome wie Blutdruckabfall, verlangsamter regelmäßiger oder unregelmäßiger Puls bis hin zum Herzstillstand, Herzleitungsstörungen, Herzmuskelschwäche, Bronchialverkrampfung, Schock, Atembeschwerden, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle.

Wenn Sie den Verdacht einer Überdosierung haben, wenden Sie sich bitte sofort an den nächsten Arzt.

Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt √ľber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

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Wenn Sie die Einnahme von Metoprololsuccinat Heumann vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprololsuccinat Heumann abbrechen

Sie d√ľrfen nur auf √§rztliche Anweisung die Behandlung unterbrechen oder die Dosierung ver√§ndern. Dies sollte langsam und mit einer allm√§hlichen Dosisverringerung erfolgen (mindestens √ľber einen Zeitraum von zwei Wochen). Ein abruptes Absetzen kann zu einer Verschlechterung der Herzmuskelschw√§che mit einem erh√∂hten Risiko des pl√∂tzlichen Herztodes oder zu einer Minderdurchblutung des Herzmuskels mit Verschlimmerung von Herz- bzw. Brustschmerzen (Angina pectoris), zu einem Herzinfarkt oder zu einer Verschlimmerung eines erh√∂hten Blutdrucks f√ľhren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufigmehr als 1 Behandelter von 10
Häufig1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr seltenweniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekanntH√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Herz-Kreislauf-SystemH√§ufig kann es zu verst√§rktem Blutdruckabfall, auch beim √úbergang vom Liegen zum Stehen, kommen, sehr selten mit Bewusstlosigkeit. H√§ufig kommt es auch zu langsamem Herzschlag, K√§ltegef√ľhl in Armen und Beinen und Herzklopfen. Gelegentlich treten Erregungsleitungsst√∂rungen an den Herzvorh√∂fen, Verst√§rkung einer Herzmuskelschw√§che mit Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe und Herzschmerzen auf. Gelegentlich kann w√§hrend eines Herzanfalls ein schwerwiegender Blutdruckabfall auftreten (kardiogener Schock). Selten wurden Erregungsleitungsst√∂rungen am Herzen und Herzrhythmusst√∂rungen beobachtet. Sehr selten kann es zu einer Verst√§rkung bereits bestehender Durchblutungsst√∂rungen in Armen und Beinen kommen (bis zum Absterben des Gewebes). Eine Verst√§rkung der Beschwerden bei Patienten mit zeitweilig aussetzendem Hinken oder mit Gef√§√ükr√§mpfen im Bereich der Zehen und Finger ist beobachtet worden.

Nervensystem

Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es sehr h√§ufig zu M√ľdigkeit, h√§ufig auch zu Schwindelgef√ľhl und Kopfschmerzen kommen. Gelegentlich treten Depressionen, Konzentrationsst√∂rungen, Schlafst√∂rungen bzw. Schl√§frigkeit, intensives Tr√§umen, Kribbeln in Armen oder Beinen und Muskelkr√§mpfe auf. Selten wird √ľber Nervosit√§t oder √Ąngstlichkeit berichtet. Sehr selten werden Muskelschw√§che, Verwirrtheit, Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen (z. B.

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Gef√ľhlsschwankungen), Halluzinationen oder Ged√§chtnisst√∂rungen/Erinnerungsschwierigkeiten beobachtet.

Magen-Darm-Trakt

H√§ufig k√∂nnen vor√ľbergehend Magen-Darm-Beschwerden wie √úbelkeit, Leibschmerzen, Verstopfung oder Durchfall auftreten. Gelegentlich ist mit Erbrechen, selten mit Mundtrockenheit zu rechnen.

Bewegungsapparat

Sehr selten wurden Gelenkschmerzen beobachtet.

Haut

Gelegentlich k√∂nnen Hautreaktionen wie R√∂tung und Juckreiz sowie Hautausschl√§ge (auch √§hnlich einer Schuppenflechte und mit Funktionseinschr√§nkungen einhergehende Hautsch√§den) und √ľberm√§√üiges Schwitzen vorkommen. Selten kann es zu Haarausfall und sehr selten zu Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hautausschl√§gen nach Lichteinwirkung kommen. Sehr selten kann eine Schuppenflechte ausgel√∂st werden und es wurde sehr selten √ľber eine Verschlimmerung einer Schuppenflechte berichtet.

Blutbild

Sehr selten kam es zu einer Verminderung der Blutplättchen und weißen Blutkörperchen im Blut.

Stoffwechsel

Gelegentlich ist eine Gewichtszunahme beobachtet worden.

Leber und Galle

Selten sind ver√§nderte Leberfunktionswerte, sehr selten eine Leberentz√ľndung beschrieben worden.

Sinnesorgane

Selten ist mit Bindehautentz√ľndung, vermindertem Tr√§nenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Sehst√∂rungen und gereizten Augen zu rechnen. Sehr selten kann es zu Geschmacksst√∂rungen, H√∂rst√∂rungen oder Ohrger√§uschen kommen.

Atemwege

Wenn Sie bereits an Asthma leiden, kann es bei Ihnen häufig zu Atemnot, insbesondere nach einer Anstrengung, und gelegentlich zu einer Verengung der Atemwege kommen. Selten wurde ein allergischer Schnupfen beobachtet.

Harn- und Geschlechtsapparat

Selten sind Störungen des Sexualtriebes und der Potenz sowie eine bindegewebige Verhärtung des Penis beschrieben worden.

Sonstige Nebenwirkungen

In seltenen Fällen kann eine nicht offenkundige Zuckerkrankheit in Erscheinung treten oder eine bereits bestehende sich verschlechtern. Zeichen des erniedrigten Blutzuckers (z. B. schneller Puls) können verschleiert werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Durchdr√ľckpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis" angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 25 ¬ļC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Metoprololsuccinat Heumann enthält

  • Der Wirkstoff ist: Metoprololsuccinat (Ph. Eur.).
    Eine Retardtablette enthält 23,75 mg Metoprololsuccinat (Ph. Eur.).
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Tablettenkern: Sucrose, Maisstärke, Macrogol 6000, Polyacrylat-Dispersion 30 %, Talkum, Povidon K90, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], hochdisperses Siliciumdioxid, D-Glucose.
    Film√ľberzug: Hypromellose, Talkum, Macrogol 6000, Titandioxid (E 171).

Wie Metoprololsuccinat Heumann aussieht und Inhalt der Packung

Metoprololsuccinat Heumann Retardtabletten sind weiß, länglich, beidseitig gewölbt und haben eine Bruchkerbe auf beiden Seiten.

Metoprololsuccinat Heumann ist in Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen mit 30, 50 und 100 Retardtabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

HEUMANN PHARMAGmbH & Co. Generica KG

S√ľdwestpark 50 ¬∑ 90449 N√ľrnberg

E-Mail: info@heumann.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2018.

Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

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Behandlung von Bluthochdruck bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen

Die empfohlene Anfangsdosis bei Bluthochdruckpatienten ab 6 Jahren ist 1-mal t√§glich 0,48 mg Metoprololsuccinat pro kg K√∂rpergewicht. Die endg√ľltige Milligramm-Dosis sollte m√∂glichst nah an der berechneten Dosis in mg/kg liegen.

Bei Patienten, die auf eine Dosierung von 0,48 mg nicht ansprechen, kann die Dosis auf 0,95 mg Metoprololsuccinat pro kg K√∂rpergewicht erh√∂ht werden, wobei 47,5 mg Metoprololsuccinat nicht √ľberschritten werden d√ľrfen. Bei Patienten, die auf eine Dosierung von 0,95 mg Metoprololsuccinat pro kg K√∂rpergewicht nicht ansprechen, kann die Dosis bis auf eine maximale Tagesdosis von 1,90 mg Metoprololsuccinat pro kg K√∂rpergewicht erh√∂ht werden. Dosen √ľber 190 mg Metoprololsuccinat 1-mal t√§glich wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht.

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Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 28.11.2009
ATC Code C07AB02
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden