Metoprolol STADA 200mg Retardtabletten

Abbildung Metoprolol STADA 200mg Retardtabletten
Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.10.1990
ATC Code C07AB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Zulassungsinhaber

STADAPHARM

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Metoprolol ZOT STADA 100 mg Retardtabletten Metoprolol STADAPHARM
Metoprolol Atid 200mg retard Metoprolol Dexcel Pharma GmbH
Metoprolol-Actavis Succ 190 mg Retardtabletten Metoprolol Actavis Group PTC ehf
Metoprolol STADA 100mg Tabletten Metoprolol STADAPHARM
Metoprolol acis 50 mg Metoprolol acis Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metoprolol STADA¬ģ ist ein Beta-Rezeptorenblocker zur Behandlung von Herzer- krankungen.

Metoprolol STADA¬ģ wird angewendet bei

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metoprolol STADA¬ģ darf NICHT eingenommen werden

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Metoprolol, andere Beta-Rezep- torenblocker oder einen der sonstigen Bestandteile von Metoprolol STADA¬ģ sind
  • wenn Sie eine Herzmuskelschw√§che (manifester Herzinsuffizienz) haben
  • wenn Sie unter Schock leiden
  • bei Erregungsleitungsst√∂rungen von den Vorh√∂fen auf die Kammern (AV- Block 2. oder 3. Grades)
  • wenn Sie unter Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome) leiden
  • bei Erregungsleitungsst√∂rungen zwischen Sinusknoten und Vorhof (sinuatri- alem Block)
  • mit einem Ruhepuls von unter 50 Schl√§gen pro Minute vor Behandlungsbe- ginn (Bradykardie)
  • falls Sie unter stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie; systolisch kleiner als 90 mmHg) leiden
  • wenn Sie unter √úbers√§uerung des Blutes (Azidose) leiden
  • falls Sie Neigung zu Bronchialverkrampfung (bronchiale Hyperreagibilit√§t, z.B. bei Asthma bronchiale) haben
  • bei Sp√§tstadien peripherer Durchblutungsst√∂rungen
  • falls Sie gleichzeitig MAO-Hemmstoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) er- halten.

Die intraven√∂se Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Dilti- azem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Metoprolol STADA¬ģ behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme Intensiv- medizin).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Metoprolol STADA¬ģ ist erforder- lich bei

  • geringgradigen Erregungsleitungsst√∂rungen von den Vorh√∂fen auf die Kam- mern (AV-Block 1. Grades)
  • zuckerkranken Patienten (Patienten mit Diabetes mellitus) mit stark schwan- kenden Blutzuckerwerten (da Zust√§nde mit stark erniedrigtem Blutzucker m√∂glich sind)
  • l√§ngerem strengen Fasten und schwerer k√∂rperlicher Belastung (da Zu- st√§nde mit stark erniedrigtem Blutzucker m√∂glich sind)
  • Patienten mit einem hormonproduzierendem Tumor des Nebennierenmarks (Ph√§ochromozytom; vorherige Therapie mit Alpha-Rezeptorenblockern erfor- derlich)
  • Patienten mit eingeschr√§nkter Leberfunktion (siehe 3. Wie ist Metoprolol STADA¬ģ einzunehmen?).

Bei Patienten mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) in der pers√∂nlichen oder fa- mili√§ren Vorgeschichte sollte die Anwendung von Beta-Rezeptorenblockern (z.B. Metoprolol STADA¬ģ) nur nach sorgf√§ltiger Nutzen-Risiko-Abw√§gung erfolgen.

Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d.h. akuter allergischer Allgemeinre- aktionen, erh√∂hen. Deshalb ist eine strenge Indikationsstellung bei Patienten mit schweren √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patien-

ten unter Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktions- bereitschaft (Hyposensibilisierungstherapie; Vorsicht, √ľberschie√üende anaphy- laktische Reaktionen) geboten.

Da die Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers verschleiert werden können, sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich (siehe 4. Welche Nebenwir- kungen sind möglich?).

Beim Tragen von Kontaktlinsen ist die Möglichkeit eines verminderten Tränen- flusses zu beachten.

Eine Unterbrechung oder √Ąnderung darf nur auf √§rztliche Anweisung erfolgen. Soll die Behandlung mit Metoprolol STADA¬ģ nach l√§ngerer Anwendung unterbro- chen oder abgesetzt werden, sollte dies, da abruptes Absetzen zur Minderdurch- blutung des Herzmuskels (Herzisch√§mie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Blut- hochdrucks f√ľhren kann, grunds√§tzlich langsam ausschleichend erfolgen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Metoprolol STADA¬ģ kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von Metopro- lol STADA¬ģ als Dopingmittel k√∂nnen nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgef√§hrdungen sind nicht auszuschlie√üen.

Bei Einnahme von Metoprolol STADA¬ģ mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht ver- schreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol STADA¬ģ und Insulin oder oralen Antidiabetika kann deren Wirkung verst√§rkt oder verl√§ngert werden; die Warnzei- chen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglyk√§mie), insbesondere erh√∂hte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor), sind verschleiert o- der abgemildert. Daher sind regelm√§√üige Blutzuckerkontrollen erforderlich.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol STADA¬ģ und tricyclischen Antide- pressiva, Barbituraten, Phenothiazinen und Nitroglycerin sowie Diuretika, Va- sodilatatoren und anderen blutdrucksenkenden Mitteln kann es zu einem ver- st√§rkten Blutdruckabfall kommen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol STADA¬ģ und Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ kann es zu einer verst√§rkten Blutdrucksenkung und in Einzel- f√§llen zur Ausbildung einer Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) kommen.

Die Herzkraft schw√§chenden (kardiodepressive) Wirkungen von Metoprolol STADA¬ģ und Antiarrhythmika k√∂nnen sich addieren.

Der Metoprolol-Plasmaspiegel kann sich durch die gleichzeitige Gabe von z.B. Antiarrhythmika (z.B. Amiodaron), Antihistaminika (z.B. Diphenhydramin), H2-Re- zeptor-Antagonisten, Antidepressiva (z.B. Bupropion), Antipsychotika und COX2-lnhibitoren erhöhen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol STADA¬ģ und Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopy- ramid) ist eine sorgf√§ltige √úberwachung der Patienten angezeigt, da es zu ver- st√§rktem Blutdruckabfall (Hypotension), stark verminderter Herzfrequenz (Bradykardie) oder anderen Herzrhythmusst√∂rungen kommen kann.

Hinweis

Die intraven√∂se Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Dilti- azem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Metoprolol STADA¬ģ behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme Intensiv- medizin).

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol STADA¬ģ und herzwirksamen Gly- kosiden und Reserpin, alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin kann es zu einem st√§rkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verz√∂gerung der √úberleitung kommen.

Nach abruptem Absetzen von Clonidin bei gleichzeitiger Anwendung von Me- toprolol STADA¬ģ, kann der Blutdruck √ľberschie√üend ansteigen. Clonidin darf da- her erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung von Me- toprolol STADA¬ģ beendet wurde. Anschlie√üend kann Clonidin stufenweise abge- setzt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol STADA¬ģ und Noradrenalin, Adre- nalin oder anderen sympathomimetisch wirkenden Substanzen (z.B. enthalten in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen) ist ein betr√§chtlicher Blutdruckanstieg m√∂glich.

Unter Metoprolol STADA¬ģ-Therapie kann es zu einer verminderten Ansprechbar- keit auf die zur Behandlung der allergischen Reaktion gew√∂hnlich eingesetzten Adrenalin-Dosis kommen.

Monoaminoxidase(MAO)-Hemmer sollten wegen m√∂glicher √ľberschie√üender Hypertension nicht zusammen mit Metoprolol STADA¬ģ eingenommen werden.

Indometacin und Rifampicin k√∂nnen die blutdrucksenkende Wirkung von Me- toprolol STADA¬ģ vermindern.

Die Wirkung von Metoprolol STADA¬ģ kann durch Cimetidin verst√§rkt werden.

Metoprolol kann die Ausscheidung von Lidocain vermindern.

Die gleichzeitige Anwendung von Metoprolol STADA¬ģ und Narkotika kann eine verst√§rkte Blutdrucksenkung zur Folge haben. Die Herzkraft schw√§chende Wir- kung (negativ inotrope Wirkung) der beiden vorgenannten Arzneimittel kann sich addieren.

Die neuromuskul√§re Blockade durch periphere Muskelrelaxantien (z.B. Suxame- thonium, Tubocurarin) kann durch die Beta-Rezeptorenhemmung von Metoprolol STADA¬ģ verst√§rkt werden.

F√ľr den Fall, dass Metoprolol STADA¬ģ vor Eingriffen in Allgemeinnarkose oder vor der Anwendung peripherer Muskelrelaxantien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt √ľber die Behandlung mit Metoprolol STADA¬ģ informiert werden.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arz- neimittel gelten k√∂nnen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Metoprolol darf in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwä- gung durch den behandelnden Arzt angewendet werden, da bislang keine aus- reichend gut dokumentierten Studien zu einer Anwendung an schwangeren Frauen existieren.

Metoprolol passiert die Plazenta und reduziert die plazentare Durchblutung, wodurch das ungeborene Kind geschädigt werden kann.

Metoprolol sollte 48-72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin abgesetzt werden. Wenn dies nicht m√∂glich ist, m√ľssen die Neugeborenen f√ľr die Dauer von 48-72 Stunden nach der Geburt sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

Stillzeit

Metoprolol geht in die Muttermilch √ľber. Obwohl nach therapeutischen Dosierun- gen nicht mit unerw√ľnschten Wirkungen zu rechnen ist, sollten gestillte S√§ug- linge auf m√∂gliche Arzneimittelwirkungen hin beobachtet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kon- trolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reak- tionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne si- cheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungs- beginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Metoprolol STADA¬ģ enth√§lt Lactose

Bitte nehmen Sie Metoprolol STADA¬ģ erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber be- stimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Metoprolol STADA¬ģ immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - fest- gelegt werden und darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden.

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)

1-mal t√§glich ¬Ĺ Retardtablette (entsprechend 100 mg Metoprololtartrat).

Erkrankung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit)

1-mal t√§glich ¬Ĺ bis 1 Retardtablette (entsprechend 100-200 mg Metoprololtart- rat).

Funktionelle Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)

1-mal t√§glich ¬Ĺ Retardtablette (entsprechend 100 mg Metoprololtartrat).

Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (tachykarde Herzrhyth-

musstörungen)

1-mal t√§glich ¬Ĺ bis 1 Retardtablette (entsprechend 100-200 mg Metoprololtart- rat).

Langzeitprophylaxe nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe)

Metoprolol STADA¬ģ wird eingesetzt bei Patienten, f√ľr die keine Gegenanzeigen f√ľr eine Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern bestehen.

Im Anschluss an die Behandlung der Akutphase des Herzinfarktes erfolgt die Er- haltungstherapie mit 1-mal t√§glich ¬Ĺ bis 1 Retardtablette (entsprechend 100-200 Metoprololtartrat).

Bei behandlungsbed√ľrftiger Erniedrigung von Herzfrequenz und/oder Blutdruck oder anderen Komplikationen ist Metoprolol STADA¬ģ sofort abzusetzen.

Vorbeugende Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe)

1-mal t√§glich ¬Ĺ bis 1 Retardtablette (entsprechend 100-200 mg Metoprololtart- rat).

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei stark eingeschr√§nkter Leberfunktion ist der Abbau von Metoprolol STADA¬ģ vermindert, so dass unter Umst√§nden eine Dosisreduktion erforderlich ist.

Art der Anwendung

Die Retardtabletten sind unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit nach den Mahl- zeiten einzunehmen.

Wie teilen Sie Ihre Metoprolol STADA¬ģ Tablette (STADA Vario-Tab¬ģ)?

Metoprolol STADA¬ģ Tabletten erm√∂glichen durch eine neue Tablettenform (STADA Vario-Tab¬ģ Technologie) eine einfache und genaue Teilung der Tab- lette. Die Retardtabletten k√∂nnen wahlweise wie andere Retardtabletten auch mit zwei H√§nden oder durch Auflegung mit der gr√∂√üeren Bruchkerbe nach oben auf eine harte, flache Unterlage mit Daumendruck in 2 gleich gro√üe Teile zerteilt wer- den.

Dauer der Anwendung

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet der Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Metoprolol STADA¬ģ zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Metoprolol STADA¬ģ eingenommen haben,

als Sie sollten

Verst√§ndigen Sie bei Verdacht auf eine √úberdosierung sofort einen Arzt/ Notarzt, damit dieser √ľber das weitere Vorgehen entscheiden kann!

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung kann es zu starkem Blutdruck- abfall (Hypotonie), verminderter Herzschlagfolge (Bradykardie) bis hin zum Herz- stillstand, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und kardiogenem Schock kommen. Zusätzlich können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftre- ten.

Bei √úberdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz und/oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit Metoprolol STADA¬ģ abgebrochen werden.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol STADA¬ģ vergessen haben

Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern set- zen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol STADA¬ģ abbrechen

Eine Unterbrechung oder √Ąnderung der Dosierung darf nur auf √§rztliche Anwei- sung erfolgen. Abruptes Absetzen kann zur Minderdurchblutung des Herzmus- kels (Herzisch√§mie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks f√ľhren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Metoprolol STADA¬ģ Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen wer- den folgende H√§ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Nicht bekannt: Häufigkeitsangaben liegen nicht vor

Untersuchungen

Selten: Verstärkter Blutdruckabfall.

Sehr selten: Gewichtszunahme, Erhöhung der Leberenzyme (GOT, GPT) im Blut.

Herzerkrankungen

Selten: Herzklopfen (Palpitationen), starke Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie), St√∂rungen der Erregungsleitung von den Herzvorh√∂fen zu den Herzkammern (atrioventrikul√§re √úberleitungsst√∂rungen) oder Verst√§rkung einer Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) mit krankhaften Fl√ľssigkeitsansamm- lungen (peripheren √Ėdemen) und/oder zu Atemnot bei Belastung (Belastungs- dyspnoe) f√ľhren.

Sehr selten: Bei Patienten mit anfallsweise auftretenden Schmerzen in der Herz- gegend (Angina pectoris) ist eine Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder der wei- ßen Blutkörperchen (Leukopenie).

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Insbesondere zu Beginn der Behandlung kann es zu zentralnerv√∂- sen St√∂rungen wie M√ľdigkeit, depressiven Verstimmungen, Schwindelgef√ľhl, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Schwitzen, Alptr√§umen oder verst√§rkter Traumak-

tivität, Schlafstörungen und Halluzinationen kommen, Missempfindungen (Paräs- thesien).

Selten: Anfallsartige, kurzdauernde Bewusstlosigkeit (Synkopen).

Augenerkrankungen

Selten: Augenbindehautentz√ľndungen (Konjunktivitis) oder verminderter Tr√§nen- fluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten).

Sehr selten: Sehstörungen.

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Sehr selten: Hörstörungen oder Ohrensausen.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten: Allergischer Schnupfen (Rhinitis allergica).

Nicht bekannt: Infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes kann es bei Patienten mit Neigung zu Verkrampfungen der Atemwege (bronchos- pastischen Reaktionen) insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen zu Atemnot kommen.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Gelegentlich: Vor√ľbergehend kann es zu Magen-Darm-Beschwerden (√úbelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen, Verstopfung, Durchfall) kommen.

Selten: Mundtrockenheit.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen wurde in Einzelf√§llen √ľber eine Ver- schlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Beta-Rezeptorenblockern berichtet. Eine Anwendung von Metoprolol STADA¬ģ sollte in diesen F√§llen unter entsprechender √úberwachung der Nierenfunktion erfolgen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Allergische Hautreaktionen wie Rötung, Juckreiz, Exantheme, Hautausschläge bei Lichteinwirkung (Photosensitivität).

Sehr selten: Beta-Rezeptorenblocker (z.B. Metoprolol STADA¬ģ) k√∂nnen Schup- penflechte (Psoriasis vulgaris) ausl√∂sen, die Symptome dieser Erkrankung ver- schlechtern oder zu Schuppenflechte-√§hnlichen (psoriasiformen) Hautausschl√§- gen f√ľhren, Haarausfall.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Selten: Muskelschwäche oder Muskelkrämpfe.

Sehr selten: Bei Langzeittherapie mit Metoprolol wurde eine Erkrankung der Ge- lenke (Arthropathie) beobachtet, wobei ein oder mehrere Gelenke betroffen sein können (Mono- und Polyarthritis).

Endokrine Erkrankungen

Nicht bekannt: Metoprolol kann die Symptome einer schweren Schilddr√ľsen√ľber- funktion (Hyperthyreose) maskieren.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Selten: Eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Di- abetes mellitus) kann erkennbar werden oder eine bereits bestehende Zucker- krankheit kann sich verschlechtern. Nach längerem strengen Fasten oder schwe- rer körperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Metoprolol-Therapie zu Zu- ständen mit erniedrigtem Blutzucker (hypoglykämische Zustände) kommen. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers - insbesondere erhöhte Herzfre- quenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor) - können verschleiert wer- den.

Nicht bekannt: Unter der Therapie mit Metoprolol kann es zu Störungen im Fett- stoffwechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurde eine Ver- minderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyceride im Blut be- obachtet.

Gefäßerkrankungen

Nicht bekannt: Eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen - einschließlich Patienten mit Verkrampfungen der Fin- gerschlagadern (Raynaud-Syndrom) - wurde beobachtet.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: K√§ltegef√ľhl an den Gliedma√üen.

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt: Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d.h. akuter allergi- scher Allgemeinreaktionen erh√∂hen. Bei Patienten mit schweren √úberempfind- lichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Hyposen- sibilisierungstherapie) kann es daher zu √ľberschie√üenden anaphylaktischen Re- aktionen kommen.

Leber- und Gallenerkrankungen

Sehr selten: Leberentz√ľndung (Hepatitis).

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdruese

Sehr selten: Libido- und Potenzstörungen, Induratio penis plastica (Peyronie’s disease).

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten: Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen (z.B. Gef√ľhlsschwankungen, kurz- dauernder Ged√§chtnisverlust).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apo- theker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen:

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr In- formationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt wer- den.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpa- ckung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú oder ‚Äěverw. bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht

mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des ange- gebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforder- lich.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toi- lette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter

www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Metoprolol STADA¬ģ 200 mg Retardtabletten enth√§lt

Der Wirkstoff ist: Metoprololtartrat.

1 Retardtablette enthält 200 mg Metoprololtartrat.

Die sonstigen Bestandteile sind

Hypromellose, Lactose-Monohydrat, Macrogol 4000, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke, Ammoniummethacrylat-Copolymer (Typ B) (1:2:0,1), Hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum, Titandioxid (E171).

Wie Metoprolol STADA¬ģ 200 mg Retardtabletten aussieht und Inhalt der Pa-

ckung

Weiße, runde bikonvexe Filmtablette mit beidseitiger Bruchkerbe.

Metoprolol STADA¬ģ 200 mg Retardtabletten ist in Packungen mit 20, 50, 98 und

100 Retardtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

STADAPHARM GmbH, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel

Telefon: 06101 603-0, Telefax: 06101 603-3888, Internet: www.stadapharm.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastra√üe 2‚Äď18, 61118 Bad Vilbel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 11.08.2022

Quelle: Metoprolol STADA 200mg Retardtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller STADAPHARM
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 16.10.1990
ATC Code C07AB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden