Metoprolol-GRY 100mg Filmtabletten

Abbildung Metoprolol-GRY 100mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TEVA GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C07AB02
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Zulassungsinhaber

TEVA GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Metoprololsuccinat Heumann 95 mg Retardtabletten Metoprolol Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG
Metoprolol Sandoz 100mg Tabletten Metoprolol Hexal Aktiengesellschaft
Metoprolol STADA 200mg Retardtabletten Metoprolol STADAPHARM
Prelis 100mg Metoprolol mibe GmbH Arzneimittel
Metoprololsuccinat AAA 23,75 mg Retardtabletten Metoprolol AAA-Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Was ist Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg und wof√ľr wird es angewendet?
Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg geh√∂rt zu einer Gruppe von Arzneimitteln (Beta-Rezeptorenblockern), die blutdrucksenkend wirken.
Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg wird angewendet
- bei Bluthochdruck (arterieller Hypertonie)
- bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronarer Herzkrankheit)
- bei funktionellen Herzbeschwerden (hyperkinetischem Herzsyndrom)
- bei Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (tachykarden Herzrhythmusstörungen)
- zur Akutbehandlung des Herzinfarktes und Langzeitbehandlung nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe)
- zur vorbeugenden Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe)

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Metoprolol, anderen Beta-Rezeptorenblockern oder einen der sonstigen Bestandteile von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg sind.
- wenn Sie an einer Herzmuskelschwäche (manifester Herzinsuffizienz) leiden
- bei Schock
- wenn Sie unter Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-Block 2. oder 3. Grades) leiden
- bei einem Syndrom des kranken Sinusknotens (Sick-Sinus-Syndrom)
- bei Erregungsleitungsstörungen zwischen Sinusknoten und Herzvorhof (sinuatrialem Block)
- wenn Sie an einer stark verlangsamten Herzschlagfolge (Bradykardie: Ruhepuls von unter 50 Schlägen pro Minute) vor Behandlungsbeginn leiden.
- wenn Sie unter stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie, systolisch kleiner als 90 mm Hg) leiden
- wenn bei Ihnen eine Übersäuerung des Blutes (Azidose) vorliegt
- wenn Sie zu Bronchialverkrampfungen neigen (bronchiale Hyperreagibilität, z.B. bei Asthma bronchiale)
- bei schweren Durchblutungsstörungen in den Armen und Beinen (Spätstadien peripherer Durchblutungsstörungen)
- wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmstoffe (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) einnehmen.
Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder andere Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen (wie z.B. Disopyramid) d√ľrfen bei Patienten, die mit Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg behandelt werden, nicht in die Vene (intraven√∂s) verabreicht werden (Ausnahme: Intensivmedizin) (siehe Abschnitt 2 ?Bei Einnahme von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg mit anderen Arzneimitteln?).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg ist erforderlich,
- wenn Sie unter geringgradigen Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die Herzkammern (AV-Block 1. Grades) leiden,
- wenn Sie an einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten leiden. (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich)
- wenn Sie √ľber einen l√§ngeren Zeitraum eine Di√§t halten (streng Fasten) und schweren k√∂rperlichen Belastungen ausgesetzt sind (Zust√§nde mit stark erniedrigtem Blutzucker m√∂glich)
- wenn Sie an einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks leiden (Phäochromozytom; vorherige Behandlung mit Alpha-Rezeptorenblockern erforderlich)
- wenn bei Ihnen eine Einschr√§nkung der Leberfunktion vorliegt (siehe unter Abschnitt 3 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis?). Bei stark eingeschr√§nkter Leberfunktion ist die Ausscheidung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg vermindert, so dass unter Umst√§nden eine Verringerung der Dosis erforderlich ist.
- wenn Sie selbst oder jemand aus Ihrer Familie an einer Schuppenflechte (Psoriasis) leiden oder diese fr√ľher einmal aufgetreten ist. Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg sollte nur nach sorgf√§ltiger Nutzen-Risiko-Abw√§gung verabreicht werden.
- wenn Sie an Überempfindlichkeitsreaktionen leiden, oder sich einer Behandlung zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) unterziehen.
Beta-Rezeptorenblocker (zu denen auch Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg geh√∂rt) k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber allergieausl√∂senden Substanzen (Allergenen) und die Schwere der √úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Reaktionen), erh√∂hen. Daher ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn bei Ihnen fr√ľher bereits √úberempfindlichkeitsreaktionen gegen bestimmte Substanzen aufgetreten sind, oder wenn Sie sich einer Desensibilisierungstherapie unterziehen. (Vorsicht, √ľberschie√üende √úberempfindlichkeitsreaktionen).
- im Hinblick auf möglicherweise erniedrigte Blutzuckerspiegel
Da die Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers verdeckt (verschleiert) werden können, sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich (siehe Abschnitt 4 ?Welche Nebenwirkungen sind möglich?).
- wenn Sie Kontaktlinsen tragen, da der Tränenfluss möglicherweise vermindert sein kann.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen wurde in Einzelf√§llen √ľber eine Verschlechterung der Nierenfunktion unter Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern berichtet. Eine Anwendung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg sollte in diesen F√§llen unter entsprechender √úberwachung der Nierenfunktion erfolgen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg darf in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abw√§gung durch den behandelnden Arzt angewendet werden, da bislang keine ausreichend gut dokumentierten Studien zu einer Anwendung an schwangeren Frauen existieren.
Metoprolol passiert die Plazenta und reduziert die plazentare Durchblutung, wodurch das ungeborene Kind geschädigt werden kann.
Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg sollte 48 - 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin abgesetzt werden. Wenn dies nicht m√∂glich ist, m√ľssen die Neugeborenen f√ľr die Dauer von 48 - 72 Stunden nach der Geburt sorgf√§ltig √ľberwacht werden.
Stillzeit:
Metoprolol geht in die Muttermilch √ľber. Obwohl nach therapeutischen Dosierungen nicht mit unerw√ľnschten Wirkungen zu rechnen ist, sollten gestillte S√§uglinge auf m√∂gliche Arzneimittelwirkungen hin beobachtet werden.
Um die mit der Muttermilch aufgenommene Wirkstoffmenge gering zu halten, sollten Sie 3 - 4 Stunden nach Einnahme von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg nicht stillen.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.
Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg
Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wie ist Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die Dosierung wird von Ihrem Arzt individuell auf Sie - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt und darf ohne Anweisung Ihres Arztes nicht geändert werden.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie):
1 - 2mal t√§glich ¬Ĺ Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg bzw. 1mal t√§glich ‚Äď¬Ĺ - 1 Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg (entsprechend 50 - 100 mg Metoprololtartrat).
Falls erforderlich, kann die Tagesdosis auf 2mal 1 Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat) erh√∂ht werden.
Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit):
1 - 2mal t√§glich ¬Ĺ Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg bzw. 1mal t√§glich ‚Äď ¬Ĺ - 1 Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg (entsprechend 50 bis 100 mg Metoprololtartrat).
Falls erforderlich, kann die Tagesdosis unter Kontrolle des Blutdrucks auf 2mal 1 Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat) erh√∂ht werden.
Funktionelle Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom):
1 - 2mal t√§glich ¬Ĺ Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg bzw. 1mal t√§glich ¬Ĺ - 1 Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg (entsprechend 50 - 100 mg Metoprololtartrat).
Falls erforderlich, kann die Tagesdosis unter Kontrolle des Blutdrucks auf 2mal 1 Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat) erh√∂ht werden.
Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (tachykarde Herzrhythmusstörungen):
1 - 2mal t√§glich 1 Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg (entsprechend 100 bis 200 mg Metoprololtartrat).
Akutbehandlung des Herzinfarktes und Langzeitprophylaxe nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe):
Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg wird eingesetzt bei Patienten, f√ľr die keine Gegenanzeigen f√ľr eine Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern bestehen.
a) Akutbehandlung:
Bei akutem Herzinfarkt erfolgt die Behandlung möglichst umgehend nach Krankenhauseinweisung unter kontinuierlicher EKG- und Blutdruckkontrolle. Die Behandlung wird mit 5 mg Metoprololtartrat i.v. begonnen. Je nach Verträglichkeit können in Abständen von 2 Minuten weitere Einzeldosen von 5 mg Metoprololtartrat i.v. bis zu einer maximalen Gesamtdosis von bis zu 15 mg Metoprololtartrat verabreicht werden.
Wird die volle Dosis von 15 mg i.v. vertragen, gibt man beginnend 15 Minuten nach der letzten intraven√∂sen Injektion 1mal ¬Ĺ Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg (entsprechend 50 mg Metoprololtartrat). In den folgenden 48 Stunden wird alle 6 Stunden ¬Ĺ Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg verabreicht.
Bei Patienten, die weniger als 15 mg Metoprololtartrat i.v. vertragen haben, sollte die orale Anschlussbehandlung vorsichtig mit 1mal 25 mg Metoprololtartrat begonnen werden.
b) Erhaltungsdosis:
Anschlie√üend an die Akuttherapie werden 2mal t√§glich 1 Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat) gegeben.
Bei behandlungsbed√ľrftigem Abfall von Herzfrequenz und/oder Blutdruck oder anderen Komplikationen ist Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg sofort abzusetzen.
Vorbeugende Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe):
1 - 2mal t√§glich 1 Filmtablette Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg (entsprechend 100 - 200 mg Metoprololtartrat).
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
Bei stark eingeschr√§nkter Leberfunktion ist die Ausscheidung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg vermindert, so dass unter Umst√§nden eine Verringerung der Dosis erforderlich ist.
Dieses Arzneimittel gibt es noch in anderen St√§rken, die f√ľr die Behandlung besser geeignet sein k√∂nnen.
Art der Anwendung
Die Filmtabletten sind unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit nach einer Mahlzeit einzunehmen.
Sie sollten bei Einmalgabe morgens bzw. bei zweimaliger Gabe morgens und abends eingenommen werden.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Anwendung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung und wird von Ihrem behandelnden Arzt entschieden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg eingenommen haben als Sie sollten
ist in jedem Fall unverz√ľglich ein Arzt (z.B.Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen, der den Schweregrad der √úberdosierung beurteilt und die erforderlichen Ma√ünahmen festlegt.
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung kann es zu starkem Blutdruckabfall (Hypotonie), verminderter Herzschlagfolge (Bradykardie) bis hin zum Herzstillstand, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und kardiogenem Schock (durch Störung der Herzfunktion ausgelöstem Schock) kommen.
Zusätzlich können Atembeschwerden, Verkrampfungen der Bronchien (Bronchospasmen), Erbrechen, Bewusstseinsstörungen und gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftreten.
Bei √úberdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz und/oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg abgebrochen werden.
Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern fahren Sie wie im Dosierungsschema vorgesehen fort.
Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg abbrechen
Sie d√ľrfen die Behandlung mit Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg nur unterbrechen oder √§ndern, wenn Ihnen ihr Arzt dies verordnet hat.
Soll die Behandlung mit Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg nach l√§ngerer Anwendung unterbrochen oder abgesetzt werden, sollte dies, da abruptes Absetzen zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzisch√§mie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks f√ľhren kann, grunds√§tzlich langsam ausschleichend erfolgen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg und Insulin oder Arzneimittel gegen erh√∂hten Blutzucker zum Einnehmen (oralen Antidiabetika) kann deren Wirkung verst√§rkt oder verl√§ngert werden. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglyk√§mie) - insbesondere erh√∂hte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor) - sind verschleiert oder abgemildert. Daher sind regelm√§√üige Blutzuckerkontrollen durch Ihren behandelnden Arzt erforderlich.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg und trizyklischen Antidepressiva (Arzneimittel gegen krankhaft traurige Verstimmung), Barbituraten (bestimmte Narkosemittel) und Phenothiazinen und Nitroglycerin sowie Diuretika (harntreibende Arzneimittel), Vasodilatatoren und anderen blutdrucksenkenden Mitteln kann es zu einem verst√§rkten Blutdruckabfall kommen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg und Calciumantagonisten (blutdrucksenkende Arzneimittel) vom Nifedipin-Typ kann es zu einer verst√§rkten Blutdrucksenkung und in Einzelf√§llen zur Ausbildung einer Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) kommen.
Die die Herzkraft schw√§chenden Wirkungen (kardiodepressive Wirkungen) von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg und Antiarrhythmika k√∂nnen sich addieren.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg und Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen wie Disopyramid) ist eine sorgf√§ltige √úberwachung der Patienten angezeigt, da es zu verst√§rktem Blutdruckabfall (Hypotension), stark verminderter Herzfrequenz (Bradykardie) oder anderen Herzrhythmusst√∂rungen kommen kann.
Hinweis:
Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder andere Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen (wie z.B. Disopyramid) d√ľrfen bei Patienten, die mit Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg behandelt werden, nicht in die Vene (intraven√∂s) verabreicht werden (Ausnahme: Intensivmedizin).
Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg und herzwirksamen Glykosiden und Reserpin, alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin (zentral wirksame blutdrucksenkende Arzneimittel) kann es zu einem st√§rkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verz√∂gerung der √úberleitung kommen.
Nach abruptem Absetzen von Clonidin bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg kann der Blutdruck √ľberschie√üend ansteigen. Clonidin darf daher erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg beendet wurde. Anschlie√üend kann Clonidin stufenweise abgesetzt werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg und Noradrenalin oder Adrenalin oder anderen sympathomimetisch wirkenden Substanzen (z.B. enthalten in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen) ist ein betr√§chtlicher Blutdruckanstieg m√∂glich.
Unter der Behandlung mit Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg kann es zu einer verminderten Ansprechbarkeit auf die zur Behandlung der allergischen Reaktion gew√∂hnlich eingesetzten Adrenalin-Dosis kommen.
Monoaminooxidase(MAO)-Hemmer sollten wegen m√∂glicher √ľberschie√üender Hypertension nicht zusammen mit Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg eingenommen werden.
Indometacin und Rifampicin k√∂nnen die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg vermindern.
Die Wirkung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg kann durch Cimetidin verst√§rkt werden.
Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg kann die Ausscheidung von Lidocain vermindern.
Die gleichzeitige Anwendung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg und Narkotika kann eine verst√§rkte Blutdrucksenkung zur Folge haben. Die die Herzkraft schw√§chende Wirkung (negativ inotrope Wirkung) der beiden vorgenannten Arzneimittel kann sich addieren.
Die neuromuskul√§re Blockade durch periphere Muskelrelaxantien (Arzneimittel gegen Muskelkr√§mpfe z.B. Suxamethonium, Tubocurarin) kann durch die Beta-Rezeptorenhemmung von Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg verst√§rkt werden.
F√ľr den Fall, dass Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg vor Eingriffen in Allgemeinnarkose oder vor der Anwendung peripherer Muskelrelaxantien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt √ľber die Behandlung mit Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg informiert werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Einzelfälle: eine Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
Erkrankungen des Immunsystems
Einzelfälle: allergischer Schnupfen (Rhinitis allergica)
Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d.h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen erh√∂hen. Bei Patienten mit schweren √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) kann es daher zu √ľberschie√üenden anaphylaktischen Reaktionen kommen.
Endokrine Erkrankungen
Einzelfälle: Gewichtszunahme
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Selten: In Erscheinung treten oder Verschlechterung einer bereits bestehenden Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus), erniedrigter Blutzucker (hypoglykämische Zustände) nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung. Die Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers - insbesondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor) - können verschleiert werden.
Unter der Behandlung mit Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg kann es zu St√∂rungen im Fettstoffwechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurde eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erh√∂hung der Triglyceride im Blut beobachtet.
Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg kann die Symptome einer schweren Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Thyreotoxikose) maskieren.
Psychiatrische Erkrankungen
Einzelf√§lle: Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen (z.B. Gef√ľhlsschwankungen, kurzdauernder Ged√§chtnisverlust)
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich: M√ľdigkeit, depressiven Verstimmungen, Schwindelgef√ľhl, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Schwitzen, Alptr√§umen oder verst√§rkter Traumaktivit√§t, Schlafst√∂rungen und Halluzinationen (insbesondere zu Beginn der Behandlung), Missempfindungen (Par√§sthesien) und K√§ltegef√ľhl an den Gliedma√üen
Augenerkrankungen
Selten: Augenbindehautentz√ľndungen (Konjunktivitis), verminderter Tr√§nenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten)
Einzelfälle: Sehstörungen
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Einzelfälle: Hörstörungen oder Ohrensausen
Herzerkrankungen
Selten: Herzklopfen (Palpitationen), starker Verminderung der Herzfrequenz (Bradykardie), St√∂rungen der Erregungsleitung von den Herzvorh√∂fen zu den Herzkammern (atrioventrikul√§re √úberleitungsst√∂rungen) oder Verst√§rkung einer Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) mit krankhaften Fl√ľssigkeitsansammlungen (peripheren √Ėdemen) und/oder Atemnot bei Belastung (Belastungsdyspnoe).
Einzelfälle: Verstärkung der Anfälle bei Patienten mit anfallsweise auftretenden Schmerzen in der Herzgegend (Angina pectoris)
Gefässerkrankungen
Eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen - einschließlich Patienten mit Verkrampfungen der Fingerschlagadern (Raynaud-Syndrom) - wurde beobachtet.
Selten: verstärkter Blutdruckabfall, anfallsartige, kurzdauernde Bewusstlosigkeit (Synkopen)
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes kann es bei Patienten mit Neigung zu Verkrampfungen der Atemwege (bronchospastischen Reaktionen) insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen zu Atemnot kommen.
Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes:
Gelegentlich: Vor√ľbergehende √úbelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen, Verstopfung, Durchfall
Selten: Mundtrockenheit
Leber- und Gallenerkrankungen
Einzelf√§lle: Erh√∂hung der Leberenzyme (GOT, GPT) im Blut, Leberentz√ľndung (Hepatitis)
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich: allergische Hautreaktionen wie Rötung, Juckreiz, Exantheme, Hautausschläge bei Lichteinwirkung (Photosensitivität)
Einzelf√§lle: Haarausfall, Beta-Rezeptorenblcoker k√∂nnen eine Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) ausl√∂sen oder verschlimmern oder zu Schuppenflechte-√§hnlichen (psoriasiformen) Hautausschl√§gen f√ľhren.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Muskelschwäche, Muskelkrämpfen.
Einzelf√§lle: Erkrankung der Gelenke (Arthropathie) (bei Langzeittbehandlung mit Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg), wobei ein oder mehrere Gelenke betroffen sein k√∂nnen (Mono- und Polyarthritis).
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse
Einzelfälle: Gewebeveränderung am Penis (Induratio penis plastica; Peyronie'sche Erkrankung), Libido- und Potenzstörungen
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton/Blister nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg enth√§lt
Der Wirkstoff ist: Metoprololtartrat (Ph.Eur)
1 Filmtablette enthält 100 mg Metoprololtartrat (Ph.Eur.)
Die sonstigen Bestandteile sind:
Lactose-Monohydrat, Povidon (K-30), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hypromellose, Propylenglycol, Titandioxid (E 171), Macrogol (400), Talkum.
Wie Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg aussieht und Inhalt der Packung
Die Filmtabletten sind weiß, rund und biplan mit beidseitiger Bruchkerbe.
Metoprolol-GRY¬ģ 100 mg ist in Packungen mit 30 (N1), 50 (N2) und 100 (N3) Filmtabletten erh√§ltlich.
Pharmazeutischer Unternehmer
TEVA Generics GmbH
Kandelstraße 10
D-79199 Kirchzarten
Telefon: 0 76 61 / 98 45 ‚Äď 04
Telefax: 0 76 61 / 98 45 - 69
Hersteller
Teva Pharmaceutical Works Private Limited Company
Pallagi t 13
4042 Debrecen
Ungarn
Telefon: 00 36 / 52 / 515 121
Telefax: 00 36 / 52 / 347 403
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im 0007.
Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig.
Weitere Stärken, Darreichungsformen und Packungsgrößen
Metoprolol-GRY¬ģ 50 mg Filmtabletten
Packung mit 30 Filmtabletten (N1)
Packung mit 50 Filmtabletten (N2)
Packung mit 100 Filmtabletten (N3)
Metoprolol-GRY¬ģ 200 mg Retardtabletten
Packung mit 30 Retardtabletten (N1)
Packung mit 50 Retardtabletten (N2)
Packung mit 100 Retardtabletten (N3)

Anzeige

Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TEVA GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C07AB02
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden