Metoprolol AbZ 200 mg Retardtablette

Abbildung Metoprolol AbZ 200 mg Retardtablette
Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller AbZ-Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 31.07.1992
ATC Code C07AB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Zulassungsinhaber

AbZ-Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metoprolol AbZ 200 mg ist ein Beta-Rezeptorenblocker.

Metoprolol AbZ 200 mg wird angewendet bei

Erwachsene:

Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche:

- Bluthochdruck

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metoprolol AbZ 200 mg darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen√ľber Metoprololtartrat, einen anderen Beta-Rezeptorenblocker oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • falls Sie an Herzmuskelschw√§che (manifester Herzinsuffizienz) leiden
  • wenn Sie einen Schock haben
  • wenn Sie Erregungsleitungsst√∂rungen von den Vorh√∂fen auf die Kammern (AV-Block 2. oder 3. Grades) haben
  • falls Sie an einem Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome) leiden
  • falls Sie an Erregungsleitungsst√∂rungen zwischen Sinusknoten und Vorhof (sinuatrialem Block) leiden
  • falls Sie einen Ruhepuls von unter 50 Schl√§gen pro Minute vor Behandlungsbeginn (Bradykardie) haben
  • wenn Sie einen stark erniedrigten Blutdruck (Hypotonie; systolisch kleiner als 90 mmHg) haben
  • falls Sie eine √úbers√§uerung des Blutes (Acidose) haben
  • falls Sie eine Neigung zu Bronchialverkrampfung (bronchiale Hyperreagibilit√§t, z. B. bei Asthma bronchiale) haben
  • falls Sie an Sp√§tstadien peripherer Durchblutungsst√∂rungen leiden
  • falls Sie gleichzeitig MAO-Hemmstoffe (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) anwenden

Die intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Metoprolol AbZ 200 mg behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme Intensivmedizin).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Metoprolol AbZ 200 mg einnehmen,

  • wenn Sie geringgradige Erregungsleitungsst√∂rungen von den Vorh√∂fen auf die Kammern (AV-Block 1. Grades) haben
  • falls Sie ein zuckerkranker Patient (Patient mit Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten sind (Zust√§nde mit stark erniedrigtem Blutzucker m√∂glich)
  • bei l√§ngerem strengen Fasten und schwerer k√∂rperlicher Belastung (Zust√§nde mit stark erniedrigtem Blutzucker m√∂glich)
  • falls Sie ein Patient mit einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks sind (Ph√§ochromozytom; vorherige Therapie mit Alpha-Rezeptorenblockern erforderlich)
  • falls Sie ein Patient mit eingeschr√§nkter Leberfunktion sind (siehe Dosierung)

Kinder:

Die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren wurden nicht untersucht. Eine Anwendung bei dieser Altersgruppe wird daher nicht empfohlen.

Bei Patienten mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte sollte die Anwendung von Beta-Rezeptorenblockern (z. B. Metoprolol AbZ 200 mg) nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.

Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen erh√∂hen. Deshalb ist eine strenge Indikationsstellung bei Patienten mit schweren √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie; Vorsicht, √ľberschie√üende anaphylaktische Reaktionen) geboten.

Bei stark eingeschränkter Leberfunktion ist die Elimination von Metoprolol AbZ 200 mg vermindert, so dass unter Umständen eine Dosisreduktion erforderlich ist.

Da die Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers verschleiert werden können, sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich (siehe Nebenwirkungen).

Beim Tragen von Kontaktlinsen ist die Möglichkeit eines verminderten Tränenflusses zu beachten.

Bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen wurde in Einzelf√§llen √ľber eine Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Beta-Rezeptorenblockern berichtet. Eine Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg sollte in diesen F√§llen unter entsprechender √úberwachung der Nierenfunktion erfolgen.

Eine Unterbrechung oder √Ąnderung darf nur auf √§rztliche Anweisung erfolgen. Soll die Behandlung mit Metoprolol AbZ 200 mg nach l√§ngerer Anwendung unterbrochen oder abgesetzt werden, sollte dies, da abruptes Absetzen zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzisch√§mie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks f√ľhren kann, grunds√§tzlich langsam ausschleichend erfolgen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.

Bei Einnahme von Metoprolol AbZ 200 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg und Insulin oder oralen Antidiabetika kann deren Wirkung verstärkt oder verlängert werden. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglykämie) - insbesondere erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor) - sind verschleiert oder abgemildert. Daher sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg und trizyklischen Antidepressiva, Barbituraten und Phenothiazinen und Nitroglycerin sowie Diuretika, Vasodilatatoren und anderen blutdrucksenkenden Mitteln kann es zu einem verstärkten Blutdruckabfall kommen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg und Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ kann es zu einer verstärkten Blutdrucksenkung und in Einzelfällen zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) kommen.

Die die Herzkraft schwächenden Wirkungen (kardiodepressive Wirkungen) von Metoprolol AbZ 200 mg und Antiarrhythmika können sich addieren.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg und Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) ist eine sorgfältige Überwachung der Patienten angezeigt, da es zu verstärktem Blutdruckabfall (Hypotension), stark verminderter Herzfrequenz (Bradykardie) oder anderen Herzrhythmusstörungen kommen kann.

Hinweis:

Die intravenöse Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Metoprolol AbZ 200 mg behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme Intensivmedizin).

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg und herzwirksamen Glykosiden und Reserpin, alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin kann es zu einem stärkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verzögerung der Überleitung kommen.

Nach abruptem Absetzen von Clonidin bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg, kann der Blutdruck √ľberschie√üend ansteigen. Clonidin darf daher erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung von Metoprolol AbZ 200 mg beendet wurde. Anschlie√üend kann Clonidin stufenweise abgesetzt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg und Noradrenalin oder Adrenalin oder anderen sympathomimetisch wirkenden Substanzen (z. B. enthalten in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen) ist ein beträchtlicher Blutdruckanstieg möglich.

Unter der Therapie mit Metoprolol AbZ 200 mg kann es zu einer verminderten Ansprechbarkeit auf die zur Behandlung der allergischen Reaktion gewöhnlich eingesetzten Adrenalin-Dosis kommen.

Monoaminoxidase(MAO)-Hemmer sollten wegen m√∂glicher √ľberschie√üender Hypertension nicht zusammen mit Metoprolol AbZ 200 mg eingenommen werden.

Indometacin und Rifampicin können die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol AbZ 200 mg vermindern.

Die Wirkung von Metoprolol AbZ 200 mg kann durch Cimetidin verstärkt werden.

Metoprolol AbZ 200 mg kann die Ausscheidung von Lidocain vermindern.

Serotoninwiederaufnahmehemmer (Arzneimittel zur Behandlung einer Depression) können die Ausscheidung von Metoprolol vermindern.

Die gleichzeitige Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg und Narkotika kann eine verstärkte Blutdrucksenkung zur Folge haben. Die die Herzkraft schwächende Wirkung (negativ inotrope Wirkung) der beiden vorgenannten Arzneimittel kann sich addieren.

Die neuromuskuläre Blockade durch periphere Muskelrelaxanzien (z. B. Suxamethonium, Tubocurarin) kann durch die Beta-Rezeptorenhemmung von Metoprolol AbZ 200 mg verstärkt werden.

F√ľr den Fall, dass Metoprolol AbZ 200 mg vor Eingriffen in Allgemeinnarkose oder vor der Anwendung peripherer Muskelrelaxanzien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt √ľber die Behandlung mit Metoprolol AbZ 200 mg informiert werden.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Metoprolol darf in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden, da bislang keine ausreichend gut dokumentierten Studien zu einer Anwendung an schwangeren Frauen existieren.

Metoprolol passiert die Plazenta und reduziert die plazentare Durchblutung, wodurch das ungeborene Kind geschädigt werden kann.

Metoprolol sollte 48-72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin abgesetzt werden. Wenn dies nicht m√∂glich ist, m√ľssen die Neugeborenen f√ľr die Dauer von 48-72 Stunden nach der Geburt sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

Stillzeit
Metoprolol geht in die Muttermilch √ľber. Obwohl nach therapeutischen Dosierungen nicht mit unerw√ľnschten Wirkungen zu rechnen ist, sollten gestillte S√§uglinge auf m√∂gliche Arzneimittelwirkungen hin beobachtet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Metoprolol AbZ 200 mg enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Metoprolol AbZ 200 mg daher erst nach R√ľcksprache mit ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt werden und darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden.

Die empfohlene Dosis beträgt:
Erwachsene

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie):

1-mal t√§glich ¬Ĺ Retardtablette Metoprolol AbZ 200 mg (entsprechend 100 mg Metoprololtartrat).

Erkrankung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit):

1-mal t√§glich ¬Ĺ-1 Retardtablette Metoprolol AbZ 200 mg (entsprechend 100-200 mg Metoprololtartrat).

Funktionelle Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom):

1-mal t√§glich ¬Ĺ Retardtablette Metoprolol AbZ 200 mg (entsprechend 100 mg Metoprololtartrat).

Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (tachykarde Herzrhythmusstörungen):

1-mal t√§glich ¬Ĺ-1 Retardtablette Metoprolol AbZ 200 mg (entsprechend 100-200 mg Metoprololtartrat).

Langzeitprophylaxe nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe):

Metoprolol AbZ 200 mg wird eingesetzt bei Patienten, f√ľr die keine Gegenanzeigen f√ľr eine Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern bestehen.

Im Anschluss an die Behandlung der Akutphase des Herzinfarktes erfolgt die Erhaltungstherapie mit 1-mal t√§glich ¬Ĺ-1 Retardtablette Metoprolol AbZ 200 mg (entsprechend 100-200 mg Metoprololtartrat).

Bei behandlungsbed√ľrftigem Abfall von Herzfrequenz und/oder Blutdruck oder anderen Komplikationen ist Metoprolol AbZ 200 mg sofort abzusetzen.

Vorbeugende Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe):

1-mal t√§glich ¬Ĺ-1 Retardtablette Metoprolol AbZ 200 mg (entsprechend 100-200 mg Metoprololtartrat).

Bei stark eingeschränkter Leberfunktion ist die Elimination von Metoprolol AbZ 200 mg vermindert, so dass unter Umständen eine Dosisreduktion erforderlich ist.

Kinder und Jugendliche:

Bluthochdruck:

Die Dosis von Metoprolol AbZ 200 mg zur Behandlung von Bluthochdruck bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen richtet sich nach dem Körpergewicht Ihres Kindes bzw. des Jugendlichen. Ihr Arzt wird die richtige Dosis berechnen.

Eine Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg zur Behandlung von Bluthochdruck bei Kindern unter 6 Jahren wird nicht empfohlen.

Art der Anwendung
Retardtabletten zum Einnehmen.

Die Retardtabletten sind unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (vorzugsweise 1 Glas Wasser) nach einer Mahlzeit einzunehmen.

√úber die Dauer der Einnahme entscheidet der behandelnde Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Metoprolol AbZ 200 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Metoprolol AbZ 200 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Verst√§ndigen Sie bei Verdacht auf eine √úberdosierung sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser √ľber das weitere Vorgehen entscheiden kann!

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung kann es zu starkem Blutdruckabfall (Hypotonie), verminderter Herzschlagfolge (Bradykardie) bis hin zum Herzstillstand, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und kardiogenem Schock kommen. Zusätzlich können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftreten.

Bei √úberdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz und/oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit Metoprolol AbZ 200 mg abgebrochen werden.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol AbZ 200 mg vergessen haben

Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol AbZ 200 mg abbrechen

Eine Unterbrechung oder √Ąnderung der Dosierung darf nur auf √§rztliche Anweisung erfolgen. Abruptes Absetzen kann zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzisch√§mie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks f√ľhren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrundegelegt:

sehr häufigmehr als 1 Behandelter von 10
häufig1 bis 10 Behandelte von 100
gelegentlich1 bis 10 Behandelte von 1.000
selten1 bis 10 Behandelte von 10.000
sehr seltenweniger als 1 Behandelter von 10.000

Nebenwirkungen

Herz-Kreislauf

Gelegentlich: K√§ltegef√ľhl an den Gliedma√üen.

Selten: St√∂rungen der Erregungsleitung von den Herzvorh√∂fen zu den Herzkammern (atrioventrikul√§re √úberleitungsst√∂rungen), Verst√§rkung einer Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) mit krankhaften Fl√ľssigkeitsansammlungen (peripheren √Ėdemen) und/oder Atemnot bei Belastung, verst√§rkter Blutdruckabfall, anfallsartiger kurzdauernder Bewusstlosigkeit, Herzklopfen, starker Verminderung der Herzschlagfolge.

Sehr selten: Verstärkung von anfallsweise auftretenden Schmerzen in der Herzgegend (Angina pectoris) bei Patienten mit Angina pectoris.

Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen (einschließlich Patienten mit Verkrampfung der Fingerschlagadern [Raynaud-Syndrom]).

Psychiatrische Störungen

Gelegentlich: Verwirrtheit, Halluzinationen, Schwindelgef√ľhl, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungszust√§nde, Schlafst√∂rungen, verst√§rkte Traumaktivit√§t.

Sehr selten: Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen (z. B. Gef√ľhlsschwankungen, kurzdauernder Ged√§chtnisverlust).

Nervensystem

Gelegentlich: zentralnerv√∂se St√∂rungen wie M√ľdigkeit (insbesondere zu Beginn der Behandlung), Missempfindungen wie Kribbeln an den Gliedma√üen (Par√§sthesien).

Selten: Muskelkrämpfe.

Magen-Darm-Trakt:

Gelegentlich: Vor√ľbergehend Magen-Darm-Beschwerden (√úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen,

Verstopfung, Durchfall).

Selten: Mundtrockenheit.

Muskel-/Skelettsystem und Bindegewebe:

Sehr selten: Erkrankung der Gelenke (Arthropathie) bei Langzeittherapie, wobei ein oder mehrere Gelenke betroffen sein können (Mono- und Polyarthritis).

Haut:

Gelegentlich: Allergische Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Hautausschläge, Hautausschläge infolge erhöhter Lichtempfindlichkeit [Photosensitivität]), Schwitzen.

Sehr selten: Haarausfall, Schuppenflechte, Verschlechterung der Beschwerden einer bestehenden Schuppenflechte, Schuppenflechte-ähnliche Hautausschläge.

Blutbild:

Sehr selten: Verminderung der Blutplättchen, Verminderung der weißen Blutkörperchen.

Stoffwechsel und Ernährung:

Selten: Eine bislang nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit kann erkennbar werden oder eine bereits bestehende Zuckerkrankheit kann sich verschlechtern. Nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Behandlung mit Metoprolol AbZ 200 mg zu Zuständen mit erniedrigtem Blutzucker kommen. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (insbesondere eine erhöhte Herzschlagfolge und Zittern der Finger) können verschleiert werden.

Sehr selten: Erh√∂hung der Leberenzyme im Blut (GOT, GPT), Leberentz√ľndung, Gewichtszunahme.

Unter der Therapie mit Metoprolol AbZ 200 mg kann es zu Störungen im Fettstoffwechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurde eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyzeride im Blut beobachtet.

Augen:

Selten: Augenbindehautentz√ľndung, verminderter Tr√§nenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten).

Sehr selten: Sehstörungen.

Ohr und Innenohr

Sehr selten: Hörstörungen, Ohrensausen.

Atemwege, Brustraum und Mittelfell

Sehr selten: Allergischer Schnupfen.

Atemnot bei Patienten mit Neigung zu Verkrampfungen der Atemwege (insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen) infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes.

Geschlechtsorgane

Sehr selten: Libido- und Potenzstörungen, Induratio penis plastica (Peyronie’s disease).

Endokrine Störungen

Metoprolol AbZ 200 mg kann die Symptome einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Thyreotoxikose) maskieren.

Nieren und Harnwege

Sehr selten: Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Beta-Rezeptorenblockern bei schweren Nierenfunktionsstörungen. Eine Anwendung von Metoprolol AbZ 200 mg sollte in diesen Fällen unter entsprechender Überwachung der Nierenfunktion erfolgen.

Besondere Hinweise:

Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen erh√∂hen. Bei Patienten mit schweren √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) kann es daher zu √ľberschie√üenden anaphylaktischen Reaktionen kommen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht √ľber 25 ¬ļC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Metoprolol AbZ 200 mg enthält:

Der Wirkstoff ist: Metoprololtartrat.

1 Retardtablette enthält 200 mg Metoprololtartrat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid, Ammoniummethacrylat-Copolymer (Typ B) (Ph.Eur.), Macrogol 6000, Titandioxid, Hypromellose, Simeticon, Methylcellulose, Sorbinsäure (Ph.Eur.).

Wie Metoprolol AbZ 200 mg aussieht und Inhalt der Packung:

Metoprolol AbZ 200 mg ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Retardtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

AbZ-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller
Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

AbZ-Pharma w√ľnscht Ihnen gute Besserung!

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2014.

Versionscode: Z09

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Metoprolol AbZ 200 mg Retardtablette - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller AbZ-Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 31.07.1992
ATC Code C07AB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden