Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten

Abbildung Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller AbZ-Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 27.11.1991
ATC Code C07AB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Zulassungsinhaber

AbZ-Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Metoprolol-ratiopharm O.K. 50 mg Retardtabletten Metoprolol Ratiopharm GmbH
Metoprolol-Actavis Succ 190 mg Retardtabletten Metoprolol Actavis Group PTC ehf
Metoprololsuccinat YES 190 mg Retardtabletten Metoprolol Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Prelis 100mg Metoprolol mibe GmbH Arzneimittel
Metoprolol-CT ZERO 200 mg Retardtabletten Metoprolol CT Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der Wirkstoff in Metoprolol AbZ 100 mg blockiert bestimmte Beta-Rezeptoren im K√∂rper (Beta1-selektiver Beta-Rezeptorenblocker) und f√ľhrt so zu einer

Verlangsamung der Herzschlagfolge und einer Senkung des Blutdrucks

Metoprolol AbZ 100 mg wird angewendet:

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metoprolol AbZ 100 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Metoprololtartrat, anderen Beta- Rezeptorblockern oder einen der sonstigen Bestandteile von Metoprolol AbZ 100 mg sind.
  • wenn Sie unter einem Schock aufgrund schwerer Herzprobleme leiden
  • bei einem k√ľrzlich erlittenen Herzinfarkt und gleichzeitig vorliegenden Beschwerden ( Puls kleiner als 45 Schl√§ge pro Minute, abnormes EKG, oberer Blutdruckwert kleiner als 100 mmHg und im Falle einer schweren Herzmuskelschw√§che). Befragen Sie hierzu Ihren Arzt.
  • wenn Sie an einer unbehandelten Herzmuskelschw√§che oder an bestimmten Herzrhythmusst√∂rungen leiden. Befragen Sie hierzu Ihren Arzt.
  • wenn bei Ihnen vor Behandlungsbeginn ein Ruhepuls unter 50 Schl√§gen pro Minute vorliegt
  • wenn Sie an einem erkrankten Sinusknoten im Herzen (Sick-Sinus-Syndrom) leiden
  • wenn bei Ihnen ein stark erniedrigter Blutdruck (Hypotonie: systolisch unter 90 mmHg) vorliegt
  • wenn bei Ihnen eine stoffwechselbedingte √úbers√§uerung des Blutes festgestellt wurde
  • wenn Sie zu starken Bronchialverkrampfungen (z. B. schweres Bronchialasthma oder schwere, chronisch obstruktive Lungenerkrankung) neigen
  • wenn Sie an einer fortgeschrittenen Durchblutungsst√∂rung der Arme und/oder Beine leiden
  • wenn Sie gleichzeitig mit MAO-Hemmstoffen (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) (Ausnahme: MAO-B-Hemmstoffe) behandelt werden
  • wenn Sie an einem unbehandelten hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks leiden (Ph√§ochromozytom).

Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder andere Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen (wie Disopyramid) d√ľrfen bei Patienten, die mit Metoprolol AbZ 100 mg behandelt werden, nicht als Spritze verabreicht werden (Ausnahme: Intensivmedizin).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Metoprolol AbZ 100 mg ist erforderlich,

  • wenn Sie an geringgradigen Erregungsleitungsst√∂rungen des Herzens (AV-Block I. Grades) leiden
  • wenn Sie an einer Zuckerkrankheit mit stark schwankenden Blutzuckerwerten leiden. Kontrollieren Sie regelm√§√üig Ihre Blutzuckerwerte (siehe 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).
  • wenn Sie an einer instabilen und Insulin-abh√§ngigen Zuckerkrankheit leiden
  • bei l√§ngerem strengen Fasten und schwerer k√∂rperlicher Belastung (Zust√§nde mit stark erniedrigtem Blutzucker sind m√∂glich)
  • wenn bei Ihnen ein hormonproduzierender Tumor des Nebennierenmarks vorliegt
  • wenn bei Ihnen die Leber- oder Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist
  • wenn bei Ihnen oder in Ihrer Familie einmal eine Schuppenflechte (Psoriasis) aufgetreten ist
  • wenn bei Ihnen eine Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie; Vorsicht, schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen) durchgef√ľhrt wird oder wenn bei Ihnen in der Vergangenheit bereits eine schwere √úberempfindlichkeitsreaktion aufgetreten ist.
  • wenn Sie Kontaktlinsen tragen.
    Der Tränenfluss könnte vermindert sein.
  • wenn Sie an einer peripheren arteriellen Durchblutungsst√∂rung leiden
  • wenn Sie Schilddr√ľsenprobleme haben
  • wenn Ihr Puls pl√∂tzlich stark abf√§llt und dadurch √§rztliche Behandlung notwendig ist oder bei anderen Komplikationen.
  • wenn Sie an Atembeschwerden durch verengte Atemwege (z. B. Bronchialasthma oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung) leiden
  • wenn bei Ihnen eine Operation durchgef√ľhrt werden soll. Informieren Sie den Narkosearzt √ľber die Behandlung mit Metoprolol AbZ 100 mg.

Kinder und Jugendliche

Aufgrund unzureichender Therapieerfahrung sollte Metoprolol AbZ 100 mg nicht bei dieser Patientengruppe eingesetzt werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Metoprolol AbZ 100 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Metoprolol AbZ 100 mg als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Metoprolol AbZ 100 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Dosierung sollte individuell ‚Äď vor allem nach dem Behandlungserfolg ‚Äď festgelegt werden und darf ohne Anweisung des Arztes nicht ge√§ndert werden

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

  • Arterieller Bluthochdruck (Hypertonie)
    1-2-mal t√§glich ¬Ĺ Tablette bzw. 1-mal t√§glich ¬Ĺ-1 Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten (entsprechend 50-100 mg Metoprololtartrat t√§glich).
    Falls erforderlich, kann die Tagesdosis auf 2-mal 1 Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat täglich) erhöht werden.
  • Starke Brustschmerzen (Angina pectoris)
    1-2-mal t√§glich ¬Ĺ Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten bzw. 1-mal t√§glich ¬Ĺ-1 Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten (entsprechend 50-100 mg Metoprololtartrat t√§glich).
    Falls erforderlich, kann die Tagesdosis unter Kontrolle des Blutdrucks auf 2-mal 1 Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat täglich) erhöht werden.
  • Funktionelle Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
    1-2-mal t√§glich ¬Ĺ Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten bzw. 1-mal t√§glich ¬Ĺ-1 Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten (entsprechend 50-100 mg Metoprololtartrat t√§glich). Falls erforderlich, kann die Tagesdosis unter Kontrolle des Blutdrucks auf 2-mal 1 Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat t√§glich) erh√∂ht werden.
  • Herzrhythmusst√∂rungen
    1-2-mal täglich 1 Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten (entsprechend 100- 200 mg Metoprololtartrat täglich).
  • Akut- und Dauerbehandlung nach Herzinfarkt

Akutbehandlung

Bei akutem Herzinfarkt erfolgt die Behandlung möglichst umgehend nach Krankenhauseinweisung unter kontinuierlicher EKG- und Blutdruckkontrolle. Die Behandlung wird mit 5 mg Metoprololtartrat i.v. begonnen. Je nach Verträglichkeit können in Abständen von 2 Minuten weitere Einzeldosen von 5 mg Metoprololtartrat i.v. bis zu einer maximalen Gesamtdosis von bis zu 15 mg Metoprololtartrat verabreicht werden.

Wird die volle Dosis von 15 mg i.v. vertragen, gibt man beginnend 15 Minuten nach der letzten intraven√∂sen Injektion 1-mal ¬Ĺ Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten (entsprechend 50 mg Metoprololtartrat). In den folgenden 48 Stunden wird alle 6 Stunden ¬Ĺ Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten verabreicht. Bei Patienten, die weniger als 15 mg Metoprololtartrat i.v. vertragen haben, sollte die orale Anschlussbehandlung vorsichtig mit 1-mal 25 mg Metoprololtartrat begonnen werden.

Dauerbehandlung

Anschließend an die Akuttherapie wird 2-mal täglich 1 Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten (entsprechend 200 mg Metoprololtartrat) gegeben.

Bei behandlungsbed√ľrftigem Abfall von Herzfrequenz und/oder Blutdruck oder anderen Komplikationen ist Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten sofort abzusetzen.

Vorbeugende Behandlung der Migräne 1-2-mal täglich 1 Tablette Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten (entsprechend 100- 200 mg Metoprololtartrat täglich).

√Ąltere Patienten, Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion und/oder Blutw√§sche: Die Dosis sollte sehr vorsichtig angepasst werden.

Eingeschränkte Leberfunktion:

Bei eingeschr√§nkter Leberfunktion sollte die Dosis wegen der h√∂heren Bioverf√ľgbarkeit individuell vermindert werden.

Art der Anwendung Tabletten zum Einnehmen.

Die Tabletten sind unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit nach den Mahlzeiten (z. B. 1 Glas Wasser) einzunehmen. Sie sollten bei Einmalgabe morgens bzw. bei zweimaliger Gabe morgens und abends eingenommen werden.

Dauer der Anwendung

Eine Unterbrechung oder √Ąnderung der Dosierung darf nur auf √§rztliche Anordnung erfolgen.

Die Dauer der Behandlung bestimmt der behandelnde Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Metoprolol AbZ 100 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Metoprolol AbZ 100 mg eingenommen haben als Sie sollten

Bei Auftreten von Nebenwirkungen infolge einer √úberdosierung empfiehlt sich der Gang zum Arzt, der √ľber eventuelle Gegenma√ünahmen entscheidet. Bei Verdacht auf eine √úberdosierung verst√§ndigen Sie sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser √ľber das weitere Vorgehen entscheiden kann!

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung kann es zu starkem Blutdruckabfall, verminderter Herzschlagfolge bis hin zum Herzstillstand, Herzmuskelschwäche und Schock, ausgelöst durch Versagen der Herzfunktion, kommen. Zusätzlich können Atembeschwerden, Verengung der Atemmuskulatur, Erbrechen, Bewußtseinsstörungen, gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftreten.

Bei √úberdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz und/oder des Blutdruckes muss die Behandlung mit Metoprolol AbZ 100 mg abgebrochen werden.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol AbZ 100 mg vergessen haben

Sollten Sie einmal die Einnahme von Metoprolol AbZ 100 mg vergessen haben, nehmen Sie nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern fahren Sie in der Dosierung fort, wie sie vom Arzt verordnet wurde.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol AbZ 100 mg abbrechen

Eine Unterbrechung oder vorzeitige Beendigung der Einnahme von Metoprolol AbZ 100 mg sollten Sie in jedem Falle mit Ihrem Arzt absprechen. Abruptes Absetzen kann zur Minderdurchblutung des Herzmuskels mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdruckes f√ľhren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Metoprolol AbZ 100 mg mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:

  • Blutzuckersenkende Arzneimittel und/oder Insulin
    Verstärkte blutzuckersenkende Wirkung dieser Arzneimittel. Zeichen einer verminderten Blutzuckerkonzentration (beschleunigter Puls, Zittern) können verschleiert werden.
  • Blutdrucksenkende Arzneimittel oder Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen (harntreibende Arzneimittel, gef√§√üerweiternde Arzneimittel, Calciumantagonisten [Nifedipin-, Verapamil- oder Diltiazem-Typ], herzwirksame
    Glykoside, Reserpin, alpha-Methyldopa, Guanfacin, Hydralazin oder Clonidin)
    Verstärkter Blutdruckabfall, stark verminderte Herzschlagfolge, Ausbildung einer Herzmuskelschwäche in Einzelfällen (bei Calciumantagonisten)
  • Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen (Arzneimittel gegen Depressionen [z.B. MAO-Hemmer, Paroxetin, Fluoxetin, Sertralin],

Phenothiazine, Barbiturate)

Verstärkter Blutdruckabfall

  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen (Disopyramid) Verst√§rkter Blutdruckabfall, stark verminderte Herzschlagfolge, Herzrhythmusst√∂rungen
  • Arzneimittel gegen Migr√§ne, die Ergotamin enthalten stark verminderte Durchblutung der Arme oder Beine
  • Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose), Cimetidin (Arzneimittel zur Senkung der Magens√§ureproduktion), Lidocain (Arzneimittel zur lokalen
    Betäubung bzw. zur Therapie von Herzrhythmusstörungen)
    verstärkte (Cimetidin, Lidocain) oder verminderte (Rifampicin) blutdrucksenkende Wirkung
  • Arzneimittel zur Behandlung von Erk√§ltungen, die schleimhautabschwellende Wirkstoffe enthalten (sog. sympathomimetisch wirksame Substanzen [Adrenalin-
    Noradrenalin-ähnlich] in Hustenmittel, Nasen- und Augentropfen) starker Blutdruckanstieg
  • Narkotika
    verstärkte blutdrucksenkende Wirkung
  • Arzneimittel zur Herabsetzung der Muskelspannung w√§hrend einer Operation (z.

B. Suxamethonium, Tubocurarin) verstärkte Wirkung dieser Arzneimittel

  • Entz√ľndungs- bzw. schmerzhemmende Arzneimittel (z. B. Indomethacin oder
    andere Hemmer der Prostaglandinsynthese) verminderte blutdrucksenkende Wirkung
  • Adrenalin zur Behandlung einer schweren allergischen Reaktion verminderte Ansprechbarkeit auf Adrenalin

Bei Einnahme von Metoprolol AbZ 100 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Während der Behandlung mit Metoprolol AbZ 100 mg sollten Sie keinen Alkohol zu sich nehmen.

Schwangerschaft:

Metoprolol darf in der Schwangerschaft (insbesondere w√§hrend der ersten 3 Monate) nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abw√§gung durch den behandelnden Arzt angewendet werden, da bislang keine ausreichend gut dokumentierten Studien zu einer Anwendung an schwangeren Frauen existieren. Metoprolol passiert die Plazenta und reduziert die plazentare Durchblutung, wodurch das ungeborene Kind gesch√§digt werden kann. Metoprolol sollte 48-72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin abgesetzt werden. Wenn dies nicht m√∂glich ist, m√ľssen die Neugeborenen f√ľr die Dauer von 48-72 Stunden nach der Geburt sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

Stillzeit:

Metoprolol geht in die Muttermilch √ľber. Obwohl nach therapeutischen Dosierungen nicht mit unerw√ľnschten Wirkungen zu rechnen ist, sollten gestillte S√§uglinge auf m√∂gliche Arzneimittelwirkungen hin beobachtet werden. Stillen Sie fr√ľhestens 3-4 Stunden nach der Einnahme von Metoprolol AbZ 100 mg. Dadurch kann die aufgenommene Menge an Metoprolol in der Muttermilch verringert werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Metoprolol AbZ 100 mg hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen jedoch so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Metoprolol AbZ 100 mg enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

Wie alle Arzneimittel kann Metoprolol AbZ 100 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten; Häufigkeit nicht bekannt (kann aus den vorliegenden Daten nicht abgeschätzt werden).

Sehr häufig:

Zentralnerv√∂se St√∂rungen wie M√ľdigkeit (insbesondere zu Beginn der Behandlung).

Häufig:

  • Schwindelgef√ľhl, Kopfschmerzen
  • Herabsetzung der Pulsfrequenz, Herzklopfen
  • Verst√§rkter Blutdruckabfall auch beim √úbergang vom Liegen zum Stehen, sehr selten mit Bewusstlosigkeit, K√§ltegef√ľhl in den Gliedma√üen
  • Atemnot bei Patienten mit Neigung zu Verkrampfungen der Atemwege, insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen
  • √úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen (meist vor√ľbergehend).

Gelegentlich:

  • Gewichtszunahme
  • Depressive Verstimmungszust√§nde, Konzentrationsst√∂rungen, Schlafst√∂rungen bzw. Schl√§frigkeit, verst√§rkte Traumaktivit√§t
  • Kribbeln in den Gliedma√üen
  • Herzrhythmusst√∂rungen (√úberleitungsst√∂rungen von den Herzvorh√∂fen zu den Herzkammern), Verst√§rkung einer Herzmuskelschw√§che mit krankhaften Fl√ľssigkeitsansammlungen (√Ėdemen) an den Gliedma√üen und/oder Atemnot bei Belastung, Schmerzen in der Herzgegend.
  • Verengung der Atemwege bei Patienten mit Neigung zu Verkrampfungen der Atemwege, insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen
  • Allergische Hautreaktionen wie R√∂tung, Juckreiz, Hautausschl√§ge und √ľberm√§√üiges Schwitzen
  • Muskelkr√§mpfe

Selten:

  • Eine bisher nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit (latenter Diabetes mellitus) kann erkennbar werden oder eine bereits bestehende Zuckerkrankheit sich verschlechtern
  • Nervosit√§t, √Ąngstlichkeit
  • Augenbindehautentz√ľndung, verminderter Tr√§nenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Sehst√∂rungen, gereizte Augen
  • Leitungsst√∂rungen am Herz, Arrhythmien
  • allergischer Schnupfen
  • Mundtrockenheit
  • Ver√§nderte Leberfunktionswerte
  • Haarausfall
  • Libido- und Potenzst√∂rungen, bindegewebige Verh√§rtung der Schwellk√∂rper des Penis (Induratio penis plastica)

Sehr selten:

  • Verminderung der Blutpl√§ttchen, Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen
  • Geschmacksst√∂rungen
  • Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen (z. B. Gef√ľhlsschwankungen, kurz dauernder Ged√§chtnisverlust), Verwirrtheit, Halluzinationen, Ged√§chtnisst√∂rungen / Erinnerungsschwierigkeiten.
  • H√∂rst√∂rungen, Ohrger√§usche
  • Bei Patienten mit Angina pectoris eine Verst√§rkung der Anf√§lle
  • Verst√§rkung (bis zum Absterben von Gewebe) bereits bestehender peripherer Durchblutungsst√∂rungen, Verst√§rkung der Beschwerden bei Patienten mit intermittierendem Hinken (Claudicatio intermittens) oder mit Gef√§√ükr√§mpfen im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom)
  • Leberentz√ľndung
  • Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hautausschl√§gen nach Lichteinwirkung, Schuppenflechte, Schuppenflechte-√§hnliche Hautausschl√§ge
  • Gelenkschmerzen, Muskelschw√§che

Weitere Nebenwirkungen:

  • Bei Patienten mit schweren √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) kann es zu √ľberschie√üenden anaphylaktischen Reaktionen kommen (siehe auch 2. ‚ÄěWas m√ľssen Sie vor der Einnahme von Metoprolol AbZ 100 mg beachten?‚Äú)
  • Maskierung der Beschwerden einer schweren Schilddr√ľsen√ľberfunktion
  • St√∂rungen im Fettstoffwechsel: Meist normales Gesamtcholesterin, Verminderung des HDL-Cholesterins, Erh√∂hung der Triglyzeride im Blut.
  • Nach l√§ngerem strengen Fasten oder schwerer k√∂rperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Therapie mit Metoprolol AbZ 100 mg zu Zust√§nden mit erniedrigtem Blutzucker kommen. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers, insbesondere erh√∂hte Herzschlagfolge und Zittern der Finger k√∂nnen verschleiert werden.

Sollten Sie Anzeichen einer der oben geschilderten Nebenwirkungen bei sich beobachten, verständigen Sie bitte Ihren behandelnden Arzt. Dieser wird Ihnen eventuelle Gegenmaßnahmen empfehlen oder gegebenenfalls die Behandlung mit

Metoprolol AbZ 100 mg abbrechen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen. Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

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Weitere Informationen

Was Metoprolol AbZ 100 mg enthält:

Der Wirkstoff ist: Metoprololtartrat (Ph.Eur.)

Jede Tablette enthält 100,0 mg Metoprololtartrat (Ph.Eur.)

Die sonstigen Bestandteile sind:

Mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Croscarmellose-Natrium, Copovidon, Siliciumdioxid, Magnesiumstearat (Ph.Eur.)

Wie Metoprolol AbZ 100 mg aussieht und Inhalt der Packung

Weiße, runde, beidseitig gewölbte Tablette mit einseitiger Bruchkerbe. Metoprolol AbZ 100 mg ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

AbZ-Pharma GmbH

Graf-Arco-Str. 3

89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2020.

ABZ-Pharma w√ľnscht Ihnen gute Besserung!

Versionscode Z07

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Metoprolol AbZ 100 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller AbZ-Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 27.11.1991
ATC Code C07AB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden