Paracetamol AL 250 Zäpfchen

Abbildung Paracetamol AL 250 Zäpfchen
Wirkstoff(e) Paracetamol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 27.06.2002
ATC Code N02BE01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus nicht verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

Zulassungsinhaber

ALIUD PHARMA GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Molapar Erdbeer/Vanille 500 mg Granulat in Beuteln Paracetamol Losan Pharma GmbH
RubieMol Saft Paracetamol RubiePharm Vertriebs GmbH
ParaCetaMol Saft 4% Lichtenstein Paracetamol Winthrop Arzneimittel GmbH
Paracetamol-ratiopharm 1000 mg Tabletten Paracetamol Ratiopharm GmbH
Paracetamol Accord 500 mg Brausetabletten Paracetamol Accord Healthcare Limited

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Paracetamol AL ist ein schmerzstillendes, fiebersenkendes Arzneimittel (Analgetikum und Antipyretikum).

Paracetamol AL wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von:

  • leichten bis m√§√üig starken Schmerzen (wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen) und/oder
  • Fieber.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Paracetamol AL darf NICHT angewendet werden

wenn Sie allergisch gegen Paracetamol oder den in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteil dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Paracetamol AL anwenden:

  • wenn Sie chronisch alkoholkrank sind.
  • wenn Sie an einer Beeintr√§chtigung der Leberfunktion leiden (Leberentz√ľndung, Gilbert-Syndrom).
  • bei vorgesch√§digter Niere.

Wenn sich Ihre Symptome verschlimmern oder nach 3 Tagen keine Besserung eintritt oder bei hohem Fieber m√ľssen Sie einen Arzt aufsuchen.

Um das Risiko einer √úberdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Arzneimittel, die gleichzeitig angewendet werden, kein Paracetamol enthalten.

Bei l√§ngerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgem√§√üen Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erh√∂hte Dosen des Arzneimittels behandelt werden d√ľrfen.

Ganz allgemein kann die gewohnheitsm√§√üige Anwendung von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierensch√§digung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) f√ľhren.

Bei abruptem Absetzen nach l√§ngerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgem√§√üen Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen sowie M√ľdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosit√§t und vegetative Symptome auftreten. Die Absetzsymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiederanwendung von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Anwendung soll nicht ohne √§rztlichen Rat erfolgen.

Paracetamol AL nicht ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat längere Zeit oder in höheren Dosen anwenden.

Anwendung von Paracetamol AL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Wechselwirkungen sind möglich mit:

Arzneimitteln gegen Gicht wie Probenecid: Bei gleichzeitiger Anwendung von Probenecid sollte die Dosis von Paracetamol AL verringert werden, da der Abbau von Paracetamol verlangsamt sein kann.

  • Schlafmitteln wie Phenobarbital, Arzneimitteln gegen Epilepsie wie Phenytoin oder Carbamazepin, Arzneimitteln gegen Tuberkulose (Rifampicin) oder anderen m√∂glicherweise die Leber sch√§digenden Arzneimitteln: Unter Umst√§nden kann es bei gleichzeitiger Anwendung mit Paracetamol AL zu Lebersch√§den kommen.
  • Arzneimitteln bei HIV-Infektionen (Zidovudin): Die Neigung zur Verminderung wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutropenie) wird verst√§rkt. Paracetamol AL sollte daher nur nach √§rztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovudin angewendet werden.
  • Mitteln zur Senkung erh√∂hter Blutfettwerte (Colestyramin):Diese k√∂nnen die Aufnahme und damit die Wirksamkeit von Paracetamol AL verringern.

Auswirkungen der Anwendung von Paracetamol AL auf Laboruntersuchungen Die Harnsäurebestimmung sowie die Blutzuckerbestimmung können beeinflusst werden.

Anwendung von Paracetamol AL zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Paracetamol AL darf nicht zusammen mit Alkohol verabreicht werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Falls erforderlich, kann Paracetamol AL nach strenger Abw√§gung des Nutzen- Risiko-Verh√§ltnisses w√§hrend der Schwangerschaft angewendet werden. Sie sollten die geringstm√∂gliche Dosis f√ľr den k√ľrzest m√∂glichen Zeitraum anwenden. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, falls die Schmerzen und/oder das Fieber nicht gelindert werden oder Sie das Arzneimittel h√§ufiger anwenden m√ľssen. Sie sollten Paracetamol AL w√§hrend der Schwangerschaft nicht √ľber l√§ngere Zeit, in hohen Dosen oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln anwenden, da die Sicherheit der Anwendung f√ľr diese F√§lle nicht belegt ist.

Stillzeit

Paracetamol geht in die Muttermilch √ľber. Da nachteilige Folgen f√ľr den S√§ugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Paracetamol AL hat keinen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Trotzdem ist nach Anwendung eines Schmerzmittels immer Vorsicht geboten.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt

Die Dosierung richtet sich nach den Angaben in der nachfolgenden Tabelle. Paracetamol wird in Abhängigkeit von Körpergewicht und Alter dosiert, in der Regel mit 10-15 mg Paracetamol pro kg Körpergewicht als Einzeldosis, bis maximal 60 mg/kg Körpergewicht als Tagesgesamtdosis.

Das jeweilige Dosierungsintervall richtet sich nach der Symptomatik und der maximalen Tagesgesamtdosis. Es sollte 6 Stunden nicht unterschreiten. Die maximale Tagesdosis (24 Stunden) darf keinesfalls √ľberschritten werden.

Bei Beschwerden, die länger als 3 Tage anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

KörpergewichtAlterEinzeldosisMaximale Tagesdosis (24 Stunden)
13 16 kgKinder: 2 - 4 Jahre1 Zäpfchen (entspr. 250 mg Paracetamol)3 Zäpfchen (entspr. 750 mg Paracetamol)
17-25 kgKinder: 4 - 8 Jahre1 Zäpfchen (entspr. 250 mg Paracetamol)4 Zäpfchen (entspr. 1000 mg Paracetamol)

Besondere Patientengruppen

Leberfunktionsstörungen und leichte Einschränkung der Nierenfunktion

Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verlängert werden.

Schwere Niereninsuffizienz

Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) muss ein Dosisintervall von mindestens 8 Stunden eingehalten werden.

√Ąltere Patienten

Es ist keine spezielle Dosisanpassung erforderlich.

Kinder und Jugendliche mit geringem Körpergewicht

Eine Anwendung von Paracetamol AL 250 bei Kindern unter 2 Jahren bzw. unter 13 kg K√∂rpergewicht wird nicht empfohlen, da die Dosisst√§rke f√ľr diese Patientengruppe nicht geeignet ist. Es stehen jedoch f√ľr diese Patientengruppe geeignete Dosisst√§rken bzw. Darreichungsformen zur Verf√ľgung.

Art der Anwendung

Die Z√§pfchen werden m√∂glichst nach dem Stuhlgang tief in den After eingef√ľhrt. Zur Verbesserung der Gleitf√§higkeit eventuell Z√§pfchen in der Hand erw√§rmen oder kurz in warmes Wasser tauchen.

Dauer der Anwendung

Wenden Sie Paracetamol AL ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage an.

Wenn Sie eine größere Menge von Paracetamol AL angewendet haben, als Sie sollten

Die Gesamtdosis darf f√ľr Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bzw. ab 43 kg K√∂rpergewicht 4000 mg Paracetamol t√§glich und f√ľr Kinder 60 mg/kg/Tag nicht √ľbersteigen.

Bei einer Überdosierung treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden Beschwerden auf, die Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen umfassen.

Wenn eine größere Menge Paracetamol AL angewendet wurde als empfohlen, rufen Sie den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe!

Wenn Sie die Anwendung von Paracetamol AL vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

leichter Anstieg der Leberenzyme (Serumtransaminasen).

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Ver√§nderungen des Blutbildes wie Verminderung der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder eine starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Agranulozytose).
  • allergische Reaktionen wie einfacher Hautausschlag oder Nesselausschlag (Urtikaria) bis hin zu einer Schockreaktion.
  • Bei empfindlichen Personen kann sehr selten eine Verengung der Atemwege (Analgetika-Asthma) ausgel√∂st werden.
  • Sehr selten wurden F√§lle von schweren Hautreaktionen berichtet.

Im Falle einer allergischen Schockreaktion rufen Sie sofort den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Folienstreifen nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber +25 ¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Paracetamol AL 250 Zäpfchen enthält

Der Wirkstoff ist Paracetamol.

1 Zäpfchen enthält 250 mg Paracetamol.

Der sonstige Bestandteil ist

Hartfett.

Wie Paracetamol AL 250 Zäpfchen aussieht und Inhalt der Packung

Weißes bis elfenbeinfarbenes Zäpfchen.

Paracetamol AL 250 Zäpfchen ist in Packungen mit 10 Zäpfchen erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ALIUD PHARMA¬ģ GmbH

Gottlieb-Daimler-Straße 19 D-89150 Laichingen info@aliud.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Mai 2019.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Paracetamol AL 250 Zäpfchen - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Paracetamol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 27.06.2002
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Verschreibungsstatus nicht verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden