Wirkstoff(e) Ethinylestradiol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Pfizer AG
Suchtgift Nein
ATC Code G03AA10
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Hormonelle Kontrazeptiva zur systemischen Anwendung

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Pfizer AG

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Minesse ist ein Pr√§parat zur hormonellen Schwangerschaftsverh√ľtung (¬ęPille¬Ľ), ein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum (CHC), das die weiblichen Geschlechtshormone Gestoden (ein Gestagen) und Ethinylestradiol (ein √Ėstrogen) enth√§lt.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Falls einer der hier angef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft, d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bei Raumtemperatur (15-25 ¬įC) lagern und vor Licht gesch√ľtzt in der Originalverpackung aufbewahren. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Minesse ist ein Pr√§parat zur hormonellen Schwangerschaftsverh√ľtung (¬ęPille¬Ľ), ein kombiniertes hormonales Kontrazeptivum (CHC), das die weiblichen Geschlechtshormone Gestoden (ein Gestagen) und Ethinylestradiol (ein √Ėstrogen) enth√§lt. Minesse ist ein niedrig dosiertes, sogenanntes Einstufen-Kombinationspr√§parat, da alle gelben Filmtabletten die beiden Hormone in gleichen Mengen enthalten.

Minesse bietet bei vorschriftsm√§ssiger Anwendung auf mehrfache Weise Schutz vor einer Schwangerschaft: Im Allgemeinen wird verhindert, dass ein befruchtungsf√§higes Ei heranreift. Ausserdem bleibt der Schleim im Geb√§rmutterhals verdickt, so dass das Aufsteigen des m√§nnlichen Samens erschwert wird. Weiterhin ist die Schleimhaut der Geb√§rmutter f√ľr eine Schwangerschaft nicht vorbereitet. Die durch CHC ausgel√∂sten hormonellen Ver√§nderungen k√∂nnen ausserdem dazu f√ľhren, dass Ihr Zyklus regelm√§ssiger und Ihre Menstruation schw√§cher und k√ľrzer werden kann. Minesse darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin angewendet werden.

Wichtige Information √ľber kombinierte hormonale Kontrazeptiva (CHC)

  • Bei korrekter Anwendung z√§hlen die CHC zu den zuverl√§ssigsten reversiblen Verh√ľtungsmethoden.
  • CHC bewirken eine leichte Zunahme des Risikos f√ľr ein Blutgerinnsel in den Venen und Arterien, insbesondere im ersten Jahr der Anwendung oder bei Wiederaufnahme der Anwendung eines CHC nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen.
  • Achten Sie bitte aufmerksam auf Symptome eines Blutgerinnsels (siehe Abschnitt ¬ęBlutgerinnsel¬Ľ) und wenden Sie sich an lhren Arzt/lhre √Ąrztin, wenn Sie vermuten, diese zu haben.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln in der Rubrik ¬ęWann ist bei der Anwendung von Minesse Vorsicht geboten?¬Ľ, bevor Sie mit der Anwendung von Minesse beginnen. Besonders wichtig ist es, die Informationen zu den Symptomen eines Blutgerinnsels zu lesen (vgl. ¬ęSo erkennen Sie ein Blutgerinnsel¬Ľ).

Bevor Sie mit der Einnahme hormonaler Pr√§parate zur Schwangerschaftsverh√ľtung beginnen, sollte Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin eine sorgf√§ltige Eigen- und Familienanamnese (Vorkommnisse von eigenen Krankheiten und von Krankheiten in der Familie) erheben sowie eine gr√ľndliche allgemeine und gyn√§kologische Untersuchung durchf√ľhren. Eine Schwangerschaft ist auszuschliessen.

W√§hrend der Anwendung von Minesse empfehlen sich √§rztliche Kontrolluntersuchungen in etwa halbj√§hrlichen bis j√§hrlichen Abst√§nden. Dabei wird Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin eventuell vorliegende Risiken (wie Alter, Gewicht, chirurgischer Eingriff, √Ąnderung Ihres Gesundheitszustandes und/oder Ihrer Risiken) erneut gegen den erwarteten Nutzen abw√§gen und mit Ihnen √ľber das Fortf√ľhren der Anwendung von Minesse entscheiden.

Einnahmefehler oder Magen-Darm-St√∂rungen wie Erbrechen oder starker Durchfall, sehr seltene individuelle Stoffwechselst√∂rungen oder die gleichzeitige l√§ngere Einnahme bestimmter Arzneimittel (siehe ¬ęWann ist bei der Anwendung von Minesse Vorsicht geboten? - Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln¬Ľ) k√∂nnen die schwangerschaftsverhindernde Wirkung beeintr√§chtigen (erste m√∂gliche Anzeichen: Zwischenblutungen).

Falls Sie bisher ein anderes hormonales Empf√§ngnisverh√ľtungsmittel eingenommen haben oder sehr bald nach einer Entbindung oder Fehlgeburt mit der Einnahme von Minesse beginnen wollen, fragen Sie bitte zun√§chst Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin. Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko f√ľr die Bildung von Blutgerinnseln erh√∂ht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin fragen, wann Sie wieder mit der Einnahme von Minesse beginnen k√∂nnen.

Minesse ist ein Arzneimittel. Im Falle eines Unfalls oder eines operativen Eingriffs informieren Sie die behandelnden Arzte dar√ľber, dass sie Minesse anwenden.

Wie alle hormonalen Empf√§ngnisverh√ľtungsmittel sch√ľtzt Minesse nicht vor HIV-Infektionen (AIDS) bzw. anderen Geschlechtskrankheiten.

Wann darf Minesse nicht angewendet werden?

Minesse darf nicht angewendet werden, wenn einer der nachstehend aufgef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn einer der nachstehend aufgef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft, m√ľssen Sie dies Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin mitteilen. Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin wird dann mit Ihnen besprechen, welche andere Verh√ľtungsmethode f√ľr Sie besser geeignet ist.

  • wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem Blutgef√§ss der Beine (tiefe Beinvenenthrombose), der Lunge (Lungenembolie) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit hatten);
  • wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;
  • wenn Sie unter Angina pectoris leiden oder in der Vergangenheit gelitten hatten (d.h. insbesondere bei Anstrengung auftretenden Brustschmerzen oder einem Druckgef√ľhl hinter dem Brustbein, die Vorbote eines Herzinfarkts sein k√∂nnen);
  • wenn Sie bereits eine transitorische isch√§mische Attacke (sogenannte TIA; vor√ľbergehende Symptome eines Schlaganfalls) hatten;
  • wenn bei Ihnen eine St√∂rung der Blutgerinnung bekannt ist ‚Äď beispielsweise Protein-C-Mangel, Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel, Faktor-V-Leiden-Mutation oder Antiphospholipid-Antik√∂rper;
  • wenn bei Ihnen gleichzeitig mehrere Risikofaktoren f√ľr das Auftreten eines Blutgerinnsels vorliegen, wie z.B. √úbergewicht zusammen mit Alter √ľber 35 Jahre (vgl. im Kapitel ¬ęWann ist bei der Einnahme von Minesse Vorsicht geboten?¬Ľ ‚Äď ¬ęFaktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂hen¬Ľ und ¬ęFaktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Arterie erh√∂hen¬Ľ);
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von Migr√§ne (sog. ¬ęMigr√§ne mit Aura¬Ľ die mit Empfindungs-, Wahrnehmungs- und/oder Bewegungsst√∂rungen einhergeht) leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben;
  • wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit Gef√§ssver√§nderungen leiden;
  • wenn Sie stark erh√∂hten Blutdruck haben;
  • wenn Sie stark erh√∂hte Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyzeride) haben;
  • wenn Sie an schweren Lebererkrankungen (z.B. Gelbsucht) leider oder gelitten haben und sich die Leberwerte noch nicht normalisiert haben;
  • wenn Sie an Hepatitis C leiden und Arzneimittel gegen das Hepatitis-C-Virus einnehmen, welche Ombitasvir, Paritaprevir, Ritonavir, Dasabuvir oder eine Kombination dieser Wirkstoffe enthalten (siehe auch ¬ęWann ist bei der Anwendung von Minesse Vorsicht geboten? ‚Äď Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln¬Ľ);
  • wenn Sie einen Lebertumor haben oder hatten;
  • wenn Sie Brust- oder Geb√§rmutterkrebs haben oder hatten, bei dem Geschlechtshormone eine Rolle spielen oder spielten;
  • wenn Sie an einer Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis) und damit verbundenen hohen Blutfettwerten leiden oder gelitten haben;
  • wenn Sie nicht abgekl√§rten Scheidenblutungen haben;
  • wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft vermutet wird;
  • wenn Sie √ľberempfindlich gegen√ľber einem der Bestandteile von Minesse sind.

Wann ist bei der Anwendung von Minesse Vorsicht geboten?

Bei Auftreten einer oder mehrerer der folgenden Beschwerden sollten Sie unverz√ľglich einen Arzt/eine √Ąrztin kontaktieren (vgl. auch Tabelle ¬ęSo erkennen Sie ein Blutgerinnsel¬Ľ):

  • Neu auftretende Migr√§ne oder ungewohnt starke Kopfschmerzen.
  • Pl√∂tzliche Atembeschwerden oder pl√∂tzliches Auftreten von Husten unklarer Ursache.
  • Unerkl√§rliche Beinschmerzen mit oder ohne Schwellung.
  • Pl√∂tzliche Seh-, H√∂r-, Sprech- oder sonstige Wahrnehmungsst√∂rung.
  • Pl√∂tzlicher starker Schmerz im Oberbauch oder Brustkorb mit oder ohne Ausstrahlung in den Arm.
  • Pl√∂tzliches Auftreten von Schwindel, Schw√§chegef√ľhl, Gef√ľhlsst√∂rungen.
  • Kollaps.
  • Mindestens 4 Wochen vor geplanten Operationen und w√§hrend der Genesung nach Unfall oder Operation.
  • Deutlicher Blutdruckanstieg bei mehreren Messungen.
  • Bei Gelbsucht.
  • Bei Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin informieren, wenn folgende Krankheiten bestehen oder einmal bestanden haben oder sich w√§hrend der Anwendung von Minesse verschlimmern oder zum ersten Mal auftreten:

  • wenn Sie unregelm√§ssige Monatsblutungen, Brustver√§nderungen, Brustkrebs in der Familie oder gutartige Geschw√ľlste der Geb√§rmutter (sogenannte Myome) haben;
  • wenn Sie eine Fl√ľssigkeitsansammlung im Gewebe (sogenannte √Ėdeme) haben;
  • wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben;
  • wenn Sie an Epilepsie oder Veitstanz (Chorea minor) leiden;
  • wenn Sie Depressionen haben;
  • wenn Sie erh√∂hte Blutfettspiegel (Hypertriglycerid√§mie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer Familie vorgekommen ist.
  • Unter Anwendung von CHC bei Hypertriglycerid√§mie wurde √ľber ein erh√∂htes Risiko f√ľr Pankreatitis (Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse) berichtet;
  • wenn Sie an einer Venenentz√ľndung leiden (oberfl√§chliche Thrombophlebitis);
  • wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben.
  • wenn Sie eine Lebererkrankung (z.B Gelbsucht) oder eine Gallenblasenerkrankung (z.B. Gallensteine) haben;
  • wenn Sie wenn Sie an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronische entz√ľndliche Darmerkrankung) leiden;
  • wenn Sie an systemischem Lupus erythematodes leiden (SLE; eine Erkrankung, die Ihr nat√ľrliches Abwehrsystem beeintr√§chtigt);
  • wenn Sie an einem h√§molytischen ur√§mischen Syndrom leiden (HUS; eine St√∂rung der Blutgerinnung, die zu Nierenversagen f√ľhrt);
  • wenn Sie eine Sichelzellan√§mie haben (eine seltene Bluterkrankung);
  • wenn Sie eine Herpes-Erkrankung w√§hrend einer fr√ľheren Schwangerschaft (Herpes gestationis) hatten;
  • wenn Sie eine bestimmte Form der Mittelohrschwerh√∂rigkeit (Otosklerose) haben;
  • wenn Sie an der Stoffwechselerkrankung Porphyrie leiden.

In seltenen Fällen können bräunliche Flecken im Gesicht (Chloasma) auftreten, insbesondere wenn sich diese Erscheinung in einer vorausgegangenen Schwangerschaft gezeigt hat. Wenn Sie dazu neigen, sollten Sie längere Sonnenbäder und ultraviolette Strahlen während der Einnahme von Minesse meiden.

Bei Vorliegen eines erblich bedingten oder sp√§ter aufgetretenen Angio√∂dems (in Episoden auftretendes Anschwellen von K√∂rperteilen wie H√§nden, F√ľssen, Gesicht oder Atemwege) kann die Einnahme von √Ėstrogenen diese Symptome hervorrufen oder verschlimmern.

BLUTGERINNSEL

Als Thrombose wird die Bildung eines Blutgerinnsels bezeichnet, welches ein Blutgef√§ss verstopfen kann. Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (CHC) wie Minesse ist Ihr Risiko f√ľr die Ausbildung eines Blutgerinnsels h√∂her als wenn Sie keines anwenden.

Blutgerinnsel können auftreten

  • in Venen (sog. ¬ęVenenthrombose¬Ľ, ¬ęven√∂se Thromboembolie¬Ľ)
  • in den Arterien (sog. ¬ęArterienthrombose¬Ľ, ¬ęarterielle Thromboembolie¬Ľ).

Am h√§ufigsten ereignet sich eine Thrombose in den tiefen Beinvenen (tiefe Venenthrombose). Wenn sich ein Blutgerinnsel von der Venenwand losl√∂st, kann es weiterwandern und die Lungenarterien verstopfen, was zu einer sogenannten Lungenembolie f√ľhrt. Blutgerinnsel k√∂nnen sehr selten auch in den Blutgef√§ssen des Herzens auftreten, was zu einem Herzinfarkt f√ľhren kann. Blutgerinnsel im Gehirn k√∂nnen einen Schlaganfall verursachen. Sehr selten k√∂nnen sich Blutgerinnsel in anderen K√∂rperteilen, einschliesslich Leber, Darm, Nieren oder Auge bilden.

Ven√∂se oder arterielle thromboembolische Ereignisse k√∂nnen selten zu schwerwiegenden bleibenden Gesundheitssch√§den f√ľhren oder t√∂dlich sein.

Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf? Woran könnten Sie leiden?

Schwellung eines Beins oder längs einer Vene im Bein oder Fuss, vor allem, wenn gleichzeitig Folgendes auftritt:

  • Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der m√∂glicherweise nur beim Stehen oder Gehen bemerkt wird;
  • Erw√§rmung des betroffenen Beins;
  • √Ąnderung der Hautfarbe des Beins, z.B. Blau- oder Rotf√§rbung, oder selten aufkommende Bl√§sse;
Tiefe Beinvenenthrombose
  • Pl√∂tzliche unerkl√§rliche Kurzatmigkeit oder schnelle Atmung;
  • Pl√∂tzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache, bei dem evtl. Blut ausgehustet werden kann;
  • Stechender Brustschmerz, der bei tiefem Einatmen zunimmt;
  • Starke Benommenheit oder Schwindelgef√ľhl;
  • Schneller oder unregelm√§ssiger Herzschlag;
  • Starke Magenschmerzen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit einem Arzt/einer √Ąrztin, da einige dieser Symptome wie Husten oder Kurzatmigkeit mit einer leichteren Erkrankung wie z.B. einer Entz√ľndung der Atemwege (z.B. einem grippalen Infekt) verwechselt werden k√∂nnen.

Lungenembolie
  • Sofortiger Verlust des Sehverm√∂gens oder
  • Schmerzloses verschwommenes Sehen, welches zu einem Verlust des Sehverm√∂gens fortschreiten kann.

Diese Symptome treten meistens nur in einem Auge auf.

Thrombose eines Netzhautgefässes (Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie im Auge)
  • Brustschmerz, Druckgef√ľhl in der Brust, Unwohlsein, Schweregef√ľhl;
  • Engegef√ľhl in Brust, Arm oder unterhalb des Brustbeins;
  • V√∂llegef√ľhl, Verdauungsst√∂rungen oder Erstickungsgef√ľhl;
  • In den R√ľcken, Kiefer, Hals, Arm oder Magen ausstrahlende Beschwerden im Oberk√∂rper;
  • Schwitzen, √úbelkeit, Erbrechen oder Schwindelgef√ľhl;
  • Extreme Schw√§che, Angst oder Kurzatmigkeit;
  • Schneller oder unregelm√§ssiger Herzschlag.
Herzinfarkt
  • Pl√∂tzliche Schw√§che oder Taubheitsgef√ľhl des Gesichtes, Arms oder Beins, die auf einer K√∂rperseite besonders ausgepr√§gt ist;
  • Pl√∂tzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verst√§ndnisschwierigkeiten;
  • Pl√∂tzliche Sehst√∂rungen in einem oder beiden Augen;
  • Pl√∂tzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgef√ľhl, Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsst√∂rungen;
  • Pl√∂tzliche schwere oder l√§nger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache;
  • Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht.

In manchen Fällen können die Symptome eines Schlaganfalls kurzfristig sein und mit einer nahezu sofortigen und vollständigen Erholung einhergehen. Sie sollten sich aber trotzdem dringend in ärztliche Behandlung begeben, da Sie erneut einen Schlaganfall erleiden könnten.

Schlaganfall
  • Schwellung und leicht bl√§uliche Verf√§rbung eines Armes oder Beines;
  • Starke Magenschmerzen.
Blutgerinnsel, die andere Blutgefässe verstopfen

Wann ist das Risiko f√ľr Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂ht?

Das Risiko f√ľr ven√∂se Thromboembolien ist w√§hrend des ersten Anwendungsjahres am h√∂chsten. Dieses erh√∂hte Risiko besteht ab der erstmaligen Einnahme von Minesse oder bei der erneuten Einnahme (nach einem mindestens 4-w√∂chigen oder l√§nger dauernden CHC-freien Zeitraum). Daten einer grossen Studie deuten darauf hin, dass dieses erh√∂hte Risiko vorwiegend w√§hrend der ersten 3 Monate besteht.

Nach dem ersten Jahr sinkt das Risiko, es bleibt aber stets geringf√ľgig h√∂her als wenn Minesse nicht angewendet w√ľrde.

Wenn Sie die Anwendung von Minesse beenden, kehrt das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in wenigen Wochen auf den Normalwert zur√ľck.

Wie gross ist das Risiko f√ľr die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene?

Das Gesamtrisiko f√ľr ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge bei Anwendung von Minesse ist gering, ist aber mehrfach h√∂her als bei Frauen, die kein Minesse anwenden:

Ungefähr 2 von 10'000 Frauen, die weder schwanger sind noch ein CHC anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

Ungefähr 9 bis 12 von 10'000 Frauen, die ein Gestoden-haltiges CHC wie Minesse anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel. Ungefähr 5 bis 7 von 10'000 Frauen, die ein CHC mit Levonorgestrel, Norethisteron oder mit Norgestimat anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

In beiden Fällen ist die Anzahl an Blutgerinnseln pro Jahr geringer als die erwartete Anzahl während einer Schwangerschaft oder in der Phase nach der Geburt.

Das Risiko f√ľr die Bildung eines Blutgerinnsels ist entsprechend Ihrer pers√∂nlichen medizinischen Vorgeschichte unterschiedlich hoch (siehe folgender Abschnitt ¬ęFaktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂hen¬Ľ).

Faktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂hen

Das Risiko f√ľr Gerinnselbildung in Venen (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) nimmt zu:

  • Mit steigendem Alter (insbesondere ab einem Alter von ungef√§hr 35 Jahren);
  • Bei √úbergewicht (Body-Mass-Index √ľber 30 kg/m2);
  • Bei fr√ľherem Auftreten eines Blutgerinnsels (Venenthrombose, Lungenembolie oder anderswo), bei einem Geschwister oder Elternteil in jungen Lebensjahren (j√ľnger als 50 Jahre), oder falls Sie oder einer Ihrer nahen Verwandten bekannte oder vermutete vererbliche St√∂rungen der Blutgerinnung (eine sogenannte Thrombophilie) haben. In diesem Fall sollten Sie vor Beginn der Einnahme von Minesse einen Spezialisten aufsuchen. Falls die Untersuchung Hinweise auf eine Thrombophilie ergibt, darf Minesse nicht angewendet werden. (siehe ¬ęWann darf Minesse nicht angewendet werden?¬Ľ);
  • Bei l√§ngerfristiger Immobilisierung, gr√∂sseren chirurgischen Eingriffen, jedem chirurgischen Eingriff an den Beinen oder wenn ein Bein eingegipst ist, sowie bei schweren Verletzungen. In diesen F√§llen sollte Minesse abgesetzt werden (bei geplanten chirurgischen Eingriffen mind. 4 Wochen vorher). Der Arzt/die √Ąrztin entscheidet, wann mit der Einnahme von Minesse wieder begonnen werden kann (fr√ľhestens 2 Wochen nach vollst√§ndiger Mobilisierung);
  • bei l√§ngerem Sitzen wie z.B. bei Langstreckenfl√ľgen (>4 Stunden), insbesondere wenn bei Ihnen andere der aufgef√ľhrten Faktoren vorliegen.

Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko f√ľr die Bildung von Blutgerinnseln erh√∂ht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von Minesse beginnen k√∂nnen.

Andere Risikofaktoren sind systemischer Lupus erythematodes, hämolytisches uramisches Syndrom, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Sichelzellanämie und Krebs.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin informieren, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, auch wenn Sie nicht sicher sind. Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin kann dann entscheiden, ggf. Minesse abzusetzen.

Wann ist das Risiko f√ľr Blutgerinnsel in einer Arterie erh√∂ht?

Genau wie ein Blutgerinnsel in einer Vene kann auch ein Gerinnsel in einer Arterie schwerwiegende Konsequenzen haben. Es kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.

Faktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Arterie erh√∂hen

Es ist wichtig zu beachten, dass das Risiko f√ľr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgrund der Anwendung von Minesse sehr gering ist, jedoch ansteigen kann:

  • Mit zunehmendem Alter (√§lter als 35 Jahre);
  • Wenn Sie rauchen. Bei der Anwendung von Minesse wird geraten, mit dem Rauchen aufzuh√∂ren. Wenn Sie nicht mit dem Rauchen aufh√∂ren k√∂nnen und √§lter als 35 Jahre sind, kann Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin Ihnen raten, eine andere Verh√ľtungsmethode anzuwenden;
  • Wenn Sie √úbergewichtig sind (Body-Mass-Index Ober 30 kg/m2);
  • Wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;
  • Wenn einer Ihrer n√§chsten Angeh√∂rigen in jungen Jahren (j√ľnger als 50 Jahre) einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte. In diesem Fall k√∂nnten Sie ebenfalls ein erh√∂htes Risiko f√ľr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben;
  • Wenn Sie oder einer Ihrer n√§chsten Angeh√∂rigen einen hohen Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride) haben;
  • Wenn Sie unter Migr√§ne, insbesondere Migr√§ne mit Aura leiden;
  • Wenn Sie an Herzproblemen leiden, wie einer Herzklappenerkrankung oder Vorhofflimmern (einer bestimmten Herzrhythmusst√∂rung);
  • Wenn Sie zuckerkrank (Diabetikerin) sind.

Andere Risikofaktoren sind Hyperhomocysteinämie und systemischer Lupus erythematodes.

Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer ist, kann Ihr Risiko f√ľr die Ausbildung eines Blutgerinnsels zus√§tzlich erh√∂ht sein.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin mit, wenn es bei einer der oben erw√§hnten Punkte w√§hrend der Anwendung von Minesse zu einer Ver√§nderung kommt, zum Beispiel wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, bei einem nahen Angeh√∂rigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt, oder wenn Sie stark zunehmen.

Tumorerkrankungen

Brustkrebs wurde bei Frauen, die CHC wie Minesse anwenden, geringf√ľgig √∂fter festgestellt als bei Frauen gleichen Alters, die keine solchen Pr√§parate anwenden. 10 Jahre nach Absetzen dieser Pr√§parate besteht allerdings kein Unterschied mehr. Es ist nicht bekannt, ob der Unterschied durch diese Pr√§parate verursacht wird. M√∂glicherweise wurden diese Frauen nur sorgf√§ltiger und √∂fter untersucht, so dass der Brustkrebs fr√ľher erkannt wurde.

In einigen Studien waren Frauen, die ein CHC wie Minesse √ľber l√§ngere Zeit anwendeten, h√§ufiger von Geb√§rmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) betroffen. Den st√§rksten Risikofaktor f√ľr das Auftreten von Geb√§rmutterhalskrebs stellt jedoch eine langandauernde Infektion mit dem Papillomavirus (HPV-Infektion) dar. Es ist nicht bekannt, inwieweit die Langzeitanwendung von CHC wie Minesse oder andere Faktoren wie z.B. das Sexualverhalten (z.B. h√§ufiger Partnerwechsel mit √úbertragung des Virus) zu der in den Studien beobachteten h√∂heren H√§ufigkeit von Geb√§rmutterhalskrebs beigetragen haben k√∂nnte.

In seltenen F√§llen sind nach Langzeitanwendung hormonaler Wirkstoffe, wie sie Minesse enth√§lt, gutartige, noch seltener b√∂sartige Ver√§nderungen an der Leber beobachtet worden, die zu inneren Blutungen f√ľhren und das Absetzen des Pr√§parates erforderlich machen k√∂nnen. Deshalb ist der Arzt zu informieren, wenn ungewohnte Oberbauchbeschwerden auftreten, die nicht von selbst bald vor√ľbergehen.

Psychiatrische Erkrankungen

Manche Frauen, die hormonelle Verh√ľtungsmittel wie Minesse anwenden, berichten √ľber Depression oder depressive Verstimmung. Depressionen k√∂nnen schwerwiegend sein und gelegentlich zu Selbstt√∂tungsgedanken f√ľhren. Wenn bei Ihnen Stimmungsschwankungen und depressive Symptome auftreten, lassen Sie sich so rasch wie m√∂glich von einem Arzt/einer √Ąrztin medizinisch beraten.

Sonstige Vorsichtmassnahmen

Die in Minesse enthaltenen Hormone k√∂nnen die Ergebnisse bestimmter Blutuntersuchungen beeinflussen. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, dass Sie Minesse einnehmen, wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgef√ľhrt wird.

Minesse Filmtabletten enthalten Laktose. Wenn Sie an der seltenen, vererbten Galaktose-Unverträglichkeit, Lapp-Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption leiden und eine laktosefreie Diät einhalten, sollten Sie dies beachten.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Gewisse Arzneimittel k√∂nnen bei gleichzeitiger Einnahme die Wirkung von Minesse beeintr√§chtigen oder zu unerwarteten Blutungen f√ľhren (Schmier-, Durchbruchblutungen): z.B. Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Barbiturate, Phenytoin, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Topiramat, Felbamat, Primidon), von HIV- und Hepatitis C-Infektionen (Proteaseinhibitoren wie Boceprevir, Telaprevir und Nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren wie Efavirenz, Nevirapin) und Tuberkulose (Rifampicin, Rifabutin), von hohem Blutdruck in den Lungen (Bosentan), von einer speziellen Art der √ľberm√§ssigen Schl√§frigkeit (Modafinil) sowie l√§ngerfristige Einnahme (√ľber 10 Tage) gewisser Antibiotika zur Behandlung bestimmter Infektionen (Tetracycline), und Johanniskrautpr√§parate (siehe unten).

Wenn Sie eines der oben genannten Arzneimittel kurzfristig anwenden, k√∂nnen Sie Minesse weiterhin einnehmen. W√§hrend der Behandlung und f√ľr 28 Tage nach dem Beenden der Behandlung mit diesem Arzneimittel m√ľssen Sie jedoch zus√§tzliche, nichthormonale Massnahmen zur Empf√§ngnisverh√ľtung, z.B. Kondome, anwenden. Fragen Sie diesbez√ľglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin.

Wird die gleichzeitige Behandlung mit dem Arzneimittel √ľber das Ende der aktuellen Packung von Minesse fortgesetzt, ist die n√§chste Packung ohne die Einnahme der weissen Placebofilmtabletten (siehe ¬ęWie verwenden Sie Minesse¬Ľ) anzufangen. Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin wird Sie dar√ľber instruieren.

Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin oder Apotheker bzw. Apothekerin √ľber das weitere Vorgehen, falls Sie l√§ngerfristig (d.h. √ľber mehr als 10-14 Tage) Antibiotika einnehmen m√ľssen (z.B. bei Entz√ľndungen der Knochen oder bei Borreliose).

Wenn Sie Minesse einnehmen, sollen Sie nicht gleichzeitig ein Johanniskrautpr√§parat (Hypericum) gegen Depressionen anwenden, da die empf√§ngnisverh√ľtende Wirkung beeintr√§chtigt werden kann. √úber Zwischenblutungen und Einzelf√§lle unerw√ľnschter Schwangerschaften wurde berichtet.

Einige Arzneimittel sowie Grapefruitsaft k√∂nnen die Wirkstoffkonzentration von Minesse im Blut erh√∂hen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel oder Grapefruitsaft einnehmen:

  • Antipilzmittel, die Wirkstoffe wie z.B. Itraconazol, Voriconazol, oder Fluconazol enthalten,
  • Bestimmte Antibiotika(sogenannte Makrolide), die als Wirkstoff Clarithromycin oder Erythromycin enthalten
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen (mit den Wirkstoffen Diltiazem oder Verapamil).
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion (Cobicistat).

Wenn Sie zuckerkrank sind, kann sich durch die Einnahme von Minesse Ihr Bedarf an blutzuckersenkenden Arzneimitteln (inklusive Insulin) ändern.

Minesse kann auch die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, und deren Wirkung entweder verst√§rken oder vermindern. Dies betrifft z.B. Ciclosporin und das Antiepileptikum Lamotrigin (dies k√∂nnte zu einer erh√∂hten H√§ufigkeit von Krampfanf√§llen f√ľhren, weshalb Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin zu Beginn der Anwendung von Minesse und wenn Sie Minesse absetzen die Lamotrigin-Blutspiegel √ľberwachen wird). Es k√∂nnen aber auch weitere Arzneimittel betroffen sein, wie Schmerzmittel, Antidepressiva, Antimalariamittel, Beruhigungsmittel, Herzmedikamente, Coritson-Pr√§parate, Blutgerinnungshemmer und Asthmamittel. Es ist deshalb wichtig, Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin √ľber die Einnahme von gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln zu informieren.

Verwenden Sie Minesse nicht, wenn Sie Hepatitis C haben und die Wirkstoffkombination Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir einnehmen. Diese k√∂nnen in Kombination mit Minesse die Leberfunktionswerte im Blut erh√∂hen (Erh√∂hung des ALT Leberenzyms) und das Risiko f√ľr eine Lebersch√§digung erh√∂hen. Deshalb muss vor dem Start einer solchen Therapie auf eine andere Verh√ľtungsmethode umgestellt werden. Wenn Ihre Leberwerte sich normalisiert haben, d√ľrfen Sie Minesse fr√ľhestens 2 Wochen nach dem Absetzen der Hepatitis-C Medikamente wieder einnehmen. Zus√§tzlich muss ber√ľcksichtigt werden, dass bis 4 Wochen nach dem Absetzen der Hepatitis-C Medikamente die Wirksamkeit von Minesse beeintr√§chtigt sein kann. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin, wann Sie nach dem Absetzen dieser Wirkstoffkombination wieder mit der Einnahme von Minesse beginnen k√∂nnen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden.

Wirkung von Minesse auf die Fahrt√ľchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Bisher sind keine nachteiligen Wirkungen auf die Aufmerksamkeit und die Konzentrationsfähigkeit beobachtet worden, z.B. beim Lenken eines Fahrzeuges oder beim Bedienen von Maschinen.

Darf Minesse während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Minesse darf während einer Schwangerschaft oder bei Verdacht auf eine Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Während der Stillzeit sollten Sie Minesse nicht einnehmen, da es Qualität und Quantität der Muttermilch beeinträchtigen kann.

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Wie wird es angewendet?

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

Die Kalenderpackung enth√§lt 28 Filmtabletten. Nehmen Sie die erste Filmtablette der Packung aus dem Feld, das mit ¬ę1/Start¬Ľ bezeichnet ist, und schlucken Sie sie unzerkaut mit Fl√ľssigkeit. Die Tageszeit der Einnahme ist gleichg√ľltig, nur sollten Sie bei der einmal gew√§hlten Stunde bleiben, am besten morgens oder abends. Kennzeichnen Sie auf dem Folienstreifen den Wochentag, an dem Sie die erste Filmtablette einnehmen. Nehmen Sie t√§glich der Pfeilrichtung folgend eine Filmtablette ein: zuerst alle 24 gelben (mit Wirkstoffen), dann alle 4 weissen (ohne Wirkstoffe). Die Kalenderpackung erlaubt Ihnen eine einfache Kontrolle der regelm√§ssigen Einnahme der Filmtabletten. Nach Einnahme der letzten Filmtablette wird ohne Unterbruch mit der n√§chsten Packung Minesse fortgefahren. Eine Entzugsblutung setzt √ľblicherweise am 2. oder 3. Tag nach Einnahme der letzten gelben Filmtablette ein und kann noch andauern, wenn mit der neuen Packung begonnen wird.

Beginn der Einnahme

Wenn Sie w√§hrend des vergangenen Monats keine hormonalen Verh√ľtungsmittel eingenommen haben
Warten Sie bis zu Ihrer n√§chsten Monatsblutung. Beginnen Sie mit der Einnahme der Filmtablette am 1. Tag des Zyklus (= 1. Tag der Blutung). Der 1. Zyklus wird etwas verk√ľrzt sein, w√§hrend alle folgenden Zyklen 4 Wochen dauern. Sie k√∂nnen auch am 2. bis 5. Tag Ihres Zyklus mit der Einnahme beginnen, dann m√ľssen Sie aber w√§hrend der ersten 7 Tage der Einnahme im 1. Zyklus zus√§tzliche Verh√ľtungsmethoden (nichthormonale Verh√ľtungsmittel mit Ausnahme der Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) verwenden.


Umstellung von einer anderen 21- oder 22-Tage Kombinationspille, einem Vaginalring oder transdermalen Pflaster auf Minesse
Nehmen Sie alle Filmtabletten der alten Packung wie gewohnt ein. Nehmen Sie die erste Filmtablette Minesse nach dem √ľblichen einnahmefreien Intervall ein. Sie k√∂nnen die erste Filmtablette Minesse aber auch unmittelbar nach Beendigung der alten Packung einnehmen (am darauffolgenden Tag). Zus√§tzliche empf√§ngnisverh√ľtende Massnahmen sind nicht erforderlich. Falls bisher ein transdermaler Patch oder ein Vaginalring verwendet wurde, sollte am Tag der Entfernung des letzten Vaginalrings oder des letzten Patches mit der Einnahme von Minesse begonnen werden, sp√§testens aber an jenem Tag, an welchem die n√§chste Anwendung des Patches bzw. des Vaginalrings f√§llig ist.

Umstellung von einer anderen 28-Tage Kombinationspille (mit 21 bis 24 wirkstoffhaltigen Filmtabletten und 4 bis 7 Filmtabletten ohne Wirkstoffe) auf Minesse

Nachdem Sie die letzte wirkstoffhaltige Filmtablette aus der alten Packung eingenommen haben (nach 21 bis 24 Tagen), beginnen Sie unmittelbar am darauffolgenden Tag ‚Äď ohne Einnahmepause ‚Äď mit der ersten Filmtablette Minesse. Sie k√∂nnen aber auch die n√§chste Monatsblutung abwarten und mit der Einnahme von Minesse im Anschluss an die letzte Filmtablette ohne Wirkstoff beginnen. Zus√§tzliche empf√§ngnisverh√ľtende Massnahmen sind nicht erforderlich.

Umstellung von einer Gestagen-Pille (Minipille) auf Minesse
Die Umstellung auf Minesse kann an jedem beliebigen Tag erfolgen. W√§hrend der ersten 7 Tage der Einnahme von Minesse m√ľssen Sie jedoch zus√§tzliche empf√§ngnisverh√ľtende Massnahmen ergreifen.

Umstellung von einer empf√§ngnisverh√ľtenden Hormoninjektion, einem empf√§ngnisverh√ľtenden Implantat oder einer gestagenabgebenden Spirale auf Minesse
Nehmen Sie die erste Filmtablette Minesse an dem Tag ein, an dem das Implantat oder die gestagenabgebende Spirale entfernt wird bzw. an dem die n√§chste Injektion geplant ist. Sie m√ľssen dann allerdings f√ľr die ersten 7 Tage der Einnahme von Minesse zus√§tzliche empf√§ngnisverh√ľtende Massnahmen ergreifen.

Nach einer Geburt oder nach einem Schwangerschaftsabbruch nach den ersten 3 Monaten
Es sollte mit der Einnahme von Minesse fr√ľhestens nach dem 28. Tag begonnen werden. Sie m√ľssen zudem w√§hrend den ersten 7 Tagen zus√§tzliche empf√§ngnisverh√ľtende Massnahmen ergreifen. Sollten Sie zuvor Geschlechtsverkehr gehabt haben, muss die M√∂glichkeit einer Schwangerschaft ausgeschlossen werden oder Sie m√ľssen bis zum Beginn der n√§chsten Monatsblutung warten, bevor Sie mit der Einnahme von Minesse beginnen. Bitte beachten Sie, dass Sie Minesse nicht einnehmen sollten, wenn Sie stillen (vgl. ¬ęDarf Minesse w√§hrend einer Schwangerschaft oder Stillzeit angewendet werden?¬Ľ).
Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko f√ľr die Bildung von Blutgerinnseln erh√∂ht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von Minesse beginnen k√∂nnen.

Nach einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch in den ersten 3 Monaten
Sie k√∂nnen sofort mit der Einnahme von Minesse beginnen und brauchen keine zus√§tzlichen empf√§ngnisverh√ľtenden Massnahmen zu ergreifen. Ziehen Sie jedoch Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin zu Rate.

Wenn Sie vergessen haben, die tägliche Filmtablette einzunehmen

Wenn Sie den √ľblichen Einnahmezeitpunkt der gelben Filmtablette um weniger als 12 Stunden √ľberschritten haben, ist die Zuverl√§ssigkeit der Pille noch gegeben. Sie sollten die Filmtablette sofort einnehmen und alle darauf folgenden Filmtabletten wieder zur gewohnten Tageszeit einnehmen.

Wenn Sie die Einnahme der gelben Filmtablette um mehr als 12 Stunden vers√§umt haben oder mehrere gelbe Filmtabletten vergessen haben, ist m√∂glicherweise kein vollst√§ndiger Empf√§ngnisschutz mehr gegeben. Nehmen Sie die letzte vergessene Filmtablette sofort ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerkt haben ‚Äď auch dann, wenn dadurch knapp hintereinander an einem Tag zwei Filmtabletten einzunehmen sind ‚Äď und nehmen Sie die darauffolgenden Filmtabletten zur gewohnten Zeit ein. W√§hrend den n√§chsten 7 Tagen ist eine zus√§tzliche Verh√ľtungsmethode wie das Kondom anzuwenden. Falls in diesen 7 Tagen mit der Einnahme der weissen Filmtabletten begonnen werden sollte, m√ľssen Sie nach der Einnahme der letzten gelben Filmtablette mit einer neuen Packung beginnen, d.h. die weissen Filmtabletten werden nicht eingenommen und sollten entsorgt werden. Es wird dabei nicht zur √ľblichen Entzugsblutung kommen. Bis zum Aufbrauchen der gelben Filmtabletten dieser zweiten Packung k√∂nnen aber geh√§uft Schmier- bzw. Durchbruchblutungen auftreten. Falls Sie nach Einnahme der letzten gelben Filmtablette der zweiten Packung keine Entzugsblutung haben, muss eine Schwangerschaft vor Beginn der Filmtabletteneinnahme der n√§chsten Packung ausgeschlossen werden. Kontaktieren Sie in diesem Falle Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin.

Einnahmefehler bei den weissen Filmtabletten können vernachlässigt werden, vorausgesetzt Sie beginnen mit der Einnahme der neuen Packung am richtigen Tag.

Vorgehen bei akuten Magen-Darm-Erkrankungen wie Erbrechen oder Durchfall (unabhängig von deren Ursache, also z.B. auch als Nebenwirkung anderer Arzneimittel wie Antibiotika)

Bei Magen-Darm-St√∂rungen wie Erbrechen oder Durchfall kann die Aufnahme der Wirkstoffe der Filmtabletten in den K√∂rper unvollst√§ndig sein. √Ąhnlich wie beim Vergessen einer Filmtablette kann die Wirksamkeit daher vermindert sein. Dies gilt insbesondere im Falle von Erbrechen. Falls Sie innerhalb von 3-4 Stunden nach Einnahme einer gelben Filmtabletten erbrechen, befolgen Sie daher bitte die Ratschl√§ge wie im Falle von vergessenen Filmtabletten. Damit das gewohnte Einnahmeschema beibehalten werden kann, muss die zus√§tzlich einzunehmende gelbe Filmtablette aus einer Reservepackung entnommen werden. Im Falle von starkem Durchfall (z.B. auch als Nebenwirkung anderer Arzneimittel wie z.B. von Antibiotika) fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob zus√§tzliche Massnahmen erforderlich sind.

Wenn Erbrechen, Durchfall etc. voraussichtlich l√§nger (d.h. mehrere Tage) andauern, sollte w√§hrend des betreffenden Einnahmezyklus die zus√§tzliche Anwendung eines mechanischen Verh√ľtungsmittels erwogen werden.

Wenn Sie eine Monatsblutung hinauszögern wollen

Sie k√∂nnen Ihre Monatsblutung verschieben, indem Sie mit der Einnahme der n√§chsten Packung Minesse beginnen, ohne die 4 weissen Filmtabletten der aktuellen Packung einzunehmen. Sie k√∂nnen mit der Einnahme so lange wie gew√ľnscht fortfahren, l√§ngstens jedoch bis diese zweite Packung beendet ist. Wenn Sie m√∂chten, dass Ihre Monatsblutung einsetzt, beenden Sie die Einnahme der gelben Filmtabletten. Bei der Einnahme der zweiten Packung kann es zu Schmier- und Durchbruchblutungen kommen. Beginnen Sie mit der n√§chsten Pillenpackung nach einer 4-t√§gigen Einnahmepause.
Wenn Sie grundsätzlich den ersten Tag Ihrer Monatsblutung auf einen anderen Wochentag legen möchten

Wenn Sie die Filmtabletten nach Anleitung einnehmen, wird Ihre Monatsblutung alle 4 Wochen an ungef√§hr dem gleichen Tag einsetzen. Wenn Sie diesen √§ndern wollen, verk√ľrzen Sie die Einnahmedauer der weissen Filmtabletten. Wenn Ihre Monatsblutung f√ľr gew√∂hnlich am Freitag beginnt und Sie in Zukunft den Dienstag w√ľnschen (3 Tage fr√ľher), dann nehmen Sie nur eine weisse Filmtablette ein und beginnen danach mit einer neuen Packung. Es besteht die M√∂glichkeit, dass es nicht zu einer Entzugsblutung kommt. Schmier- bzw. Durchbruchsblutungen sind jedoch w√§hrend der Einnahme der n√§chsten Packung m√∂glich.

Verhalten bei Blutungsunregelmässigkeiten

Bei allen Pillen kann es, insbesondere in den ersten Monaten der Einnahme, zu unregelm√§ssigen Blutungen (Schmier- bzw. Durchbruchblutungen) kommen. Es kann sein, dass Sie Binden oder Tampons ben√∂tigen, jedoch muss die Einnahme nicht unterbrochen werden. Leichte Zwischenblutungen gehen im Allgemeinen zur√ľck, sobald sich der K√∂rper an die Einnahme der Pille gew√∂hnt hat (normalerweise nach ca. 3 Zyklen). Bei andauernden, st√§rkeren, der normalen Menstruation √§hnlichen oder wiederholten Blutungen sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin aufsuchen.

Verhalten bei Ausbleiben der Monatsblutung

Die Entzugsblutung kann im Intervall der weissen Filmtabletten ausbleiben. Haben Sie Ihre Filmtabletten korrekt eingenommen, keine Magen-Darm-Störungen wie Erbrechen oder starken Durchfall gehabt und keine anderen Arzneimittel eingenommen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft äusserst gering. Nehmen Sie Minesse wie gewohnt ein.

Bleibt die Blutung zweimal hintereinander aus, besteht die M√∂glichkeit einer Schwangerschaft. Suchen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin auf. Setzen Sie die Pilleneinnahme solange nicht weiter fort, bis Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin eine Schwangerschaft ausgeschlossen hat.

Zus√§tzliche Methoden zur Empf√§ngnisverh√ľtung

Wenn zus√§tzliche Methoden zur Empf√§ngnisverh√ľtung erforderlich sind, sollten Sie entweder

  • auf Geschlechtsverkehr verzichten oder
  • ein Diaphragma mit Spermizid oder ein Kondom verwenden.

Die Kalender- (Knaus-Ogino) oder Temperaturmethode sollten Sie nicht als zus√§tzliche Vorsichtsmassnahmen zur Empf√§ngnisverh√ľtung anwenden, da orale hormonelle Verh√ľtungsmittel normale Ver√§nderungen der K√∂rpertemperatur und des Zervikalschleims beeinflussen.

Absetzen von Minesse

Nach dem Absetzen von Minesse besteht im Allgemeinen wieder normale Empf√§ngnisf√§higkeit. Der Zyklus kann zu Beginn verl√§ngert sein. Sollte es jedoch innerhalb der ersten 2 bis 3 Monate zu keinem normalen Zyklusverlauf kommen, suchen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin auf.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin √ľber alle Nebenwirkungen, insbesondere ernsthafte oder lang andauernde Beschwerden, oder √ľber √Ąnderungen Ihres Gesundheitszustandes, als deren Ursache Sie das CHC vermuten. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von CHC sind in der Rubrik ¬ęWann ist bei der Anwendung von Minesse Vorsicht geboten?¬Ľ beschrieben (siehe dort).

Alle Frauen, die Minesse anwenden, haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr Blutgerinnsel in den Venen (ven√∂se Thromboembolie) oder Arterien (arterielle Thromboembolie).

Die Wahrscheinlichkeit f√ľr ein Blutgerinnsel kann erh√∂ht sein, wenn Sie an einer anderen Erkrankung leiden, die dieses Risiko erh√∂ht (weitere Informationen zu den Erkrankungen, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel erh√∂hen, sowie zu den Symptomen eines Blutgerinnsels siehe Abschnitt ¬ęBlutgerinnsel¬Ľ in der Rubrik ¬ęWann ist bei der Anwendung von Minesse Vorsicht geboten?¬Ľ).

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Minesse auftreten:

Häufig

Scheideninfektionen (z.B. Pilzinfektionen), Gewichtsver√§nderung, Stimmungsschwankungen, Depression, Ver√§nderung der Libido (Sexualtrieb), Kopfschmerzen (einschliesslich Migr√§ne), Schwindel, Nervosit√§t, √úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Akne, St√∂rungen der Zyklusblutung (z.B. Zwischenblutungen, schmerzhafte/verl√§ngerte Monatsblutung, Ausbleiben der Monatsblutung siehe auch ¬ęWie verwenden Sie Minesse?¬Ľ), ver√§ndertes Scheidensekret, Geb√§rmutterhalsgeschwulst, Schmerzen, Empfindlichkeit oder Vergr√∂sserung der Br√ľste, Brustdr√ľsenabsonderung, Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe (sogenannte √Ėdeme).

Gelegentlich

Appetitsteigerung oder -verminderung, erhöhter Blutdruck, Bauchkrämpfe, Blähungen, Hautausschlag, Haarausfall, verstärkte Körperbehaarung, bräunliche Flecken im Gesicht, Veränderung der Blutfettwerte, Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs.

Selten

Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie, zum Beispiel: in einem Bein oder Fuss (d.h. tiefe Beinvenenthrombose), in der Lunge (d.h. Lungenembolie), Herzinfarkt, Schlaganfall, vor√ľbergehende, einem Schlaganfall √§hnelnde Symptome, die als transitorische isch√§mische Attacke bezeichnet werden, √úberempfindlichkeitsreaktionen, Nesselsucht, Schwellungen im Gesicht, an den Gliedmassen, im Gesicht und/oder Rachenraum (sogenanntes Angio√∂dem), Beeinflussung des Zuckerstoffwechsels, schlechte Vertr√§glichkeit von Kontaktlinsen (Tr√§gerinnen, deren Linsenvertr√§glichkeit sich √§ndert, sollten sich augen√§rztlich untersuchen lassen), Erythema nodosum (akute Entz√ľndung des Unterhautfettgewebes), Gelbsucht.

Sehr selten

Verst√§rkung von Krampfadern, Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung, Beschwerden der Gallenblase (einschliesslich Gallensteine), Ver√§nderungen an der Leber (gutartige, selten b√∂sartige), Erythema multiforma (akute entz√ľndliche Erkrankung der Haut oder Schleimhaut), akute Sehst√∂rungen (Entz√ľndungen des Sehnervs, Gerinnselbildung in den Netzhautgef√§ssen), Verschlimmerung von Lupus erythematodes (eine chronisch entz√ľndliche Autoimmunerkrankung), Porphyrie (eine Stoffwechselerkrankung) und Chorea (eine erbliche Erkrankung des Gehirns), Erkrankung der kleinen Blutgef√§sse (h√§molytisch ur√§misches Syndrom).

Ohne Häufigkeitsangabe:

Chronisch entz√ľndliche Darmerkrankung, gutartige Wucherung in der Leber (fokale nodul√§re Hyperplasie.

Die Symptome anderer schwerwiegender Nebenwirkungen sind in dem Abschnitt beschrieben, der Ihnen sagt, wann Sie die Einnahme von Minesse abbrechen sollten (siehe ¬ęWann ist bei der Anwendung von Minesse Vorsicht geboten?¬Ľ).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin informieren.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bei Raumtemperatur (15-25 ¬įC) lagern und vor Licht gesch√ľtzt in der Originalverpackung aufbewahren. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Minesse enthalten?

Jede Monatspackung enthält 28 Filmtabletten:

24 gelbe Filmtabletten mit 0.060 mg Gestoden und 0.015 mg Ethinylestradiol als Wirkstoffe. Hilfsstoffe: Laktosemonohydrat, mikrokristalline Zellulose, Magnesiumstearat, Polacrilinkalium, Hydroxypropylmethylcellulose, Polyethylenglykol, Titandioxid (E171), Eisenoxid rot und gelb (E172).

4 weisse Filmtabletten ohne Wirkstoffe, nur mit folgenden Hilfsstoffen: Laktosemonohydrat, Maisstärke, Magnesiumstearat, Hydroxypropylmethylzellulose, Hydroxypropylzellulose, Polyethylenglykol, Titanoxid (E171).

Zulassungsnummer

54877 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Minesse? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen mit 1√ó 28, 3√ó 28 und 6√ó 28 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Pfizer AG, Z√ľrich

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2019 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

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Wirkstoff(e) Ethinylestradiol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Pfizer AG
Suchtgift Nein
ATC Code G03AA10
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Hormonelle Kontrazeptiva zur systemischen Anwendung

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden