Wirkstoff(e) Ethinylestradiol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Bayer (Schweiz) AG
Suchtgift Nein
ATC Code G03AA10
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Hormonelle Kontrazeptiva zur systemischen Anwendung

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Bayer (Schweiz) AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Diane¬ģ-35 Ethinylestradiol Cyproteronacetat Bayer (Schweiz) AG
Desiola¬ģ 20 Ethinylestradiol Desogestrel Sandoz Pharmaceuticals AG
Dretinelle 21 Tabletten Drospirenon Ethinylestradiol Future Health Pharma GmbH
Belarina¬ģ Filmtabletten Ethinylestradiol Chlormadinonacetat Gedeon Richter (Schweiz) AG
Gerti Gynial Ethinylestradiol Chlormadinonacetat Gynial AG

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Mirelle enth√§lt die beiden Wirkstoffe Ethinylestradiol und Gestoden. Mirelle ist ein Arzneimittel zur hormonalen Empf√§ngnisverh√ľtung, ein sogenanntes kombiniertes hormonales Kontrazeptivum

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Falls einer der hier aufgelisteten Punkte auf Sie zutrifft, d√ľrfen Sie Mirelle nicht einnehmen.

Wie wird es angewendet?

In der Langbeschreibung finden Sie eine genaue Anleitung, wie Mirelle einzunehmen ist.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Häufige Nebenwirkungen sind:

Hier finden Sie genauere Informationen zu den seltenen Nebenwirkungen.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bei Raumtemperatur (15-25 ¬įC) lagern. Den Beh√§lter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?


Auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin.

Mirelle ist ein Arzneimittel zur hormonalen Empf√§ngnisverh√ľtung, ein sogenanntes kombiniertes hormonales Kontrazeptivum (CHC) bzw. die ¬ęPille¬Ľ. Jede gelbe Filmtablette enth√§lt eine geringe Menge von zwei verschiedenen weiblichen Hormonen, und zwar Gestoden als Gelbk√∂rperhormon (Gestagen) und Ethinylestradiol als √Ėstrogen.

Aufgrund der geringen Hormonmengen wird Mirelle als ¬ęMikropille¬Ľ bezeichnet. Mirelle ist ein sogenanntes Einphasenpr√§parat, da alle gelben Filmtabletten die beiden Hormone in gleichen Mengen enthalten. Die weissen Filmtabletten enthalten keinen Wirkstoff.

Mirelle bietet bei vorschriftsm√§ssiger Einnahme auf dreifache Weise Schutz vor einer Schwangerschaft: Im Allgemeinen wird verhindert, dass ein befruchtungsf√§higes Ei heranreift. Ausserdem bleibt der Schleim im Geb√§rmutterhals verdickt, so dass das Aufsteigen des m√§nnlichen Samens erschwert wird. Weiterhin ist die Schleimhaut der Geb√§rmutter f√ľr eine Schwangerschaft nicht vorbereitet. Die durch CHC ausgel√∂sten hormonellen Ver√§nderungen k√∂nnen ausserdem dazu f√ľhren, dass Ihr Zyklus regelm√§ssiger und Ihre Menstruation schw√§cher und k√ľrzer werden kann.

Wichtige Information √ľber kombinierte hormonale Kontrazeptiva (CHC)

  • Bei korrekter Anwendung z√§hlen die CHC zu den zuverl√§ssigsten reversiblen Verh√ľtungsmethoden.
  • CHC bewirken eine leichte Zunahme des Risikos f√ľr ein Blutgerinnsel in den Venen und Arterien, insbesondere im ersten Jahr der Anwendung oder bei Wiederaufnahme der Anwendung eines CHC nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen.
  • Achten Sie bitte aufmerksam auf Symptome eines Blutgerinnsels (siehe Abschnitt ¬ęBlutgerinnsel¬Ľ) und wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin, wenn Sie vermuten, diese zu haben.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln in der Rubrik ¬ęWann ist bei der Einnahme von Mirelle Vorsicht geboten?¬Ľ, bevor Sie mit der Einnahme von Mirelle beginnen. Besonders wichtig ist es, die Informationen zu den Symptomen eines Blutgerinnsels zu lesen (vgl. ¬ęSo erkennen Sie ein Blutgerinnsel¬Ľ).

Bevor Sie mit der Einnahme hormonaler Mittel zur Schwangerschaftsverh√ľtung beginnen, sollte Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin eine sorgf√§ltige Eigen- und Familienanamnese (Vorkommnisse von eigenen Krankheiten und von Krankheiten in der Familie) erheben, sowie eine gr√ľndliche allgemeine und gyn√§kologische Untersuchung durchf√ľhren. Eine Schwangerschaft ist auszuschliessen.

W√§hrend der Einnahme von Mirelle empfehlen sich regelm√§ssige √§rztliche Kontrolluntersuchungen nach Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin. Dabei wird Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin eventuell vorliegende Risiken (wie Alter, Gewicht, chirurgischer Eingriff, √Ąnderung Ihres Gesundheitszustandes und/oder Ihrer Risiken) erneut gegen den erwarteten Nutzen abw√§gen und mit Ihnen √ľber das Fortf√ľhren der Einnahme von Mirelle entscheiden.

Einnahmefehler, Erbrechen oder Magen-Darmkrankheiten, sehr seltene individuelle Stoffwechselst√∂rungen oder die gleichzeitige Einnahme bestimmter Arzneimittel (siehe ¬ęWann ist bei der Einnahme von Mirelle Vorsicht geboten?/Wechselwirkungen mit anderen Mitteln¬Ľ) k√∂nnen die schwangerschaftsverhindernde Wirkung beeintr√§chtigen (erste m√∂gliche Anzeichen: Zwischenblutungen). Eine zus√§tzliche Anwendung nicht-hormonaler Methoden der Kontrazeption (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode), z.B. Kondome, wird empfohlen.

Falls Sie bisher ein anderes hormonales Empf√§ngnisverh√ľtungsmittel eingenommen haben oder sehr bald nach einer Entbindung oder Fehlgeburt mit der Einnahme von Mirelle beginnen wollen, fragen Sie bitte zun√§chst Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin. Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko f√ľr die Bildung von Blutgerinnseln erh√∂ht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin fragen, wann Sie wieder mit der Einnahme von Mirelle beginnen k√∂nnen.

Mirelle ist ein Arzneimittel. Im Falle eines Unfalls oder eines operativen Eingriffs informieren Sie die behandelnden √Ąrzte dar√ľber, dass sie Mirelle einnehmen.

Wie alle oralen Empf√§ngnisverh√ľtungsmittel sch√ľtzt Mirelle nicht vor HIV-Infektionen (AIDS) bzw. anderen Geschlechtskrankheiten.

Mirelle wurde ausschliesslich Ihnen verordnet, deshalb geben Sie dieses Arzneimittel nicht an andere weiter.

Wann darf Mirelle nicht eingenommen werden?

Mirelle darf nicht eingenommen werden, wenn einer der nachstehend aufgef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn einer der nachstehend aufgef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft, m√ľssen Sie dies Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin mitteilen. Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin wird dann mit Ihnen besprechen, welche andere Verh√ľtungsmethode f√ľr Sie besser geeignet ist.

  • Wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem Blutgef√§ss der Beine (tiefe Beinvenenthrombose), der Lunge (Lungenembolie) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit hatten);
  • wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;
  • wenn Sie unter Angina pectoris leiden oder in der Vergangenheit gelitten hatten (d.h. insbesondere bei Anstrengung auftretenden Brustschmerzen oder einem Druckgef√ľhl hinter dem Brustbein, die Vorboten eines Herzinfarkts sein k√∂nnen);
  • wenn Sie bereits eine transitorische isch√§mische Attacke (sogenannte TIA; vor√ľbergehende Symptome eines Schlaganfalls) hatten;
  • wenn bei Ihnen eine St√∂rung der Blutgerinnung bekannt ist ‚Äď beispielsweise Protein-C-Mangel, Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel, Faktor-V-Leiden-Mutation oder Antiphospholipid-Antik√∂rper;
  • wenn bei Ihnen gleichzeitig mehrere Risikofaktoren f√ľr das Auftreten eines Blutgerinnsels vorliegen, wie z.B. √úbergewicht zusammen mit Alter √ľber 35 Jahre (vgl. im Kapitel ¬ęWann ist bei der Einnahme von Mirelle Vorsicht geboten?¬Ľ - ¬ęFaktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂hen¬Ľ und ¬ęFaktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Arterie erh√∂hen¬Ľ);
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von Migr√§ne (sog. ¬ęMigr√§ne mit Aura¬Ľ, die mit Empfindungs-, Wahrnehmungs- und/oder Bewegungsst√∂rungen einhergeht) leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben;
  • wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit Gef√§ssver√§nderungen leiden;
  • wenn Sie stark erh√∂hten Blutdruck haben;
  • wenn Sie stark erh√∂hte Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyzeride) haben;
  • wenn Sie an schweren Lebererkrankungen (z.B. Gelbsucht) leiden oder gelitten haben und sich die Leberwerte noch nicht normalisiert haben;
  • wenn Sie an Hepatitis C leiden und antivirale Arzneimittel einnehmen, welche Ombitasvir, Paritaprevir, Ritonavir, Dasabuvir oder eine Kombination dieser Wirkstoffe enthalten;
  • wenn Sie einen Lebertumor haben oder hatten;
  • wenn Sie Brust- oder Geb√§rmutterkrebs haben oder hatten, bei dem Geschlechtshormone eine Rolle spielen oder spielten;
  • wenn Sie nicht abgekl√§rte Scheidenblutungen haben;
  • wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft vermutet wird;
  • wenn Sie √ľberempfindlich gegen√ľber einem der Bestandteile von Mirelle sind.

Wann ist bei der Einnahme von Mirelle Vorsicht geboten?

Bei Auftreten einer oder mehrerer der folgenden Beschwerden sollten Sie unverz√ľglich einen Arzt/eine √Ąrztin kontaktieren (vgl. auch Tabelle ¬ęSo erkennen Sie ein Blutgerinnsel¬Ľ).

  • Neu auftretende Migr√§ne oder ungewohnt starke Kopfschmerzen;
  • pl√∂tzliche Atembeschwerden oder pl√∂tzliches Auftreten von Husten unklarer Ursache;
  • unerkl√§rliche Beinschmerzen mit oder ohne Schwellung;
  • pl√∂tzliche Seh-, H√∂r-, Sprech- oder sonstige Wahrnehmungsst√∂rung;
  • pl√∂tzlicher starker Schmerz im Oberbauch oder Brustkorb mit oder ohne Ausstrahlung in den Arm;
  • pl√∂tzliches Auftreten von Schwindel, Schw√§chegef√ľhl, Gef√ľhlsst√∂rungen;
  • Kollaps;
  • mindestens 4 Wochen vor geplanten Operationen und w√§hrend der Genesung nach Unfall oder Operation;
  • deutlicher Blutdruckanstieg bei mehreren Messungen;
  • Depression;
  • bei Gelbsucht;
  • bei Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin informieren, wenn folgende Krankheiten bestehen oder einmal bestanden haben oder sich w√§hrend der Einnahme von Mirelle verschlimmern oder zum ersten Mal auftreten:

  • wenn Sie unregelm√§ssige Monatsblutungen, Brustver√§nderungen, Brustkrebs in der Familie oder gutartige Geschw√ľlste der
  • Geb√§rmutter (sogenannte Myome) haben;
  • wenn Sie eine Fl√ľssigkeitsansammlung im Gewebe (sogenannte √Ėdeme) haben;
  • wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben;
  • wenn Sie an Epilepsie oder Veitstanz (Chorea minor) leiden;
  • wenn Sie Depressionen haben;
  • wenn Sie erh√∂hte Blutfettspiegel (Hypertriglycerid√§mie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer Familie vorgekommen ist. Unter Anwendung von CHC bei Hypertriglycerid√§mie wurde √ľber ein erh√∂htes Risiko f√ľr Pankreatitis (Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse) berichtet;
  • wenn Sie an einer Venenentz√ľndung leiden (oberfl√§chliche Thrombophlebitis);
  • wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben;
  • wenn Sie eine Lebererkrankung (z.B. Gelbsucht) oder eine Gallenblasenerkrankung (z.B. Gallensteine) haben;
  • wenn Sie an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronische entz√ľndliche Darmerkrankung) leiden;
  • wenn Sie an systemischem Lupus erythematodes leiden (SLE; eine Erkrankung, die Ihr nat√ľrliches Abwehrsystem beeintr√§chtigt);
  • wenn Sie an einem h√§molytisch-ur√§mischen Syndrom leiden (HUS; eine St√∂rung der Blutgerinnung, die zu Nierenversagen f√ľhrt);
  • wenn Sie eine Sichelzellan√§mie haben (eine seltene Bluterkrankung);
  • wenn Sie eine Herpes-Erkrankung w√§hrend einer fr√ľheren Schwangerschaft (Herpes gestationis) hatten;
  • wenn Sie eine bestimmte Form der Mittelohrschwerh√∂rigkeit (Otosklerose) haben;
  • wenn Sie an der Stoffwechselerkrankung Porphyrie leiden.

In seltenen Fällen können bräunliche Flecken im Gesicht (Chloasma) auftreten, insbesondere wenn sich diese Erscheinung in einer vorausgegangenen Schwangerschaft gezeigt hat. Wenn Sie dazu neigen, sollten Sie längere Sonnenbäder und ultraviolette Strahlen während der Einnahme von Mirelle meiden.

Bei Vorliegen eines erblich bedingten oder sp√§ter aufgetretenen Angio√∂dems (in Episoden auftretendes Anschwellen von K√∂rperteilen wie H√§nden, F√ľssen, Gesicht oder Atemwegen, das durch einen Defekt des Gens, welches ein Blutprotein namens C1-Hemmer kontrolliert, verursacht wird) kann die Einnahme von √Ėstrogenen diese Symptome hervorrufen oder verschlimmern.

BLUTGERINNSEL

Als Thrombose wird die Bildung eines Blutgerinnsels bezeichnet, welches ein Blutgef√§ss verstopfen kann. Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (CHC) wie Mirelle ist Ihr Risiko f√ľr die Ausbildung eines Blutgerinnsels h√∂her als wenn Sie keines anwenden.

Blutgerinnsel können auftreten

in Venen (sog. ¬ęVenenthrombose¬Ľ, ¬ęven√∂se Thromboembolie¬Ľ)
in Arterien (sog. ¬ęArterienthrombose¬Ľ, ¬ęarterielle Thromboembolie¬Ľ).

Am h√§ufigsten ereignet sich eine Thrombose in den tiefen Beinvenen (tiefe Venenthrombose). Wenn sich ein Blutgerinnsel von der Venenwand losl√∂st, kann es weiterwandern und die Lungenarterien verstopfen, was zu einer sogenannten Lungenembolie f√ľhrt. Blutgerinnsel k√∂nnen sehr selten auch in den Blutgef√§ssen des Herzens auftreten, was zu einem Herzinfarkt f√ľhren kann. Blutgerinnsel im Gehirn k√∂nnen einen Schlaganfall verursachen. Sehr selten k√∂nnen sich Blutgerinnsel in anderen K√∂rperteilen, einschliesslich Leber, Darm, Nieren oder Auge bilden.

Ven√∂se oder arterielle thromboembolische Ereignisse k√∂nnen selten zu schwerwiegenden bleibenden Gesundheitssch√§den f√ľhren oder t√∂dlich sein.

So erkennen Sie ein Blutgerinnsel

Beim Auftreten folgender Zeichen sollten Sie sofort einen Arzt/eine √Ąrztin aufsuchen:

Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf?

Woran könnten Sie leiden?

Schwellung eines Beins oder längs einer Vene im Bein oder Fuss, vor allem, wenn gleichzeitig Folgendes auftritt:

  • Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der m√∂glicherweise nur beim Stehen oder Gehen bemerkt wird;
  • Erw√§rmung des betroffenen Beins;
  • √Ąnderung der Hautfarbe des Beins, z.B. Blau- oder Rotf√§rbung, oder selten aufkommende Bl√§sse.

Tiefe Beinvenenthrombose

  • pl√∂tzliche unerkl√§rliche Kurzatmigkeit oder schnelle Atmung;
  • pl√∂tzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache, bei dem evtl. Blut ausgehustet werden kann;
  • stechender Brustschmerz, der bei tiefem Einatmen zunimmt;
  • starke Benommenheit oder Schwindelgef√ľhl;
  • schneller oder unregelm√§ssiger Herzschlag;
  • starke Magenschmerzen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit einem Arzt/einer √Ąrztin, da einige dieser Symptome wie Husten oder Kurzatmigkeit mit einer leichteren Erkrankung wie z.B. einer Entz√ľndung der Atemwege (z.B. einem grippalen Infekt) verwechselt werden k√∂nnen.

Lungenembolie

  • sofortiger Verlust des Sehverm√∂gens oder
  • schmerzloses verschwommenes Sehen, welches zu einem Verlust des Sehverm√∂gens fortschreiten kann.

Diese Symptome treten meistens nur in einem Auge auf.

Thrombose eines Netzhautgefässes (Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie im Auge)

  • Brustschmerz, Druckgef√ľhl in der Brust, Unwohlsein, Schweregef√ľhl;
  • Engegef√ľhl in Brust, Arm oder unterhalb des Brustbeins;
  • V√∂llegef√ľhl, Verdauungsst√∂rungen oder Erstickungsgef√ľhl;
  • in den R√ľcken, Kiefer, Hals, Arm oder Magen ausstrahlende Beschwerden im Oberk√∂rper;
  • Schwitzen, √úbelkeit, Erbrechen oder Schwindelgef√ľhl;
  • extreme Schw√§che, Angst oder Kurzatmigkeit;
  • schneller oder unregelm√§ssiger Herzschlag.

Herzinfarkt

  • pl√∂tzliche Schw√§che oder Taubheitsgef√ľhl des Gesichtes, Arms oder Beins, die auf einer K√∂perseite besonders ausgepr√§gt ist;
  • pl√∂tzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verst√§ndnisschwierigkeiten;
  • pl√∂tzliche Sehst√∂rungen in einem oder beiden Augen;
  • pl√∂tzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgef√ľhl, Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsst√∂rungen;
  • pl√∂tzliche schwere oder l√§nger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache;
  • Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht.

In manchen Fällen können die Symptome eines Schlaganfalls kurzfristig sein und mit einer nahezu sofortigen und vollständigen Erholung einhergehen. Sie sollten sich aber trotzdem dringend in ärztliche Behandlung begeben, da Sie erneut einen Schlaganfall erleiden könnten.

Schlaganfall

  • Schwellung und leicht bl√§uliche Verf√§rbung eines Armes oder Beines;
  • starke Magenschmerzen.

Blutgerinnsel, die andere Blutgefässe verstopfen

Wann ist das Risiko f√ľr Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂ht?

Das Risiko f√ľr ven√∂se Thromboembolien ist w√§hrend des ersten Anwendungsjahres am h√∂chsten. Dieses erh√∂hte Risiko besteht ab der erstmaligen Einnahme von Mirelle oder bei der erneuten Einnahme (nach einem mindestens 4-w√∂chigen oder l√§nger dauernden CHC-freien Zeitraum). Daten einer grossen Studie deuten darauf hin, dass dieses erh√∂hte Risiko vorwiegend w√§hrend der ersten 3 Monate besteht.

Nach dem ersten Jahr sinkt das Risiko, es bleibt aber stets geringf√ľgig h√∂her als wenn Mirelle nicht eingenommen w√ľrde.

Wenn Sie die Einnahme von Mirelle beenden, kehrt das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in wenigen Wochen auf den Normalwert zur√ľck.

Wie gross ist das Risiko f√ľr die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene?

Das Gesamtrisiko f√ľr ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge bei Einnahme von Mirelle ist gering, ist aber mehrfach h√∂her als bei Frauen, die kein Mirelle einnehmen:

Ungefähr 2 von 10'000 Frauen, die weder schwanger sind noch ein CHC anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

Ungefähr 9 bis 12 von 10'000 Frauen, die ein Gestoden-haltiges CHC wie Mirelle anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel. Ungefähr 5 bis 7 von 10'000 Frauen, die ein CHC mit Levonorgestrel, Norethisteron oder mit Norgestimat anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

In beiden Fällen ist die Anzahl an Blutgerinnseln pro Jahr geringer als die erwartete Anzahl während einer Schwangerschaft oder in der Phase nach der Geburt.

Das Risiko f√ľr die Bildung eines Blutgerinnsels ist entsprechend Ihrer pers√∂nlichen medizinischen Vorgeschichte unterschiedlich hoch (siehe folgender Abschnitt ¬ęFaktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂hen¬Ľ).

Faktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Vene erh√∂hen

Das Risiko f√ľr eine Gerinnselbildung in Venen (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) nimmt zu:

  • Mit steigendem Alter (insbesondere ab einem Alter von ungef√§hr 35 Jahren);
  • bei √úbergewicht (Body-Mass-Index √ľber 30 kg/m2);
  • bei fr√ľherem Auftreten eines Blutgerinnsels (Venenthrombose, Lungenembolie oder anderswo) bei einem Geschwister oder Elternteil in jungen Lebensjahren (j√ľnger als 50 Jahre), oder falls Sie oder einer Ihrer nahen Verwandten bekannte oder vermutete vererbliche St√∂rungen der Blutgerinnung (eine sogenannte Thrombophilie) haben. In diesem Fall sollten Sie vor Beginn der Einnahme von Mirelle einen Spezialisten aufsuchen. Falls die Untersuchung Hinweise auf eine Thrombophilie ergibt, darf Mirelle nicht eingenommen werden. (siehe ¬ęWann darf Mirelle nicht eingenommen werden?¬Ľ);
  • bei l√§ngerfristiger Immobilisierung, gr√∂sseren chirurgischen Eingriffen, jedem chirurgischen Eingriff an den Beinen oder wenn ein Bein eingegipst ist, sowie bei schweren Verletzungen. In diesen F√§llen sollte Mirelle abgesetzt werden (bei geplanten chirurgischen Eingriffen mind. 4 Wochen vorher). Der Arzt/die √Ąrztin entscheidet, wann mit der Einnahme von Mirelle wieder begonnen werden kann (fr√ľhestens 2 Wochen nach vollst√§ndiger Mobilisierung);
  • bei l√§ngerem Sitzen wie z.B. bei Langstreckenfl√ľgen (>4 Stunden), insbesondere wenn bei Ihnen andere der aufgef√ľhrten Faktoren vorliegen.

Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko f√ľr die Bildung von Blutgerinnseln erh√∂ht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin fragen, wann Sie wieder mit der Einnahme von Mirelle beginnen k√∂nnen.

Andere Risikofaktoren sind systemischer Lupus erythematodes, hämolytisch-urämisches Syndrom, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Sichelzellanämie und Krebs.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre √Ąrztin informieren, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, auch wenn Sie nicht sicher sind. Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin kann dann entscheiden, ggf. Mirelle abzusetzen.

Wann ist das Risiko f√ľr Blutgerinnsel in einer Arterie erh√∂ht?

Genau wie ein Blutgerinnsel in einer Vene kann auch ein Gerinnsel in einer Arterie schwerwiegende Konsequenzen haben. Es kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.

Faktoren, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel in einer Arterie erh√∂hen

Es ist wichtig zu beachten, dass das Risiko f√ľr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgrund der Einnahme von Mirelle sehr gering ist, jedoch ansteigen kann:

  • Mit zunehmendem Alter (√§lter als 35 Jahre);
  • wenn Sie rauchen. Bei der Einnahme von Mirelle wird geraten, mit dem Rauchen aufzuh√∂ren. Wenn Sie nicht mit dem Rauchen aufh√∂ren k√∂nnen und √§lter als 35 Jahre sind, kann Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin Ihnen raten, eine andere Verh√ľtungsmethode anzuwenden;
  • wenn Sie √ľbergewichtig sind (Body-Mass-Index √ľber 30 kg/m2);
  • wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;
  • wenn einer Ihrer n√§chsten Angeh√∂rigen in jungen Jahren (j√ľnger als 50 Jahre) einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte. In diesem Fall k√∂nnten Sie ebenfalls ein erh√∂htes Risiko f√ľr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben;
  • wenn Sie oder einer Ihrer n√§chsten Angeh√∂rigen einen hohen Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride) haben;
  • wenn Sie unter Migr√§ne, insbesondere Migr√§ne mit Aura leiden;
  • wenn Sie an Herzproblemen leiden, wie einer Herzklappenerkrankung oder Vorhofflimmern (einer bestimmten Herzrhythmusst√∂rung);
  • wenn Sie zuckerkrank (Diabetikerin) sind.

Andere Risikofaktoren sind Hyperhomocysteinämie und systemischer Lupus erythematodes.

Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer ist, kann Ihr Risiko f√ľr die Ausbildung eines Blutgerinnsels zus√§tzlich erh√∂ht sein.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer √Ąrztin mit, wenn es bei einer der oben erw√§hnten Punkte w√§hrend der Einnahme von Mirelle zu einer Ver√§nderung kommt, zum Beispiel wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, bei einem nahen Angeh√∂rigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt, oder wenn Sie stark zunehmen.

Tumorerkrankungen

Brustkrebs wurde bei Frauen, die CHC wie Mirelle anwenden, geringf√ľgig √∂fter festgestellt als bei Frauen gleichen Alters, die keine solche Pr√§parate anwenden. 10 Jahre nach Absetzen dieser Pr√§parate besteht allerdings kein Unterschied mehr. Es ist nicht bekannt, ob der Unterschied durch diese Pr√§parate verursacht wird. M√∂glicherweise wurden diese Frauen nur sorgf√§ltiger und √∂fter untersucht, so dass der Brustkrebs fr√ľher erkannt wurde.

In einigen Studien waren Frauen, die ein CHC wie Mirelle √ľber l√§ngere Zeit anwendeten, h√§ufiger von Geb√§rmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) betroffen. Den st√§rksten Risikofaktor f√ľr das Auftreten von Geb√§rmutterhalskrebs stellt jedoch eine langandauernde Infektion mit dem Papillomavirus (HPV-Infektion) dar. Es ist nicht bekannt, inwieweit die Langzeitanwendung von CHC wie Mirelle oder andere Faktoren wie z.B. das Sexualverhalten (z.B. h√§ufiger Partnerwechsel mit √úbertragung des Virus) zu der in den Studien beobachteten h√∂heren H√§ufigkeit von Geb√§rmutterhalskrebs beigetragen haben k√∂nnten.

In seltenen F√§llen sind nach Langzeitanwendung hormonaler Wirkstoffe, wie sie Mirelle enth√§lt, gutartige, noch seltener b√∂sartige Ver√§nderungen an der Leber beobachtet worden, die zu inneren Blutungen f√ľhren und das Absetzen des Pr√§parates erforderlich machen k√∂nnen. Deshalb ist der Arzt oder die √Ąrztin zu informieren, wenn ungewohnte Oberbauchbeschwerden auftreten, die nicht von selbst bald vor√ľbergehen.

Die oben genannten Tumore können lebensbedrohlich sein oder tödlich verlaufen.

Psychiatrische Erkrankungen

Manche Frauen, die hormonelle Verh√ľtungsmittel wie Mirelle anwenden, berichten √ľber Depression oder depressive Verstimmung. Depressionen k√∂nnen schwerwiegend sein und gelegentlich zu Selbstt√∂tungsgedanken f√ľhren. Wenn bei Ihnen Stimmungsschwankungen und depressive Symptome auftreten, lassen Sie sich so rasch wie m√∂glich von einem Arzt/einer √Ąrztin medizinisch beraten.

Sonstige Vorsichtsmassnahmen

Die in Mirelle enthaltenen Hormone k√∂nnen die Ergebnisse bestimmter Blutuntersuchungen beeinflussen. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, dass Sie Mirelle einnehmen, wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgef√ľhrt wird.

Es ist erwiesen, dass die regelm√§ssige Einnahme von Fols√§ure vor und w√§hrend einer Schwangerschaft zur Verhinderung von Neuralrohrdefekten (Spina bifida = offener R√ľcken, Anencephalie = Fehlen des Sch√§deldaches und Teilen des Gehirns) beitr√§gt. Deshalb wird bei Absetzen der hormonalen Kontrazeption f√ľr alle Frauen, welche schwanger werden m√∂chten oder k√∂nnten, zus√§tzlich zu einer fols√§urereichen Ern√§hrung die kontinuierliche Einnahme von 0.4 mg Fols√§ure pro Tag (z.B. in Form eines Multivitaminpr√§parates) empfohlen.

Jede Tablette von Mirelle enthält 40 mg Laktose. Wenn Sie an der seltenen hereditären Galaktose-Intoleranz, Lapp-Laktase-Mangel oder Glukose-Galaktose- Malabsorption leiden und eine laktosefreie Diät einhalten, sollten Sie diese Menge beachten.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Gewisse Arzneimittel k√∂nnen bei gleichzeitiger Einnahme die Wirkung von Mirelle beeintr√§chtigen oder zu unerwarteten Blutungen f√ľhren (Schmier-, Durchbruchsblutungen): z.B. Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Barbiturate, Phenytoin, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Topiramat, Felbamat, Primidon), von HIV- und Hepatitis C-Infektionen (Proteaseinhibitoren und Nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren), von Tuberkulose (Rifampicin, Rifabutin), von hohem Blutdruck in den Lungen (Bosentan), von einer speziellen Art der √ľberm√§ssigen Schl√§frigkeit (Modafinil) sowie bei l√§ngerfristiger Einnahme (√ľber 10 Tage) gewisser Antibiotika zur Behandlung bestimmter Infektionen (Tetracycline) und bei Einnahme von Johanniskrautpr√§paraten (siehe unten).

Wenn Sie eines der oben genannten Arzneimittel kurzfristig anwenden, k√∂nnen Sie Mirelle weiterhin einnehmen. W√§hrend der Behandlung und f√ľr 28 Tage nach dem Beenden der Behandlung mit diesem Arzneimittel m√ľssen Sie jedoch zus√§tzliche, nicht-hormonale Massnahmen zur Empf√§ngnisverh√ľtung, z.B. Kondome, anwenden. Fragen Sie diesbez√ľglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Wird die gleichzeitige Behandlung mit dem Arzneimittel √ľber das Ende der aktuellen Packung von Mirelle fortgesetzt, ist die n√§chste Packung ohne die Placebofilmtabletten-Einnahme (weisse Tabletten; siehe ¬ęWie verwenden Sie Mirelle?¬Ľ) anzufangen. Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin wird Sie dar√ľber instruieren.

Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin oder Apotheker bzw. Apothekerin √ľber das weitere Vorgehen, falls Sie l√§ngerfristig (d.h. √ľber mehr als 10-14 Tage) Antibiotika einnehmen m√ľssen (z.B. bei Entz√ľndungen der Knochen oder bei Borreliose).

Wenn Sie Mirelle einnehmen, sollen Sie nicht gleichzeitig ein Johanniskrautpr√§parat (Hypericum) gegen Depressionen anwenden, da die empf√§ngnisverh√ľtende Wirkung beeintr√§chtigt sein kann. √úber Zwischenblutungen und Einzelf√§lle unerw√ľnschter Schwangerschaften wurde berichtet.

Einige Arzneimittel sowie Grapefruitsaft k√∂nnen die Wirkstoffkonzentration von Mirelle im Blut erh√∂hen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel oder Grapefruitsaft einnehmen:

  • Antipilzmittel, die Wirkstoffe wie z.B. Itraconazol, Voriconazol, oder Fluconazol enthalten;
  • bestimmte Antibiotika (sogenannte Makrolide), die als Wirkstoff Clarithromycin oder Erythromycin enthalten;
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen (mit den Wirkstoffen Diltiazem oder Verapamil);
  • Schmerz- und Entz√ľndungshemmer, die als Wirkstoff Etoricoxib enthalten;
  • Arzneimittel zur Senkung hoher Cholesterinblutspiegel, die als Wirkstoff Atorvastatin oder Rosuvastatin enthalten.

Wenn Sie zuckerkrank sind, kann sich durch die Einnahme von Mirelle Ihr Bedarf an blutzuckersenkenden Arzneimitteln (inklusive Insulin) ändern.

Mirelle kann auch die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, und deren Wirkung entweder verst√§rken oder vermindern. Dies betrifft z.B. Ciclosporin, Melatonin, Tizanidin, Theophyllin und das Antiepileptikum Lamotrigin (dies k√∂nnte zu einer erh√∂hten H√§ufigkeit von Krampfanf√§llen f√ľhren, weshalb Ihr Arzt/Ihre √Ąrztin zu Beginn der Einnahme von Mirelle und wenn Sie Mirelle absetzen, die Lamotrigin-Blutspiegel √ľberwachen wird). Es k√∂nnen aber auch weitere Arzneimittel betroffen sein, wie Schmerzmittel, Antidepressiva, Antimalariamittel, Beruhigungsmittel, Herzmedikamente, Cortison-Pr√§parate und Blutgerinnungshemmer.

Verwenden Sie Mirelle nicht, wenn Sie Hepatitis C haben und die Wirkstoffkombination Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir einnehmen, da dies eine Erh√∂hung der Leberfunktionswerte im Blut (Erh√∂hung des ALT Leberenzyms) bewirken und die Wirksamkeit von Mirelle beeintr√§chtigen kann. Mirelle darf erst wieder eingenommen werden, wenn Ihre Leberwerte sich normalisiert haben und die Beeintr√§chtigung der Wirksamkeit von Mirelle mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Sprechen Sie daher mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin, wann Sie nach dem Absetzen dieser Wirkstoffkombination wieder mit der Einnahme von Mirelle beginnen k√∂nnen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder √§usserlich anwenden.

Ebenso ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt bzw. Ihre √Ąrztin oder Zahn√§rztin √ľber die Einnahme von Mirelle informieren, wenn er bzw. sie Ihnen neue Arzneimittel verschreibt.

Wirkung von Mirelle auf die Fahrt√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien durchgef√ľhrt, welche die Fahrt√ľchtigkeit oder die F√§higkeit, Maschinen zu bedienen, untersucht haben.

Darf Mirelle während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Mirelle darf während einer Schwangerschaft oder bei Verdacht auf eine Schwangerschaft grundsätzlich nicht eingenommen werden.

Wenn Sie stillen, sollten Sie Mirelle nicht einnehmen, da es Qualität und Quantität der Muttermilch beeinträchtigen kann.

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Wie wird es angewendet?

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer √Ąrztin oder Apothekerin.

Vorbereitung der Packung

Jeder Packung liegt ein Blatt mit 7 selbstklebenden Wochentagsstreifen bei. Um die Packung gebrauchsfertig zu machen, m√ľssen Sie den Streifen, auf dem links der Wochentag des Einnahmebeginns steht, abziehen und auf die Tabletten-Packung beim Vermerk ¬ęWochentagsstreifen¬Ľ aufkleben. Hierzu ein Beispiel: Ist der erste Einnahmetag ein Montag, so wird der Wochentagsstreifen, der links mit ¬ęMo¬Ľ beginnt, auf die Packung geklebt. Damit ist jede weitere Tablette mit dem dazugeh√∂rigen Einnahmetag markiert und es ist jederzeit m√∂glich, mit einem Blick zu kontrollieren, ob die t√§gliche Tablette eingenommen wurde.

Die √ľbrigen Streifen werden nicht ben√∂tigt.

Die Kalenderpackung enth√§lt 28 Tabletten (24 gelbe Tabletten und 4 weisse Tabletten). An 28 aufeinanderfolgenden Tagen ist t√§glich eine Tablette einzunehmen. Die Tageszeit der Einnahme ist gleichg√ľltig, nur sollten Sie bei der einmal gew√§hlten Stunde bleiben. Nehmen Sie die erste Tablette der Packung aus dem Feld, das mit 1/Start bezeichnet ist und schlucken Sie diese unzerkaut mit Fl√ľssigkeit. Nehmen Sie t√§glich der Pfeilrichtung folgend eine Tablette ein: Zuerst alle 24 gelben, dann alle 4 weissen Tabletten. Am 2. oder 3. Tag nach Einnahme der letzten gelben Filmtablette sollte die Monatsblutung (Entzugsblutung) einsetzen. Die Tabletten-Einnahme erfolgt kontinuierlich, d.h. am Tag nachdem Sie die letzte weisse Tablette eingenommen haben, beginnen Sie sofort die n√§chste Mirelle-Packung, auch wenn die Blutung noch anh√§lt. Das bedeutet, dass Sie jede weitere Mirelle-Packung stets am gleichen Wochentag beginnen wie die erste Packung und Ihre Monatsblutung ebenfalls jeden Monat ungef√§hr am gleichen Tag beginnt.

Beginn der Einnahme

Wenn Sie w√§hrend des vergangenen Monats keine hormonalen Empf√§ngnisverh√ľtungsmittel angewendet haben

Warten Sie bis zu Ihrer n√§chsten Monatsblutung. Beginnen Sie mit der Einnahme der Tabletten am 1. Tag des Zyklus (= 1. Tag der Blutung). Der 1. Zyklus wird etwas verk√ľrzt sein, w√§hrend alle folgenden Zyklen vier Wochen dauern.

Sie k√∂nnen auch am 2. bis 5. Tag Ihres Zyklus mit der Tabletten-Einnahme beginnen, dann m√ľssen Sie aber w√§hrend der ersten 7 Tage der Einnahme im ersten Zyklus zus√§tzliche Verh√ľtungsmethoden (nicht-hormonale Verh√ľtungsmittel mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) verwenden.

Bei Umstellung von einer kombinierten 21- oder 22-Tage Pille, einem Vaginalring oder einem transdermalen Pflaster

Sie beginnen mit der Einnahme von Mirelle vorzugsweise am Tag nach der Einnahme des letzten Dragees/Tablette der bisher eingenommenen Pille (das bedeutet: ohne Einnahme-Pause). Sie k√∂nnen auch sp√§ter mit der Pilleneinnahme beginnen, sp√§testens jedoch am Tag nach dem √ľblichen 7-t√§gigen einnahmefreien Intervall Ihrer gegenw√§rtigen Pille.

Falls bisher ein Vaginalring oder ein transdermales Pflaster angewendet wurde, sollte vorzugsweise am Tag der Entfernung oder spätestens, wenn die nächste Applikation des Pflasters bzw. des Vaginalrings fällig wäre, mit Mirelle angefangen werden.

Bei Umstellung von einer 28-Tage-Packung Kombinationspille (mit 21 bis 24 wirkstoffhaltigen Tabletten und 4 bis 7 Tabletten ohne Wirkstoffe)

Nachdem Sie die letzte wirkstoffhaltige Tablette aus der alten Packung eingenommen haben (nach 21 bis zu 24 Tagen), beginnen Sie unmittelbar am darauffolgenden Tag ‚Äď ohne Einnahmepause ‚Äď mit der ersten Mirelle Tablette. Sie k√∂nnen aber auch die n√§chste Monatsblutung abwarten und mit der Einnahme von Mirelle im Anschluss an die letzte Tablette ohne Wirkstoff beginnen.

Bei Umstellung von einer Gestagen-Monopille (Minipille)

Sie k√∂nnen die Einnahme der Minipille an jedem beliebigen Tag beenden und mit der Einnahme von Mirelle am n√§chsten Tag zum gleichen Zeitpunkt beginnen. Benutzen Sie aber an den ersten 7 Tagen der Mirelle-Einnahme zus√§tzlich eine nicht-hormonale Methode der Empf√§ngnisverh√ľtung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode).

Bei Umstellung von einer Hormon-Injektion, einem Implantat oder einer Gestagen-abgebenden Spirale

Beginnen Sie mit der Einnahme von Mirelle, wenn Ihre n√§chste Injektion f√§llig w√§re oder an dem Tag, an dem Ihr Implantat resp. Ihre Spirale entfernt wird. Benutzen Sie aber an den ersten 7 Tagen der Pilleneinnahme zus√§tzlich eine nicht-hormonale Methode der Empf√§ngnisverh√ľtung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode).

Nach einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch in den ersten 3 Monaten

Sie k√∂nnen sofort mit der Einnahme von Mirelle beginnen und brauchen keine zus√§tzlichen empf√§ngnisverh√ľtenden Massnahmen zu ergreifen. Ziehen Sie jedoch Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin zu Rate.

Nach einer Geburt oder nach einem Schwangerschaftsabbruch nach den ersten 3 Monaten

Nach einer Geburt oder nach einem Schwangerschaftsabbruch nach den ersten 3 Monaten sollte mit der Einnahme von Mirelle fr√ľhestens zwischen dem 21. und 28. Tag begonnen werden. Sie brauchen dann keine zus√§tzlichen empf√§ngnisverh√ľtenden Massnahmen zu ergreifen. Sind seit der Geburt mehr als 28 Tage verstrichen, m√ľssen Sie allerdings w√§hrend der ersten 7 Tage zus√§tzliche empf√§ngnisverh√ľtende Massnahmen ergreifen. Sollten Sie zuvor Geschlechtsverkehr gehabt haben, muss die M√∂glichkeit einer Schwangerschaft ausgeschlossen werden, oder Sie m√ľssen bis zum Beginn der n√§chsten Monatsblutung warten, bevor Sie mit der Einnahme von Mirelle beginnen.

Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko f√ľr die Bildung von Blutgerinnseln erh√∂ht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin fragen, wann Sie wieder mit der Einnahme von Mirelle beginnen k√∂nnen. Bitte beachten Sie, dass Sie Mirelle nicht einnehmen sollten, wenn Sie stillen (vgl. ¬ęDarf Mirelle w√§hrend der Schwangerschaft oder Stillzeit eingenommen werden?¬Ľ).

Wenn Sie vergessen haben, die tägliche Tablette einzunehmen

Wenn Sie den √ľblichen Einnahmezeitpunkt um weniger als 12 Stunden √ľberschritten haben, ist die Zuverl√§ssigkeit der Pille noch gegeben. Sie sollten die Tablette sofort einnehmen und alle darauffolgenden Tabletten wieder zur gewohnten Tageszeit einnehmen.

Wenn Sie die Einnahme der Tablette um mehr als 12 Stunden versäumt haben, ist möglicherweise kein vollständiger Empfängnisschutz mehr gegeben. Je mehr Tabletten Sie vergessen haben, desto höher ist das Risiko, dass die Pille nicht mehr wirkt. Das Risiko, schwanger zu werden, ist besonders hoch, wenn Sie Tabletten am Anfang oder Ende der Packung vergessen. Deshalb sollten Sie nachfolgende Regeln beachten:

Wenn Sie mehr als eine Tablette einer Packung vergessen haben

Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin um Rat.
Wenn Sie zwischen dem 1. bis 7. Einnahmetag 1 Tablette vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene gelbe Tablette sofort ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerkt haben ‚Äď auch dann, wenn dadurch knapp hintereinander an einem Tag 2 Tabletten einzunehmen sind ‚Äď und nehmen Sie die darauffolgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein.

W√§hrend der n√§chsten 7 Tage ist zus√§tzlich eine nicht-hormonale Methode der Empf√§ngnisverh√ľtung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anzuwenden. Hat in der Woche, bevor Sie die Einnahme vergessen haben, bereits ein Geschlechtsverkehr stattgefunden, besteht die M√∂glichkeit einer Schwangerschaft. Teilen Sie dies umgehend Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin mit.

Wenn Sie zwischen dem 8. bis 14. Einnahmetag 1 Tablette vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene gelbe Tablette sofort ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerken ‚Äď auch dann, wenn dadurch knapp hintereinander an einem Tag 2 Tabletten einzunehmen sind ‚Äď und nehmen Sie die darauffolgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein.

Vorausgesetzt, dass an den 7 vorangegangenen Tagen eine regelm√§ssige Einnahme erfolgt ist, bleibt die Wirkung der Pille erhalten. Sie m√ľssen keine zus√§tzlichen nicht-hormonalen Verh√ľtungsmittel anwenden. War dies nicht der Fall oder wurde mehr als 1 Tablette vergessen, ist w√§hrend der n√§chsten 7 Tage zus√§tzlich eine nicht-hormonale Methode der Empf√§ngnisverh√ľtung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anzuwenden.

Wenn Sie zwischen dem 15. bis 24. Einnahmetag 1 Tablette vergessen haben

Sie k√∂nnen eine der beiden folgenden M√∂glichkeiten w√§hlen, ohne zus√§tzliche Verh√ľtungsmittel verwenden zu m√ľssen, sofern die Einnahme an den vorangegangenen 7 Tagen regelm√§ssig erfolgt ist. Ansonsten soll die erste der beiden M√∂glichkeiten befolgt und w√§hrend der n√§chsten 7 Tage zus√§tzlich eine nicht-hormonale Methode der Empf√§ngnisverh√ľtung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) angewendet werden.

Sie nehmen die vergessene gelbe Tablette sofort ein, sobald Sie die vergessene Einnahme bemerken ‚Äď auch dann, wenn dadurch knapp hintereinander an einem Tag 2 Tabletten einzunehmen sind ‚Äď und nehmen die darauffolgenden gelben Tabletten zur gewohnten Zeit ein. Die folgenden 4 weissen Tabletten werden verworfen. Mit der Tabletten-Einnahme aus der n√§chsten Packung beginnen Sie direkt nach der letzten gelben Tablette der alten Packung, ohne Einnahme der weissen Tabletten. Es wird dabei nicht zur √ľblichen Entzugsblutung kommen; bis zum Aufbrauchen dieser zweiten Packung k√∂nnen aber geh√§uft Schmier- bzw. Durchbruchsblutungen auftreten.

Oder:

Sie nehmen keine weiteren Tabletten der angebrochenen Packung mehr ein. Nach einem einnahmefreien Intervall von höchstens 4 Tagen, einschliesslich jenes Tages, an dem die Einnahme vergessen wurde, setzen Sie die Tabletteneinnahme mit der nächsten Packung fort.

Wenn Sie zwischen dem 25. bis 28. Einnahmetag Tabletten vergessen haben

Sie m√ľssen die vergessenen weissen Tabletten (eine oder mehrere) nicht mehr einnehmen, sondern k√∂nnen Sie verwerfen, da diese Tabletten keine Wirkstoffe enthalten.

Wenn Sie Tabletten vergessen haben und keine Monatsblutung w√§hrend der Einnahme der weissen Tabletten haben, besteht die M√∂glichkeit einer Schwangerschaft. Befragen Sie daher Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin, ehe Sie mit der Pilleneinnahme aus der n√§chsten Packung beginnen.
Vorgehen bei akuten Magen-Darm-Erkrankungen wie Erbrechen oder Durchfall (unabhängig von deren Ursache, also z.B. auch als Nebenwirkung anderer Arzneimittel wie Antibiotika)

Bei Magen-Darm-St√∂rungen wie Erbrechen oder Durchfall kann die Aufnahme der Wirkstoffe der Tablette in den K√∂rper unvollst√§ndig sein. √Ąhnlich wie beim Vergessen einer Filmtablette kann die Wirksamkeit daher vermindert sein. Dies gilt insbesondere im Falle von Erbrechen. Falls Sie innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach Einnahme einer gelben Mirelle-Tablette erbrechen, befolgen Sie deshalb die Ratschl√§ge, wie im Falle von vergessenen Tabletten. Damit das gewohnte Einnahmeschema beibehalten werden kann, muss die zus√§tzlich einzunehmende Tablette einer Reservepackung entnommen werden.

Wenn Sie nach Einnahme einer weissen Tablette erbrechen, m√ľssen Sie keine weiteren Massnahmen treffen, da diese Tabletten keine Wirkstoffe enthalten.

Im Falle von starkem Durchfall (z.B. auch als Nebenwirkung anderer Arzneimittel wie z.B. von Antibiotika) fragen Sie bitte Ihren Arzt, ob zusätzliche Massnahmen erforderlich sind.

Wenn Erbrechen, Durchfall etc. voraussichtlich l√§nger (d.h. mehrere Tage) andauern, sollte w√§hrend des betreffenden Einnahmezyklus die zus√§tzliche Anwendung eines mechanischen Verh√ľtungsmittels erwogen werden.

Wenn Sie eine Monatsblutung hinauszögern wollen

Sie k√∂nnen Ihre Monatsblutung verschieben, indem Sie ohne Einnahme der weissen Tabletten direkt nach der letzten gelben Tablette mit der n√§chsten Packung Mirelle beginnen. Sie k√∂nnen mit der Einnahme der gelben Tabletten aus der neuen Packung so lange wie gew√ľnscht fortfahren, l√§ngstens jedoch bis zum Ende der gelben Tabletten dieser Packung. Wenn Sie m√∂chten, dass Ihre Monatsblutung einsetzt, fahren Sie mit den weissen Tabletten weiter. Bei der Einnahme der zweiten Packung kann es zu Schmier- und Durchbruchsblutungen kommen. Beginnen Sie mit der n√§chsten Pillenpackung nach der Einnahme der weissen Tabletten.

Wenn Sie grundsätzlich den ersten Tag Ihrer Monatsblutung auf einen anderen Wochentag legen möchten

Wenn Sie die Tabletten nach Anleitung einnehmen, wird Ihre Monatsblutung alle 4 Wochen an ungefähr dem gleichen Tag einsetzen. Wenn Sie diesen ändern wollen, verringern Sie die Anzahl der einzunehmenden weissen Tabletten und beginnen Sie danach direkt mit der Einnahme der gelben Tabletten der nächsten Mirelle-Packung. Die Anzahl der ausgelassenen Tabletten entspricht der Anzahl Tage, um welche die Monatsblutung vorverschoben wird. Je nachdem, wie viele weisse Tabletten Sie ausgelassen haben, besteht die Möglichkeit, dass es nicht zu einer Entzugsblutung kommt. Schmier- bzw. Durchbruchsblutungen sind jedoch während der Einnahme der nächsten Packung möglich.

Verhalten bei Blutungsunregelmässigkeiten

Bei allen Pillen kann es, insbesondere in den ersten Monaten der Einnahme, zu Blutungen ausser der Reihe (Schmier- bzw. Durchbruchsblutungen) kommen. Es kann sein, dass Sie Binden oder Tampons benötigen, jedoch muss die Einnahme nicht unterbrochen werden.

Leichte Zwischenblutungen gehen im Allgemeinen zur√ľck, sobald sich der K√∂rper an die Einnahme der Pille gew√∂hnt hat (normalerweise nach ca. 3 Zyklen). Bei andauernden, st√§rkeren, der normalen Menstruation √§hnlichen oder wiederholten Blutungen sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin aufsuchen.

Verhalten bei Ausbleiben der Monatsblutung

Die Entzugsblutung kann während der Einnahme der weissen Tabletten ausbleiben. Haben Sie Ihre Mirelle-Tabletten korrekt eingenommen, nicht erbrochen und keine anderen Arzneimittel eingenommen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft äusserst gering. Nehmen Sie Mirelle wie gewohnt ein.

Bleibt die Blutung zweimal hintereinander aus, besteht die M√∂glichkeit einer Schwangerschaft. Suchen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin auf. Setzen Sie die Pilleneinnahme solange nicht weiter fort, bis Ihr Arzt oder Ihre √Ąrztin eine Schwangerschaft ausgeschlossen hat.

Absetzen des Präparates

Sie k√∂nnen Mirelle zu jedem beliebigen Zeitpunkt absetzen. Wenn Sie nicht schwanger werden wollen, befragen Sie Ihren Arzt oder Ihre √Ąrztin √ľber andere Methoden der Empf√§ngnisverh√ľtung.

Dosierungsempfehlung f√ľr Jugendliche

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Mirelle wurden bei Frauen ab einem Alter von 18 Jahren untersucht. F√ľr Jugendliche wird, falls vom Arzt bzw. der √Ąrztin verschrieben, die gleiche Dosierung wie bei Erwachsenen empfohlen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin √ľber alle Nebenwirkungen, insbesondere ernsthafte oder lang andauernde Beschwerden, oder √ľber √Ąnderungen Ihres Gesundheitszustandes, als deren Ursache Sie das CHC vermuten. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von CHC sind in der Rubrik ¬ęWann ist bei der Einnahme von Mirelle Vorsicht geboten?¬Ľ beschrieben (siehe dort).

Alle Frauen, die Mirelle einnehmen, haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr Blutgerinnsel in Venen (ven√∂se Thromboembolie) oder Arterien (arterielle Thromboembolie).

Die Wahrscheinlichkeit f√ľr ein Blutgerinnsel kann erh√∂ht sein, wenn Sie an einer anderen Erkrankung leiden, die dieses Risiko erh√∂ht (weitere Informationen zu den Erkrankungen, die das Risiko f√ľr ein Blutgerinnsel erh√∂hen, sowie zu den Symptomen eines Blutgerinnsels siehe Abschnitt ¬ęBlutgerinnsel¬Ľ in der Rubrik ¬ęWann ist bei der Einnahme von Mirelle Vorsicht geboten?¬Ľ).

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Mirelle auftreten:

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwenderinnen)

Gewichtszunahme, depressive Verstimmungen, ver√§nderter Gem√ľtszustand, Kopfschmerzen, Schwindel, √úbelkeit, Unterleibsschmerzen, Spannungsgef√ľhl bzw. Schmerzen in der Brust, Zwischenblutungen.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwenderinnen)

Ansammlung von Fl√ľssigkeit im Gewebe, Ver√§nderung des Appetits, Abnahme der Libido, Migr√§ne, Erbrechen, Durchfall, R√∂tung der Haut, Nesselfieber, Juckreiz, Ausbleiben der Zyklusblutung, Vergr√∂sserung der Brust.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwenderinnen)

√úberempfindlichkeitsreaktionen, Gewichtsabnahme, Zunahme der Libido, Beschwerden beim Tragen von Kontaktlinsen, Blutdruckanstieg, Lebertumore, Gallensteinbildung, Gelbsucht, entz√ľndliche R√∂tung der Haut (Knotenrose sog. Erythema nodosum, Erythema multiforme), Chloasma (br√§unliche Flecken im Gesicht), Akne, Haarausfall, Brustdr√ľsensekretion, Ausfluss aus der Scheide und Ver√§nderungen des Scheidenausflusses. Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie, zum Beispiel: in einem Bein oder Fuss (d.h. tiefe Beinvenenthrombose), in der Lunge (d.h. Lungenembolie), Herzinfarkt, Schlaganfall, vor√ľbergehende, einem Schlaganfall √§hnelnde Symptome, die als transitorische isch√§mische Attacke bezeichnet werden.

Des Weiteren k√∂nnen bestimmte Pilzinfektionen (Candidainfektion), Scheidenentz√ľndung oder Entz√ľndung des Geb√§rmutterhalses vorkommen oder es kann sich ein Angio√∂dem (pl√∂tzliche Schwellung der Augen, des Mundes, des Halses) bilden (es liegen hierf√ľr keine Angaben zur H√§ufigkeit vor).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.
Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15-25 ¬įC) lagern.

Den Beh√§lter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Mirelle enthalten?
Wirkstoffe

Jede gelbe Filmtablette enthält 0.060 mg Gestoden, 0.015 mg Ethinylestradiol.

Die weissen Filmtabletten enthalten keine Wirkstoffe.
Hilfsstoffe

Jede gelbe Filmtablette enthält Laktose und weitere Hilfsstoffe.

Die weissen Filmtabletten enthalten keine Wirkstoffe.

Zulassungsnummer

55441 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Mirelle? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Es gibt Packungen zu 28 Filmtabletten und 3 √ó 28 Filmtabletten.

Zulassungsinhaberin

Bayer (Schweiz) AG, 8045 Z√ľrich

Diese Packungsbeilage wurde im August 2019 letztmals durch die Arzneimittelbeh√∂rde (Swissmedic) gepr√ľft.

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Wirkstoff(e) Ethinylestradiol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Bayer (Schweiz) AG
Suchtgift Nein
ATC Code G03AA10
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Hormonelle Kontrazeptiva zur systemischen Anwendung

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden