Omeprazol Sandoz 20 mg magensaftresistente Kapseln

Abbildung Omeprazol Sandoz 20 mg magensaftresistente Kapseln
Wirkstoff(e) Omeprazol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code A02BC01
Pharmakologische Gruppe Mittel bei peptischem Ulkus und gastrooesophagealer Refluxkrankheit

Zulassungsinhaber

Sandoz Pharmaceuticals GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Stoff- oder Indikationsgruppe oder Wirkungsweise
Säurehemmendes Magen- und Darmpräparat
Anwendungsgebiete
Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni)
gutartiges Magengeschwür (benignes Ulcus ventriculi)
säurebedingte Entzündung der Speiseröhre (Refluxösophagitis)
Erhaltungstherapie der Refluxösophagitis zur Rezidivprophylaxe (Verhinderung des Wiederauftretens einer durch Rückfluß von Magensaft verursachten Entzündung der Speiseröhre)
Zollinger-Ellison-Syndrom
Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, die durch die Einnahme bestimmter Schmerz- bzw. Rheumamittel (nicht-steroidale Antirheumatika/Antiphlogistika) bedingt sind
Erhaltungstherapie zur Verhinderung des Wiederauftretens von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, die durch die Einnahme bestimmter Schmerz- bzw. Rheumamittel (nicht-steroidale Antirheumatika/Antiphlogistika) bedingt sind
Symptomatische Behandlung der gastroösophagalen Refluxkrankheit (Behandlung von Symptomen, die durch Rückfluß von Magensäure in die Speiseröhre verursacht werden)
In kombinierter Gabe mit geeigneten antibakteriell wirksamen Arzneimitteln zur Eradikation des Helicobacter pylori bei Patienten mit peptischem Geschwür und gleichzeitiger H. pylori-Infektion *
Wann dürfen Sie Omeprazol Sandoz 20 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen?
Im folgenden wird beschrieben, wann Sie Omeprazol Sandoz 20 mg nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht einnehmen dürfen. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben früher einmal zutrafen.
Vorsicht ist geboten, wenn Omeprazol Sandoz 20 mg insbesonders in hoher Dosierung bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion verabreicht werden soll.
Das Medikament enthält Saccharose. Daher sollten Patienten mit den seltenen vererbten Stoffwechselstörungen Fruktose-Intoleranz, Glukose-Galaktose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel das Präparat nicht anwenden.
Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?
Omeprazol Sandoz 20 mg soll nicht an Säuglinge oder Kinder unter 2 Jahren verabreicht werden.
Was ist bei älteren Patienten zu berücksichtigen?
Vorsicht ist geboten, wenn Omeprazol Sandoz 20 mg an ältere Patienten insbesondere in hoher Dosierung verabreicht werden soll.
Wie und wann sollen Sie Omeprazol Sandoz 20 mg einnehmen?
Die magensaftresistenten Hartkapseln sollten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) vor einer Mahlzeit (z.B. vor dem Frühstück oder vor dem Abendessen) bzw. auf leeren Magen eingenommen werden.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was müssen Sie in der Schwangerschaft und Stillzeit beachten?
Aus den begrenzten epidemiologischen Untersuchungen ergibt sich kein Hinweis auf unerwünschte Wirkungen auf eine Schwangerschaft bzw. einen Anstieg der Fehlbildungsrate. Es liegt jedoch kein ausreichendes Datenmaterial zu spezifischen Fehlbildungen vor. Bei Ratten treten Omeprazol und seine Metaboliten in die Milch über. Die Exposition des Säuglings durch die Muttermilch ist noch unzureichend belegt. Die Omeprazol-Konzentrationen in der Muttermilch erreichen beim Menschen ca. 6% der maximalen mütterlichen Plasmaspiegel. Die Verabreichung von Omeprazol während Schwangerschaft und Stillzeit erfordert eine sorgfältige Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses.
Welche Vorsichtsmaßnahmen müssen beachtet werden?
Sofern zutreffend, sollte bei Patienten mit Magen- bzw. Zwölffingerdarmgeschwüren ein Test auf das Vorhandensein des Erregers Helicobacter pylori durchgeführt werden. Bei Patienten mit positivem H. pylori-Nachweis sollte möglichst immer die Entfernung des Erregers durch Eradikationstherapie angestrebt werden.
Bei Verdacht auf ein Magengeschwür muß eine eventuelle Bösartigkeit vor Aufnahme der Behandlung mit Omeprazol Sandoz 20 mg ausgeschlossen werden, da die Behandlung die Symptome bessern und daher eine Diagnose verzögern kann.
Die Diagnose einer Refluxösophagitis sollte endoskopisch gesichert werden.
Ein verminderter Säuregehalt des Magensaftes erhöht, unabhängig von der Ursache (z.B. Gabe eines Protonenpumpenblockers), die normale Besiedlung des Magens mit Bakterien. Die Behandlung mit säurevermindernden Wirkstoffen führt zu einem geringfügig erhöhten Risiko von Magen-Darm-Infektionen durch z.B. Salmonellen und Campylobacter.
Bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion sollen die Leberenzymwerte während einer Therapie mit Omeprazol Sandoz 20 mg regelmäßig kontrolliert werden.
Vor einer Behandlung von Geschwüren bedingt durch bestimmte Schmerzmittel bei Rheuma (nichtsteroidale Antirheumatika) ist unbedingt ein Absetzen der auslösenden Medikation in Erwägung zu ziehen.
Eine Erhaltungstherapie von Geschwüren, die durch die Einnahme von bestimmten Schmerz- bzw. Rheumamitteln (nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika) verursacht sind, sollte auf Risikopatienten beschränkt bleiben.
Eine Langzeittherapie bedarf, vor allem wenn sie länger als ein Jahr durchgeführt wird, der regelmäßigen Überprüfung der Behandlung und einer wiederholten und sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt.
Während einer Therapie mit Omeprazol, die einer kombinierten Gabe mit anderen Wirkstoffen bedarf (Geschwüre bedingt durch nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika oder Eradikation), ist Vorsicht geboten, wenn weitere Wirkstoffe gegeben werden, da es zu sich gegenseitig verstärkenden Wechselwirkungen kommen kann. Vorsicht ist überdies angezeigt, wenn eine Kombinationstherapie bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen angewandt werden soll.
Bei schwerkranken Patienten wird die Überwachung der Seh- und Hörfunktionen empfohlen, da vereinzelt Fälle von Erblindung und Taubheit im Zusammenhang mit der Injektionsform von Omeprazol beschrieben wurden.

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Wie wird es angewendet?

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der Anwendung
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Omeprazol Sandoz 20 mg nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da
Omeprazol Sandoz 20 mg sonst nicht richtig wirken kann!
In welcher Dosierung und wie oft sollten Sie Omeprazol Sandoz 20 mg einnehmen?
Zwölffingerdarmgeschwür:
Als übliche Dosierung wird 1 Hartkapsel Omeprazol Sandoz 20 mg (entsprechend 20 mg Omeprazol) täglich verabreicht. Die Behandlungsdauer liegt zwischen 2 und 4 Wochen.
Gutartiges Magengeschwür:
Als übliche Dosierung wird 1 Hartkapsel Omeprazol Sandoz 20 mg (entsprechend 20 mg Omeprazol) täglich verabreicht. Die Behandlungsdauer beträgt 4-(6)-8 Wochen.
Refluxösophagitis:
Als übliche Dosierung wird 1 Hartkapsel Omeprazol Sandoz 20 mg (entsprechend 20 mg Omeprazol) täglich verabreicht. Die Behandlungsdauer liegt zwischen 4 und 8 Wochen.
Hinweise:
Im Einzelfall kann die Dosierung von Omeprazol Sandoz 20 mg bei Zwölffingerdarmgeschwür, gutartigem Magengeschwür und Refluxösophagitis auf 1 x täglich 2 Hartkapseln Omeprazol Sandoz 20 mg (entsprechend 40 mg Omeprazol) angehoben werden.
In Monotherapie sollte Omeprazol Sandoz 20 mg bei Zwölffingerdarm- oder Magengeschwüren nur bei Patienten verabreicht werden, bei denen eine Eradikationstherapie nicht angezeigt ist.
Kinder über 2 Jahre mit schweren Formen einer Refluxösophagitis:
Für Kinder liegen nur begrenzte klinische Erfahrungen vor. Omeprazol Sandoz 20 mg sollte nur bei Kindern mit schweren Formen einer Refluxösophagitis eingesetzt werden, die durch andere therapeutische Maßnahmen nicht beherrscht werden können.
Die Behandlung sollte durch einen Kinderarzt im Krankenhaus eingeleitet werden.
Fortlaufende pH-Messungen und Ermittlung des Genotypus (hinsichtlich CYP 2C19-Status) können bei Bedarf zur Sicherung einer optimalen Einstellung durchgeführt werden.
Die folgende Dosierung sollte verwendet werden:
Gewicht 10 kg bis 20 kg: 10 mg Omeprazol/Tag
Gewicht über 20 kg: 20 mg Omeprazol/Tag
(ca. 1 mg/kg/Tag).
Die Behandlungsdauer liegt üblicherweise zwischen 4 und 8 Wochen und sollte 12 Wochen nicht überschreiten, da Daten zum Langzeiteinsatz in dieser Altersgruppe fehlen.
Erhaltungstherapie der Refluxösophagitis zur Rezidivprophylaxe:
Die übliche Dosierung liegt je nach klinischem Ansprechen bei täglich 10 bis
20 mg Omeprazol.
Zollinger-Ellison-Syndrom:
Die Dosierung sollte individuell eingestellt und der Verlauf fachärztlich überwacht werden, solange dies klinisch erforderlich ist. Die empfohlene Initialdosis liegt bei 1 x täglich 3 Hartkapseln Omeprazol Sandoz 20 mg (entsprechend 60 mg Omeprazol). Bei Dosierungen von über 80 mg (4 Hartkapseln Omeprazol Sandoz 20 mg) täglich, sollte die Gesamtdosis auf zwei Gaben täglich verteilt werden. Die Behandlung von Patienten mit Zollinger-Ellison-Syndrom unterliegt keiner zeitlichen Begrenzung.
Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, die durch die Einnahme bestimmter Schmerz- bzw. Rheumamittel (nicht-steroidale Antirheumatika/Antiphlogistika) bedingt sind:
Die übliche Dosierung liegt bei 1 Hartkapsel Omeprazol Sandoz 20 mg (entsprechend 20 mg Omeprazol) täglich. Die Behandlungsdauer liegt zwischen 4 und 8 Wochen.
Erhaltungstherapie zur Verhinderung des Wiederauftretens von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, die durch die Einnahme bestimmter Schmerz- bzw. Rheumamittel (nicht-steroidale Antirheumatika/Antiphlogistika) bedingt sind :
Die übliche Dosierung beträgt 1 Hartkapsel Omeprazol Sandoz 20 mg (entsprechend 20 mg Omeprazol) täglich.
Symptomatische Behandlung der gastroösophagalen Refluxkrankheit:
Abhängig von der erzielten klinischen Wirkung werden üblicherweise 10 bis 20 mg Omeprazol täglich verabreicht. Die Behandlungsdauer liegt zwischen 2 und 4 Wochen.
Läßt sich innerhalb von 2 Wochen keine Besserung der Symptomatik beim Patienten erreichen, sollten weitere Untersuchungen angeschlossen werden.
Eradikationstherapie *:
Bei Patienten mit Magendarmgeschwüren in Verbindung mit einer H.pylori-Infektion sollte eine Eradikationstherapie in Kombination mit geeigneten Antibiotika in geeignetem Dosierungsschema eingeleitet werden. Die Wahl eines geeigneten Medikationsschemas orientiert sich an der Verträglichkeit für den Patienten und den therapeutischen Richtlinien. Folgende Kombinationen wurden untersucht:

Omeprazol 20 mg, Amoxicillin 1000 mg, Clarithromycin 500 mg, jeweils zweimal täglich.


Omeprazol 20 mg, Clarithromycin 250 mg, Metronidazol 400-500 mg, jeweils zweimal täglich.


Die Dauer der Eradikationsbehandlung beträgt 1 Woche und sollte nicht verkürzt werden, um einer Resistenzentwicklung vorzubeugen. Bei Patienten mit aktivem Ulkus kann die Behandlung durch Omeprazol in Monotherapie entsprechend den o. g. Angaben zu Dosierung und Behandlungsdauer verlängert werden.
Aufgrund des kanzerogenen Potentials ist eine Kombinationstherapie mit Metronidazol nicht als Therapie der ersten Wahl anzusehen. Die Gabe von Metronidazol sollte auf eine Behandlungsdauer von unter 10 Tagen beschränkt werden.
Ältere Patienten:
Eine Dosierungsanpassung ist bei älteren Patienten nicht erforderlich.
Eingeschränkte Nierenfunktion:
Eine Dosierungsanpassung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist nicht erforderlich.
Eingeschränkte Leberfunktion:
Da Bioverfügbarkeit und Halbwertszeit bei Leberfunktionsstörung erhöht werden können, ist die Dosierung auf maximal 20 mg Omeprazol täglich einzustellen.
Wie lange sollen Sie Omeprazol Sandoz 20 mg einnehmen?
Bitte beachten Sie hierzu die speziellen oben gemachten Angaben bei den einzelnen
Anwendungsgebieten.
Überdosierung und andere Anwendungsfehler
Was ist zu tun, wenn Omeprazol Sandoz 20 mg in zu großen Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Symptome:
Es liegen keine Informationen zu den Folgen einer Überdosierung von Omeprazol beim Menschen vor. Hohe orale Einzelgaben von bis zu 160 mg/Tag und Tagesdosierungen von bis zu 400 mg sowie intravenöse Einzeldosen von bis zu 80 mg und intravenöse Tagesdosen von bis zu 200 mg bzw. 520 mg innerhalb von 3 Tagen wurden ohne Nebenwirkungen vertragen.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig Omeprazol Sandoz 20 mg eingenommen oder eine Anwendung vergessen haben?
Sollten Sie die Einnahme von Omeprazol Sandoz 20 mg einmal vergessen haben, fahren Sie in der Dosierung bitte so fort, wie vom Arzt verordnet. Versuchen Sie nicht, die vergessene Dosis etwa durch die Einnahme der doppelten Menge zum nächsten Einnahmezeitpunkt nachzuholen!
Was müssen Sie beachten, wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden?
Wenn Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden, z.B. vor dem vollständigen Abheilen der Schleimhautschäden, müssen Sie mit einem Wiederauftreten
der Beschwerden rechnen.
Bitte beachten Sie daher die Angabe zur Dauer der Behandlung im Kapitel “Dosierungsanleitung” genau.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wann darf Omeprazol Sandoz 20 mg nicht eingenommen werden?
Omeprazol Sandoz 20 mg darf nicht eingenommen werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Omeprazol oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollte keine Kombinationstherapie mit Clarithromycin durchgeführt werden.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Omeprazol Sandoz 20 mg oder werden selbst durch Omeprazol Sandoz 20 mg in ihrer Wirkung beeinflußt? Was müssen Sie gegebenenfalls beachten, wenn Sie zusätzlich andere Arzneimittel anwenden?
Omeprazol wird hauptsächlich über ein spezielles Enzymsystem in der Leber abgebaut und hemmt andere Untergruppen dieses Enzymsystems, daher kann es zu einer verzögerten Ausscheidung anderer Substanzen kommen, die ebenfalls durch diese Enzyme verstoffwechselt werden.
Dies wurde für Diazepam (sowie für andere Benzodiazepine wie Triazolam und Flurazepam; Arzneistoffe gegen Angst- und Spannungszustände), Warfarin (Arzneistoff mit gerinnungshemmender Wirkung) und Phenytoin (Arzneistoff zur Behandlung der Epilepsie) beobachtet. Eine regelmäßige Überwachung der Patienten, die gerinnungshemmende Arzneimittel (Antikoagulantien) vom Warfarin-Typ oder Phenytoin erhalten, wird empfohlen. Dabei kann eine Herabsetzung der Dosis dieser Substanzen erforderlich sein.
Es kann auch zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln wie Hexobarbital, Citalopram, Imipramin, Clomipramin, Carbamazepin und Clozapin kommen.
Omeprazol kann den Leberstoffwechsel von Disulfiram beeinträchtigen. Es wurden einige möglicherweise damit zusammenhängende Fälle von Muskelsteifigkeit gemeldet.
Das Datenmaterial zur Wechselwirkung von Omeprazol mit Ciclosporin ist widersprüchlich. Die Ciclosporin-Plasmakonzentrationen bei Patienten, die zusätzlich Omeprazol erhalten, sollen überwacht werden, da eine Erhöhung der Ciclosporinspiegel möglich ist.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Omeprazol und Clarithromycin (Arzneistoff gegen bestimmte bakterielle Infektionen) sind die Plasmakonzentrationen beider Substanzen erhöht, ähnliches gilt vermutlich auch für andere Makrolidantibiotika.
Es ist möglich, daß Omeprazol die Aufnahme von Arzneimitteln, deren Bioverfügbarkeit vom pH-Wert des Magensaftes (ein Maß für den Säuregehalt des Magensaftes) abhängt, herabsetzt (z. B. Ketoconazol bzw. Itraconazol, Arzneistoffe gegen bestimmte Pilzinfektionen).
Die gleichzeitige Behandlung mit Omeprazol und Digoxin (Arzneistoff gegen Herzleistungsschwäche) führte als Folge des erhöhten Magen-pH-Wertes bei gesunden Probanden zu einer Erhöhung der Bioverfügbarkeit von Digoxin um 10 %.
Omeprazol kann die Aufnahme von Vitamin B12 senken. Dies ist bei einer Omeprazol-Langzeittherapie von Patienten mit niedrigen Ausgangswerten zu bedenken.
Omeprazol hat, soweit bisher geprüft, keinen Einfluß auf die Verstoffwechselung (Metabolismus) folgender Substanzen:
Coffein, Propranolol, Theophyllin, Metoprolol, Lidocain, Chinidin, Phenacetin, Östradiol, Amoxicillin, Budesonid, Diclofenac, Metronidazol, Naproxen, Piroxicam oder Antacida.
Die Resorption von Omeprazol wird durch Alkohol nicht beeinflußt.
Aufgrund möglicher klinisch relevanter Wechselwirkungen soll Johanniskraut nicht gemeinsam mit Omeprazol verabreicht werden.
Tabellarische Übersicht über Wechselwirkungen von Omeprazol Sandoz 20 mg:
Diazepam (und vermutlich andere Benzodiazepine)
R-Warfarin
Ketoconazol
Itraconazol
Clarithromycin
Roxithromycin
Erythromycin
Alkohol
Amoxicillin
Budesonid
Chinidin
Coffein
Diclofenac
Östradiol
Lidocain
Metoprolol
Metronidazol
Naproxen
Phenacetin
Piroxicam
Propranolol
S-Warfarin

Andere ArzneistoffeUrsacheFolgewirkungen
PhenytoinWechselwirkungen mit dem metabolisierenden Enzym Cytochrom 450 CYP 2 CVerzögerte Ausscheidung und erhöhte Plasmaspiegel
(und andere, deren Resorption pH-abhängig ist)Erhöhung des Magen-pH-WertesVerminderte Wirkstoffaufnahme (Resorption)
DigoxinErhöhung des Magen-pH-WertesAnstieg der Bioverfügbarkeit um 10%
(und vermutlich auch andere Makrolid-Antibiotika)Veränderung des Magen-pH-Wertes und Beeinflussung des LeberstoffwechselsErhöhte Plasmakonzentrationen, Anstieg der Bioverfügbarkeit und Verlängerung der Halbwertszeit von Omeprazol
TheophyllinKeine Veränderung der Pharmakokinetik

Beachten Sie bitte, daß diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Omeprazol Sandoz 20 mg auftreten?
Magen-Darm-Trakt
Häufig (1% - <10%) kann es unter der Behandlung mit Omeprazol Sandoz 20 mg zu Durchfall, Verstopfung, Blähungen (unter Umständen mit Bauchschmerzen) oder zu Übelkeit und Erbrechen kommen. In der Mehrzahl der Fälle gehen die Symptome bei Fortsetzung der Therapie zurück.
Selten (0,01% - <0,1%) wurden eine schwarz-bräunliche Verfärbung der Zunge bei gleichzeitiger Verabreichung von Clarithromycin sowie gutartige Drüsenkörperzysten beobachtet. Beide Reaktionen bilden sich nach Beenden der Behandlung zurück.
Sehr selten (<0,01%) wurde über Mundtrockenheit, Entzündungen der Mundschleimhaut (Stomatitis), Pilzinfektionen des Verdauungstraktes (Candidiasis) oder Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) berichtet.
Leber/Galle
Gelegentlich (0,1% - <1%) können Veränderungen der Leberenzymwerte auftreten, die sich nach Absetzen der Therapie zurückbilden.
Sehr selten (<0,01%) wurde eine Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht (Ikterus), Leberversagen sowie Hirnschädigung (Enzephalopathie) bei Patienten mit vorbestehender schwerwiegender Lebererkrankung beobachtet.
Blut und Lymphsystem
Sehr selten (<0,01%) wurde über vorübergehende Veränderungen des Blutbildes (reversible Thrombozytopenie, Leukopenie oder Panzytopenie sowie Agranulozytose) berichtet.
Selten (0,01% - <0,1%)tritt ein vermehrtes Vorkommen kleiner roter Blutkörperchen mit vermindertem Farbstoffgehalt (hypochrome Mikrozytose) bei Kindern auf.
Haut, Haare
Gelegentlich (0,1% - <1%) kam es während der Einnahme von Omeprazol zu Juckreiz (Pruritus), Hautausschlag, Haarausfall (Alopezie), Hautrötung (Erythema multiforme) oder gesteigerter Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität) sowie vermehrtem Schwitzen.
Sehr selten (<0,01%) wurde ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine toxisch-epidermale Nekrolyse beobachtet.
Bewegungsapparat
Selten (0,01% - <0,1%) treten Muskelschwäche, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen auf.
Niere
Sehr selten (<0,01%) treten Nierenentzündungen (interstitielle Nephritis) auf.
Nervensystem
Häufig (1% - <10%) treten Benommenheit, Schläfrigkeit, Schlafstörungen (Schlaflosigkeit), Schwindel und Kopfschmerzen auf. Diese Beschwerden gehen normalerweise im Verlauf der Therapie zurück.
Selten (0,01% - <0,1%) treten Mißempfindungen (Parästhesien) und leichte Benommenheit auf.
Verwirrung und Halluzinationen treten vor allem bei schwerkranken und älteren Patienten auf.
Sehr selten (<0,01%) treten vor allem bei schwerkranken und älteren Patienten Erregtheit und depressive Reaktionen auf.
Sinnesorgane
Gelegentlich (0,1% - <1%) kann es zu Sehstörungen (Verschwommensehen, verminderte Sehschärfe oder Gesichtsfeldverlust) und zu Hörstörungen (z.B. Tinnitus) oder Geschmacksveränderungen kommen. Diese Beschwerden bilden sich normalerweise bei Beenden der Therapie zurück.
Überempfindlichkeitsreaktionen
Sehr selten (<0,01%) wurden Nesselsucht (Urticaria), erhöhte Körpertemperatur, angioneurotisches Ödem, eine Verengung der Atemwege oder anaphylaktischer Schock, allergische Vaskulitis und Fieber beschrieben.
Sonstige Nebenwirkungen
Gelegentlich (0,1% - <1%) traten während der Behandlung Wassereinlagerungen in den Beinen (periphere Ödeme) auf, die sich bei Beenden der Therapie zurückbildeten.
Sehr selten (<0,01%) wurde eine erniedrigter Natriumspiegel (Hyponatriämie) und eine Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie) beschrieben.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Informieren Sie beim Auftreten von Nebenwirkungen Ihren Arzt, damit er über den
Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden
kann.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Omeprazol Sandoz 20 mg aufzubewahren?
Nicht über 25°C lagern!
Das Behältnis fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.!
Das Verfallsdatum dieses Arzneimittels ist auf der Faltschachtel und den Flaschen aufgedruckt. Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht mehr nach diesem Datum!
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren!
Stand der Information
Januar 2007
* entsprechend der Veröffentlichung in Gastroenterology. 1999 Feb; 116(2): 248-53

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Weitere Informationen

Zusammensetzung
Arzneilich wirksamer Bestandteil:
1 magensaftresistente Hartkapsel enthält 20 mg Omeprazol.
Sonstige Bestandteile
Hypromellose, Talkum, Titandioxid (E 171), Methacrylsäure – Ethylacrylat – Copolymer (1: 1), Natriumdodecylsulfat, Polysorbat 80, Triethylcitrat, Sucrose, Maisstärke, Gelatine, gereinigtes Wasser, schwarze Drucktinte (TEW SW-9008, bestehend aus Shellack, Ethanol, Propan-2-ol, Propylenglycol, Butan-1-ol, Ammoniumhydroxid, Kaliumhydroxid, Wasser und Eisenoxid schwarz (E 172)).
Darreichungsform und Inhalt
Originalpackung mit 7 (N1), 15 (N 1), 30 (N 2), 50 (N2), 60 (N3) und 100 (N 3) magensaftresistenten Hartkapseln
Pharmazeutischer Unternehmer
Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Carl-Zeiss-Ring 3
85737 Ismaning
E-mail: info@sandoz.de
Hersteller
Salutas Pharma GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben
Was müssen Sie im Straßenverkehr sowie bei der Arbeit mit Maschinen und bei Arbeiten ohne sicheren Halt beachten?
Untersuchungen zur Verkehrstüchtigkeit bei der Einnahme von Omeprazol wurden nicht durchgeführt. Jedoch sind, abgesehen von Nebenwirkungen, die das zentrale Nervensystem oder die Sehtüchtigkeit betreffen, keine Omeprazol-bedingten Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit zu erwarten.

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Wirkstoff(e) Omeprazol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code A02BC01
Pharmakologische Gruppe Mittel bei peptischem Ulkus und gastrooesophagealer Refluxkrankheit

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden