Lisinostad 5 mg Tabletten

Abbildung Lisinostad 5 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Lisinopril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller STADA Arzneimittel GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.09.2001
ATC Code C09AA03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, rein

Zulassungsinhaber

STADA Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Lisinostad enth√§lt den Wirkstoff Lisinopril. Lisinopril geh√∂rt zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die ACE-(Angiotensin-Konvertierendes-Enzym)-Hemmer genannt werden. Diese Arzneimittel wirken, indem sie die Blutgef√§√üe erweitern, wodurch es f√ľr das Herz leichter m√∂glich ist, das Blut in alle K√∂rperbereiche zu pumpen. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt.

Lisinostad wird angewendet

  • bei Bluthochdruck
  • bei Herzleistungsschw√§che (Herzinsuffizienz). In diesem Fall ist Ihr Herz nicht mehr in der Lage, ausreichend Blut durch den K√∂rper zu pumpen. Dadurch kommt es zu krankheitsbedingten Beschwerden wie M√ľdigkeit, Kurzatmigkeit oder Anschwellen von Kn√∂cheln und F√ľ√üen.
  • nach einem Herzinfarkt. (In diesem Fall wird die Behandlung mit Lisinostad innerhalb von 24 Stunden begonnen und nur √ľber einen kurzen Zeitraum (6 Wochen) fortgesetzt.)
  • bei Nierenproblemen bei Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes mellitus.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lisinostad darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Lisinopril, andere Arzneimittel aus der gleichen Arzneimittelgruppe wie Lisinopril (ACE-Hemmer) oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

  • wenn Sie in der Vergangenheit einmal allergisch auf Lisinopril oder verwandte Arzneimittel (ACE-Hemmer) mit Beschwerden wie Juckreiz, Nesselausschlag, pfeifende Atemger√§usche oder Anschwellen von H√§nden, Rachen, Mund oder Augenlidern reagiert haben
  • wenn bei Ihnen oder einem Familienangeh√∂rigen in der Vergangenheit einmal allergische Reaktionen aufgetreten sind, die mit Schluck- oder Atembeschwerden, Anschwellen der H√§nde, F√ľ√üe oder Kn√∂chel, des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens einhergingen (Angio√∂dem) oder wenn Sie aus anderen Gr√ľnden schon einmal ein Angio√∂dem hatten
  • ab dem 4. Monat einer Schwangerschaft (Es wird empfohlen, Lisinostad auch in der fr√ľhen Phase der Schwangerschaft nicht einzunehmen, siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit)
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enth√§lt, behandelt werden.
  • wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschw√§che bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angio√∂dems (schnelle Schwellung unter der Haut z. B. im Rachenbereich) erh√∂ht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie die Behandlung mit Lisinostad beginnen:

  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
    • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.
    • Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden √ľberpr√ľfen.

Siehe auch Abschnitt "Lisinostad darf nicht eingenommen werden".

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker √ľber alle Erkrankungen, die Sie haben oder in der Vergangenheit hatten. Dies gilt insbesondere f√ľr die folgenden Erkrankungen bzw. in den folgenden Situationen:

Schwangerschaft

Sie m√ľssen Ihren Arzt dar√ľber informieren, wenn Sie glauben, schwanger zu sein (oder wenn Sie schwanger werden k√∂nnten). Lisinostad wird in der fr√ľhen Schwangerschaft nicht empfohlen, und darf nach dem dritten Schwangerschaftsmonat nicht mehr eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).

Symptomatische Hypotonie (niedriger Blutdruck, der mit Beschwerden einhergeht) Lisinostad kann in seltenen Fällen niedrigen Blutdruck verursachen (symptomatische Hypotonie). Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behandlung.

Das Risiko f√ľr einen niedrigen Blutdruck ist unter folgenden Umst√§nden erh√∂ht:

bei Fl√ľssigkeits- oder Salzmangel z.B. aufgrund der Einnahme von harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika), bei eingeschr√§nkter Salzzufuhr √ľber die Nahrung (z.B. bei natriumarmer Ern√§hrung), bei Blutw√§sche (Dialyse), bei Durchfall oder Erbrechen (siehe unter Abschnitt 2: Einnahme von Lisinostad zusammen mit anderen Arzneimitteln und Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?)

  • beim Vorliegen einer schweren Form von Bluthochdruck bedingt durch eine Nierenerkrankung (reninabh√§ngige Hypertonie; siehe unter Abschnitt 2: Einnahme von Lisinostad zusammen mit anderen Arzneimitteln und Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?)
  • bei schwerer Herzleistungsschw√§che (aufgrund einer hochdosierten Anwendung harntreibender Arzneimittel mit oder ohne Beeintr√§chtigung der Nierenfunktion)
  • bei bestehenden Durchblutungsst√∂rungen des Herzens (isch√§mische Herzerkrankung) oder Durchblutungsst√∂rungen im Gehirn (zerebrovaskul√§re Erkrankung). Lisinostad kann einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. Daher m√ľssen diese Patienten sorgf√§ltig √§rztlich √ľberwacht werden.

Wenn bei Ihnen ein erh√∂htes Risiko f√ľr einen Blutdruckabfall besteht, wird Ihr Arzt Sie sorgf√§ltig √ľberwachen. Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behandlung oder bei einer Dosis√§nderung.

Wenn Ihr Blutdruck zu stark abfällt

Wenn Ihr Blutdruck zu stark abf√§llt, sollten Sie sich hinlegen. H√§lt das Problem an, ben√∂tigen Sie m√∂glicherweise √§rztliche Hilfe. Sie m√ľssen die Behandlung mit Lisinostad jedoch nicht abbrechen, wenn bei Ihnen ein vor√ľbergehender Blutdruckabfall auftritt. Wenn sich Ihr Blutdruck wieder stabilisiert hat, k√∂nnen Sie Lisinostad wie √ľblich einnehmen. Allerdings kann in manchen F√§llen eine Verringerung der Dosis oder auch eine Beendigung der Behandlung notwendig werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Ihr Blutdruck zu stark abf√§llt oder wenn es bei Ihnen h√§ufig zu Blutdruckabf√§llen kommt.

Erkrankung der Herzklappen oder des Herzmuskels

Seien Sie bei der Einnahme von Lisinostad besonders vorsichtig

  • wenn bei Ihnen eine Verengung der Herzklappen vorliegt (Mitral- oder Aortenklappenstenose), die den Ausfluss des Blutes aus dem Herzen behindert
  • wenn Ihr Herzmuskel verdickt ist (hypertrophe Kardiomyopathie).

Informieren Sie Ihren Arzt √ľber Ihre Erkrankung und fragen Sie ihn um Rat.

Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktion) oder Angioödem

Gelegentlich kam es w√§hrend einer Behandlung mit ACE-Hemmern (wie Lisinopril) zu einer lebensbedrohlichen allergischen Reaktion, die als Angio√∂dem bezeichnet wird. In sehr seltenen F√§llen f√ľhrten Angio√∂deme zum Tod, da es im Zusammenhang mit einem Anschwellen des Kehlkopfes oder der Zunge zu einem Verschluss der Atemwege kam.

Beenden Sie die Einnahme von Lisinostad und setzen Sie sich unverz√ľglich mit Ihrem Arzt in Verbindung, wenn Sie Zeichen eines Angio√∂dems bemerken, wie z.B.:

  • Anschwellen von Gesicht, Gliedern, Lippen, Zunge und/oder Rachen
  • Schluckbeschwerden
  • Atembeschwerden
  • Nesselsucht

Es besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten eines Angio√∂dems

  • wenn Sie eine schwarze Hautfarbe haben
  • wenn Sie bereits einmal ein Angio√∂dem hatten, auch wenn dieses nicht durch einen ACE-Hemmer verursacht wurde (siehe unter Abschnitt 2: Lisinostad darf NICHT eingenommen werden).
  • Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, kann das Risiko eines Angio√∂dems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen) erh√∂ht sein:

Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.

  • Arzneimittel, die zur Verhinderung der Absto√üung von transplantierten Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).
  • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.

Lebensbedrohliche anaphylaktoide (allergische) Reaktionen wurden bei Patienten berichtet, die gleichzeitig einen ACE-Hemmer und eine der nachfolgenden Behandlungen erhielten. Informieren Sie daher Ihren Arzt dar√ľber, dass Sie Lisinostad einnehmen, wenn Sie eine der folgenden Behandlungen erhalten:

  • H√§modialyse (mit so genannten High-Flux-Membranen, wie z.B. AN 69)
  • LDL-(Low-Density-Lipoprotein)-Apherese (ein besonderes Verfahren, um Fett aus dem Blut zu entfernen)
  • Desensibilisierungsbehandlung z.B. gegen Bienen- oder Wespengift (Insektengift).

Unterschiede in Bezug auf die ethnische Abstammung

Wie auch andere ACE-Hemmer hat Lisinostad bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe m√∂glicherweise eine schw√§chere Wirkung. Dar√ľber hinaus treten Angio√∂deme bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe h√§ufiger auf, als bei Patienten mit heller Hautfarbe.

Nierenerkrankungen

Wenn Sie eine Nierenerkrankung haben oder die Funktion Ihrer Nieren eingeschr√§nkt ist, wird Ihr Arzt die Kalium- und Serumkreatinin-Konzentrationen in Ihrem Blut m√∂glicherweise sorgf√§ltig √ľberwachen. Eventuell muss er Ihre Lisinopril-Dosis anpassen (siehe Abschnitt 3: Wie ist Lisinostad einzunehmen?).

Sie sollten Lisinostad nicht einnehmen, wenn Sie vor kurzem eine Nierentransplantation hatten.

Bestimmte Erkrankungen können Ihre Nierenfunktion beeinträchtigen:

  • Bei Patienten mit Herzleistungsschw√§che kann ein durch ACE-Hemmer verursachter niedriger Blutdruck die Nierenfunktion verschlechtern. Dabei wurde √ľber F√§lle von akutem Nierenversagen berichtet, das sich in der Regel sp√§ter zur√ľckbildete.
  • Bei einigen Patienten, die an einer Verengung der Blutgef√§√üe der Nieren (mono- oder bilaterale Nierenarterienstenose) litten und eine Behandlung mit ACE-Hemmern erhielten, wurde ein Anstieg der Blutharnstoff- und der Serumkreatinin-Mengen beobachtet. Die Gefahr f√ľr solche Laborwertver√§nderungen ist bei Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion erh√∂ht. Die Konzentrationen dieser Stoffe im Blut normalisieren sich normalerweise nach Beendigung der Behandlung.
  • Patienten, die auch unter Bluthochdruck leiden, der durch eine Erkrankung der Nierenarterien bedingt ist (renovaskul√§re Hypertonie), haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr niedrigen Blutdruck und Nierenversagen. Bei diesen Patienten sollte die Behandlung unter engmaschiger √§rztlicher √úberwachung und mit niedriger Dosierung und sorgf√§ltiger Dosiseinstellung erfolgen. Eine Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) sollte beendet werden und die Nierenfunktion sollte in den ersten Wochen der Behandlung mit Lisinostad √ľberwacht werden.
  • Auch bei einigen Patienten mit Bluthochdruck, bei denen keine ersichtliche Erkrankung der Blutgef√§√üe der Nieren (Nierengef√§√üerkrankung) vorlag, kam es zu einem Anstieg der Blutharnstoff- und Serumkreatinin-Mengen. Die Konzentrationsanstiege dieser Substanzen waren gew√∂hnlich gering ausgepr√§gt und nur vor√ľbergehend. Die Gefahr solcher Laborwertver√§nderungen ist bei Patienten mit einer bestehenden Einschr√§nkung der Nierenfunktion erh√∂ht. Wenn es bei Ihnen zu einem Konzentrationsanstieg dieser Substanzen kommt, wird Ihr Arzt Ihre Dosis m√∂glicherweise reduzieren oder Ihnen ein anderes Arzneimittel verordnen.

Wenn sich Ihre Nierenfunktion verschlechtert, wird Ihr Arzt Ihre Behandlung sorgf√§ltig pr√ľfen. M√∂glicherweise wird er Ihre Behandlung mit Lisinostad beenden.

Lebererkrankungen

In sehr seltenen F√§llen kann es w√§hrend einer Behandlung mit ACE-Hemmern zu einer St√∂rung kommen, die mit einer Gelbf√§rbung der Haut und der Bindehaut im Auge beginnt und schnell zum Absterben von Leberzellen (Lebernekrose) f√ľhrt sowie (manchmal) zum Tod f√ľhren kann. Die Gelbf√§rbung der Haut beruht darauf, dass der Abfluss von Gallenfl√ľssigkeit aus der Leber blockiert ist (cholestatischer Ikterus/Gelbsucht).

Wenn bei Ihnen eine Gelbsucht auftritt, m√ľssen Sie die Einnahme von Lisinostad beenden und unverz√ľglich einen Arzt aufsuchen. Sollte Ihr Arzt bei Ihnen eine Ver√§nderung der Leberwerte (Leberenzyme) feststellen, wird er Ihre Behandlung m√∂glicherweise beenden.

√Ąnderung der Anzahl bestimmter Blutzellen

Eine Behandlung mit ACE-Hemmern kann zu einer √Ąnderung der Anzahl Ihrer Blutzellen f√ľhren (siehe Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?).

Dies kann dazu f√ľhren, dass Sie anf√§lliger f√ľr Infektionen sind oder leichter Blutungen und blaue Flecken auftreten. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie solche Ver√§nderungen bei sich bemerken. Ihr Arzt wird Ihr Blutbild untersuchen und Ihre Behandlung falls erforderlich beenden. Einige der Ver√§nderungen k√∂nnen sich nach Beendigung der Behandlung mit dem ACE-Hemmer zur√ľckbilden.

In den folgenden F√§llen m√ľssen Sie besonders vorsichtig sein und Ihren Arzt informieren:

  • wenn Sie an einer bestimmten Erkrankung des Bindegewebes oder der Blutgef√§√üe, der Knochen oder des Knorpels leiden (Kollagenose)
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden:
    • Immunsuppressiva (Arzneimittel, die die Aktivit√§t des Immunsystems verringern z.B. nach einer Organtransplantation)
    • Allopurinol (zur Behandlung von Gicht und hoher Harns√§uremengen im Blut)
    • Procainamid (zur Behandlung eines unregelm√§√üigen Herzschlags).

Dies ist besonders wichtig, wenn die Funktionsfähigkeit Ihrer Nieren eingeschränkt ist.

Anstieg der Kalium-Menge im Blut (Hyperkaliämie)

Sie haben ein erh√∂htes Risiko f√ľr einen Anstieg der Kalium-Menge in Ihrem Blut

  • wenn die Funktionsf√§higkeit Ihrer Nieren eingeschr√§nkt ist
  • wenn Sie an einem Diabetes mellitus leiden
  • wenn Sie zus√§tzlich andere Arzneimittel anwenden, die die Kalium-Menge im Blut erh√∂hen.

Wenn Sie jedoch eines der oben genannten Arzneimittel einnehmen m√ľssen, wird Ihr Arzt die Kalium-Mengen in Ihrem Blut regelm√§√üig kontrollieren (siehe weiter unten Abschnitt 2: Einnahme von Lisinostad zusammen mit anderen Arzneimitteln).

Diabetes

Wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung Ihres Diabetes mellitus (orale Antidiabetika) einnehmen oder Insulin spritzen, sollte Ihr Blutzuckerspiegel im ersten Monat sorgf√§ltig √ľberwacht werden (siehe weiter unten Abschnitt 2: Einnahme von Lisinostad zusammen mit anderen Arzneimitteln). Die Dosis Ihrer Diabetes-Medikamente muss m√∂glicherweise angepasst werden.

Operationen und Narkosen

Wenn bei Ihnen eine Operation im Krankenhaus oder beim Zahnarzt durchgef√ľhrt werden soll, m√ľssen Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt vor der Narkose √ľber die Einnahme von Lisinostad informieren.

Lithium

Sie m√ľssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie Lithium oder Lithium-haltige Arzneimittel (Arzneimittel zur Behandlung von Manien oder depressiven Erkrankungen) einnehmen. Eine gleichzeitige Anwendung von Lisinostad und Lithium wird im Allgemeinen nicht empfohlen (siehe unter Abschnitt 2: Einnahme von Lisinostad zusammen mit anderen Arzneimitteln).

Einnahme von Lisinostad zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, vor kurzem eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die Wirkung dieses Arzneimittels kann ver√§ndert sein, wenn Sie es gleichzeitig mit bestimmten anderen Arzneimitteln einnehmen. Sprechen Sie insbesondere dann mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der im Folgenden genannten Arzneimittel k√ľrzlich eingenommen haben oder beabsichtigen einzunehmen:

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Lisinostad verstärken und damit das Risiko erhöhen, dass es zu einem niedrigen Blutdruck (Hypotonie) kommt:

  • Harntreibende Arzneimittel (Diuretika). Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bereits Diuretika einnehmen. Er wird Ihnen m√∂glicherweise sagen, dass Sie diese Diuretika- Behandlung 2 bis 3 Tage vor der Einnahme von Lisinostad beenden sollen.
  • andere blutdrucksenkende Arzneimittel (Antihypertensiva)
  • Glycerintrinitrat (zur Behandlung der Angina pectoris und bei Herzleistungsschw√§che) und andere Nitrate
  • andere Vasodilatatoren (gef√§√üerweiternde Arzneimittel)
  • tricyclische Antidepressiva (zur Behandlung von depressiven Erkrankungen)
  • Antipsychotika (zur Behandlung von geistig-seelischen Erkrankungen/Psychosen)
  • An√§sthetika (Narkosemittel).

Die folgenden Arzneimittel können die Wirkung von Lisinostad abschwächen:

  • nichtsteroidale entz√ľndungshemmende Arzneimittel (NSAR; Schmerzmittel), einschlie√ülich Acetylsalicyls√§ure (z.B. Aspirin) in einer Dosis von mehr als 3 g pro Tag. Die l√§ngerfristige Anwendung solcher Schmerzmittel kann die blutdrucksenkende Wirkung von Lisinostad abschw√§chen. Dar√ľber hinaus besteht das Risiko, dass der Kalium-Spiegel im Blut ansteigt und dass sich die Funktionsf√§higkeit der Nieren verschlechtert. Es kann auch zu Nierenversagen kommen.
  • Sympathomimetika (Arzneimittel mit stimulierender Wirkung, die den Blutdruck erh√∂hen).

Lisinostad kann die Wirkung der folgenden Arzneimittel beeinflussen:

  • Arzneimittel, die den Blutzucker senken (Insulin, orale Antidiabetika). Insbesondere zu Beginn der Behandlung und bei Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion kann es zu einer Hypoglyk√§mie (Unterzuckerung) kommen.
  • Lithium (zur Behandlung von Manien oder depressiven Erkrankungen). Sie sollten Lisinostad nicht zusammen mit Lithium einnehmen. Wenn diese Kombination dennoch notwendig ist, m√ľssen die Lithium-Spiegel im Blut sorgf√§ltig √ľberwacht werden. Das Risiko dieser Wechselwirkung ist erh√∂ht, wenn Lisinostad gleichzeitig mit Thiaziden (bestimmte harntreibende Arzneimittel; Diuretika) eingenommen wird.

Die gleichzeitige Anwendung der folgenden Arzneimittel mit Lisinostad kann das Risiko f√ľr Nebenwirkungen erh√∂hen. Dazu geh√∂ren Nierenversagen, √Ąnderung der Anzahl bestimmter Blutzellen und Hyperkali√§mie (hohe Kalium-Mengen im Blut):

  • Kalium-Erg√§nzungsmittel (einschlie√ülich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika und andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erh√∂hen k√∂nnen (z.B. Trimethoprim und Cotrimoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems, um die Absto√üung von transplantierten Organen zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung und Vermeidung von Blutgerinnseln)
  • Die Anwendung von Arzneimitteln wie injizierbares Gold (z.B. zur Behandlung von Rheuma und Gelenkserkrankungen) zusammen mit Lisinostad kann das Risiko f√ľr eine so genannte nitritoide Reaktion (Erweiterung der Blutgef√§√üe) erh√∂hen, die sehr schwer verlaufen kann. Dies kann mit Beschwerden wie Hautr√∂tung, √úbelkeit, Schwindel und Blutdruckabfall einhergehen.
  • Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Absto√üung des Organtransplantats verwendet werden (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR-Inhibitoren geh√∂ren). Siehe Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚ÄĚ.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte "Lisinostad darf nicht eingenommen werden" und "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen")

Einnahme von Lisinostad zusammen mit Nahrungsmitteln

Eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Aufnahme von Lisinopril aus dem Magen-Darm-Trakt. Daher können Sie Lisinostad zu einer Mahlzeit oder unabhängig davon einnehmen. Versuchen Sie jedoch, das Arzneimittel jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie m√ľssen Ihren Arzt dar√ľber informieren, wenn Sie glauben, schwanger zu sein (oder wenn Sie schwanger werden k√∂nnten). In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Lisinostad vor einer Schwangerschaft oder sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel anstelle von Lisinostad verschreiben. Lisinostad wird in der fr√ľhen Schwangerschaft nicht empfohlen und darf nach dem dritten Schwangerschaftsmonat nicht mehr eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden kann.

Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen m√∂chten. Die Einnahme von Lisinostad wird M√ľttern, die stillen, nicht empfohlen. Ihr Arzt wird eine andere Behandlung f√ľr Sie ausw√§hlen, wenn Sie stillen m√∂chten, vor allem, wenn Ihr Kind neugeboren ist oder fr√ľhgeboren wurde.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Tabletten Ihre Verkehrst√ľchtigkeit oder die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen. Allerdings kann die Behandlung mit Lisinostad mitunter dazu f√ľhren, dass Sie sich schwindlig oder m√ľde f√ľhlen. Dies gilt insbesondere zu Beginn der Behandlung. Sie d√ľrfen sich daher nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen, bis Sie sicher sein k√∂nnen, dass Sie hiervon nicht betroffen sind.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Sie können Lisinostad zu einer Mahlzeit oder unabhängig davon einnehmen. Nehmen Sie die Tablette 1-mal täglich mit 1 Glas Wasser ein. Versuchen Sie die Tablette jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen.

Setzen Sie die Behandlung mit Lisinostad so lange fort, wie Ihr Arzt es verordnet hat.

Wenn Ihr Arzt Ihnen ¬ľ oder ¬Ĺ Tablette verordnet hat, m√ľssen Sie die Tablette vor der Einnahme entlang der Bruchkerbe zerbrechen. Legen Sie die Tablette dazu so auf eine harte Oberfl√§che, dass die Tablette mit der Einkerbung nach oben zeigt. √úben Sie mit dem Daumen von oben Druck auf die Tablette aus, diese wird dann in zwei gleiche Teile (Lisinostad 5 mg) bzw. vier gleiche Teile (Lisinostad 10 mg und 20 mg) zerbrechen (siehe Abbildungen).

Lisinostad 5 mg:

Lisinostad 10 mg und Lisinostad 20 mg:

Die empfohlene Dosis hängt ab vom Schweregrad der Erkrankung und von Besonderheiten des einzelnen Patienten.

Die folgenden Dosierungen werden empfohlen:

Bei Bluthochdruck

Lisinostad kann alleine oder in Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln eingenommen werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, betr√§gt die √ľbliche Anfangsdosis 1-mal t√§glich 10 mg Lisinopril. Diese Dosis wird schrittweise in Abst√§nden von mindestens 2 bis 4 Wochen erh√∂ht, bis Ihr Blutdruck erfolgreich eingestellt ist.

Die √ľbliche Erhaltungsdosis betr√§gt 1-mal t√§glich 20 mg Lisinopril. Abh√§ngig von Ihrem Ansprechen auf die Behandlung kann die Dosis schrittweise bis auf die H√∂chstdosis von 1- mal t√§glich 80 mg Lisinopril erh√∂ht werden.

Wenn Sie bereits harntreibende Arzneimittel (Diuretika) einnehmen, wird Ihr Arzt Sie möglicherweise auffordern, die Behandlung mit den Diuretika 2 bis 3 Tage vor Beginn der Einnahme von Lisinostad zu beenden. Falls die harntreibende (diuretische) Behandlung nicht beendet werden kann, sollte Ihre Behandlung mit Lisinostad mit einer Dosis von 5 mg Lisinopril begonnen werden. Die nachfolgende Dosis wird dann je nach Ansprechen Ihres Blutdrucks angepasst. Falls nötig, kann die Behandlung mit den Diuretika wieder aufgenommen werden.

Wenn Sie Nierenprobleme haben, wird Ihre Behandlung m√∂glicherweise mit einer niedrigeren Dosis begonnen. Ihr Arzt wird Ihre Dosis abh√§ngig vom Schweregrad Ihrer Nierenerkrankung w√§hlen und Sie insbesondere zu Beginn der Behandlung sorgf√§ltig √ľberwachen (siehe Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen; unter ‚ÄěNierenerkrankungen‚Äú).

Kinder und Jugendliche (6-16 Jahre)

Die Dosis wird von Ihrem Arzt vorgeschrieben. Die √ľbliche Anfangsdosis ist 2,5 mg einmal t√§glich, wenn das Gewicht des Kindes zwischen 20 und 50 kg betr√§gt, und 5 mg einmal t√§glich, wenn das Kind mehr als 50 kg wiegt.

Ihr Arzt wird die Dosis individuell erh√∂hen bis zu einer Maximaldosis von 20 mg t√§glich bei Kindern mit 20 bis 50 kg K√∂rpergewicht und 40 mg bei Kindern mit mehr als 50 kg K√∂rpergewicht. Dosen √ľber 40 mg sind f√ľr Kinder nicht empfohlen.

Wenn Ihr Kind Nierenprobleme hat, wird Ihr Arzt gegebenenfalls eine geringere Anfangsdosis festsetzen oder die Dosis langsamer erhöhen.

Bei einer Herzleistungsschwäche

Lisinostad sollte zusätzlich zu einem anderen Arzneimittel zur Behandlung einer Herzleistungsschwäche (z.B. harntreibende Arzneimittel, Digitalis, Betablocker) angewendet werden.

Die √ľbliche Anfangsdosis betr√§gt 1-mal t√§glich 2,5 mg Lisinopril (hierf√ľr stehen Arzneizubereitungen mit niedrigeren Wirkst√§rken zur Verf√ľgung) und sollte unter √§rztlicher Aufsicht eingenommen werden. Die Dosis wird anschlie√üend in Intervallen von jeweils mindestens 2 Wochen in Schritten von nicht mehr als 10 mg Lisinopril erh√∂ht, bis die Beschwerden im Zusammenhang mit der Herzleistungsschw√§che unter Kontrolle sind.

Eine H√∂chstdosis von 35 mg Lisinopril pro Tag darf nicht √ľberschritten werden.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis abhängig von Ihrem klinischen Ansprechen anpassen.

Nach einem Herzinfarkt

Im Anschluss an die √ľbliche Standardbehandlung (z.B. mit Thrombolytika oder Betablockern) betr√§gt die √ľbliche Anfangdosis

  • 5 mg Lisinopril innerhalb von 24 Stunden nach dem Herzinfarkt.
  • Dann 24 Stunden nach der ersten Einnahme weitere 5 mg Lisinopril.
  • Dann 48 Stunden nach der ersten Einnahme 10 mg Lisinopril und anschlie√üend 1-mal t√§glich 10 mg Lisinopril.

Die √ľbliche Erhaltungsdosis betr√§gt 1-mal t√§glich 10 mg Lisinopril.

Ihr Arzt kann Ihre Dosis verringern, wenn Sie unter niedrigem Blutdruck leiden oder eine Nierenerkrankung haben.

Die Behandlung sollte 6 Wochen lang fortgesetzt werden.

Bei Nierenproblemen bei Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes

Die √ľbliche Anfangsdosis bei Patienten mit Bluthochdruck betr√§gt 1-mal t√§glich 10 mg Lisinopril. Die Dosis kann falls erforderlich auf 1-mal t√§glich 20 mg Lisinopril erh√∂ht werden.

Wenn Sie Nierenprobleme haben, muss Ihre Dosis möglicherweise angepasst werden.

Kinder

Dieses Arzneimittel sollte bei Kindern unter 6 Jahren oder mit schweren Nierenfunktionsstörungen nicht angewendet werden. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

√Ąltere Patienten

√Ąltere Patienten mit normaler Nierenfunktion k√∂nnen die √ľblichen Dosen einnehmen.

Anwendung bei Patienten mit Nierentransplantat

Die Anwendung von Lisinostad bei Patienten, die eine Nierentransplantation erhalten haben, wird nicht empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Lisinostad eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, setzen Sie sich unverz√ľglich mit Ihrem Arzt oder der Notaufnahme des n√§chstgelegenen Krankenhauses in Verbindung und fragen Sie dort um Rat.

Zu den Beschwerden im Zusammenhang mit einer Überdosierung gehören:

  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie), Kreislaufschock
  • St√∂rungen des Elektrolytgleichgewichts (wie z.B. erniedrigte Mengen an Kalium, Chlorid und Natrium im Blut), Nierenversagen
  • Beschleunigte Atmung (Hyperventilation), schneller Herzschlag (Tachykardie), Herzklopfen (Palpitationen), verlangsamter Herzschlag (Bradykardie)
  • Schwindel, Angst und Husten.

Wenn Sie die Einnahme von Lisinostad vergessen haben

Wenn Sie eine Dosis von Lisinopril vergessen haben, nehmen Sie sie sobald wie m√∂glich ein. Wenn es jedoch fast Zeit f√ľr die n√§chste Dosis ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die n√§chste √ľbliche Dosis zum gewohnten Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie unsicher sind.

Wenn Sie die Einnahme von Lisinostad abbrechen

Unterbrechen Sie die Behandlung mit Lisinostad nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wenn Sie die Tabletten zum ersten oder zweiten Mal einnehmen, kann es sein, dass Sie sich schwindelig und benommen f√ľhlen oder das Gef√ľhl haben, einer Ohnmacht nahe zu sein. Diese Beschwerden sind auf die Senkung Ihres Blutdrucks zur√ľckzuf√ľhren und klingen in der Regel ab, wenn Sie sich hinlegen.

Sie m√ľssen die Einnahme von Lisinostad beenden und unverz√ľglich Ihren Arzt informieren:

  • wenn bei Ihnen Juckreiz oder schwerwiegende Hautreaktionen auftreten
  • wenn Sie pfeifende Atemger√§usche bei sich bemerken bzw. Atem- oder Schluckbeschwerden auftreten
  • wenn Sie Schwellungen der H√§nde, F√ľ√üe oder Kn√∂chel, des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachen bemerken
  • wenn eine Gelbf√§rbung der Haut oder der Bindehaut im Auge auftritt.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Anschwellen von Gesicht, Gliedern, Lippen, Zunge, Stimmritze und/oder Rachen. Dabei handelt es sich um Beschwerden im Zusammenhang mit einem auf einer √úberempfindlichkeit (Allergie) beruhenden Angio√∂dem (siehe Abschnitt Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen, ‚Äě√úberempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktion) oder Angio√∂dem‚ÄĚ).
  • Ver√§nderungen der Stimmung
  • Kribbeln oder Taubheitsgef√ľhl in H√§nden oder F√ľ√üen (Par√§sthesien)
  • Schwindelgef√ľhl (Vertigo)
  • St√∂rungen des Geschmacksinns
  • Schlafst√∂rungen
  • Herzinfarkt oder Schlaganfall, m√∂glicherweise verursacht durch einen extrem starken Blutdruckabfall (Hypotonie) bei besonders gef√§hrdeten Patienten (siehe Abschnitt Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen; ‚ÄěSymptomatische Hypotonie [niedriger Blutdruck, der mit Beschwerden einhergeht]‚ÄĚ)
  • Herzklopfen (Palpitationen)
  • Schneller Herzschlag (Tachykardie)
  • Durchblutungsst√∂rung, die zu Taubheit und Bl√§sse von Zehen und Fingern f√ľhrt (Raynaud-Ph√§nomen)
  • Schwellung und Reizung in der Nase (Rhinitis)
  • √úbelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Verdauungsst√∂rungen
  • Hautausschlag
  • Juckreiz (Pruritus)
  • Impotenz
  • M√ľdigkeit (Abgeschlagenheit)
  • Schw√§chegef√ľhl (Asthenie)
  • Anstieg des Harnstoff-Spiegels im Blut
  • Anstieg des Kreatinin-Spiegels im Blut
  • Anstieg der Leberwerte (Leberenzyme)
  • Hohe Kalium-Spiegel im Blut, was zu Herzrhythmusst√∂rungen f√ľhren kann (Hyperkali√§mie).

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Abnahme der H√§moglobin-Konzentration (Bestandteil der roten Blutk√∂rperchen)
  • Abnahme des H√§matokrit-Wertes (Anteil der roten Blutk√∂rperchen am Blut)
  • Geistige Verwirrtheit
  • Mundtrockenheit
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Haarausfall (Alopezie)
  • Eine Hauterkrankung mit roten Flecken und Entz√ľndung der Haut (Psoriasis)
  • Vergiftungszustand, verursacht durch Nierenversagen und gekennzeichnet durch die Anreicherung von Harnstoff im Blut (Ur√§mie)
  • Akutes Nierenversagen
  • Brustvergr√∂√üerung bei M√§nnern (Gyn√§komastie)
  • Anstieg der Bilirubin-Konzentration (Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes) im Blut
  • Niedriger Natrium-Spiegel im Blut, was zu Muskelschw√§che, Zuckungen oder Herzrhythmusst√∂rungen f√ľhren kann (Hyponatri√§mie).
  • Erh√∂hung eines bestimmten Hormons, das die Menge an Wasser im Blut reguliert und dadurch die Elektrolyt-Balance beeinflusst, z.B.: verminderter Natrium-Spiegel, ein Zustand, der ‚ÄěSyndrom der inad√§quaten ADH-Sekretion‚Äú (SIADH ‚Äď die Symptome k√∂nnen Verwirrung, Schw√§che, M√ľdigkeit, Kopfweh, √úbelkeit, Erbrechen und Kr√§mpfe sein) genannt wird.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Unf√§higkeit des Knochenmarks, ausreichend Blutzellen zu bilden (Knochenmarkdepression)
  • Verringerung der Anzahl der roten Blutzellen, was zu blasser Haut, Schw√§che oder Atemnot f√ľhren kann (An√§mie, h√§molytische An√§mie)
  • Verringerung der Anzahl der roten Blutpl√§ttchen mit einem erh√∂hten Risiko f√ľr Blutungen und blaue Flecken (Thrombozytopenie)
  • Niedrige Anzahl an wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie)
  • Niedrige Anzahl eines bestimmten Typs der wei√üen Blutzellen, die so genannten neutrophilen Granulozyten (Neutropenie)
  • Starke Verringerung der Anzahl der wei√üen Blutzellen, wodurch sich die Anf√§lligkeit f√ľr Infektionen erh√∂ht (Agranulozytose; siehe Abschnitt Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen; ‚Äě√Ąnderung der Anzahl bestimmter Blutzellen‚ÄĚ)
  • Vergr√∂√üerung der Lymphknoten (Lymphadenopathie)
  • Autoimmunerkrankung
  • Niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglyk√§mie)
  • Atemnot oder pfeifendes Atemger√§usch (Bronchospasmus)
  • Entz√ľndung der Nasennebenh√∂hlen (Sinusitis)
  • Entz√ľndung der Lungenbl√§schen, verursacht durch eine Allergie (allergische Alveolitis)
  • Anreicherung von wei√üen Blutzellen (Eosinophilen) in den Lungen (eosinophile Pneumonie)
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse mit starken Bauch- und R√ľckenschmerzen (Pankreatitis)
  • Anschwellen der Darmschleimhaut (intestinales Angio√∂dem)
  • Entz√ľndung der Leber (Hepatitis; entweder hepatozellul√§r oder cholestatisch)
  • Gelbf√§rbung der Haut oder der Bindehaut im Auge (verursacht durch eine St√∂rung in der Leber oder Ver√§nderungen im Blut) und Leberfunktionsst√∂rungen (Gelbsucht; siehe Abschnitt Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen; ‚ÄěLebererkrankungen‚ÄĚ)
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Eine Autoimmunerkrankung, die zu Blasenbildung und offenen Wunden auf der Haut f√ľhrt (Pemphigus)
  • Schwerwiegende Erkrankung mit Blasenbildung der Haut (toxische epidermale Nekrolyse)
  • Schwerwiegende Erkrankung mit Blasenbildung im Bereich von Haut, Mund, Augen und Genitalen (Stevens-Johnson-Syndrom)
  • Hauterkrankung mit juckenden rosaroten Flecken (Erythema multiforme)
  • Verringerung/Ausbleiben der Urinbildung (Oligurie/Anurie)
  • Kutanes Pseudolymphom (Entz√ľndungsreaktion, die zu einer Anreicherung von Entz√ľndungszellen f√ľhrt).

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

Es wurde das Auftreten eines Symptomkomplexes berichtet, der eines oder mehrere der folgenden Symptome umfassen kann: Fieber, Entz√ľndung der Blutgef√§√üe, h√§ufig mit Hautausschlag (Vaskulitis), Muskelschmerzen (Myalgie), Gelenkschmerzen (Arthralgie)/Gelenksentz√ľndung (Arthritis), positiver Test auf antinukle√§re Antik√∂rper (ANA; Bluttest zum Nachweis von Autoimmunerkrankungen), Beschleunigung der Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG; Bluttest, der einen Hinweis darauf liefert, ob irgendwo im K√∂rper eine Entz√ľndung vorliegt), Zunahme eines bestimmten Typs von wei√üen Blutzellen (Eosinophilie) und erh√∂hte Anzahl an wei√üen Blutzellen (Leukozytose), Hautausschlag, Empfindlichkeit gegen√ľber Sonnenlicht (Photosensitivit√§t) oder andere Hautreaktionen (dermatologische Erscheinungsformen).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN

√ĖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Nicht √ľber +30¬įC lagern.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Blisterpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Lisinostad enthält

Der Wirkstoff ist: Lisinopril (als Dihydrat).

1 Tablette enthält 5, 10 oder 20 mg Lisinopril.

Die sonstigen Bestandteile sind

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, Magnesiumstearat, Maisstärke, Mannitol, hochdisperses Siliciumdioxid (wasserfrei), vorverkleisterte Maisstärke.

Wie Lisinostad aussieht und Inhalt der Packung

Lisinostad 5 mg: Wei√üe, runde, bikonvexe Tablette mit der Pr√§gung ‚Äě5‚Äú auf einer Seite und beidseitiger Bruchkerbe.

Jede Tablette enthält 5,44 mg Lisinopril-Dihydrat entsprechend 5 mg Lisinopril.

Lisinostad 10 mg: Wei√üe, runde, bikonvexe Tablette mit der Pr√§gung ‚Äě10‚Äú auf einer Seite und beidseitiger Kreuzbruchkerbe.

Jede Tablette enthält 10,89 mg Lisinopril-Dihydrat entsprechend 10 mg Lisinopril.

Lisinostad 20 mg: Wei√üe, runde, bikonvexe Tablette mit der Pr√§gung ‚Äě20‚Äú auf einer Seite und beidseitiger Kreuzbruchkerbe.

Jede Tablette enthält 21,78 mg Lisinopril-Dihydrat entsprechend 20 mg Lisinopril.

Lisinostad ist in Blisterpackungen mit 14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 98, 100, 150, 200, 250, 300, 400, 500 und 1000 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweisen nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

STADA Arzneimittel GmbH, Muthgasse 36/2, 1190 Wien

Z.Nr.:

Lisinostad 5 mg: 1-24217

Lisinostad 10 mg: 1-24218

Lisinostad 20 mg: 1-24219

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland Lisinopril STADA
Belgien Lisinopril EG
Dänemark Cardiostad
Finnland Cardiostad tabletti
Irland Zestan
Italien Lisinopril EG
Luxemburg Lisinopril EG
Portugal Lisinopril Ciclum
Schweden Lisinopril Stada
Niederlande Lisinopril CF

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juni 2019.

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Lisinostad 5 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Lisinopril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller STADA Arzneimittel GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 24.09.2001
ATC Code C09AA03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, rein

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden