Co-Lisinostad 20 mg/12,5 mg Tabletten

Abbildung Co-Lisinostad 20 mg/12,5 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT) Lisinopril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller STADA Arzneimittel GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 06.05.2004
ATC Code C09BA03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, Kombinationen

Zulassungsinhaber

STADA Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Co-Lisinostad ist ein Kombinationsarzneimittel mit den Wirkstoffen Lisinopril und Hydrochlorothiazid.

Lisinopril ist ein blutdrucksenkender (antihypertensiver) Wirkstoff. Er gehört zu einer Gruppe von Wirkstoffen, die als Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)- Hemmer bezeichnet werden. Lisinopril senkt den Blutdruck, indem es die Blut- gefäße erweitert und somit den Durchfluss des Blutes erleichtert.

Hydrochlorothiazid ist ein harntreibender Wirkstoff, der zu der Gruppe der so genannten Thiazid-Diuretika gehört. Er bewirkt, dass die Nieren mehr Urin pro- duzieren und reduziert dadurch das Blutvolumen.

Co-Lisinostad wird angewendet

zur Behandlung des nicht organbedingten Bluthochdrucks (essentielle Hy- pertonie).

Co-Lisinostad soll bei Patienten angewendet werden, deren Blutdruck mit Li- sinopril alleine (oder Hydrochlorothiazid alleine) nicht ausreichend gesenkt wer- den kann.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Co-Lisinostad darf NICHT eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Lisinopril, verwandte Wirkstoffe (andere ACE- Hemmer) oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind (in Abschnitt 6. genannt, ‚ÄěInhalt der Packung und weitere Informationen‚Äú; am Ende dieser Packungsbeilage)
  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Hydrochlorothiazid oder an- dere Sulfonamide (mit Hydrochlorothiazid chemisch verwandte Wirkstoffe) sind
  • wenn bei Ihnen in der Vergangenheit einmal nach Anwendung eines ACE- Hemmers ein angioneurotisches √Ėdem (Schwellung der Haut und Schleimhaut insbesondere des Gesichts, des Mundes, der Zunge oder des Rachens mit Schluck- oder Atembeschwerden) aufgetreten ist
  • wenn ein Familienangeh√∂riger schon einmal ein angioneurotisches √Ėdem hatte (die Neigung dazu kann vererbt werden) oder wenn Sie aus anderen Gr√ľnden schon einmal unter einem angioneurotischen √Ėdem gelitten haben
  • wenn Ihre Nierenfunktion stark eingeschr√§nkt ist (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)
  • bei fehlender Harnausscheidung (Anurie)
  • wenn Sie unter einer schweren Lebererkrankung leiden
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enth√§lt, be- handelt werden
  • nach dem dritten Schwangerschaftsmonat (Lisinopril/HCT ist auch in der fr√ľhen Schwangerschaft zu vermeiden ‚Äď siehe Abschnitt Schwangerschaft)
  • wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chroni- schen Herzschw√§che bei Erwachsenen, eingenommen haben oder ein- nehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angio√∂dems (schnelle Schwel- lung unter der Haut z. B. im Rachenbereich) erh√∂ht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Co-Lisinostad ein- nehmen, besonders

  • wenn Sie niedrigen Blutdruck haben. Sie bemerken dies, wenn Sie sich schwindlig oder benommen f√ľhlen, speziell wenn Sie aufstehen.
  • wenn bei Ihnen aufgrund von Salz- und/oder Fl√ľssigkeitsverlusten das Risiko f√ľr einen starken Blutdruckabfall besteht, wie z.B. wenn Sie
    • ein harntreibendes Arzneimitteln anwenden
    • eine Dialyse erhalten
    • eine kochsalzarme Di√§t einhalten
    • unter Erbrechen oder Durchfall leiden
  • wenn Sie unter einer schwerwiegenden Form von Bluthochdruck lei- den, die durch eine Nierenerkrankung (Renin-abh√§ngige Hypertonie) ausgel√∂st wird
  • wenn Sie unter Herzklappenverengungen bzw. anderen Ausflussbe- hinderungen der linken Herzkammer leiden, die den Blutstrom ein- schr√§nken
  • wenn Sie an einer Herzmuskelverdickung leiden (hypertrophe Kardio- myopathie)
  • wenn Sie eine Herzinsuffizienz haben
  • wenn Sie unter einer Herzerkrankung mit Durchblutungsst√∂rungen in den Herzkranzgef√§√üen leiden (koronare Herzkrankheit)
  • wenn Sie unter Durchblutungsst√∂rungen im Gehirn (cerebrovaskul√§re Erkrankung) leiden
  • wenn Sie unter m√§√üig eingeschr√§nkter Nierenfunktion leiden
  • wenn Sie eine Nierenarterienverengung haben
  • wenn bei Ihnen k√ľrzlich eine Nierentransplantation durchgef√ľhrt wurde
  • wenn Ihre Leberfunktion eingeschr√§nkt ist oder Sie unter einer Leberer- krankung leiden
  • wenn sich w√§hrend der Behandlung mit Co-Lisinostad Ihre Leberwerte erh√∂hen oder sich eine Gelbsucht entwickelt
  • wenn Sie erh√∂hte Cholesterinwerte haben und mit ‚ÄěLDL Apherese‚Äú be- handelt werden
  • wenn Sie unter einer Erkrankung leiden, die Systemischer Lupus eryth- ematosus (SLE) genannt wird
  • wenn sich w√§hrend der Behandlung mit Co-Lisinostad die Anzahl Ihrer Blutzellen ver√§ndert:
    • wenn die Anzahl der wei√üen Blutk√∂rperchen abnimmt (Leukope- nie)
    • wenn die Anzahl der roten Blutk√∂rperchen abnimmt (An√§mie)
    • wenn die Anzahl der Blutpl√§ttchen abnimmt (Thrombozytopenie)
    • wenn bestimmte wei√üe Blutk√∂rperchen stark vermindert sind mit einer erh√∂hten Empfindlichkeit gegen√ľber Infektionen und schwe- ren allgemeinen Beschwerden (Agranulozytose)
  • wenn Sie unter einer bestimmten Bindegewebserkrankung (Gef√§√ükol- lagenose) leiden, die die Blutgef√§√üe betrifft (Kollagengef√§√ükrankheit)
  • wenn Sie mit Arzneimitteln behandelt werden, die die Immunreaktio- nen Ihres K√∂rpers unterdr√ľcken
  • wenn Sie gleichzeitig Allopurinol (Arzneimittel zur Behandlung der Gicht), Procainamid (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂- rungen) oder Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Er- krankungen) einnehmen. Die Anwendung von Co-Lisinostad mit Lithium wird nicht empfohlen.
  • wenn bei Ihnen w√§hrend der Behandlung mit Co-Lisinostad √úberemp- findlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) oder Gewebeschwel-

lungen (angioneurotisches √Ėdem) auftreten

  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, kann das Risiko eines Angio√∂dems erh√∂ht sein:
    • Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.
    • Arzneimittel, die zur Verhinderung der Absto√üung von transplan- tierten Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus).
    • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.
  • wenn Sie operiert werden sollen und daf√ľr eine Vollnarkose oder Spi- nalan√§sthesie erhalten sollen. Sie m√ľssen in diesen F√§llen den Arzt, Zahnarzt oder das Krankenhauspersonal √ľber Ihre Behandlung mit Co- Lisinostad informieren.
  • wenn Sie eine Blutw√§sche mit bestimmten Dialysemembranen (High- flux-Membranen), eine bestimmte Behandlung bei schweren Fett- stoffwechselst√∂rungen (LDL-Apherese) oder eine Hyposensibilisie- rungstherapie bei Allergien (z.B. gegen Bienen- und Wespenstiche) be- n√∂tigen, wird Ihr Arzt Ihre Co-Lisinostad-Therapie m√∂glicherweise unter- brechen, um eventuelle allergische Reaktionen zu vermeiden
  • wenn Sie Diabetiker sind
  • wenn Sie unter Gicht leiden
  • wenn bei Ihnen ein hartn√§ckiger, trockener Husten auftritt
  • wenn bei Ihnen das Risiko besteht, dass Ihre Kaliumwerte im Blut ansteigen, wie z.B. wenn Sie
    • kaliumhaltige Salzersatzmittel, kaliumsparende Diuretika oder Ka- liumersatzpr√§parate einnehmen
    • andere Arzneimittel anwenden, die einen Anstieg der Kaliumwerte im Blut bewirken k√∂nnen
  • wenn Ihr Bluthochdruck aufgrund Ihrer Zugeh√∂rigkeit zu einer bestimm- ten ethnischen Gruppe mit Co-Lisinostad nicht ausreichend gesenkt werden kann (insbesondere bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe). Bit- te informieren Sie in solchen F√§llen Ihren Arzt.
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
    • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.
    • Aliskiren.
  • wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten.
    √úberpr√ľfen Sie Ihre Haut regelm√§√üig auf neue L√§sionen und melden Sie unverz√ľglich Ihrem Arzt, wenn Sie w√§hrend der Behandlung eine uner- wartete Hautl√§sion entwickeln.
    Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger Arten von Haut- und Lip- penkrebs (weißer Hautkrebs) erhöhen. Vermeiden Sie möglichst Son-

neneinstrahlung und UV-Strahlen oder verwenden Sie einen angemes- senen Sonnenschutz, solange Sie Co-Lisinostad einnehmen.

  • wenn Sie eine Abnahme des Sehverm√∂gens oder Augenschmerzen feststellen. Dies k√∂nnen Symptome einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder ein Druckanstieg in Ih- rem Auge sein und innerhalb von Stunden bis zu Wochen nach Einnah- me von Co-Lisinostad auftreten. Dies kann, wenn keine Behandlung er- folgt, zu einem permanenten Verlust der Sehkraft f√ľhren. Wenn Sie zu- vor bereits an einer Penicillin- oder Sulfonamid-Allergie gelitten haben, kann das Risiko daf√ľr erh√∂ht sein.
  • wenn bei Ihnen in der Vergangenheit nach der Einnahme von Hydrochlo- rothiazid Atem- oder Lungenprobleme (einschlie√ülich Entz√ľndungen oder Fl√ľssigkeitsansammlungen in der Lunge) aufgetreten sind. Falls Sie nach der Einnahme von Co-Lisinostad schwere Kurzatmigkeit oder Atembeschwerden entwickeln, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elekt- rolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden √ľberpr√ľfen. Siehe auch Abschnitt "Co-Lisinostad darf nicht eingenommen werden".

Während der Behandlung mit Co-Lisinostad
Verst√§ndigen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt, wenn Sie eines der nachfolgend ge- nannten Symptome bei sich bemerken:

  • wenn Sie sich nach Ihrer ersten Einnahme schwindelig f√ľhlen. Einige Pati- enten f√ľhlen sich nach der Einnahme der ersten Dosis oder nach einer Do- sissteigerung schwindelig, schwach, der Ohnmacht nahe und krank.
  • wenn Beschwerden wie Mundtrockenheit, Durst, Schw√§che, Antriebslosig- keit, Muskelschmerzen oder -kr√§mpfe, Herzrasen, Schwindel, √úbelkeit, Erb- rechen und verminderte Urinbildung auftreten. Dies k√∂nnen Anzeichen f√ľr eine St√∂rung des Fl√ľssigkeits- und Mineralstoffwechsel sein.
  • bei pl√∂tzlicher Schwellung der Lippen und des Gesichts, des Halses, m√∂g- licherweise auch der H√§nde und F√ľ√üe, bei Auftreten von Schluckbeschwer- den, Nesselsucht und Atembeschwerden oder Atemger√§uschen sowie Hei- serkeit. Dieser Zustand wird als angioneurotisches √Ėdem bezeichnet. Dies kann zu jeder Zeit w√§hrend der Behandlung auftreten. ACE-Hemmer (wie Lisinopril) verursachen angioneurotische √Ėdeme h√§ufiger bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe als bei nicht-schwarzen Patienten.
  • bei Fieber, Halsschmerzen oder Ulcera der Mundschleimhaut (dies k√∂nnen Beschwerden einer Infektion sein, die durch eine verminderte Anzahl von wei√üen Blutk√∂rperchen beg√ľnstigt wird).
  • bei gelblicher Verf√§rbung der Haut und der Bindehaut im Auge (Gelbsucht).

Dies können Anzeichen einer Lebererkrankung sein.

In den oben genannten F√§llen m√ľssen Sie die Einnahme von Co-Lisinostad abbrechen und unverz√ľglich Ihren Arzt informieren. Ihr Arzt wird die erforderli- chen Ma√ünahmen ergreifen.

Zu Beginn der Behandlung und w√§hrend der Dosisanpassung kann es notwen- dig werden, die H√§ufigkeit von √§rztlichen Kontrolluntersuchungen zu erh√∂hen. Sie sollten keine dieser Untersuchungen auslassen, auch wenn Sie sich gut f√ľhlen. Ihr Arzt wird die H√§ufigkeit der Kontrolluntersuchungen festlegen.

Wenn Ihr Blutdruck zu stark abf√§llt, sollten Sie sich hinlegen. Wenn die Be- schwerden anhalten, nehmen Sie bitte unverz√ľglich Kontakt mit Ihrem Arzt auf oder suchen Sie unverz√ľglich die n√§chste Notaufnahme auf. Der Arzt wird m√∂glicherweise eine bestimmte Behandlung einleiten, um Ihren Blutdruck zu normalisieren.

Bitte teilen sie Ihrem Arzt mit, wenn Ihr Blutdruck zu stark oder h√§ufig abf√§llt. Dies ist sehr wichtig, da Ihr Arzt m√∂glicherweise eine √Ąnderung Ihrer Behand- lung veranlassen wird.

Schwangerschaft
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.

Eine Anwendung von Co-Lisinostad in den ersten 3 Monaten der Schwanger- schaft wird nicht empfohlen und darf nach dem dritten Schwangerschaftsmonat nicht eingenommen werden, da es bei Ihrem Kind zu schweren Sch√§den f√ľhren kann, wenn es in diesem Stadium verwendet wird (siehe auch unter Abschnitt 2: Schwangerschaft und Stillzeit).

Dopingkontrollen

Die Anwendung des in diesem Arzneimittel enthaltenen Wirkstoffs Hydrochloro- thiazid kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Anstieg bestimmter Stoffe im Blut
Durch die Wirkung von Hydrochlorothiazid kann die Menge der folgenden Stoffe in Ihrem Blut ansteigen:

  • Cholesterin (Hypercholesterin√§mie)
  • Triglyceride (Hypertriglycerid√§mie)
  • Harns√§ure (Hyperurik√§mie).

Kinder

Co-Lisinostad darf nicht bei Kindern angewendet werden, da die Unbedenklich- keit und die Wirksamkeit von Lisinopril/Hydrochlorothiazid f√ľr diese Altersgrup- pe nicht untersucht sind.

Einnahme von Co-Lisinostad zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel an- wenden, vor kurzem angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimit- tel anzuwenden.

Bitte halten Sie R√ľcksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie eines der nachfolgend genannten Arzneimittel anwenden, da dadurch deren Wirkung oder die Wirkung von Co-Lisinostad beeinflusst werden kann:

  • Harntreibende Arzneimittel, die zu einer verminderten Kaliumausschei- dung f√ľhren (kaliumsparende Diuretika, wie z.B. Spironolacton, Triamteren oder Amilorid), Kalium-Erg√§nzungsmittel (einschlie√ülich Salzersatzmit- tel), kaliumsparende Diuretika und andere Arzneimittel, die den Kalium- gehalt in Ihrem Blut erh√∂hen k√∂nnen (z. B. Trimethoprim und Cotrimo- xazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems, um die Absto√üung von transplan- tierten Organen zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutver- d√ľnnung und Vermeidung von Blutgerinnseln)
  • andere harntreibende Arzneimittel (Diuretika): Verst√§rkung der blutdruck- senkenden Wirkung.
  • andere blutdrucksenkende Arzneimittel (Antihypertensiva), gef√§√üerwei- ternde Arzneimittel (z.B. Nitrate): Verst√§rkung des Blutdruckabfalls.
  • Aliskiren und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, Arzneimittel zur

Behandlung von hohem Blutdruck Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen:

Wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliski- ren einnehmen (siehe auch Abschnitte "Co-Lisinostad darf nicht

eingenommen werden" und "Warnhinweise und Vorsichtsmaß- nahmen")

Erhöhtes Risiko einer Hypotonie, Synkope, Hyperkaliämie und veränderter Nierenfunktion (einschließlich akutes Nierenversagen)

  • Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen und anderen psychichiatrischen Erkrankungen (tricyclische Antidepressiva, Neurolep- tika), Narkotika, An√§sthetika: Der Blutdruck wird weiter abgesenkt. Der Blutdruckabfall wird dadurch verst√§rkt.
  • Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten depressiven Erkran- kungen): Erh√∂htes Risiko f√ľr eine Lithium-Vergiftung. Die gleichzeitige An- wendung von Co-Lisinostad und Lithium-haltigen Arzneimitteln wird nicht empfohlen. Falls eine gleichzeitige Anwendung notwendig ist, wird Ihr Arzt die Lithiumkonzentration im Blut engmaschig √ľberwachen.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entz√ľndungen
    (NSAR; nichtsteroidale Antirheumatika einschlie√ülich Acetylsalicyls√§ure ab 3 g pro Tag): Die gleichzeitige Anwendung kann die blutdrucksenkende Wirkung abschw√§chen und zu einem Anstieg der Kaliumwerte im Blut f√ľh- ren. Au√üerdem kann es zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion und in seltenen F√§llen zu einem akuten Nierenversagen kommen, vor allem bei Patienten mit vorbestehender Einschr√§nkung der Nierenfunktion. Die harn- treibende und blutdrucksenkende Wirkung von Hydrochlorothiazid wird ab- geschw√§cht.
  • Arzneimittel, die Gold enthalten, wie Natriumaurothiomalat, die Ihnen

Erhöhtes Risiko von Symptomen wie Hautausschlag, Übelkeit, Schwindel und Hypotonie, die sehr schwerwiegend sein können.

  • Sympathomimetika (Arzneimittel mit stimulierender Wirkung, wie z.B. mit blutdrucksteigernden Effekten): Abschw√§chung der blutdrucksenkenden Wirkung.
  • Colestyramin und Colestipol (Arzneimittel zur Senkung erh√∂hter Blutfett- werte): Abschw√§chung der blutdrucksenkenden Wirkung. Die Aufnahme von Hydrochlorothiazid aus dem Magen-Darm-Trakt wird vermindert bzw. verz√∂gert.
  • blutzuckersenkende Arzneimittel und Insulin: Verst√§rkte Blutzuckersen- kung mit dem Risiko einer Hypoglyk√§mie.
  • Amphotericin B (Arzneimittel bei Pilzinfektionen), Carbenoxolon (Arznei- mittel f√ľr die Behandlung von Magen-Darm-Geschw√ľren), Kortison-haltige Arzneimittel (Kortikosteroide), Kortikotropin (ein auf die Nebennieren wir- kendes Hormon) oder bestimmte Abf√ľhrmittel: St√∂rungen des Elektrolyt (Salz)-haushaltes z.B. Absinken der Kaliumwerte.
  • Calciumsalze: Erh√∂hung der Calciumwerte im Blut.
  • Herzglykoside (z.B. Digoxin, Arzneimittel zur Behandlung einer Herzleis- tungsschw√§che): Verst√§rkung der Wirkung und Nebenwirkungen der Herz- glykoside.
  • Muskelrelaxanzien, wie z.B. Tubocurarinchlorid (Arzneimittel zur Mus- kelentspannung): Die Wirkung dieser Arzneimittel kann verst√§rkt und ver- l√§ngert werden.
  • Arzneimittel, die bestimmte gef√§hrliche Formen von Herzrhythmusst√∂- rungen (so genannte Torsade de pointes) hervorrufen k√∂nnen: Bei zu nied- rigen Kaliumwerten im Blut ist das Risiko solcher Herzrhythmusst√∂rungen erh√∂ht.
  • Allopurinol (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht): Das Risiko einer akuten Nierenfunktionseinschr√§nkung ist erh√∂ht und es kann zu einem Ab- fall der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie) kommen.
  • Ciclosporin (Arzneimittel zur Unterdr√ľckung der Immunreaktionen des K√∂rpers nach Organtransplantationen): Das Risiko einer akuten Nierenfunk- tionseinschr√§nkung ist erh√∂ht und es kommt zu erh√∂hten Kaliumwerten im Blut.
  • Lovastatin (Arzneimittel zur Cholesterinsenkung): Anstieg der Kaliumwerte im Blut.
  • Procainamid (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen), Zytostatika (Krebsmittel), Immunsuppressiva (zur Verhinderung einer Ab- sto√üung von transplantierten Organen): Das Risiko f√ľr ein Absinken wei√üer Blutk√∂rperchen (Leukopenie) ist erh√∂ht.
  • Sotalol (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen und Bluthochdruck): Erh√∂htes Risiko f√ľr durch Sotalol verursachte Herzrhyth- musst√∂rungen.
  • Trimethoprim und Co-Trimoxazol, auch bekannt als Trime- thoprim/Sulfamethoxazol (Antibiotikum): Erh√∂htes Risiko f√ľr eine Hyper- kali√§mie (erh√∂hter Kaliumspiegel im Blut).

Hämodialyse

Co-Lisinostad darf bei dialysepflichtigen Patienten nicht angewendet werden, da es zu schweren Überempfindlichkeitsreaktionen bei Verwendung bestimmter Dialysemembranen kommen kann (siehe unter Abschnitt 2:“Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

mTOR-Inhibitoren
Arzneimittel, die am h√§ufigsten dazu verwendet werden, die Absto√üung trans- plantierter Organe zu verhindern (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimit- tel der Klasse mTOR-Inhibitoren). Siehe Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vor- sichtsma√ünahmen‚Äú.

Einnahme von Co-Lisinostad zusammen mit Nahrungsmitteln und Geträn- ken

Co-Lisinostad kann zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie m√ľssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Ihr Arzt wird Ihnen normalerweise raten, Li- sinopril/HCT abzusetzen, bevor Sie schwanger werden oder sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel anstelle von Co-Lisinostad empfehlen. Lisinopril/HCT ist w√§hrend der Schwangerschaft nicht empfohlen und darf nach dem dritten Schwangerschaftsmonat nicht ein- genommen werden, da es beim ungeborenen Kind zu ernsthaften Sch√§den f√ľh- ren kann, wenn es nach dem dritten Schwangerschaftsmonat angewendet wird.

Co-Lisinostad muss vor dem Eintritt einer eventuellen Schwangerschaft ge- wöhnlich abgesetzt und durch ein anderes geeignetes Arzneimittel zur Blut- drucksenkung ersetzt werden.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Die Einnahme von Co-Lisinostad wird stillenden M√ľttern nicht empfohlen. Ihr Arzt wird eine andere Behandlung ausw√§hlen, wenn Sie stillen wollen, vor al- lem, solange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Fr√ľhgeburt war.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrs- t√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Wie auch andere blutdrucksenkende Arzneimittel kann Co-Lisinostad die F√§- higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr und zum Bedienen von Ma- schinen beeintr√§chtigen. Gelegentlich k√∂nnen Schwindel und M√ľdigkeit auftre- ten. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe bei Behandlungsbeginn, Dosisanpassung sowie im Zusammenwirken mit Alkohol. Die Wirkungen h√§ngen von Ihrer indivi- duellen Empfindlichkeit ab. Wenn Sie betroffen sind, d√ľrfen Sie sich nicht an das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzen und Sie d√ľrfen keine Maschinen be- dienen.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die f√ľr Sie geeignete blutdrucksenkende Dosis von Co-Lisinostad h√§ngt ab von der Schwere Ihrer Erkrankung, dem Ansprechen Ihrer Erkrankung auf die ein- zelnen Wirkstoffe, der Dosierung Ihrer vorangegangenen Behandlung (z.B. mit Lisinopril alleine) und Ihrer Nierenfunktion.

Ihr Arzt wird Ihnen Co-Lisinostad 20 mg/12,5 mg Tabletten verordnen, wenn Ihr Blutdruck mit 20 mg Lisinopril alleine nicht ausreichend gesenkt werden kann.

Nehmen Sie die Tabletten mit einer ausreichenden Menge Wasser ein. Sie können die Tabletten vor, während oder nach einer Mahlzeit einnehmen.

Die empfohlene Dosis ist:

Erwachsene

Co-Lisinostad sollte 1-mal täglich ungefähr zur gleichen Tageszeit eingenom- men werden.

Die t√§gliche H√∂chstdosis von 40 mg Lisinopril/25 mg Hydrochlorothiazid darf nicht √ľberschritten werden.

√Ąltere Patienten
√Ąltere Patienten mit normaler Nierenfunktion k√∂nnen die gleiche Dosierung wie Erwachsene anwenden.

Anwendung bei Kindern
Co-Lisinostad darf nicht bei Kindern angewendet werden, da die Unbedenklich- keit und die Wirksamkeit von Lisinopril/Hydrochlorothiazid f√ľr diese Altersgrup- pe nicht untersucht sind.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Sie d√ľrfen Co-Lisinostad nicht einnehmen, wenn Sie unter einer stark einge- schr√§nkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) leiden.

Wenn bei Ihnen eine mittelschwere Nierenfunktionseinschr√§nkung (Kreatinin- Clearance zwischen 30 und 80 ml/min) vorliegt, wird Ihr Arzt entscheiden, ob Sie Co-Lisinostad einnehmen d√ľrfen oder nicht. Er wird Ihre Dosis au√üerdem besonders sorgf√§ltig einstellen. Die f√ľr Sie geeignete Dosis h√§ngt davon ab, wie Sie auf die Einzelwirkstoffe Lisinopril und Hydrochlorothiazid reagieren.

Wenn Sie eine größere Menge Co-Lisinostad eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich unverz√ľg- lich an Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des n√§chsten Kranken- hauses auf.

Beschwerden, die auf eine Überdosierung hindeuten, sind z.B. ein Blutdruckab- fall (Hypotonie), Kreislaufschock, Störung des Elektrolythaushaltes (wie niedrige Kalium-, Chlorid- und Natriumspiegel im Blut), Dehydratation, Nierenversagen, beschleunigte Atmung (Hyperventilation), erhöhte Herzschlagfolge (Tachykar- die), Herzklopfen (Palpitationen), verlangsamte Herzschlagfolge (Bradykardie), Schwindel, Angst und Husten.

Wenn Sie die Einnahme von Co-Lisinostad vergessen haben

Machen Sie sich keine Sorgen. Lassen Sie die Dosis einfach aus und nehmen Sie die n√§chste Dosis zur √ľblichen Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Do- sis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Co-Lisinostad abbrechen

Beenden Sie die Behandlung mit Co-Lisinostad nicht ohne vorherige R√ľckspra- che mit Ihrem Arzt, auch wenn Sie sich besser f√ľhlen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind

  • Wenn bei Ihnen Gewebeschwellungen (angioneurotisches √Ėdem) auftre- ten mit Beteiligung von Kehlkopf/Rachen, Stimmritze und/oder Zunge m√ľs- sen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt verst√§ndigen, damit dieser eine Notfallbe- handlung einleiten kann.
  • Wenn Sie Anzeichen einer Gelbsucht (Gelbf√§rbung der Haut und der Au- genbindehaut, dunkel gef√§rbter Harn) oder Appetitverlust bemerken, m√ľs- sen Sie unverz√ľglich die Behandlung mit Co-Lisinostad abbrechen und Ih- ren Arzt informieren.
  • Wenn Fieber, geschwollene Lymphknoten und/oder Halsschmerzen bei Ihnen auftreten, m√ľssen Sie Ihren Arzt sofort informieren, damit dieser eine Untersuchung des wei√üen Blutbildes veranlassen kann.
  • Akute Atemnot (Anzeichen sind starke Kurzatmigkeit, Fieber, Schw√§che und Verwirrtheit) ‚Äď H√§ufigkeit sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behan- delten betreffen).

Einige Nebenwirkungen k√∂nnen Warnzeichen f√ľr Ver√§nderungen der Salze im Blut sein (siehe unter Abschnitt 2: Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen). Wenn bei Ihnen eines der nachfolgenden Warnzeichen f√ľr solche Ver√§nderun- gen im Blut auftritt, informieren Sie Ihren Arzt:

  • Mundtrockenheit
  • Durst
  • Schw√§che
  • Antriebslosigkeit
  • Benommenheit
  • Unruhe
  • Muskelschmerzen (Myalgien) oder Muskelkr√§mpfe
  • Muskelschw√§che
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Verminderte Urinausscheidung (Oligurie)
  • Erh√∂hte Herzschlagfolge (Tachykardie)
  • Magen-Darm-Beschwerden wie √úbelkeit und Erbrechen

Die folgenden Nebenwirkungen wurden berichtet:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Schwindel, der sich nach Dosisreduktion bessert und nur selten einen Ab- bruch der Behandlung notwendig macht
  • Kopfschmerzen
  • Kurze Bewusstlosigkeit (Synkope)
  • M√ľdigkeit
  • Trockener und hartn√§ckiger Husten, der nach Beendigung der Therapie verschwindet
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie) einschlie√ülich orthostatische Hypotonie (Blutdruckabfall mit Kreislaufbeschwerden beim Aufstehen). Wenn Ihr Blut- druck zu stark abf√§llt, sollten Sie sich hinlegen. Wenn dieser Zustand an- h√§lt, nehmen Sie bitte sofort Kontakt mit Ihrem Arzt auf oder suchen Sie un- verz√ľglich die n√§chste Notaufnahme auf (siehe unter Abschnitt 2: Warnhin- weise und Vorsichtsma√ünahmen).
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Nierenfunktionsst√∂rung (Niereninsuffizienz)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Gicht
  • Missempfindungen (Par√§sthesien)
  • Allgemeine Schw√§che (Asthenie)
  • Herzklopfen (Palpitationen)
  • Brustschmerzen
  • Muskelkr√§mpfe (schmerzhafte und unkontrollierbare Muskelkontraktionen)
  • Muskelschw√§che
  • √úbelkeit
  • Verdauungsst√∂rungen
  • Bauchschmerzen
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse
  • Mundtrockenheit
  • Hautausschlag
  • Impotenz
  • Stimmungsschwankungen
  • Schwindelgef√ľhl (Vertigo)
  • Geschmacksst√∂rungen
  • Schlafst√∂rungen
  • Herzinfarkt (Myokardinfarkt) oder Schlaganfall (zerebrovaskul√§res Ereignis), als m√∂gliche Folge eines starken Blutdruckabfalls (Hypotonie) bei beson- ders gef√§hrdeten Patienten (siehe unter Abschnitt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Co-Lisinostad ist erforderlich)
  • Beschleunigter Herzschlag (Tachykardie)
  • Verf√§rbungen von Fingern und Zehen (Raynaud-Syndrom)
  • Irritation oder Entz√ľndung der Nase (Rhinitis)
  • Juckreiz
  • Hoher Harns√§urespiegel im Blut (Hyperurik√§mie)
  • Hoher Kreatinin-Spiegel im Blut, was auf eine Funktionsst√∂rung der Nieren hindeuten kann. Dies normalisiert sich f√ľr gew√∂hnlich nach Absetzen der Behandlung.
  • Ver√§nderte Leberfunktionstests (Anstieg der Leberenzyme und des Serum- bilirubins)
  • Hoher Kaliumspiegel im Blut (Hyperkali√§mie)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen)/angioneurotisches √Ėdem (Schwellung von Haut und Schleimhaut des Gesichts, der Extremit√§- ten, der Lippen, der Zunge und des Rachen/der Stimmritze). Wenn Sie Zei- chen eines angioneurotischen √Ėdems bei sich bemerken, m√ľssen Sie die Behandlung mit Co-Lisinostad unverz√ľglich abbrechen und umgehend ei- nen Arzt informieren (siehe unter Abschnitt 2: Warnhinweise und Vor- sichtsma√ünahmen).
  • Ein Symptomkomplex mit einem oder mehreren der folgenden Symptome: Fieber, Gef√§√üentz√ľndung (Vaskulitis), Muskelschmerzen (Myalgie), Ge- lenkschmerzen oder Gelenkentz√ľndung (Arthritis), positiver ANA- (antinukle√§re Antik√∂rper)-Nachweis (eine Blutuntersuchung zur Erkennung von Autoimmunerkrankungen), erh√∂hte Blutsenkung (BSG; Blutuntersu- chung, um eine Entz√ľndung im K√∂rper festzustellen), hohe Zahl wei√üer Blutk√∂rperchen (Leukozytose), einschlie√ülich Vermehrung eosinophiler Granulozyten (Eosinophilie), Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit (Photo- sensibilit√§t) oder andere Hautreaktionen
  • Extrem niedrige Anzahl bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen, die Granulozy- ten genannt werden (Agranulozytose), was Sie anf√§lliger f√ľr Infektionen macht. Bisher gibt es keine klare Verbindung zwischen der Behandlung mit Lisinopril/Hydrochlorothiazid und einer Agranulozytose.
  • H√§molytische An√§mie (Blutarmut, die durch einen anormalen Abbau von ro- ten Blutk√∂rperchen verursacht wird)
  • Geringf√ľgige Abnahme der H√§moglobin- und H√§matokritwerte (rote Blutk√∂r- perchen), was mit Blutarmut einhergehen kann. Diese Ver√§nderungen wur- den h√§ufiger bei Patienten mit hohem Blutdruck berichtet, waren aber selten von klinischer Bedeutung, es sei denn, dass andere Ursachen f√ľr eine Blut- armut vorlagen.
  • Verwirrtheit
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Haarverlust (Alopezie)
  • Eine Hauterkrankung mit roten Flecken und Entz√ľndung der Haut (Pso- riasis)
  • Vergiftungszustand, verursacht durch Nierenversagen und gekennzeichnet durch die Anreicherung von Harnstoff im Blut (Ur√§mie)
  • Akutes Nierenversagen
  • Brustvergr√∂√üerung bei M√§nnern (Gyn√§komastie)
  • √úberm√§√üige Freisetzung eines Hormons, das Kopfschmerzen, das Gef√ľhl, krank zu sein und Kranksein hervorrufen kann (Syndrom der inad√§quaten antidiuretischen Hormonsekretion)
  • Erniedrigte Natriumwerte im Blut (Hyponatri√§mie)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelte betreffen):

  • Knochenmarkdepression (wenn das Knochenmark nicht in der Lage ist, ge- n√ľgend Blutzellen zu produzieren), die mit einer geringen Anzahl an roten Blutk√∂rperchen (An√§mie), geringen Anzahl an Blutpl√§ttchen (Thrombozyto- penie) und/oder geringen Anzahl an wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie) einhergehen kann
  • Geringe Anzahl bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Neutropenie), die als neutrophile Granulozyten bezeichnet werden
  • Vergr√∂√üerte Lymphknoten (Lymphadenopathie)
  • Autoimmunerkrankung
  • Niedrige Blutzuckerspiegel (Hypoglyk√§mie)
  • Bronchospasmen (Verkrampfung der Atemwege mit Atemnot und Atemge- r√§uschen)
  • Entz√ľndung der Nasennebenh√∂hlen (Sinusitis)
  • Eine durch Allergie ausgel√∂ste Entz√ľndung der Alveolen in der Lunge (al- lergische Alveolitis)
  • Anreicherung wei√üer Blutk√∂rperchen (Eosinophile) in der Lunge (eosinophi- le Pneumonie)
  • Schwellung der Darmschleimhaut (intestinales Angio√∂dem)
  • Leberentz√ľndung (Hepatitis)
  • Gelbsucht (gelbliche Verf√§rbung der Haut und der Bindehaut im Auge, zu- meist verursacht durch eine Erkrankung der Leber). Wenn Sie bei sich eine Gelbsucht feststellen, beenden Sie die Einnahme von Co-Lisinostad und benachrichtigen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt.
  • Leberinsuffizienz
  • Vermehrtes Schwitzen (Diaphorese)
  • Pemphigus (eine Autoimmunerkrankung, die durch Blasenbildung und offe- ne Wunden auf der Haut gekennzeichnet ist)
  • Toxische epidermale Nekrolyse (eine schwerwiegende Hauterkrankung, die mit gro√üfl√§chigen Hautverlusten einhergeht)
  • Stevens-Johnson-Syndrom (eine schwere Hauterkrankung, die durch das Absch√§len der Haut gekennzeichnet ist)
  • Erythema multiforme (eine Hauterkrankung mit juckenden rosaroten Fle- cken)
  • Verminderte Harnausscheidung oder Harnverhalt (Oligurie oder Anurie)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht ab- sch√§tzbar):

  • Co-Lisinostad kann das Ergebnis von Blutuntersuchungen ver√§ndern. Diese Ver√§nderungen haben selten eine klinische Bedeutung.
  • Hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglyk√§mie)
  • Niedriger Kaliumspiegel im Blut (Hypokali√§mie)
  • Hoher Cholesterinspiegel im Blut
  • Hoher Triglyceridspiegel im Blut
  • Speicheldr√ľsenentz√ľndung (Sialadenitis)
  • Aplastische An√§mie (wenn das Knochenmark nicht gen√ľgend Blutk√∂rper- chen produziert)
  • Appetitverlust (Anorexie)
  • Ausscheidung von Zucker im Harn (Glukosurie)
  • Unruhe
  • Depression
  • Depressive Symptome
  • Benommenheit
  • Xanthopsie (Gelbsehen)
  • Vor√ľbergehendes Verschwommensehen
  • Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen auf- grund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansamm- lung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder akutes Winkel- verschlussglaukom)
    Wenn Sie ein plötzlich schmerzendes rotes Auge haben, sprechen Sie so- fort mit Ihrem Arzt; möglicherweise benötigen Sie eine Behandlung um ei- nen permanenten Verlust der Sehkraft zu verhindern.
  • Herzrhythmusst√∂rungen (kardiale Arrhythmien)
  • Pl√∂tzliches Err√∂ten der Haut
  • Gef√§√üentz√ľndung (nekrotisierende Angiitis; Vaskulitis, kutane Vaskulitis)
  • Atemnot, einschlie√ülich Lungenentz√ľndung (Pneumonie) und Anschwellen und/oder Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lunge (Lungen√∂dem)
  • Magenverstimmung
  • Verstopfung
  • √úberempfindlichkeit gegen√ľber Sonnenlicht (Photosensibilit√§t)
  • St√∂rung des Elektrolythaushaltes (Ver√§nderung der Fl√ľssigkeits- und Salz- menge im Blut)
  • Hautreaktionen wie bei Lupus erythematodes und Aktivierung oder Reakti- vierung eines Lupus erythematodes (eine Autoimmunerkrankung mit Aus- schlag im Gesicht [Wangen- oder Schmetterlingsausschlag] und roten schuppigen Hautflecken)
  • Schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen)
  • Nierenentz√ľndung (interstitielle Nephritis)
  • Fieber
  • Schw√§che
  • Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apo- theker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das folgende nationale Meldesys- tem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5 1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr In- formationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforder- lich.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durch- dr√ľckpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfalls- datum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Co-Lisinostad enthält

Die Wirkstoffe sind: Lisinopril und Hydrochlorothiazid.

1 Tablette enthält 20 mg Lisinopril (als Lisinopril-Dihydrat) und 12,5 mg Hydro- chlorothiazid.

Die sonstigen Bestandteile sind

Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat (E341), Magnesiumstearat (E470b), Mais- stärke, Mannitol (E421), hochdisperses Siliciumdioxid (E551).

Wie Co-Lisinostad aussieht und Inhalt der Packung

Wei√üe, runde bikonvexe Tablette mit Bruchrille und dem Aufdruck ‚ÄěC20‚Äú auf ei- ner Seite.

Co-Lisinostad ist in Packungen mit 10, 14, 15, 20, 28, 30, 40, 50, 56, 60, 70, 80, 90, 98, 100, 200, 250, 400, 500 oder 1000 Tabletten in PVC/PVDC/Aluminium- Blistern erhältlich

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien

Z. Nr.: 1-25382

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschafts- raumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

√Ėsterreich: Co-Lisinostad 20 mg/12,5 mg Tabletten Belgien: Co-Lisinopril EG 20/12,5 mg tabletten D√§nemark: Lisinoplus 20/12,5 mg

Deutschland: Lisiplus STADA 20 mg/12,5 mg Tabletten Luxemburg: Co-Lisinopril EG 20/12,5 mg-tabletten

Portugal: Lisinopril/Hidroclorotiazida Ciclum 20/12,5 mg comprimidos

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2021.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Co-Lisinostad 20 mg/12,5 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Hydrochlorothiazid (HCT) Lisinopril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller STADA Arzneimittel GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 06.05.2004
ATC Code C09BA03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, Kombinationen

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