Lisinopril/HCT Actavis 20 mg/12,5 mg Tabletten

Abbildung Lisinopril/HCT Actavis 20 mg/12,5 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Lisinopril Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Actavis Group PTC ehf
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 23.05.2008
ATC Code C09BA03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, Kombinationen

Zulassungsinhaber

Actavis Group PTC ehf

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Lisinopril/HCT Actavis ist eine Kombination aus Lisinopril und Hydrochlorothiazid.

Lisinopril ist ein blutdrucksenkendes Arzneimittel (Antihypertensivum). Es geh√∂rt zur Arzneimittelgruppe der so genannten Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmer. Seine Wirkung beruht auf einer Entspannung der Blutgef√§√üe, die dazu f√ľhrt, dass das Blut leichter durch die Gef√§√üe str√∂men kann.

Hydrochlorothiazid ist ein entwässerndes Mittel (Diuretikum) aus der Gruppe der so genannten Thiazid-Diuretika. Es bewirkt, dass die Nieren vermehrt Urin produzieren und vermindert auf diese Weise den Blutdruck.

Lisinopril/HCT Actavis wird angewendet zur Behandlung von hohem Blutdruck (essenzielle Hypertonie). Die beiden Wirkstoffe erg√§nzen einander bei der Senkung des Blutdrucks und werden dann gemeinsam eingesetzt, wenn die Behandlung mit nur einem Wirkstoff nicht das gew√ľnschte Ergebnis erzielt.

Ein hoher Blutdruck vergr√∂√üert die Belastung f√ľr Herz und Arterien. Unbehandelt kann dies die Blutgef√§√üe von Gehirn, Herz und Nieren sch√§digen. Dies kann zu einem Schlaganfall, Herz- oder Nierenversagen f√ľhren. Ein hoher Blutdruck erh√∂ht das Risiko f√ľr einen Herzinfarkt. Die Senkung Ihres Blutdrucks auf Normalwerte verringert das Risiko, eine dieser Erkrankungen zu erleiden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lisinopril/HCT Actavis darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Lisinopril, Hydrochlorothiazid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie allergisch gegen andere Arzneimittel aus der Gruppe der ACE-Hemmer oder Thiazide (Entw√§sserungsmittel) sind.
  • wenn Sie allergisch gegen bestimmte Arzneimittel sind, die zu den Sulfonamidabk√∂mmlingen (= bestimmte Antibiotika) geh√∂ren. (Es besteht die M√∂glichkeit einer allergischen Reaktion auf Lisinopril/HCT Actavis, einer sogenannten ‚ÄěKreuzreaktion‚Äú).
  • wenn nach Einnahme eines ACE-Hemmers schon einmal eine allergische Reaktion wie Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria), pl√∂tzlicher Blutdruckabfall, rote Flecken an H√§nden, F√ľ√üen und Hals, Schwellungen im Gesicht, an Lippen, Zunge und/oder Rachen mit erheblichen Schluck- oder Atemst√∂rungen aufgetreten ist (Angio√∂dem).
  • wenn Sie an einem angeborenen Angio√∂dem leiden bzw. wenn Sie schon einmal ein Angio√∂dem unbekannter Ursache hatten. bei fehlender Harnproduktion bzw. schwerer Nierenerkrankung.
  • wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden.
  • bei Verengung der Herzklappen der linken Herzkammer bzw. anderen Ausflussbehinderungen der linken Herzkammer, wenn diese bereits die Kreislauffunktion beeintr√§chtigen.
  • wenn Sie mehr als 3 Monate schwanger sind. (Auch in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist es besser, die Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis zu vermeiden - siehe Abschnitt √ľber Schwangerschaft).
  • wenn Sie stillen (siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit)
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enth√§lt, behandelt werden.
  • wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschw√§che bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angio√∂dems (schnelle Schwellung unter der Haut z. B. im Rachenbereich) erh√∂ht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lisinopril/HCT Actavis einnehmen,

  • zu Beginn der Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis oder bei Dosis√§nderung. (Einige Menschen reagieren auf die erste Einnahme oder bei einer Dosissteigerung mit Benommenheit, Schw√§chegef√ľhl, √úbelkeit oder Ohnmacht.)
  • wenn bei Ihnen in der Vergangenheit nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid Atem- oder Lungenprobleme (einschlie√ülich Entz√ľndungen oder Fl√ľssigkeitsansammlungen in der Lunge) aufgetreten sind. Falls Sie nach der Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis schwere Kurzatmigkeit oder Atembeschwerden entwickeln, suchen Sie sofort einen Arzt auf.
  • wenn Sie eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben
  • wenn Sie eine H√§modialyse ben√∂tigen oder vor Kurzem eine Nierentransplantation hatten.
  • wenn Sie an einer Verengung der Nierenarterie leiden.
  • wenn Sie unter Durchblutungsst√∂rungen des Gehirns leiden.
  • wenn Sie √ľber einen l√§ngeren Zeitraum gro√üe Mengen an K√∂rpersalzen oder -fl√ľssigkeiten verloren haben (durch Erbrechen, Durchfall, au√üergew√∂hnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Di√§t oder die Einnahme von Diuretika (Entw√§sserungstabletten))
  • wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben (ergibt sich aus den Blutwerten).
  • wenn Sie eine Desensibilisierungsbehandlung bei Allergien (z. B. gegen Bienen- oder Wespengift) erhalten.
  • wenn Sie Diabetiker sind, Gicht haben oder Ihre Cholesterin- oder Fettwerte im Blut hoch sind.
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen: O einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane

bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.

  • Aliskiren.

  • wenn Sie Hautkrebs hatten. √úberpr√ľfen Sie Ihre Haut regelm√§√üig auf neue L√§sionen und melden Sie unverz√ľglich Ihrem Arzt, wenn Sie w√§hrend der Behandlung eine unerwartete Hautl√§sion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger Arten von Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs) erh√∂hen. Sch√ľtzen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen solange Sie Lisinopril/HCT Actavis einnehmen.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden √ľberpr√ľfen.

Siehe auch Abschnitt ‚ÄěLisinopril/HCT Actavis darf nicht eingenommen werden‚Äú.

  • wenn Sie schwarzer Hautfarbe sind, da ACE-Hemmer bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe eine geringere blutdrucksenkende Wirkung haben k√∂nnen und h√§ufiger so genannte angioneurotische √Ėdeme (pl√∂tzliches Anschwellen von Lippen, Gesicht und Hals (gelegentlich auch von H√§nden und F√ľ√üen), Schluckbeschwerden, Hautquaddeln und Atemnot, pfeifender Atmung oder Heiserkeit) verursachen k√∂nnen.
  • wenn sich unter Behandlung mit Lisinopril/HCT Actavis das Blutbild (die Anzahl der wei√üen und roten Blutk√∂rperchen oder der Blutpl√§ttchen) ver√§ndert.
  • wenn ein hartn√§ckiger trockener Reizhusten auftritt.
  • wenn Sie in Verbindung mit einer Operation oder beim Zahnarzt ein Bet√§ubungsmittel erhalten sollen. Sie m√ľssen Ihre Behandlung mit Lisinopril/HCT Actavis m√∂glicherweise einen Tag vorher unterbrechen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie einen erniedrigten Kalium-, Natrium-, Magnesium-, Calcium- oder Chloridspiegel im Blut haben (ergibt sich aus den Blutwerten und kann zu Schw√§chegef√ľhl, Muskelkr√§mpfen, M√ľdigkeit, Herzjagen und sonstigen Beschwerden f√ľhren).
  • wenn sie zu Schilddr√ľsenfunktionstests gehen m√ľssen.
  • wenn sie an √Ėdemen leiden.
  • wenn Sie an einer Kollagenose, wie Sklerodermie oder systemischem Lupus erythematodes leiden, da es die Empfindlichkeit der Haut gegen√ľber dem Sonnenlicht erh√∂hen kann.
  • wenn Sie eine Abnahme des Sehverm√∂gens oder Augenschmerzen feststellen. Dies k√∂nnen Anzeichen einer FI√ľssigkeitsansammlunq in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder ein Druckanstieg in Ihrem Auge sein und innerhalb von Stunden bis zu Wochen nach Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis auftreten. Unbehandelt kann dies zu einem dauerhaften Sehverlust f√ľhren. Wenn Sie fr√ľher eine Penicillin- oder Sulfonamidallergie hatten, besteht m√∂glicherweise ein h√∂heres Risiko, dies zu entwickeln.

Wenn einer der vorstehenden Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), fragen Sie vor der Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis Ihren Arzt.

Teilen Sie Ihrem Arzt unbedingt mit, wenn Sie schwanger sind (oder schwanger werden m√∂chten/k√∂nnten). Lisinopril/HCT Actavis wird in der fr√ľhen Schwangerschaft nicht empfohlen und darf ab dem 3. Schwangerschaftsmonat nicht eingenommen werden, da es ab diesem Schwangerschaftsstadium beim ungeborenen Kind erhebliche Sch√§den verursachen kann (siehe Abschnitt zu Schwangerschaft).

Zu Beginn einer Behandlung und/oder bei Dosis√§nderungen k√∂nnen h√§ufigere √§rztliche Kontrolluntersuchungen erforderlich sein. Sie sollten diese Untersuchungen immer wahrnehmen, auch wenn Sie keine Beschwerden haben. Ihr Arzt legt die erforderlichen Kontrolluntersuchungen f√ľr Sie fest.

Wenn der Blutdruck zu stark abf√§llt, sollten Sie sich hinlegen. Falls Sie sich dann immer noch nicht besser f√ľhlen, kann es sein, dass Sie √§rztliche Hilfe brauchen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, falls der Blutdruck insgesamt zu niedrig ist oder h√§ufig stark abf√§llt.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Lisinopril/HCT Actavis bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen.

Doping

Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von zwei oder mehreren Arzneimitteln, ist es möglich, dass sich die Wirkstoffe dieser Arzneimittel gegenseitig beeinflussen. Es kann erforderlich werden, die Dosis zu ändern, andere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen oder in einigen Fällen die Anwendung eines Arzneimittels zu beenden.

Teilen Sie daher Ihrem Arzt mit, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

Wenn Sie zwei oder mehr der folgenden Arzneimittel gleichzeitig einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems erhöht sein:

  • Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall.
  • Arzneimittel, die vor allem zur Verhinderung der Absto√üung von transplantierten Organen eingesetzt werden (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel der Klasse der sogenannten mTOR-Hemmer). Siehe Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú.
  • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes.
  • Sacubitril/Valsartan, (gegen Herzschw√§che) Siehe auch Abschnitt ‚ÄěLisinopril/HCT Actavis darf nicht eingenommen werden‚Äú.
  • Gewebespezifische Plasminogenaktivatoren

Kaliumzusatzstoffe (inkl. Salzersatz), kaliumsparende Diuretika (Entw√§sserungstabletten) oder sonstige Arzneimittel, die den Kaliumgehalt des Blutes erh√∂hen k√∂nnen, wie z. B.Trimethoprim und Cotrimoxazol auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol zur Behandlung von bakteriellen Infekten; Spironolacton, Triamteren, Amilorid, Kaliumpr√§parate, kaliumhaltige Salze, Ciclosporin (ein Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems, um die Absto√üung von transplantierten Organen zu verhindern) und Heparin (ein Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung um Blutgerinnsel zu vermeiden).

Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks (z. B. Beta-Blocker oder Methyldopa) oder zur Blutgef√§√üerweiterung oder andere Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck (Antihypertensiva) z.B. Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren (siehe auch Abschnitte ‚ÄěLisinopril/HCT Actavis darf nicht eingenommen werden" und ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú)

Diazoxid (Arzneimittel zur Behandlung von niedriger Konzentration des Blutzuckers ‚Äď Hypoglyk√§mie)

Arzneimittel gegen Depressionen oder andere psychische Erkrankungen (sog. trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika)

Betäubungsmittel, Narkosemittel, Arzneimittel gegen Schlaflosigkeit
Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder Allergien wie Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin
Ihr Arzt wird Ihren Blutdruck √ľberwachen.

Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes wie Insulin oder blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen.
Verstärkte Blutzuckersenkung durch Lisinopril/HCT Actavis ist möglich. Während der Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis muss der Blutzuckerspiegel deshalb engmaschig kontrolliert werden.

Arzneimittel zur Behandlung der Gicht (zur Senkung der Harnsäurewerte im Blut) wie Probenecid, Sulfinpyrazon, Allopurinol

Lovastatin (zur Senkung des Cholesterinspiegels)

Procainamid (gegen Herzrhythmusstörungen)

Arzneimittel gegen Krebs (Chemotherapie) wie z. B. Cyclophosphamid, Methotrexat

Gold-Injektionen (z. B. Natriumaurothiomalat), zur Behandlung von rheumatischer Arthritis

Arzneimittel, die den Kaliumgehalt des Blutes vermindern k√∂nnen, wie Arzneimittel gegen Verstopfung, Diuretika (Entw√§sserungstabletten), Amphotericin B (gegen Pilzinfektionen), Carbenoxolon (zur Behandlung eines Magengeschw√ľrs), Penicillin (gegen Infektionen), ACTH (zur Pr√ľfung der ordnungsgem√§√üen Funktion der Nebennieren), Kortikosteroide, Salicyls√§urederivate

Steroidhaltige Arzneimittel gegen Entz√ľndungen wie Prednisolon

Therapeutische Calcium und Vitamin D Präparate
Anticholinergika (z. B. Atropin, Biperiden)

Amantadin, Methyldopa (Arzneimittel gegen Parkinson)

Carbamazepin (gegen Epilepsien)

Jodhaltige Arzneimittel, die als Kontrastmittel bei einem Szintigramm oder einer Röntgenuntersuchung im Krankenhaus verwendet werden

Erh√∂htes Risiko f√ľr ein akutes Nierenversagen.

Herzglykoside (z. B. Digoxin, zur Stärkung der Herzleistung)

Colestyramin und Colestipol (zur Senkung der Blutfettwerte)

Arzneimittel, die eine sog. ‚ÄúTorsade de pointes‚ÄĚ (eine gef√§hrliche Form von Herzrhythmusst√∂rung) hervorrufen k√∂nnen:

Das Risiko f√ľr Torsade de Pointes ist bei niedrigem Kaliumspiegel im Blut erh√∂ht.

  • Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Dofetilid, Ibutilid, Sotalol (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhytmusst√∂rungen),
  • Chlorpromazin, Cyamemazin, Levomepromazin, Thioridazin, Trifluoperazin, Pimozid, Amisulprid, Sulpirid, Sultoprid, Tiaprid, Droperidol, Haloperidol (Arzneimittel zur Behandlung psychiatrischer Erkrankungen)
  • Bepridil (Arzneimittel zur Behandlung von Angina Pectoris)
  • Cisaprid, Diphemanil (Arzneimittel zur Behandlung Magen-Darm-St√∂rungen)
  • Erythromycin - i.v., Mixofloxacin, Sparfloxacin (Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen)
  • Halofantrin, (Arzneimittel zur Behandlung von Malaria)
  • Ketanserin, (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck)
  • Mizolastin, Terfenadin, (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien)
  • Pentamidin, (Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen mit Protozoen)
  • Vincamin - i.v. (Arzneimittel zur Behandlung von Durchblutungsst√∂rungen im Gehirn)

Sotalol (zur Behandlung von unregelmäßigem Herzschlag und hohem Blutdruck)

Lithium (gegen bestimmte Formen der Depression)

Lisinopril/HCT Actavis kann die Lithiumkonzentration im Blut erh√∂hen. Ihr Arzt muss die Lithiumkonzentration deswegen sorgf√§ltig √ľberwachen.

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entz√ľndungen (sog. nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicyls√§ure) Arzneimittel gegen Diabetes (Insulin, orale Antidiabetika)

Labortests

  • Funktionspr√ľfung der Nebenschilddr√ľsen (Ihr Arzt soll Lisinopril/HCT Actavis einige Tage davor absetzen, da Lisinopril/HCT Actavis die Testergebnisse verf√§lschen kann).
  • Bestimmung des Serumspiegels von proteingebundenem Jod (Testergebnisse k√∂nnen durch Lisinopril/HCT Actavis verf√§lscht werden).

Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Lisinopril/HCT Actavis kann mit den Mahlzeiten oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Vermeiden Sie Alkohol, bis Sie mit Ihrem Arzt dar√ľber gesprochen haben.

Alkohol kann Ihren Blutdruck zus√§tzlich senken und/oder das Risiko f√ľr Schwindel und Ohnmachtsanf√§lle erh√∂hen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Teilen Sie Ihrem Arzt unbedingt mit, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten/m√∂chten). Normalerweise wird Ihr Arzt Ihnen raten die Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis zu beenden, bevor Sie schwanger werden bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind und Ihnen anstatt von Lisinopril/HCT Actavis ein anderes Arzneimittel verordnen. Die Anwendung von Lisinopril/HCT Actavis wird in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht empfohlen und darf ab dem 3. Schwangerschaftsmonat nicht eingenommen werden, da die Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis ab dem dritten Schwangerschaftsmonat zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren kann.

Stillzeit

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Die Anwendung von Lisinopril/HCT Actavis in der Stillzeit wird nicht empfohlen. Ihr Arzt wird eine andere Behandlung ausw√§hlen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Fr√ľhgeburt war.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Wie andere Arzneimittel zur Blutdrucksenkung kann Lisinopril/HCT Actavis durch Blutdruckabfall, Schwindel, Benommenheit und Ohnmachtsanf√§lle Ihre Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen, und zwar insbesondere zu Beginn der Behandlung, bei einer √Ąnderung der Dosierung oder in Kombination mit Alkohol. Ob das der Fall ist, h√§ngt von der individuellen Empfindlichkeit ab. Wenn Sie davon betroffen sind, d√ľrfen Sie kein Fahrzeug f√ľhren und keine Maschinen bedienen.

Lisinopril/HCT Actavis enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Personen mit hohem Blutdruck bemerken oft keine Anzeichen davon. Viele k√∂nnen sich v√∂llig gesund f√ľhlen. Das macht es umso wichtiger, dass Sie die Termine bei Ihrem Arzt einhalten, auch wenn Sie sich wohl f√ľhlen.

Ihr Arzt wird Ihnen genau sagen, wie viele Tabletten Lisinopril/HCT Actavis Sie einnehmen m√ľssen. Abh√§ngig von der Wirkung der Behandlung, kann Ihr Arzt eine h√∂here oder eine niedrigere Dosis verordnen.

  • Die empfohlene Dosis von Lisinopril/HCT Actavis betr√§gt 1 Tablette pro Tag.
  • √Ąndern Sie die Dosis nicht und beenden Sie die Behandlung nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.
  • Das Arzneimittel soll jeden Tag zur selben Zeit, √ľblicherweise morgens, eingenommen werden.
  • Sie k√∂nnen Lisinopril/HCT Actavis mit oder ohne Nahrung einnehmen.
  • Nehmen Sie die Tabletten mit ausreichend Fl√ľssigkeit, z. B. 1 Glas Wasser, ein. Alkohol darf nicht verwendet werden.

Die Bruchkerbe dient nur dazu, das Brechen zu erleichtern, um das Schlucken zu erleichtern, und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

√Ąltere Menschen

Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Die Dosis muss möglicherweise verändert werden. Lisinopril/HCT Actavis darf nicht bei Patienten mit schweren Störungen der Nierenfunktion angewendet werden. Befolgen Sie bitte den Rat Ihres Arztes.

Eingeschränkte Leberfunktion

Eine Dosisanpassung kann erforderlich sein. Lisinopril/HCT Actavis darf nicht bei Patienten mit schweren Störungen der Leberfunktion angewendet werden. Befolgen Sie bitte den Rat Ihres Arztes.

Wenn Sie eine größere Menge von Lisinopril/HCT Actavis eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des n√§chstgelegenen Krankenhauses auf. Sie d√ľrfen nicht selbst zum Krankenhaus fahren. Bitten Sie eine andere Person darum oder rufen Sie einen Krankenwagen. Nehmen Sie die Verpackung des Arzneimittels mit, damit der behandelnde Arzt wei√ü, was Sie eingenommen haben

F√ľr den Arzt:

Zur Therapie bei √úberdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie stattdessen einfach die √ľbliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis abbrechen

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht pl√∂tzlich ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ab. Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenma√ünahmen es hierf√ľr gibt und ob andere Arzneimittel f√ľr die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken, beenden Sie die Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis und suchen Sie sofort einen Arzt auf:

  • wenn Sie Anzeichen einer schweren √úberempfindlichkeitsreaktion oder eine schwere allergische (anaphylaktische) Reaktion auf Lisinopril/HCT Actavis bemerken, wie:
    O Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge, Rachen oder Kehlkopf O Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken
    O Juckreiz und Hautausschläge
  • wenn schwere Hautreaktionen mit R√∂tung und blasiger Abhebung der Haut (= ‚ÄěSyndrom der

verbr√ľhten Haut‚Äú) auftreten.

akute Atemnot (Anzeichen sind starke Kurzatmigkeit, Fieber, Schwäche und Verwirrtheit) mit der Häufigkeit sehr selten (kann bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten auftreten).

Andere Nebenwirkungen

Häufig: können bei bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten

  • Schwindelgef√ľhl oder Benommenheit, vor allem beim pl√∂tzlichen Aufstehen oder Aufsetzen. Wenn der Blutdruck zu weit abf√§llt, sollten Sie sich hinlegen. Falls Sie sich dann immer noch nicht besser f√ľhlen, kann es sein, dass Sie √§rztliche Hilfe brauchen
  • Kopfschmerzen
  • Ohnmacht
  • M√ľdigkeit
  • allgemeine Schw√§che
  • Trockener, hartn√§ckiger Husten
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • √úbelkeit
  • Gest√∂rte Nierenfunktion
  • erh√∂hte Blutzuckerwerte, unzureichend eingestellter Diabetes mellitus, verminderte Glukosetoleranz
  • erh√∂hte Harns√§urewerte im Blut/Verschlimmerung von Gicht
  • Anstieg der Blutfettwerte (Cholesterin und Triglyzeride)
  • Abfall von H√§moglobin (roter Blutfarbstoff) im Blut
  • Muskelkr√§mpfe
  • ungew√∂hnliche Hautempfindungen wie Taubheit, Prickeln, Stechen, Brennen oder Kribbeln (Par√§sthesien)
  • Impotenz

Gelegentlich: können bei bis zu 1 von 100 Behandelten auftreten

  • erh√∂hte Kaliumwerte im Blut (durch Lisinopril-Anteil)
  • Appetitlosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen, depressive Symptome
  • Beklemmungsgef√ľhl
  • Schwindel
  • St√∂rung des Geschmacksempfindens
  • Schlafst√∂rungen
  • Herzinfarkt (Myokardinfarkt) oder Schlaganfall (zerebrovaskul√§res Ereignis), m√∂glicherweise bedingt durch eine √ľberm√§√üige Blutdrucksenkung (Hypotonie)
  • Herzklopfen
  • beschleunigter oder unregelm√§√üiger Herzschlag
  • Verf√§rbung von Fingern und Zehen infolge von Gef√§√ükr√§mpfen (Raynaud-Syndrom)
  • Schnupfen
  • Bauchschmerzen
  • Verdauungsst√∂rungen
  • Verstopfung
  • Magenreizung
  • Mundtrockenheit
  • erh√∂hte Leberwerte
  • Ausschlag
  • Juckreiz
  • Muskelschw√§che
  • Erh√∂hung harnpflichtiger Substanzen im Blut (Harnstoff, Kreatinin) als Zeichen einer Nierenfunktionsst√∂rung
  • Entz√ľndung der Speicheldr√ľsen
  • Niedrige Blutpl√§ttchenzahl
  • Durst
  • erniedrigte Kaliumwerte im Blut (durch Hydrochlorothiazid-Anteil)
  • Anstieg von Bilirubin (Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs) im Blut
  • Abfall von H√§matokrit (Anteil aller zellul√§ren Bestandteile am Blutvolumen) im Blut
  • Appetitverlust

Selten: können bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen mit pl√∂tzlichen Schwellungen von Gesicht, Armen und Beinen, Lippen, Zunge, Z√§pfchen und/oder Rachen
  • Syndrom der inad√§quaten ADH-Sekretion (SIADH). Hierbei kommt es zu einer √úberw√§sserung des K√∂rpers und einem Absinken des Natriumspiegels.
  • An√§mie (Mangel an roten Blutk√∂rperchen)
  • Knochenmarksdepression
  • Niedrige Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen (Leukopenie)
  • erniedrigte Natriumwerte im Blut
  • geistige Verwirrtheit (Halluzinationen)
  • Haarausfall (Alopezie)
  • Psoriasis (Hautkrankheit mit roten Flecken und Entz√ľndung der Haut)
  • schwerwiegende, pl√∂tzliche allergische Reaktion mit Beschwerden wie Fieber, Blasenbildung auf der Haut und Absch√§len der Haut (toxische epidermale Nekrolyse)
  • Ur√§mie (ein durch Nierenversagen verursachter Vergiftungszustand mit Anreicherung von Harnstoff im Blut)
  • Akutes Nierenversagen
  • Blut im Urin, ein m√∂gliches Anzeichen f√ľr Nierenprobleme (interstitielle Nephritis)
  • Brustwachstum beim Mann (Gyn√§komastie)
  • Unruhe
  • Entz√ľndung der Blutgef√§√üe (Angiitis/Vaskulitis), die zum Absterben von Gewebe (Nekrose) f√ľhren kann
  • Gelbsehen (Xanthopsie)
  • zeitweiliges Verschwommensehen
  • Atemnot, z. B. durch Entz√ľndungen in der Lunge (Pneumonitis) oder Schwellungen/Wasseransammlung in der Lunge (Lungen√∂dem)
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (oft mit schweren Bauchschmerzen, die bis zum R√ľcken ausstrahlen k√∂nnen)
  • √úberempfindlichkeit gegen Sonnenlicht (Photosensibilit√§t)
  • Nesselfieber (Urtikaria)
  • Fieber
  • Geruchssinnst√∂rungen

Sehr selten: können bei bis zu 1 von 10.000 Behandelten auftreten

  • Verminderung bestimmter wei√üer Blutzellen (Neutropenie)
  • weitgehendes Fehlen bestimmter wei√üer Blutzellen (Agranulozytose) mit einhergehender erh√∂hter Infektanf√§lligkeit. Bei Anzeichen einer Infektion wie Temperaturerh√∂hung, Halsschmerzen oder wunden Stellen im Mund unterbrechen Sie die Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis und informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt.
  • Blutarmut durch verminderte Bildung der roten Blutk√∂rperchen
  • Blutarmut durch starken Abbau der roten Blutk√∂rperchen
  • Vergr√∂√üerung der Lymphknoten (Lymphadenopathie)
  • Autoimmunerkrankung (Erkrankungen, bei denen sich die Abwehr gegen k√∂rpereigene Substanzen richtet)
  • Niedrige Blutzuckerspiegel
  • Bronchospasmen (Engegef√ľhl im Brustkorb, das Atemnot und Keuchen verursacht)
  • Nasennebenh√∂hlenentz√ľndung (Sinusitis)
  • Allergische Lungenentz√ľndung (allergische Alveolitis)
  • Ansammlung von wei√üen Blutk√∂rperchen (Eosinophilen) in der Lunge (eosinophile Pneumonie)
  • Schwellung der Darmschleimhaut (intestinales Angio√∂dem)
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Pemphigus (Autoimmunerkrankung mit Blasenbildung und offenen Wunden auf der Haut)
  • Stevens-Johnson-Syndrom (schwere Hautkrankheit mit Absch√§len der Haut)
  • Erythema multiforme (Hautkrankheit mit juckenden rosaroten Flecken),
  • Lupus-erythematodes-√§hnliche Reaktionen oder Aktivierung bzw. Reaktivierung eines kutanen Lupus erythematodes (Autoimmunerkrankung mit Hautausschlag im Gesicht (sog. Wangenerythem oder Schmetterlingsausschlag) und roten, schuppenden Flecken auf der Haut).
  • Verminderte oder ausbleibende Urinproduktion der Nieren (Oligurie bzw. Anurie)
  • Leberentz√ľndungen (Hepatitis), Leberversagen, Gelbsucht (Gelbf√§rbung von Haut und Augenwei√ü, meist aufgrund einer Leberfunktionsst√∂rung). Wenn Sie eine Gelbsucht bekommen, unterbrechen Sie die Einnahme von Lisinopril/HCT Actavis und informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt
  • Abnahme des Blutnatriums
  • Anstieg von Harnstoff und Kreatinin im Serum
  • Stoffwechselbedingter Anstieg des pH-Wertes des Blutes
  • Systemischer Lupus erythematodes

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

  • Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs)
  • Allergische Reaktionen (anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen)
  • Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder akutes Winkelverschlussglaukom)
  • Ausscheidung von Zucker im Harn
  • Verminderte Chloridspiegel im Blut, die zu einem verringerten S√§uregrad des Bluts f√ľhren, verminderte Magnesiumspiegel im Blut, erh√∂hter Kalziumspiegel im Blut
  • Reduktion von K√∂rperwasser (Austrocknung)
  • Lupus-erythematodes-√§hnliche Hautreaktionen, systemischer Lupus erythematodes, kutaner Lupus erythematodes
  • Hautr√∂tung (Flush, Purpura)
  • Lymphknotenvergr√∂√üerungen (kutane Pseudolymphome).

Daneben wurde eine Kombination aus einem oder mehreren der folgenden Anzeichen beobachtet: Fieber, Entz√ľndung der kleinen Blutgef√§√üe, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen oder Gelenkentz√ľndung, Nachweis antinukle√§rer Antik√∂rper (ein Bluttest zum Nachweis von Autoimmunerkrankungen), erh√∂hte Blutsenkung (ein Bluttest zum Nachweis von Entz√ľndungen im K√∂rper), Vermehrung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukozytose), z. B. der sog. eosinophilen Granulozyten (Eosinophilie), Hautausschlag, √úberempfindlichkeit gegen Sonnenlicht (Photosensibilit√§t) oder andere Hautreaktionen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Lisinopril/HCT Actavis nicht √ľber 30 ¬ļC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Lisinopril/HCT Actavis enthält

  • Die Wirkstoffe sind Lisinopril (20 mg, in Form von Lisinopril-Dihydrat) und Hydrochlorothiazid (12,5 mg).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Mannitol (E 421), Calziumhydrogenphosphat-Dihydrat, vorverkleisterte St√§rke, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat.

Wie Lisinopril/HCT Actavis aussieht und Inhalt der Packung

Wei√üe, runde, bikonvexe Tabletten mit Bruchrille und Pr√§gung ‚ÄúLH‚ÄĚ auf einer Seite.

Packungsgrößen:

Blisterpackung: 10, 14, 28, 30, 50, 56, 60, 98, 100, 50x1 (Einzeldosen), 100x1 (Einzeldosen) und 500 x 1 (Einzeldosen) Tabletten

Tablettenbehältnis: 30, 100 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Actavis Group PTC ehf. Reykjavikurvegur 76 - 78 220 Hafnarfjördur Island

Hersteller:

Actavis Ltd.

BLB016 Bulebel Industrial Estate

Zejtun ZTN 3000

Malta

Balkanpharma ‚Äď Dupnitsa AD

3 Samokovsko Shosse Str.

Dupnitsa 2600

Bulgarien

Zulassungsnummer: 1-27554

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

√Ėsterreich: Lisinopril/HCT Actavis 20 mg/12,5 mg Tabletten

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Dezember 2021.

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie einer √úberdosierung

Die Behandlung mit Lisinopril/HCT soll abgebrochen werden. Die therapeutischen Ma√ünahmen h√§ngen von Art und St√§rke der Symptome ab. Neben allgemeinen Ma√ünahmen, die der Elimination von Lisinopril/HCT dienen (z. B. Emesis, Magensp√ľlung, Verabreichung von Adsorbentien und Natriumsulfat innerhalb von 30 Minuten nach der Einnahme von Lisinopril/HCT), m√ľssen unter intensivmedizinischen Bedingungen die Vitalparameter √ľberwacht bzw. korrigiert werden. Lisinopril kann mittels H√§modialyse aus dem Blutkreislauf entfernt werden. Die Verwendung von High-flux- Polyacrylonitrilmembranen muss jedoch vermieden werden (siehe Fachinformation Abschnitt 4.4).

Bradykardie oder extensive vagale Reaktionen sollen durch Atropingabe behandelt werden. Wenn auch Digitalis gegeben wurde, kann Hypokaliämie die kardialen Arrhythmien verstärken.

Bei Auftreten einer Hypotonie soll der Patient flach gelagert und, falls erforderlich, eine intraven√∂se Infusion mit physiologischer Kochsalzl√∂sung durchgef√ľhrt werden. Falls verf√ľgbar, kann eine Behandlung mit Angiotensin II Infusionen und/oder intraven√∂sen Katecholaminen erwogen werden. Bei therapierefrakt√§rer Bradykardie ist eine Schrittmachertherapie angezeigt. Kontrollen der Vitalparameter, der Elektrolyte im Serum und des S√§ure-Basen-Haushaltes sowie des Blutzuckers und der harnpflichtigen Substanzen wie Kreatinin m√ľssen st√§ndig durchgef√ľhrt werden. Eine vor√ľbergehend auftretende Hypotonie stellt f√ľr weitere Dosisgaben keine Kontraindikation dar.

Nach Wiederherstellung des effektiven Blutvolumens und Blutdrucks kann die Therapie unter Dosisreduzierung fortgesetzt oder eine der Einzelkomponenten entsprechend weiterverwendet werden. Gegebenenfalls kann eine Korrektur der Elektrolyte notwendig sein.

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Wirkstoff(e) Lisinopril Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Actavis Group PTC ehf
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 23.05.2008
ATC Code C09BA03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, Kombinationen

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