Azithromycin 600 mg Filmtabletten

Abbildung Azithromycin 600 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Azithromycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller AWD.pharma GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
ATC Code J01FA10
Pharmakologische Gruppe Makrolide, Lincosamide und Streptogramine

Zulassungsinhaber

AWD.pharma GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

1.1 Azithromycin 600 mg Filmtabletten ist ein Azalid-Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide, welches empfindliche Bakterien am Wachstum hindert.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Azithromycin 600 mg Filmtabletten darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber dem Wirkstoff Azithromycin-Dihydrat, gegen andere Macrolid-Antibiotika oder einem der sonstigen Bestandteile von Azithromycin 600 mg Filmtabletten sind
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Azithromycin 600 mg Filmtabletten ist erforderlich
- wenn Sie an einer höhergradiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 40 ml/min) leiden, da
bisher nur gesichert ist, dass bei geringgradiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 40
ml/min) keine Dosisreduktion erforderlich ist,
- wenn Sie an schweren Lebererkrankungen leiden, sollten Sie Azithromycin 600 mg
Filmtabletten nicht einnehmen, da Azithromycin haupts√§chlich √ľber die Leber ausgeschieden wird
und eine verbindliche Aussage zur Unbedenklichkeit eines derartigen Einsatzes bisher noch
nicht möglich ist,
- wenn Sie leichten bis mäßigen Leberfunktionsstörungen leiden, sollten Sie mit besonderer Vorsicht
behandelt werden, da keine klinischen Erfahrung mit der hohen Einzeldosis vorliegt und die
bisherigen Daten zur Dosisanpassung nicht ausreichen,
- wenn Sie an neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen leiden, soll Azithromycin mit
Vorsicht eingesetzt werden.
Bei schweren und anhaltenden Durchfällen (Diarrhoen) ist an eine unter Umständen lebensbedrohliche pseudomembranöse Colitis zu denken. In derartigen Fällen wird Ihr Arzt Azithromycin 600 mg Filmtabletten sofort absetzen und eine geeignete Therapie einleiten.
Wegen einer bestehenden Kreuzresistenz mit Erythromycin-resistenten grampositiven
Stämmen und den meisten Stämmen Methicillin-resistenter Staphylokokken
sollten Azithromycin 600 mg Filmtabletten bei Infektionen mit diesen Krankheitserregern nicht eingenommen werden.
Im Falle einer extrem seltenen, aber möglicherweise lebensbedrohlichen
√úberempfindlichkeitsreaktion (z. B. anaphylaktischer Schock) muss die Behandlung mit Azithromycin 600 mg Filmtabletten sofort abgebrochen werden, und es m√ľssen alle der Symptomatik entsprechenden Notfallma√ünahmen ergriffen werden.
F√ľr Patienten unter 18 Jahren ist die Wirksamkeit und Vertr√§glichkeit von Azithromycin zur MAI-Prophylaxe nicht untersucht worden.
Bei anderen Antibiotika der Makrolid-Gruppe wurden EKG-Ver√§nderungen (Verl√§ngerung der Repolarisierung des Herzens und des QT-Intervalls) beobachtet, die zu bestimmten Herzrhythmusst√∂rungen (Arrhythmien und Torsades de pointes) f√ľhren k√∂nnen. Bei Azithromycin ist ein √§hnlicher Effekt bei Patienten mit erh√∂htem Risiko einer verl√§ngerten Repolarisierung des Herzens nicht auszuschlie√üen (s.a. 4. ‚ÄúNebenwirkungen‚ÄĚ).
Langfristige und wiederholte Anwendung von Azithromycin 600 mg kann zu Superinfektionen mit resistenten Bakterien oder Sprosspilzen f√ľhren.
Kommt es unter der Prophylaxe mit Azithromycin 600 mg zu einer Resistenzentwicklung von MAI gegen√ľber Azithromycin, so muss f√ľr die weitere Therapie an eine m√∂gliche Kreuzresistenz mit Clarithromycin gedacht werden.
√Ąltere Patienten
Bei älteren Patienten sind unter der Voraussetzung, dass keine höhergradige Niereninsuffizienz vorliegt, keine bestimmten Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Schwangerschaft
Schwangeren sollten Azithromycin 600 mg Filmtabletten nur in Ausnahmefällen bei möglicher Lebensgefährdung und fehlender Möglichkeit einer Alternativtherapie gegeben werden, da eine abschließende Beurteilung der Sicherheit dieser Therapie zur Zeit noch nicht möglich ist.
Stillzeit
Auch die Anwendbarkeit in der Stillzeit kann derzeit nicht abschlie√üend beurteilt werden. Von Makroliden ist bekannt, dass sie in hohen Konzentrationen in der Muttermilch nachweisbar sind. Von Azithromycin ist nicht bekannt, ob es in die Muttermilch √ľbergeht.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Azithromycin 600 mg das Konzentrations- und Reaktionsverm√∂gen beeintr√§chtigen k√∂nnte und daher auch keine Hinweise, dass Azithromycin 600 mg die F√§higkeit von Patienten, Auto zu fahren, Maschinen zu bedienen oder ohne sicheren Halt zu arbeiten, beeintr√§chtigen k√∂nnte. In Einzelf√§llen sind Nebenwirkungen (siehe unten) beobachtet worden, die eine Aus√ľbung der genannten T√§tigkeiten unm√∂glich machen.

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Wie wird es angewendet?

WIE IST Azithromycin 600 mg Filmtabletten EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Azithromycin 600 mg Filmtabletten immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Azithromycin 600 mg Filmtabletten k√∂nnen unabh√§ngig von oder zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Filmtabletten werden unzerkaut mit Fl√ľssigkeit geschluckt. F√ľr Patienten mit Schluckbeschwerden k√∂nnen die Filmtabletten zerkleinert werden. Die Einnahme nach den Mahlzeiten kann m√∂gliche unerw√ľnschte Begleiterscheinungen vonseiten des Magen-Darm-Traktes abmildern.
Wenn Sie die Einnahme von Azithromycin 600 mg Filmtabletten vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Azithromycin 600 mg Filmtabletten abgebrochen wird
Bevor Sie die Behandlung abbrechen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt dar√ľber. Ein vorzeitiger Behandlungsabbruch kann den Erfolg der Therapie gef√§hrden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Von Makrolid-Antibiotika sind verschiedene Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt, die auf einer bei gleichzeitiger Anwendung m√∂glichen Beeintr√§chtigung des Abbaus verschiedener Medikamente vor allem in der Leber beruhen. Dies kann dazu f√ľhren, dass diese Mittel bestimmte unerw√ľnschte Begleiterscheinungen ausl√∂sen k√∂nnen. Azithromycin verh√§lt sich hier in verschiedenen Punkten anders, zum Teil liegen aber noch keine ausreichenden Erkenntnisse vor. Hierzu geh√∂ren:
- Dihydroergotamin oder nichthydrierte Mutterkornalkaloide, die durch eine gefäßverengende Wirkung
zu Durchblutungsst√∂rungen besonders an Fingern und Zehen f√ľhren k√∂nnen und die deshalb
sicherheitshalber nicht gleichzeitig mit Azithromycin angewendet werden sollen;
- Digoxin (herzwirksames Glykosid), bei dem es durch einen verzögerten Abbau im Darm zu erhöhten
- Digoxin-Spiegeln kommen kann;
- Ciclosporin, bei dem im Fall einer gleichzeitig mit Azithromycin notwendigen Anwendung die
Ciclosporin-Spiegel kontrolliert werden sollten und dessen Dosis gegebenenfalls angepasst werden
sollte, und
- Triazolam (Mittel gegen Schlafst√∂rungen), bei dem Makrolide zu einer Wirkungsverst√§rkung f√ľhren k√∂nnen.
Auf eine mögliche Parallelresistenz zwischen Azithromycin und Makrolid-Antibiotika (wie z.B. Erythromycin) sowie Lincomycin und Clindamycin ist zu achten. Eine gleichzeitige Gabe von mehreren Präparaten aus dieser Substanzgruppe ist deshalb nicht empfehlenswert.
Zu beachten ist, dass mineralische Antacida nicht zusammen mit Azithromycin gegeben werden sollten, da in einer Studie die Serumspitzenkonzentrationen von Azithromycin um bis zu 30% erniedrigt waren. Sie sollten daher nur in einem zeitlichen Abstand von 2 bis 3 Stunden eingenommen werden. Das Ausmaß der Resorption (Parameter AUC) war jedoch nicht erniedrigt.
Cimetidin (Magensäuresekretionshemmer) hatte keinen Einfluss auf Geschwindigkeit und Ausmaß der Resorption von Azithromycin. Es kann daher gleichzeitig mit Azithromycin 600 mg Filmtabletten eingenommen werden.
Demgegen√ľber haben entsprechende Untersuchungen gezeigt, dass bei den nachfolgend aufgelisteten Mitteln die bei gleichzeitiger Anwendung von Makroliden bekannten Wechselwirkungen nicht auftreten. So zeigte sich weder in pharmakokinetischen noch in klinischen Untersuchungen ein Hinweis auf Interaktionen mit Theophyllin. Sicherheitshalber wird dennoch empfohlen, bei gleichzeitiger Gabe von Azithromycin und Theophyllin-Derivaten auf typische Erscheinungen erh√∂hter Theophyllin-Spiegel zu achten.
Ebenso zeigte sich keine signifikante gegenseitige Beeinflussung bei Methylprednisolon, und auch bei Carbamazepin hatte Azithromycin keinen signifikanten Einfluss auf die Serumspiegel, auch nicht auf dessen aktiven Metaboliten.
In einer pharmakokinetischen Interaktionsstudie ergab sich kein Hinweis auf eine Beeinflussung der gerinnungshemmenden Wirkung einer einmaligen 15-mg-Dosis von Warfarin durch Azithromycin. Es liegen jedoch Berichte √ľber erh√∂hte Antikoagulation nach gleichzeitiger Anwendung von Azithromycin und oralen Antikoagulantien vom Cumarin-Typ (Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen) vor.
In pharmakokinetischen Untersuchungen ergaben sich keinerlei Hinweise auf eine Wechselwirkung zwischen Azithromycin und Terfenadin. √úber seltene F√§lle wurde berichtet, in denen die M√∂glichkeit einer derartigen Wechselwirkung nicht ganz ausgeschlossen, andererseits aber kein spezifischer Beweis f√ľr eine solche Interaktion gefunden werden konnte.
Virustatika:
Zu Wechselwirkungen mit antiviral wirksamen Arzneimitteln liegen keine ausreichenden Daten vor, um Dosisanpassungen empfehlen zu können. Folgende Substanzen wurden untersucht:
- Zidovudin:
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Zidovudin (100 mg alle 3 Stunden, 5 Dosen) und einer t√§glichen Dosis Azithromycin (600 mg, n=5 bzw. 1200 mg, n=7) erh√∂hten sich die mittleren Cmax, AUC und Clr-Werte um 26%, 10 % bzw. 38 %. Die mittlere AUC von phosphoryliertem Zidovudin erh√∂hte sich um 75%, w√§hrend sich die Cmax und AUC von Zidovudinglucuronid um weniger als 10 % erh√∂hten. In einer weiteren Studie f√ľhrte 1 g Azithromycin w√∂chentlich zus√§tzlich zu der t√§glichen Dosierung von 10 mg/kg Zidovudin zu einem Anstieg von 25 % bzw. 13 % der Cmax und AUC von Zidovudin. Die mittlere Cmax und AUC von Zidovudinglucuronid erh√∂hten sich um 16 % bzw . 8,0 %.
- Didanosin:
1000 mg/die Azithromycin √ľber 14 Tage f√ľhrte bei 6 Probanden zu einer Erh√∂hung der Cmax von gleichzeitig verabreichtem Didanosin (200 mg, 2-mal t√§glich) um 44 % und der AUC um 14 %.
Azithromycin/Rifabutin:
Vorl√§ufige Daten deuten darauf hin, dass die gleichzeitige Verabreichung von Azithromycin und Rifabutin die mittleren Serumkonzentrationen beider Substanzen nicht deutlich ver√§nderte. Die Verabreichung von 250 mg Azithromycin t√§glich √ľber 10 Tage (500 mg am 1. Tag) f√ľhrte zu mittleren Azithromycin-Konzentrationen 1 Tag nach der letzten Dosis von 53 ng/ml bei gleichzeitiger Verabreichung von 300 mg Rifabutin t√§glich und 49 ng/ml bei gleichzeitiger Verabreichung von Plazebo. Die mittleren Konzentrationen 5 Tage nach der letzten Dosis betrugen 23 ng/ml und 21 ng/ml in den beiden Probandengruppen. Die Verabreichung von 300 mg Rifabutin √ľber 10 Tage f√ľhrte zu mittleren Rifabutin-Konzentrationen einen halben Tag nach der letzten Dosis von 60 ng/ml bei gleichzeitiger Verabreichung von 250 mg Azithromycin t√§glich und 71 ng/ml bei gleichzeitiger Verabreichung von Plazebo. Die mittleren Konzentrationen 5 Tage nach der letzten Dosis betrugen 8,1 ng/ml und 9,2 ng/ml in den beiden Probandengruppen.
Eine Neutropenie wurde bei Personen beobachtet, die gleichzeitig Azithromycin und Rifabutin erhalten hatten (vgl. Abschnitt Nebenwirkungen, unter "Blut und Blutkörperchen").
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M√ĖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Azithromycin 600 mg Filmtabletten Nebenwirkungen haben.
Da Patienten in klinischen Studien zur Prophylaxe von MAI-Infektionen mehrere Begleitmedikationen erhielten und eine Reihe von Begleiterkrankungen bei diesen Patienten auftrat, war es oft schwierig, einen Zusammenhang zwischen der Studienmedikation und den Nebenwirkungen herzustellen. Insgesamt war die Art der Nebenwirkungen, die bei Patienten mit HIV in fortgeschrittenem Stadium auftraten, bei einem w√∂chentlichen Dosierungsschema mit Azithromycin √ľber ca. 1 Jahr vergleichbar mit den Nebenwirkungen, die von k√ľrzeren Azithromycin-Therapien bekannt sind, jedoch deutlich h√§ufiger und schwerwiegender als bei niedrigeren Einzeldosen.
In einer plazebokontrollierten Studie betrug die Therapieabbruchrate aufgrund von Nebenwirkungen unter der Medikation 8,2 % im Vergleich zu 2,3 % bei Patienten, die Plazebo erhielten. In einer anderen Studie brach eine größere Anzahl an Patienten die Therapie unter der Kombination Azithromycin und Rifabutin (22,7 %) ab als unter Monotherapie mit Azithromycin (13,5 %) bzw. Rifabutin (15,9 %).
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
sehr häufig:
häufig:
gelegentlich:
selten:
sehr selten:

mehr als 1 von 10 Behandeltenweniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandeltenweniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Störungen des Magen-Darm-Traktes:
St√∂rungen in Form von Durchf√§llen (selten mit Abnahme des K√∂rperwassers), weichen St√ľhlen,
Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Beschwerden im Bereich des Bauches (Schmerzen, Kr√§mpfen), Appetitlosigkeit und √úbelkeit traten h√§ufig auf, Erbrechen und Bl√§hungen gelegentlich. Diese Nebenwirkungen waren meist von milder oder m√§√üiger Auspr√§gung und f√ľhrten nur bei 3,8% der Patienten zu einem Therapieabbruch. In seltenen F√§llen wurde eine Verf√§rbung der Zunge beobachtet. F√§lle von Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung wurden berichtet.
Sehr selten trat eine pseudomembranöse Colitis (schwere und anhaltende Durchfälle) auf (s.a. Punkt 2.2.).
Störungen der Leber und Gallenwege:
Ein reversibler Anstieg von Leberenzymen (Transaminasen, alkalische Phosphatase)
sowie des Bilirubins im Serum ist in seltenen Fällen beobachtet worden. Fälle von
Leberfunktionsst√∂rungen, inklusive Hepatitis (Leberentz√ľndung) und cholestatischem Ikterus wurden gemeldet, ebenso Einzelf√§lle von Leberzellnekrose (Absterben von Leberzellen) und Leberversagen, selten mit t√∂tlichem Verlauf.
Störungen der Niere:
Nierenentz√ľndung (interstitielle Nephritis) und akutes Nierenversagen wurden selten berichtet.
Störungen des Herzens:
Blutdruckabfall (Hypotonie), Herzklopfen (Palpitationen) und Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), inklusive des von anderen Makroliden bekannten Herzjagens (ventrikulären Tachkyardien), sind selten berichtet worden. Das Risiko, dass in seltenen Fällen EKG-Veränderungen (QT-Verlängerung) oder bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen (Torsade de pointes) auftreten können, ist nicht auszuschließen.
Störungen des Blutes und der Blutkörperchen:
In klinischen Studien wurden vor√ľbergehende Einzelf√§lle von Blutbildver√§nderungen (Neutropenien) beobachtet, ohne dass ein Kausalzusammenhang gesichert werden konnte. In Einzelf√§llen traten eine Verringerung der Leukozyten und Thrombozyten (Leukopenie, in einigen F√§llen bis hin zur Agranulozytose, und Thrombozytopenie), ein allergiebedingter Anstieg gewisser wei√üer Blutk√∂rperchen (Eosinophilie) sowie eine Verringerung der Kaliumkonzentrationen im Blut auf. In seltenen F√§llen wurde eine Verringerung des H√§moglobins und des H√§matokrit bzw. ein Anstieg der Thrombozyten beobachtet.
In klinischen Studien mit hochgradig immunkomprimierten Patienten, die die hohe Azithromycin-Dosis √ľber lange Zeitr√§ume erhielten, wurden in 23 bis 28 % der F√§lle bei Monotherapie und in 29 % der F√§lle bei Kombination mit Rifabutin, verglichen mit 16 % unter Plazebobehandlung, Neutropenien beobachtet. Aufgrund der Schwere der Krankheit und der multiplen Medikation, die diese Patienten einnehmen m√ľssen, sind in regelm√§√üigen Abst√§nden Blutbilduntersuchungen notwendig.
Störungen der Sinnesorgane:
Unter Therapie mit Makrolid-Antibiotika wurden selten Hörstörungen berichtet. Bei einigen
Patienten, die Azithromycin erhielten, wurde ebenfalls √ľber H√∂rst√∂rungen einschlie√ülich
Hörverlust, Taubheit und/oder Tinnitus berichtet. Viele dieser Berichte standen im
Zusammenhang mit Langzeitanwendungen hoher Dosen von Azithromycin im Rahmen klinischer Studien. In der Regel waren diese Erscheinungen in den F√§llen, in denen Informationen √ľber den Verlauf verf√ľgbar waren, reversibel.
In seltenen F√§llen wurde √ľber Geschmacksst√∂rungen berichtet.
Störungen des zentrales und peripheres Nervensystem:
Gelegentlich treten Benommenheit, M√ľdigkeit, Schl√§frigkeit, Kopfschmerzen, Sch√ľttelkr√§mpfe (Konvulsionen), Geruchs- und Geschmacksst√∂rungen auf.
Selten sind Par√§sthesien, Bewusstlosigkeit (Synkopen), Kraftlosigkeit (Asthenie), √úberaktivit√§t und √Ąngstlichkeit. Schwindel, Nervosit√§t, motorische Unruhe (Agitiertheit), Unwohlsein und agrressives Verhalten traten selten auf.
Störungen der Haut:
In seltenen Fällen sind schwere Hautreaktionen, inklusive Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom und toxischer, epidermaler Nekrolyse aufgetreten.
Muskuloskeletale Störungen:
Gelegentlich treten Gelenkschmerzen (Arthralgien) auf.
√úberempfindlichkeitserscheinungen:
Unter der Behandlung mit Azithromycin AWD 600 mg Filmtabletten sind √úberempfindlichkeitserscheinungen selten. Dazu geh√∂ren Haut- und Schleimhautreaktionen wie R√∂tungen mit und ohne Juckreiz, Lichtempfindlichkeit, Wasseransammlung in den Geweben (√Ėdeme) und Nesselausschlag (Urtikaria). Wie bei Erythromycin und anderen Makroliden wurden auch unter einer Azithromycin-Behandlung in seltenen F√§llen schwere allergische Reaktionen, inklusive reversibler √∂rtlicher Schwellungen der Haut, der Schleimh√§ute oder der Gelenke (Angio√∂deme) und akuter allergischer Allgemeinreaktionen (Anaphylaxien, in einigen F√§llen mit fatalem Ausgang, s.a. Punkt 2.2), berichtet. In
einigen Fällen traten die Symptome wieder auf und erforderten eine längere Beobachtungs- und Therapiedauer.
Sonstige:
Wie bei vielen anderen Antibiotika ist eine √úberwucherung durch unempfindliche
Organismen inklusive Pilzen (Vaginitis, Candidosen) möglich. Deshalb ist auf solche
Zeichen zu achten und Ihr Arzt wird gegebenenfalls eine geeignete Therapie einleiten.
In tierexperimentellen Studien mit sehr hohen Dosierungen kam es zu reversiblen
Phospholipidosen. Es ergaben sich keinerlei Hinweise, dass dies Auswirkungen auf den
√ľblichen Gebrauch beim Menschen haben k√∂nnte.
Die Inzidenz der oben genannten, bekannten Azithromycin-Nebenwirkungen stieg bei den in höher dosierter Monotherapie mit Azithromycin-behandelten HIV-Patienten signifikant an. Zudem kann sowohl die Häufigkeit als auch die Ausprägung dieser Begleiterscheinungen bei kombinierter Gabe von Azithromycin und Rifabutin zunehmen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgef√ľhrt sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Durchdr√ľckpackung und der Faltschachtel angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.
Aufbewahrungsbedingungen:
Keine besonderen Anforderungen an die Aufbewahrung.
Stand der Information:
Dezember 2004

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Weitere Informationen

AWD.pharma GmbH & Co. KG
Leipziger Stra√üe 7 ‚Äď 13
01097 Dresden
Postfach 10024
01072 Dresden
Telefon: (0351)834-0
Telefax: (0351)834-2199

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Wirkstoff(e) Azithromycin
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ATC Code J01FA10
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden