Azithromycin AL 500 mg Filmtabletten

Abbildung Azithromycin AL 500 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Azithromycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 11.11.2005
ATC Code J01FA10
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Makrolide, Lincosamide und Streptogramine

Zulassungsinhaber

ALIUD PHARMA GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Azithromycin AL ist ein Azalid-Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide. Es hemmt die Eiweißproduktion von Bakterien und verhindert so ihr Wachstum.

Azithromycin AL wird angewendet bei bakteriellen Infektionen, die durch Azithromycin-empfindliche Mikroorganismen verursacht werden, wie

  • Infektionen der oberen Atemwege:
  • Infektionen der unteren Atemwege:

    akute bakterielle EntzĂŒndung der Atemwege (akute Verschlimmerung einer chronischen Bronchitis, welche durch eine bestimmte Art von Bakterien verursacht wird).

  • leichte bis mittelschwere ambulant erworbene Pneumonie (eine Infektion der Lunge, die nicht in einem Krankenhaus erworben wurde).
  • Akute MittelohrentzĂŒndung (Otitis media).
  • Haut- und Weichteilinfektionen.
  • Unkomplizierte HarnröhrenentzĂŒndung (Urethritis) und GebĂ€rmutterhals- entzĂŒndung (Zervizitis), verursacht durch Chlamydia trachomatis (siehe unter Abschnitt 2.: Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen).

Ihr Arzt hat Ihnen Azithromycin AL fĂŒr die kurzzeitige Behandlung Ihrer bakteriellen Infektion verschrieben. Bitte beachten Sie, dass noch keine Erfahrungen zur Sicherheit und Wirksamkeit von Azithromycin bei Langzeitanwendung vorliegen. Wenn Ihre Infektion rasch oder stĂ€ndig erneut auftritt, kann Ihr Arzt Ihnen ein anderes Antibiotikum verschreiben.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Azithromycin AL darf NICHT eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen Azithromycin, andere Makrolid-Antibiotika, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Azithromycin AL einnehmen, besonders unter folgenden UmstÀnden:

  • Überempfindlichkeitsreaktionen: Es wurde ĂŒber seltene FĂ€lle schwerwiegender allergischer Reaktionen wie angioneurotischem Ödem und Anaphylaxie (selten tödlich verlaufend) berichtet. Die Symptome können Hautrötung, Nesselsucht, Anschwellen von Lippen, Zunge oder Rachen (Angioödem) umfassen. Wenn Sie eines dieser Symptome verspĂŒren, kontaktieren Sie schnellst möglich einen Arzt. Einige dieser Reaktionen unter Azithromycin fĂŒhrten zu wiederkehrenden Symptomen und erforderten eine lĂ€ngere Beobachtungs- und Behandlungsphase.
  • Superinfektion: Wie bei anderen Antibiotika, kann auch die Behandlung mit Azithromycin zu einer weiteren Infektion fĂŒhren, die durch Mikroorganismen (Bakterien oder Pilze – resistent gegen Azithromycin) hervorgerufen wird.
    Bitte achten Sie auf alle Symptome und Zeichen einer Infektion.
  • Clostridium difficile-assoziierte Diarrhö (CDAD): Über das Auftreten solcher DurchfĂ€lle wurde bei Anwendung von nahezu allen Antibiotika, einschließlich Azithromycin, berichtet. Es kann sich dabei um leichte DurchfĂ€lle bis hin zu einer schweren EntzĂŒndung des Dickdarms (Kolitis) mit Beschwerden wie Bauchschmerzen, Appetitverlust, KrĂ€mpfen oder Fieber handeln.
  • Pseudomembranöse Kolitis (Bakterielle Infektion des Dickdarms): Bei der Anwendung von Makrolid-Antibiotika wurde ĂŒber diese Erkrankung berichtet. Sie ist charakterisiert durch Durchfall, Fieber und abdominelle Schmerzen.
    Wenn dies bei Ihnen auftritt, dĂŒrfen Sie kein Arzneimittel einnehmen, welches den Transport im Magen-Darm-Trakt einschrĂ€nkt.
  • Herzrhythmusstörungen und Störungen der elektrischen Überleitung: z.B. erworbene oder angeborene VerlĂ€ngerung des QT-Intervals (welches zu einem unregelmĂ€ĂŸigen Herzschlag fĂŒhrt), Bradykardie (verlangsamter Herzschlag), Arrhythmie (unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag) oder schwere Herzerkrankungen.
  • Elektrolytungleichgewicht (VerĂ€nderungen der Menge von bestimmten Salzen in ihrem Blut): vor allem niedrige Spiegel von Kalium oder Magnesium.
  • Infektionen durch Bakterien, die Streptococcus pyogenes genannt werden: EntzĂŒndungen des Rachens oder der Mandeln und rheumatisches Fieber, die durch diese Bakterien hervorgerufen werden, sollten mit Penicillin behandelt werden.
  • EntzĂŒndungen durch Treponema pallidum (Syphilis).
  • Schwere EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion
  • Lebererkrankungen: ihr Arzt wird möglichweise die Funktion Ihrer Leber wĂ€hrend der Behandlung ĂŒberwachen oder die Behandlung beenden.
  • Neurologische oder psychiatrische Erkrankungen.
  • Es liegen Berichte ĂŒber eine Verschlechterung oder ein erstmaliges Auftreten von Myasthenia gravis vor (eine Muskelerkrankung, die sich durch zunehmende MuskelschwĂ€che Ă€ußert).
  • Infizierte Brandwunden.
  • Schwere Infektionen, die schnell hohe Blutkonzentrationen erfordern.

Einnahme von Azithromycin AL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden. Azithromycin könnte insbesondere mit den folgenden Arzneimitteln eine Wechselwirkung haben:

  • Ergotamin-Derivate
  • Warfarin oder Ă€hnliche Arzneimittel zur Verhinderung von Blutgerinnseln
  • Ciclosporin (um eine Transplantatabstoßung zu verhindern)
  • Antazida (bei Verdauungsstörungen)
  • Digoxin (zur Behandlung von Herzerkrankungen)
  • Colchicin (zur Behandlung von Gicht und familiĂ€rem Mittelmeerfieber)
  • Terfenadin (zur Behandlung von Heuschnupfen oder allergischen Hautreaktionen)

Einnahme von Azithromycin AL zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Sie können Azithromycin AL zusammen mit Nahrung einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Die Sicherheit von Azithromycin bezĂŒglich der Anwendung des Wirkstoffes in der Schwangerschaft ist nicht nachgewiesen. Aus diesem Grund sollte Azithromycin AL in der Schwangerschaft nur in lebensbedrohlichen Situationen eingenommen werden.

Stillzeit

Azithromycin erreicht ihr Baby, da es in die Muttermilch ĂŒbertritt. Daher sollten Sie wĂ€hrend der Einnahme von Azithromycin nicht stillen. Verwerfen Sie die Milch wĂ€hrend der Behandlung sowie bis 2 Tage nach Beendigung der Behandlung. Danach können Sie das Stillen wie gewohnt fortsetzen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Eine BeeintrĂ€chtigung der VerkehrstĂŒchtigkeit und der FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen durch Azithromycin ist nicht zu erwarten.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis betrÀgt

Erwachsene und Àltere Patienten

Sie sollten an 3 aufeinander folgenden Tagen jeweils 500 mg pro Tag einnehmen (1500 mg Azithromycin gesamt).

Alternativ kann die gleiche Gesamtdosis (1500 mg) auch ĂŒber einen Zeitraum von 5 Tagen eingenommen werden, wobei am 1. Tag 500 mg Azithromycin und am 2. bis 5. Tag je 250 mg Azithromycin eingenommen werden.

Bei der unkomplizierten durch Chlamydia trachomatis verursachten Urethritis (HarnröhrenentzĂŒndung) und Zervizitis (GebĂ€rmutterhalsentzĂŒndung) wird 1000 mg Azithromycin als Einmaldosis eingenommen.

Anwendung bei Kindern
Kinder, die mehr als 45 kg wiegen, nehmen die gleiche Dosierung wie Erwachsene ein. Bei Kindern unter 45 kg können andere Darreichungsformen von Azithromycin, z.B. Suspensionen, angewendet werden.

Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion
Sie mĂŒssen Ihren Arzt ĂŒber Ihre Nierenprobleme informieren, da dieser möglicherweise die Dosis anpassen muss.

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer EinschrÀnkung der Nierenfunktion (glomerulÀre Filtrationsrate [GFR] 10-80 ml/min) ist keine Dosisanpassung erforderlich. Leiden Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung (GFR unter 10 ml/min), kann eine Verringerung der Dosis erforderlich sein. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Patienten mit eingeschrÀnkter Leberfunktion
Sie mĂŒssen Ihren Arzt ĂŒber Ihre Leberprobleme informieren, da dieser möglicherweise die Dosis anpassen muss.

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer EinschrÀnkung der Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Leiden Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung, sollten Sie Azithromycin nicht einnehmen. Sollte dieser Zustand bei Ihnen auftreten, muss die Azithromycin-Behandlung abgebrochen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Art der Anwendung

Nehmen Sie Azithromycin AL tÀgliche als Einmaldosis zu oder unabhÀngig von den Mahlzeiten ein.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere von Menge Azithromycin AL eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viel Azithromycin AL einnehmen, geht es Ihnen möglicherweise schlecht. Wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder die nÀchstgelegene Notaufnahme.

Wenn Sie die Einnahme von Azithromycin AL vergessen haben

Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, holen sie bitte die Einnahme zum nĂ€chstmöglichen Zeitpunkt nach. Die nĂ€chste Einnahme erfolgt dann zum ursprĂŒnglich vorgesehenen Zeitpunkt.

Sollte eine Einnahme ganz vergessen worden sein, darf die versÀumte Dosis beim nÀchsten Einnahmetermin nicht zusÀtzlich eingenommen werden, sondern die Einnahme ist wie vorgesehen fortzusetzen.

Wenn Sie mehrere Einnahmen vergessen haben, sollten Sie sich Ihrem Arzt zur Kontrolle vorstellen, damit eine mögliche Verschlechterung der Erkrankung rechtzeitig festgestellt werden kann.

Wenn Sie die Einnahme von Azithromycin AL abbrechen

Wenn Sie die Behandlung vorzeitig beenden oder sie zeitweise unterbrechen, gefÀhrden Sie den Behandlungserfolg.

Selbst bei einer spĂŒrbaren Besserung Ihres Befindens ist die Behandlung mit Azithromycin AL unbedingt zu Ende zu fĂŒhren, da nur so eine vollstĂ€ndige Beseitigung der Krankheitserreger gewĂ€hrleistet ist. Sprechen Sie daher auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie eigenmĂ€chtig die Behandlung mit Azithromycin AL unterbrechen oder vorzeitig beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Es wurden die folgenden Nebenwirkungen berichtet:

Sehr hÀufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Appetitverlust (Anorexie),
  • Schwindel,
  • Kopfschmerzen,
  • Missempfindungen (ParĂ€sthesien),
  • Geschmacksstörungen (Dysgeusie),
  • Sehstörungen,
  • Taubheit,
  • Erbrechen,
  • Verdauungsstörungen (Dyspepsie),
  • Hautausschlag,
  • Juckreiz (Pruritus),
  • Gelenkschmerzen (Arthralgie),
  • MĂŒdigkeit/Erschöpfung,
  • verĂ€nderte Anzahl weißer Blutzellen (Lymphozyten, Eosinophile, Basophile, Monozyten und Neutrophile) und Abnahme des Bicarbonat-Blutspiegels.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Infektionen mit dem Pilz Candidas (Candidiasis) einschließlich Pilzinfektionen im Mund,
  • bakterielle Infektionen, Pilzinfektionen,
  • EntzĂŒndung der Scheide (Vaginitis),
  • LungenentzĂŒndung (Pneumonie),
  • RachenentzĂŒndung (Pharyngitis),
  • Magen-Darm-EntzĂŒndung (die Symptome können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und BauchkrĂ€mpfe umfassen),
  • Atembeschwerden,
  • Schwellung und Reizung in der Nase (Rhinitis),
  • verminderte Anzahl bestimmter weißer Blutzellen (Leukopenie, Neutropenie)
  • Anstieg der Anzahl bestimmter weißer Blutzellen (Eosinophilie),
  • schwere allergische Reaktionen mit Schwellung von Lippen, Zunge oder Rachen (Angioödem),
  • allergische Reaktion (Überempfindlichkeit),
  • NervositĂ€t,
  • verminderte BerĂŒhrungsempfindlichkeit der Haut (HypĂ€sthesie),
  • SchlĂ€frigkeit,
  • Schlaflosigkeit,
  • BeeintrĂ€chtigungen des Hörvermögens, OhrgerĂ€usche (Tinnitus),
  • Schwindel,
  • Ohrenschmerzen,
  • Herzklopfen (Palpitationen),
  • MagenschleimhautentzĂŒndung (Gastritis),
  • Verstopfung,
  • Schluckbeschwerden (Dysphagie),
  • aufgeblĂ€hter Bauch mit Symptomen wie Unwohlsein und BauchgerĂ€uschen,
  • trockener Mund,
  • GeschwĂŒrbildung im Mund,
  • Aufstoßen,
  • vermehrte Speichelproduktion,
  • LeberentzĂŒndung (Hepatitis),
  • schwere Hauterkrankung mit Hautausschlag, Blasenbildung, roten Flecken und Wundbildung (Stevens-Johnson-Syndrom),
  • verstĂ€rkte Empfindlichkeit gegenĂŒber Sonnenlicht,
  • Nesselsucht (Urtikaria),
  • Ekzem oder EntzĂŒndung der Haut (Dermatitis),
  • trockene Haut,
  • Vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose),
  • Gesichtsschwellung (Gesichtsödem),
  • Schwellung der Knöchel, FĂŒĂŸe oder Finger (peripheres Ödem),
  • Schmerzen,
  • Fieber,
  • Brustschmerz,
  • degenerative Knochenerkrankung mit Schmerzen und Steifheit

(Osteoarthritis),

  • Muskelschmerzen (Myalgie),
  • Nackenschmerzen,
  • FlĂŒssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme),
  • Schmerzen beim Wasserlassen,
  • Schmerzen im unteren RĂŒcken (Nierenschmerzen),
  • Unwohlsein,
  • allgemeine SchwĂ€che,
  • Hitzewallung,
  • Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Atmen (Dyspnoe),
  • Nasenbluten (Epistaxis),
  • Zwischenblutungen (Metrorrhagie),
  • Hodenbeschwerden,
  • VerĂ€nderung von Blutwerten (Informieren Sie daher Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung geplant ist),
  • Komplikationen nach der Behandlung.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Hautexanthem, das durch ein rasches Auftreten roter Hautareale ĂŒbersĂ€t mit kleinen Pusteln (kleinen, mit weißer/gelber FlĂŒssigkeit gefĂŒllten Blasen) gekennzeichnet ist,
  • Ruhelosigkeit,
  • Leberfunktionsstörungen,
  • Störung des Gallenabflusses aus der Leber in den Darm, wodurch es zu einer GelbfĂ€rbung der Haut und der weißen Augenhaut kommen kann.

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Hautausschlag zusammen mit anderen Symptomen wie Fieber, geschwollenen DrĂŒsen und einem Anstieg der eosinophilen Granulozyten (eine Sorte von weißen Blutkörperchen). Ein Ausschlag tritt als kleine, juckende rote Quaddeln auf.

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

  • pseudomembranöse Kolitis (bakterielle Dickdarminfektion),
  • verringerte Anzahl von BlutplĂ€ttchen (Thrombozytopenie),
  • Mangel an roten Blutzellen aufgrund eines verstĂ€rkten Abbaus dieser Blutzellen (hĂ€molytische AnĂ€mie),
  • schwere, lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie) einschließlich Schwellungen von Mund und Rachen (Ödeme), die in seltenen FĂ€llen lebensbedrohlich sein können,
  • AggressivitĂ€t,
  • Angst,
  • starke Verwirrtheit (Delirium),
  • Sehen, Hören und FĂŒhlen von Dingen, die nicht vorhanden sind

(Halluzinationen),

  • kurz andauernde Bewusstlosigkeit (Synkope),
  • KrampfanfĂ€lle,
  • HyperaktivitĂ€t,
  • Störungen/Verlust des Geruchssinns (Parosmie, Anosmie),
  • Verlust des Geschmackssinns,
  • Verschlechterung oder erstmaliges Auftreten der Muskelerkrankung Myasthenia gravis, die zu einer zunehmenden MuskelschwĂ€che fĂŒhrt,
  • unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag (Arrhythmie) einschließlich beschleunigten Herzschlages (ventrikulĂ€re Tachykardie),
  • verstĂ€rktes Risiko fĂŒr eine QT-VerlĂ€ngerung (was zu einem unregelmĂ€ĂŸigen Herzschlag fĂŒhrt) und lebensbedrohlich beschleunigter Herzschlag (Torsade de pointes),
  • abnormale Herzrhythmus im EKG (QT-ZeitverlĂ€ngerung),
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie),
  • EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse (Pankreatitis),
  • VerfĂ€rbung der Zunge,
  • schwerwiegende, lebensbedrohliche LeberentzĂŒndung (fulminante Hepatitis),
  • Absterben von Leberzellen und Leberversagen, was in seltenen FĂ€llen lebensbedrohlich war,
  • schwere Hauterkrankung mit Ablösung der Haut (toxische epidermale Nekrolyse),
  • Hauterkrankung mit juckenden, rötlichen Flecken (Erythema multiforme),
  • EntzĂŒndung der Nieren (interstitielle Nephritis),
  • akutes Nierenversagen.

Azithromycin AL kann sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Azithromycin AL 500 mg Filmtabletten enthÀlt

Der Wirkstoff ist Azithromycin.

1 Filmtablette enthÀlt 500 mg Azithromycin als Azithromycin 1 H2O.

Die sonstigen Bestandteile sind

Tablettenkern: CarboxymethylstÀrke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), Mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Natriumdodecylsulfat, Hochdisperses Siliciumdioxid, vorverkleisterte StÀrke (Mais).

FilmĂŒberzug: Entölte Phospholipide aus Sojabohnen, Poly(vinylalkohol), Talkum, Xanthangummi, Titandioxid (E 171).

Wie Azithromycin AL 500 mg Filmtabletten aussieht und Inhalt der Packung

Weiße bis fast weiße, oblonge Filmtablette mit tiefer Bruchkerbe auf der einen und flacherer Bruchkerbe auf der anderen Seite.

Azithromycin AL 500 mg Filmtabletten ist in Packungen mit 3 und 6 Filmtabletten erhÀltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ALIUD PHARMAÂź GmbH

Gottlieb-Daimler-Straße 19 D-89150 Laichingen info@aliud.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2–18, 61118 Bad Vilbel Sandoz S.R.L., Str. Livezeni nr. 7a, 540472 Targu Mures, RumĂ€nien Sandoz GmbH, Biochemiestraße 10, 6250 Kundl, Östereich

Dieses Arzneimittel ist in den anderen Mitgliedsstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichungen zugelassen:

DĂ€nemark: Azithromycin STADA

Island: Azithromycin STADA 500 mg filmuhĂșĂ°aĂ°ar töflur Österreich: Azithromycin STADA 500 mg Filmtabletten Schweden: Azithromycin STADA

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im April 2018.

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Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Azithromycin AL 500 mg Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Azithromycin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 11.11.2005
ATC Code J01FA10
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Makrolide, Lincosamide und Streptogramine

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden