Metoprolol-ratiopharm 200 mg Retardtabletten

Abbildung Metoprolol-ratiopharm 200 mg Retardtabletten
Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Ratiopharm GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 06.12.1990
ATC Code C07AB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Zulassungsinhaber

Ratiopharm GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Metoprololsuccinat STADA 47,5 mg Retardtabletten Metoprolol STADAPHARM
Prelis 50mg Metoprolol mibe GmbH Arzneimittel
Metoprolol-Z AL 50 retard Metoprolol ALIUD PHARMA GmbH
Metoprolol STADA 100mg Tabletten Metoprolol STADAPHARM
Metoprololsuccinat AAA 47,5 mg Retardtabletten Metoprolol AAA-Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg ist ein Beta-Rezeptorenblocker.

Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg wird angewendet bei

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Metoprololtartrat, einen anderen Beta- Rezeptorenblocker oder einem der sonstigen Bestandteile von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg sind
  • falls Sie an Herzmuskelschw√§che (manifester Herzinsuffizienz) leiden
  • wenn Sie einen Schock haben
  • wenn Sie Erregungsleitungsst√∂rungen von den Vorh√∂fen auf die Kammern (AV-Block 2. oder 3. Grades) haben
  • falls Sie an einem Sinusknoten-Syndrom (sick sinus syndrome) leiden
  • falls Sie an Erregungsleitungsst√∂rungen zwischen Sinusknoten und Vorhof (sinuatrialem Block) leiden
  • falls Sie einen Ruhepuls von unter 50 Schl√§gen pro Minute vor Behandlungsbeginn (Bradykardie) haben
  • wenn Sie einen stark erniedrigten Blutdruck (Hypotonie; systolisch kleiner als 90 mmHg) haben
  • falls Sie eine √úbers√§uerung des Blutes (Acidose) haben
  • falls Sie eine Neigung zu Bronchialverkrampfung (bronchiale Hyperreagibilit√§t, z. B. bei Asthma bronchiale) haben
  • falls Sie an Sp√§tstadien peripherer Durchblutungsst√∂rungen leiden
  • falls Sie gleichzeitig MAO-Hemmstoffe (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) anwenden

Die intraven√∂se Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme Intensivmedizin).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg ist erforderlich

  • wenn Sie geringgradige Erregungsleitungsst√∂rungen von den Vorh√∂fen auf die Kammern (AV-Block 1. Grades) haben
  • falls Sie ein zuckerkranker Patient (Patient mit Diabetes mellitus) mit stark schwankenden Blutzuckerwerten sind (Zust√§nde mit stark erniedrigtem Blutzucker m√∂glich)
  • bei l√§ngerem strengen Fasten und schwerer k√∂rperlicher Belastung (Zust√§nde mit stark erniedrigtem Blutzucker m√∂glich)
  • falls Sie ein Patient mit einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks sind (Ph√§ochromozytom; vorherige Therapie mit Alpha-Rezeptorenblockern erforderlich)
  • falls Sie ein Patient mit eingeschr√§nkter Leberfunktion sind (siehe Dosierung)

Bei Patienten mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) in der pers√∂nlichen oder famili√§ren Vorgeschichte sollte die Anwendung von Beta-Rezeptorenblockern (z. B. Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg) nur nach sorgf√§ltiger Nutzen-Risiko-Abw√§gung erfolgen.

Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen erh√∂hen. Deshalb ist eine strenge Indikationsstellung bei Patienten mit schweren √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie; Vorsicht, √ľberschie√üende anaphylaktische Reaktionen) geboten.

Bei stark eingeschr√§nkter Leberfunktion ist die Ausscheidung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg vermindert, so dass unter Umst√§nden eine Dosisreduktion erforderlich ist.

Da die Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers verschleiert werden können, sind regelmäßige Blutzuckerkontrollen erforderlich (siehe Nebenwirkungen).

Beim Tragen von Kontaktlinsen ist die Möglichkeit eines verminderten Tränenflusses zu beachten.

Bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen wurde in Einzelf√§llen √ľber eine Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Beta-Rezeptorenblockern berichtet. Eine Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg sollte in diesen F√§llen unter entsprechender √úberwachung der Nierenfunktion erfolgen.

Eine Unterbrechung oder √Ąnderung darf nur auf √§rztliche Anweisung erfolgen. Soll die Behandlung mit Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg nach l√§ngerer Anwendung unterbrochen oder abgesetzt werden, sollte dies, da abruptes Absetzen zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzisch√§mie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks f√ľhren kann, grunds√§tzlich langsam ausschleichend erfolgen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven

Ergebnissen f√ľhren. Die Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg als Dopingmittel kann zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.

Bei Einnahme/Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg und Insulin oder Mitteln, welche zur Blutzuckersenkung eingenommen werden (oralen Antidiabetika) kann deren Wirkung verst√§rkt oder verl√§ngert werden. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (Hypoglyk√§mie) - insbesondere erh√∂hte Herzfrequenz (Tachykardie) und Zittern der Finger (Tremor) - sind verschleiert oder abgemildert. Daher sind regelm√§√üige Blutzuckerkontrollen erforderlich.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg und trizyklischen Antidepressiva (bestimmte Mittel zur Behandlung von seelischen Verstimmtheitszust√§nden), Barbituraten (best. Schlafmittel bzw. Mittel zur Anfallsbehandlung) und Phenothiazinen (best. Stoffe zur Behandlung von Pers√∂nlichkeitsst√∂rungen bzw. Allergien) und Nitroglycerin sowie Diuretika, Vasodilatatoren und anderen blutdrucksenkenden Mitteln kann es zu einem verst√§rkten Blutdruckabfall kommen.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg und Calciumantagonisten vom Nifedipin-Typ kann es zu einer verst√§rkten Blutdrucksenkung und in Einzelf√§llen zur Ausbildung einer Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) kommen.

Die die Herzkraft schw√§chenden Wirkungen (kardiodepressive Wirkungen) von Metoprolol- ratiopharm¬ģ 200 mg und Antiarrhythmika k√∂nnen sich addieren.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg und Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) ist eine sorgf√§ltige √úberwachung der Patienten angezeigt, da es zu verst√§rktem Blutdruckabfall (Hypotension), stark verminderter Herzfrequenz (Bradykardie) oder anderen Herzrhythmusst√∂rungen kommen kann.

Hinweis:

Die intraven√∂se Applikation von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg behandelt werden, ist kontraindiziert (Ausnahme: Intensivmedizin).

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg und herzwirksamen Glykosiden und Reserpin, alpha-Methyldopa, Guanfacin oder Clonidin kann es zu einem st√§rkeren Absinken der Herzfrequenz bzw. zu einer Verz√∂gerung der √úberleitung kommen.

Nach abruptem Absetzen von Clonidin bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg, kann der Blutdruck √ľberschie√üend ansteigen. Clonidin darf daher erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Verabreichung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg beendet wurde. Anschlie√üend kann Clonidin stufenweise abgesetzt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg und Noradrenalin oder Adrenalin oder anderen sympathomimetisch wirkenden Substanzen (z. B. enthalten in Hustenmitteln, Nasen- und Augentropfen) ist ein betr√§chtlicher Blutdruckanstieg m√∂glich.

Unter Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg-Therapie kann es zu einer verminderten Ansprechbarkeit auf die zur Behandlung der allergischen Reaktion gew√∂hnlich eingesetzten Adrenalin-Dosis kommen.

Monoaminooxidase(MAO)-Hemmer sollten wegen eines m√∂glichen √ľberschie√üenden Blutdruckanstiegs (Hypertension) nicht zusammen mit Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg eingenommen werden.

Indometacin und Rifampicin k√∂nnen die blutdrucksenkende Wirkung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg vermindern.

Die Wirkung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg kann durch Cimetidin verst√§rkt werden.

Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg kann die Ausscheidung von Lidocain vermindern.

Die gleichzeitige Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg und Narkotika kann eine verst√§rkte Blutdrucksenkung zur Folge haben. Die die Herzkraft schw√§chende Wirkung (negativ inotrope Wirkung) der beiden vorgenannten Arzneimittel kann sich addieren.

Die neuromuskul√§re Blockade durch periphere Muskelrelaxantien (z. B. Suxamethonium, Tubocurarin) kann durch die Beta-Rezeptorenhemmung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg verst√§rkt werden.

F√ľr den Fall, dass Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg vor Eingriffen in Allgemeinnarkose oder vor der Anwendung peripherer Muskelrelaxantien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt √ľber die Behandlung mit Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg informiert werden.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft

Metoprolol darf in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt angewendet werden, da bislang keine ausreichend gut dokumentierten Studien zu einer Anwendung an schwangeren Frauen existieren.

Metorprolol passiert die Plazenta und reduziert die plazentare Durchblutung, wodurch das ungeborene Kind geschädigt werden kann.

Metoprolol sollte 48-72 Stunden vor dem errechnteten Geburtstermin abgesetzt werden. Wenn dies nicht m√∂glich ist, m√ľssen die Neugeborenen f√ľr die Dauer von 48-72 Stunden nach der Geburt sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

Stillzeit
Metoprolol geht in die Muttermilch √ľber. Obwohl nach therapeutischen Dosierungen nicht mit unerw√ľnschten Wirkungen zu rechnen ist, sollten gestillte S√§uglinge auf m√∂gliche Arzneimittelwirkungen hin beobachtet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die Behandlung mit diesem Arzneimittel bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle.

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg enth√§lt Lactose.

Bitte nehmen Sie Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg erst nach R√ľcksprache mit ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Art der Anwendung

Retardtabletten zum Einnehmen.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Die Dosierung sollte individuell - vor allem nach dem Behandlungserfolg - festgelegt werden und darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden.

Bluthochdruck (arterielle Hypertonie):

1-mal t√§glich ¬Ĺ Retardtablette Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg (entsprechend 100 mg Metoprololtartrat).

Erkrankung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit):

1-mal t√§glich ¬Ĺ-1 Retardtablette Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg (entsprechend 100-200 mg Metoprololtartrat).

Funktionelle Herzbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom):

1-mal t√§glich ¬Ĺ Retardtablette Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg (entsprechend 100 mg Metoprololtartrat).

Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Schlagzahl (tachykarde Herzrhythmusstörungen):

1-mal t√§glich ¬Ĺ-1 Retardtablette Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg (entsprechend 100-200 mg Metoprololtartrat).

Langzeitprophylaxe nach Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe):

Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg wird eingesetzt bei Patienten, f√ľr die keine Gegenanzeigen f√ľr eine Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern bestehen.

Im Anschluss an die Behandlung der Akutphase des Herzinfarktes erfolgt die Erhaltungstherapie mit 1-mal t√§glich ¬Ĺ-1 Retardtablette Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg (entsprechend 100-200 mg Metoprololtartrat).

Bei behandlungsbed√ľrftigem Abfall von Herzfrequenz und/oder Blutdruck oder anderen Komplikationen ist Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg sofort abzusetzen.

Vorbeugende Behandlung der Migräne (Migräneprophylaxe):

1-mal t√§glich ¬Ĺ-1 Retardtablette Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg (entsprechend 100-200 mg Metoprololtartrat).

Bei stark eingeschr√§nkter Leberfunktion ist die Elimination von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg vermindert, so dass unter Umst√§nden eine Dosisreduktion erforderlich ist.

Die Retardtabletten sind unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit (vorzugsweise 1 Glas Wasser) nach einer Mahlzeit einzunehmen.

√úber die Dauer der Einnahme entscheidet der behandelnde Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Metoprolol- ratiopharm¬ģ 200 mg zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg eingenommen haben, als Sie sollten...

Verst√§ndigen Sie bei Verdacht auf eine √úberdosierung sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser √ľber das weitere Vorgehen entscheiden kann!

In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung kann es zu starkem Blutdruckabfall (Hypotonie), verminderter Herzschlagfolge (Bradykardie) bis hin zum Herzstillstand, Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und kardiogenem Schock kommen. Zusätzlich können Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, gelegentlich auch generalisierte Krampfanfälle auftreten.

Bei √úberdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz und/oder des Blutdrucks muss die Behandlung mit Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg abgebrochen werden.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg vergessen haben...

Nehmen Sie beim nächsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.

Wenn Sie die Einnahme von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg abbrechen...

Eine Unterbrechung oder √Ąnderung der Dosierung darf nur auf √§rztliche Anweisung erfolgen. Abruptes Absetzen kann zur Minderdurchblutung des Herzmuskels (Herzisch√§mie) mit neuerlicher Verschlimmerung einer Angina pectoris oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdrucks f√ľhren.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg Nebenwirkungen haben.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrundegelegt:

sehr häufigmehr als 1 von 10 Behandelten
häufigweniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlichweniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
seltenweniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr seltenweniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Nebenwirkungen

Herz-Kreislauf

Gelegentlich: K√§ltegef√ľhl an den Gliedma√üen.

Selten: St√∂rungen der Erregungsleitung von den Herzvorh√∂fen zu den Herzkammern (atrioventrikul√§re √úberleitungsst√∂rungen), Verst√§rkung einer Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz) mit krankhaften Fl√ľssigkeitsansammlungen (peripheren √Ėdemen) und/oder Atemnot bei Belastung, verst√§rkter Blutdruckabfall, anfallsartiger kurzdauernder Bewusstlosigkeit, Herzklopfen, starker Verminderung der Herzschlagfolge.

Sehr selten: Verstärkung von anfallsweise auftretenden Schmerzen in der Herzgegend (Angina pectoris) bei Patienten mit Angina pectoris.

Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen (einschließlich Patienten mit Verkrampfung der Fingerschlagadern [Raynaud-Syndrom]).

Psychiatrische Störungen

Gelegentlich: Verwirrtheit, Halluzinationen, Schwindelgef√ľhl, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungszust√§nde, Schlafst√∂rungen, verst√§rkte Traumaktivit√§t.

Sehr selten: Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen (z. B. Gef√ľhlsschwankungen, kurzdauernder Ged√§chtnisverlust).

Nervensystem

Gelegentlich: zentralnerv√∂se St√∂rungen wie M√ľdigkeit (insbesondere zu Beginn der Behandlung), Missempfindungen wie Kribbeln an den Gliedma√üen (Par√§sthesien).

Selten: Muskelkrämpfe.

Magen-Darm-Trakt:

Gelegentlich: Vor√ľbergehend Magen-Darm-Beschwerden (√úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen,

Verstopfung, Durchfall).

Selten: Mundtrockenheit.

Muskel-/Skelettsystem und Bindegewebe:

Sehr selten: Erkrankung der Gelenke (Arthropathie) bei Langzeittherapie, wobei ein oder mehrere Gelenke betroffen sein können (Mono- und Polyarthritis).

Haut:

Gelegentlich: Allergische Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Hautausschläge, Hautausschläge infolge erhöhter Lichtempfindlichkeit [Photosensitivität]), Schwitzen.

Sehr selten: Haarausfall, Schuppenflechte, Verschlechterung der Beschwerden einer bestehenden Schuppenflechte, Schuppenflechte-ähnliche Hautausschläge.

Blutbild:

Sehr selten: Verminderung der Blutplättchen, Verminderung der weißen Blutkörperchen.

Stoffwechsel und Ernährung:

Selten: Eine bislang nicht in Erscheinung getretene Zuckerkrankheit kann erkennbar werden oder eine bereits bestehende Zuckerkrankheit kann sich verschlechtern. Nach l√§ngerem strengen Fasten oder schwerer k√∂rperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Behandlung mit Metoprolol- ratiopharm¬ģ 200 mg zu Zust√§nden mit erniedrigtem Blutzucker kommen. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers (insbesondere eine erh√∂hte Herzschlagfolge und Zittern der Finger) k√∂nnen verschleiert werden.

Sehr selten: Erh√∂hung der Leberenzyme im Blut (GOT, GPT), Leberentz√ľndung, Gewichtszunahme.

Unter der Therapie mit Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg kann es zu St√∂rungen im Fettstoffwechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurde eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erh√∂hung der Triglyzeride im Blut beobachtet.

Augen:

Selten: Augenbindehautentz√ľndung, verminderter Tr√§nenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten).

Sehr selten: Sehstörungen.

Ohr und Innenohr

Sehr selten: Hörstörungen, Ohrensausen.

Atemwege, Brustraum und Mittelfell

Sehr selten: Allergischer Schnupfen.

Atemnot bei Patienten mit Neigung zu Verkrampfungen der Atemwege (insbesondere bei obstruktiven Atemwegserkrankungen) infolge einer möglichen Erhöhung des Atemwegswiderstandes.

Geschlechtsorgane

Sehr selten: Libido- und Potenzstörungen, Induratio penis plastica (Peyronie’s disease).

Endokrine Störungen

Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg kann die Symptome einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Thyreotoxikose) maskieren.

Nieren und Harnwege

Sehr selten: Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Beta-Rezeptorenblockern bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen. Eine Anwendung von Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg sollte in diesen F√§llen unter entsprechender √úberwachung der Nierenfunktion erfolgen.

Besondere Hinweise:

Beta-Rezeptorenblocker k√∂nnen die Empfindlichkeit gegen√ľber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen, d. h. akuter allergischer Allgemeinreaktionen erh√∂hen. Bei Patienten mit schweren √úberempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schw√§chung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) kann es daher zu √ľberschie√üenden anaphylaktischen Reaktionen kommen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren. Nicht √ľber 25 ¬ļC lagern!

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Durchdr√ľckpackung (Blister) und der Faltschachtel angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

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Weitere Informationen

Was Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg enth√§lt:

Der Wirkstoff ist: Metoprololtartrat.

1 Retardtablette enthält 200 mg Metoprololtartrat.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Hochdisperses Siliciumdioxid, Ammoniummethacrylat-Copolymer (Typ B) (Ph.Eur.), Macrogol 6000, Titandioxid, Hypromellose, Simeticon, Methylcellulose, Sorbinsäure (Ph.Eur.).

Wie Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg aussieht und Inhalt der Packung:

Weiße, runde Tablette mit einer einseitigen Bruchkerbe.

Metoprolol-ratiopharm¬ģ 200 mg ist in Packungen mit 30, 50 und 100 Retardtabletten erh√§ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

ratiopharm GmbH Graf-Arco-Str. 3 89079 Ulm

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle-Str. 3

89143 Blaubeuren

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2020.

Versionscode: Z08

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Wirkstoff(e) Metoprolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Ratiopharm GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 06.12.1990
ATC Code C07AB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden