Cyanocobalamin (Vitamin B12)

Cyanocobalamin (Vitamin B12)

Grundlagen

Cyanocobalamin oder Vitamin-B12 ist ein essentielles Vitamin des B-Komplexes. Es wird von Tieren benötigt, die es als Cofaktor bei der DNA-Synthese und im FettsĂ€ure- und AminosĂ€urestoffwechsel verwenden. Es ist wichtig fĂŒr das normale Funktionieren des Nervensystems durch seine Rolle bei der Synthese von Myelin und im Kreislaufsystem bei der Reifung der roten Blutkörperchen im Knochenmark. 

Als Arzneistoff wird es bei Vitamin-B12-Mangel, auch Perniziöse AnÀmie genannt, gegeben. Dabei kann es intravenös, peroral oder als Nasenspray verabreicht werden. ZusÀtzlich kann es im Falle einer Cyanidvergiftung hochkonzentriert als Antidot verabreicht werden.

Wirkung

Pharmakodynamik

Cyanocobalamin als Arzneistoff korrigiert den Vitamin-B12-Mangel und verbessert rasch die Symptome, die mit der perniziösen AnÀmie einhergehen. 

Bei einer Cyanidvergiftung wird normalerweise das Derivat Hydroxycobalamin gegeben. Durch Hydroxycobalamin wird das giftige Cyanid-Ion gebunden, wodurch das ungiftige Cyanocobalamin entsteht. Dieses wird dann mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin B12 dient als Cofaktor fĂŒr die Enzyme Methioninsynthase und L-Methylmalonyl-CoA-Mutase. Die Methioninsynthase ist fĂŒr die Synthese von Purinen und Pyrimidinen, die die DNA bilden, unerlĂ€sslich. L-Methylmalonyl-CoA-Mutase wandelt L-Methylmalonyl-CoA beim Abbau von Propionat in Succinyl-CoA um, eine wichtige Reaktion, die sowohl fĂŒr den Fett- als auch fĂŒr den Proteinstoffwechsel erforderlich ist. 

Pharmakokinetik

Vitamin B12 wird schnell von intramuskulĂ€ren und subkutanen Injektionsstellen absorbiert, wobei die höchsten Plasmakonzentrationen etwa 1 Stunde nach der Injektion erreicht werden. Cyanocobalamin wird sowohl ĂŒber die Nieren als auch ĂŒber die Galle ausgeschieden. Die Halbwertszeit betrĂ€gt rund 6 Tage und ich gespeicherter Form in der Leber sogar bis zu 400 Tage.

ToxizitÀt

Nebenwirkungen

Da Vitamin B12 im Körper natĂŒrlich vorkommt, sind Nebenwirkungen bei normaler und erhöhter Dosierung unwahrscheinlich. 

Toxikologische Daten

LD50: Oral (Maus): > 5.000 mg/kg

Chemische & physikalische Eigenschaften

ATC Code B03BA01, S01XA41
Summenformel C63H88CoN14O14P
Molare Masse (g·mol−1) 1355.388
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt (°C) > 300
Siedepunkt (°C) > 300
PKS Wert 1.84
CAS-Nummer 68-19-9
PUB-Nummer 5311498
Drugbank ID DB00115

Redaktionelle GrundsÀtze

Alle fĂŒr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprĂŒften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter UniversitĂ€ten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Markus FalkenstÀtter, BSc

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Autor

Markus FalkenstÀtter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der UniversitÀt Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der UniversitÀt Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

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