Zafrilla 2 mg Tabletten

Abbildung Zafrilla 2 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Dienogest
Zulassungsland Österreich
Hersteller Gedeon Richter Plc
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 12.03.2019
ATC Code G03DB08
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Gestagene

Zulassungsinhaber

Gedeon Richter Plc

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Zafrilla ist ein PrÀparat zur Behandlung von Endometriose (schmerzhafte Beschwerden durch eine fehlplazierte GebÀrmutterschleimhaut). Zafrilla enthÀlt ein Hormon, das Gestagen Dienogest.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Zafrilla darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie an Blutgerinnseln (thromboembolische Erkrankung) in ihren Venen leiden. Diese können z. B. in den BlutgefĂ€ĂŸen der Beine (tiefe Venenthrombose) oder der Lunge (Lungenembolie) auftreten. Siehe auch unter „Zafrilla und Blutgerinnsel in den Venen“.
  • wenn Sie jemals schwere Erkrankungen der Arterien, inklusive Herz-Kreislauf-Erkrankung, wie z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzerkrankung, die zu einer verringerten Blutzufuhr fĂŒhren (Angina pectoris), hatten oder haben. Siehe auch unter „Zafrilla und Blutgerinnsel in den Arterien“.
  • wenn Sie zuckerkrank (Diabetes mellitus) mit SchĂ€digung der BlutgefĂ€ĂŸe, sind
  • wenn Sie jemals eine schwere Lebererkrankung hatten oder haben (solange sich Ihre Leberwerte nicht wieder normalisiert haben). Anzeichen einer Lebererkrankung können z. B. das Gelbwerden der Haut und/oder Juckreiz am ganzen Körper sein.
  • wenn Sie jemals gutartige oder bösartige Lebertumoren hatten oder haben
  • wenn Sie jemals an einem geschlechtshormonabhĂ€ngigen bösartigen Tumor wie etwa Brustkrebs oder Krebs der Geschlechtsorgane erkrankt sind oder waren oder Verdacht darauf besteht
  • wenn Sie jegliche unerklĂ€rliche Blutung aus der Scheide haben
  • wenn Sie allergisch gegen Dienogest oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

Wenn wĂ€hrend der Einnahme von Zafrilla eine der oben genannten Erkrankungen oder UmstĂ€nde das erste Mal auftritt, mĂŒssen Sie Zafrilla sofort absetzen und einen Arzt informieren.

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Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Zafrilla einnehmen.

WĂ€hrend der Einnahme von Zafrilla dĂŒrfen Sie keine hormonellen VerhĂŒtungsmittel jeglicher Form (Tabletten, Pflaster, intrauterine Systeme) verwenden.

Zafrilla ist kein VerhĂŒtungsmittel. Wenn Sie nicht schwanger werden wollen, mĂŒssen Sie Kondome oder andere, nicht-hormonelle VerhĂŒtungsmittel verwenden.

In einigen Situationen ist besondere Vorsicht bei der Einnahme von Zafrilla erforderlich, und es können regelmĂ€ĂŸige Kontrolluntersuchungen beim Arzt notwendig sein. Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, mĂŒssen Sie Ihren Arzt informieren:

Wenn Sie:

  • jemals ein Blutgerinnsel gehabt haben (venöse Thromboembolie) oder jemand in Ihrer nahen Familie in relativ frĂŒhem Alter ein Blutgerinnsel hatte
  • einen nahen Verwandten haben, der Brustkrebs hatte
  • jemals unter Depressionen gelitten haben
  • einen hohen Blutdruck haben oder unter der Einnahme von Zafrilla einen hohen Blutdruck entwickeln
  • eine Lebererkrankung unter der Einnahme von Zafrilla entwickeln. Anzeichen einer Lebererkrankung können z. B. das Gelbwerden der Haut oder der Augen oder Juckreiz am ganzen Körper sein. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn diese Beschwerden bei einer frĂŒheren Schwangerschaft aufgetreten sind.
  • zuckerkrank (Diabetes mellitus) sind oder wĂ€hrend einer zurĂŒckliegenden Schwangerschaft vorĂŒbergehend zuckerkrank waren
  • jemals ein Chloasma hatten (gelblich-braune Flecken auf der Haut, vorwiegend im Gesicht). In diesem Fall meiden Sie zu viel Sonnenbestrahlung oder ultraviolettes Licht.
  • wĂ€hrend der Einnahme von Zafrilla an Schmerzen im Unterleib leiden

Die Chance, wÀhrend der Einnahme von Zafrilla schwanger zu werden, ist verringert, da Zafrilla den Eisprung beeinflussen kann.

Wenn Sie wĂ€hrend der Einnahme von Zafrilla schwanger werden, haben Sie ein geringfĂŒgig erhöhtes Risiko einer extrauterinen Schwangerschaft (der Embryo entwickelt sich außerhalb der GebĂ€rmutter). Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Einnahme von Zafrilla beginnen, wenn Sie in der Vergangenheit eine extrauterine Schwangerschaft hatten oder wenn die Funktion Ihrer Eileiter beeintrĂ€chtigt ist.

Zafrilla und schwerwiegende Blutungen der GebÀrmutter

Blutungen der GebĂ€rmutter können unter Einnahme von Zafrilla verstĂ€rkt werden; so beispielsweise bei Frauen mit einer Erkrankung, bei der die GebĂ€rmutterschleimhaut (Endometrium) in die Muskelschicht der GebĂ€rmutter hineinwĂ€chst, auch als Adenomyosis uteri bezeichnet, oder bei Frauen mit gutartigen GebĂ€rmuttertumoren - manchmal GebĂ€rmuttermyom (Uterusleiomyom) genannt. Wenn die Blutungen stark sind und lĂ€ngere Zeit andauern, kann dies zu einem Mangel an roten Blutkörperchen fĂŒhren (AnĂ€mie), der in einigen FĂ€llen schwerwiegend sein kann. Wenn bei Ihnen eine AnĂ€mie auftritt, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie Zafrilla absetzen sollen.

Zafrilla und VerÀnderungen des Blutungsmusters

Bei den meisten Patientinnen treten unter der Behandlung mit Zafrilla VerÀnderungen des Blutungsmusters auf (siehe Abschnitt 4.).

Zafrilla und Blutgerinnsel in den Venen

Einige Studien zeigen, dass es einen geringen, aber statistisch nicht signifikanten Anstieg des Risikos eines Blutgerinnsels in den Beinen (venöse Thromboembolie) im Zusammenhang mit der Einnahme von gestagenhaltigen PrĂ€paraten wie Zafrilla geben kann. Sehr selten können Blutgerinnsel bleibende Behinderungen verursachen oder sogar zum Tode fĂŒhren.

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Das Risiko fĂŒr ein venöses Blutgerinnsel steigt:

  • mit zunehmendem Alter
  • wenn Sie ĂŒbergewichtig sind
  • wenn Sie oder einer Ihrer nahen Verwandten in jungem Alter ein Blutgerinnsel im Bein (Thrombose), der Lunge (Lungenembolie) oder einem anderen Organ hatte(n)
  • wenn Sie sich einer Operation unterziehen mĂŒssen, wenn Sie einen schweren Unfall hatten oder wenn Sie lĂ€ngere Zeit strenge Bettruhe einhalten mĂŒssen. Es ist wichtig, Ihren Arzt im Voraus zu informieren, dass Sie Zafrilla einnehmen, da die Einnahme möglicherweise abgebrochen werden muss. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wann Sie wieder mit der Einnahme von Zafrilla beginnen sollen, normalerweise ungefĂ€hr 2 Wochen, nachdem Sie keine Bettruhe mehr einhalten mĂŒssen.

Zafrilla und Blutgerinnsel in den Arterien

Es liegen wenig Hinweise fĂŒr einen Zusammenhang zwischen gestagenhaltigen PrĂ€paraten wie Zafrilla und einem erhöhten Risiko fĂŒr Blutgerinnsel z. B. in den BlutgefĂ€ĂŸen des Herzens (Herzinfarkt) oder des Gehirns (Schlaganfall) vor. Bei Frauen mit Bluthochdruck kann sich das Risiko fĂŒr einen Schlaganfall durch die Einnahme solcher PrĂ€parate leicht erhöhen.

Das Risiko fĂŒr ein arterielles Blutgerinnsel steigt:

  • wenn Sie rauchen. Es wird Ihnen dringend geraten, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn Sie Zafrilla einnehmen, besonders, wenn Sie Ă€lter als 35 Jahre sind.
  • wenn Sie ĂŒbergewichtig sind
  • wenn einer Ihrer nahen Verwandten in jungem Alter einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte
  • wenn Sie hohen Blutdruck haben

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie Zafrilla einnehmen.

Beenden Sie sofort die Einnahme von Zafrilla und suchen Sie unverzĂŒglich einen Arzt auf, wenn Sie mögliche Anzeichen eines Blutgerinnsels an sich bemerken, wie z. B.:

  • starke Schmerzen und/oder Schwellungen in einem Ihrer Beine
  • plötzliche starke Schmerzen in der Brust, möglicherweise in den linken Armausstrahlend
  • plötzliche Atemnot
  • plötzlicher Husten ohne klare Ursache
  • ungewöhnliche, starke oder anhaltende Kopfschmerzen oder Verschlechterung einer MigrĂ€ne
  • teilweiser oder kompletter Sehverlust oder Doppeltsehen
  • Schwierigkeiten beim Sprechen oder UnfĂ€higkeit zu sprechen
  • Schwindel oder Ohnmacht
  • SchwĂ€che, seltsames GefĂŒhl oder Taubheit in irgendeinem Körperteil

Zafrilla und Krebs

Ob Zafrilla das Risiko eines Brustkrebses erhöht oder nicht, ist anhand der derzeit verfĂŒgbaren Daten nicht eindeutig erkennbar. Brustkrebs wird bei Frauen, die Hormone einnehmen, etwas hĂ€ufiger festgestellt als bei Frauen, die keine Hormone einnehmen. Es ist aber nicht bekannt, ob dies durch die Behandlung verursacht wird. Möglicherweise werden Tumoren hĂ€ufiger und frĂŒher entdeckt, da Frauen, die Hormone einnehmen, hĂ€ufiger von einem Arzt untersucht werden. Das Auftreten von Brusttumoren nimmt nach Absetzen von Hormonbehandlungen langsam ab. Es ist wichtig, dass Sie regelmĂ€ĂŸig Ihre BrĂŒste untersuchen. Wenn Sie Knoten tasten, mĂŒssen Sie Ihren Arzt aufsuchen.

In seltenen FÀllen wurden gutartige Lebertumoren und noch seltener bösartige Lebertumoren bei Anwenderinnen von Hormonen festgestellt. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie ungewöhnlich starke Bauchschmerzen haben.

Zafrilla und Osteoporose

VerÀnderungen der Knochenmineraldichte (BMD)

Die Einnahme von Zafrilla kann die StĂ€rke der Knochen von Jugendlichen (12 bis unter 18 Jahre) beeinflussen. Wenn Sie jĂŒnger als 18 Jahre sind, wird Ihr Arzt daher individuell fĂŒr Sie den Nutzen

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einer Behandlung mit Zafrilla sorgfĂ€ltig gegen die Risiken abwĂ€gen und dabei mögliche Risikofaktoren fĂŒr eine Verringerung der Knochendichte (Osteoporose) berĂŒcksichtigen.

Wenn Sie Zafrilla einnehmen, können Sie Ihre Knochen mit einer ausreichenden Zufuhr an Kalzium und Vitamin D ĂŒber Ihre ErnĂ€hrung oder ĂŒber NahrungsergĂ€nzungsmittel unterstĂŒtzen.

Wenn bei Ihnen ein erhöhtes Osteoporose-Risiko besteht (SchwĂ€chung der Knochen durch Verlust von Knochenmineralien) wird Ihr Arzt den Nutzen und das Risiko einer Behandlung mit Zafrilla sorgfĂ€ltig abwĂ€gen, da Zafrilla zu einer mĂ€ĂŸig starken UnterdrĂŒckung der Produktion von Estrogen (ein anderes weibliches Hormon) in Ihrem Körper fĂŒhrt.

Kinder und Jugendliche

Zafrilla ist nicht fĂŒr die Anwendung bei jungen MĂ€dchen vor der Menarche (erste Monatsblutung) geeignet.

Die Einnahme von Zafrilla kann die StĂ€rke der Knochen von Jugendlichen (12 bis unter 18 Jahre) beeinflussen. Wenn Sie jĂŒnger als 18 Jahre sind, wird Ihr Arzt daher individuell fĂŒr Sie den Nutzen einer Behandlung mit Zafrilla sorgfĂ€ltig gegen die Risiken abwĂ€gen und dabei mögliche Risikofaktoren fĂŒr eine Verringerung der Knochendichte (Osteoporose) berĂŒcksichtigen.

Einnahme von Zafrilla zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Informieren Sie auch jeden anderen Arzt oder Zahnarzt, der Ihnen andere Arzneimittel verschreibt (oder den Apotheker), dass Sie Zafrilla einnehmen.

Einige Arzneimittel können einen Einfluss auf die Blutspiegel von Zafrilla haben und können die Wirksamkeit vermindern oder Nebenwirkungen verursachen.

Diese beinhalten:

  • Arzneimittel zur Behandlung von
    • Epilepsie (z. B. Phenytoin, Barbiturate, Primidon, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Topiramat und Felbamat)
    • Tuberkulose (z. B. Rifampicin)
    • HIV- und Hepatitis-C-Virus-Infektionen (sogenannte Proteasehemmer und nicht- nukleosidische Reverse-Transkriptase-Hemmer wie Ritonavir, Nevirapin, Efavirenz)
    • Pilzinfektionen (Griseofulvin, Ketoconazol)
  • das pflanzliche Heilmittel Johanniskraut

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Einnahme von Zafrilla zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Trinken Sie wÀhrend der Behandlung mit Zafrilla keinen Grapefruitsaft, da dieser die Konzentration von Zafrilla in Ihrem Blut erhöhen kann. Dies kann das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen.

Laboruntersuchungen

Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgefĂŒhrt werden soll, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder das Laborpersonal darĂŒber, dass Sie Zafrilla einnehmen, da Zafrilla die Ergebnisse bestimmter Labortests beeinflussen kann.

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, dĂŒrfen Sie Zafrilla nicht einnehmen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei Patientinnen, die mit Zafrilla behandelt wurden, sind keine Auswirkungen auf die VerkehrstĂŒchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beobachtet worden.

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Zafrilla enthÀlt Lactose

Bitte nehmen Sie Zafrilla erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer ZuckerunvertrĂ€glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Bei Erwachsenen betrÀgt die empfohlene Dosis 1 Tablette tÀglich.

Zafrilla ist zum Einnehmen.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten fĂŒr Zafrilla die folgenden Angaben. Bitte folgen Sie diesen Anweisungen, da Sie ansonsten von Zafrilla nicht den vollstĂ€ndigen Nutzen haben.

Mit der Einnahme von Zafrilla können Sie an jedem Tag Ihres natĂŒrlichen Zyklus beginnen.

Erwachsene: Nehmen Sie 1 Tablette tĂ€glich möglichst immer zur gleichen Zeit, gegebenenfalls zusammen mit etwas FlĂŒssigkeit ein. Wenn Sie alle Tabletten aus einer Packung eingenommen haben, beginnen Sie ohne Unterbrechung mit der Einnahme aus der nĂ€chsten Packung. Setzen Sie die Einnahme der Tabletten auch an den Tagen Ihrer Menstruationsblutung fort.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Zafrilla eingenommen haben, als Sie sollten

Es liegen keine Berichte zu schwerwiegenden schÀdlichen Folgen nach Einnahme von zu vielen Zafrilla Tabletten auf einmal vor. Wenn Sie jedoch besorgt sind, suchen Sie Rat bei Ihrem Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Zafrilla vergessen haben oder an Erbrechen oder Durchfall leiden

Zafrilla ist weniger wirksam, wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben. Wenn Sie eine oder mehrere Tabletten vergessen haben, holen Sie die Einnahme von nur einer Tablette nach, sobald Sie es bemerkt haben. Nehmen Sie am nÀchsten Tag die Tablette dann wieder zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie in den ersten 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme von Zafrilla erbrechen oder wenn schwerer Durchfall auftritt, besteht das Risiko, dass der Wirkstoff der Tablette möglicherweise noch nicht vollstĂ€ndig von Ihrem Körper aufgenommen wurde. Diese Situation ist Ă€hnlich wie das Vergessen einer Tablette. Nach Erbrechen oder Durchfall in den ersten 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme von Zafrilla mĂŒssen Sie so schnell wie möglich eine weitere Tablette einnehmen.

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Zafrilla abbrechen

Wenn Sie die Einnahme von Zafrilla abbrechen, können Ihre ursprĂŒnglichen Symptome einer Endometriose wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen. Nebenwirkungen treten hĂ€ufiger wĂ€hrend der ersten Monate nach Beginn der Behandlung mit Zafrilla auf und klingen bei weiterer Einnahme gewöhnlich wieder ab. Sie werden eventuell ein verĂ€ndertes Blutungsmuster, wie z. B. Schmierblutungen, unregelmĂ€ĂŸige Blutungen oder das Ausbleiben Ihrer Blutung, bemerken.

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HĂ€ufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Mangel an roten Blutkörperchen (AnĂ€mie)
  • Gewichtsabnahme, Appetitzunahme
  • Angst, Depression, Stimmungsschwankungen
  • Ungleichgewicht des autonomen Nervensystems (kontrolliert die unbewussten Körperfunktionen, wie z. B. Schweißbildung), Aufmerksamkeitsstörung
  • Augentrockenheit
  • OhrgerĂ€usche (Tinnitus)
  • Unspezifische Durchblutungsstörungen, ungewöhnliches Herzklopfen
  • Niedriger Blutdruck
  • Kurzatmigkeit
  • Durchfall, Verstopfung, Bauchbeschwerden, Magen-Darm-EntzĂŒndung (gastrointestinale EntzĂŒndung), ZahnfleischentzĂŒndung (Gingivitis)
  • Trockene Haut, extremes Schwitzen, starker Juckreiz am ganzen Körper, mĂ€nnliches Behaarungsmuster (Hirsutismus), brĂŒchige NĂ€gel, Schuppen, Dermatitis (entzĂŒndliche Reaktionen der Haut), abnormales Haarwachstum, LichtĂŒberempfindlichkeit, Störungen der Hautpigmentierung
  • Knochenschmerzen, MuskelkrĂ€mpfe, Schmerzen und/oder SchweregefĂŒhl in den Armen und HĂ€nden oder Beinen und FĂŒĂŸen
  • Harnwegsinfektion
  • Pilzinfektion der Scheide, Trockenheit des Genitalbereiches, Ausfluss aus der Scheide, Beckenschmerzen, EntzĂŒndung des Ă€ußeren Geschlechtsorgans mit Ausfluss (atrophische Vulvovaginitis), ein oder mehrere Knoten in der Brust
  • Schwellungen durch Wassereinlagerungen

Weitere Nebenwirkungen bei Jugendlichen (12 bis unter 18 Jahre): Abnahme der Knochenmineraldichte

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

FĂŒr dieses Arzneimittel sind bezĂŒglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton bzw. der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals ĂŒber das Abwasser (z. B. nicht ĂŒber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Zafrilla enthÀlt

  • Der Wirkstoff ist: Dienogest. Jede Tablette enthĂ€lt 2 mg Dienogest.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, vorverkleisterte MaisstĂ€rke, mikrokristalline Cellulose, Povidon K 25, Crospovidon (Typ A), Talkum, Magnesiumstearat.

Wie Zafrilla aussieht und Inhalt der Packung

Zafrilla 2 mg Tabletten sind weiße bis cremefarbene, runde, flache Tabletten mit abgerundeten Kanten, mit der PrĂ€gung „G 93“ auf der einen und „RG“ auf der anderen Seite. Der Durchmesser der Tabletten betrĂ€gt 7 mm.

28, 84 und 168 Zafrilla 2 mg Tabletten sind in grĂŒnen, festen PVC/AL-Kalender-Blisterpackungen in einem Umkarton verpackt.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Gedeon Richter Plc.

GyömrƑi Ășt 19-21 1103 Budapest Ungarn

Z.Nr.: 138796

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

BelgienZafrilla 2 mg comprimés/tabletten/Tabletten
BulgarienZafrilla
DĂ€nemarkZafrilla
DeutschlandZafrilla 2 mg Tabletten
EstlandSAWIS
FinnlandSawis
FrankreichSAWIS 2 mg, comprimé
IrlandZafrilla
ItalienZafrilla

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BelgienZafrilla 2 mg comprimés/tabletten/Tabletten
BulgarienZafrilla
DĂ€nemarkZafrilla
DeutschlandZafrilla 2 mg Tabletten
EstlandSAWIS
FinnlandSawis
FrankreichSAWIS 2 mg, comprimé
IrlandZafrilla
ItalienZafrilla

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Zafrilla 2 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Dienogest
Zulassungsland Österreich
Hersteller Gedeon Richter Plc
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 12.03.2019
ATC Code G03DB08
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden