Wirkstoff(e) Estradiol
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Novo Nordisk Pharma AG
Suchtgift Nein
ATC Code G03FB05
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Gestagene und Estrogene in Kombination

Zulassungsinhaber

Novo Nordisk Pharma AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Systen¬ģ Conti Estradiol Estradiol-Hemihydrat Norethisteronacetat Future Health Pharma GmbH
Estalis¬ģ Estradiol Sandoz Pharmaceuticals AG
Cyclacur¬ģ Estradiolvalerat Norgestrel Bayer (Schweiz) AG
Systen¬ģ Sequi Estradiol-Hemihydrat Norethisteronacetat Future Health Pharma GmbH
Ryeqo 40 mg/1 mg/0.5 mg Filmtabletten Estradiol Norethisteronacetat Gedeon Richter (Schweiz) AG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Durch den Abfall der Geschlechtshormonspiegel treten oft die sogenannten typischen und unangenehmen Wechseljahrbeschwerden auf: Hitzewallungen, depressive Verstimmungen, Reizbarkeit, Schlafst√∂rungen, Schwindelgef√ľhl, Blasenbeschwerden und trockene Scheide. Diese Symptome k√∂nnen durch die Einnahme von Trisequens¬†N gelindert oder behoben werden. Stimmungsschwankungen oder depressive Zust√§nde werden durch Trisequens¬†N allerdings nur dann g√ľnstig beeinflusst, wenn sie im Zusammenhang mit Hitzewallungen auftreten.

Neben den oben beschriebenen, meistens nur k√ľrzere Zeit, zum Teil aber auch jahrelang anhaltenden Wechseljahrbeschwerden kann der Mangel an k√∂rpereigenen Estrogenen auch zu langfristigen St√∂rungen f√ľhren, z.B. Osteoporose (Entkalkung des Knochens mit erh√∂htem Risiko von Knochenbr√ľchen). Trisequens¬†N kann als Vorbeugung einer Osteoporose (Knochenschwund) von Frauen eingenommen werden, bei denen ein hohes Risiko f√ľr zuk√ľnftige Knochenbr√ľche besteht und die andere zu diesem Zweck angewendete Arzneimittel nicht vertragen haben oder nicht anwenden d√ľrfen.

Trisequens¬†N ist ein sogenanntes dreiphasiges Kombinationspr√§parat, das bei Patientinnen mit intakter Geb√§rmutter zur Hormonersatzbehandlung (Hormonsubstitutionstherapie) verwendet wird. Es enth√§lt zwei weibliche Geschlechtshormone, die unter der Bezeichnung Estradiol (ein sogenanntes Estrogen) und Norethisteronacetat (ein sogenanntes Gestagen) bekannt sind. Der Wirkstoff Estradiol ist mit dem nat√ľrlichen, von den Eierst√∂cken produzierten weiblichen Geschlechtshormon, identisch. Norethisteronacetat hat eine √§hnliche Wirkung wie das nat√ľrliche Gestagen Progesteron.

Die Zugabe des zweiten Hormons, d.h. des Gestagens Norethisteronacetat, in der mittleren Phase des Einnahmezyklus bewirkt eine Abstossung der Geb√§rmutterschleimhaut. Damit wird die Geb√§rmutterschleimhaut vor den Folgen einer √úberstimulation, wie sie die alleinige Verabreichung eines Estrogens verursachen kann, gesch√ľtzt. Bei der Mehrheit der Patientinnen wird dabei eine regelm√§ssige monatliche Entzugsblutung ausgel√∂st.

Die geringe Menge von Estradiol in der dritten Phase von Trisequens¬†N verhindert das Wiederaufleben der klimakterischen Beschwerden in den letzten Tagen des Zyklus. Mit Trisequens¬†N wird der nat√ľrliche Menstruationszyklus der Frau nachgeahmt.

Die ersten Anzeichen f√ľr die Wirkung von Trisequens¬†N sollten bereits w√§hrend den ersten Wochen der Behandlung sp√ľrbar sein und eine laufende Besserung der Wechseljahrbeschwerden wird im weiteren Verlauf eintreten. Sollten nach den ersten drei Behandlungsmonaten weiterhin unakzeptable Beschwerden vorhanden sein, kann Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin m√∂glicherweise eine h√∂here Dosierung zur Behandlung verschreiben.

Die Erfahrung bei der Behandlung von Frauen √ľber 65¬†Jahren ist beschr√§nkt.

Auf Verschreibung des Arztes oder der √Ąrztin.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollte dazu beachtet werden?

Eine Hormonersatztherapie (HRT) kann mit erh√∂hten Risiken wie Brustkrebs, Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, ven√∂sen Thrombosen und Lungenembolien (Blutgerinnsel) verbunden werden. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird mit Ihnen diese Risiken besprechen und gegen√ľber dem erwarteten Nutzen abwiegen.

Beachten Sie, dass Trisequens¬†N keine empf√§ngnisverh√ľtende Wirkung hat.

Melden Sie sich bei Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin zur j√§hrlichen gyn√§kologischen Kontrolluntersuchung.

Wann darf Trisequens N nicht angewendet werden?

Teilen Sie Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin mit, wenn eine der folgenden Situationen auf Sie zutrifft, da Sie Trisequens¬†N in diesem Fall nicht einnehmen d√ľrfen:

  • falls Sie Brustkrebs haben oder hatten, oder falls ein solcher Verdacht vorliegt
  • falls Sie einen Sexualhormon-abh√§ngigen Tumor (z.B. Krebs der Geb√§rmutterschleimhaut) haben oder hatten oder bei Ihnen vermutet wird
  • falls Sie ein √ľberm√§ssiges Wachstum der Geb√§rmutterschleimhaut (Endometriumshyperplasie) haben, welche unbehandelt ist
  • falls Sie ungew√∂hnliche, nicht abgekl√§rte Scheidenblutungen haben
  • falls Sie gutartige √∂der b√∂sartige Lebertumore hatten oder haben
  • falls Sie eine Lebererkrankung haben oder hatten und sich die Werte Ihrer Lebertests noch nicht normalisiert haben
  • falls Sie ein Blutgerinnsel in den Blutgef√§ssen der Beine oder Lunge (z.B. tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie) haben oder hatten oder falls bei Ihnen ein erh√∂htes Risiko f√ľr solche Erkrankungen bekannt ist (z.B. falls Sie eine Blutgerinnungsst√∂rung haben (Thrombophilie-St√∂rung wie z.B. Protein C-, Protein S- oder Antithrombin-Mangel)
  • falls Sie k√ľrzlich einen Herzinfarkt, Schlaganfall hatten oder Angina pectoris haben oder hatten
  • falls Sie an Porphyrie (eine seltene erbliche Stoffwechselerkrankung mit St√∂rung der Bildung des roten Blutfarbstoffs) leiden
  • falls Sie schwanger sind bzw. vermuten, schwanger zu sein, sowie w√§hrend der Stillzeit
  • falls Sie allergisch bzw. √ľberempfindlich auf Estradiol, Norethisteronacetat oder irgendeinen anderen Inhaltsstoff von Trisequens¬†N reagieren.

Wann ist bei der Einnahme von Trisequens N Vorsicht geboten?

Bevor Sie mit der Einnahme von Trisequens¬†N beginnen, wird Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Sie √ľber die Risiken und Vorteile der Behandlung informieren (siehe dazu auch ¬ęWelche Nebenwirkungen kann Trisequens¬†N haben?¬Ľ). Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird sowohl vor Beginn als auch w√§hrend der Behandlung regelm√§ssig beurteilen, ob Trisequens¬†N f√ľr Ihre Behandlung geeignet ist und mit Ihnen die niedrigste wirksame Dosierung und die k√ľrzestm√∂gliche Behandlungsdauer ermitteln.

Dazu gehören auch die Erfassung der persönlichen und familiären Krankengeschichte sowie die Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustandes.

Zus√§tzlich zu regelm√§ssigen Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Arzt bzw. bei Ihrer √Ąrztin, bei welchen unter anderem auch Vorsorgeuntersuchungen der Br√ľste (ggf. einschliesslich Mammographie) und Geb√§rmutterhalsabstriche durchgef√ľhrt werden, denken Sie bitte daran Ihre Br√ľste regelm√§ssig auf jegliche Ver√§nderungen hin zu kontrollieren: z.B. eine W√∂lbung oder Vertiefung der Haut, Ver√§nderungen an der Brustwarze oder jegliche Art von Knoten, die Sie sehen oder f√ľhlen k√∂nnen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin √ľber jede Ver√§nderung in Ihrer Brust.

Falls eine der folgenden Erkrankungen bei Ihnen vorliegt oder vorlag, d√ľrfen Sie Trisequens¬†N m√∂glicherweise nur unter bestimmten Voraussetzungen und unter sorgf√§ltiger √úberwachung durch den Arzt bzw. durch die √Ąrztin einnehmen, da diese Beschwerden w√§hrend der Behandlung mit Trisequens¬†N erneut auftreten oder sich verschlechtern k√∂nnten, insbesondere:

  • falls bei Ihnen Risikofaktoren f√ľr Sexualhormon-abh√§ngige Tumore vorliegen, z.B. Brustkrebs bei Verwandten 1. Grades
  • gutartige Brustver√§nderung
  • √ľberm√§ssiges Wachstum der Geb√§rmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
  • Leiomyome (gutartige Geb√§rmuttertumore) oder Endometriose (eine Erkrankung, bei der Geb√§rmutterschleimhautgewebe auch ausserhalb der Geb√§rmutter vorkommt und dabei Schmerzen verursacht)
  • vorhandene Risikofaktoren f√ľr thromboembolische Erkrankungen (Bildung von Blutgerinnseln in Blutgef√§ssen)
  • Migr√§ne oder (starke) Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck;
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) mit oder ohne Gef√§ssbeteiligung
  • Lebererkrankungen (z.B. Leberadenom, das ist ein gutartiger Lebertumor)
  • Gallensteinleiden
  • Asthma
  • Epilepsie
  • systemischer Lupus erythematodes (eine Autoimmunerkrankung)
  • Chorea minor (eine Erkrankung mit Bewegungsst√∂rungen)
  • Geh√∂rverlust (Otosklerose)
  • Herz- und Nierenschw√§che
  • schwere chronische Depressionen
  • Fettstoffwechselst√∂rungen
  • gutartige Geschwulst der Hirnanhangsdr√ľse (Prolaktinom)
  • Juckende Schwellung der Haut (Angio√∂dem)
  • dunkle Verf√§rbung der Haut (Chloasma). Wenn Sie eine Neigung zur Bildung dieser haben, sollten Sie sich w√§hrend der Therapie nicht der Sonne oder anderer ultravioletter Strahlung aussetzen.

Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgef√ľhrt werden soll, teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin bitte mit, dass Sie Trisequens¬†N einnehmen. Estrogen kann die Resultate beeinflussen.

Falls Sie sich einer Operation unterziehen werden, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt bzw. mit Ihrer √Ąrztin. Es kann erforderlich sein, dass Sie die Einnahme dieser Tabletten 4 bis 6¬†Wochen vor der Operation einstellen, um das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln zu reduzieren. Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Ihnen sagen, wann Sie die Behandlung fortsetzen k√∂nnen.

Die Behandlung mit Trisequens N sollte sofort abgebrochen werden bei:

  • ven√∂sen oder arteriellen thromboembolischen Erkrankungen (Bildung von Blutgerinnseln in Blutgef√§ssen). Dies kann sich durch Schmerzen in den Beinen, Schmerzen im Brustkorb, Husten, Atemnot (Lungenembolie), Herzinfarkt, Schlaganfall √§ussern.
  • erstmaligem Auftreten migr√§neartiger oder h√§ufigerem Auftreten ungewohnt starker Kopfschmerzen
  • pl√∂tzlichem teilweisen oder totalen Sehverlust oder pl√∂tzlich auftretender Vorw√∂lbung des Augapfels (Exophthalmus) oder von Doppelbildern
  • pl√∂tzlichen H√∂rst√∂rungen
  • deutlichem Blutdruckanstieg
  • Gelbsucht, Leberentz√ľndung oder einer Verschlechterung der Leberfunktion
  • erkennbarem Wachstum von gutartigen Tumoren der Geb√§rmutter (Myome)
  • Zunahme epileptischer Anf√§lle
  • Schwangerschaft

Suchen Sie in einem solchen Fall sofort einen Arzt bzw. eine √Ąrztin auf. Setzen Sie die HRT ab, bis Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin Ihnen sagt, dass Sie sie wieder fortsetzen k√∂nnen.

Tumorerkrankungen

Brustkrebs

In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde berichtet, dass das Risiko f√ľr Brustkrebs bei Frauen, die l√§nger als 5¬†Jahre eine HRT anwenden, leicht erh√∂ht ist. Dieses erh√∂hte Risiko nimmt in den ersten f√ľnf Jahren nach dem Absetzen der Hormonsubstitution langsam ab und ist dann wieder vergleichbar mit demjenigen von Frauen, die keine HRT angewendet haben.

Vor Beginn einer HRT sowie j√§hrlich sollte deshalb durch den Arzt eine Brustuntersuchung durchgef√ľhrt werden. Sie sollten monatlich eine Selbstuntersuchung der Brust durchf√ľhren.

Übermässiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) bzw. Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom)

Wenn √ľber l√§ngere Zeit Estrogene (wie Estradiol in Trisequens¬†N) eingenommen werden, nimmt das Risiko f√ľr eine Endometriumhyperplasie und f√ľr ein Endometriumkarzinom zu. Wird die Einnahme von Estrogen zumindest w√§hrend eines Teils des Monatszyklus mit einem Gestagen (Gelbk√∂rperhormon) kombiniert, ist die Risikoerh√∂hung deutlich geringer. Patientinnen, bei welchen die Geb√§rmutter nicht entfernt wurde, sollten daher Estrogene nicht alleine anwenden.

In den ersten Monaten einer HRT k√∂nnen Blutungen auftreten. Wenn solche Blutungen auch nach den ersten Behandlungsmonaten fortbestehen, erst nach l√§ngerer Behandlungsdauer einsetzten oder nach l√§ngerer Beendigung der HRT anhalten, sollten Sie so schnell wie m√∂glich Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin aufsuchen, um die Ursache der Blutungen feststellen zu lassen.

Eierstockkrebs

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass eine Hormonersatztherapie (sowohl f√ľr eine Estrogen-Monotherapie als auch f√ľr eine kombinierte Hormonersatztherapie) mit einem gering erh√∂hten Risiko f√ľr die Entwicklung von Eierstockkrebs verbunden sein k√∂nnte.

Lebertumor

In seltenen F√§llen wurden nach Anwendung von Geschlechtshormonen, wie sie in Trisequens¬†N enthalten sind, Tumore der Leber beobachtet, welche zu lebensgef√§hrlichen Blutungen in die Bauchh√∂hle f√ľhren k√∂nnen. Treten ungewohnte Oberbauchbeschwerden auf, die nicht rasch von selbst wieder verschwinden, ist daher der Arzt bzw. die √Ąrztin zu informieren.

Koronare Herzkrankheit und Schlaganfall

Die Ergebnisse zweier wissenschaftlicher Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei Frauen unter einer kombinierten HRT aus einem Estrogen und einem Gestagen im ersten Anwendungsjahr das Risiko f√ľr Erkrankungen der Herzkranzgef√§sse (z.B. Herzinfarkt) erh√∂ht sein kann.

In einer wissenschaftlichen Studie mit Estrogenen als Monotherapie war das Risiko f√ľr einen Schlaganfall erh√∂ht.

Blutgerinnsel

Die Einnahme von Pr√§paraten mit Wirkstoffen, wie in Trisequens¬†N enthalten, kann in seltenen F√§llen mit einem erh√∂hten Auftreten von Erkrankungen durch Bildung von Blutgerinnseln in Gef√§ssen (wie Thrombose, Embolie) einhergehen, die in gewissen F√§llen schwerwiegende Folgen haben k√∂nnen. Wenn Sie eine Krankengeschichte von wiederkehrenden Blutgerinnselbildungen haben oder wissen, dass Sie zu Thrombosen (Thrombophilie) neigen, wenn Sie stark √ľbergewichtig sind, rauchen, Krebs haben, an einem systemischen Lupus erythematodes (eine schwere Hautkrankheit) leiden, mehrere Fehlgeburten hatten oder zurzeit mit blutverd√ľnnenden Mitteln behandelt werden, k√∂nnte eine HRT dieses bereits bestehende Risiko weiter erh√∂hen. Zudem steigt das Risiko f√ľr eine Bildung eines Blutgerinnsels mit h√∂herem Alter.

Durch l√§ngerfristige Immobilisierung kann das Risiko vor√ľbergehend erh√∂ht sein, deshalb sollte Trisequens¬†N 4‚Äď6¬†Wochen vor einer geplanten Operation abgesetzt werden.

Falls bei Ihnen eine ven√∂se Thromboembolie nach Beginn der HRT auftritt, sollten Sie die Behandlung abbrechen. Nehmen Sie sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin Kontakt auf, wenn Sie ein m√∂gliches Symptom einer Thromboembolie bemerken (z.B. schmerzhafte Schwellung eines Beines, pl√∂tzlich auftretender Schmerz im Brustkorb, Atemnot etc.).

Hirnleistungsstörungen (Demenz)

Aus einer grossen klinischen Studie gibt es Hinweise, dass bei Frauen, welche bei Beginn der HRT 65¬†Jahre oder √§lter sind, das Risiko f√ľr Ged√§chtnisst√∂rungen erh√∂ht sein kann. Es ist nicht bekannt, ob diese Erkenntnisse auch f√ľr j√ľngere Frauen bzw. andere HRT-Pr√§parate gelten.

Andere Vorsichtsmassnahmen

Falls Sie an einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre √Ąrztin aufsuchen und ihn/sie dar√ľber informieren, bevor Sie Trisequens¬†N einnehmen. Trisequens¬†N enth√§lt in den weissen Filmtabletten 36¬†mg und in den blauen und roten Filmtabletten 37¬†mg Laktose. Obwohl die meisten Menschen mit einer Laktose-Unvertr√§glichkeit bis zu 12¬†Gramm mit keinen oder nur geringen Symptomen vertragen, sollten Sie diese Menge beachten, wenn Sie einen schweren Laktase-Mangel haben. Sollten Sie an einer seltenen erblich bedingten Galaktose-Unvertr√§glichkeit oder einer Glukose-Galaktose-Malabsorption leiden, sollten Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Wenn Sie unter einer HRT gleichzeitig mit Schilddr√ľsenhormonen behandelt werden, sollten Sie Ihre Schilddr√ľse insbesondere in den ersten Monaten der Einnahme von Trisequens¬†N √§rztlich √ľberwachen lassen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel nehmen oder k√ľrzlich genommen haben, auch wenn diese nicht rezeptpflichtig sind.

Die gleichzeitige Einnahme von Trisequens¬†N mit den folgenden Medikamenten kann zu einer Abnahme der Wirkung von Trisequens¬†N f√ľhren: gewisse Mittel gegen Epilepsie (z.B. Phenobarbital, Phenytoin und Carbamazepin) und Arzneimittel gegen Infektionskrankheiten (z.B. Penicilline, Tetrazykline, Rifampicin, Rifabutin, Nevirapin, Efavirenz, Amprenavir, Nelfinavir und Telaprevir).

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer √Ąrztin mit, ob Sie mit Arzneimitteln zur Behandlung von Hepatitis C-Infektionen behandelt werden (Arzneimittel mit Wirksubstanzen wie Ombitsavir, Paritaprevir, Ritonavir, Dasabuvir, Glecaprevir, Pibrentasvir, Sofosbuvir, Velpatasvir, Voxilaprevir).

Pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten, können die Wirkung von Trisequens N ebenfalls verringern.

Ketoconazol (ein Mittel gegen Pilzerkrankungen) oder gewisse Antibiotika (z.B. Erythromycin, Clarithromycin) können die Wirkung von Trisequens N verstärken.

Die Wirkung von Blutverd√ľnnungsmedikamenten (Antikoagulantien) kann bei gleichzeitiger Einnahme von Trisequens N abnehmen.

Die gleichzeitige Einnahme von Trisequens¬†N mit Cyclosporin (ein Immunsuppressivum zur Unterdr√ľckung der Immunreaktionen) kann zu einer Zunahme der Wirkung dieser Medikamente f√ľhren.

Wenn Sie mit Lamotrigin, einem Antiepileptikum, behandelt werden, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt oder Ihrer √Ąrztin mit, da eine Anpassung der verabreichten Lamotrigin-Dosis erforderlich sein kann und Sie zu Beginn der Therapie mit Trisequens¬†N engmaschig √ľberwacht werden m√ľssen. Wenn Sie Trisequens¬†N wieder absetzen wollen, muss dies ebenso unter √úberwachung Ihres Arztes oder Ihrer √Ąrztin erfolgen, da wiederum eine Anpassung der Lamotrigin-Dosis n√∂tig sein k√∂nnte.

Bei Diabetikerinnen ist es möglich, dass die Einnahme von Trisequens N eine Anpassung der Dosis der Medikamente gegen Diabetes notwendig macht.

Ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin wird Sie informieren, ob eine Anpassung der Dosierung der oben erw√§hnten Medikamente notwendig ist.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte) einnehmen oder √§usserlich anwenden (Externa)!

Darf Trisequens N während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Trisequens N darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Während einer Trisequens N Behandlung darf es nicht zu einer Schwangerschaft kommen.

Sollten Sie w√§hrend der Behandlung mit Trisequens¬†N schwanger werden, oder dieses Pr√§parat unbeabsichtigt w√§hrend der Schwangerschaft eingenommen haben, m√ľssen Sie so rasch wie m√∂glich den Arzt bzw. Ihre √Ąrztin benachrichtigen.

Da die Wirksubstanzen von Trisequens¬†N in die Muttermilch √ľbergehen, darf dieses Pr√§parat auch w√§hrend der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Es gibt auch keine Gr√ľnde Trisequens¬†N w√§hrend der Schwangerschaft oder in der Stillzeit einzunehmen.

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Wie wird es angewendet?

Von Trisequens N nehmen Sie, falls vom Arzt nicht anders verordnet, jeden Tag eine Tablette ein, d.h. wenn alle 28 Tabletten aufgebraucht sind, beginnen Sie ohne Unterbruch mit einer neuen Packung.

Patientinnen, die noch Monatsblutungen haben oder von einer anderen sequentiellen Hormonersatztherapie wechseln, sollten am 5. Zyklustag (der erste Tag der Monatsblutung gilt als erster Zyklustag) mit der Einnahme der ersten Trisequens N Tablette beginnen. Wenn Sie keine Regelblutungen mehr haben oder die Blutungen unregelmässig sind, können Sie die Behandlung zu einem beliebigen Zeitpunkt beginnen.

Am besten nehmen Sie Trisequens¬†N immer zur gleichen Tageszeit mit etwas Fl√ľssigkeit in der folgenden Reihenfolge ein:

Angefangen wird mit der Estrogentherapie (12 blaue Tabletten), gefolgt von 10 Tagen Estrogen-/Gestagentherapie (10 weisse Tabletten) und 6 Tagen tiefer dosierten Estrogentherapie (6 rote Tabletten).

Nach Einnahme der letzten roten Tablette, wird die Behandlung am n√§chsten Tag mit der ersten blauen Tablette der neuen Packung fortgef√ľhrt.

Die Kalenderpackung ist so gestaltet, dass die Tabletten in der korrekten Reihenfolge eingenommen werden m√ľssen. Siehe die Abbildungen und Kommentare zur korrekten Anwendung der Kalenderpackung.

Die monatliche Entzugsblutung stellt sich normalerweise während der Einnahme der sechs roten Tabletten ein, kann jedoch auch schon während der letzten Phase der weissen Tabletten auftreten.

Wenn Sie mehr Trisequens N eingenommen haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich bitte so bald wie m√∂glich an einen Arzt oder Apotheker bzw. eine √Ąrztin oder Apothekerin. Bei einer √úberdosis Trisequens¬†N kann es zu √úbelkeit oder Erbrechen kommen.

Wenn Sie vergessen haben, Ihre Tablette zum √ľblichen Zeitpunkt zu nehmen

Nehmen Sie sie innerhalb der n√§chsten 12¬†Stunden ein. Ist der regul√§re Einnahmezeitpunkt um mehr als 12¬†Stunden √ľberschritten, verwerfen Sie die nicht eingenommene Dosis und nehmen Sie die n√§chste Tablette zum gewohnten Zeitpunkt am n√§chsten Tag.

Die Wahrscheinlichkeit von Durchbruch- oder Schmierblutungen wird durch das Vergessen einer Tablette erhöht.

√Ąndern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer √Ąrztin oder Ihrer Apothekerin.

Nur ihr Arzt bzw. Ihre √Ąrztin kann je nach Ihren Bed√ľrfnissen festlegen, wie lange Sie Trisequens N einnehmen sollen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Trisequens N auftreten:

Sehr h√§ufig (‚Č•10%)

Brustschmerzen oder Spannungsgef√ľhl in den Br√ľsten, irregul√§re oder verl√§ngerte Monatsblutung.

H√§ufig (‚Č•1% und <10%)

Pilzinfektionen der Scheide oder Entz√ľndungen, Wasseransammlungen, Depression oder Verschlechterung einer vorhandenen Depression, Kopfschmerzen, Migr√§ne oder Verschlechterung einer vorhandenen Migr√§ne, √úbelkeit, Bauchschmerzen, Bl√§hungen, Kr√§mpfe in den Beinen, R√ľckenschmerzen, Brust√∂dem oder Brustvergr√∂sserung, Vergr√∂sserung von Fibromen der Geb√§rmutter (gutartige Geb√§rmuttergeschwulst), periphere √Ėdeme (Fl√ľssigkeitsansammlung im Gewebe), Gewichtszunahme.

Gelegentlich (‚Č•0.1% und <1%)

Brustkrebs (siehe ¬ęWann ist bei der Einnahme von Trisequens N Vorsicht geboten?¬Ľ), Allergie, Nervosit√§t, oberfl√§chliche Entz√ľndung einer Vene im Zusammenhang mit einer Thrombose (Blutgerinnsel), Haarausfall, Hirsutismus (vermehrtes Wachstum der Gesichts- und K√∂rperbehaarung), Akne, Juckreiz, Nesselsucht, Endometriumhyperplasie (√úberm√§ssiges Wachstum der Geb√§rmutterschleimhaut), schmerzhafte Menstruation.

Selten (‚Č•0.01% und <0.1%)

Lungenembolie (Blutgerinnsel), tiefe Venenentz√ľndung im Zusammenhang mit einer Thrombose (Blutgerinnsel).

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeiten

Endometriumkarzinom (Krebs der Geb√§rmutterschleimhaut), Schlafst√∂rungen, Angst, Libidover√§nderungen (√Ąnderungen des Sexualtriebes), Schwindel, Schlafst√∂rungen, Schlaganfall, Herzinfarkt, Verdauungsst√∂rung, Erbrechen, Gallenblasenerkrankungen, Gallensteine, Seborrh√∂ (√ľberm√§ssige Produktion von Talg), Hautausschlag, angioneurotisches √Ėdem (schwere allergische Reaktion), vaginaler und genitaler Juckreiz, Gewichtsverlust, Blutdruckanstieg.

Weitere Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit einer HRT berichtet wurden, sind:

Gutartige Tumore der Brust, Harnwegsinfekte, Stimmungsschwankungen, emotionale Labilität, Herzklopfen (Palpitationen), Diarrhö, Verstopfung, Gelbsucht, dunkle Verfärbung der Haut (Chloasma), schmerzhafte, rötliche Hautknötchen (Erythema nodosum), Hautausschlag mit ringförmigen Rötungen oder wunden Stellen (Erythema multiforme), purpurne oder rot-braune Flecken, die durch die Haut sichtbar sind (vaskuläre Purpura), Scheidenausfluss (Fluor vaginalis), Unterleibsschmerzen, krankhafter Brustmilchausfluss (Galaktorrhoe).

Viele Nebenwirkungen verschwinden im Lauf der Behandlung von allein, ohne dass Sie die Behandlung abbrechen m√ľssen. Bei schweren unerw√ľnschten Wirkungen ist der Arzt bzw. die √Ąrztin umgehend aufzusuchen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Beh√§lter mit ¬ęEXP¬Ľ bezeichneten Datum verwendet werden.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Bei Raumtemperatur (15‚Äď25¬†¬įC) lagern. Nicht im K√ľhlschrank lagern. Den Beh√§lter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Weitere Ausk√ľnfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre √Ąrztin oder Apothekerin. Diese Personen verf√ľgen √ľber die ausf√ľhrliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Trisequens N enthalten?

Jede Kalenderpackung Trisequens N enthält:

12 blaue Tabletten zu je 2 mg Estradiol (als Hemihydrat) sowie Laktose und den Farbstoff Indigocarmin (E132) und weitere Hilfsstoffe;

10 weisse Tabletten zu je 2 mg Estradiol (als Hemihydrat) und 1 mg Norethisteronacetat sowie Laktose und weitere Hilfsstoffe;

6 rote Tabletten zu je 1 mg Estradiol (als Hemihydrat) sowie Laktose und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

40051 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Trisequens N? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Von Trisequens N ist eine Kalenderpackung zu 28 Tabletten erhältlich.

Zulassungsinhaberin

Novo Nordisk Pharma AG, Kloten

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden