Clionara 2 mg/1 mg Filmtabletten

Abbildung Clionara 2 mg/1 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Estradiol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Dr. Kade/ Besins Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 12.02.2002
ATC Code G03FA01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Gestagene und Estrogene in Kombination

Zulassungsinhaber

Dr. Kade/ Besins Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Merimono 2mg Estradiol Novartis Pharma GmbH
Climodien 2/2 mg √ľberzogene Tabletten Estradiol Dienogest Jenapharm GmbH & Co. KG
Fem7 Sequi 50 Mikrogramm + 50 Mikrogramm/10 Mikrogramm/24 Stunden Transdermale Pflaster Estradiol Levonorgestrel Theramex Ireland Limited
Estring Estradiol Pfizer Pharma PFE GmbH
Gynokadin Dosiergel Estradiol Dr. Kade/ Besins Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Clionara ist ein Pr√§parat zur Hormonersatzbehandlung (engl.: Hormone Replacement Therapy = HRT). Es enth√§lt zwei verschiedene weibliche Geschlechtshormone, ein √Ėstrogen (Estradiol- Hemihydrat) und ein Gestagen (Norethisteronacetat). Clionara wird bei Frauen nach den Wechseljahren angewendet, deren letzte Monatsblutung (Menopause) mindestens 1 Jahr zur√ľckliegt.

Clionara wird angewendet zur:

Linderung von Beschwerden nach den Wechseljahren

W√§hrend der Wechseljahre nimmt die Bildung des k√∂rpereigenen √Ėstrogens der Frau ab. Dies kann Beschwerden verursachen, die sich als Hitzesch√ľbe im Gesicht, Hals- und Brustbereich (sogenannte Hitzewallungen) √§u√üern. Clionara lindert diese nach der Menopause auftretenden Beschwerden.

Clionara wird Ihnen nur verordnet, wenn Ihre Beschwerden Sie erheblich in Ihrem alltäglichen Leben beeinträchtigen.

Vorbeugung von Osteoporose

Nach der Menopause k√∂nnen bei einigen Frauen die Knochen br√ľchig werden (Osteoporose). Sie sollten mit Ihrem Arzt alle zur Verf√ľgung stehenden Behandlungsm√∂glichkeiten besprechen.

Sie k√∂nnen Clionara zur Vorbeugung einer Osteoporose nach der Menopause anwenden, wenn bei Ihnen ein erh√∂htes Risiko f√ľr osteoporosebedingte Knochenbr√ľche besteht und andere Arzneimittel f√ľr Sie nicht geeignet sind.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Krankengeschichte und regelmäßige Kontrolluntersuchungen

Eine Hormonersatzbehandlung ist mit Risiken verbunden, welche vor der Entscheidung, die Behandlung zu beginnen bzw. fortzusetzen, beachtet werden m√ľssen.

Erfahrungen bei der Behandlung von Frauen mit vorzeitiger Menopause (infolge eines Versagens der Funktion der Eierstöcke oder deren chirurgischer Entfernung) liegen nur begrenzt vor. Wenn bei Ihnen

eine vorzeitige Menopause vorliegt, können sich die Risiken der Hormonersatzbehandlung von denen anderer Frauen unterscheiden. Bitte fragen Sie hierzu Ihren Arzt.

Bevor Sie eine Hormonersatzbehandlung beginnen (oder wieder aufnehmen), wird Ihr Arzt Ihre eigene Krankengeschichte und die Ihrer Familie erfassen. Ihr Arzt wird √ľber die Notwendigkeit einer k√∂rperlichen Untersuchung entscheiden. Diese kann, falls erforderlich, die Untersuchung der Br√ľste und/oder eine Unterleibsuntersuchung einschlie√üen.

Nachdem Sie mit der Hormonersatzbehandlung begonnen haben, sollten Sie Ihren Arzt regelm√§√üig (mindestens 1-mal pro Jahr) zur Durchf√ľhrung von Kontrolluntersuchungen aufsuchen. Besprechen Sie bitte anl√§sslich dieser Untersuchungen mit Ihrem Arzt den Nutzen und die Risiken, die mit einer Fortf√ľhrung der Behandlung mit Clionara verbunden sind.

Gehen Sie bitte regelm√§√üig, wie von Ihrem Arzt empfohlen, zur Vorsorgeuntersuchung Ihrer Br√ľste.

Clionara darf nicht eingenommen werden,

wenn nachfolgend genannte Punkte auf Sie zutreffen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dies der Fall ist, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie Clionara einnehmen.

Sie d√ľrfen Clionara nicht einnehmen, wenn:

  • Sie an Brustkrebs erkrankt sind oder fr√ľher einmal erkrankt waren bzw. ein entsprechender Verdacht besteht
  • Sie an einer Form von Krebs leiden, dessen Wachstum von √Ėstrogenen abh√§ngig ist, z. B. Krebs der Geb√§rmutterschleimhaut (Endometrium) bzw. ein entsprechender Verdacht besteht
  • vaginale Blutungen unklarer Ursache auftreten
  • eine unbehandelte √ľberm√§√üige Verdickung der Geb√§rmutterschleimhaut
    (Endometriumhyperplasie) vorliegt
  • sich bei Ihnen ein Blutgerinnsel in einer Vene (Thrombose) gebildet hat bzw. fr√ľher einmal gebildet hatte, z. B. in den Beinen (Thrombose in den tiefen Venen) oder in der Lunge (Lungenembolie)
  • Sie unter einer Blutgerinnungsst√∂rung leiden (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin- Mangel)
  • Sie eine Krankheit haben bzw. fr√ľher einmal hatten, die durch Blutgerinnsel in den Arterien verursacht wird, z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder anfallsartig auftretende Brustschmerzen mit Brustenge (Angina pectoris)
  • Sie eine Lebererkrankung haben oder fr√ľher einmal hatten und sich die Leberfunktionswerte noch nicht normalisiert haben
  • Sie unter einer seltenen, erblich bedingten Blutkrankheit leiden, der sogenannten Porphyrie
  • Sie allergisch gegen Estradiol, Norethisteronacetat oder einen der im Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Wenn eine der oben genannten Krankheiten w√§hrend der Einnahme von Clionara erstmalig auftritt, beenden Sie bitte sofort die Behandlung und suchen Sie unverz√ľglich Ihren Arzt auf.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie jemals von einem der nachfolgend aufgef√ľhrten gesundheitlichen Probleme betroffen waren, da diese w√§hrend der Behandlung mit Clionara wieder auftreten oder sich verschlimmern k√∂nnen. In diesem Fall sollten Sie Ihren Arzt h√§ufiger zur Durchf√ľhrung von Kontrolluntersuchungen aufsuchen:

  • gutartige Geschw√ľlste in der Geb√§rmutter (Myome)
  • Wachstum von Geb√§rmutterschleimhaut au√üerhalb der Geb√§rmutter (Endometriose) oder fr√ľher aufgetretenes √ľberm√§√üiges Wachstum der Geb√§rmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
  • erh√∂htes Risiko f√ľr die Bildung von Blutgerinnseln (siehe ‚ÄěVen√∂se Blutgerinnsel (Thrombosen)‚Äú)
  • erh√∂htes Risiko f√ľr √∂strogenabh√§ngigen Krebs (z. B. wenn Ihre Mutter, Schwester oder Gro√ümutter Brustkrebs hatten)
  • Bluthochdruck
  • Lebererkrankung, z. B. ein gutartiger Lebertumor
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Gallensteine
  • Migr√§ne oder schwere Kopfschmerzen
  • Erkrankung des Immunsystems, die viele Organfunktionen des K√∂rpers beeintr√§chtigt (systemischer Lupus erythematodes (SLE))
  • Epilepsie
  • Asthma
  • Erkrankung, die das Trommelfell und das Geh√∂r beeintr√§chtigt (Otosklerose)
  • sehr hohe Blutfettwerte (Triglyzeride)
  • Fl√ľssigkeitseinlagerung infolge von Herz- oder Nierenerkrankungen.

Sie m√ľssen die Behandlung sofort abbrechen und einen Arzt aufsuchen,

wenn während der Anwendung/Einnahme der Hormonersatzbehandlung eine der folgenden Krankheiten bzw. Situationen auftritt:

  • Krankheiten, die im Abschnitt ‚ÄěClionara darf nicht eingenommen werden‚Äú erw√§hnt sind
  • Gelbf√§rbung Ihrer Haut oder des Wei√üen Ihrer Augen (Gelbsucht). Dies kann auf eine Lebererkrankung hinweisen.
  • deutliche Erh√∂hung Ihres Blutdrucks (Beschwerden k√∂nnen Kopfschmerzen, M√ľdigkeit und Schwindel sein)
  • migr√§neartige Kopfschmerzen, die erstmalig auftreten
  • wenn Sie schwanger werden
  • wenn Sie Anzeichen f√ľr Blutgerinnsel bemerken, z. B.
    • schmerzhafte Schwellung und R√∂tung der Beine
    • pl√∂tzliche Brustschmerzen
    • Atemnot

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter ‚ÄěVen√∂se Blutgerinnsel (Thrombosen)‚Äú.

Hinweis: Clionara ist kein Mittel zur Empf√§ngnisverh√ľtung. Wenn seit Ihrer letzten Monatsblutung weniger als 12 Monate vergangen sind oder wenn Sie j√ľnger als 50 Jahre sind, kann die zus√§tzliche Anwendung von Methoden zur Schwangerschaftsverh√ľtung erforderlich sein. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt um Rat.

Hormonersatzbehandlung und Krebs

Übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) und Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom)

W√§hrend einer √Ėstrogen-Monotherapie erh√∂ht sich das Risiko f√ľr eine √ľberm√§√üige Verdickung der Geb√§rmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) und f√ľr Krebs der Geb√§rmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom).

Das in Clionara enthaltene Gestagen sch√ľtzt Sie vor diesem zus√§tzlichen Risiko.

Unregelmäßige Blutungen

Während der ersten 3 bis 6 Monate der Einnahme von Clionara können unregelmäßige Blutungen oder Schmierblutungen auftreten.

Wenn die unregelmäßigen Blutungen jedoch:

  • √ľber die ersten 6 Behandlungsmonate hinaus anhalten,
  • einsetzen, nachdem Sie Clionara bereits seit √ľber 6 Monaten eingenommen haben,
  • nach Abbruch der Behandlung anhalten,

suchen Sie bitte so bald wie möglich Ihren Arzt auf.

Brustkrebs

Die vorhandenen Daten zeigen, dass die Anwendung einer Hormonersatzbehandlung (HRT) mit einer Kombination aus √Ėstrogen und Gestagen oder die alleinige Anwendung von √Ėstrogenen zur HRT das Risiko f√ľr Brustkrebs erh√∂hen. Das zus√§tzliche Risiko h√§ngt von der Dauer der HRT ab und zeigt sich innerhalb einer 3-j√§hrigen Anwendung. Nach Absetzen der HRT nimmt das zus√§tzliche Risiko im

Laufe der Zeit ab, das Risiko kann jedoch 10 Jahre oder länger andauern, wenn Sie die HRT länger als 5 Jahre angewendet haben.

Zum Vergleich:
Bei Frauen im Alter zwischen 50 und 54 Jahren, die keine HRT anwenden, werden √ľber einen 5- Jahres-Zeitraum im Durchschnitt etwa 13 bis 17 F√§lle von Brustkrebs pro 1.000 Frauen diagnostiziert. Bei Frauen im Alter von 50 Jahren, die mit der Einnahme einer HRT nur mit √Ėstrogen √ľber einen Zeitraum von 5 Jahren beginnen, treten 16 bis 17 F√§lle bei 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 0 bis 3 zus√§tzliche F√§lle).

Bei Frauen im Alter von 50 Jahren, die mit der Einnahme einer HRT mit √Ėstrogen und Gestagen √ľber einen Zeitraum von 5 Jahren beginnen, treten 21 F√§lle bei 1.000 Anwenderinnen auf (d. h.

4 bis 8 zusätzliche Fälle).

Bei Frauen im Alter zwischen 50 und 59 Jahren, die keine HRT anwenden, werden √ľber einen 10- Jahres-Zeitraum im Durchschnitt etwa 27 F√§lle von Brustkrebs pro 1.000 Frauen diagnostiziert. Bei Frauen im Alter von 50 Jahren, die mit der Einnahme einer HRT nur mit √Ėstrogen √ľber einen Zeitraum von 10 Jahren beginnen, treten 34 F√§lle bei 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 7 zus√§tzliche F√§lle).

Bei Frauen im Alter von 50 Jahren, die mit der Einnahme einer HRT mit √Ėstrogen und Gestagen √ľber einen Zeitraum von 10 Jahren beginnen, treten 48 F√§lle bei 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 21 zus√§tzliche F√§lle).

Untersuchen Sie regelm√§√üig Ihre Br√ľste. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie Ver√§nderungen Ihrer Br√ľste bemerken, z. B.

  • Einziehungen (Dellenbildung) in der Haut
  • Ver√§nderungen der Brustwarzen
  • Knoten, die Sie sehen oder f√ľhlen k√∂nnen

Falls Sie die M√∂glichkeit haben, am Programm zur Fr√ľherkennung von Brustkrebs (Mammographie- Screening-Programm) teilzunehmen, sollten Sie dieses Angebot nutzen. Informieren Sie die Fachkraft, die die Mammographie durchf√ľhrt, dass Sie ein Arzneimittel zur Hormonersatzbehandlung einnehmen. Arzneimittel, die zur Hormonersatzbehandlung eingenommen werden, k√∂nnen das Brustgewebe dichter machen und dadurch das Ergebnis der Mammographie beeinflussen. Wenn die Dichte des Brustgewebes erh√∂ht ist, k√∂nnen m√∂glicherweise nicht alle Ver√§nderungen erkannt werden.

Eierstockkrebs

Eierstockkrebs ist selten ‚Äď viel seltener als Brustkrebs. Die Anwendung von √Ėstrogen- Monoarzneimitteln oder kombinierten √Ėstrogen-Gestagen-Arzneimitteln zur Hormonersatzbehandlung ist mit einem leicht erh√∂hten Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln, verbunden.

Das Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln, √§ndert sich mit dem Alter. Zum Beispiel werden bei Frauen im Alter zwischen 50 und 54 Jahren, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, √ľber einen 5- Jahres-Zeitraum 2 F√§lle von Eierstockkrebs pro 2 000 Frauen diagnostiziert. Bei Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung 5 Jahre lang anwenden, treten etwa 3 F√§lle pro 2 000 Anwenderinnen auf (d. h. etwa 1 zus√§tzlicher Fall).

Herz-Kreislauf-Wirkungen einer Hormonersatzbehandlung

Venöse Blutgerinnsel (Thrombosen)

Das Risiko, dass sich Blutgerinnsel in den Venen (Thrombosen) bilden, ist bei Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung anwenden, gegen√ľber Nichtanwenderinnen um etwa das 1,3- bis 3-Fache erh√∂ht. Ein erh√∂htes Risiko besteht insbesondere w√§hrend des ersten Einnahmejahres.

Blutgerinnsel k√∂nnen ernsthafte Folgen haben. Wenn ein Blutgerinnsel zu den Lungen wandert, kann dies Brustenge, Atemnot oder einen Ohnmachtsanfall verursachen oder sogar zum Tod f√ľhren.

Eine h√∂here Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Blutgerinnsel bildet, besteht f√ľr Sie mit zunehmendem Alter und wenn eine der nachfolgend genannten Bedingungen auf Sie zutrifft. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, wenn auf Sie eine der folgenden Situationen zutrifft:

  • wenn Sie wegen einer gr√∂√üeren Operation, Verletzung oder Krankheit l√§ngere Zeit nicht laufen k√∂nnen (siehe auch Abschnitt 3 unter ‚ÄěWenn bei Ihnen eine Operation geplant ist‚Äú),
  • wenn Sie stark √ľbergewichtig sind (BMI > 30 kg/m2)
  • wenn Sie unter einer Gerinnungsst√∂rung leiden, die eine medikament√∂se Langzeitbehandlung zur Vorbeugung von Blutgerinnseln erfordert
  • wenn jemals bei einem nahen Verwandten von Ihnen ein Blutgerinnsel im Bein, in der Lunge oder in einem anderen Organ aufgetreten ist
  • wenn Sie unter einem systemischen Lupus erythematodes (SLE) leiden
  • wenn Sie Krebs haben.

Bez√ľglich Anzeichen f√ľr Blutgerinnsel siehe ‚ÄěSie m√ľssen die Behandlung sofort abbrechen und einen Arzt aufsuchen‚Äú.

Zum Vergleich:
Betrachtet man Frauen in ihren 50ern, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, ist √ľber einen 5- Jahres-Zeitraum durchschnittlich bei 4 bis 7 von 1 000 Frauen ein ven√∂ses Blutgerinnsel zu erwarten. Bei Frauen in ihren 50ern, die eine Hormonersatzbehandlung mit √Ėstrogen und Gestagen √ľber 5 Jahre angewendet haben, treten 9 bis 12 Thrombosef√§lle pro 1 000 Anwenderinnen auf (d. h. 5 zus√§tzliche F√§lle).

Herzkrankheit (Herzinfarkt)

Es liegen keine Hinweise darauf vor, dass eine Hormonersatzbehandlung einem Herzinfarkt vorbeugt. Bei Frauen, die √§lter als 60 Jahre sind und die eine kombinierte Hormonersatzbehandlung mit √Ėstrogen und Gestagen anwenden, besteht im Vergleich zu Frauen, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, eine leicht erh√∂hte Wahrscheinlichkeit, eine Herzkrankheit zu entwickeln.

Schlaganfall

Das Schlaganfallrisiko ist bei Anwenderinnen einer Hormonersatzbehandlung etwa 1,5-fach höher als bei Nichtanwenderinnen. Die Anzahl der infolge der Anwendung einer Hormonersatzbehandlung zusätzlich auftretenden Schlaganfälle steigt mit zunehmendem Alter.

Zum Vergleich:
Betrachtet man Frauen in ihren 50ern, die keine Hormonersatzbehandlung anwenden, sind √ľber einen 5-Jahres-Zeitraum 8 Schlaganf√§lle pro 1 000 Frauen zu erwarten. Bei Frauen in ihren 50ern, die eine Hormonersatzbehandlung anwenden, sind es 11 F√§lle pro 1 000 Anwenderinnen (d. h. 3 zus√§tzliche F√§lle).

Schilddr√ľsenunterfunktion

Wenn Sie Medikamente zur Behandlung einer Unterfunktion der Schilddr√ľse einnehmen, so wird Ihr Arzt w√§hrend der Hormonersatzbehandlung Untersuchungen durchf√ľhren, die sicherstellen, dass Ihre Schilddr√ľsenhormonspiegel in einem geeigneten Bereich bleiben.

Angioödem

Falls Sie an einem Angio√∂dem (einer schwerwiegenden allergischen Reaktion, die oft mit Schwellungen des Gesichts, des Mundes und des Rachens einhergeht) erkrankt sind, kann sich dieses durch die Einnahme von √Ėstrogenen verschlimmern.

Sonstige Erkrankungen

Eine Hormonersatzbehandlung beugt keinen Ged√§chtnisst√∂rungen vor. Es gibt einige Hinweise auf ein erh√∂htes Risiko f√ľr Ged√§chtnisst√∂rungen bei Frauen, die zu Beginn der Anwendung einer Hormonersatzbehandlung √§lter als 65 Jahre waren. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt um Rat.

Kinder und Jugendliche

Geben Sie dieses Arzneimittel nicht Kindern und Jugendlichen.

Einnahme von Clionara zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bestimmte Arzneimittel k√∂nnen die Wirkung von Clionara beeintr√§chtigen. Dies kann zu unregelm√§√üigen Blutungen f√ľhren. Dazu geh√∂ren folgende Arzneimittel:

  • Arzneimittel gegen Epilepsie, die z. B. Phenobarbital, Phenytoin oder Carbamazepin enthalten
  • Arzneimittel gegen Tuberkulose, die z. B. Rifampicin oder Rifabutin enthalten
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen, die z. B. Nevirapin, Efavirenz, Ritonavir, Telaprevir oder Nelfinavir enthalten
  • pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. k√ľrzlich eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, pflanzliche Pr√§parate oder Naturheilmittel handelt.

Laboruntersuchungen

Wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung erforderlich ist, informieren Sie Ihren Arzt oder das Laborpersonal, dass Sie Clionara einnehmen, da dieses Arzneimittel die Ergebnisse einiger Untersuchungen beeinträchtigen kann.

Schwangerschaft

Die Einnahme von Clionara ist nur bei Frauen nach der Menopause vorgesehen. Wenn Sie schwanger werden, brechen Sie die Einnahme von Clionara ab und suchen Sie Ihren Arzt auf.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es ist keine Beeintr√§chtigung der Fahrt√ľchtigkeit oder der F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen bekannt.

Clionara enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Clionara daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird versuchen, Ihnen die niedrigste Dosis, die zur Behandlung Ihrer Beschwerden erforderlich ist, f√ľr die k√ľrzest notwendige Zeit zu verordnen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Clionara zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie bisher keine Hormonersatzbehandlung erhalten haben

Wenn Sie bisher keine HRT erhalten haben, können Sie sofort mit der Einnahme von Clionara beginnen.

  • Nehmen Sie jeden Tag eine Tablette ein. F√ľr die Einnahme kann jede Tageszeit gew√§hlt werden, jedoch sollte sie an jedem Tag ungef√§hr zur gleichen Zeit erfolgen.
  • Schlucken Sie die Tabletten unzerteilt mit etwas Wasser. Alle Tabletten enthalten die gleichen Inhaltsstoffe.
  • Auf der Blisterpackung sind die Kalendertage vermerkt, damit Sie sich leichter an die t√§gliche Einnahme erinnern.
  • Folgen Sie den Pfeilen auf der Blisterpackung und nehmen Sie eine Tablette t√§glich, bis die Blisterpackung leer ist.
  • Wenn Sie eine Blisterpackung aufgebraucht haben, setzen Sie die Einnahme am n√§chsten Tag mit einer neuen Blisterpackung fort.

Wenn Sie von einer anderen Form der Hormonersatzbehandlung wechseln

Wenn Sie von einer anderen Form der HRT wechseln und bei Ihnen monatlich Blutungen auftreten, nehmen Sie bitte Clionara am ersten Tag der Blutung.

Wenn Sie keine Monatsblutungen haben, können Sie an jedem beliebigen Tag mit der Einnahme von Clionara beginnen.

Wenn Ihr Arzt Ihnen Anweisungen gibt, wie Sie von einer anderen Form der HRT auf Clionara wechseln sollen, befolgen Sie diese bitte. Sollte Ihnen etwas unklar sein, konsultieren Sie hierzu bitte noch einmal Ihren Arzt.

Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist

Wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist, informieren Sie den operierenden Arzt, dass Sie Clionara einnehmen. Es kann m√∂glich sein, dass Sie Clionara 4 bis 6 Wochen vor der geplanten Operation absetzen m√ľssen, um das Thromboserisiko zu verringern (siehe Abschnitt 2 unter ‚ÄěVen√∂se Blutgerinnsel (Thrombosen)‚Äú). Fragen Sie Ihren Arzt, wann Sie die Einnahme von Clionara fortsetzen k√∂nnen.

Wenn Sie die Einnahme von Clionara vergessen haben

Nehmen Sie die vergessene Tablette ein, sobald Sie sich an die Einnahme erinnern und setzen Sie die Behandlung mit der nächsten Tablette zur gewohnten Zeit fort.

Sind mehr als 12 Stunden seit der vergessenen Einnahme vergangen, lassen Sie diese Tablette aus und nehmen Sie die nächste Tablette zur gewohnten Zeit am folgenden Tag ein. Es können in diesem Fall Durchbruch- oder Schmierblutungen auftreten.

Wenn Sie eine größere Menge von Clionara eingenommen haben als Sie sollten

Dies sollte keine gesundheitlichen Probleme verursachen. Es k√∂nnen aber Spannungsgef√ľhl in den Br√ľsten, √úbelkeit und Erbrechen, unregelm√§√üige Blutungen, Depressionen, M√ľdigkeit, Akne sowie verst√§rkte K√∂rper- und Gesichtsbehaarung auftreten. Wenn Sie wegen dieser Beschwerden besorgt sind, fragen Sie bitte Ihren Arzt. Nehmen Sie am n√§chsten Tag wie √ľblich die vorgesehene Tablette ein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die folgenden Krankheiten wurden bei Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung anwenden, im Vergleich zu Nichtanwenderinnen häufiger berichtet:

  • Brustkrebs
  • √ľberm√§√üiges Wachstum oder Krebs der Geb√§rmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie oder -krebs)
  • Eierstockkrebs
  • Blutgerinnsel in den Venen der Beine oder der Lunge (ven√∂se Thromboembolie)
  • Herzkrankheit
  • Schlaganfall
  • Ged√§chtnisst√∂rungen (Demenz), wenn die Hormonersatzbehandlung im Alter von √ľber 65 Jahren begonnen wurde.

Weitere Informationen √ľber diese Nebenwirkungen finden Sie im Abschnitt 2 unter ‚ÄěWas sollten Sie vor der Einnahme von Clionara beachten?‚Äú.

Folgende weitere Nebenwirkungen können auftreten:

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:Häufig:
betrifft mehr als 1 von 10 Frauenbetrifft bis zu 1 von 10 Frauen
Gelegentlich: betrifft bis zu 1 von 100 FrauenSelten: betrifft bis zu 1 von 1000 Frauen
Sehr selten: betrifft bis zu 1 von 10 000 FrauenNicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Sehr h√§ufig: Kopfschmerzen, schmerzhafte Br√ľste, Spannungsgef√ľhl in den Br√ľsten, schmerzhafte Regelblutungen, Probleme mit dem Regelzyklus.

H√§ufig: Depression, Nervosit√§t, Stimmungsschwankungen, Libidover√§nderung, Benommenheit, Schlafst√∂rungen, √úbelkeit, Bl√§hungen, Durchfall, Verdauungsst√∂rungen, Bauchkr√§mpfe, Akne, Hautausschl√§ge, Juckreiz, Hauttrockenheit, R√ľckenschmerzen, Gliederschmerzen, Vergr√∂√üerung der Br√ľste, starke Regelblutungen, Scheidenausfluss, Durchbruchblutungen, Unterleibskr√§mpfe, Scheideninfektionen, √ľberm√§√üiges Wachstum der Geb√§rmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie), Schmerzen, Kraftlosigkeit, Schwellungen (√Ėdeme) an F√ľ√üen und H√§nden, Gewichtszunahme.

Gelegentlich: Migräne, Schwindel, Bluthochdruck, Krampfadern, Erbrechen, Funktionsstörungen der Gallenblase, Gallensteine, Hautverfärbungen, Muskelkrämpfe, Brustkrebs; Anstieg bestimmter Blutwerte, die auf eine Erkrankung hinweisen können.

Selten: √úberempfindlichkeit, Sensibilit√§tsst√∂rungen (Taubheitsgef√ľhl, Kribbeln), Blutgerinnsel in einer Vene (Thrombose), Venenentz√ľndung, Muskelschw√§che, Ver√§nderungen in der Geb√§rmutter (Myome, Zysten, Polypen).

Sehr selten: Zunahme der Körper- und Gesichtsbehaarung, Gelbsucht.

Nicht bekannt: Haarausfall der Kopfhaut.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Anwendung anderer Präparate zur Hormonersatzbehandlung berichtet:

  • verschiedene Hauterkrankungen
    • Hautverf√§rbungen, insbesondere im Gesicht und am Hals, sogenannte Schwangerschaftsflecken (Chloasma)
    • schmerzhafte, r√∂tliche Hautkn√∂tchen (Erythema nodosum)
    • Ausschlag mit schie√üscheibenartigen oder kreisf√∂rmigen r√∂tlichen Flecken bzw. Entz√ľndungen (Erythema multiforme)
  • trockene Augen
  • Ver√§nderung der Tr√§nenfl√ľssigkeit

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel/der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Clionara enthält

1 Filmtablette enthält die Wirkstoffe: 2 mg Estradiol (als Estradiol-Hemihydrat) und 1 mg Norethisteronacetat.

Das in Clionara eingesetzte Estradiol ist nicht tierischen Ursprungs.

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K 25, Talkum, Magnesiumstearat, Macrogol 400, Hypromellose (E 464), Titandioxid (E 171), Eisen(II, III)-oxid (E 172).

Siehe auch Warnhinweis am Ende des Abschnitts 2.

Wie Clionara aussieht und Inhalt der Packung

Clionara sind graue Filmtabletten mit einer Prägung.

Clionara ist in Packungen mit 28 bzw. 3 x 28 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

DR. KADE / BESINS Pharma GmbH

Mariendorfer Damm 3, 12099 Berlin

Telefon: +49 30 72082-300, Telefax: +49 30 72082-456

E-Mail: info@kade-besins.de, www.kade-besins.de

Hersteller

DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH

Rigistraße 2

12277 Berlin

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland Clionara
√Ėsterreich Parapanol kombi

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im August 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 03.07.2022

Quelle: Clionara 2 mg/1 mg Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Estradiol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Dr. Kade/ Besins Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 12.02.2002
ATC Code G03FA01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden