Wirkstoff(e) Salbutamol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 17.11.1997
ATC Code R03AC02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Inhalative Sympathomimetika

Zulassungsinhaber

ALIUD PHARMA GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Bronchospray Autohaler Salbutamol JensonR+ (Ireland) Limited
Salbutamol STADA Inhalat 5 mg/ml L√∂sung f√ľr einen Vernebler Salbutamol STADAPHARM
Salbutamol-CT Dosieraerosol Salbutamol TEVA GmbH
Pädiamol Fertiginhalat Salbutamol Pädia Arzneimittel
Loftan 8mg Salbutamol GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Salbutamol AL ist ein Arzneimittel zur Erweiterung der Bronchien.

Salbutamol AL wird angewendet:

  • zur symptomatischen Behandlung von Erkrankungen mit r√ľckbildungsf√§higer (reversibler) Verengung (Obstruktion) der Atemwege wie z.B. Asthma bronchiale oder chronisch obstruktive bronchiale Erkrankung (COPD) mit reversibler Komponente.
  • zur Verh√ľtung von durch Anstrengung oder Allergenkontakt verursachten Asthmaanf√§llen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Salbutamol AL darf NICHT angewendet werden

wenn Sie allergisch gegen Salbutamol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimttels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Salbutamol AL anwenden bei

  • schweren Herzerkrankungen, insbesondere frischem Herzinfarkt, koronarer Herzkrankheit (Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe), hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie (chronische Herzmuskelerkrankung) und tachykarden Arrhythmien (Herzrhythmusst√∂rungen mit erh√∂hter Herzschlagfrequenz).
  • Anwendung von Herzglykosiden (Digitoxin, Digoxin, etc.).
  • schwerer und unbehandelter Hypertonie (Bluthochdruck).
  • Aneurysmen (krankhafte Ausweitung der Gef√§√üwand).
  • Hyperthyreose (√úberfunktion der Schilddr√ľse).
  • schwer kontrollierbarem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
  • Ph√§ochromozytom (bestimmte Erkrankung des Nebennierenmarks).

Verschlimmert sich die Atemnot nach der Inhalation akut (paradoxe Bronchospastik), sollte die Behandlung sofort abgesetzt und der Behandlungsplan vom Arzt √ľberpr√ľft werden.

Salbutamol sollte nicht als einzige Therapie bei Patienten mit persistierendem Asthma eingesetzt werden.

Ein ansteigender Bedarf von Beta2-Sympathomimetika wie Salbutamol AL ist ein Anzeichen f√ľr eine Verschlechterung der Erkrankung.

Kommt es trotz Behandlung zu keiner befriedigenden Besserung oder gar zu einer Verschlechterung des Leidens, muss der Therapieplan durch den Arzt √ľberdacht und gegebenenfalls durch eine Kombination mit entz√ľndungshemmenden Arzneimitteln, eine Dosisanpassung einer bereits bestehenden entz√ľndungshemmenden Behandlung oder die zus√§tzliche Gabe weiterer Arzneimittel neu festgesetzt werden.

Bei akuter oder sich rasch verschlimmernder Atemnot muss unverz√ľglich √§rztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Eine erhebliche Überschreitung, insbesondere der vorgegebenen Einzeldosen beim akuten Anfall, aber auch der Tagesdosis, kann gefährlich sein wegen der Nebenwirkungen auf das Herz, insbesondere in Verbindung mit Elektrolytverschiebungen (Erniedrigung des Kaliumspiegels), und muss deshalb vermieden werden.

Bei der Anwendung von Sympathomimetika, einschließlich Salbutamol, können Effekte am Herz-Kreislauf-System (kardiovaskuläre Effekte) auftreten. Aufgrund von Daten aus der Marktbeobachtung nach Zulassung sowie aus publizierter Literatur gibt es Hinweise auf das seltene Auftreten von Sauerstoffmangel am Herzmuskel (myokardiale Ischämie) im Zusammenhang mit Salbutamol. Patienten mit einer zugrunde liegenden schweren Herzerkrankung, die Salbutamol erhalten, sollten dringend ärztlichen Rat suchen, wenn sie Schmerzen in der Brust oder Symptome einer sich verschlimmernden Herzerkrankung feststellen.

Es ist wiederholt √ľber ein erh√∂htes Risiko f√ľr schwere Komplikationen und Todesf√§lle bei der Behandlung des Asthma bronchiale mit Beta- Sympathomimetika zur Inhalation berichtet worden, ohne dass die urs√§chlichen Zusammenh√§nge bisher hinreichend gekl√§rt werden konnten.

Sehr selten ist √ľber eine √úbers√§uerung des Blutes (Laktatazidose) in Verbindung mit hohen Dosen von Salbutamol berichtet worden, die √ľber einen Vernebler inhaliert wurden, haupts√§chlich bei Patienten, die wegen einer akuten Verschlimmerung des Asthmas behandelt wurden. Dies kann zu Atemnot und ausgleichender Beschleunigung der Atmung f√ľhren. Dies kann f√§lschlicherweise als ein Hinweis auf ein Versagen der Asthmatherapie missinterpretiert und zu unangemessener Erh√∂hung der Dosis f√ľhren. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass dies bei Ihnen der Fall ist.

Zur Beurteilung von Krankheitsverlauf und Behandlungserfolg ist eine tägliche Selbstkontrolle nach ärztlicher Anleitung wichtig. Dies erfolgt z.B. durch regelmäßige Messung der max. Atemstoßstärke mittels Peak-flow-Meter.

Kinder

Die besonderen Dosierungsempfehlungen f√ľr Kinder sind zu beachten (siehe Abschnitt 3 ‚ÄěWie ist Salbutamol AL anzuwenden?‚ÄĚ).

√Ąltere Menschen

Die Dosierung muss bei älteren Menschen nicht besonders angepasst werden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Salbutamol AL kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Die gesundheitlichen Folgen der Anwendung von /..../ als Dopingmittel k√∂nnen nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgef√§hrdungen sind nicht auszuschlie√üen.

Anwendung von Salbutamol AL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden.

Die Wirkung von Salbutamol AL kann bei gleichzeitiger Behandlung mit nachfolgend genannten Arzneistoffen bzw. Präparategruppen beeinflusst werden:

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Salbutamol AL nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Salbutamol AL sonst nicht richtig wirken kann!

Die Dosierung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung.

Erwachsene

1 Einzeldosis = 5-10 Tropfen (entspr. 1,25-2,5 mg Salbutamol).

Kinder

1 Einzeldosis = 1-2 Tropfen pro Lebensjahr (entspr. 0,25-0,5 mg Salbutamol pro Lebensjahr). H√∂chstdosis: 8 Tropfen (entspr. 2 mg Salbutamol). Zubereitung der gebrauchsfertigen L√∂sung: siehe Abschnitt 3. ‚ÄěArt der Anwendung‚Äú.

Zur Akutbehandlung pl√∂tzlich auftretender Bronchialkr√§mpfe und anfallsweise auftretender Atemnot wird 1 Einzeldosis inhaliert. Sollte sich die Atemnot 4 Minuten nach Inhalation der ersten Einzeldosis nicht sp√ľrbar gebessert haben, kann eine weitere Einzeldosis angewendet werden. Kann ein schwerer Anfall von Luftnot auch durch eine zweite Einzeldosis nicht behoben werden, k√∂nnen weitere Einzeldosen erforderlich werden. In diesen F√§llen muss unverz√ľglich √§rztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Zur gezielten Vorbeugung bei Anstrengungsasthma oder vorhersehbarem Allergenkontakt wird 1 Einzeldosis, wenn möglich etwa 10-15 Minuten vorher, inhaliert.

Die Tagesgesamtdosis soll 50 Tropfen (entspr. 12,5 mg Salbutamol) bei Erwachsenen bzw. 30 Tropfen (entspr. 7,5 mg Salbutamol) bei Kindern nicht √ľberschreiten. Eine h√∂here Dosierung l√§sst im Allgemeinen keinen zus√§tzlichen therapeutischen Nutzen erwarten, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens auch schwerwiegender Nebenwirkungen kann aber erh√∂ht werden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen sind:

Zittern, √úbelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Herzklopfen. Diese Nebenwirkungen k√∂nnen sich bei Fortf√ľhrung der Behandlung im Verlaufe von 1-2 Wochen zur√ľckbilden.

Bisher wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Herzerkrankungen

Herzklopfen (Palpitationen), schneller Herzschlag (Tachykardie) oder unregelmäßige Herztätigkeit mit Vorhofflimmern und Extraschlägen des Herzens (Arrhythmien einschließlich atrialer Fibrillationen und Extrasystolen), mangelnde Durchblutung des Herzmuskels (Myokardiale Ischämie), Beeinflussung des Blutdrucks (Senkung oder Steigerung).

Erkrankungen des Nervensystems

Zittern (Tremor), Kopfschmerzen und Schwindel.

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Husten und Atemnot durch krampfhafte Verengung der Atemwege (paradoxe Bronchospasmen).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

√úbelkeit und Missempfindungen im Mund-, Rachenbereich.

Erkrankungen der Haut und des Unterzellgewebes

Schwitzen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Muskelschmerzen und -krämpfe.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Abfall von Kalium im Blut (Hypokaliämie) und Anstieg des Blutzuckers (Hyperglykämie), Anstieg des Blutspiegels von Insulin

Es ist sehr selten √ľber eine Laktatazidose bei Patienten berichtet worden, die zur Behandlung einer akuten Asthmaexazerbation Salbutamol intraven√∂s oder vernebelt erhielten.

Erkrankungen des Immunsystems

Überempfindlichkeitsreaktionen (u.a. Juckreiz, Nesselsucht, Ausschlag, Blutdruckabfall, Schwellung der Haut oder Schleimhaut z.B. von Gesicht, Lippen oder Rachen mit Atem- oder Schluckbeschwerden (Angioödem)).

Psychiatrische Erkrankungen

Nervosität, Hyperaktivität, Schlafstörungen, Halluzinationen (insbesondere bei Kindern bis 12 Jahren).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen:

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und den Ampullen nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber +25¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Nach Anbruch der Packung kann die L√∂sung in der gut verschlossenen Originalflasche und vor Licht gesch√ľtzt 3 Monate aufbewahrt werden. Danach nicht mehr verwenden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Salbutamol AL enthält

Der Wirkstoff ist Salbutamolsulfat.

1 ml L√∂sung f√ľr einen Vernebler (entspr. 20 Tropfen) enth√§lt 6,0 mg Salbutamolsulfat, entspr. 5,0 mg Salbutamol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Benzalkoniumchlorid, Schwefelsäure (1 M) zur pH-Wert-Einstellung, Gereinigtes Wasser.

Wie Salbutamol AL aussieht und Inhalt der Packung

Klare farblose Lösung.

Salbutamol AL ist in Packungen mit 10 ml, 3 x 10 ml, 5 x 10 ml und 10 x 10 ml L√∂sung f√ľr einen Vernebler erh√§ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

ALIUD PHARMA¬ģ GmbH

Gottlieb-Daimler-Straße 19 D-89150 Laichingen info@aliud.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2017.

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Zuletzt aktualisiert: 25.08.2022

Quelle: Salbutamol AL Inhalat - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Salbutamol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 17.11.1997
ATC Code R03AC02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Inhalative Sympathomimetika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden