Wirkstoff(e) Acetylsalicylsäure (ASS)
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Hexal Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 26.11.2003
ATC Code B01AC06
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Antithrombotische Mittel

Zulassungsinhaber

Hexal Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Acetylsalicylsäure (ASS) hemmt das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutplättchen (Thrombozytenaggregation) und vermindert dadurch das Auftreten von Blutgerinnseln.

ASS Hexal wird angewendet

  • zur Vorbeugung von Schlaganf√§llen, nachdem Vorl√§uferstadien aufgetreten sind
  • zur Verminderung des Herzinfarktrisikos bei Patienten mit Angina pectoris
  • zur Verminderung der Gefahr weiterer Thrombosen der Herzkranzgef√§√üe nach √ľberstandenem Herzinfarkt (Reinfarktprophylaxe)
  • bei Verdacht auf akuten Herzinfarkt
  • zur Vorbeugung von Thrombosen nach Herzoperationen (aortokoronarer Bypass, PTCA)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollten Sie vor der Einnahme von ASS Hexal beachten? ASS Hexal darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Acetylsalicyls√§ure, andere Salicylate oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wennSiein derVergangenheitaufbestimmteArzneimittelgegen Schmerzen,Fieberoder Entz√ľndungen (Salicylate oder andere nicht-steroidale Entz√ľndungshemmer) mit Asthmaanf√§llen oder in anderer Weise √ľberempfindlich reagiert haben
  • wenn Sie unter akuten Magen- und/oder Darmgeschw√ľren leiden
  • wennSieinderVorgeschichteimMagen-/DarmbereichBlutungen,Geschw√ľreodereinen Durchbruch hatten, die durch eine vorherige Therapie mit NSARs (nichtsteroidale Entz√ľndungshemmer) bedingt waren
  • wenn Sie an aktiven Magen-/Darmgeschw√ľren/Blutung leiden oder bei Ihnen bereits in der Vorgeschichte im Magen-/Darmbereich Blutungen, Geschw√ľre oder ein Durchbruch aufgetreten sind
  • bei gesteigerter Blutungsneigung (h√§morrhagische Diathese)
  • bei schwerer St√∂rung der Leber- oder Nierenfunktion
  • bei schwerer, nicht ausreichend behandelter Herzmuskelschw√§che (Herzinsuffizienz)
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit Methotrexat (einem bestimmten Chemotherapeutikum) in einer Dosierung von 15 mg oder mehr pro Woche
  • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft in einer Dosierung von √ľber 150 mg Acetylsalicyls√§ure pro Tag (siehe auch unter ‚ÄěSchwangerschaft‚Äú)

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bevor Sie mit der Behandlung von ASS Hexal beginnen, muss Ihr Arzt die Zweckmäßigkeit der Anwendung in Ihrem speziellen Fall feststellen.

Holen Sie bitte unverz√ľglich √§rztliche Beratung ein, wenn sich w√§hrend der Einnahme von ASS Hexal Ihre Herz-/Kreislaufsituation oder Ihre Gehirnfunktion verschlechtert oder wenn schwere oder unerwartete Nebenwirkungen auftreten.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie ASS Hexal einnehmen. Besondere Vorsicht ist erforderlich

  • bei bekannter Allergie gegen Schmerzmittel, Arzneimittel gegen Entz√ľndungen oder Rheuma oder einer Allergie gegen andere Stoffe
  • bei gleichzeitiger Einnahme mit anderen acetylsalicyls√§ureh√§ltigen Arzneimitteln, Metamizol, oder schmerz- und entz√ľndungshemmenden Arzneimitteln wie z. B. Ibuprofen und Naproxen (siehe auch unter ‚ÄěEinnahme von ASS Hexal zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú)
  • wenn bei Ihnen Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellung (Nasenpolypen), chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder chronische Atemwegserkrankung vorliegen oder wenn Sie an anderen Allergien leiden (z. B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselsucht): ASS Hexal kann Kr√§mpfe der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmen), Asthmaanf√§lle oder andere √úberempfindlichkeitsreaktionen ausl√∂sen.
  • wenn Sie gleichzeitig mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z. B. Phenprocoumon) behandelt werden
  • bei eingeschr√§nkter Leberfunktion
  • bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion oder verminderter Herz- und Gef√§√üdurchblutung (z. B. Gef√§√üerkrankung der Nieren, Herzmuskelschw√§che, Verringerung des Blutvolumens, gr√∂√üere Operationen, Blutvergiftung oder st√§rkere Blutungen): Acetylsalicyls√§ure kann das Risiko einer Nierenfunktionsst√∂rung und eines akuten Nierenversagens weiter erh√∂hen.
  • wenn Sie an Gicht leiden. Acetylsalicyls√§ure vermindert in niedriger Dosierung die Harns√§ureausscheidung. Bei entsprechend gef√§hrdeten Patienten kann diese unter Umst√§nden einen Gichtanfall ausl√∂sen.
  • wenn Sie eine bestimmte vererbte Form der Blutarmut haben (Glukose-6-Phosphat- Dehydrogenase-Mangel mit h√§molytischer An√§mie)
  • vor und nach Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z. B. Ziehen eines Zahnes). Es kann zur verst√§rkten Blutungsneigung kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt √ľber die Einnahme von ASS Hexal.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

1. und 2. Schwangerschaftsdrittel:

W√§hrend der ersten sechs Monate der Schwangerschaft ist die Verabreichung von Acetylsalicyls√§ure zu vermeiden, au√üer wenn aus Sicht des behandelnden Arztes der zu erwartende Nutzen f√ľr die Mutter das potenzielle Risiko f√ľr den Fetus √ľberwiegt.

3. Schwangerschaftsdrittel:

In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft darf eine maximale Tagesdosis von bis zu 150 mg Acetylsalicyls√§ure unter strenger √§rztlicher √úberwachung eingenommen werden, wenn dies eindeutig notwendig ist, da ein erh√∂htes Risiko von Komplikationen f√ľr Mutter und Kind besteht.

Stillzeit:

Der Wirkstoff Acetylsalicyls√§ure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch√ľber.Dabisherkeinesch√§dlichenWirkungenaufdasKindberichtetwurden,muss das Stillen bei bis zu 150 mg pro Tag nicht abgesetzt werden. Bei h√∂heren Dosen (> 150 mg / Tag) muss das Stillen abgebrochen werden.

Da nachteilige Folgen f√ľr den S√§ugling bei geringen Acetylsalicyls√§ure-Dosen bisher nicht bekannt geworden sind, ist bei Anwendung einer Tagesdosis von bis zu 150 mg eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich. Um das Risiko einer Thrombozytenaggregation (Zusammenhaften und Verklumpen der Blutpl√§ttchen) beim S√§ugling zuminimieren, wird das Stillen 1 - 2 Stunden nach der Einnahme von ASS Hexal 100 mg ‚Äď Tabletten empfohlen. Bei Einnahme h√∂herer Dosen (√ľber 150 mg Tagesdosis) soll abgestillt werden.

Fortpflanzungsfähigkeit:

ASS Hexal 100 mg ‚Äď Tabletten geh√∂ren zu einer Gruppe von Arzneimitteln (nicht-steroidale Antirheumatika, NSAR), die die Fruchtbarkeit von Frauen beeintr√§chtigen k√∂nnen. Diese Wirkung ist nach Absetzen des Arzneimittels reversibel (umkehrbar).

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

ASS Hexal hat keinen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist ASS Hexal einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis 1 x t√§glich 1 Tablette (100 mg).

Folgende Dosierungen werden empfohlen:

Erwachsene

Vorbeugung von Schlaganfällen:

50 - 150 mg Acetylsalicyls√§ure (entsprechend ¬Ĺ bis 1 ¬Ĺ Tabletten ASS Hexal)

Verminderung des Herzinfarktrisikos:

75* - 150 mg Acetylsalicyls√§ure (entsprechend 1 bis 1 ¬Ĺ Tabletten ASS Hexal) * F√ľr diese Dosierung stehen andere Pr√§parate zur Verf√ľgung.

Verdacht auf akuten Herzinfarkt:

initial 150 - 300 mg Acetylsalicyls√§ure (entsprechend 1 ¬Ĺ bis 3 Tabletten ASS Hexal)

Vorbeugung nach Herzoperationen:

100 - 300 mg Acetylsalicylsäure (entsprechend 1 bis 3 Tabletten ASS Hexal)

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen ist aufgrund der Indikationen nicht vorgesehen.

√úber die Dauer der Behandlung entscheidet Ihr Arzt.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Tabletten sollen mit der Mahlzeit mit einem Glas Wasser eingenommen werden.

BeiVerdachtaufHerzinfarktempfiehltessich,dieTabletteineinemTeelöffelWasserzerfallen zu lassen.

Hinweis:

ASS Hexal 100 mg - Tabletten eignen sich auf Grund des niedrigen Wirkstoffgehaltes nicht zur Behandlung von Schmerzzuständen.

Wenn Sie eine größere Menge von ASS Hexal eingenommen haben als Sie sollten

MöglicheSymptomebeileichteren,akutenVergiftungensind:Hautausschläge,Magen-/Darm- Blutungen, beschleunigte Atmung, Ohrensausen, Übelkeit, Erbrechen, Beeinträchtigung von Sehen und Hören, Kopfschmerzen, Schwindel und Verwirrtheitszustände.

Bei schweren Vergiftungen k√∂nnen Wahrnehmungsst√∂rungen, Zittern, Atemnot, Schwei√üausbr√ľche, erh√∂hte K√∂rpertemperatur und Koma auftreten.

Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit ASS Hexal 100 mg - Tabletten benachrichtigen Sie bittesoforteinenArzt.DieserkannentsprechendderSchwereeiner√úberdosierung/Vergiftung √ľber die gegebenenfalls erforderlichen Ma√ünahmen entscheiden.

Hinweis f√ľr das medizinische Fachpersonal:

Informationen zur √úberdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von ASS Hexal vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern f√ľhren Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von ASS Hexal abbrechen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung mit ASS Hexal vorzeitig beenden wollen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von ASS Hexal zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Die gleichzeitige Einnahme von Acetylsalicyls√§ure mit anderen Arzneimitteln kann zur Verst√§rkung oder Abschw√§chung ihrer Wirkung f√ľhren und das Risiko f√ľr Nebenwirkungen kann erh√∂ht sein.

Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko

  • blutgerinnungshemmende Arzneimittel (z. B. Phenprocoumon) und blutgerinnselaufl√∂sendeArzneimittel:Acetylsalicyls√§urekanndasBlutungsrisikoerh√∂hen, wenn es vor einer blutgerinnselaufl√∂senden Behandlung eingenommen wurde. Daher m√ľssen Sie, wenn bei Ihnen eine solche Behandlung durchgef√ľhrt werden soll, auf Zeichen √§u√üerer oder innerer Blutung (z. B. blaue Flecken) aufmerksam achten. Eine √§rztliche Kontrolle ist unbedingt erforderlich.
  • Heparin und Thrombozytenaggregationshemmer (Arzneimittel, die das Zusammenhaften und Verklumpen von Blutpl√§ttchen hemmen, z. B. Ticlopidin, Clopidogrel, Cilostazol): erh√∂htes Risiko f√ľr Blutungen. Eine √§rztliche Kontrolle ist unbedingt erforderlich.
  • andere schmerz- und entz√ľndungshemmende Arzneimittel (nicht-steroidale Analgetika/Antiphlogistika) und andere Arzneimittel gegen Rheuma allgemein: erh√∂htes Risiko f√ľr Blutungen und Geschw√ľre im Magen-/Darm-Bereich.
  • Arzneimittel, die Kortison oder kortison√§hnliche Substanzen enthalten (mit Ausnahme bei Kortisonersatztherapie bei Morbus Addison): erh√∂htes Risiko f√ľr Nebenwirkungen im Magen-/Darm-Bereich.
  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen): Das Risiko f√ľr Blutungen im Magen-/Darm-Bereich steigt.
  • blutzuckersenkende Arzneimittel (Antidiabetika wie Sulfonylharnstoffe, Insulin): Es kann durch Wirkungsverst√§rkung zu einer Unterzuckerung kommen.
  • Digoxin (bestimmtes Arzneimittel zur Behandlung der Herzmuskelschw√§che und zur Behandlung bestimmter Herzrhythmusst√∂rungen), Methotrexat (Arzneimittel zur

Behandlung von Krebserkrankungen bzw. von bestimmten rheumatischen Erkrankungen): Es besteht die Gefahr verstärkter Nebenwirkungen.

  • Valproins√§ure (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie): Es besteht die Gefahr verst√§rkter Nebenwirkungen.

Abschwächung der Wirkung von

  • speziellen Arzneimitteln zur Entw√§sserung und Blutdrucksenkung (Diuretika: sogenannte Aldosteronantagonisten wie z. B. Spironolacton und Canrenoat und Schleifendiuretika, z. B. Furosemid)
  • bestimmten Arzneimitteln gegen Bluthochdruck und/oder Herzmuskelschw√§che (insbesondere ACE-Hemmer)
  • harns√§ureausscheidenden Arzneimitteln gegen Gicht (Urikosurika, z. B. Probenecid, Benzbromaron)

Abgeschwächt wird die Wirkung von ASS Hexal durch

  • Einige nichtsteroidale Entz√ľndungshemmer wie z. B. Ibuprofen und Naproxen k√∂nnen die Wirkung von niedrig dosierter Acetylsalicyls√§ure auf das Verklumpen von Blutpl√§ttchen verringern und k√∂nnen damit die Schutzwirkung von ASS Hexal auf das Herz begrenzen.
  • Metamizol (Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Fieber) kann die Wirkung von Acetylsalicyls√§ure auf die Thrombozytenaggregation (Verklumpung von Blutpl√§ttchen und Bildung eines Blutgerinnsels) verringern, wenn es gleichzeitig eingenommen wird. DahersolltedieseKombinationmitVorsichtbeiPatientenangewendetwerden,dieniedrig dosierte Acetylsalicyls√§ure zum Herzschutz einnehmen.

ASS Hexal sollte, ohne die ausdr√ľckliche Anweisung eines Arztes, nicht gleichzeitig mit einem der oben angef√ľhrten Arzneimittel angewendet werden.

Einnahme von ASS Hexal zusammen mit Alkohol

Bitte vermeiden Sie den Genuss von Alkohol während der Behandlungszeit mit ASS Hexal, es könnten die Nebenwirkungen des Arzneimittels verstärkt werden (Risiko einer Blutung im Magen-/Darmtrakt, verlängerte Blutungszeit).

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Häufig:

Beschwerden im Magen-/Darm-Bereich wie Sodbrennen, √úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall, geringf√ľgige Blutverluste aus dem Magen-/Darm-Bereich (Mikroblutungen)

Gelegentlich:

Hautreaktionen

Magen-/Darm-Entz√ľndungen, Magen-/Darm-Geschw√ľre, Magen-/Darm-Blutungen, die nach l√§ngerer Anwendung zu einer Blutarmut durch Eisenmangel f√ľhren k√∂nnen

Sehr selten Durchbruch eines Magen-/Darmgeschw√ľrs, insbesondere bei √§lteren Patienten. Setzen Sie bei Bauchschmerzen, Schwarzf√§rbung des Stuhls oder Bluterbrechen ASS Hexal ab und informieren Sie sofort den Arzt.

Selten:

√úberempfindlichkeitsreaktionen der Haut wie Hautr√∂tung, Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz √úberempfindlichkeitsreaktionen des Atemtrakts, des Magen-/Darm-Trakts und des Herz-/ Kreislauf-Systems, vor allem bei Asthma-Patienten. Zeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion k√∂nnen sein: Blutdruckabfall, Anf√§lle von Atemnot, Schnupfen, verstopfte Nase, lebensgef√§hrlicher Schock oder Schwellungen von Haut und Schleimhaut. Hautreaktionen, Hautr√∂tung, Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz, Magen-/Darm-Entz√ľndungen, Magen-/Darm-Geschw√ľre, Magen-/Darm-Blutungen

Reye-Syndrom (seltene Erkrankung des Gehirns und der Leber, die auch lebensbedrohlich sein kann)

Selten bis sehr selten:

schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung, Blasenbildung und Hautabschälung Schwerwiegende Blutungen wie z. B. Hirnblutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit Blutgerinnungshemmern sind berichtet worden, die in Einzelfällen lebensbedrohlich sein können.

Sehr selten: Blutzuckerabfall

Erh√∂hungdesHarns√§urespiegelsimBlut:Acetylsalicyls√§urevermindertinniedrigerDosierung die Harns√§ureausscheidung. Bei hierf√ľr gef√§hrdeten Patienten kann dies unter Umst√§nden einen Gichtanfall ausl√∂sen.

Erhöhung der Leberwerte

Nierenfunktionsstörung und akutes Nierenversagen

Nicht bekannt:

Kopfschmerzen,Schwindel,Verwirrtheit,gest√∂rtesH√∂rverm√∂genoderOhrensausen(Tinnitus) k√∂nnenAnzeicheneiner√úberdosierungsein(sieheauchAbschnitt 3.,‚ÄěWennSieeinegr√∂√üere Menge von ASS Hexal eingenommen haben als Sie sollten‚Äú).

Beschleunigter Abbau bzw. Zerfall der roten Blutkörperchen und eine bestimmte Form der Blutarmut bei Patienten mit schwerem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel

Es k√∂nnen Blutungen, wie z. B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Hautblutungen oder Blutungen der harnableitenden Wege und der Geschlechtsorgane, mit einer m√∂glichen Verl√§ngerung der Blutungszeit, auftreten. Diese Wirkung kann √ľber 4 - 8 Tage nach der Einnahme anhalten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis/Verw. bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Worauf m√ľssen Sie noch achten?

W√§hrend der Behandlung k√∂nnen jederzeit ‚Äď auch schwerwiegende ‚Äď Blutungen, Geschw√ľre und/oder Durchbr√ľche im Magen-/Darm-Trakt auftreten, auch ohne vorangehende Beschwerden oder entsprechende Magen-/Darm-Erkrankungen in der Vorgeschichte. Achten Sie daher w√§hrend der Einnahme von ASS Hexal 100 mg - Tabletten auf Anzeichen einer Erkrankung im Magen-/Darm-Trakt: Bauchschmerzen, Bluterbrechen, kaffeesatzartiges Erbrechen, Schwarzf√§rbung des Stuhls.

IndiesenF√§llenunterbrechenSiebittesofortdieEinnahmevon ASSHexal100mg-Tabletten und suchen Sie unverz√ľglich √§rztlichen Rat.

Bei Anwendung von Acetylsalicyls√§ure in gro√üen Mengen √ľber mehrere Jahre k√∂nnen Nierensch√§den auftreten. In einem solchen Fall ist die Nierenfunktion zu √ľberpr√ľfen.

Bei einer h√§ufigen Einnahme von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten, die zu erneuter Einnahme und damit zu einem Weiterbestehen der Kopfschmerzen f√ľhren k√∂nnen.

Acetylsalicyls√§ure sollte ohne Anweisung eines Arztes nicht √ľber einen l√§ngeren Zeitraum oder in h√∂heren Dosen eingenommen werden.

Bei länger dauernder Einnahme sind Kontrollen (z. B. Leberfunktion, Nierenfunktion, Blutbild, Blutgerinnung) angezeigt.

Kinder und Jugendliche

F√ľr ASS Hexal gibt es keine Indikation f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen. Acetylsalicyls√§ure soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen oder Windpocken nur auf √§rztliche Anweisung und nur dann angewendet werden, wenn andere Ma√ünahmen nicht wirken. Sollte es zu langanhaltendem Erbrechen, Bewusstseinstr√ľbung und/oder abnormalem Verhalten in Folge der Behandlung kommen, so kann dies ein Zeichen des Reye-Syndroms, einer sehr seltenen, aber lebensbedrohlichen Krankheit sein, muss die Behandlung sofort abgebrochen werden und bedarf unbedingt sofortiger √§rztlicher Behandlung.

Inhalt der Packung und weitere Informationen Was ASS Hexal enthält

  • Der Wirkstoff ist Acetylsalicyls√§ure.
    1 Tablette enthält 100 mg Acetylsalicylsäure (ASS).
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Stearinsäure

Wie ASS Hexal aussieht und Inhalt der Packung

Weiße runde Tabletten, auf einer Seite gewölbt (konvex) und mit Bruchkerbe auf der anderen Seite. Die Tabletten können in gleiche Dosen geteilt werden.

Blisterpackungen zu 30 und 100 St√ľck

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Hexal Pharma GmbH, 1020 Wien, √Ėsterreich

Hersteller:

Salutas Pharma GmbH, 39179 Barleben, Deutschland

Z.Nr.: 1-25175

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Dezember 2019.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Unterschieden werden die chronische √úberdosierung von Acetylsalicyls√§ure mit √ľberwiegend zentralnerv√∂sen St√∂rungen wie Benommenheit, Schwindel, Verwirrtheit oder √úbelkeit (‚ÄěSalicylismus‚Äú) und die akute Intoxikation.

Im Vordergrund einer akuten Acetylsalicyls√§ure-Vergiftung steht eine schwere St√∂rung des S√§ure-Basen-Gleichgewichts. Bereits im therapeutischen Dosisbereich kommt es zu einer respiratorischen Alkalose infolge gesteigerter Atmung. Sie wird durch eine erh√∂hte renale AusscheidungvonHydrogencarbonatkompensiert,sodassderpH-Wert desBlutesnormalist. Bei toxischen Dosen reicht diese Kompensation nicht mehr aus und der pH-Wert sowie die Hydrogencarbonat-Konzentration im Blut sinken ab. Der PCO2-Wert des Plasmas kann zeitweilig normal sein. Es liegt scheinbar das Bild einer metabolischen Azidose vor. Tats√§chlich aber handelt es sich um eine Kombination von respiratorischer und metabolischer Azidose. Die Ursachen hierf√ľr sind: Einschr√§nkung der Atmung durch toxische Dosen, Anh√§ufung von S√§ure, zum Teil durch verminderte renale Ausscheidung (Schwefel- und Phosphors√§ure sowie Salicyls√§ure, Milchs√§ure, Acetessigs√§ure u. a.) infolge einer St√∂rung

des Kohlehydrat-Stoffwechsels. Hierzu tritt eine Störung des Elektrolythaushalts auf. Es kommt zu größeren Kaliumverlusten.

Symptome der akuten Intoxikation

Die Symptome bei leichteren Graden einer akuten Vergiftung (200 - 400 őľg/ml): Neben St√∂rungen des S√§ure-Basen-Gleichgewichts, des Elektrolythaushalts (z. B. Kaliumverluste), Hypoglyk√§mie,Hautausschl√§gensowiegastrointestinalenBlutungenwerdenHyperventilation, Ohrensausen, √úbelkeit, Erbrechen, Beeintr√§chtigung von Sehen und H√∂ren, Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheitszust√§nde beobachtet.

Bei schweren Vergiftungen (√ľber 400 őľg/ml) k√∂nnen Delirien, Tremor, Atemnot, Schwei√üausbr√ľche, Exsikkose, Hyperthermie und Koma auftreten.

Bei Intoxikationen mit letalem Ausgang tritt der Tod in der Regel durch Versagen der Atemfunktion ein.

Therapie der Intoxikation

Die Therapiem√∂glichkeiten zur Behandlung einer Acetylsalicyls√§ure-Intoxikation richten sich nach Ausma√ü, Stadium und klinischen Symptomen der Intoxikation. Sie entsprechen den √ľblichen Ma√ünahmen zur Verminderung der Resorption des Wirkstoffs, Kontrolle desWasser- und Elektrolythaushalts sowie der gest√∂rten Temperaturregulation und Atmung.

Im Vordergrund stehen Ma√ünahmen, die der Beschleunigung der Ausscheidung und der Normalisierung des S√§ure-Basen- und Elektrolythaushalts dienen. Neben Infusionsl√∂sungen mit Natriumhydrogencarbonat und Kaliumchlorid werden auch Diuretika verabreicht. Die Reaktion des Harns soll basisch sein, damit der Ionisationsgrad der Salicylate zu- und damit die R√ľckdiffusionsrate in den Tubuli abnimmt.

Eine Kontrolle der Blutwerte (pH, PCO2, Hydrogencarbonat, Kalium u. a.) ist sehr zu empfehlen. In schweren Fällen kann eine Hämodialyse notwendig sein.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: ASS Hexal 100 mg - Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Acetylsalicylsäure (ASS)
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Suchtgift Nein
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Zulassungsdatum 26.11.2003
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden