Wirkstoff(e) Acetylsalicylsäure (ASS) Paracetamol Coffein
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 03.02.2011
ATC Code N02BA51; N02BE51
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

Zulassungsinhaber

Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Acetylsalicyls√§ure und Paracetamol sind Wirkstoffe aus der Gruppe der Analgetika- Antipyretika, sie haben eine rasch einsetzende, schmerzstillende, fiebersenkende und entz√ľndungshemmende Wirkung. Der dritte enthaltene Wirkstoff Coffein verst√§rkt die schmerzstillende Wirkung der Kombination von Acetylsalicyls√§ure und Paracetamol nachweislich und mildert Abgeschlagenheit und M√ľdigkeit bei Erk√§ltungen.

Neuralgin Schmerztabletten werden angewendet bei:

akuten leichten bis m√§√üig starken Schmerzen wie z. B. Kopfschmerzen (auch infolge von F√∂hn und Wetterwechsel), Migr√§ne, Menstruationsbeschwerden, Nervenschmerzen, rheumatischen Beschwerden, Zahnschmerzen sowie bei Fieber- und Schmerzzust√§nden bei Erk√§ltungskrankheiten und Grippe (f√ľr Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren).

Hinweis: Schmerzmittel sollen längere Zeit oder in höheren Dosen nicht ohne Befragen des Arztes angewendet werden.

Bitte beachten Sie die Angaben f√ľr Kinder und Jugendliche (siehe Abschnitt 2).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Neuralgin Schmerztabletten d√ľrfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Salicylate, Paracetamol oder Coffein oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn bei Ihnen bereits einmal nach der Behandlung mit Salicylaten oder anderen entz√ľndungshemmenden Schmerz- oder Rheumamitteln (nichtsteroidale Antirheumatika = ‚ÄěNSAR‚Äú) Anzeichen von √úberempfindlichkeit aufgetreten sind, wie z. B. Atembeschwerden (Asthma), Nasenpolypen, Haut- und/oder Schleimhautschwellungen (vor allem im Gesichtsbereich, bei Beteiligung von Nase, Kehlkopf und Zunge unter Umst√§nden mit Atemnot und Schluckbeschwerden) oder Nesselausschlag (juckende rote Flecken auf der Haut)
  • bei Magen- oder Darmgeschw√ľren
  • bei krankhaft erh√∂hter Blutungsneigung oder Blutgerinnungsst√∂rung
  • wenn bei Ihnen gleichzeitig Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulanzien) oder Arzneimittel zur Vermeidung oder Aufl√∂sung eines Blutgerinnsels angewendet werden (Thrombozytenaggregationshemmer, Heparin, Thrombolytika)
  • wenn bei Ihnen starke Blutungen auftreten oder ein erh√∂htes Blutungsrisiko besteht (z. B. wenn bei Ihnen eine Operation geplant ist ‚Äď informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt √ľber die Einnahme von Neuralgin Schmerztabletten)
  • bei schwerer Herzmuskelschw√§che
  • bei erheblicher Einschr√§nkung der Leber- oder Nierenfunktion
  • wenn Sie mit Methotrexat (Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf das Immunsystem oder gegen Krebs) in einer Dosierung von 15 mg pro Woche oder mehr behandelt werden
  • wenn Sie regelm√§√üig oder gr√∂√üere Mengen Alkohol trinken (siehe ‚ÄěEinnahme von Neuralgin Schmerztabletten zusammen mit Nahrungsmitteln, Getr√§nken und Alkohol‚Äú)
  • von Schwangeren im letzten Schwangerschaftsdrittel (siehe ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú)
  • von Jugendlichen mit Windpocken oder Grippe (Influenza) wegen des Risikos der Entwicklung eines ‚ÄěReye-Syndroms‚Äú ‚Äď einer sehr seltenen, aber unter Umst√§nden lebensbedrohlichen Krankheit (siehe ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú)
  • von Kindern und von Jugendlichen unter 14 Jahren.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Neuralgin Schmerztabletten anwenden.

Im Folgenden wird beschrieben, wann Sie Neuralgin Schmerztabletten nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht einnehmen d√ľrfen. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen fr√ľher einmal zutrafen.

  • wenn Sie an chronischen oder wiederkehrenden Magen- oder Zw√∂lffingerdarmbeschwerden leiden
  • wenn Sie so starke Migr√§ne haben, dass Sie der Bettruhe bed√ľrfen, oder Kopfschmerzen haben, die sich von Ihrer √ľblichen Migr√§ne unterscheiden, oder falls Ihre Migr√§nekopfschmerzen mit Erbrechen verbunden sind
  • wenn Sie Kopfschmerzen haben, die nach oder wegen einer Kopfverletzung, k√∂rperlicher Belastung, Husten oder Vorbeugen des Oberk√∂rpers beginnen
  • wenn Sie jeden Tag Kopfschmerzen haben oder die ersten Kopfschmerzen im Alter von √ľber 50 Jahren hatten
  • wenn bei Ihnen eine erbliche, sehr seltene Stoffwechselerkrankung (Mangel an Glukose- 6-Phosphat-Dehydrogenase) vorliegt, da h√∂here Dosen von Acetylsalicyls√§ure zu Blutarmut durch Zerfall roter Blutk√∂rperchen f√ľhren k√∂nnen
  • wenn Sie an Gicht leiden, da durch Acetylsalicyls√§ure die Ausscheidung von Harns√§ure verringert werden kann
  • wenn bei Ihnen bereits fr√ľher Magen-Darm-Geschw√ľre, Magen-Darm-Blutungen oder Magen-Darm-Durchbr√ľche aufgetreten sind
  • wenn Sie an Asthma bronchiale, allergischem Schnupfen oder chronischer Nasenschleimhautschwellung (Nasenpolypen) leiden
  • wenn Sie an Herzmuskelschw√§che leiden
  • wenn Sie einen chronisch hohen Blutdruck haben
  • wenn Ihre Leberfunktion eingeschr√§nkt ist (z. B. nach einer Leberentz√ľndung)
  • wenn Ihre Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist oder durch fr√ľhere Erkrankungen Nierensch√§den bestehen
  • wenn Sie am Gilbert-Syndrom (einer seltenen erblichen Stoffwechselerkrankung) leiden
  • wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden
  • wenn bei Ihnen Mangelern√§hrung oder Austrocknung (z. B. bei zu geringer Trinkmenge) vorliegen
  • wenn Sie an einer Schilddr√ľsen√ľberfunktion leiden

Neuralgin Schmerztabletten d√ľrfen in diesen F√§llen nur nach √§rztlicher Anordnung eingenommen werden. Wenden Sie sich daher bitte an Ihren Arzt, wenn einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft.

Neuralgin Schmerztabletten d√ľrfen bei Schmerzen nicht l√§nger als 3-4 Tage und bei Fieber nicht l√§nger als 3 Tage ohne √§rztliche Anordnung eingenommen werden. Wenn Schmerzen oder Fieber bestehen bleiben oder sich sogar verschlimmern, oder wenn neue Beschwerden auftreten (z. B. R√∂tung bzw. Schwellung oder eine Verschlechterung des Allgemeinbefindens), suchen Sie bitte unverz√ľglich einen Arzt auf, da dies Anzeichen einer schweren Erkrankung sein k√∂nnen.

Die entz√ľndungshemmenden Wirkstoffe in Neuralgin Schmerztabletten k√∂nnen die Anzeichen (Symptome) einer Infektion verschleiern.

Blutungsrisiko bei Operationen:

Da die in Neuralgin Schmerztabletten enthaltene Acetylsalicyls√§ure bereits in sehr niedrigen Dosierungen und mehrere Tage lang anhaltend die Blutgerinnung hemmt, kann die Blutstillung nach Operationen beeintr√§chtigt sein. Vor einer Operation ‚Äď selbst bei geringf√ľgigen chirurgischen Eingriffen (z. B. ‚ÄěZ√§hneziehen‚Äú) ‚Äď m√ľssen Sie daher bitte den behandelnden Arzt bzw. Zahnarzt √ľber die Einnahme von Neuralgin Schmerztabletten informieren.

Situationen mit erhöhtem Nebenwirkungsrisiko

W√§hrend der Behandlung k√∂nnen jederzeit Blutungen, Geschw√ľre oder ein Durchbruch von Geschw√ľren im Magen-Darm-Trakt auftreten ‚Äď auch ohne vorangehende Beschwerden oder entsprechende Magen-Darm-Erkrankungen in der Vorgeschichte. Wenn Sie √§lter sind, ein geringes K√∂rpergewicht haben oder mit einem blutgerinnungshemmenden Arzneimittel (Antikoagulanzien wie Warfarin oder Thrombozytenaggregationshemmer) behandelt werden, besteht ein erh√∂htes Risiko (siehe auch ‚ÄěEinnahme von Neuralgin Schmerztabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Vorsicht ist ebenfalls erforderlich, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko einer Magensch√§digung oder von Blutungen erh√∂hen, wie z. B. andere Schmerz- oder Rheumamittel (NSAR), kortisonh√§ltige Arzneimittel (Kortikosteroide), oder bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer =SSRI) (siehe auch ‚ÄěEinnahme von Neuralgin Schmerztabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Falls Sie Anzeichen einer Nebenwirkung im Magen-Darm-Trakt bemerken (z.B. Bluterbrechen, kaffeesatzartiges Erbrechen, Magenschmerzen, Bauchschmerzen, teer√§hnlicher Stuhl), setzen Sie bitte Neuralgin Schmerztabletten sofort ab und fragen Sie unverz√ľglich einen Arzt um Rat.

Folgen längerer Anwendung von Schmerzmitteln

Bei l√§ngerer Anwendung von Schmerzmitteln ‚Äď vor allem in hoher Dosierung ‚Äď k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erh√∂hte Dosen desselben Arzneimittels behandelt werden d√ľrfen. Falls Sie meinen, dass bei Ihnen derartige Kopfschmerzen vorliegen, lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt beraten.

Ein pl√∂tzliches Absetzen von Schmerzmitteln nach l√§ngerer Anwendung in hoher Dosierung kann Entzugserscheinungen ausl√∂sen (z. B. Kopfschmerzen, M√ľdigkeit oder Nervosit√§t), die gew√∂hnlich innerhalb weniger Tage verschwinden. Eine erneute Einnahme von Schmerzmitteln darf nur nach entsprechender Anordnung des Arztes und nach Abklingen der Entzugserscheinungen erfolgen.

Eine gewohnheitsm√§√üige Langzeitanwendung von Schmerzmitteln kann zu dauerhafter Nierensch√§digung mit dem Risiko eines Nierenversagens f√ľhren.

Kinder und Jugendliche

Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen d√ľrfen Acetylsalicyls√§ure-haltige Arzneimittel ausschlie√ülich nach √§rztlicher Anweisung ‚Äď und nur, wenn andere Ma√ünahmen keine Wirkung zeigen ‚Äď gegeben werden. Besonders bei jungen Patienten besteht das Risiko f√ľr das Auftreten des seltenen, jedoch lebensbedrohlichen Reye-Syndroms, das unbedingt sofortiger √§rztlicher Intensivbehandlung bedarf. Es kamen allerdings auch F√§lle bei Erwachsenen vor. Beim Reye-Syndrom handelt es sich um eine nicht ansteckende Erkrankung des Gehirns (Enzephalopathie) mit gleichzeitigem Leberversagen, es tritt typischerweise nach dem Abklingen der ersten Anzeichen einer fieberhaften Erkrankung

(insbesondere bei Windpocken und grippe√§hnlichen Erkrankungen) auf. Alarmsignale sind lang andauerndes, heftiges Erbrechen, Kopfschmerzen und Bewusstseinstr√ľbung. Wenden Sie sich sofort an einen Arzt, wenn diese Beschwerden auftreten.

Aus diesem Grund soll auch nach einer Impfung gegen Windpocken vorsichtshalber 6 Wochen lang kein Acetylsalicylsäure-haltiges Arzneimittel eingenommen werden.

Einnahme von Neuralgin Schmerztabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Bitte beachten Sie den möglichen Gehalt an Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Coffein in anderen von Ihnen verwendeten Arzneimitteln, um die Gefahr einer Überdosierung dieser Wirkstoffe zu vermeiden.

Informieren Sie Ihren Arzt unbedingt, falls Sie eines oder mehrere der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:

  • ein anderes Arzneimittel, das Paracetamol, Acetylsalicyls√§ure enth√§lt, oder andere Schmerzmittel/ Fiebersenker
  • Arzneimittel gegen Blutgerinnung (‚ÄěBlutverd√ľnner") wie z.B. Gerinnungshemmer zum Einnehmen (z.B. Warfarin), Heparin, Anti-Thrombosemittel (z.B. Streptokinase) oder sonstige Anti-Blutpl√§ttchenmittel (Ticlopidin, Clopidogrel, Cilostazol)
  • Kortikosteroide (zur Bek√§mpfung von Entz√ľndungen)
  • Barbiturate und Benzodiazepine (zur Behandlung von Angst und Schlafst√∂rungen)
  • Lithium, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer wie z.B. Fluvoxamin (zur Behandlung von Depressionen)
  • Sulphonylharnstoff und Insulin (zur Behandlung von Diabetes)
  • Methotrexat (zur Behandlung von einigen Krebsarten, Arthritis oder Schuppenflechte)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Gicht (z.B. Probenecid)
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen (z.B. Rifampicin, Isoniazid, Chloramphenicol, Ciprofloxacin, Chinolone, Tetracyclin)
  • Levothyroxin, Trijodthyronin (zur Behandlung von Schilddr√ľsenunterfunktion)
  • Metoclopramid (zur Behandlung von √úbelkeit und Erbrechen)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (z.B. Phenytoin, Carbamazepin, Valproins√§ure)
  • Arzneimittel gegen Bluthochdruck und Herzmittel
  • Diuretika (zur Erh√∂hung der Urinproduktion und Verringerung der Fl√ľssigkeitsmenge im K√∂rper)
  • orale Verh√ľtungsmittel (‚ÄěPille‚Äú)
  • Arzneimittel zur Behandlung einer verlangsamten Magenentleerung (wie z.B. Propanthelin)
  • Clozapin (zur Behandlung von Schizophrenie)
  • Zidovudin (Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen)
  • Sympathomimetika (zur Steigerung von zu niedrigen Blutdruck bzw. zur Behandlung von verstopfter Nase)
  • Antiallergika (zur Vorbeugung gegen oder zur Behandlung von Allergien)
  • Theophyllin (zur Behandlung von Asthma)
  • Terbinafin (zur Behandlung von Pilzinfektionen)
  • Cimetidin (zur Behandlung von Sodbrennen und Magengeschw√ľren)
  • Disulfiram (zur Behandlung von Alkoholabh√§ngigkeit)
  • Nikotin (zur Unterst√ľtzung der Rauchentw√∂hnung)
  • Colestyramin (zur Behandlung zu hoher Cholesterinwerte)

Flucloxacillin (Antibiotikum), wegen des schwerwiegenden Risikos von Blut- und Fl√ľssigkeitsanomalien (metabolische Azidose mit vergr√∂√üerter Anionenl√ľcke), die dringend behandelt werden m√ľssen. Diese k√∂nnen insbesondere bei schwerer Niereninsuffizienz, Sepsis (wenn Bakterien und ihre Toxine im Blut zirkulieren und zu Organsch√§den f√ľhren), Mangelern√§hrung, chronischem Alkoholismus und bei Anwendung der maximalen Tagesdosen von Paracetamol auftreten.

Einnahme von Neuralgin Schmerztabletten zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Gleichzeitiger Alkoholkonsum erh√∂ht die Gefahr von Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt (z. B. Blutungen) bzw. einer Lebersch√§digung bei normalerweise harmlosen Paracetamol- Dosen und soll daher vermieden werden! Dies gilt insbesondere f√ľr Alkoholmissbrauch.

Bitte beachten Sie den möglichen Gehalt an Coffein in Genussmitteln (z. B. Kaffee), um die Gefahr einer Überdosierung zu vermeiden. Rauchen steigert den Coffein-Stoffwechsel in der Leber.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Wird während der Anwendung von Neuralgin Schmerztabletten eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen.

Neuralgin Schmerztabletten d√ľrfen w√§hrend der ersten 6 Monate der Schwangerschaft nur auf ausdr√ľckliche, √§rztliche Anweisung eingenommen werden. Dabei muss die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie m√∂glich gehalten werden.

Im letzten Drittel der Schwangerschaft d√ľrfen Neuralgin Schmerztabletten wegen eines erh√∂hten Risikos von Komplikationen f√ľr Mutter und Kind vor und w√§hrend der Geburt nicht angewendet werden (Fehlentwicklungen im Kreislaufsystem und/oder Nierenfunktionsst√∂rung beim Ungeborenen, erh√∂hte Blutungsgefahr bei Mutter und Kind w√§hrend der Geburt, Geburtsverz√∂gerung durch Beeintr√§chtigung der Wehen).

Coffein

Eine l√§nger dauernde Einnahme von hohen Coffein-Dosen kann bei Schwangeren zu Fehl- und Fr√ľhgeburten f√ľhren.

Stillzeit

Die Wirkstoffe gehen in die Muttermilch √ľber. Eine St√∂rung der Blutgerinnung beim S√§ugling kann nicht ausgeschlossen werden. Das Befinden und Verhalten des S√§uglings kann durch mit der Muttermilch aufgenommenes Coffein beeintr√§chtigt werden. W√§hrend der Einnahme von Neuralgin Schmerztabletten soll daher nicht gestillt werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine besonderen Vorsichtsma√ünahmen erforderlich. Falls jedoch Nebenwirkungen auftreten, welche die Aufmerksamkeit beeintr√§chtigen (z.B. Schwindel, M√ľdigkeit oder Sehst√∂rungen), d√ľrfen Sie keine Fahrzeuge lenken und keine gef√§hrlichen Maschinen bzw. Werkzeuge bedienen.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren:

Einzeldosis: 1 bis maximal 2 Tabletten.

Bei Bedarf kann die Anwendung im Abstand von 4 bis 8 Stunden wiederholt werden. Die Tageshöchstdosis beträgt 6 Tabletten (3-mal täglich 2 Tabletten).

M√∂gliche unerw√ľnschte Wirkungen k√∂nnen dadurch minimiert werden, dass die kleinste noch wirksame Dosis f√ľr die k√ľrzeste notwendige Dauer verabreicht wird.

√Ąltere Personen (ab 65 Jahren)

Bei √§lteren Personen ist wegen eventueller Begleiterkrankungen bzw. Untergewicht besondere Vorsicht angezeigt (siehe ‚ÄěNeuralgin Schmerztabletten d√ľrfen nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú). √Ąltere und untergewichtige Personen sollen daher immer nur die niedrigste wirksame Dosis anwenden.

Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren

Neuralgin Schmerztabletten d√ľrfen Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren nicht gegeben werden (siehe ‚ÄěNeuralgin Schmerztabletten d√ľrfen nicht eingenommen werden‚Äú).

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen:

Falls Sie an einer Nierenfunktionsst√∂rung leiden, fragen Sie bitte vor Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Er wird Ihnen m√∂glicherweise empfehlen, das Dosierungsintervall (den Abstand zwischen 2 Einnahmen) zu verl√§ngern. Bei schweren Nierenfunktionsst√∂rungen d√ľrfen Neuralgin Schmerztabletten nicht eingenommen werden.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen:

Falls Sie an einer Leberfunktionsst√∂rung leiden, fragen Sie bitte vor Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Er wird Ihnen m√∂glicherweise empfehlen, das Dosierungsintervall (den Abstand zwischen 2 Einnahmen) zu verl√§ngern. Bei schweren Leberfunktionsst√∂rungen d√ľrfen Neuralgin Schmerztabletten nicht eingenommen werden.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie die Tabletten entweder nach Zerfallenlassen in etwas Fl√ľssigkeit oder unzerkaut mit reichlich Fl√ľssigkeit (vorzugsweise einem Glas Wasser) ein. Die Einnahme nach den Mahlzeiten kann zu einem verz√∂gerten Wirkungseintritt f√ľhren.

Dauer der Anwendung

Neuralgin Schmerztabletten d√ľrfen bei Schmerzen nicht l√§nger als 3-4 Tage (maximal 10 Tage) und bei Fieber nicht l√§nger als 3 Tage ohne √§rztliche Anordnung eingenommen werden (siehe ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Wenn Sie eine größere Menge von Neuralgin Schmerztabletten eingenommen haben, als Sie sollten:

Wenn Sie mehr als die vorgeschriebene Dosis (zu viele Tabletten) eingenommen haben oder ein Kind Tabletten geschluckt hat, verst√§ndigen Sie bitte unverz√ľglich einen Arzt. Er wird √ľber eventuell notwendige Ma√ünahmen entscheiden. Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt √ľber die aufgenommenen Wirkstoffe informieren kann.

Bei älteren Personen, Kleinkindern, Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion, chronischem Alkoholkonsum oder chronischer Mangelernährung sowie Patienten, die gleichzeitig mit den Leberstoffwechsel anregenden Arzneimitteln behandelt werden, besteht ein erhöhtes Risiko einer Vergiftung, einschließlich tödlichem Ausgang.

Anzeichen einer Paracetamol-Vergiftung

Die Symptome einer Paracetamol-Vergiftung entwickeln sich in mehreren Phasen. Anfangs (am 1. Tag) k√∂nnen √úbelkeit, Erbrechen, Schwei√üausbr√ľche, Benommenheit und ein allgemeines Krankheitsgef√ľhl auftreten. Nach einem vor√ľbergehenden Gef√ľhl der Besserung am 2. Tag kann es in der zweiten Phase (am 3. oder 4. Tag) zu einer fortschreitenden Lebersch√§digung bis hin zum t√∂dlichen Leberversagen kommen.

Anzeichen einer akuten Acetylsalicylsäure-Vergiftung

Die Symptome einer leichten Acetylsalicyls√§ure-Vergiftung sind beschleunigte oder heftige Atmung, Ohrensausen, √úbelkeit, Erbrechen, Seh- und H√∂rst√∂rungen, Schwindel und Verwirrungszust√§nde. In F√§llen schwerer Vergiftung sind unter anderem Bewusstseinsst√∂rungen, Muskelzittern, Kr√§mpfe, Atemnot, Schwei√üausbr√ľche, Blutungen, Temperaturerh√∂hung und Bewusstlosigkeit beobachtet worden.

Anzeichen einer Coffein-Vergiftung

Fr√ľhe Anzeichen einer Coffein-Vergiftung sind √ľblicherweise Muskelzittern und Unruhe. Diese werden gefolgt von √úbelkeit, Erbrechen, beschleunigter Herzschlagfolge, Verwirrung und Sehst√∂rungen. Bei ernsten Vergiftungen k√∂nnen unter anderem Bewusstseinsst√∂rungen, Kr√§mpfe, Herzrhythmusst√∂rungen und ver√§nderte Blutzuckerwerte auftreten.

F√ľr den Arzt:

Informationen zur Behandlung einer Vergiftung mit Neuralgin Schmerztabletten sind am Ende dieser Gebrauchsinformation zu finden!

Wenn Sie die Einnahme von Neuralgin Schmerztabletten vergessen haben:

Falls Sie die Einnahme einmal vergessen haben, nehmen Sie bei der n√§chsten Gabe nicht mehr als die √ľbliche empfohlene Menge ein, sondern f√ľhren Sie die Einnahme fort, so wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. vom Arzt verordnet.

Wenn Sie die Einnahme von Neuralgin Schmerztabletten abbrechen:

Neuralgin Schmerztabletten werden nur bei Bedarf eingenommen und sollen nach Abklingen der Beschwerden abgesetzt werden.

Ein pl√∂tzliches Absetzen von Schmerzmitteln nach langfristiger Anwendung hoher Dosen kann Entzugserscheinungen ausl√∂sen (siehe ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Nebenwirkungen, bei denen sofortige ärztliche Hilfe erforderlich ist:

In (sehr) seltenen F√§llen kann einer der Wirkstoffe von Neuralgin Schmerztabletten eine Nebenwirkung verursachen, die ein Absetzen und sofortige √§rztliche Hilfe erfordert. Signale f√ľr eine solche m√∂glicherweise gef√§hrliche Nebenwirkung sind:

  • Bluterbrechen, kaffeesatzartiges Erbrechen, Bauchschmerzen oder teer√§hnlicher Stuhl
  • St√∂rung des Allgemeinbefindens mit Atemnot, Hautr√∂tung oder Hautjucken, m√∂glicherweise mit erniedrigtem Blutdruck und Schwellungen im Kopfbereich
  • Hautausschl√§ge mit Blasenbildung bzw. Hautblutungen, m√∂glicherweise mit Geschw√ľren im Mund. Auch wurde von schwerwiegenden Hautreaktionen berichtet.
  • Bl√§sse mit Abgeschlagenheit, Fieber, vermehrte Blutungsneigung (Hautblutungen, Nasenbluten!), Halsschmerzen, Wunden im Mund
  • Kopfschmerzen und Bewusstseinseintr√ľbung, m√∂glicherweise mit Kr√§mpfen, Erbrechen oder Ver√§nderungen des Verhaltens

Starke Abgeschlagenheit mit ausgeprägter Appetitlosigkeit oder Verminderung der Harnausscheidung Weitere mögliche Nebenwirkungen:

Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Herzklopfen
  • Erbrechen
  • Hautst√∂rungen

Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • beschleunigter Herzschlag
  • Unruhe, M√ľdigkeit, Zittern, √ľberm√§√üiges Schwitzen
  • Durchfall, Entz√ľndung der Speiser√∂hre

Nebenwirkungen, die bei der Anwendung von Acetylsalicylsäure oder Paracetamol beobachtet wurden:

Die Liste der Nebenwirkungen umfasst auch Beobachtungen, die bei der Behandlung von rheumatischen Beschwerden mit hohen Dosen von Acetylsalicyls√§ure √ľber einen langen Zeitraum gemacht wurden.

Acetylsalicyls√§ure kann Oberbauchbeschwerden, Entz√ľndungen und Geschw√ľre der Magen- Darm-Schleimhaut verursachen, die zu schwerwiegenden Magen-Darm-Blutungen f√ľhren k√∂nnen. Die Wahrscheinlichkeit f√ľr das Auftreten dieser Nebenwirkungen steigt bei Verabreichung h√∂herer Dosen, obwohl sie auch bei Anwendung niedrigerer Dosen auftreten k√∂nnen. Bei Anwendung von Acetylsalicyls√§ure √ľber einen l√§ngeren Zeitraum kann es als Folge von Magen-Darm-Blutungen zur Blutarmut aufgrund von Eisenmangel (Eisenmangelan√§mie) kommen.

Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Atemnot durch Verkrampfung der Muskulatur der Bronchien (h√§ufiger bei Personen mit Allergie gegen entz√ľndungshemmende Schmerz- und Rheumamittel = ‚ÄěNSAR‚Äú)
  • Hautreaktionen (z. B. Nesselausschlag)
  • Gallenstau

Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Magen-Darm-Geschw√ľre und Magen-Darm-Blutungen
  • Einschr√§nkung der Nierenfunktion
  • schwerwiegende entz√ľndliche Hauterkrankungen mit Blasenbildung und Hautabsch√§lung, Hautblutungen, Entz√ľndungen der Blutgef√§√üe
  • √úberempfindlichkeitsreaktionen (einschlie√ülich Blutdruckabfall, Atemnot, pl√∂tzlich auftretender Haut- und/oder Schleimhautschwellungen ‚Äď vor allem im Gesichtsbereich, bei Beteiligung von Nase, Kehlkopf und Zunge [Angio√∂dem] unter Umst√§nden mit Atemnot und Schluckbeschwerden; Hautr√∂tung, √úbelkeit und Schwitzen mit Versagen des Herz-Kreislauf-Systems [anaphylaktischer Schock])
  • Erh√∂hung bestimmter Leberwerte, Einschr√§nkung der Leberfunktion
  • Entz√ľndung der Schleimhaut der Speiser√∂hre (√Ėsophagitis)

Sehr seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • Ver√§nderungen des Blutbildes, wie Verminderung von Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie), von wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukozytopenie oder Agranulozytose) oder allen Blutzellen (Panzytopenie); Blutarmut infolge verminderter Bildung von roten Blutk√∂rperchen im Knochenmark (aplastische An√§mie)
  • Magen-Darm-Durchbr√ľche
  • akutes Nierenversagen
  • Unterzuckerung (Blutzuckermangel, Hypoglyk√§mie)
  • Verschlechterung infektionsbedingter Entz√ľndungen (siehe auch ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú)
  • Reye-Syndrom (seltene, jedoch lebensbedrohliche Erkrankung - siehe auch ‚ÄěNeuralgin Schmerztabletten d√ľrfen nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú)

Häufigkeit nicht bekannt (auf Grundlage vorhandener Daten nicht abschätzbar):

  • erh√∂htes Blutungsrisiko (z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten) wegen der gerinnungshemmenden Wirkung, die auch nach Beendigung der Behandlung f√ľr einige Tage (bis zu 8 Tage) andauert
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Schl√§frigkeit, Verwirrung, Unruhe, Nervosit√§t
  • Sehst√∂rungen
  • Einschr√§nkung des H√∂rverm√∂gens, Ohrger√§usche (‚ÄěOhrensausen‚Äú)
  • Magenschleimhautentz√ľndung

Nebenwirkungen, die durch Coffein verursacht werden können:

Die Nebenwirkungen von Coffein sind dosisabh√§ngig und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Sie h√§ngen von der Empfindlichkeit des Einzelnen gegen√ľber Coffein und vom t√§glichen Konsum coffeinhaltiger Getr√§nke ab.

Bei Einhaltung der empfohlenen Dosierung sind Nebenwirkungen selten, jedoch kann es bei Einnahme in den Abendstunden zu Einschlafstörungen kommen. Bei zusätzlichem Coffeinkonsum (z. B. durch Getränke) sind verstärkte Nebenwirkungen durch Coffein möglich; der Coffeingehalt einer Tablette Neuralgin Schmerztabletten entspricht ungefähr dem einer halben Tasse Filterkaffee.

Coffein regt das Zentralnervensystem an und kann in h√∂herer Dosierung Ruhelosigkeit, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, M√ľdigkeit, Muskelzittern, Schwindel, Angst, Sehst√∂rungen, H√∂rst√∂rungen, Magen-Darm-Beschwerden (Mundtrockenheit, verst√§rkter Durst, Appetitminderung, Hei√ühunger, Magenschmerzen, Durchfall, √úbelkeit, Sodbrennen), Erh√∂hung des systolischen Blutdrucks, beschleunigte Herzschlagfolge, verst√§rkten Harnfluss, Nesselausschlag, Muskelschmerzen und Ver√§nderungen des Kalium- und Blutzuckerspiegels verursachen.

Es liegen keine Erkenntnisse vor, dass bei bestimmungsgemäßem Gebrauch durch die fixe Kombination der 3 Wirkstoffe der Umfang und die Art der Nebenwirkungen der Einzelsubstanzen verstärkt oder in ihrer Art erweitert werden.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen. Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

AT-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittel zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 30 ¬ļC aufbewahren.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Beh√§ltnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Neuralgin Schmerztabletten enthalten:

  • Die Wirkstoffe sind: 250 mg Acetylsalicyls√§ure, 200 mg Paracetamol und 50 mg Coffein.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Aluminiumoxid, Mikrokristalline Cellulose, Maisst√§rke, Vorverkleisterte St√§rke (Mais), Hydriertes Rizinus√∂l.

Wie Neuralgin Schmerztabletten aussehen und Inhalt der Packung:

Weiße, runde, biplane Tablette; Blisterpackung mit 20 und 40 Tabletten, jeweils in 5er Blisterstreifen.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH, D-96045 Bamberg, Telefon: 0951/6043-0, Telefax: 0951/604329.

E-Mail: info@dr-pfleger.de

Z.Nr.: 1-30032

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im April 2022.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt.

√úberdosierung

Bei älteren Personen, Kleinkindern und Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion, chronischem Alkoholkonsum oder chronischer Mangelernährung sowie bei Patienten, die gleichzeitig mit enzyminduzierenden Arzneimitteln behandelt werden, besteht ein erhöhtes Risiko einer Intoxikation einschließlich tödlichem Ausgang.

Symptome:

Die Einnahme exzessiver Dosen von Paracetamol kann Zeichen der Vergiftung mit einer Latenzzeit von 24-48 Stunden hervorrufen. Leberversagen infolge von Leberzellnekrosen und hepatisches Koma ‚Äď auch mit t√∂dlichem Ausgang ‚Äď k√∂nnen auftreten. Unabh√§ngig davon sind auch Nierensch√§den als Folge von Nekrosen der Tubuli beschrieben worden.

Die Symptome einer Paracetamol-Vergiftung entwickeln sich in mehreren Phasen. Anfangs (1. Tag) treten √úbelkeit, Erbrechen, Schwei√üausbr√ľche, Somnolenz und ein generelles Krankheitsgef√ľhl auf. Nach vor√ľbergehender subjektiver Besserung kann es in der zweiten Phase (am 3. oder 4. Tag) zu einer betr√§chtlichen Erh√∂hung der Transaminase-Werte, Gelbf√§rbung der Haut, Gerinnungsst√∂rungen, Hypoglyk√§mie und dem √úbergang ins hepatische Koma kommen.

Die Symptome einer akuten Acetylsalicyls√§ure-Vergiftung sind Hyperventilation, Tinnitus, √úbelkeit, Erbrechen, Seh- und H√∂rst√∂rungen, Kopfschmerzen, Schwindel und Verwirrungszust√§nde. In F√§llen schwerer Vergiftung sind Delirium, Tremor, Konvulsionen, Atemnot, Schwei√üausbr√ľche, Blutungen, Dehydratation, St√∂rungen des S√§ure-Base- Haushaltes und der Elektrolytbalance im Plasma, Temperaturerh√∂hung und Koma beobachtet worden.

Fr√ľhe Anzeichen einer Coffein-Vergiftung sind √ľblicherweise Tremor und Unruhe. Diese werden gefolgt von √úbelkeit, Erbrechen, Tachykardie, Verwirrung und Sehst√∂rungen. Bei ernsten Vergiftungen k√∂nnen Delirium, Krampfanf√§lle, supraventrikul√§re und ventrikul√§re Tachyarrhythmien, Hypokali√§mie und Hyperglyk√§mie auftreten.

Therapie:

Die Behandlung sollte mit allgemeinen Ma√ünahmen begonnen werden (z. B. Aktivkohle, Magensp√ľlung). Eine forcierte Diurese sollte nicht durchgef√ľhrt werden, da es dadurch zu keiner Erh√∂hung der Salicylat-Ausscheidung kommt und Lungen√∂deme verursacht werden k√∂nnen. Infusionen mit Natriumhydrogencarbonat und Kaliumchlorid k√∂nnen verabreicht werden.

Die zytotoxischen Metaboliten von Paracetamol können durch Gabe von Sulfhydril- Donatoren wie Acetylcystein gebunden werden:

  • p.o.: initial 150 mg/kg, dann 4-st√ľndlich 70 mg/kg bis zu 68 Stunden
  • i.v.: initial 150 mg/kg in 200 ml 5%iger Glukose √ľber 15 Minuten, danach 50 mg/kg in 500 ml 5%iger Glukose √ľber 4 Stunden, anschlie√üend 100 mg/kg in 1.000 ml 5%iger Glukose √ľber 16 Stunden (insgesamt 300 mg/kg in 20

Stunden)

‚Äď bei gleichzeitiger oraler Gabe von Aktivkohle (Mischintoxikationen) sollte

Acetylcystein parenteral verabreicht werden; ist dies nicht möglich, empfiehlt es

sich, die orale Initialdosis um ca. 50 % zu steigern.

Es wird empfohlen, die Plasmakonzentration von Paracetamol und die Leberfunktion regelmäßig zu kontrollieren.

Die Plasmakonzentration von Acetylsalicylsäure wie auch von Paracetamol kann durch Dialyse verringert werden.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Neuralgin Schmerztabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Acetylsalicylsäure (ASS) Paracetamol Coffein
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Dr. Pfleger Arzneimittel GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 03.02.2011
ATC Code N02BA51; N02BE51
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere Analgetika und Antipyretika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden