Autor: MEPHA PHARMA


Langinformationen

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Olfen retard ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum und wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Die Einnahme von Olfen retard kann von den Symptomen einer Entzündung befreien, jedoch nicht die Ursachen heilen.

Olfen retard eignet sich besonders für erwachsene Patientinnen und Patienten, bei denen eine Tagesdosis von 75

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Olfen darf nicht eingenommen werden,

wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren oder nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen Schmerz- oder Rheumamitteln, sogenannten nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln Atemnot oder allergieähnliche Hautreaktionen hatten,

im letzten Drittel der Schwangerschaft,

bei aktiven Magen- und/oder Zwölffingerdarmgeschwüren oder Magen-/Darm-Blutungen,

bei chronischen Darmentzündungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa),

bei schwerer Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion,

bei schwerer Herzleistungsschwäche,

zur Behandlung von Schmerzen nach einer koronaren Bypassoperation am Herzen (resp. Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine),

bei Kindern und Jugendlichen.

Falls einer dieser Zustände bei Ihnen zutrifft, sagen Sie es Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin und wenden Sie Olfen nicht an. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob dieses Arzneimittel für Sie geeignet ist.


Während der Behandlung mit Olfen retard können im oberen Magen-Darm-Trakt Schleimhautgeschwüre, selten Blutungen oder in Einzelfällen Perforationen (Magen-, Darmdurchbrüche) auftreten. Diese Komplikationen können während der Behandlung jederzeit auch ohne Warnsymptome auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, verschreibt Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Magenschmerzen haben und einen Zusammenhang mit der Einnahme des Arzneimittels vermuten.

Für gewisse Schmerzmittel, die sogenannten COX-2-Hemmer, wurde unter hohen Dosierungen und/oder Langzeitbehandlung ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall festgestellt. Ob dieses erhöhte Risiko auch für Olfen retard zutrifft, ist noch nicht bekannt. Falls Sie bereits einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Venenthrombose hatten, oder falls Sie Risikofaktoren haben (wie hoher Blutdruck, Diabetes [Zuckerkrankheit], hohe Blutfettwerte, Rauchen), wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entscheiden, ob Sie Olfen retard trotzdem anwenden können. Informieren Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darüber.

Die Einnahme von Olfen retard kann die Funktion Ihrer Nieren beeinträchtigen, was zu einer Erhöhung des Blutdrucks und/oder Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führen kann. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn sie herzkrank oder nierenkrank sind, falls Sie Arzneimittel gegen Bluthochdruck (z.B. harntreibende Mittel, ACE-Hemmer) einnehmen oder bei einem erhöhten Flüssigkeitsverlust, z.B. durch starkes Schwitzen.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Insbesondere bei: Auftreten von Schwindel, Sehstörungen oder anderen zentralnervösen Störungen sollten Sie auf das Führen eines Motorfahrzeuges oder das Bedienen von Maschinen verzichten und umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.

Besondere Vorsicht ist angezeigt bei der Einnahme von Olfen retard, wenn Sie

Olfen retard gleichzeitig mit anderen entzündungshem­menden Arzneimittel (wie Acetylsalicylsäure/Aspirin, Kortikosteroide), «Blutverdünner» oder SSRI?s (Arzneimittel gegen Depression) einnehmen;

Asthma oder Heuschnupfen (saisonale allergische Rhinitis) haben;

an Leber- oder Nierenkrankheiten leiden;

früher einmal schwere Magen- oder Darmerkrankungen hatten wie Magengeschwür, Blutung oder schwarzer Stuhl oder nach der Einnahme von entzündungshemmenden Arzneimitteln Magenbeschwerden oder Sodbrennen bekamen;

Blutgerinnungsstörungen haben oder andere Schwierigkeiten mit dem Blut, einschliesslich ein seltenes Leberproblem bekannt als Porphyrie;

an Herzproblemen oder Bluthochdruck leiden oder gelitten haben;

dehydriert sein könnten z.B. durch eine Krankheit, Durchfall, vor oder nach einem grösseren chirurgischen Eingriff;

Schwellungen (Ödeme) an den Füssen und Unterschenkeln haben.

Wenn einer dieser Zustände zutrifft, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin bevor Sie Olfen retard einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin insbesondere, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen:

Lithium oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI?s) (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen);

Digoxin (Arzneimittel bei Herzproblemen);

Diuretika (Arzneimittel zur Erhöhung der Harnausscheidung);

ACE-Hemmer oder Betablocker (Arzneimittel gegen Bluthochdruck und Herzprobleme);

andere entzündungshemmende Arzneimittel, wie Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Ibuprofen;

Kortikosteroide;

gerinnungshemmende Arzneimittel (Antikoagulantien);

Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes ausgenommen Insulin;

Methotrexat (bei Arthritis und Krebserkrankung);

Ciclosporin (bei Organtransplantation);

einige Arzneimittel gegen Infektionen (Chinolon-Antibiotika).

Olfen retard kann die Anzeichen einer Infektion (z.B. Kopfschmerzen, hohe Körpertemperatur) abschwächen und somit das Aufdecken und die angemessene Behandlung der Infektion erschweren. Wenn Sie sich unwohl fühlen und einen Arzt benötigen, denken Sie daran, ihm zu sagen, dass sie Olfen retard einnehmen.

In sehr seltenen Fällen kann Olfen retard, wie andere entzündungshemmende Arzneimittel, schwere allergische Reaktionen (z.B. Ausschlag) verursachen. Informieren Sie deshalb umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls eine solche Reaktion bei Ihnen auftritt.

Wenn Sie Olfen retard längere Zeit (mehr als 2?3 Wochen) einnehmen, sollten Sie die regelmässigen, von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin angeordneten Kontrolluntersuchungen nicht versäumen.

Vorsicht ist bei älteren Patientinnen und Patienten geboten. Sie können auf die Wirkung von Olfen retard empfindlicher reagieren. Deswegen sollten sie vorsorglich die niedrigste wirksame Dosierung verwenden.


Schwangerschaft

Sollten Sie schwanger sein oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie Diclofenac nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf Olfen nicht eingenommen werden.

Olfen kann es erschweren, schwanger zu werden. Falls Sie eine Schwangerschaft planen oder Schwierigkeit haben, schwanger zu werden, sollten Sie deshalb Olfen nicht einnehmen, ausser es ist wirklich notwendig.

Stillzeit

Olfen sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, ausser Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hat es Ihnen ausdrücklich erlaubt.

Wie wird es angewendet?

Die Dosierung und Anwendung wird vom Arzt oder der Ärztin je nach Anwendungsbereich, Alter und Ausprägung der Beschwerden individuell festgelegt; bitte beachten Sie sorgfältig die Anweisungen Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin. Überschreiben Sie nicht die empfohlene Tagesdosis und Behandlungsdauer.

Zu Beginn der Behandlung beträgt die Tagesdosis im Allgemeinen 100?150 mg. In leichteren Fällen und zur Langzeitbehandlung sind 75?100 mg pro Tag, 1 Depotabs Olfen-75 retard oder 1 Depocaps Olfen-100 morgens oder abends, in der Regel ausreichend.

Zur Vermeidung von Nachtschmerzen und/oder Morgensteifigkeit wird Olfen retard abends eingenommen.

Bei Bedarf kann die Tagesdosis auf 150 mg (2 Depotabs Olfen-75 retard oder 1 Depocaps Olfen-100 zu 100 mg in Kombination mit Lactab Olfen-25/50 zu 25 mg oder 50 mg oder Rectocaps) erhöht werden, die vorzugsweise über den Tag zu verteilen sind. Olfen retard sollen ganz, am besten mit viel Flüssigkeit, vorzugsweise zu der Mahlzeit eingenommen werden. Die Depotabs/Depocaps dürfen nicht gekaut oder geteilt werden.

Zur vereinfachten Einnahme können die Depocaps geöffnet und der Inhalt ohne Hülle eingenommen werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme/Anwendung von Olfen auftreten:

Seltene oder sehr seltene Nebenwirkungen, die schwerwiegend sein können und eine ärztliche Behandlung erfordern

Unübliche Blutung oder Bluterguss.

Hohes Fieber oder anhaltende Halsschmerzen.

Allergische Reaktion mit Schwellung im Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen, oft verbunden mit Ausschlag und Juckreiz, die zu Schwierigkeiten beim Schlucken führen, Hypotonie (niedriger Blutdruck), Ohnmacht. Pfeifende Atemgeräusche und Gefühl von Enge in der Brust (Anzeichen von Asthma).

Brustschmerz (Anzeichen von Herzinfarkt).

Plötzliche und schwere Kopfschmerzen, Übelkeit, Benommenheit, Taubheit, Unvermögen oder Schwierigkeiten zu Sprechen, Lähmung (Anzeichen von Hirnschlag).

Starrer Nacken (Anzeichen einer Virusmeningitis).

Krampfanfälle.

Hoher Blutdruck (Hypertonie) und/oder Schwellung an den Füssen und Unterschenkeln (Ödem).

Rote oder purpurne Haut (mögliche Anzeichen von Entzündung der Hautgefässe). Hautausschlag mit Blasen, Blasenbildung an den Lippen, Augen und Mund. Hautentzündung mit Abschälung und Schuppung.

Starke Magenschmerzen, blutiger oder schwarzer Stuhl, Erbrechen von Blut.

Gelbfärbung der Haut oder Augen (Anzeichen von Hepatitis).

Blut im Urin, Übermass an Eiweiss im Urin, plötzliche Verringerung der Harnmenge (Anzeichen von Nierenstörungen).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin umgehend, wenn eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt.

Andere häufig auftretende Nebenwirkungen (bei 1 bis 10

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren.

Alle Formen von Olfen sind trocken und bei Raumtemperatur (15?25 °C) zu lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Weitere Informationen

Olfen-75 retard Depotabs

1 Depotabs enthält:

Wirkstoff: Diclofenac-Natrium 75 mg.

Olfen-100 Depocaps

1 Depocaps enthält:

Wirkstoff: Diclofenac-Natrium 100 mg Farbstoff: Erythrosin (E 127).

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK