Wirkstoff(e) Enalapril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Organon Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 09.10.1986
ATC Code C09AA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, rein

Zulassungsinhaber

Organon Austria GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Mepril 5 mg - Tabletten Enalapril Kwizda Pharma GmbH
Enalapril/Lercanidipin Krka 20 mg/10 mg Filmtabletten Lercanidipin Enalapril KRKA d.d. Novo Mesto
Enalapril +pharma 10 mg Tabletten Enalapril +pharma arzneimittel gmbh
Enalapril Ranbaxy 10 mg Tabletten Enalapril Basics GmbH
Zanipril 10 mg/10 mg Filmtabletten Enalapril Lercanidipin Recordati Ireland Limited

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Renitec enthält einen Wirkstoff namens Enalaprilmaleat. Dieser gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) genannt werden.

Renitec wird angewendet,

  • um einen erh√∂hten Blutdruck (Hypertonie) zu behandeln.
  • um Herzmuskelschw√§che (verminderte Herzfunktion) zu behandeln. Es kann die Notwendigkeit von Spitalsaufenthalten verringert werden und es hilft Patienten, l√§nger zu leben.
  • um Anzeichen einer Herzmuskelschw√§che vorzubeugen. Anzeichen daf√ľr umfassen: Kurzatmigkeit, Erm√ľdung schon nach leichter k√∂rperlicher Anstrengung wie z. B. Gehen, oder Schwellungen von Kn√∂cheln und F√ľ√üen.

Dieses Arzneimittel wirkt durch Erweiterung Ihrer Blutgef√§√üe. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt. Im Allgemeinen setzt die Wirkung des Arzneimittels nach einer Stunde ein und h√§lt mindestens 24 Stunden an. Einige Personen ben√∂tigen jedoch eine Behandlung √ľber einige Wochen bis eine optimale Wirkung auf den Blutdruck festgestellt werden kann.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Renitec darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Enalaprilmaleat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie bereits fr√ľher mit einem Arzneimittel aus derselben Arzneimittelgruppe, zu der dieses Arzneimittel geh√∂rt (ACE-Hemmer), allergische Reaktionen hatten.
  • wenn Sie jemals Schwellungen von Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen hatten, die erschwertes Schlucken oder Atemprobleme verursachten (Angio√∂dem), und deren Grund nicht bekannt oder erblich bedingt war.
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enth√§lt, behandelt werden.
  • ab dem 4. Schwangerschaftsmonat (die Einnahme von Renitec ist auch w√§hrend der fr√ľhen Schwangerschaft zu vermeiden - siehe ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚ÄĚ).
  • wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer (chronischen) Herzschw√§che bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angio√∂dems (pl√∂tzlich auftretende Schwellung unter der Haut in einem Bereich wie dem Rachen), erh√∂ht.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, falls einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Renitec einnehmen,

  • wenn Sie Herzprobleme haben.
  • wenn Sie an Erkrankungen leiden, die die Blutgef√§√üe im Gehirn betreffen.
  • wenn Sie Probleme mit dem Blut haben wie geringe oder fehlende wei√üe Blutk√∂rperchen (Neutropenie/Agranulozytose), niedrige Zahl von Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder niedrige Zahl roter Blutk√∂rperchen (An√§mie).
  • wenn Sie Probleme mit der Leber haben.
  • wenn Sie Probleme mit den Nieren haben (einschlie√ülich Nierentransplantation), eine salzarme Di√§t einhalten, Kalium-Erg√§nzungsmittel, kaliumsparende Arzneimittel, kaliumhaltige Salzersatzmittel oder andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt Ihres Blutes erh√∂hen k√∂nnen (z.B. Heparin [ein Arzneimittel zur Vermeidung von Blutgerinnseln], Trimethoprim-haltige Arzneimittel wie Cotrimoxazol [Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen], einnehmen. Dadurch kann es zu erh√∂hten Kaliumspiegel in Ihrem Blut kommen, was zu schwerwiegenden Folgen f√ľhren k√∂nnte. Eine Anpassung Ihrer Renitec-Dosis durch Ihren Arzt k√∂nnte erforderlich sein oder eine √úberwachung Ihrer Kaliumspiegel im Blut. Siehe auch Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Renitec zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú.
  • wenn Sie dialysepflichtig sind.
  • wenn Sie sehr krank sind (starkes Erbrechen) oder k√ľrzlich unter Durchfall litten.
  • wenn Sie an Diabetes leiden. Sie m√ľssen regelm√§√üig Bluttests durchf√ľhren, um niedrige Blutzuckerspiegel zu erkennen, insbesondere w√§hrend des ersten Behandlungsmonats. Ihre Kaliumwerte im Blut k√∂nnen ebenfalls erh√∂ht sein.
  • wenn Sie jemals eine allergische Reaktion hatten, mit Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen zusammen mit Schluck- oder Atembeschwerden. Beachten Sie, dass dunkelh√§utige Patienten ein h√∂heres Risiko f√ľr diese Reaktionen auf einen ACE-Hemmer haben.
  • wenn Sie niedrigen Blutdruck haben (Sie haben dann Anzeichen wie Mattigkeit und Schwindel, insbesondere im Stehen).
  • wenn Sie unter einer Kollagenkrankheit leiden (z. B. Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis oder Sklerodermie), eine Behandlung erhalten, die Ihr Immunsystem unterdr√ľckt, Arzneimittel wie Allopurinol oder Procainamid einnehmen oder Kombinationen der genannten M√∂glichkeiten zutreffen.
  • wenn Sie eines der folgenden Medikamente einnehmen, haben Sie m√∂glicherweise ein erh√∂htes Risiko f√ľr die Bildung eines Angio√∂dems:
    • Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall
    • Arzneimittel, die die Absto√üung eines transplantierten Organs verhindern oder die zur Behandlung von Krebs verwendet werden (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus)
    • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
    • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.
    • Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden √ľberpr√ľfen.

Siehe auch Abschnitt ‚ÄěRenitec darf nicht eingenommen werden‚Äú.

Sie m√ľssen Ihren Arzt umgehend informieren, wenn Sie vermuten schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten). Dieses Arzneimittel wird in der fr√ľhen Schwangerschaft nicht empfohlen, und es darf ab dem 4. Schwangerschaftsmonat nicht eingenommen werden, da es Ihrem Baby in diesem Stadium ernsthaften Schaden zuf√ľgen kann (siehe ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚ÄĚ).

Beachten Sie bitte, dass Renitec den Blutdruck bei dunkelhäutigen Patienten weniger effektiv senkt als bei nicht dunkelhäutigen Patienten.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Wenn bei Ihnen ein Eingriff oder eine Behandlung geplant ist

Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, informieren Sie Ihren Arzt dar√ľber, dass Sie Renitec einnehmen:

  • jede Form einer Operation oder die Verabreichung einer Narkose (auch beim Zahnarzt)
  • Sie eine Behandlung erhalten, die Cholesterin aus dem Blut entfernt (sogenannte LDL- Apharese)
  • Sie eine Desensibilisierungsbehandlung erhalten, um die allergische Wirkung von Bienen- oder Wespenstichen zu vermindern

Trifft einer der oben genannten Punkte auf Sie zu, sprechen Sie vor dem Eingriff oder der Behandlung mit Ihrem Arzt oder Zahnarzt.

Einnahme von Renitec zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies gilt auch f√ľr pflanzliche Arzneimittel.

Dies ist erforderlich, da Renitec die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen kann. Andererseits können andere Arzneimittel ebenfalls die Wirkung von Renitec beeinträchtigen. Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren (siehe auch Abschnitte ‚ÄěRenitec darf nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und sonstige Vorsichtsma√ünahmen‚Äú).

  • andere Arzneimittel zur Blutdrucksenkung, wie Betablocker oder Entw√§sserungstabletten (Diuretika).
  • Kalium-Erg√§nzungsmittel (inklusive Salzsubstitution), kaliumsparende Diuretika und andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt des Blutes erh√∂hen k√∂nnen (z.B. Trimethoprim und Cotrimoxazol, zur Behandlung von bakteriellen Infektionen; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems, um die Absto√üung von transplantierten Organen zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung und Vermeidung von Blutgerinnseln). Siehe auch Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (einschlie√ülich Antidiabetika zum Einnehmen und Insulin).
  • Lithium (Arzneimittel zur Behandlung einer bestimmten Form von Depression).
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen, sogenannte ‚Äětrizyklische Antidepressiva‚Äú.
  • Arzneimitttel zur Behandlung psychischer Probleme, sogenannte ‚ÄěAntipsychotika‚Äú.
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Husten und Erk√§ltungen sowie zur Gewichtsreduktion, die eine ‚Äěsympathomimetische‚Äú Substanz enthalten.
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Gelenksentz√ľndungen (Arthritis), einschlie√ülich der Gabe von Gold.
  • einen mTOR-Hemmer (z. B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus: Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Tumorarten oder zur Vorbeugung von Absto√üungsreaktionen gegen transplantierte Organe durch das k√∂rpereigene Immunsystem). Siehe auch Informationen unter der √úberschrift ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚ÄĚ.
  • Arzneimittel, die einen Neprilysin Hemmer enthalten, wie z. B. Sacubitril (erh√§ltlich als Kombinationspr√§parat mit Valsartan), Racecadotril oder Vildagliptin. Das Risiko f√ľr die Bildung eines Angio√∂dems (Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge und Rachen, die erschwertes Schlucken oder Atemprobleme verursachen) kann erh√∂ht sein. Siehe auch Abschnitte ‚ÄěRenitec darf nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und sonstige Vorsichtsma√ünahmen‚Äú.
  • nicht-steroidale Antirheumatika einschlie√ülich COX-2-Hemmer (entz√ľndungshemmende Arzneimittel die auch gegen Schmerzen eingesetzt werden).
  • Acetylsalicyls√§ure (ASS).
  • Arzneimittel zur Aufl√∂sung von Blutgerinnsel (Thrombolytika).
  • Alkohol.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob einer der genannten Punkte auf Sie zutrifft, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bevor Sie Renitec einnehmen.

Einnahme von Renitec zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Renitec kann während oder außerhalb einer Mahlzeit eingenommen werden. Die meisten Personen nehmen Renitec mit Wasser ein.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Ihr Arzt wird Sie im Normalfall anweisen, Renitec abzusetzen bevor Sie schwanger werden oder sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind und Ihnen anstelle von Renitec ein anderes Arzneimittel verschreiben. Dieses Arzneimittel wird in der fr√ľhen Schwangerschaft nicht empfohlen und darf ab dem 4. Schwangerschaftsmonat nicht eingenommen werden, da eine Einnahme nach dem 3. Schwangerschaftsmonat Ihrem Kind ernsthaft schaden kann.

Stillzeit

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen oder planen, mit dem Stillen zu beginnen. Das Stillen von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und vor allem von Fr√ľhgeborenen wird w√§hrend der Einnahme dieses Arzneimittels nicht empfohlen. Im Fall von √§lteren S√§uglingen sollte Sie Ihr Arzt √ľber den Nutzen und die Risiken einer Einnahme dieses Arzneimittels w√§hrend der Stillzeit im Vergleich zu anderen Behandlungen aufkl√§ren.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

W√§hrend der Einnahme dieses Arzneimittels k√∂nnen Sie sich schwindlig und m√ľde f√ľhlen. Sollte dies eintreten, lenken Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen.

Renitec enthält Lactose

Renitec enth√§lt Lactose, eine bestimmte Zuckerart. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Renitec enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

  • Es ist sehr wichtig, dieses Arzneimittel so lange einzunehmen wie Ihr Arzt es Ihnen verschreibt.
  • Nehmen Sie nicht mehr Tabletten ein als verschrieben.
  • Die Bruchkerbe dient nur zum erleichterten Brechen der Tablette, wenn Sie Schwierigkeiten haben diese im Ganzen zu schlucken.

Bluthochdruck:

  • Die √ľbliche Anfangsdosis betr√§gt 5 bis 20 mg einmal t√§glich.
  • Manche Patienten ben√∂tigen eine niedrigere Anfangsdosis.
  • Die √ľbliche Erhaltungsdosis betr√§gt 20 mg einmal t√§glich.
  • Die maximale Erhaltungsdosis betr√§gt 40 mg einmal t√§glich. Herzmuskelschw√§che:
  • Die √ľbliche Anfangsdosis betr√§gt 2,5 mg einmal t√§glich.
  • Ihr Arzt wird dann schrittweise die Menge erh√∂hen, bis die f√ľr Sie geeignete Dosis erreicht ist.
  • Die √ľbliche Erhaltungsdosis betr√§gt 20 mg t√§glich, die auf einmal oder in zwei Dosen eingenommen werden kann.
  • Die maximale Erhaltungsdosis betr√§gt 40 mg pro Tag, aufgeteilt auf zwei Dosen.

Patienten mit Nierenproblemen

Abhängig davon, wie gut Ihre Nieren funktionieren, kann sich die Dosierung verändern:

  • mittelschwere Nierenprobleme ‚Äď 5 mg bis 10 mg pro Tag
  • schwere Nierenprobleme ‚Äď 2,5 mg pro Tag

wenn Sie eine Dialyse ben√∂tigen ‚Äď 2, 5 mg pro Tag. An Tagen, an denen Sie keine Dialyse erhalten, kann die Dosierung ge√§ndert werden, abh√§ngig davon, wie niedrig Ihr Blutdruck ist.

√Ąltere Patienten

Ihr Arzt entscheidet √ľber die Dosierung, abh√§ngig davon, wie gut Ihre Nieren funktionieren.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Erfahrungen mit der Anwendung von Renitec bei Kindern mit Bluthochdruck sind begrenzt. Kann ein Kind Tabletten schlucken, wird die Dosis anhand des K√∂rpergewichts und des Blutdrucks des Kindes festgelegt. Die √ľbliche Anfangsdosis ist:

  • zwischen 20 kg und 50 kg ‚Äď 2,5 mg pro Tag
  • √ľber 50 kg ‚Äď 5 mg pro Tag

Die Dosis kann entsprechend den Bed√ľrfnissen des Kindes ver√§ndert werden:

  • maximal 20 mg t√§glich k√∂nnen bei Kindern zwischen 20 kg und 50 kg gegeben werden
  • maximal 40 mg t√§glich k√∂nnen bei Kindern √ľber 50 kg gegeben werden.

Dieses Arzneimittel wird nicht bei Neugeborenen (während der ersten Wochen nach der Geburt) und bei Kindern mit Nierenproblemen empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge von Renitec eingenommen haben, als Sie sollten

Falls Sie zu viele Tabletten eingenommen haben als Sie sollten, verständigen Sie umgehend einen Arzt, oder suchen Sie das nächstgelegene Krankenhaus auf. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit. Die nachfolgenden Beschwerden können auftreten: Benommenheit und Schwindel. Dies kann aufgrund eines plötzlichen oder massiven Blutdruckabfalls auftreten.

Wenn Sie die Einnahme von Renitec vergessen haben

  • Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, holen Sie die vers√§umte Dosis nicht nach.
  • Nehmen Sie die n√§chste Dosis wie gewohnt ein.
  • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Renitec abbrechen

Brechen Sie die Einnahme des Arzneimittels nicht ohne Anweisung des Arztes ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die nachfolgenden Nebenwirkungen können mit diesem Arzneimittel auftreten.

Brechen Sie die Einnahme von Renitec ab und informieren Sie umgehend einen Arzt, wenn Sie Folgendes bemerken:

  • Schwellung Ihres Gesichts, der Lippen, Zunge oder Rachen, wodurch es zu Atem- oder Schluckbeschwerden kommen kann.
  • Schwellung Ihrer H√§nde, F√ľ√üe oder Kn√∂chel.
  • wenn Sie erhabene rote Hautausschl√§ge (Nesselausschlag) entwickeln.

Beachten Sie, dass dunkelh√§utige Patienten ein erh√∂htes Risiko f√ľr die Entwicklung solcher Reaktionen haben. Falls einer der oben beschriebenen Zust√§nde eintritt, beenden Sie sofort die Einnahme von Renitec und verst√§ndigen Sie umgehend einen Arzt.

Wenn Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, k√∂nnen Sie sich matt und schwindlig f√ľhlen. Sollte dies eintreten, wird es helfen, wenn Sie sich hinlegen. Diese Reaktionen werden durch die Senkung Ihres Blutdrucks verursacht und sollten sich bei fortgesetzter Einnahme des Arzneimittels bessern. Sollten Sie beunruhigt sein, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Andere Nebenwirkungen können sein:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Schwindel-, Schw√§che- oder Krankheitsgef√ľhl
  • Verschwommenes Sehen
  • Husten

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Schwindel aufgrund niedrigen Blutdrucks, Ver√§nderungen des Herzrhythmus, rascher Herzschlag, Engegef√ľhl in der Brust (Angina pectoris) oder Schmerzen im Brustkorb
  • Kopfschmerzen, Depression, Ohnmachtsanf√§lle (Synkope)
  • ver√§nderter Geschmackssinn, Kurzatmigkeit
  • Durchfall, Bauchschmerzen
  • M√ľdigkeit/Abgeschlagenheit
  • Hautausschlag, allergische Reaktionen mit Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen mit Schluck- oder Atembeschwerden
  • Hohe Kaliumspiegel im Blut, erh√∂hte Kreatininspiegel im Blut (beides wird normalerweise durch Labortests festgestellt)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Hitzegef√ľhl (Flush)
  • Pl√∂tzlicher Blutdruckabfall
  • Rascher oder unregelm√§√üiger Herzschlag/Herzklopfen (Palpitationen)
  • Herzinfarkt (m√∂glicherweise aufgrund eines sehr niedrigen Blutdrucks bei bestimmten Patienten mit hohem Risiko, einschlie√ülich Durchblutungsst√∂rungen am Herzen oder im Gehirn)
  • Schlaganfall (m√∂glicherweise aufgrund eines sehr niedrigen Blutdrucks bei Patienten mit hohem Risiko)
  • Blutarmut (An√§mie, einschlie√ülich aplastischer und h√§molytischer An√§mie)
  • Verwirrtheit, Schlaflosigkeit oder Schl√§frigkeit, Nervosit√§t
  • Kribbeln oder taubes Gef√ľhl auf der Haut (Par√§shesien)
  • Gef√ľhl des Drehens (Vertigo)
  • Klingeln in den Ohren/Ohrger√§usche (Tinnitus)
  • Rinnende Nase, Halsschmerzen oder Heiserkeit
  • Mit Asthma einhergehendes Engegef√ľhl in der Brust
  • Verlangsamte Darmpassage der Nahrung (Ileus), Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse
  • √úbelkeit mit Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Appetitlosigkeit
  • Magenverstimmung (Magenreizungen), trockener Mund, Geschw√ľr
  • Muskelkr√§mpfe
  • Beeintr√§chtigte Nierenfunktion, Nierenversagen
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Juckreiz oder Nesselsucht
  • Haarausfall
  • Allgemeines Unwohlsein, erh√∂hte Temperatur (Fieber)
  • Impotenz
  • Hoher Eiwei√ügehalt im Harn (wird durch einen Harntest festgestellt)
  • Niedriger Blutzucker- oder Blutnatriumspiegel, hoher Blutharnstoffwert (wird durch einen Bluttest festgestellt)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Raynaud-Syndrom, bei dem Ihre H√§nde und F√ľ√üe sehr kalt und wei√ü werden, aufgrund von verminderter Durchblutung
  • Ver√§nderte Blutwerte wie erniedrigte Anzahl wei√üer und roter Blutk√∂rperchen, erniedrigter H√§moglobinwert, erniedrigte Anzahl der Blutpl√§ttchen
  • Knochenmarksdepression
  • Geschwollene Dr√ľsen am Hals, in der Achselh√∂hle oder in der Leistengegend (Lymphadenopathie)
  • Autoimmunkrankheiten (Erkrankungen, die das Immunsystem betreffen)
  • Ungew√∂hnliche Tr√§ume oder Schlafst√∂rungen
  • Ansammlung von Fl√ľssigkeit oder anderer Substanzen in der Lunge (im R√∂ntgenbild sichtbar)
  • Entz√ľndungen der Nase
  • Lungenentz√ľndung (Pneumonie), die Atembeschwerden verursacht
  • Entz√ľndungen der Wangen, des Gaumen, der Zunge, Lippen und des Rachens
  • Verminderte Harnmenge
  • Zielscheibenf√∂rmiger Ausschlag (Erythema multiforme)
  • Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (schwerwiegende Hauterkrankungen mit R√∂tung und Absch√§len der Haut sowie mit Blasenbildung und Abl√∂sung der oberen Hautschichten), exfoliative Dermatitis/Erythrodermie (schwerer Hautausschlag mit Schuppenbildung und Absch√§len der Haut), Pemphigus (kleine mit Fl√ľssigkeit gef√ľllte Beulen auf der Haut)
  • Leber- oder Gallenblasenerkrankungen wie verminderte Leberfunktion, Entz√ľndung der Leber, Gelbsucht (Gelbf√§rbung von Haut oder Augen), hohe Werte von Leberenzymen oder von Bilirubin (wird mittels Bluttest festgestellt)
  • Vergr√∂√üerung der Brustdr√ľsen bei M√§nnern (Gyn√§komastie)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Schwellungen im Magendarmtrakt (intestinales Angioödem)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Vermehrte Produktion von antidiuretischem Hormon, das Fl√ľssigkeitsansammlungen verursacht, was zu Schw√§che, M√ľdigkeit und Verwirrtheit f√ľhrt
  • Es wurde √ľber einen Beschwerdenkomplex berichtet, der einige oder alle der folgenden Anzeichen einschlie√üen kann:
  • Fieber, Entz√ľndung der Blutgef√§√üe (Serositits/Vaskulitis), Muskelschmerzen (Myalgie/Myositis), Gelenksschmerzen oder Gelenksentz√ľndung (Arthralgie/Arthritis). Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit oder andere Hauterscheinungen k√∂nnen ebenfalls auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien,

√ĖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207 http://www.basg.gv.at/ anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 25¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Renitec enthält

Der Wirkstoff ist: Enalaprilmaleat (entweder 5 mg, 10 mg oder 20 mg).

Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Natriumhydrogencarbonat, Maisstärke, vorverkleisterte Stärke, Magnesiumstearat. Die 10 mg Tabletten enthalten außerdem Eisenoxid rot (E 172) und die 20 mg Tablette enthält ebenfalls Eisenoxid rot (E 172) sowie Eisenoxid gelb (E 172).

Wie Renitec aussieht und Inhalt der Packung

StärkeAussehen
5 mgWeiße, abgerundete, dreiecksförmige Tablette, auf einer Seite mit einer Kerbe markiert und auf der anderen Seite mit ,MSD 712"
10 mgRostrote, abgerundete, dreiecksförmige Tablette, auf einer Seite mit einer Kerbe markiert und auf der anderen Seite mit ,MSD 713"
20 mgPfirsichfarbene, abgerundete, dreiecksförmige Tablette, auf einer Seite mit einer Kerbe markiert und auf der anderen Seite mit MSD 714"

Renitec gibt es in folgenden Packungsgrößen:

Renitec 5 mg:

Aluminiumblisterpackungen, verf√ľgbar in Packungen zu 2, 14, 20, 28, 28 x 1, 30, 49 x1, 50, 56, 98 oder 100 Tabletten

Renitec 10 mg:

Aluminiumblisterpackungen, verf√ľgbar in Packungen zu 28, 30, 49 x1, 50, 98 oder 100 Tabletten Renitec 20 mg:

Aluminiumblisterpackungen, verf√ľgbar in Packungen zu 10, 14, 20, 28, 28 x 1, 30, 49 x 1, 50, 56, 60, 84, 90, 98, 100 oder 500 Tabletten

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER

Organon Austria GmbH, Wien

E-Mail: medizin-austria@organon.com

Merck Sharp & Dohme B.V., 2031 BN Haarlem, Niederlande

Schering-Plough Labo NV, Industriepark 30, Heist-op-den-Berg, 2220, Belgien

Zulassungsnummern

Renitec 5 mg: 1-18172

Renitec 10 mg: 1-18173

Renitec 20 mg: 1-18174

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Luxemburg, Niederlande, √Ėsterreich, Portugal, Schweden, Spanien: RENITEC

Deutschland: XANEF

Italien: ENAPREN

Vereinigtes Königreich, Nordirland, Irland: INNOVACE

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juni 2021.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Renitec 5 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Enalapril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Organon Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 09.10.1986
ATC Code C09AA02
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden