Renitec plus 20 mg/6 mg Tabletten

Abbildung Renitec plus 20 mg/6 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Enalapril Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Organon Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 26.03.1997
ATC Code C09BA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, Kombinationen

Zulassungsinhaber

Organon Austria GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Ihr Arzt hat Ihnen Renitec plus zur Behandlung Ihrer Hypertonie (Bluthochdruck) verschrieben.

Enalapril, ein Wirkstoff von Renitec plus, ist ein Arzneimittel, das zur Substanzklasse der sogenannten Angiotensin Converting Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer) geh√∂rt. Es wirkt, indem es Ihre Blutgef√§√üe erweitert, wodurch es f√ľr das Herz leichter wird, das Blut in alle K√∂rperbereiche zu pumpen.

Der Wirkstoff Hydrochlorothiazid von Renitec plus ist ein Arzneimittel, das zur Substanzklasse der sogenannten Diuretika (Entwässerungstabletten) gehört und es wirkt, indem Ihre Nieren angeregt werden, vermehrt Wasser und Salze auszuscheiden.

Zusammen helfen Enalapril und Hydrochlorothiazid erhöhten Blutdruck zu senken.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Renitec plus darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Enalaprilmaleat, Hydrochlorothiazid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie bereits fr√ľher mit einem Arzneimittel aus derselben Arzneimittelgruppe, zu der dieses Arzneimittel geh√∂rt (ACE-Hemmer), behandelt wurden und allergische Reaktionen hatten, wie Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen, mit Schluck- und Atemproblemen. Wenn Sie diese Reaktionsformen hatten, ohne dass der Grund daf√ľr bekannt war oder wenn bei Ihnen ein erblich bedingtes oder idiopathisches Angio√∂dem festgestellt wurde, d√ľrfen Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
  • wenn Sie allergisch sind auf Arzneimittel, die Abk√∂mmlinge von Sulfonamid sind (Fragen Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie unsicher sind, was Sulfonamid-Abk√∂mmlinge sind).
  • wenn Sie keinen Harn lassen k√∂nnen.
  • wenn Sie schwerwiegende Probleme mit den Nieren haben.
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enth√§lt, behandelt werden.
  • ab dem 4. Schwangerschaftsmonat (die Einnahme von Renitec plus ist auch w√§hrend der fr√ľhen Schwangerschaft zu vermeiden, siehe ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú).
  • wenn Sie schwerwiegende Probleme mit der Leber haben.
  • wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer (chronischen) Herzschw√§che bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angio√∂dems (pl√∂tzlich auftretende Schwellung unter der Haut, in einem Bereich wie dem Rachen), erh√∂ht.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie unsicher sind, ob Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen d√ľrfen oder nicht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Renitec plus einnehmen.

  • Informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle medizinischen Probleme, die Sie haben oder hatten und √ľber alle Allergien.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen in der Vergangenheit nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid Atem- oder Lungenprobleme (einschlie√ülich Entz√ľndungen oder Fl√ľssigkeitsansammlungen in der Lunge) aufgetreten sind. Falls Sie nach der Einnahme von Renitec plus schwere Kurzatmigkeit oder Atembeschwerden entwickeln, suchen Sie sofort einen Arzt auf.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden, ver√§nderte Blutwerte, Probleme mit der Leber haben, Dialyse ben√∂tigen oder Diuretika (Entw√§sserungstabletten) einnehmen oder wenn Sie erst vor kurzem an starkem Durchfall oder Erbrechen litten. Informieren Sie Ihren Arzt weiters, wenn Sie eine salzarme Di√§t einhalten m√ľssen, kaliumerg√§nzende Mittel, kaliumsparende Arzneimittel, kaliumhaltige Salzerg√§nzungsmittel oder andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt Ihres Blutes erh√∂hen k√∂nnen (z.B. Heparin [ein Arzneimittel zur Vermeidung von Blutgerinnseln], Trimethoprim-haltige Arzneimittel wie Cotrimoxazol [Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen], einnehmen, Diabetes mellitus oder irgendwelche Probleme mit den Nieren haben (einschlie√ülich einer Nierentransplantation), da dies zu erh√∂hten Kaliumspiegeln im Blut f√ľhren kann, was zu schwerwiegenden Folgen f√ľhren k√∂nnte. In diesen F√§llen kann eine √Ąnderung der Dosierung von Renitec plus durch Ihren Arzt oder eine engmaschige √úberwachung Ihrer Kaliumspiegel erforderlich sein. Wenn Sie an Diabetes leiden und dagegen Arzneimittel zum Einnehmen oder Insulin anwenden, muss vor allem w√§hrend des ersten Monats der Behandlung mit Renitec plus der Blutzuckerspiegel engmaschig √ľberwacht werden.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie jemals an einer allergischen Reaktion litten, die Schwellungen des Gesichts, der Lippen, Zunge und/oder des Rachens hervorrief, zusammen mit Atem- und Schluckproblemen. Sie sollten sich bewusst sein, dass Patienten mit schwarzer Hautfarbe ein h√∂heres Risiko f√ľr solche Reaktionen auf ACE-Hemmer haben.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine Behandlung namens LDL-Apherese erhalten, oder wenn Sie sich einer Desensibilisierungsbehandlung unterziehen wollen, um allergische Reaktionen auf Bienen- oder Wespenstiche zu verringern.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie unter niedrigem Blutdruck leiden (dies kann sich in Form von Mattigkeit und Schwindel bemerkbar machen, vor allem wenn Sie stehen).
  • Bei einer bevorstehenden Operation oder Narkose (auch beim Zahnarzt) informieren Sie den Arzt oder Zahnarzt √ľber die Einnahme von Renitec plus, da es durch die Narkose zu einem pl√∂tzlichen Blutdruckabfall kommen kann.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an einer Kollagenkrankheit leiden (z. B. Lupus erythematodes, rheumatoider Arthritis oder Sklerodermie), wenn Sie eine Behandlung erhalten, die Ihr Immunsystem unterdr√ľckt oder wenn Sie Allopurinol oder Procainamid bzw. Kombinationen mit diesen Arzneimitteln einnehmen.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie einen Anti-Doping Test machen m√ľssen, oder planen, einen zu machen, da sich durch dieses Arzneimittel ein positives Resultat ergeben kann.
  • Informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn Sie vermuten schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten). Dieses Arzneimittel wird w√§hrend der fr√ľhen Schwangerschaft nicht empfohlen und es darf ab dem 4. Schwangerschaftsmonat nicht eingenommen werden, da es Ihrem Baby in diesem Stadium ernsthaften Schaden zuf√ľgen kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit).
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Medikamente einnehmen. Sie haben m√∂glicherweise ein erh√∂htes Risiko f√ľr Angio√∂deme:
      • Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall
      • Arzneimittel, die die Absto√üung eines transplantierten Organs verhindern oder die zur Behandlung von Krebs verwendet werden (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus)
      • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes mellitus
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Hautkrebs haben oder hatten oder w√§hrend der Behandlung eine unerwartete Hautl√§sion entwickeln. Die Behandlung mit Hydrochlorothiazid, insbesondere eine hochdosierte Langzeitanwendung, kann das Risiko einiger Arten von Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs) erh√∂hen. Sch√ľtzen Sie Ihre Haut vor Sonneneinstrahlung und UV-Strahlen, solange Sie Renitec plus einnehmen.
  • Informieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
  • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.
  • Aliskiren.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine Abnahme des Sehverm√∂gens oder Augenschmerzen feststellen. Dies k√∂nnen Symptome einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss) oder ein Druckanstieg in Ihrem Auge sein und innerhalb von Stunden bis Wochen nach Einnahme von Renitec plus auftreten. Unbehandelt kann dies zu einem dauerhaften Verlust der Sehkraft f√ľhren. Wenn Sie eine Penicillin- oder Sulfonamid Allergie gehabt haben, haben Sie m√∂glicherweise ein erh√∂htes Risiko dies zu entwickeln.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden √ľberpr√ľfen.

Siehe auch Abschnitt ‚ÄěRenitec plus darf nicht eingenommen werden‚Äú.

Kinder und Jugendliche

Die Wirksamkeit und Sicherheit wurden bei Kindern nicht untersucht.

Einnahme von Renitec plus zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Ihr Arzt muss unter Umst√§nden Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsma√ünahmen treffen.

Im Allgemeinen kann Renitec plus zusammen mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden. Um die richtige Dosierung von Renitec plus verschreiben zu k√∂nnen, ist es f√ľr Ihren Arzt besonders wichtig, dass er wei√ü, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren (siehe auch Abschnitte ‚ÄěRenitec plus darf nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und sonstige Vorsichtsma√ünahmen‚Äú)
  • andere Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (andere Antihypertensiva)
  • Diuretika (Entw√§sserungstabletten)
  • Kalium-Erg√§nzungsmittel (inklusive Salzsubstitution), kaliumsparende Diuretika und andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt im Blut erh√∂hen k√∂nnen (z.B. Trimethoprim und

Cotrimoxazol, zur Behandlung von bakteriellen Infektionen; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems, um die Absto√üung von transplantierten Organen zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung und Vermeidung von Blutgerinnseln). Siehe auch Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú.

  • Lithium (Arzneimittel zur Behandlung von manischen Depressionen oder bipolaren St√∂rungen)
  • Trizyklische Antidepressiva (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen)
  • Antipsychotika (Arzneimittel zur Behandlung von Schizophrenie)
  • Sympathomimetika (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Herz- und Gef√§√üerkrankungen bzw. manche Arzneimittel zur Behandlung von Erk√§ltungen)
  • Antidiabetika (Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes)
  • NSAIDs (nicht-steroidale antiinflammatorische Arzneimittel, zur Behandlung von Schmerzen und Gelenksentz√ľndungen, einschlie√ülich einer Behandlung mit Gold)
  • Einen mTOR Hemmer (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus: Arzneimittel, die zur Behandlung bestimmter Tumorarten verwendet werden, oder Arzneimittel, die das Immunsystem am Absto√üen eines transplantierten Organs hindern). Weitere Informationen siehe unter der √úberschrift ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú.
  • Arzneimittel, die einen Neprilysin Hemmer enthalten, wie z.B. Sacubitril (erh√§ltlich als Kombinationspr√§parat mit Valsartan), Racecadotril oder Vildagliptin. Das Risiko f√ľr die Bildung eines Angio√∂dems (Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge und Rachen, die erschwertes Schlucken oder Atemprobleme verursachen) kann erh√∂ht sein. Siehe auch Abschnitte ‚ÄěRenitec plus darf nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und sonstige Vorsichtsma√ünahmen‚Äú.
  • Zytostatika (Arzneimittel zur Behandlung von Krebserkrankungen)

Einnahme von Renitec plus zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die meisten Personen nehmen Renitec plus mit Wasser ein.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Ihr Arzt wird Sie im Normalfall anweisen, Renitec plus abzusetzen bevor Sie schwanger werden oder sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind und Ihnen anstelle von Renitec plus ein anderes Arzneimittel verschreiben. Dieses Arzneimittel wird in der fr√ľhen Schwangerschaft nicht empfohlen und darf ab dem 4. Schwangerschaftsmonat nicht eingenommen werden, da eine Einnahme nach dem 3. Schwangerschaftsmonat Ihrem Kind ernsthaft schaden kann.

Stillzeit

Wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Dieses Arzneimittel wird f√ľr stillende M√ľtter nicht empfohlen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Die individuellen Reaktionen auf dieses Arzneimittel k√∂nnen unterschiedlich sein. Bestimmte Nebenwirkungen, √ľber die bei diesem Arzneimittel berichtet wurde, k√∂nnen bei manchen Patienten die F√§higkeit zum Lenken von Fahrzeugen und zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigen (siehe ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Renitec plus enthält Lactose

Renitec plus enth√§lt Lactose, eine bestimmte Zuckerart. Bitte nehmen Sie Renitec plus erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Renitec plus enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Abh√§ngig von Ihrem Krankheitszustand und davon, ob Sie noch andere Arzneimittel einnehmen, wird Ihr Arzt √ľber die geeignete Dosis entscheiden.

Die empfohlene Dosis ist eine Tablette, einmal täglich. Meistens wird dieses Arzneimittel mit Wasser eingenommen.

Patienten, die fr√ľher Nierenprobleme hatten, k√∂nnen eine niedrigere Dosis dieses Arzneimittels ben√∂tigen.

Eine bestehende Behandlung mit Diuretika ist 2-3 Tage vor Beginn der Einnahme dieses Arzneimittels abzusetzen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Es ist wichtig, dass Sie dieses Arzneimittel solange einnehmen wie Sie es von Ihrem Arzt verschrieben bekommen.

Nehmen Sie nicht mehr Tabletten als die verschriebene Dosis.

Wenn Sie eine größere Menge von Renitec plus eingenommen haben, als Sie sollten

Falls Sie irrt√ľmlich zu viele Tabletten eingenommen haben, verst√§ndigen Sie umgehend einen Arzt, damit sofort medizinische Ma√ünahmen ergriffen werden k√∂nnen. Die wahrscheinlichsten Beschwerden k√∂nnen Benommenheit sein sowie Schwindel, aufgrund des pl√∂tzlichen Blutdruckabfalls, sowie √ľberm√§√üiger Durst, Husten, Verwirrtheit, beschleunigte Atmung, Angst, verminderte Harnmenge bzw. verlangsamter oder beschleunigter Puls.

Wenn Sie die Einnahme von Renitec plus vergessen haben

Es ist wichtig, dass Sie dieses Arzneimittel wie verordnet einnehmen.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Renitec plus abbrechen

Beenden Sie die Einnahme dieses Arzneimittels nur nach Absprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die folgende Einteilung wurde verwendet, um zu beschreiben, wie h√§ufig √ľber Nebenwirkungen

berichtet wurde.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • verschwommenes Sehen
  • Schwindel
  • Husten
  • √úbelkeit
  • Schw√§chegef√ľhl

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • niedrige Kaliumwerte im Blut, erh√∂hte Cholesterin- oder Fettwerte im Blut, erh√∂hte Harns√§ure- Werte im Blut
  • Kopfschmerzen, Depression, Ohnmachtsanf√§lle (Synkope), Geschmacksver√§nderungen
  • Benommenheit aufgrund niedrigen Blutdrucks (einschlie√ülich eines raschen Blutdruckabfalls bei zu raschem Aufstehen), Engegef√ľhl oder Schmerzen im Bereich der Brust (Angina pectoris), ver√§nderter Herzrhythmus, schneller Herzschlag
  • Kurzatmigkeit
  • Durchfall, Bauchschmerzen
  • Hautausschlag, allergische Reaktionen mit Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und/oder Rachen zusammen mit Schluck- oder Atembeschwerden (Angio√∂deme)
  • Muskelkr√§mpfe**
  • Schmerzen im Brustkorb, M√ľdigkeit
  • hohe Kaliumwerte im Blut, erh√∂hte Kreatinin-Werte im Blut

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Blutarmut (An√§mie [einschlie√ülich aplastischer und h√§molytischer An√§mie])
  • niedrige Blutzucker-Werte (Hypoglyk√§mie), niedrige Magnesium-Werte (Hypomagnesi√§mie), schmerzhafte, geschwollene Gelenke, die durch Ablagerung von Harns√§urekristallen verursacht werden (Gicht)*
  • Verwirrtheit, Schl√§frigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosit√§t, Kribbeln in den Gliedma√üen ohne ersichtlichen Grund (Par√§sthesien), Gef√ľhl des Drehens (Vertigo), verminderter Sexualtrieb*
  • Klingeln in den Ohren
  • Hitzegef√ľhl (Flush), schnelle oder unregelm√§√üige Herzschl√§ge (Palpitationen), Herzinfarkt, Schlaganfall, m√∂glicherweise aufgrund eines massiven Blutdruckabfalls bei Hochrisiko- Patienten (Patienten mit Durchblutungsst√∂rungen des Herzens und/oder des Gehirns)
  • rinnende Nase, Halsschmerzen und Heiserkeit, Asthma-bedingtes Engegef√ľhl in der Brust (Bronchospasmus)
  • Verlangsamter Transport von Nahrung durch den Darm (Ileus), Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreatitis), Erbrechen, Verdauungsst√∂rungen (Dyspepsie), Verstopfung, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen und ‚Äď beschwerden, trockener Mund, peptisches Magengeschw√ľr, Darmverschluss, exzessive Gasansammlung im Magen oder Darm*
  • vermehrtes Schwitzen (Diaphorese), Juckreiz (Pruritus), juckende Hautausschl√§ge (Urtikaria), Haarausfall (Alopezie)
  • Gelenkschmerzen*
  • Nierenprobleme (Nierenfunktionsst√∂rung), Nierenversagen, Proteinausscheidung √ľber den Urin (Proteinurie, Eiwei√ü im Harn)
  • Impotenz
  • allgemeines Unwohlsein (Malaise), Fieber
  • erh√∂hte Harnstoffwerte im Blut, erniedrigte Natriumwerte im Blut

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Ver√§nderte Blutwerte wie erniedrigte Anzahl wei√üer und roter Blutk√∂rperchen, erniedrigter H√§moglobinwert, erniedrigte Anzahl von Blutpl√§ttchen, geschwollene Dr√ľsen am Hals, in der Achselh√∂hle oder in der Leistengegend (Lympadenopathie)
  • erh√∂hte Blutzucker-Werte
  • abnorme Tr√§ume, Schlafst√∂rungen, Muskelschw√§che, manchmal aufgrund eines Kaliummangels (Parese)
  • verschlechterte Durchblutung der Gliedma√üen (Raynaud-Syndrom)
  • Entz√ľndungen der Nase, Ansammlung von Fl√ľssigkeit und anderer Substanzen in der Lunge (im R√∂ntgenbild sichtbar), Atembeschwerden, Atemnot (einschlie√ülich Pneumonitis und Lungen√∂deme, allergische Alveolitis/eosinophile Pneumonie)
  • Entz√ľndungen im Mund (Stomatitis/aphth√∂se Geschw√ľre), geschwollene Zunge (Glossitis)
  • Leberentz√ľndung (Hepatitis), Leberversagen (auch mit t√∂dlichem Verlauf), Gelbverf√§rbung der Augen und der Haut (Gelbsucht), Erkrankungen der Gallenblase
  • schwere allergische Reaktionen mit hohem Fieber, zielscheibenf√∂rmiger Ausschlag (Erythema multiforme), Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (schwerwiegende Hauterkrankungen mit R√∂tung und Absch√§len der Haut sowie mit Blasenbildung und Abl√∂sung der oberen Hautschichten), schwere Hautausschl√§ge mit Abl√∂sung der Haut und Verlust der Haare (exfoliative Dermatitis), kutaner Lupus erythematodes (eine Autoimmunerkrankung), Hautausschlag mit R√∂tung und Schuppung (Erythrodermie), kleine, mit Fl√ľssigkeit gef√ľllte Hautbl√§schen (Pemphigus), violette oder rote Flecken auf der Haut (Purpura)
  • verminderte Harnmenge (Oligurie), Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis)
  • Brustvergr√∂√üerung beim Mann (Gyn√§komastie)
  • Anstieg der Leberfunktionswerte, erh√∂hte Bilirubinwerte im Blut

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

  • erh√∂hte Calcium-Werte im Blut (Hyperkalzi√§mie)
  • Schwellungen im Darm (intestinales Angio√∂dem)
  • Akute Atemnot (Anzeichen sind starke Kurzatmigkeit, Fieber, Schw√§che und Verwirrtheit)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • Haut- und Lippenkrebs (wei√üer Hautkrebs)
  • Vermehrte Produktion von antidiuretischem Hormon, das Fl√ľssigkeitsansammlungen verursacht, was zu Schw√§che, M√ľdigkeit und Verwirrtheit f√ľhrt.
  • Es wurde au√üerdem √ľber einen Beschwerdenkomplex berichtet, der einige oder alle der folgenden Anzeichen einschlie√üen kann: Fieber, Entz√ľndung der Blutgef√§√üe (Serositis/Vaskulitis), Muskelschmerzen (Myalgie/Myositis), Gelenksschmerzen oder Gelenksentz√ľndung (Arthralgie/Arthritis). Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit oder andere Hauterscheinungen k√∂nnen ebenfalls auftreten.
  • Verminderung des Sehverm√∂gens oder Schmerzen in Ihren Augen aufgrund von hohem Druck (m√∂gliche Anzeichen einer Fl√ľssigkeitsansammlung in der Gef√§√üschicht des Auges (Aderhauterguss))

Gelegentlich oder selten k√∂nnen weitere Nebenwirkungen auftreten, die manchmal auch schwerwiegend verlaufen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um weitere Informationen √ľber Nebenwirkungen. Beide verf√ľgen √ľber eine genauere Auflistung m√∂glicher Nebenwirkungen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker √ľber Nebenwirkungen oder andere un√ľbliche Beschwerden.

Setzen Sie Renitec plus sofort ab und informieren Sie umgehend Ihren Arzt, wenn einer der nachfolgenden Fälle eintritt:

  • wenn pl√∂tzlich Schwellungen im Gesicht, der Lippen, Zunge und/oder Rachen auftreten, wodurch Atem- oder Schluckbeschwerden auftreten.
  • wenn Schwellungen der H√§nde, F√ľ√üe oder Kn√∂chel auftreten.
  • wenn juckende Hautausschl√§ge auftreten.

Durch die erste Dosis kann es zu einem stärkeren Blutdruckabfall kommen als im Lauf der weiteren Behandlung. Dies kann sich als Mattigkeit und Schwindel bemerkbar machen und es kann helfen, wenn Sie sich hinlegen. Informieren Sie Ihren Arzt, falls dies auf Sie zutrifft.

* Beobachtet nur bei Hydrochlorothiazid-Dosen von 12,5 mg und 25 mg.

** Häufig traten Muskelkrämpfe nur bei Hydrochlorothiazid-Dosen von 12,5 mg und 25 mg auf, gelegentlich bei Hydrochlorothiazid-Dosen von 6 mg.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien,

√ĖSTERREICH

Fax: +43 (0) 50 555 36207 http://www.basg.gv.at/ anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Renitec plus enthält

  • Die Wirkstoffe sind: Enalaprilmaleat (20 mg) und Hydrochlorothiazid (6 mg).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumhydrogenkarbonat, Lactose-Monohydrat, Maisst√§rke, vorverkleisterte St√§rke, Indigotin I (E 132), Magnesiumstearat.

Wie Renitec plus aussieht und Inhalt der Packung

Renitec plus 20 mg/6 mg Tabletten sind blaue, abgerundete, dreieckförmige Tabletten mit MSD 734 auf einer Seite und einem geprägten Dreieck auf der anderen Seite.

Die Aluminiumblister mit PVC-Beschichtung enthalten 10, 14, 28, 30, 50, 56, 98, 100 oder 300 Tabletten.

Die Einzeldosis-Aluminiumblister enthalten 28 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

PHARMAZEUTISCHER UNTERNEHMER

Organon Austria GmbH, Wien

E-Mail: medizin-austria@organon.com

HERSTELLER

Merck Sharp & Dohme B.V., Haarlem/Niederlande

Schering-Plough Labo NV, Industriepark 30, Heist-op-den-Berg, 2220, Belgien

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und im Vereinigten Königreich (Nordirland) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

D√§nemark ‚Äď Synerpril Italien ‚Äď Sinertec Niederlande ‚Äď Renitec plus √Ėsterreich ‚Äď Renitec plus Spanien ‚Äď Renitecmax

Z. Nr.: 1-21907

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juni 2022.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Renitec plus 20 mg/6 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Enalapril Hydrochlorothiazid (HCT)
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Organon Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 26.03.1997
ATC Code C09BA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden