Enalapril G.L. 10 mg - Tabletten

Abbildung Enalapril G.L. 10 mg - Tabletten
Wirkstoff(e) Enalapril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 04.10.2001
ATC Code C09AA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, rein

Zulassungsinhaber

G.L. Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Enalapril G.L. enthält den Wirkstoff Enalapril. Dieser gehört zur Wirkstoffklasse der ACE- Hemmer (ACE = Angiotensin Converting Enzyme).

Enalapril G.L. wirkt, indem es

  • die k√∂rpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck steigen lassen,
  • Ihre Blutgef√§√üe entspannt und weiter stellt,
  • es dem Herzen erleichtert, Blut durch den K√∂rper zu pumpen.

Enalapril G.L. wird angewendet zur

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Enalapril G.L. darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Enalaprilmaleat, andere Arzneimittel aus derselben Wirkstoffgruppe (ACE-Hemmer) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    Zu Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion gehören Hautausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Schwellung von Lippen, Gesicht, Rachen oder Zunge.
  • wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein sogenanntes
    Angioödem, hatten.

Zu den Anzeichen geh√∂ren Juckreiz, Nesselausschlag (Urtikaria), rote Flecken an H√§nden, F√ľ√üen und Hals, Schwellungen des Rachens und der Zunge, Schwellungen um die Augen und Lippen, Atem- und Schluckbeschwerden.

  • wenn Sie im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel schwanger sind.
  • wenn Sie Diabetes mellitus oder eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben und mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel, das Aliskiren enth√§lt, behandelt werden.
  • wenn Sie Sacubitril/Valsartan, ein Arzneimittel zur Behandlung einer chronischen Herzschw√§che bei Erwachsenen, eingenommen haben oder einnehmen, weil sich dadurch das Risiko eines Angio√∂dems (schnelle Schwellung unter der Haut z.B. im Rachenbereich) erh√∂ht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Enalapril G.L. einnehmen,

  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
    • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet, z.B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben,
    • Aliskiren.

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems erhöht sein:

  • Racecadotril, ein Arzneimittel zur Behandlung von Durchfall
  • Arzneimittel, die zur Verhinderung der Absto√üung von transplantierten Organen oder zur Krebsbehandlung eingesetzt werden (z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus)
  • Vildagliptin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z.B. Kalium) in Ihrem Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden √ľberpr√ľfen.

Siehe auch Abschnitt ‚ÄěEnalapril G.L. darf nicht eingenommen werden‚Äú.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Enalapril G.L. ist erforderlich

  • wenn Sie eine Herz-, Leber- oder Nierenerkrankung haben.
  • wenn Sie an einer Durchblutungsst√∂rung des Gehirns leiden.
  • wenn Ihre Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche behandelt werden soll (Desensibilisierung).
  • wenn Sie in Verbindung mit einer Operation ein Bet√§ubungsmittel erhalten sollen. Es k√∂nnte erforderlich sein, Ihre Behandlung mit Enalapril G.L. einen Tag vorher abzubrechen; fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
  • wenn Sie eine Behandlung erhalten, die Cholesterin aus dem Blut entfernt (sogenannte LDL-Apherese).
  • wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben (dies zeigt sich aus den Blutwerten, kann aber auch zu St√∂rungen des Herzrhythmus f√ľhren) - das Risiko daf√ľr ist zum Beispiel erh√∂ht, wenn Sie bestimmte Herz- oder Nierenprobleme haben, wenn Sie √ľber 70 Jahre alt sind, wenn Sie zuckerkrank sind (Diabetes mellitus) oder wenn Sie zus√§tzlich Arzneimittel einnehmen, die das Kalium im Blut erh√∂hen.
  • wenn Sie gro√üe Mengen an K√∂rpersalzen oder -fl√ľssigkeiten verloren haben [durch Erbrechen, Durchfall, starkes Schwitzen, eine salzarme Di√§t, die Einnahme von Diuretika (Entw√§sserungstabletten) √ľber lange Zeit, oder wenn Sie Dialysepatient sind].
  • wenn Sie an einer Bindegewebserkrankung wie Sklerodermie oder systemischem Lupus erythematodes leiden.
  • wenn Sie an Schuppenflechte (Psoriasis) leiden.
  • wenn Sie eine erh√∂hte Eiwei√üausscheidung im Harn haben.
  • wenn Sie Probleme mit dem Blut haben wie geringe oder fehlende wei√üe Blutk√∂rperchen (Neutropenie/Agranulozytose), niedrige Zahl von Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder niedrige Zahl roter Blutk√∂rperchen (An√§mie).

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Enalapril G.L. einnehmen, wenn Sie glauben schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.

Enalapril G.L. soll während der ersten drei Monate der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Ab dem 4. Monat der Schwangerschaft darf Enalapril G.L. nicht eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden könnte.

Das plötzliche Auftreten einer Schwellung von Gesicht, Zunge oder Kehlkopf, eventuell mit Atemnot, kann lebensbedrohlich sein. In diesem Fall muss sofort ein Arzt informiert werden, um umgehend geeignete Notfallmaßnahmen einzuleiten. Enalapril G.L. darf nicht mehr eingenommen werden.

Bei unerw√ľnschtem Blutdruckabfall oder Beschwerden, die darauf hinweisen (wie

Schwindel, √úbelkeit, Schw√§chegef√ľhl und Bewusstseinsverlust), gen√ľgt es in den meisten F√§llen, dass Sie sich hinlegen und die Beine hochlagern. Ein Arzt ist auf jeden Fall zu verst√§ndigen. Das Trinken salzhaltiger Fl√ľssigkeiten (z.B. Rindsuppe) kann zweckm√§√üig sein.

Wenn während der Behandlung ein trockener Reizhusten auftritt, ist die Ursache vom Arzt abzuklären.

W√§hrend der Behandlung mit Enalapril G.L. m√ľssen regelm√§√üig √§rztliche Kontrollen durchgef√ľhrt werden. Da es zu Ver√§nderungen des Blutbildes kommen kann, wird Ihr Arzt auch regelm√§√üig Kontrollen der Laborwerte anordnen, die Sie unbedingt einhalten sollen.

Beachten Sie, dass Enalapril G.L. den Blutdruck bei dunkelhäutigen Patienten weniger effektiv senkt als bei nicht dunkelhäutigen Patienten.

Kinder und Jugendliche

Zur Anwendung von Enalapril G.L. bei Kindern √ľber 6 Jahren gibt es nur wenige Daten. Wenn, dann darf Enalapril G.L. bei Kindern und Jugendlichen ausschlie√ülich zur Behandlung von Bluthochdruck angewendet werden.

Einnahme von Enalapril G.L. zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Enalapril G.L. und einige andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen.

Zu diesen Arzneimitteln zählen unter anderem:

  • Kalium-Erg√§nzungsmittel (einschlie√ülich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika (z.B. Spironolacton, Eplerenon, Triamteren, Amilorid) und andere Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erh√∂hen k√∂nnen (z.B. Trimethoprim und Cotrimoxazol zur Behandlung bakterieller Infekte; Ciclosporin, ein Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Immunsystems, um die Absto√üung transplantierter Organe zu verhindern; und Heparin, ein Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung und Vermeidung von Blutgerinnseln)
  • Diuretika (Entw√§sserungsmittel) wie Furosemid
  • Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren (siehe auch Abschnitte ‚ÄěEnalapril G.L. darf nicht eingenommen werden‚Äú und ‚ÄěWarnhinweise und sonstige Vorsichtsma√ünahmen‚Äú)
  • andere blutdrucksenkende (z.B. Betablocker) oder gef√§√üerweiternde Arzneimittel (z.B. Nitroverbindungen)
  • Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder Allergien, wie Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin. Ihr Arzt muss Ihren Blutdruck pr√ľfen.
  • Procainamid (gegen Herzrhythmusst√∂rungen)
  • Sacubitril/Valsartan (zur Behandlung einer chronischen Herzschw√§che; siehe auch Abschnitt ‚ÄěEnalapril G.L. darf nicht eingenommen werden‚Äú)
  • Steroidhaltige Arzneimittel gegen Entz√ľndungen, wie Prednisolon
  • Arzneimittel gegen Schmerzen und Entz√ľndungen (z.B. nichtsteroidale Antiphlogistika [NSAR] einschlie√ülich COX-2-Hemmer), wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicyls√§ure
  • Allopurinol (zur Behandlung von Gicht) sowie die Gabe von Gold (zur Behandlung von Schmerzen und Gelenksentz√ľndungen)
  • Arzneimittel gegen Krebs (Zytostatika)
  • Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Tumorarten oder zur Vorbeugung von Absto√üungsreaktionen gegen transplantierte Organe durch das k√∂rpereigene Immunsystem (mTOR-Hemmer wie z.B. Temsirolimus, Sirolimus, Everolimus)
  • Arzneimittel, die die k√∂rpereigene Abwehr unterdr√ľcken (Immunsuppressiva)
  • Arzneimittel bei psychischen Erkrankungen (Antidepressiva, Lithium, Antipsychotika)
  • Arzneimittel, die f√ľr Narkosen eingesetzt werden (Hypnotika, Narkotika, An√§sthetika)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Zuckerkrankheit (Antidiabetika zum Einnehmen, z.B. Vildagliptin; Insulin)
  • Racecadotril (zur Behandlung von Durchfall)

Einnahme von Enalapril G.L. zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Enalapril G.L. kann zu den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden.

Die Aufnahme großer Mengen Kochsalz mit der Nahrung kann die Wirkung von Enalapril G.L. abschwächen.

Alkoholkonsum während der Einnahme von Enalapril G.L. kann einen massiven Blutdruckabfall mit Schwäche, Schwindel und Benommenheit nach sich ziehen, da sich blutdrucksenkende Arzneimittel und Alkohol in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft

In der Regel wird Ihr Arzt Sie anweisen, die Einnahme von Enalapril G.L. zu beenden, sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind; anstelle von Enalapril G.L. wird Ihnen Ihr Arzt ein anderes Arzneimittel verschreiben.

Enalapril G.L. wird während des ersten Trimenons (Drittels) der Schwangerschaft nicht empfohlen. Ab dem 4. Monat der Schwangerschaft darf Enalapril G.L. nicht eingenommen werden, da es Ihrem Kind in diesem Stadium ernsthaft schaden könnte.

Stillzeit

Es wird nicht empfohlen, w√§hrend der Einnahme von Enalapril G.L. Neugeborene (innerhalb der ersten Wochen nach der Geburt) und Fr√ľhgeborene zu stillen.

Im Falle √§lterer S√§uglinge soll Sie Ihr Arzt √ľber Nutzen und Risiko bei Einnahme von Enalapril G.L. im Vergleich zu anderen Behandlungen w√§hrend der Stillzeit aufkl√§ren.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

! Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

W√§hrend der Einnahme von Enalapril G.L. kann Schwindel oder Schw√§chegef√ľhl auftreten. Die Wahrscheinlichkeit ist zu Beginn der Behandlung, bei einer Dosiserh√∂hung oder der gleichzeitigen Einnahme von Alkohol am h√∂chsten. In diesem Fall d√ľrfen Sie kein Kraftfahrzeug lenken und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Enalapril G.L. enthält Lactose (Milchzucker)

Bitte nehmen Sie Enalapril G.L. erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie an einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Enalapril G.L. enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung

Bei Bluthochdruck (Hypertonie):

  • √úblicherweise betr√§gt die Anfangsdosis 5 bis maximal 20 mg Enalapril G.L. einmal t√§glich.
  • Ihr Arzt wird die einzunehmende Dosis anpassen, bis Ihr Blutdruck unter Kontrolle ist.
  • Die Erhaltungsdosis betr√§gt in der Regel 20 mg Enalapril G.L. pro Tag.
  • Die Maximaldosis betr√§gt 40 mg Enalapril G.L. pro Tag.
  • Wenn Sie bereits Diuretika (Entw√§sserungstabletten) einnehmen, ist es m√∂glich, dass Ihr Arzt die Diuretika-Menge vor Beginn der Behandlung mit Enalapril G.L. verringert oder das Arzneimittel ganz absetzt.

Bei Herzschwäche/Funktionsstörungen der linken Herzkammer ohne Beschwerden:

  • Enalapril G.L. kann zus√§tzlich zu einer bestehenden Behandlung mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) und herzst√§rkenden Arzneimitteln (Digitalis) vom Arzt verordnet werden.
  • Die Anfangsdosis betr√§gt √ľblicherweise 2,5 mg Enalapril G.L. morgens.
  • Ihr Arzt kann die einzunehmende Dosis schrittweise erh√∂hen.
  • Die Erhaltungsdosis betr√§gt in der Regel 20 mg Enalapril G.L. pro Tag.
  • Die Maximaldosis von 40 mg Enalapril G.L. pro Tag ist nicht zu √ľberschreiten.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und älteren Patienten:

Die Dosis wird individuell vom Arzt festgelegt.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

√úber die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) entscheidet der Arzt.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag zur gleichen Tageszeit ein.

Die Tagesmenge wird in der Regel morgens auf einmal eingenommen, kann aber gegebenenfalls auch auf 2 Einnahmen (morgens und abends) verteilt werden.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Nehmen Sie die Tabletten mit ausreichend Fl√ľssigkeit ein.

Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

√Ąndern Sie die Dosis nicht und beenden Sie die Behandlung nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung wird vom behandelnden Arzt festgelegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Enalapril G.L. eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Auftreten eines zu niedrigen Blutdrucks (z.B. Benommenheit, Schwindel) bzw. bei √úberdosierung (das hei√üt, wenn Sie zu viele Tabletten eingenommen haben) legen Sie sich hin und verst√§ndigen Sie sofort einen Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des n√§chstgelegenen Krankenhauses auf. Sie d√ľrfen nicht selbst zum Krankenhaus fahren. Bitten Sie eine andere Person darum oder rufen Sie einen Krankenwagen. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit, damit der behandelnde Arzt wei√ü, was Sie eingenommen haben.

Bei Überdosierung können folgende Beschwerden auftreten:

Ver√§nderungen der Salzkonzentrationen im Blut, Bewusstseinsst√∂rungen aufgrund des √ľberm√§√üigen Blutdruckabfalls, Herzrhythmusst√∂rungen, verlangsamte Herzt√§tigkeit, Angstgef√ľhl und Husten. Weiters kann es zu Kr√§mpfen und L√§hmungen in Armen und Beinen kommen. In schweren F√§llen kann es zu einem Kreislauf- bzw. Nierenversagen kommen.

F√ľr den Arzt:

Zur Therapie bei √úberdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril G.L. vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril G.L. vergessen haben, nehmen Sie die vergessene Dosis nicht mehr ein. Nehmen Sie stattdessen die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, es könnte sonst zu einem starken Blutdruckabfall kommen.

Wenn Sie die Einnahme von Enalapril G.L. abbrechen

Brechen Sie die Behandlung mit Enalapril G.L. nicht von sich aus ab.

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirkt zu stark oder zu schwach, so sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Brechen Sie die Einnahme von Enalapril G.L. sofort ab und wenden Sie sich unverz√ľglich an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden schweren Nebenwirkungen bemerken ‚Äď Sie ben√∂tigen m√∂glicherweise dringend √§rztliche Behandlung:

  • Schwellungen des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, die Ihnen das Schlucken oder Atmen erschweren, sowie Juckreiz und Hautausschl√§ge. Dies k√∂nnen Anzeichen einer schweren √úberempfindlichkeitsreaktion (Allergie) auf Enalapril G.L. sein.
  • Schwere Hautreaktionen einschlie√ülich Hautausschlag, Geschw√ľren im Mund (Aphthen), Verschlechterung einer bestehenden Hauterkrankung, R√∂tung, Bl√§schenbildung oder Abl√∂sung der Haut (wie bei Stevens-Johnson-Syndrom, toxischer epidermaler Nekrolyse, Erythema multiforme).

Informieren Sie einen Arzt umgehend beim Auftreten von:

  • beschleunigter Herzfrequenz, unregelm√§√üigem oder starkem Herzschlag (Herzklopfen), Schmerzen oder Engegef√ľhl im Brustkorb oder schwerwiegenderen Ereignissen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall.
  • Kurzatmigkeit oder Husten, die m√∂gliche Anzeichen einer Lungenerkrankung sind.
  • leichterem Auftreten von Bluterg√ľssen, Blutungen, die l√§nger als normal andauern, jeglichen Anzeichen einer Blutung (z.B. Zahnfleischbluten), purpurroten Flecken auf der Haut oder erh√∂hter Infektionsanf√§lligkeit, Halsschmerzen und Fieber, M√ľdigkeit, Schw√§chegef√ľhl, Schwindel oder blasser Haut, die m√∂gliche Anzeichen einer Blut- oder Knochenmarkserkrankung sind.
  • starken Bauchschmerzen, die bis zum R√ľcken ausstrahlen k√∂nnen und m√∂gliche Anzeichen einer Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis) sind.
  • Fieber, Sch√ľttelfrost, M√ľdigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Unwohlsein, Gelbf√§rbung der Haut oder Augen (Gelbsucht), die m√∂gliche Anzeichen von Lebererkrankungen, wie Hepatitis (Leberentz√ľndung) oder anderer Lebersch√§den sind.

Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit Enalapril G.L. auftreten:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Kopfschmerzen, Depressionen
  • niedriger Blutdruck, kurzzeitige Ohnmacht (Synkope), Brustschmerzen, St√∂rungen des Herzrhythmus, Angina pectoris (anfallsartige Herzschmerzen aufgrund einer Durchblutungsst√∂rung des Herzens), Herzrasen
  • Kurzatmigkeit
  • Durchfall, Bauchschmerzen, Geschmacksver√§nderungen
  • Ausschlag, √úberempfindlichkeit, Schwellung von Gesicht, Armen und Beinen, Lippen, Zunge und/oder Kehlkopf
  • M√ľdigkeit
  • Anstieg von Kreatinin und Kalium im Blut

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Verminderung der roten Blutzellen (An√§mie)
  • Unterzuckerung
  • Verwirrtheitszust√§nde, Schl√§frigkeit, Schlaflosigkeit
  • Nervosit√§t, Taubheitsgef√ľhl/Kribbeln, Gleichgewichtsst√∂rungen (Schwindel)
  • niedriger Blutdruck bei Lage√§nderung des K√∂rpers wie Aufstehen oder Niederlegen, rascher Herzschlag/Herzklopfen, Herzinfarkt oder Schlaganfall (vermutlich als Folge √ľberm√§√üigen Blutdruckabfalls bei hochgef√§hrdeten Patienten)
  • rinnende Nase, Halsschmerzen und Heiserkeit, Krampf der Muskulatur der Bronchien/Asthma
  • Darmverschluss, Entz√ľndungen der Bauchspeicheldr√ľse, Erbrechen, Verdauungsst√∂rungen, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Magenreizung, Mundtrockenheit, Magengeschw√ľr
  • verst√§rktes Schwitzen, Hautjucken, Nesselsucht, Haarausfall
  • Nierenfunktionsst√∂rungen, Nierenversagen, Eiwei√üausscheidung im Urin
  • Impotenz
  • Muskelkr√§mpfe, anfallsweise Hautr√∂tungen mit Hitzegef√ľhl, Ohrenklingeln (Tinnitus), Unwohlsein, Fieber
  • Anstieg von Harnstoff im Blut, Abfall der Natriumkonzentration im Blut

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Blutbildver√§nderungen [Verminderung der wei√üen Blutzellen, der Blutpl√§ttchen, des Blutfarbstoffes (H√§moglobin) und des Zellanteils am Blutvolumen (H√§matokrit)], Unterdr√ľckung der Blutbildung im Knochenmark, Lymphknotenschwellungen, Erkrankungen des Immunsystems
  • ver√§ndertes Tr√§umen, Schlafst√∂rungen
  • Raynaud-Syndrom (Durchblutungsst√∂rungen in den Gliedma√üen)
  • Fl√ľssigkeitseinlagerungen in der Lunge, Schnupfen, allergische Lungenerkrankung/ Lungenentz√ľndung
  • Zahnfleischentz√ľndungen, Zungenentz√ľndung
  • Leberversagen, Leberentz√ľndung, Gallestauung (einschlie√ülich Gelbsucht)
  • Hautr√∂tungen, Hautentz√ľndungen mit schwerwiegenden Hautsch√§digungen
  • verminderte Harnausscheidung
  • Vergr√∂√üerung der m√§nnlichen Brustdr√ľsen
  • Anstieg der Leberenzyme im Blut, Anstieg von Bilirubin im Blut

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Schwellung im Darm (sogenanntes intestinales Angioödem)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Syndrom der inad√§quaten ADH-Sekretion (SIADH)

Daneben wurde eine Kombination aus einem oder mehreren der folgenden Anzeichen beobachtet: Fieber, Entz√ľndung der Schleimh√§ute (wie z.B. Bauchfellentz√ľndung), Gef√§√üentz√ľndung, Muskelschmerzen/Muskelentz√ľndung, Gelenkschmerzen/ Gelenkentz√ľndung und bestimmte Blutbildver√§nderungen. Hautausschlag, erh√∂hte Sonnenempfindlichkeit oder andere Hauterscheinungen k√∂nnen ebenfalls auftreten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (siehe Angaben weiter unten). Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207

Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Enalapril G.L. enthält

  • Der Wirkstoff ist: Enalaprilmaleat. 1 Tablette enth√§lt 10 mg Enalaprilmaleat.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumhydrogencarbonat, Croscarmellose-Natrium, Lactose-Monohydrat, vorverkleisterte Maisst√§rke, Magnesiumstearat.

Wie Enalapril G.L. aussieht und Inhalt der Packung

Enalapril G.L. 10 mg-Tabletten sind weiße, runde, abgeflachte Tabletten mit Bruchkerbe. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Enalapril G.L. gibt es in Al/OPA/Al/PVC-Blisterpackungen mit 14 und 30 Tabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Z.Nr.: 1-24224

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2020.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt: Therapie einer √úberdosierung

Zur Behandlung einer Überdosierung wird die intravenöse Infusion einer Kochsalzlösung empfohlen. Im Falle eines Blutdruckabfalls ist der Patient in Schocklagerung zu bringen.

Falls verf√ľgbar, kann auch eine Therapie mit einer Angiotensin-II-Infusion und/oder einer intraven√∂sen Katecholamin-Infusion in Erw√§gung gezogen werden.

Wurden die Tabletten erst kurz zuvor eingenommen, sind Ma√ünahmen zur Elimination von Enalapril zu treffen (z.B. Erbrechen, Magensp√ľlung, Anwendung von Adsorbenzien oder Natriumsulfat).

Enalapril kann durch Hämodialyse aus dem systemischen Kreislauf entfernt werden.

Bei therapierefraktärer Bradykardie ist ein Schrittmacher indiziert.

Die Vitalparameter, Elektrolyt- und Kreatinin-Konzentrationen im Serum sind st√§ndig zu √ľberwachen.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Enalapril G.L. 10 mg - Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Enalapril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller G.L. Pharma GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 04.10.2001
ATC Code C09AA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden