Renistad 20 mg Tabletten

Abbildung Renistad 20 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Enalapril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller STADA Arzneimittel GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 28.04.2000
ATC Code C09AA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, rein

Zulassungsinhaber

STADA Arzneimittel GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Renistad enthält den Wirkstoff Enalaprilmaleat. Dieser Wirkstoff gehört zu der Klasse der ACE (Angiotensin-Converting-Enzyme)-Hemmer genannten Arzneimittel.

Renistad wird angewendet zur:

  • Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Behandlung der Herzleistungsschw√§che (Herzinsuffizienz). Es kann die Notwendigkeit von Krankenhauseinweisungen verringern und bei einigen Patienten lebensverl√§ngernd wirken.
  • Vorbeugung der Entwicklung von Krankheitszeichen einer Herzleistungsschw√§che. Zu diesen wahrnehmbaren Krankheitszeichen geh√∂ren Kurzatmigkeit, Erm√ľdung bereits nach leichter k√∂rperlicher Bet√§tigung wie Gehen, oder Schwellungen an Kn√∂cheln und F√ľ√üen.

Renistad wirkt √ľber eine Erweiterung der Blutgef√§√üe. Das senkt Ihren Blutdruck. Das Arzneimittel beginnt normalerweise innerhalb einer Stunde zu wirken und seine Wirkung dauert mindestens 24 Stunden lang an. Einige Patienten ben√∂tigen eine Behandlung von mehreren Wochen, bis die beste Wirkung auf den Blutdruck zu beobachten ist.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Renistad darf NICHT eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Enalaprilmaleat oder einem der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie schon auf andere, Renistad √§hnliche Arzneimittel aus der Klasse der ACE-Hemmer √ľberempfindlich reagiert haben.
  • wenn bei Ihnen schon einmal Schwellungen an Gesicht, Lippen, Mund, Zunge oder Rachen auftraten, die zu Schluckbeschwerden oder Atemnot f√ľhrten (Angio√∂dem), wobei die Ursache daf√ľr unbekannt sein kann oder Sie diese Anlage ererbt haben k√∂nnen.
  • w√§hrend der letzten 6 Monate einer Schwangerschaft. (Es wird empfohlen, Renistad auch in der fr√ľhen Phase der Schwangerschaft nicht anzuwenden, siehe Abschnitt Schwangerschaft und Stillzeit).
  • wenn Sie Diabetes oder eine eingeschr√§nkte Nierenfunktion haben und mit einem Blutdruck-senkenden Arzneimittel behandelt werden, das Aliskiren enth√§lt.

Nehmen Sie Renistad nicht ein, wenn einer oder mehrere der oben genannten Punkte auf Sie zutreffen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Renistad einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Renistad einnehmen:

  • wenn Sie an einer Herzerkrankung leiden
  • wenn Sie an einer Erkrankung der Blutgef√§√üe im Gehirn leiden
  • wenn Sie an Ver√§nderungen in der Blutbildung leiden, wie z.B. einer verminderten Anzahl von oder einem Mangel an wei√üen Blutk√∂rperchen (Neutropenie/Agranulozytose), einer niedrigen Anzahl an Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder einer verminderten Anzahl roter Blutk√∂rperchen (An√§mie)
  • wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden (einschlie√ülich einer Nierenverpflanzung). Dies kann zu erh√∂hten Kaliumspiegeln im Blut f√ľhren, was schwerwiegend sein kann. Ihr Arzt muss m√∂glicherweise die Dosis von Renistad anpassen oder Ihren Kaliumspiegel im Blut √ľberwachen.
  • wenn Sie eine Blutw√§sche (Dialyse) erhalten
  • wenn Sie k√ľrzlich sehr krank waren mit √ľberm√§√üigem Erbrechen oder Sie k√ľrzlich an starkem Durchfall litten
  • wenn Sie eine salzarme Di√§t einhalten, Kaliumerg√§nzungsmittel einnehmen, kaliumsparende Arzneimittel oder Pr√§parate, die Kaliumsalze enthalten, einnehmen
  • wenn Sie √§lter als 70 Jahre sind
  • wenn Sie an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden. Sie sollten Ihr Blut auf niedrige Blutzuckerspiegel √ľberpr√ľfen lassen, besonders im ersten Monat der Behandlung. Der Kaliumspiegel im Blut kann in diesem Fall erh√∂ht sein.
  • wenn bei Ihnen bereits einmal eine allergische Reaktion auftrat, mit Schwellung an Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen und mit Schluck- oder Atembeschwerden. Bitte beachten Sie, dass Patienten mit schwarzer Hautfarbe ein erh√∂htes Risiko haben, so auf ACE-Hemmer zu reagieren.
  • wenn Sie niedrigen Blutdruck haben (Sie k√∂nnen das eventuell als Schw√§che- oder Schwindelgef√ľhl, besonders im Stehen, bemerken)
  • wenn Sie an einer Kollagen-Erkrankung mit Gef√§√übeteiligung leiden (z.B. Lupus erythematodes, rheumatoide Arthritis oder Sklerodermie), wenn Sie mit

Arzneimitteln, die das Immunsystem unterdr√ľcken, behandelt werden oder wenn Sie Allopurinol (Arzneimittel gegen Gicht) oder Procainamid (Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen) erhalten, bzw. wenn Sie gleichzeitig mehrere der o.g.

Risikofaktoren aufweisen.

  • wenn Sie Ihr Kind stillen oder stillen m√∂chten (siehe Abschnitt Stillzeit)
  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel zur Behandlung von hohem Blutdruck einnehmen:
    • einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (diese werden auch als Sartane bezeichnet - z. B. Valsartan, Telmisartan, Irbesartan), insbesondere wenn Sie Nierenprobleme aufgrund von Diabetes mellitus haben.
    • Aliskiren.

Ihr Arzt wird gegebenenfalls Ihre Nierenfunktion, Ihren Blutdruck und die Elektrolytwerte (z. B. Kalium) in Ihrem Blut in regelm√§√üigen Abst√§nden √ľberpr√ľfen. Siehe auch Abschnitt "Renistad darf nicht eingenommen werden".

  • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, erh√∂ht sich das Risiko eines Angio√∂dems (rasche Schwellung unter der Haut in Bereichen wie dem Rachen):
    • Sirolismus, Everolismus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTOR- Inhibitoren geh√∂ren (werden zur Verhinderung einer Absto√üung des Organtransplantats verwendet).

Sie m√ľssen Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein (oder schwanger werden k√∂nnten). Die Einnahme von Renistad wird in der fr√ľhen Phase der Schwangerschaft nicht empfohlen und Renistad darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Renistad in diesem Stadium zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren kann (siehe Abschnitt Schwangerschaft).

Bitte beachten Sie, dass bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe die Blutdrucksenkung durch ACE-Hemmer im Vergleich zu Patienten mit nicht schwarzer Hautfarbe weniger stark ist.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer oder mehrere der oben genannten Punkte auf Sie zutreffen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Renistad einnehmen.

Wenn Sie eine besondere Behandlung erhalten sollen:

Wenn eine der folgenden Behandlungen f√ľr Sie geplant ist, informieren Sie bitte Ihren Arzt, dass Sie Renistad einnehmen:

  • alle Operationen oder jeder Einsatz von Bet√§ubungs- oder Narkosemitteln (auch beim Zahnarzt)
  • eine Behandlung zur Entfernung von Cholesterin aus dem Blut, die als ‚ÄěLDL- Apherese‚Äú bezeichnet wird
  • eine Desensibilisierungsbehandlung, um das Ausma√ü einer allergischen Reaktion auf Bienen- oder Wespenstiche zu vermindern.

Wenn eine der o.g. Behandlungen oder Eingriffe f√ľr Sie geplant ist, sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt oder Zahnarzt.

Einnahme von Renistad zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Einige

Arzneimittel können in ihrer Wirkung durch Renistad beeinflusst werden, sowie auch andere Arzneimittel die Wirkung von Renistad beeinflussen können.

Daher ist es wichtig, Ihren Arzt oder Apotheker zu informieren, insbesondere wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Arzneimittel einnehmen oder anwenden:

  • andere blutdrucksenkende Arzneimittel, wie z.B. Betablocker
  • kaliumhaltige Arzneimittel, Kalium-Erg√§nzungsmittel oder kaliumhaltige Salzersatzstoffe, Diuretika (Wassertabletten, insbesondere jene, die als kaliumsparend bezeichnet werden), andere Arzneimittel, die den Kaliumspiegel in Ihrem K√∂rper erh√∂hen k√∂nnen (wie Heparin und Co-Trimoxazol, auch bekannt als Trimethoprim/Sulfamethoxazol).
  • Arzneimittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit (einschlie√ülich blutzuckersenkender Arzneimittel zur Einnahme und Insulin)
  • Lithium (Arzneimittel gegen bestimmte Depressionen)
  • Arzneimittel gegen Depressionen, die als ‚Äětricyclische Antidepressiva‚Äú bezeichnet werden
  • Arzneimittel zur Behandlung seelischer Probleme, die als ‚ÄúAntipsychotika‚Äú bezeichnet werden
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Husten und Erk√§ltungen oder Arzneimittel zur Gewichtsabnahme, die einen als "Sympathomimetikum" bezeichneten Stoff enthalten
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen oder Gelenkerkrankungen darunter auch Goldpr√§parate
  • Acetylsalicyls√§ure
  • Arzneimittel zur Aufl√∂sung von Blutgerinnseln (Thrombolytika)
  • Alkohol
  • Arzneimittel, die sehr oft zur Verhinderung einer Absto√üung des Organtransplantats verwendet werden (Sirolimus, Everolimus und andere Arzneimittel, die zur Klasse der mTORInhibitoren geh√∂ren). Siehe Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚ÄĚ.

Ihr Arzt muss unter Umständen Ihre Dosierung anpassen und/oder sonstige Vorsichtsmaßnahmen treffen:

wenn Sie einen Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren einnehmen (siehe auch Abschnitte "Renistad darf nicht eingenommen werden" und "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen").

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob einer oder mehrere der oben genannten Punkte auf Sie zutreffen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie Renistad einnehmen.

Einnahme von Renistad zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Renistad kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Die meisten Patienten nehmen Renistad mit etwas Wasser ein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft

In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Renistad vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Renistad in der fr√ľhen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Renistad darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Renistad in diesem Stadium zu schweren Sch√§digungen Ihres ungeborenen Kindes f√ľhren kann.

Stillzeit

Das Stillen von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und besonders von Fr√ľhgeburten wird nicht empfohlen, wenn Sie Renistad einnehmen. Bei √§lteren S√§uglingen sollte der Arzt Sie √ľber Nutzen und m√∂gliche Sch√§den der Anwendung von Renistad in der Stillzeit im Vergleich zu Behandlungsalternativen aufkl√§ren.

Verkehrst√ľchtigkeit und √§higkeit zum Bedienen von Maschinen

  • Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Sie k√∂nnen unter der Behandlung Schwindel oder M√ľdigkeit sp√ľren. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie kein Fahrzeug steuern oder Werkzeuge bzw. Maschinen bedienen.

Renistad enthält Lactose

Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

  • Es ist sehr wichtig, Renistad so lange einzunehmen, wie es von Ihrem Arzt verordnet wird.
  • Nehmen Sie nicht mehr Tabletten ein, als verordnet.

Wenn die halbe Dosis der Tablette benötigt wird, kann die Tablette gebrochen werden, indem man sie auf eine harte Oberfläche, mit der Bruchkerbe nach oben, legt. Bei Druck von oben mit dem Daumen bricht die Tablette in zwei gleiche Teile.

Bluthochdruck

  • Die Behandlung wird mit einer empfohlenen Dosis von 5 mg bis 20 mg einmal t√§glich begonnen.
  • Einige Patienten ben√∂tigen m√∂glicherweise zu Beginn der Behandlung eine niedrigere Dosis.
  • Die empfohlene Dosis f√ľr die Langzeitbehandlung betr√§gt 20 mg einmal t√§glich.
  • Die H√∂chstdosis f√ľr die Langzeitbehandlung betr√§gt 40 mg einmal t√§glich.

Herzleistungsschwäche

  • Die Behandlung wird mit einer empfohlenen Dosis von 2,5 mg einmal t√§glich begonnen.
  • Ihr Arzt wird diese Menge schrittweise erh√∂hen, bis die Dosis erreicht wird, die f√ľr Sie geeignet ist.
  • Die empfohlene Dosis f√ľr die Langzeitbehandlung betr√§gt 20 mg pro Tag, einmal t√§glich oder auf zwei Dosen verteilt.
  • Die H√∂chstdosis f√ľr die Langzeitbehandlung betr√§gt 40 mg pro Tag auf zwei Dosen verteilt.

Patienten mit Nierenerkrankungen

Die Dosis des Arzneimittels wird der Funktionsfähigkeit Ihrer Nieren angepasst.

  • M√§√üige Nierenerkrankung: 5 mg bis 10 mg pro Tag.
  • Schwere Nierenerkrankung: 2,5 mg pro Tag.
  • Dialysepatienten: 2,5 mg pro Tag. An dialysefreien Tagen kann die Dosis der H√∂he Ihres Blutdrucks angepasst werden.

√Ąltere Patienten

Ihr Arzt wird Ihre Dosis entsprechend Ihrer Nierenfunktion festlegen.

Anwendung bei Kindern

Die Erfahrungen mit der Anwendung von Renistad bei Kindern mit Bluthochdruck sind begrenzt. Wenn die Kinder Tabletten schlucken können, wird die Dosis dem Gewicht und dem Blutdruck des Kindes angepasst.

Zu Beginn der Behandlung beträgt die empfohlene Dosis:

  • Kinder mit einem Gewicht zwischen 20 kg und 50 kg: 2,5 mg pro Tag.
  • Kinder mit einem Gewicht √ľber 50 kg: 5 mg pro Tag.

Die Dosis kann dem Bedarf des Kindes entsprechend angepasst werden:

  • Eine Tagesh√∂chstdosis von 20 mg kann von Kindern mit einem Gewicht zwischen 20 kg und 50 kg eingenommen werden.
  • Eine Tagesh√∂chstdosis von 40 mg kann von Kindern mit einem Gewicht √ľber 50 kg eingenommen werden.

Renistad wird nicht f√ľr die Behandlung von Neugeborenen (in den ersten Wochen nach der Geburt) und nicht f√ľr die Behandlung von Kindern mit Nierenerkrankungen empfohlen.

Wenn Sie eine größere Menge Renistad eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Renistad eingenommen haben als verordnet, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder suchen Sie ein Krankenhaus auf. Nehmen Sie die Medikamenten-Verpackung mit. Sie k√∂nnen Schwindel oder Benommenheit als Folge eines pl√∂tzlichen oder starken Blutdruckabfalls versp√ľren.

Wenn Sie die Einnahme von Renistad vergessen haben

  • Wenn Sie eine Dosis vergessen, lassen Sie diese aus.
  • Nehmen Sie die n√§chste Dosis wie gew√∂hnlich ein.
  • Nehmen Sie keine zus√§tzliche Dosis ein, um die vergessene Dosis auszugleichen.

Wenn Sie die Einnahme von Renistad abbrechen

Beenden Sie die Behandlung mit Renistad nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Folgende Nebenwirkungen können bei diesem Arzneimittel auftreten:

Beenden Sie die Behandlung mit Renistad und wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Anzeichen bemerken:

  • Schwellungen an Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, die Atem- und Schluckbeschwerden bereiten k√∂nnen.
  • Schwellungen an H√§nden, F√ľ√üen oder Kn√∂cheln.
  • Auftreten eines Hautausschlag mit roten Quaddeln (Nesselsucht).

Bitte beachten Sie, dass f√ľr Patienten mit schwarzer Hautfarbe das Risiko f√ľr diese Art von Reaktion h√∂her ist. Wenn eines der o.g. Anzeichen auftritt, beenden Sie bitte umgehend die Einnahme von Renistad und wenden Sie sich an einen Arzt.

Zu Beginn der Behandlung mit Renistad k√∂nnen Sie sich schwach oder schwindelig f√ľhlen. In diesem Fall hilft es, sich hinzulegen. Diese Beschwerden werden durch die Blutdrucksenkung verursacht und sollten sich mit andauernder Behandlung verbessern. Wenn Sie sich Sorgen machen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Zu den weiteren Nebenwirkungen zählen:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen):

  • Schwindel-, Schw√§che- oder √úbelkeitsgef√ľhl
  • Verschwommensehen
  • Husten.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen):

  • Niedriger Blutdruck, Ver√§nderungen des Herzrhythmus, schneller Herzschlag, Engegef√ľhl oder Schmerzen in der Brust (Angina pectoris) oder Schmerzen im Brustkorb
  • Kopfschmerzen, Ohnmacht (Synkope)
  • Ver√§nderungen des Geschmackssinns, Kurzatmigkeit
  • Durchfall oder Bauchschmerzen, Hautausschlag
  • M√ľdigkeit/Abgeschlagenheit, Depression
  • Allergische Reaktionen mit Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen und Kehlkopf mit Schluck- oder Atembeschwerden
  • Erh√∂hte Blutkaliumspiegel, erh√∂hte Blutkreatininspiegel (beides wird normalerweise durch Labortests festgestellt)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen):

  • Pl√∂tzlicher Blutdruckabfall
  • Schneller oder unregelm√§√üiger Herzschlag/Herzklopfen
  • Herzinfarkt (vermutlich aufgrund sehr niedrigen Blutdrucks bei bestimmten besonders gef√§hrdeten Patienten wie z.B. Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgef√§√üe oder an den Blutgef√§√üen des Gehirns)
  • Blutarmut (An√§mie einschlie√ülich aplastischer und h√§molytischer An√§mie)
  • Schlaganfall (vermutlich aufgrund sehr niedrigen Blutdrucks bei besonders gef√§hrdeten Patienten)
  • Verwirrung, Schlaflosigkeit, oder Schl√§frigkeit, Nervosit√§t
  • Kribbeln oder taubes Gef√ľhl auf der Haut
  • Drehschwindel (Vertigo)
  • Ohrger√§usche (Tinnitus)
  • Laufende Nase, Halsschmerzen oder Heiserkeit
  • Asthma
  • Verlangsamte Darmpassage, Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse
  • √úbelkeit mit Erbrechen, Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Appetitlosigkeit
  • Magenreizungen, trockener Mund, Magengeschw√ľr, verminderte Nierenfunktion, Nierenversagen
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Juckreiz oder Nesselsucht
  • Haarausfall
  • Muskelkr√§mpfe, Hitzewallungen (Flush), allgemeines Unwohlsein, erh√∂hte Temperatur (Fieber), Impotenz
  • Hoher Eiwei√ügehalt im Urin (durch einen Labortest festzustellen)
  • Niedriger Blutzucker- oder Blutnatriumspiegel, hoher Blutharnstoffwert (alles wird in Labortests festgestellt)

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Personen betreffen):

  • Durch verminderten Blutfluss bedingt sehr kalte und wei√üe H√§nde und F√ľ√üe, was als "Raynaud-Ph√§nomen" bezeichnet wird
  • Ver√§nderte Blutwerte wie erniedrigte Anzahl wei√üer und roter Blutk√∂rperchen, erniedriger H√§moglobinwert, erniedrigte Anzahl Blutpl√§ttchen
  • Unterdr√ľckung der Knochenmarksfunktion
  • Autoimmun-Krankheiten
  • Ungew√∂hnliche Tr√§ume oder Schlafst√∂rungen
  • Ver√§nderungen im Lungengewebe (pulmonale Infiltrate)
  • Entz√ľndungen an der Nase
  • Lungenentz√ľndung
  • Entz√ľndungen an den Wangen, am Gaumen, Zunge, Lippen und Rachen einschl. Kehlkopf
  • Verringerte Urinausscheidung
  • Eine als "Erythema multiforme" bezeichnete Hautreaktion
  • Eine schwerwiegende Hauterkrankung, die als "Stevens-Johnson-Syndrom" bezeichnet wird und mit R√∂tung und Absch√§len der Haut sowie mit Blasenbildung und Abl√∂sung der oberen Hautschichten einhergeht
  • Lebererkrankungen wie eingeschr√§nkte Leberfunktion, Leberentz√ľndung, Gelbsucht (Gelbf√§rbung von Haut oder Augen), erh√∂hte Werte von Leberenzymen oder Bilirubin (wird in einem Labortest des Blutes gemessen)
  • Vergr√∂√üerte Brustdr√ľsen bei M√§nnern

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Personen betreffen):

  • Schwellungen im Magendarmtrakt (intestinales Angio√∂dem)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durchdr√ľckpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.

Nicht √ľber +30¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Renistad enthält

Der Wirkstoff ist: Enalaprilmaleat.

Renistad 5 mg: 1 Tablette enthält 5 mg Enalaprilmaleat.

Renistad 10 mg: 1 Tablette enthält 10 mg Enalaprilmaleat.

Renistad 20 mg: 1 Tablette enthält 20 mg Enalaprilmaleat.

Die sonstigen Bestandteile sind

Renistad 5 mg Tabletten enthalten: Natriumhydrogencarbonat, Lactosemonohydrat, Maisstärke, Hyprolose, Talkum, Magnesiumstearat

Renistad 10 mg Tabletten enthalten: Natriumhydrogencarbonat, Lactosemonohydrat, Maisstärke, Talkum, Magnesiumstearat, Eisenoxid rot (E 172)

Renistad 20 mg Tabletten enthalten: Natriumhydrogencarbonat, Lactosemonohydrat, Maisstärke, Talkum, Magnesiumstearat, Eisenoxid rot (E 172), Eisenoxid gelb (E 172)

Wie Renistad aussieht und Inhalt der Packung

Renistad 5 mg Tabletten: Runde, bikonvexe, wei√üe ‚Äěsnap-tab‚Äú-Tabletten mit einseitiger Bruchkerbe.

Renistad 10 mg Tabletten: Runde, bikonvexe ‚Äěsnap-tab‚Äú-Tabletten mit einseitiger Bruchkerbe, rot-braunfarben mit einzelnen wei√üen Flecken.

Renistad 20 mg Tabletten: Runde, bikonvexe ‚Äěsnap-tab‚Äú-Tabletten mit einseitiger Bruchkerbe, hell-orangefarben mit einzelnen wei√üen Flecken.

Die Tabletten sind in einen Blister (Aluminium/OPA-AL-PVC Blister Folie) verpackt.

Renistad ist in folgenden Packungsgrößen erhältlich:

Renistad 5 mg und 10 mg: 10, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 98, 100, 105, 120, 150, 200, 250, 300, 400, 500, 1000 Tabletten

Renistad 20 mg: 10, 14, 20, 28, 30, 50, 56, 60, 98, 100, 105, 120, 150, 200, 250, 300, 400, 500, 1000 Tabletten.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien

Z.Nr.:

Renistad 5 mg: 1-23607

Renistad 10 mg: 1-23608

Renistad 20 mg: 1-23610

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien: Enalapril EG tabletten

Deutschland: Enalapril STADA Tabletten

Dänemark: Enacodan

Italien: Enalapril EG

Luxemburg:Enalapril EG

Niederlande: Enalaprilmaleaat CF

Schweden: Enalapril Stada

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im J√§nner 2018.

Anzeige

Wirkstoff(e) Enalapril
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller STADA Arzneimittel GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 28.04.2000
ATC Code C09AA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe ACE-Hemmer, rein

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden