Xyloneural mite 0,5 % - Ampullen

Abbildung Xyloneural mite 0,5 % - Ampullen
Wirkstoff(e) Lidocain
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Gebro Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 30.08.2002
ATC Code N01BB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Lokalanästhetika

Zulassungsinhaber

Gebro Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Was ist Xyloneural?

Xyloneural ist ein Arzneimittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetikum) vom Säureamid- Typ (Carbonsäureamid des Anilins).

Wof√ľr wird Xyloneural angewendet?

Das Anwendungsgebiet ist die lokale und regionale Nervenblockade zur Schmerztherapie.

2. Was sollten Sie vor der Anwendung beachten?

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Im Folgenden wird beschrieben, wann Xyloneural nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden darf. Befragen Sie hierzu bitte Ihren Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen fr√ľher einmal zutrafen.

Xyloneural darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden

  • bei Nieren- oder Lebererkrankungen,
  • bei Myasthenia gravis,
  • bei Injektion in ein entz√ľndetes (infiziertes) Gebiet.

Was ist bei Kindern zu ber√ľcksichtigen?

F√ľr Kinder sind Dosierungen individuell unter Ber√ľcksichtigung von Alter und Gewicht zu be- rechnen. F√ľr die Anwendung zur An√§sthesie bei Kindern sollten niedrig konzentrierte Lido- cainhydrochlorid-L√∂sungen gew√§hlt werden.

Was ist bei √§lteren Menschen zu ber√ľcksichtigen?

Vornehmlich bei älteren Patienten kann eine plötzliche arterielle Hypotension als Komplikati- on bei Periduralanästhesie mit Xyloneural auftreten.

Was muss in Schwangerschaft/Geburtshilfe/Stillzeit beachtet werden?

Eine Anwendung von Lidocain w√§hrend der Schwangerschaft soll nur erfolgen, wenn es un- bedingt erforderlich ist. Kontrollierte Untersuchungen an Schwangeren liegen nicht vor. Da- ten √ľber eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren geben keinen Hinweis auf kongenitale Effekte durch Lidocain. Tierexperimentelle Studien haben Reproduktionstoxizit√§t gezeigt (siehe Pr√§klinische Sicherheitsdaten in Abschnitt 7).
Lidocain ist in der Geburtshilfe nicht in Konzentrationen √ľber 1 % anzuwenden. Kontraindi- ziert ist die Periduralan√§sthesie mit Lidocain in der Geburtshilfe bei einer drohenden oder be- reits bestehenden Blutung.
Lidocain passiert die Plazenta rasch. Bei Neugeborenen mit hohen Plasmakonzentrationen kann Lidocain eine Dämpfung des ZNS und damit eine Senkung des Apgar-Score bewirken. Die Verwendung von Lidocain bei der Parazervikalblockade kann zu einer Tachykardie oder
Bradykardie des F√∂tus f√ľhren. Eine akzidentielle Injektion in die Subkutis des F√∂tus w√§hrend einer Parazervikal- oder Perinealblockade kann zu Apnoe, Hypotonie und Krampfanf√§llen f√ľhren und stellt ein lebensbedrohliches Risiko f√ľr das Neugeborene dar.
Lidocain geht in geringer Menge in die Muttermilch √ľber. Eine Gefahr f√ľr den S√§ugling er- scheint bei therapeutischen Dosen unwahrscheinlich.

Welche Vorsichtsma√ünahmen m√ľssen bei der Anwendung beachtet werden?

  • Vor einer Lokalan√§sthesie ist grunds√§tzlich auf eine gute Auff√ľllung des Kreislaufes zu achten. Bestehende Hypovol√§mien m√ľssen behoben werden.
  • Ist eine Allergie gegen Lidocainhydrochlorid 1 H2O bekannt, so muss mit einer Kreuzal- lergie gegen andere S√§ureamid-Lokalan√§sthetika gerechnet werden.
  • Eine intraven√∂se Injektion oder Infusion darf nur unter sorgf√§ltiger Kreislauf√ľberwa- chung erfolgen. Alle Ma√ünahmen zur Beatmung, antikonvulsiven Therapie und Reani- mation m√ľssen vorhanden sein.
  • Beim L√∂sen der Blutsperre im Rahmen der intraven√∂sen Regionalan√§sthesie ist das Risiko von Nebenwirkungen erh√∂ht. Daher sollte das Lokalan√§sthetikum fraktioniert ab- gelassen werden.
  • Bei Anwendung im Hals-Kopf-Bereich besteht ein h√∂herer Gef√§hrdungsgrad, weil das Risiko f√ľr zentralnerv√∂se Intoxikationssymptome erh√∂ht ist.

Zur Vermeidung von Nebenwirkungen sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • bei Risikopatienten und bei Verwendung h√∂herer Dosierungen (mehr als 25 % der ma- ximalen Einzeldosis bei einzeitiger Gabe) intraven√∂sen Zugang f√ľr Infusion anlegen (Volumensubstitution)
  • Dosierung so niedrig wie m√∂glich w√§hlen
  • keinen Vasokonstriktorzusatz verwenden
  • korrekte Lagerung des Patienten beachten
  • vor Injektion sorgf√§ltig in zwei Ebenen aspirieren (Drehung der Kan√ľle)
  • Vorsicht bei Injektion in infizierte Bereiche (aufgrund verst√§rkter Resorption bei herab- gesetzter Wirksamkeit)
  • Injektion langsam vornehmen
  • Blutdruck, Puls und Pupillenweite kontrollieren
  • allgemeine und spezielle Kontraindikationen sowie Wechselwirkungen mit anderen Mit- teln beachten

Vor der Injektion eines Lokalan√§sthetikums ist darauf zu achten, dass das Instrumentarium zur Wiederbelebung (z.B. zur Freihaltung der Atemwege und zur Sauerstoffzufuhr) und die Notfallmedikation zur Therapie toxischer Reaktionen sofort verf√ľgbar sind.
Es ist zu beachten, dass unter Behandlung mit Blutgerinnungshemmern (Antikoagulantien, wie z.B. Heparin), nicht-steroidalen-Antirheumatika (NSAR) oder Plasmaersatzmitteln nicht nur eine versehentliche Gef√§√üverletzung im Rahmen der Schmerzbehandlung zu ernsthaften Blutungen f√ľhren kann, sondern dass allgemein mit einer erh√∂hten Blutungsneigung gerech- net werden muss. Gegebenenfalls sollten die Blutungszeit und die partielle Thromboplastin- zeit (PTT), respektive aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) bestimmt, der Quick-Test durchgef√ľhrt und die Thrombozytenzahl √ľberpr√ľft werden. Diese Untersuchungen sollten bei Risikopatienten auch im Falle einer Low-dose-Heparinprophylaxe (vorsorgliche Behandlung mit dem Blutgerinnungshemmer Heparin in niedriger Dosis) vor der Anwendung von Xylo- neural durchgef√ľhrt werden. Gegebenenfalls ist die Antikoagulantientherapie zeitig genug abzusetzen.
Eine An√§sthesie bei gleichzeitiger Vorsorgetherapie zur Vermeidung von Thrombosen (Thromboseprophylaxe) mit niedermolekularem Heparin sollte nur unter besonderer Vorsicht durchgef√ľhrt werden.
Bei bestehender Behandlung mit nicht-steroidalen-Antirheumatika (z.B. Acetylsalicyls√§ure) wird in den letzten f√ľnf Tagen vor der geplanten r√ľckenmarksnahen Injektion eine Bestim- mung der Blutungszeit als notwendig angesehen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei operativer, zahn√§rztlicher oder gro√üfl√§chiger Anwendung von Xyloneural muss Ihr Arzt im Einzelfall entscheiden, ob Sie aktiv am Stra√üenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen d√ľrfen.

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Wie wird es angewendet?

Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsempfehlungen

  • Grunds√§tzlich gilt, dass nur die kleinste Dosis verabreicht werden darf, mit der die ge- w√ľnschte ausreichende An√§sthesie erreicht wird. Die Dosierung ist entsprechend den Besonderheiten des Einzelfalles individuell vorzunehmen.
  • Bei Applikation in Gewebe, aus denen eine schnelle Resorption von Substanzen er- folgt, sollte eine Einzeldosierung von 300 mg Lidocainhydrochlorid 1 H2O nicht √ľber- schritten werden.
  • Bei Kindern und √§lteren Patienten muss eine Dosisanpassung vorgenommen werden.

Allgemeine Dosierungsanleitung zu Lidocainhydrochlorid

F√ľr die einzelnen Anwendungsarten gelten als Einzeldosen f√ľr Heranwachsende √ľber 15 Jahren und Erwachsene mit einer durchschnittlichen K√∂rpergr√∂√üe folgende Empfehlungen von verschieden konzentrierten, Lidocainhydrochlorid 1 H2O-haltigen Injektionsl√∂sungen:

Bei Patienten mit Niereninsuffizienz wird eine verk√ľrzte Wirkzeit der Lokalan√§sthetika beo- bachtet. Dies wird auf einen beschleunigten Transport des Lokalan√§sthetikums in die Blut- bahn, durch Azidose und gesteigertes Herz-Zeit-Volumen zur√ľckgef√ľhrt.
Bei Lebererkrankungen ist die Toleranz gegen S√§ureamid-Lokalan√§sthetika herabgesetzt. Verantwortlich hierf√ľr wird ein verminderter hepatischer Metabolismus gemacht sowie eine verringerte Proteinsynthese mit einer daraus resultierenden niedrigeren Plasmaproteinbin- dung von Lokalan√§sthetika. In diesen F√§llen wird ebenfalls eine erniedrigte Dosis empfohlen.
Bei Patienten mit zerebralem Anfallsleiden muss verstärkt auf die Manifestation zentralner- vöser Symptome geachtet werden. Auch bei nicht hohen Lidocainhydrochlorid 1 H2O-Dosen muss mit einer gesteigerten Krampfbereitschaft gerechnet werden. Beim Melkersson- Rosenthal-Syndrom können allergische und toxische Reaktionen des Nervensystems auf Lokalanästhetika vermehrt auftreten.
Bei Patienten mit Zeichen einer Herzinsuffizienz oder klinisch relevanten Störungen der kardialen Erregungsbildung und -ausbreitung ist die Dosis zu reduzieren und eine stete Kon- trolle der Funktionsparameter erforderlich, auch nach Wirkungsende des Lokalanästheti- kums. Nichtsdestoweniger kann die lokale oder regionale Nervenblockade das anästhesiolo- gische Verfahren der Wahl sein.
In der geburtshilflichen Periduralanästhesie ist wegen der veränderten anatomischen Verhältnisse eine Dosisreduktion um etwa ein Drittel erforderlich.

Wie wird Xyloneural angewendet?

Xyloneural wird in Abh√§ngigkeit vom jeweiligen An√§sthesieverfahren intrakutan, subkutan, zur Regionalan√§sthesie intraven√∂s oder zur r√ľckenmarksnahen Leitungsan√§sthesie peridural injiziert, in einem umschriebenen Bezirk in das Gewebe eingespritzt (Infiltration) oder in Ab- h√§ngigkeit von den anatomischen Verh√§ltnissen nach gezielter Punktion lokal appliziert.
Xyloneural sollte nur von Personen mit entsprechenden Kenntnissen zur erfolgreichen Durchf√ľhrung der jeweiligen An√§sthesieverfahren angewendet werden.
Grundsätzlich gilt, dass bei kontinuierlicher Anwendung nur niedrig konzentrierte Lösungen von Lidocainhydrochlorid 1 H2O appliziert werden.
Die Injektionsl√∂sung aus Ampullen ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die An- wendung muss unmittelbar nach √Ėffnung der Ampulle erfolgen. Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen.

Wichtigste Inkompatibilitäten

Xyloneural ist mit alkalischen Lösungen inkompatibel und darf daher nicht mit diesen ge- mischt werden.

Was ist zu tun, wenn Xyloneural in zu großen Mengen oder in ungeeigneter Art und Weise angewendet wurde?

A. Symptome einer √úberdosierung

Xyloneural wirkt in niedrigen toxischen Dosierungen als zentrales Nervenstimulanz, in hohen toxischen Bereichen kommt es zu Depression der zentralen Funktionen.

Die Lidocainhydrochlorid 1 H2O-Intoxikation verläuft in 2 Phasen:

Stimulation

ZNS: Periorale Missempfindungen, Gef√ľhl der tauben Zunge, Unruhe, Delirium, Kr√§mpfe (to- nisch-klonisch)
Kardiovaskulär: Herzfrequenz erhöht (beschleunigter Herzschlag), Blutdruck erhöht, Rötung der Haut

Depression

ZNS: Koma, Atemstillstand
Kardiovaskulär: Pulse nicht tastbar, Blässe, Herzstillstand
Patienten mit einer beginnenden Lokalan√§sthetika-Intoxikation fallen zun√§chst durch exzita- torische Symptome auf. Sie werden unruhig, klagen √ľber Schwindel, akustische und visuelle St√∂rungen sowie Kribbeln, vor allem an Zunge und Lippenbereich. Die Sprache ist verwa- schen, Sch√ľttelfrost und Muskelzuckungen sind Vorboten eines drohenden generalisierten Krampfanfalls.
Subkonvulsive Plasmaspiegel von Lidocainhydrochlorid 1 H2O f√ľhren oft auch zu Schl√§frig- keit und Sedierung der Patienten. Die Krampfanf√§lle sind zuerst von klonisch-tonischer Form. Bei fortschreitender ZNS-Intoxikation kommt es zu einer zunehmenden Funktionsst√∂- rung des Hirnstammes mit den Symptomen Atemdepression und Koma bis hin zum Tod. Ein Blutdruckabfall ist h√§ufig das erste Zeichen eines toxischen Effekts auf das kardiovasku- l√§re System. Die Hypotension wird haupts√§chlich durch eine Hemmung bzw. Blockade der kardialen Reizleitung verursacht. Die toxischen Wirkungen sind jedoch klinisch von relativ un- tergeordneter Bedeutung.

B. Notfallmaßnahmen und Gegenmittel

Bei Auftreten zentraler oder kardiovaskulärer Symptome einer Intoxikation sind folgende Ge- genmaßnahmen erforderlich:
  • sofortige Unterbrechung der Zufuhr von Xyloneural
  • Freihalten der Atemwege
  • zus√§tzlich Sauerstoff zuf√ľhren; falls notwendig mit reinem Sauerstoff assistiert oder kontrolliert beatmen (zun√§chst √ľber Maske und mit Beatmungsbeutel, dann erst √ľber einen Trachealtubus). Die Sauerstofftherapie darf nicht bereits bei Abklingen der Symptome, sondern erst dann abgesetzt werden, wenn alle Vitalfunktionen zur Norm zur√ľckgekehrt sind.
  • sorgf√§ltige Kontrolle von Blutdruck, Puls und Pupillenweiten
Diese Ma√ünahmen gelten auch f√ľr den Fall einer akzidentiellen totalen Spinalan√§sthesie, de- ren erste Anzeichen Unruhe, Fl√ľsterstimme und Schl√§frigkeit sind; letztere kann in Bewusst- losigkeit und Atemstillstand √ľbergehen.

Weitere mögliche Gegenmaßnahmen

  • Bei einem akuten und bedrohlichen Blutdruckabfall sollte unverz√ľglich eine Flachlage- rung des Patienten mit einer Hochlagerung der Beine erfolgen und ein Beta- Sympathomimetikum langsam intraven√∂s injiziert werden (z.B. 10 bis 20 Tropfen pro Minute einer L√∂sung von 1 mg Isoprenalin in 200 ml Glukosel√∂sung 5 %). Zus√§tzlich ist eine Volumensubstitution vorzunehmen (z.B. mit kristalloiden L√∂sungen).
  • Bei erh√∂htem Vagotonus (Bradykardie) wird Atropin (0,5 bis 1,0 mg i.v.) verabreicht. Bei Verdacht auf Herzstillstand sind die erforderlichen Ma√ünahmen der Reanimation durch- zuf√ľhren.
  • Konvulsionen werden mit kleinen, wiederholt verabreichten Dosen ultrakurz-wirkender Barbiturate (z.B. Thiopental-Natrium 25 bis 50 mg) oder mit Diazepam 5 bis 10 mg i.v. behandelt; dabei werden die Dosen fraktioniert bis zum Zeitpunkt der sicheren Kontrolle verabreicht. Grunds√§tzlich ist darauf hinzuweisen, dass in vielen F√§llen bei Anzeichen von Kr√§mpfen die obligate Sauerstoffbeatmung zur Behandlung ausreicht. Bei anhal-
tenden Krämpfen werden Thiopental-Natrium (250 mg) und ein kurzwirksames Muskel- relaxans verabreicht, und nach Intubation wird mit 100 % Sauerstoff beatmet.

Zentral wirkende Analeptika sind bei Intoxikation durch Lokalanästhetika kontraindi- ziert!

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen

Arzneimittel k√∂nnen sich gegenseitig beeinflussen, so dass ihre Wirkung dann st√§rker oder schw√§cher ist als gew√∂hnlich. Bitte informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.

Welche anderen Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von Xyloneural?

  • Die gleichzeitige Gabe gef√§√üverengender Arzneimittel f√ľhrt zu einer l√§ngeren Wirkdau- er von Xyloneural.
  • Bei gleichzeitiger Gabe von Xyloneural und Secale-Alkaloiden (wie z.B. Ergotamin) o- der Epinephrin kann ein ausgepr√§gter Blutdruckabfall auftreten.
  • Vorsicht ist geboten bei Einsatz von Sedativa, die ebenfalls die Funktion des ZNS be- einflussen und die toxische Wirkung von Lokalan√§sthetika ver√§ndern k√∂nnen. Es be- steht ein Antagonismus zwischen Lokalan√§sthetika einerseits und Sedativa und Hypno- tika andererseits. Die beiden letztgenannten Medikamentengruppen heben die Krampf- schwelle des ZNS an.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung von Aprindin und Xyloneural ist eine Summation der Ne- benwirkungen m√∂glich. Aprindin hat aufgrund der chemischen Struktur√§hnlichkeit mit Lokalan√§sthetika √§hnliche Nebenwirkungen.
  • Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Therapie mit Propranolol, Diltiazem und Vera- pamil. Durch eine Abnahme der Lidocainhydrochlorid 1 H2O-Clearance kommt es zu einer deutlichen Verl√§ngerung der Eliminationshalbwertszeit mit Kumulationsgefahr.
  • Kombinationen verschiedener Lokalan√§sthetika rufen additive Wirkungen am kardi- ovaskul√§ren System und ZNS hervor.
  • Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Gabe des H2-Antagonisten Cimetidin. Durch eine Abnahme der Leberdurchblutung und Hemmung mikrosomaler Enzyme k√∂nnen bereits nach Interkostalblockade toxische Lidocain-Plasmaspiegel auftreten.

Welche anderen Arzneimittel werden in ihrer Wirkung durch Xyloneural beeinflusst?

Die Wirkung nicht depolarisierender Muskelrelaxantien wird durch Xyloneural verlängert.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Mögliche Nebenwirkungen

Die m√∂glichen Nebenwirkungen nach Anwendung von Xyloneural entsprechen weitgehend denen anderer Lokalan√§sthetika vom S√§ureamid-Typ. Unerw√ľnschte, systemische Wirkun- gen, die bei √úberschreiten eines Blutplasmaspiegels von 5 bis 10 ¬Ķg Lidocain pro ml auftre- ten k√∂nnen, sind methodisch (aufgrund der Anwendung), pharmakodynamisch oder pharma- kokinetisch bedingt und betreffen das Zentralnerven- und das Herzkreislaufsystem.
Bei Plasmakonzentrationen, wie sie bei regelrechter Anwendung im Allgemeinen erreicht werden, wird der Blutdruck in der Regel nur geringgradig durch die positiv inotrope und posi- tiv chronotrope Wirkung von Xyloneural beeinflusst.
Ein Blutdruckabfall kann ein erstes Zeichen f√ľr eine relative √úberdosierung im Sinne einer kardiotoxischen Wirkung sein.
Die Ausl√∂sung einer malignen Hyperthermie ist, wie bei anderen Lokalan√§sthetika, auch f√ľr Lidocainhydrochlorid 1 H2O nicht auszuschlie√üen. Im Allgemeinen wird jedoch der Einsatz von Lidocainhydrochlorid 1 H2O bei Patienten mit maligner Hyperthermie f√ľr sicher gehalten, auch wenn √ľber das Auftreten einer malignen Hyperthermie bei einem Patienten, der Lido- cainhydrochlorid 1 H2O zur Periduralan√§sthesie erhalten hatte, berichtet wurde.
Gelegentlich (‚Č• 1/1.000 bis < 1/100) werden allergische Reaktionen auf Xyloneural in Form von Urtikaria, √Ėdem, Bronchospasmus oder eines Atemnotsyndroms sowie Kreislaufreaktio- nen beschrieben.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Aufbewahrungsbedingungen

  • Vor Licht gesch√ľtzt und nicht √ľber 25 ¬įC lagern.
  • Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Dauer der Haltbarkeit

Xyloneural ist im unversehrten Behältnis 3 Jahre haltbar.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Dieses Datum ist auf der Ampulle und der Faltschachtel nach angegeben. Das Verfallsda-

tum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach Anbruch

Die Injektionsl√∂sung aus Ampullen ist nur zur einmaligen Entnahme vorgesehen. Die An- wendung muss unmittelbar nach √Ėffnung der Ampulle erfolgen. Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informa- tionen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
6. Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Xyloneural enthält

Der Wirkstoff ist Lidocainhydrochlorid. Xyloneural 1 %
1 ml Injektionslösung enthält 10,7 mg Lidocainhydrochlorid 1 H2O (= 10 mg/ml Lidocainhydrochlorid).

Xyloneural mite 0,5 %

1 ml Injektionslösung enthält 5,3 mg Lidocainhydrochlorid 1 H2O (= 5 mg/ml Lidocainhydrochlorid).
Xyloneural forte 2 %
1 ml Injektionslösung enthält 21,3 mg Lidocainhydrochlorid 1 H2O (= 20 mg/ml Lidocainhydrochlorid).

Sonstige Bestandteile

Natriumchlorid, Natriumhydroxid, Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Xyloneural aussieht und Inhalt der Packung Xyloneural ist eine farblose L√∂sung. Sie ist in Glasampullen von jeweils 5 ml Inhalt abgef√ľllt.
Es gibt die folgenden Packungsgrößen: Xyloneural 1 %
5 x 5 ml; 10 x 5 ml; 50 x 5 ml; 100 x 5 ml KP: 1000 x 5 ml; 1500 x 5 ml; 2000 x 5 ml Xyloneural mite 0,5 %

5 x 5 ml; 10 x 5 ml; 100 x 5 ml KP: 1000 x 5 ml; 2000 x 5 ml Xyloneural forte 2 %

5 x 5 ml; 10 x 5 ml KP: 2000 x 5 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller Gebro Pharma GmbH
Bahnhofbichl 13
AT-6391 Fieberbrunn

Mitvertrieb:

Pharmore GmbH
Gildestraße 75
DE-49479 Ibbenb√ľren
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2020.

7. Zus√§tzliche Angaben f√ľr Fachkreise

Pharmakologische Eigenschaften

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Zuletzt aktualisiert: 21.08.2022

Quelle: Xyloneural mite 0,5 % - Ampullen - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Lidocain
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Gebro Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 30.08.2002
ATC Code N01BB02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Lokalanästhetika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden